Aktuelle Meldungen der GfBK

Aktuelle Meldungen

Der 19. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. findet in Heidelberg am 18. und 19. Mai 2019 statt. Veranstaltungsort ist wieder die Print Media Academy direkt gegenüber dem Heidelberger Hauptbahnhof. Vorträge und Seminare informieren über Bewährtes und Aktuelles der komplementären/integrativen Krebsmedizin. In zahlreichen Kursen zu bestimmten Themen können Sie viele Übungen kennenlernen und ausprobieren. Unser „Offener Raum der heilsamen Begegnungen“ bietet die Möglichkeit, mit anderen Erkrankten oder ehemals Betroffenen in Austausch zu gehen. Eine Informationsausstellung und Entspannungsangebote runden die Veranstaltung ab. Als Referenten zugesagt haben bereits die Methadon-Forscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen sowie der Medizinethiker und -historiker Prof. Dr. med. Giovanni Maio. Das ausführliche Kongressprogramm erscheint im Februar 2019. Alle Mitglieder und Förderer erhalten das Programm beigelegt in der nächsten Ausgabe von momentum bzw. momentum aktuell (1/2019).

Am 5.11.2018 hat im Deutschen Bundestag die Sitzung des Petitionsausschusses zur Förderung von Studien zur Krebstherapie mit Methadon stattgefunden. Wenn Sie möchten, können Sie die Aufzeichnung der Sitzung in der Mediathek des Bundestages anschauen. SWR Aktuell Baden-Württemberg berichtete am 5.11.2019, dass der Ausschuss nun eine Empfehlung an den Bundestag erstellt, die in den nächsten Wochen im Parlament auf die Tagesordnung kommt. Dort wird entschieden, ob öffentliche Forschungsgelder für klinische Studien zur Verfügung gestellt werden. In der Schwäbischen Zeitung erschien am 6.11.2018 dieser Artikel. Wir freuen uns auf die Mitwirkung von Frau Dr. Claudia Friesen bei unserem Kongress im Mai 2019.

Mit Nachdruck unterstützt die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr eine Petition von Alexander Schaible im Deutschen Bundestag, damit Forschungsgelder für die Anwendung von Methadon bei Krebskranken zur Verfügung gestellt werden. Anstatt die langjährige Grundlagenforschung in Frage zu stellen, ist es aus unserer Sicht nötig, dass Wissenschaftler endlich ernsthafte klinische Studien auf den Weg bringen.

Die GfBK unterstützt die Arbeit der renommierten und engagierten Forscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm und gibt seit vergangenem Jahr immer wieder differenzierte Informationen zu Methadon weiter. In Anbetracht der großen Not von vielen Krebskranken in fortgeschrittenen Stadien ihrer Erkrankung setzt sich die GfBK für mehr Offenheit und Kooperationsbereitschaft in der Onkologie ein: https://www.biokrebs.de/therapien/weitere-therapieansaetze/methadon

Hier der Zugang zur Petition beim Deutschen Bundestag: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_04/_30/Petition_78411.html

Die Petition ist seit Dienstag, 12. Juni freigeschaltet und ist vier Wochen, d. h. bis zum 10. Juli 2018 gültig.

Damit die Petition eine Chance hat, im Deutschen Bundestag Aufmerksamkeit zu bekommen, müssen in den kommenden 4 Wochen 50.000 Stimmen zusammenkommen.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, die Petition zu zeichnen und nutzen Sie die Anleitung:
images/download/Newsletter_Links/2018/2018_06_Methadon_Petition_Anleitung_zum_Anmelden.pdf

Mit dem Abstract einer Studie gehen das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) Ende Februar ungewöhnlich früh an die Öffentlichkeit. Dr. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm wirft den Forschern schwere methodische Mängel vor.

„Methadon verstärkt nicht die Wirksamkeit der Chemotherapie bei Patienten mit Hirntumoren”. Mit dieser Aussage stellten Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) auf dem 33. Deutschen Krebskongress Ende Februar 2018 in Berlin ihre Zellkulturexperimente vor. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) legte am 28. Februar mit einer Presseinformation nach. „Diese aktuellen Daten widerlegen die Hypothese, dass Methadon beim Glioblastom die Wirkung einer Chemotherapie in der Zelle verstärkt”, kommentierte Professor Uwe Schlegel, einer der federführenden Autoren für die Leitlinie „Hirntumoren” der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Die Forscher hatten im Labor den spezifischen Effekt von L-Methadon auf Glioblastomzellen untersucht. Sie behandelten Zellkulturen des Hirntumors mit dem Chemotherapie-Medikament Temozolomid allein, mit Methadon allein oder mit einer Kombination aus beidem. Unbehandelte Zellkulturen dienten als Kontrolle. „Das Opioid hat keinerlei sensibilisierende Wirkung für die bei Glioblastomen eingesetzte Standardtherapie mit Temozolomid. Auch Methadon allein hat keinen nachweisbaren Effekt auf das Überleben oder Sterben der Krebszellen”, so das Resümee von Professor Wolfgang Wick, Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Arbeitsgruppe. Die Erklärung dafür: In der überwiegenden Mehrzahl der Zellen von humanen Glioblastomen fehlte die spezifische Andockstelle, der Opioidrezeptor, für das Medikament. Ohne Andockstelle an der Krebszelle könne Methadon keine Anti-Tumor-Wirkung entfalten. Diese neuen Erkenntnisse sprechen gegen einen Einsatz von Methadon als unterstützende Behandlung zur Chemotherapie bei Glioblastom. „Außerhalb von klinischen Studien ist von einer „supportiven” Methadon-Therapie des Glioblastoms dringend abzuraten”, so Schlegel.

