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Brustkrebs-Arten

Brustkrebs ist mit rund 30 % die häufigste Krebsart bei Frauen. Obwohl die Diagnose Brustkrebs in Deutschland mit mehr als 600.000 Frauen pro Jahr doppelt so häufig gestellt wird wie noch in den 1980er-Jahren, sterben weniger daran (Forouzanfar MH/Lancet 2011).

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs (Mammakarzinom, Mamma-CA) ist ein bösartiger Tumor im Brustgewebe. Unterscheiden lassen sich Tumore der Milchgänge und/oder der Drüsenlappen.

Je nachdem, welche Bereiche der Brust befallen sind, unterscheidet man Veränderungen der Milchgänge und der Drüsenläppchen. Meist sind die Milchgänge betroffen.
Wichtig ist für Therapie und Prognose ist, ob der Tumor invasiv oder nicht-invasiv ist, d. h. ob er am Ausgangsort (Milchgang, Drüsenläppchen) verbleibt oder in umliegendes Gewebe eindringt und möglicherweise bereits Lymph- und Blutbahnen erreicht hat.

Ursachen

Die Ursachen von Brustkrebs sind vielfältig. Die weltweit starke Zunahme von Brustkrebserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten führen einige Wissenschaftler auf Belastungen mit Umweltchemikalien zurück (Gray J/Int J Occup Environ Health 2009). Genetische Ursachen werden nur selten für eine Brustkrebserkrankung verantwortlich gemacht. Darüber hinaus gibt es viele weitere Faktoren wie Lebensstil und psychisches Gleichgewicht, die bei der Krebsentstehung – und bei der Heilung – eine Rolle spielen. Das Gute daran:

Die meisten Faktoren können wir gezielt beeinflussen!

Risikogruppen – Wer ist gefährdet?

Frauen bekommen wesentlich häufiger Brustkrebs als Männer. Derzeit erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens daran. Das Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken steigt bis zum Alter von 65 Jahren. Danach sinkt es wieder. Die gute Nachricht für ältere Brustkrebspatientinnen: In höherem Alter verringert Brustkrebs häufig nicht die Lebenserwartung (Schonberg MA/J Clin Oncol 2011).

Risikofaktoren: Ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken haben Frauen, die

  • sehr früh (mit 10 oder jünger) ihre erste Regelblutung bekommen haben
  • sehr spät (mit 55 oder später) ihre letzte Regelblutung hatten
  • kein Kind geboren haben oder bei der Geburt des ersten Kindes über 30 waren
  • nicht oder nur kurze Zeit gestillt haben
  • starkes Übergewicht haben
  • rauchen, v. a. wenn sie schon als Jugendliche damit begonnen haben
  • sich wenig bewegen
  • viele tierische Fette wie Schmalz, Butter, fette Wurst und fettes Fleisch essen
  • regelmäßig mehr als 1 Glas Bier oder Wein pro Tag trinken
  • über 5 Jahre Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden genommen haben.
    Die Hormontherapie kann das Brustkrebsrisiko deutlich erhöhen! Die gute Nachricht: 4 Jahre nach Absetzen der Hormone ist das Krebsrisiko wieder normal. (Siegmund-Schultze N/Dtsch Ärztebl 2008)
  • bereits Brustkrebs hatten
  • ein sehr dichtes Drüsengewebe haben (bis zu 5-fach erhöhtes Risiko bei extrem dichtem Gewebe der Brustdrüse)
  • deren Brustgewebe stark verändert ist (sog. Mastopathie mit Zysten und vielen Knoten)
  • bei denen bereits mehrere nahe weibliche Angehörige Brust- oder Eierstockkrebs hatten, was unter Umständen auf Genveränderungen hinweist.

