Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK, über Corona, welche Ängste der Umgang mit der Krankheit auslöst und was Menschen für ihre Immunkräfte tun können.

„Der Virus der chronischen Angst ist sehr gefährtlich“
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK, im Gespräch mit der Ärztin Dr. med. Christina B. Petersen über Corona, welche Ängste die Krankheit auslöst und was Menschen für ihre Immunkräfte tun können.

„Ich bin überzeugt, dass das, was dieser Virus in unserer Gesellschaft ausgelöst hat, problematischer ist als das, was der Virus direkt auslöst.“ warnt Dr. med. György Irmey. Es sei verständlich, dass am Anfang energisch reagiert wurde. Doch sei es höchste Zeit zu prüfen, ob mit den ganzen Maßnahmen rund um den Lockdown nicht mehr Schaden als Nutzen angerichtet wurde.

Die ständige Suggestion der Angst im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wirke tief bis in unsere Körperzellen. „Wenn Angst sich chronifiziert, wird sie problematisch“. Ein andauerndes Angstempfinden reduziert die Immunglobuline oder Antikörper im Menschen und macht sie infektanfälliger. Dr. Irmey befürchtet zudem eine wachsende Zahl an Angstpatienten, die therapeutische Unterstützung brauchen. Er befürwortet Maßnahmen, die Menschen ermöglichen mit der Angst gesünder umzugehen.

So sei es wichtig, Menschen nicht zu verunsichern, sondern zu vermitteln, dass sie selbst etwas tun können. Sie können einen gewissen natürlichen Schutz aufbauen, etwa wenn sie naturheilkundlich etwas für ihr Immunsystem tun, in den Wald gehen, tief durchatmen und viele andere Dinge tun. Im Schwerpunktthema auf dem Webportal der GfBK https://www.biokrebs.de/schwerpunktthema/maerz-2020 sind viele gesundheitsfördende Links und Maßnahmen für ganz persönliche „Immunstärkungs-Pakete“ eingestellt.

Menschen wieder in das Vertrauen führen
Aus der Arbeit mit an Krebs erkrankten Menschen weiß die GfBK, wie wichtig der Umgang mit der Angst ist. „Für jeden Menschen ist die Diagnose ein Schock, den es aufzuarbeiten gilt. Wichtig ist, die Menschen wieder in das Vertrauen zu führen, dass in Ihnen Heil- und Regulationskräfte wohnen, die sehr wirksam sein können. Das Entscheidende passiert im Menschen selbst.“ Menschen können etwas für sich tun: Sich entspannen, mehr bewegen, sich bewusst ernähren. Sie können spüren und fühlen lernen, was gut für sie ist. Und sie können das mit Freude tun.

Dankbar sein
Natürlich sei es gut, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Doch gibt Dr. Irmey zu bedenken, dass über drei Milliarden Menschen auf der Welt dazu gar nicht die Chance haben. „Wir haben vergessen, dankbar zu sein. Dankbar für ein gutes medizinisches System, dankbar für die freien menschlichen Kontakte, die wir bisher ohne Angst pflegen konnten.“

Zum Aufbau:
Zu Beginn berichtet Dr. med. György Irmey über die Gründung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. und die Arbeit mit Krebskranken. Dann folgen die Themen Angstvirus, Immunkräfte, Dankbarkeit und wie wichtig es ist, dass auch abweichende Meinungen von Ärzten und Wissenschaftlern in der öffentlichen Diskussion Gehör finden.

 Zum Video „Der Virus der chronischen Angst ist sehr gefährlich"

Healthy Docs Podcast: https://intuitiv-gesund.de
Offenheit | Prävention | Aufklärung: Die Ärztin Dr. med. Christina B. Petersen stellt in ihrer Podcastreihe Themen und ausgewählte Interviews zusammen, die auf dem Weg zu mehr Gesundheit helfen.

Das Gespräch mit Dr. Irmey können Sie hier als Podcast hören: https://intuitiv-gesund.de/2020/05/19/hd-107-interview-mit-dr-med-irmey-zur-corona-krise/