„Im falschen Zellsystem kann Methadon nicht wirken”

In der Online-Ausgabe der Deutschen Apotheker-Zeitung (DAZ.online) kritisierte Dr. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm die experimentelle Studie: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/03/08/im-falschen-zellsystem-kann-methadon-nicht-wirken. 2007 hatte die Ulmer Chemikerin entdeckt, dass D-L-Methadon auch für Krebspatienten geeignet sein kann. Dr. Friesen beschreibt heute die Wirkung von Methadon bei vielen fortgeschrittenen Krebsarten aufgrund von Patientenberichten.

Die Studie der Arbeitsgruppe von Prof. Wick habe drei Grundvoraussetzungen nicht erfüllt, so Dr. Claudia Friesen: Die erforderlichen Zellsysteme, die erforderliche Substanz und die erforderlichen Konzentrationen.

„Gliome besitzen Opioidrezeptoren, Andockstellen für Methadon, auf der Zelloberfläche. Methadon benötigt diese Opioidrezeptoren für seine Wirksamkeit”, so. Dr. Friesen auf DAZ.online. Deshalb seien Opioidrezeptoren auf einer Zelloberfläche für eine Studie mit Methadon erforderlich. Diese Grundvoraussetzung fehle bei der Studie des Deutschen Krebs-forschungszentrums (DKFZ)

Laut Dr. Friesen solle in Studien D,L-Methadon verwendet werden. D-Methadon biete dem L-Methadon zusätzlich den Vorteil, dass die Herunterregulation der Opioidrezeptoren auf der Zelloberfläche, die durch eine Behandlung mit reinen Opioidagonisten wie L-Methadon auftreten kann, verhindert werde. In der DKFZ-Studie sei laut Abstract nur das L-Methadon verwendet worden.

L-Methadon sei in der Studie zudem nur in einer einzigen Konzentration untersucht worden, nämlich 1 µM. Dr. Friesen verweist darauf, dass eine Dosisfindungsstudie der eingesetzten Substanz nötig sei, um die Wirkung über einen großen Konzentrationsbereich abschätzen zu können. „Die Verwendung einer einzigen beliebig gewählten Konzentration von L-Methadon wie in der Wick-Studie gleicht einem Lotteriespiel, ob man rein zufällig eine wirksame oder unwirksame Konzentration verwendet”, so Dr. Friesen.

Warum Glioblastomzellen in der Wick-Studie in der überwiegenden Mehrzahl keine Opioidrezeptoren besitzen und gerade diese Zellen dann in die Untersuchungen von der Wirkung von L-Methadon eingesetzt wurden, ist aufgrund der bereits vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht nachzuvollziehen. Warum L-Methadon statt D,L-Methadon und auch warum nur eine einzige Konzentration von L-Methadon in dieser Studie verwendet wurde, ist nach den oben dargelegten wissenschaftlichen Aspekten ebenfalls nicht zu verstehen.”

Die Replik von Prof. Wolfgang Wick
Am 12. März 2018 beklagte sich Prof. Wolfgang Wick in DAZ.online darüber, dass eine „eine ausgewogene Berichterstattung schwierig scheint und Interessenkonflikte stets auf Seiten der Kritiker und nie auf Seiten der Erfinder des neuen Konzepts gesehen werden.” Außerdem würden Patienten und Angehörige gezielt verunsichert.

Kommentar der GfBK
Wir halten es für ungewöhnlich, dass eine Forschergruppe und eine medizinische Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN), mit einem Ergebnis einer Studie an die Öffentlichkeit geht, ohne dass diese Daten in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht wurden. Es scheint uns eher darum zu gehen, wieder die Deutungshoheit in der Diskussion um Methadon zu bekommen.

Anstatt die langjährige Grundlagenforschung in Frage zu stellen, ist es aus unserer Sicht nötig, dass Wissenschaftler endlich ernsthafte klinische Studien auf den Weg bringen.

Die GfBK stellt unter https://www.biokrebs.de/therapien/weitere-therapieansaetze/methadon ausführliche Information zu Methadon zur Verfügung.

Am 14.5.2018 gab der Ärztliche Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Ulm diese Stellungnahme zu einer Veranstaltung gegen den Einsatz von Methadon in der Krebstherapie beim 12. Ärzte- und Patientenseminar am 10.3.2018 in Ludwigsburg heraus: Lügen und Rufmord in der Onkologie – Ein Fallbeispiel.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Beschluss des Landesgerichts Hamburg: Krebsforscherin Dr. Claudia Friesen erringt Sieg gegen Methadon-Gegner vor dem Landgericht Hamburg.

