Dank vielfältiger Diagnoseverfahren können wir heute in der konventionellen Medizin zahlreiche Werte bestimmen - wir finden Anhaltspunkte zum Krankheitsverlauf anhand von verschiedensten hochauflösenden bildgebenden Verfahren und mithilfe unzähliger Laborparameter. Auch die biologische Medizin stützt sich dabei auf verschiedene Werte wie z. B. einen ausgefeilten Immunstatus, diverse Vitamin- und Mineralstoffmangelzustände oder Befunde zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, von der Fruktose-, der Gluten-, der Laktose- bis hin zur Histaminintoleranz. Doch was machen wir mit all den Daten? Was können wir überhaupt noch tolerieren? Letztendlich ist es entscheidend, welche Wertigkeit der Therapeut diesen Werten gibt und natürlich welche individuelle Bedeutung sie für den Patienten haben. Schon der griechische Philosoph Epiktet formulierte sehr treffend: »Nicht die Dinge sind gut oder schlecht, sondern die Meinung, die wir von den Dingen haben.«

Wir erleben in der Beratung immer wieder, dass es Menschen erst richtig schlecht geht, sobald sie mit ihren Testergebnissen konfrontiert werden. Darum ist es so wichtig, sich darüber klar zu sein, was diese Werte für den Einzelnen bedeuten können - am besten schon bevor eine Untersuchung veranlasst wird. Das gilt auch für die biologische Medizin. Möglicherweise sind manche Werte Ausdruck eines Geschehens und nicht die Ursache des Übels.

Unser Vorstandsmitglied, Frau Dr. med. Nicole Weis hat zu den bekannten Diagnoseverfahren und auch zu neueren Methoden gewissenhaft für Sie recherchiert.
Zum Artikel: Tumormarker und Co. - Überdiagnose oder Nutzen? (aus Signal 03/2014)