Genveränderungen sind nur selten für Brustkrebs verantwortlich (circa 5 – 10 %). Sie finden sich vor allem bei Frauen, in deren Familie mehrfach Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten ist. Zu den bekannten Brustkrebsgenen gehören BRCA1 und BRCA2. Frauen, bei denen diese Gene verändert sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Laufe ihres Lebens Brustkrebs zu bekommen. Das heißt aber nicht, dass sie auch wirklich daran erkranken! Das alleinige Vorhandensein eines veränderten Gens, heißt nicht, dass es auch aktiviert wird. Wie wir inzwischen aus der Epigenetik wissen, hängt das von vielen Faktoren wie unserem Lebensstil ab, die wir selbst jeden Tag günstig beeinflussen können.

Vorbeugung

Die alte Weisheit „Vorbeugen ist besser als Heilen“ gilt auch für Brustkrebs. Tatsächlich gibt es einiges, was Sie selbst zur Vorbeugung tun können. Dazu gehört z. B. unnötige Risikofaktoren wie Rauchen oder starkes Übergewicht zu vermeiden.

10 Tipps zur Vorbeugung von Brustkrebs

  1. Regelmäßig bewegen
  2. Gewicht normalisieren (insb. starkes Übergewicht abbauen)
  3. Fettarm ernähren
  4. Viel Obst und Gemüse essen (Weis N/Dtsch Z Onkol 2015)
  5. Sich ballaststoffreich ernähren (Cade JE et al./Int J Epidemiol 2007; Ferrari P et al./Am J Clin Nutr 2013)
  6. Auf einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel achten
  7. Nicht rauchen
  8. Stillen
  9. Hormonaktive Schadstoffe in Kosmetik usw. meiden – Hilfe gibt es z. B. bei https://www.bund.net/themen/chemie/toxfox/ und https://www.codecheck.info/)
  10. Aluminiumfreie Deos wählen (Dabre PD/Eur J Cancer Prev 2001)

Online-Dossier: Brustkrebs | Seite 3 von 6 | Dr. med. György Irmey, Dr. med. Nicole Weis

Betroffene berichten von ihrem persönlichen Weg mit Krebs

Wir Menschen sind geistige Wesen

Wenn ich auf die Jahre meiner Brusttumorerkrankung 2004 bis 2007 zurückschaue, so waren dies Jahre der Erkenntnis, der Wandlung und der Beginn einer Neuausrichtung meines Lebens. Als ich den Knoten erstmals bemerkte, bin ich nicht sofort zu einem Arzt gegangen, aus biografischen Gründen. Genau genommen bin ich erst zu einem Arzt gegangen, als der Tumor bereits fünf Zentimeter groß war und sich deutlich über meine Hautoberfläche erhoben hatte. Was der Arzt mir anbieten konnte, war nicht sonderlich einladend, und so war ich alles in allem eineinhalb Jahre mit meinem wachsenden Tumor unterwegs, bis er so groß war, dass er als „inoperabel“ galt.

Dankbarkeit

Seit der Diagnose „Aggressiver Brustkrebs“ sind nun schon bald 14 Jahre vergangen. Diese Diagnose hat mich damals völlig aus der Bahn geworfen. Alles ist Kopf gestanden. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Nie hätte ich gedacht, dass ich dieses Gefühl einmal in Dankbarkeit umwandeln könnte.

Dankbarkeit

Meine erste bewusste Begegnung mit dem Thema Dankbarkeit geschah in einer tiefen Lebenskrise. Ich hatte meinen Massagelehrer, Freund und langjährigen Begleiter in allen Lebenslagen aufgesucht. Wir sprachen ausführlich über meine verzweifelte Lage und meine Angst, nicht mehr aus  diesem tiefen Tal herauszukommen.

Er gab mir eine Aufgabe mit: Schreibe jeden Morgen drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Meine erste Reaktion war Wut. Was hatte das mit meinen Problemen zu tun?

Das Konzept von Krebs, Krankheit und Heilung

Claudia Brinkmann erhält eine schockierende Diagnose, doch es scheint, als sei sie selbst kaum überrascht. Die Suche nach Hilfe und Therapiemöglichkeiten bringt sie an ihre Grenzen, körperlich, emotional und zwischenmenschlich. Sie steht mit dem Rücken zur Wand, als sie auf dem Weg in die Schweiz ein buddhistisches Kloster entdeckt und in historischen Schriften Antworten auf ihre Lebensfragen findet.