Prof. Dr. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Sozialarbeitswissenschaft, angewandte Biographie- und Lebensweltforschung, sprach beim GfBK-Kongress 2017 über das Thema: Der Mensch ist mehr als sein Befund. Das Video-Interview mit Prof. Keil sehen Sie hier:

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Ein Kommentar von Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK)

Methadon ist ein seit über 70 Jahren angewandtes vollsynthetisches Arzneimittel und gehört zur Stoffklasse der Opioide. Durch die bedeutenden Forschungsarbeiten der Molekularbiologin Dr. Claudia Friesen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm kam das Medikament auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen in eine heftige Diskussion. da es eine wachstumshemmende Wirkung auf Krebszellen haben kann. Auch wenn das Medikament kein biologisches Produkt ist, halte ich es für wichtig, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) sich an der Aufklärung beteiligt und in die Diskussion einbringt. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Weil wir gesehen haben, dass es Patienten mit Krebserkrankungen helfen kann.
Leider wird wie so oft in solchen Situationen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Die Berichterstattung in den Medien findet keine sachliche Neutralität. Als Beratungseinrichtung werden wir mit Anfragen überschüttet. Teils haben Patienten aufgrund einer oberflächlichen medialen Berichterstattung den Eindruck gewonnen, Methadon sei so eine Art Basismedikation, die allen Krebsbetroffenen zu Gute kommen sollte. Teils erhalten sie von ihren behandelnden Ärzten Aussagen wie „Mit dem Methadon sollen sich die Reporter beschäftigen. Wir beschäftigen uns mit der seriösen Wissenschaft.” Daher will ich zu den Wellen in Presse, Funk und Fernsehen in aller Deutlichkeit Position beziehen:
Methadon ist kein Allheilmittel bei Krebserkrankungen. Es wäre falsch, diesen Eindruck zu vermitteln. Doch es wäre ebenso falsch, Forschungsergebnisse zu ignorieren. Nicht nur im wissenschaftlichen Laborversuch, sondern auch am Patienten hat Methadon gezeigt, dass es bei Krebserkrankungen nützlich sein kann. Zahlreiche gut dokumentierte Genesungsverläufe belegen die Effekte von Methadon bei Krebserkrankten in weit fortgeschrittenem Stadium. Daraus den Schluss zu ziehen, dass man das Arzneimittel bei allen Krebspatienten im Gießkannenprinzip einsetzen sollte, halte ich persönlich für sachlich nicht begründet, möglicherweise verfrüht oder gar unsinnig. Es braucht auf jeden Fall weitere fundierte Dokumentation und vielfältige Forschung auf diesem Gebiet.
Wir wissen aus Fallberichten, dass Methadon bei weit fortgeschrittenen Tumoren hilfreich sein kann. Leider gibt es keine klinischen Studien zu der Frage, wer unter welchen Bedingungen von Methadon profitieren könnte. Hier muss noch geforscht werden. Und genau da liegt das Problem: Wenn sich völlig unerwartet in einem Labor ein Nebeneffekt zeigt, der weitreichende Konsequenzen für die Krebstherapie haben könnte, und viele Fallbeispiele die These erhärten, sollte man erwarten, dass in vielen Universitäten auf der ganzen Welt Wissenschaftler mit großem Eifer weitere Methadon-Forschungen initiieren. Doch das passiert fast gar nicht.
Wer sollte auch an einer solchen Forschung Interesse haben? Die pharmazeutische Industrie sicher nicht. Mit Methadon lässt sich kein Geld verdienen. Die Kosten belaufen sich auf 10 bis 20 Euro im Monat. Da sind moderne, innovative Arzneimittel mit Jahrestherapiekosten zwischen 150.000 und 300.000 pro Patient schon wesentlich attraktiver.
Ein Großteil der etablierten Medizin zieht sich leider in ihren gut geschützten Elfenbeinturm der Wissenschaft zurück und behauptet schlicht, an den Ergebnissen sei überhaupt nichts dran oder der Einsatz von Methadon sei sogar gefährlich. Man wisse wenig über die Neben- und Wechselwirkungen. Möglicherweise gefährde Methadon den Erfolg anderer Therapien. Und das wollen die praktisch arbeitenden Ärzte natürlich nicht.
Methadon wird seit sieben Jahrzehnten erfolgreich in der Schmerztherapie und Drogentherapie angewendet. Vor allem mögliche Neben- und Wechselwirkungen sind aufgrund dieser langjährigen Erfahrungen gut bekannt. Selbstverständlich gehört die Verordnung dieses Medikamentes in die Hand erfahrener Mediziner. Umso bedauerlicher ist es, dass die meisten Ärzte davon nichts wissen wollen. Krebs ist ein auch bei den Behandlern häufig angstbesetztes Thema. Sich an die Leitlinien zu halten, vermittelt vielen Kollegen ein Gefühl von Sicherheit auf maximal unsicherem Terrain. Dass sie den Erfolg ihrer Therapien nicht gefährden wollen, ist verständlich. Für die Patientengruppe, die schulmedizinisch als austherapiert gilt, kann ich den Einwand der Wechselwirkungen – auch bei aktuell unzureichender Studienlage - allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Hier fehlt es an Differenzierung. Es ist einfacher, die Therapie aufgrund „fehlender Datenlage” generell als unbrauchbar abzutun, als beherzt weiter daran zu forschen oder den Einsatz mutig in Erwägung zu ziehen, wenn die konventionelle universitäre Medizin ohnehin keine Hoffnung mehr bieten kann.
Zum GfBK-Kurzinfo Methadon

Ein Rückblick von PetRa Weiß, Redakteurin unserer Mitgliederzeitschrift "momentum-gesund leben bei Krebs" mit Rückmeldungen der Teilnehmer

Irmey Roth 300Seit zehn Jahren besuche ich die Kongresse der GfBK. Und jedes Mal wieder bin ich fasziniert von der freundlichen und friedvollen Atmosphäre, vom achtsamen Miteinander und vom fließenden Charakter der Veranstaltung. Das ist alles andere als selbstverständlich. Rund tausend Menschen treffen sich alle zwei Jahre beim Kongress. Neben Therapeuten, Referenten und Ausstellern nehmen vorwiegend Patienten und Angehörige teil, die aktuell von Krebs betroffen sind oder es früher einmal waren. Viel schweres Schicksal steht im Raum. Doch trotz all dem Anstrengenden und Bewegenden ist niemand genervt. Wir sind getragen von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit, einer gemeinsamen Hoffnung und dem Bewusstsein, dass der Mensch weit mehr ist als sein Befund.

Zwei Tage prall voll mit einem bunten Programm stehen mir am Samstag früh bevor. Die GfBK-Kolleginnen am Empfang begegnen mir mit freudiger Erwartung. Sie haben wochen- und monatelang auf diesen Tag hingearbeitet. Jetzt ist es endlich soweit. 40 Vorträge und über 30 Kurse/Seminare sind sauber getaktet und auf viele Räume über vier Stockwerke verteilt. Teilnehmerlisten, Feedbackbögen und Namensschilder liegen parat. Die komplette Organisation bewältigt das Kongressteam alle zwei Jahre ohne externes Messeunternehmen. Die Kollegen arbeiten Hand in Hand. Die meisten haben schon an mehreren unserer Großveranstaltungen mitgewirkt. Daher sind die Abläufe zunehmend vertraut und wurden im Laufe der Jahre immer effektiver gestaltet. Mehrere studentische und ehrenamtliche Aushilfskräfte unterstützen uns beim Einrichten der Räume, beim Einlass zu den einzelnen Veranstaltungen, packen zu, wo es nötig ist. 29 Aussteller haben einen Standplatz erhalten und freuen sich darauf, die Besucher über ihre Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Da treffen vielerlei Bedürfnisse aufeinander. Das alles zu koordinieren, gleicht einer Jonglage mit vielen Bällen.Letztlich hat die ganze GfBK-Mannschaft etwas Besonderes geleistet, um diese beiden Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Irmey 150Ein wesentlicher Anteil der Kongressorganisation lag wie immer bei unserem Ärztlichen Direktor, Dr. med. György Irmey. Er wurde engagiert unterstützt von allen Mitarbeiterinnen der zentralen Beratungsstelle in Heidelberg. Viele weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der GfBK haben direkt oder indirekt zu dem Erfolg beigetragen: Sie bereiteten Kurse und Vorträge vor, pflegten Kontakt zu Referenten und Ausstellern, brachten ihre Ideen ein und manche fingen auch etwas von dem ab, was wegen der Vorbereitungen bei den Hauptakteuren in den letzten Wochen auf der Prioritätenliste nach hinten gerutscht war. Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, Teil dieses wundervollen Teams zu sein!
Viele Teilnehmer haben sich schon im Vorfeld angemeldet und eingetragen. Weitere werden spontan anreisen oder sich erst vor Ort entscheiden, was genau sie hier erleben wollen. Ich habe mich für eine Mischung aus beiden Strategien entschieden: Einen Kurs habe ich verbindlich gebucht. Weitere Eindrücke will ich intuitiv finden.