Ich schaffe das! Die Diagnose anerkennen und gut für sich sorgen

Sabine Kurzhals hat sich nur langsam der Erkenntnis genähert, dass sie es mit einer ernsthaften Krankheit zu tun hat. Die Diagnose Krebs und die medizinischen Therapieempfehlungen zu akzeptieren, war ein wichtiger Schritt. Außerdem hat sie sich gründlich bei der GfBK informiert und vieles ausprobiert, was sie selbst als Patientin für sich tun kann. Inzwischen nimmt sie an einer Ausbildung zum Epigenetik-Coach teil, um zukünftig Betroffene beraten zu können. Denn Symptome können unterschiedliche Ursachen haben, immer bieten sie eine Gelegenheit für Selbstverantwortung und Eigenaktivität.

Meine Krebsreise

Renate Baum war in ihrem Beruf als Supervisorin und Coach in Berlin selbstständig tätig, bevor sie nach Spanien aufgebrochen ist und hier vielfältige Beratungsangebote aufgebaut hat. Sogar eine ehrenamtliche Beratung für deutschsprachige Krebspatient:innen hat sie ins Leben gerufen, denn Sprachfähigkeit und Selbstwirksamkeit bei Betroffenen zu stärken, war für Renate Baum nach ihrer eigenen Krebserkrankung vor vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Von Bekannten hatte sie damals den Tipp bekommen, sich an die GfBK zu wenden, und sie hat unser Angebot intensiv genutzt: Persönliche Beratung, Informationen im Internet und die Teilnahme an vielen Veranstaltungen waren ihr Weiterbildungsprogramm zum Thema Krebs und Therapie.

Mut zu eigenen Wegen – die Geschichte meiner Krebsheilung

Erschöpfung, anhaltender Stress und schließlich Überforderung – so sah die berufliche Situation von Rosie Castera über mehrere Jahre hinweg aus. Obwohl sie ihre Tätigkeit als Lehrerin liebte und sie sich immer für Schüler und Schülerinnen einsetzte, stellt sie im Rückblick fest, dass die Dauerbelastung zu ihrer Erkrankung beigetragen hat. Nach ihrer Genesung hat sie vieles in ihrem Leben verändert. Heute genießt sie ihr vielseitiges, aktives und buntes Rentenalter – und sie kämpft für die Kostenerstattung naturheilkundlicher Therapien.

Glückskrebs

„Ich weiß, es klingt wie eine Provokation. Jedoch im Rückblick auf meinen Heilungsweg sind es das Gefühl und das Resümee, die für mich stimmig sind.“ Gabriele Ruys steht nach einigen Jahren buddhistischer Praxis mitten in einem bewussten und achtsamen Leben, das sie in verschiedener Hinsicht herausfordert, als sie die Diagnose Brustkrebs erhält.

Mein Abenteuer mit Dr. Max Gerson

Nach der chirurgischen Entfernung eines aggressiven Brusttumors sollte Verena Müller-Bernet mit Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapien behandelt werden. Stattdessen hat sie die sagenumwobene Gerson-Therapie gewählt. Heute ist sie krebsfrei und gesund und hilft anderen Patientinnen und Patienten, die Grundsätze der Ernährungstherapie praktisch umzusetzen.

Ums Überleben kämpfen - Verwandlungen auf dem Weg mit der Krankheit

Eine Krankengeschichte mit dramatischen Wendungen: Die Diagnose Brustkrebs hat Sarah Herrwerth als junge Mutter im Alter von 29 Jahren erhalten. Sie selbst beschreibt die folgende Zeit als sehr bewegend. Zwei weitere Diagnosen folgten, düstere Prognosen und strapaziöse Therapien auf der einen Seite - und wachsendes Vertrauen in die eigene innere Stimme auf der anderen Seite.

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