Selbstheilung im Fokus
Hurtig sause ich ins Vortragsprogramm. Nach dem Grußwort unseres Präsidenten, Prof. Dr. med. Jörg Spitz, und den einleitenden Worten von Dr. György Irmey spricht Prof. Dr. Annelie Keil „über die Kunst, mitten in der Krankheit auch gesund zu sein”. Ihr Vortrag ist schwungvoll und mitreißend. Tiefgründige Heilimpulse und Lebensweisheiten verpackt sie humorvoll und bringt auch ihre persönlichen Erfahrungen mit der Krebserkrankung ein. Mein Stift fliegt nur so übers Papier. Eine derart kraftvolle Ausstrahlung hätte ich von einer Dame, die stramm auf die 80 zugeht, nicht erwartet. Chapeau! Am besten gefällt mir ihr Satz „Es gibt gar nichts anderes als Selbstheilung – auch der Arzt muss den inneren Arzt abrufen.” Schon jetzt freue ich mich auf das Interview, das ich für eine der kommenden momentum-Ausgaben mit ihr führen darf. Die Stimmung im Saal ist gut vorbereitet für Monika Roth. Sie bringt dem Menschen das „Lachen ohne besonderen Grund” näher und leitet ein paar einfache Lach-Yoga-Übungen an.
In der kleinen Pause labe ich mich an einem frisch gepressten Möhren-Apfel-Saft und freue mich über das gesunde und leckere Catering-Angebot. Ich begrüße ein paar Menschen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Ebo Rau läuft mir direkt in die Arme. Unglaublich, was für eine Lebensfreude der Mann heute wieder ausstrahlt! Beatrice Anderegg schwebt lächelnd auf der Rolltreppe an mir vorbei. Küsschen rechts, Küsschen links. Es fühlt sich ein bisschen so an, wie bei einem Familientreffen. Clemens G. Arvay fragt mich nach der Uhrzeit. Beinah hätten wir beide seinen Vortrag verpasst! Husch, husch zurück ins Auditorium! Der junge Mann wirkt auch auf der Bühne so unkompliziert und natürlich, als wäre er gerade eben von einem Waldspaziergang zurückgekehrt. Er berichtet über aktuelle Forschungsergebnisse mit so wenig Fachchinesisch, dass man ihm problemlos folgen kann, und überdies wirft er ganz unvermittelt seine Liebe zur Natur spürbar in den Raum. Als nächster Referent lässt David Crean uns an seinen Einsichten zu den heilenden Kräften des Bewusstseins teilhaben. Seine Rede wird ganz flüssig ins Deutsche übersetzt. Wer ein bisschen Englisch versteht, kann sich die Inhalte gleich doppelt zu Gemüte führen. Er beendet das erste Vortragsprogramm mit einer geführten Meditation, die mich mit herrlich entspanntem Gefühl in die Pause entlässt.

Impulse, die Früchte tragen
Bei köstlicher Vollkorn-Pasta mit Tomatensauce und Parmesan sinniere ich gemeinsam mit Jutta Trautmann über einen gesunden Umgang mit der Ernährung. Es ist schön, hier die Kolleginnen der Beratungsstellen aus ganz Deutschland zu treffen, die man ja sonst nicht alle Tage zu sehen bekommt. Auch mit meiner Jin-Shin-Jyutsu-Kollegin Elisabeth Dietmair plaudere ich kurz. Sie hat die japanische Heilkunst vor ein paar Jahren in meinem Kurs erlebt und hält nun selbst einen solchen. Ich freue mich, dass mein Impuls Früchte trägt.
Nach dem Essen streife ich ein wenig durch die Ausstellung. Ich entdecke bekannte Gesichter und auch Neuzugänge. Erstmals dabei ist Rainer Krüger. Der Imkermeister hatte erst kürzlich einen Vortrag über die heilsame Wirkung von Honig und anderen Bienenprodukten in Heidelberg gehalten. Jetzt können unsere Kongressbesucher verschiedene Honigsorten probieren und auch das „Kraftfutter“ Hercules, eine Mischung aus dem Besten, was Bienen zu bieten haben. Ein anderes und ebenfalls neues Geschmackserlebnis bietet ein Stand mit leckeren Kokosprodukten. Natürlich kommt auch der Kopf in den Genuss neuer Eindrücke: Basierend auf dem Enneagramm bietet man an einem Stand eine prozessorientierte Weiterentwicklung diese Typologie als Fortbildung an.
Ein neues Gesicht beim GfBK-Kongress ist das der Forscherin Dr. Claudia Friesen. Ihre vielversprechenden Studienergebnisse zu Methadon bei Krebs locken viele Besucher an. Der große Saal ist proppenvoll. Spontan bietet Dr. Claudia Friesen nach ihrem Vortrag persönliche Beratungen an, die auch gerne in Anspruch genommen werden. Leider ist das Interesse der Fachwelt am Thema Methadon eher bescheiden. Dr. György Irmey ist enttäuscht über die fehlende Resonanz: „In einem Zentrum der Krebsforschung wie Heidelberg ist das für mich unverständlich.”
Neuheiten stehen auch bei den Kursen auf dem Plan. Antje Gäbelein-Reuter frage ich, ob ich spontan an ihrem Kurs über wertschätzende Kommunikation teilnehmen darf, auch wenn ich nicht die ganze Zeit dabei sein kann. Mit überschäumender Freude vermittelt sie den Teilnehmern die Grundsätze einer „Giraffischen Kommunikation”. Einen Platz im Kurs von Annette Petra Breithaupt zum Körperenergiesystem hatte ich mir beizeiten gesichert. Ihr Raum ist noch von Wolfgang Friederich belegt. Seine begeisterten Teilnehmer sind am Chanten und haben offensichtlich ein wenig die Zeit vergessen. Annett Breithaupt bleibt entspannt. Flugs stellen ein paar kräftige junge Männer die Stühle in Reihen und schon kommen die ersten Neugierigen. Ich begrüße alle Teilnehmer am Eingang und freue mich über den regen Zulauf. 35 Personen lauschen den Ausführungen über die verschiedenen Energiekörper und lernen, welchem Chakra welche Farbe guttut. Sie stellen viele kluge Fragen und erhalten ausführliche Antworten. Auch ich kann noch einige interessante Informationen für mich persönlich und für meine Arbeit in der Praxis mitnehmen. Mit zwei praktischen Meditationsübungen macht sich ein Gefühl der Harmonie im ganzen Raum breit. Und das obwohl draußen ein heftiges Gewitter den Himmel verdunkelt und es wie aus Kübeln schüttet. Der erste Tag war schon erfüllend.

Bewegende Begegnungen
Am Sonntag nutze ich den Vormittag, um alte Bekannte im Raum der Begegnung zu treffen. Diese Einrichtung ist neu: Ehemals von Krebs Betroffene stellen sich zum persönlichen Austausch zur Verfügung. Man kann einfach in den Raum gehen und jemanden ansprechen. Wer wann da sein wird, erfährt man aus einer Liste, die am Eingang aushängt. Auch Steckbriefe der Gesprächspartner mit Fotos und Auszügen aus ihren Genesungsgeschichten sind hier veröffentlicht. Parallel laufen spannende Vorträge und Kurse. Daher sind nicht immer alle Gesprächspartner mit Kongressbesuchern beschäftigt. Wir unterhalten uns teilweise einfach miteinander. Auf diese Weise kommen auch sehr schöne und inspirierende Begegnungen zustande. Eine Frau betritt den Raum und wirkt etwas schüchtern. Also winke ich ihr aufmunternd zu. Wir fragen sie, mit wem sie sprechen will. Ihre Antwort verblüfft und berührt uns „Mit gar niemandem speziell. Sie sind alle Hoffnungsträger für mich. Einige von Ihnen habe ich schon vor zwei Jahren hier gesehen. Und Sie sind immer noch da. Das gibt mir Hoffnung.” Immer wieder eilt jemand zum Interview. Während dem Kongress werden Filmaufzeichnungen gemacht, die man schon wenig später auf unserer Homepage finden kann.
Auf den Vortrag von Dr. Frank Breitkreutz habe ich mich schon im Vorfeld gefreut. Der Jurist spricht so herzerfrischend frei von der Leber weg und bringt seine persönlichen Erfahrungen auf amüsante Weise ein, wie man es nicht von allen Vertretern seiner Zunft gewohnt ist. Anschließend erlebe ich, wie Dr. György Irmey mit viel Einfühlungsvermögen und in seiner gewohnt bescheidenen Weise vier ehemals von Krebs Betroffene im Plenum zu ihrem Heilungsweg befragt. Angela Keller, Dr. Gabriele Freytag, Martin Weingart und Stefanie Gleising sitzen direkt vor mir. Vier ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und ihre Schicksale kann man hier hautnah erleben. Die Geschichten bewegen mich sehr. Als Martin Weingart in seiner wunderbar unaufgeregten und sympathischen Art betont, dass er als Beispiel dafür dienen will, dass Heilung möglich ist und auch rasch gehen kann, ergreift mich endgültig eine Woge des Mitgefühls. Tränen kullern aus meinen Augen. Da muss ich auch nichts mehr aufschreiben. Alles Wesentliche ist gesagt. Unser Vorstandsmitglied Renate Christensen zeigt fürsorgliche Anteilnahme an meiner Verfassung. Ich nehme Angela Kellers Tipp, dass man gut für seine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse sorgen soll, zum Anlass, den Saal zu verlassen. Puh, das ging mir nah. Bei einem Mittagessen erhole ich mich von der Gemütsbewegung und sorge in jeder Hinsicht gut für mich.

Hochkarätiges
Ein kleiner Spaziergang Richtung Neckar bringt mich wieder in Balance. Ich muss mir nicht alle Vorträge anhören, die mich interessiert hätten. Manchmal ist auch hier weniger mehr. Die Seele braucht auch Zeit zum Verarbeiten. Also ziehe ich umher und lasse mich ein bisschen treiben. Am Stand der BioMed-Klinik bekomme ich einen knackigen Apfel und ein paar Minuten des Ausruhens sowie ein nettes Gespräch mit vertrauten Menschen. Der Büchertisch im Foyer erinnert mich daran, wie hochkarätig das Informationsangebot beim Kongress ist. Hier finde ich viele unserer Referenten als Autoren wieder.
Spitz 150Mein Highlight am Sonntagnachmittag ist der Vortrag „Vitamin D – Update 2017”. Prof. Jörg Spitz lässt uns an den neuesten Erkenntnissen der Forschung teilhaben. Aha, das Sonnenvitamin soll man lieber täglich einnehmen, statt in einer wöchentlichen Vitaminbombe. Und wir erfahren auch, warum bzw. wann es sinnvoll ist, Magnesium und Omega 3 parallel einzusetzen. Ich mag den spritzigen Vortragsstil unseres Präsidenten und freue mich über den kompakten und praxisrelevanten Input. Für mich ist es jetzt wirklich genug. Mein Gehirn meldet „Speicher voll” und mein körperlicher Akku läuft auf Reserve. Also helfe ich noch kurz meiner Kollegin am Infostand aus und mache mich dann mit einem letzten Frischsaft-Doping voller neuer Eindrücke für Kopf, Herz und Bauch auf die Heimreise.

Nach dem Kongress sichten wir die Kommentare unserer Besucher und geben auch mündliches Feedback weiter. Von den vielen schönen Rückmeldungen möchte ich an dieser Stelle jemanden zitieren, der inhaltlich mit unseren Themen wenig zu tun hat, nämlich den Caterer der PrintMediaAcademy, der uns während der beiden Tage die gesunden Köstlichkeiten beschert hat: „Ich habe schon viele Veranstaltungen, insbesondere auch Ärztekongresse begleitet. In diesem Haus habe ich noch nie eine Veranstaltung gesehen, bei der so viele Menschen gelächelt haben.” Das erfreut unseren Kongressleiter auch, und besonders in Anbetracht der Tatsache, dass mehr als die Hälfte aller Teilnehmer akut von der Krebserkrankung Betroffene waren: „Die Herzen haben wir auf jeden Fall angesprochen – und das erfüllt mein Herz mit großer Freude!”, resümiert Dr. György Irmey zufrieden nach der Veranstaltung.

Ein Video zum Kongress finden Sie hier.

Lesen Sie den Pressebericht der GfBK: "Krebskongress: Die Kraft der Selbstheilung"

Viele Vorträge aus den Seminaren und Vortragsveranstaltungen wurden in Bild und Ton aufgezeichnet. Die DVDs können Sie hier bestellen.

Rückmeldungen von begeisterten Teilnehmern:

„Danke für diese wundervolle Tagung und dass Sie und alle Beteiligten diese gute und heilsame Atmosphäre schaffen. Mit herzlichem Dank an Sie alle!”
„Bin seit der Gründung Mitglied und freue mich auf jede Veranstaltung. Machen Sie weiter so!”

„Mir gefällt die Ganzheit, der Mensch mit Körper, Geist, u. Seele, jeder ist willkommen! Weiterhin gefällt mir die Sprechstunde der Ärzte. Es gibt mir Sicherheit, dass ich mir auf dem Wege eine weitere Meinung/Sichtweise einholen darf! Danke für Ihre Arbeit, Ihre Unterstützung!”
„An die MitarbeiterInnen der GfBK, die den Kongress so toll organisiert haben, ganz herzlichen Dank”
„Viel Freude hat mir neben den interessanten Vorträgen und den berührenden Kontakten mit so manchem Anbieter im offenen Raum der Begegnung, auch das gemeinsame Lachen, Singen und Bewegen im Plenum gemacht. Auch Dr. Irmey dabei auf der Rednerbühne da so lebendig mittun zu sehen, hat einen schönen Eindruck hinterlassen.... Mit allen Sinnen heilen eben, eine gute Arbeit!”
„Komplementäre und klassische kombinierte Therapie von Beginn an! Aufklärung! Echte Zusammenarbeit!”
„Sehr große Auswahl an guten, interessanten Themen; es fiel schwer, sich bei der Fülle zu entscheiden”
„Liebe Mitmenschen der GfBK,
ein herzliches Dankeschön an Sie für diesen wirklich einmalig wunderbaren Kongress 2017! Das Wissen, das vermittelt wurde habe ich sehr fundiert hilfreich und als sehr herzlich weitergegeben von den Referenten empfunden. Sie leisten für mich wesentliche Arbeit für das Leben! Ich freue mich auf ein Wiedersehen!”
„Macht weiter so - schön, dass es euch gibt”
„sehr fachlich kompetente telefonische + persönliche Beratung +viele gute + interessante Seminare, Kurse, etc., sehr gute Zeitung (Momentum)”
„Eine Veranstaltung der besonderen Art. Ansprechend und vielfältig.”
„Der Kongress war für mich wieder sehr gut. Eine tolle, freundschaftliche Atmosphäre und Gemeinschaft. Danke für alles! Sehr an- und berührend”

Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg - Menschen verfügen über großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern.

Stefanie Gleising kam mit einer Lebenserwartung von wenigen Tagen zum Sterben in ein Hospiz. „Doch anstatt zu sterben – ging es mir jeden Tag besser. Nach etwa sechs Wochen konnte ich aufrecht gehend das Hospiz wieder verlassen”, sagt Stefanie Gleising. Heute, drei Jahre später, sagt sie. „Ich genieße in vollen Zügen, was das Leben mir bietet.” Stefanie Gleising selbst spricht in ihrem Buch „Mein wunderbare Heilung vom Krebs” von einem Wunder, das sie erlebt hat.

„Es ist Ausdruck der immensen Heil- und Regulationskräfte des Körpers, wenn in medizinisch aussichtslosen Situationen Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden können”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Spontanremissionen seien ein kaum beachtetes Thema in der Medizin, dabei sei die Frage höchstspannend: Warum bildet sich ein Krebs zurück?

Es ist daher kein Wunder, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) Selbstheilung und Salutogenese zum Schwerpunkt des 18. Patienten-Arzt-Kongresses am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg gemacht hat. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihr großes Potential an Selbstheilungskräften zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. Jeder an Krebs erkrankte Mensch stellt sich die drängenden Fragen: Was kann ich selbst für mich tun? Bin ich passives Opfer oder verfüge ich über eigene Kräfte? Und was kann ich für mich selbst tun?

Methadon hemmt in der Kombination mit Chemotherapeutika das Wachstum von Krebszellen. Das hat die Krebsforscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen im Labor erforscht. Zudem gibt es Erfolge bei schwerstkranken Patienten.

Schrumpfende Tumore beim kaum heilbaren Hirntumor Glioblastom, signifikant höhere Therapieerfolge bei der Kombination mit Chemotherapie, eine höhere Lebensqualität. Die Erfolgsmeldungen in Zusammenhang mit dem Opioid Methadon sind zahlreich. Es gebe bis heute keinen Nachweis für die Wirksamkeit der Methadontherapie bei menschlichen Gliomen kontern die Kritiker, etwa der Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft.

„Die bisherigen Ergebnisse der Forschung und die Erfahrungen von Patienten sind bemerkenswert. Es ist äußerst bedauerlich, dass nicht wesentlich mehr Patientenstudien in den Kliniken Deutschlands laufen”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.  (GfBK) in Heidelberg.

Dass Methadon als mögliches Krebsmedikament so in die Diskussion gekommen ist, liegt stark an den Forschungen von Dr. rer. nat. Claudia Friesen. 2007 entdeckte ihre Arbeitsgruppe am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm zufällig die wachstumshemmende Wirkung von Methadon auf Krebszellen. Als sie Leukämiezellen mit D, L-Methadon behandelte, starben diese in kurzer Zeit. Bei weiteren Tests an anderen Krebsarten stellte die Wissenschaftlerin fest, dass die Wirkung von Methadon von den Opioidrezeptoren auf der Oberfläche von Tumorzellen abhängt. Besitzen Tumorzellen viele Opioidrezeptoren auf ihrer Zelloberfläche, kann Methadon diese Krebszellen zerstören. Gesunde Zellen werden hingegen nicht zerstört, weil sie eine geringe Dichte an Opioidrezeptoren aufweisen. 2014 konnte die Ulmer Wissenschaftlerin in Laborexperimenten zeigen, dass Methadon in Kombination mit einer Chemotherapie zu einem Sterben von Glioblastomzellen führt. Das Glioblastom ist ein bösartiger Hirntumor mit einer schlechten Heilungschance.

2013 Biokrebs Internationaler Kongress Plenum klein 10die Homepage zum 18. Patienten-Arzt-Kongress der GfBK am 13./14. Mai 2017 in Heidelberg ist freigeschaltet.
Hier können Sie sich online anmelden. Eine verbindliche Anmeldung zur Veranstaltung ist notwendig, die Teilnehmerzahl ist je nach Veranstaltungsart und Raumgröße auf 12 bis 200 Personen begrenzt.
Mit der beliebten und renommierten Veranstaltung möchte die GfBK ein Zeichen setzen für mehr Menschlichkeit und hoffnungsvolle Empathie in der Medizin. Erst die Begegnung mit dem kranken Menschen und nicht nur mit der Krankheit macht eine sinnvolle Wegbegleitung möglich. Integrative Medizin im Sinne der Einheit von Körper, Seele und Geist ist traditionell ein Schwerpunkt beim GfBK-Kongress. Hier haben natürlich auch unkonventionelle Ansätze Platz.
Patienten und Angehörige stehen im Mittelpunkt. Sie können Fragen stellen, sich in Diskussionen einbringen und mit anderen Teilnehmern austauschen. Ehemalige Krebspatienten informieren Sie persönlich über ihre ungewöhnlichen Heilungsverläufe. Patienten, Ärzte, Heilpraktiker und Psychologen begegnen sich in Heidelberg auf Augenhöhe.
Neben dem bewährten Heil- und Entspannungsangebot kann auch dieses Jahr wieder eine persönliche Patientensprechstunde für individuelle Beratungen gebucht werden.
Neu beim GfBK-Kongress ist der offene Raum der heilsamen Begegnungen. In diesem Raum begegnen sich ehemals und aktuell von Krebs Betroffene. Sie tauschen sich unter vier Augen oder in Kleingruppen aus. Diese Einrichtung will Ihnen Gelegenheit geben, heilsame Impulse von Mensch zu Mensch zu erfahren. Fünf bis 15 Personen werden hier teilweise parallel aktiv sein. Sie stellen ihre Zeit anderen Menschen zur Verfügung. Die Begegnungszeiten sind individuell unterschiedlich geregelt. Über die Mitwirkenden können Sie sich im Vorfeld informieren.
Zusammen mit dem GfBK-Vorstand und den Mitarbeiterinnen aus allen GfBK-Beratungsstellen freue ich mich auf zahlreiche Anmeldungen und Ihren Besuch.
Herzliche Grüße aus Heidelberg
Ihr
Dr. med. György Irmey
Ärztlicher Direktor der GfBK