Brustkrebs
Online-Dossier: Brustkrebs | Seite 2 von 6 | Dr. med. György Irmey, Dr. med. Nicole Weis
Unser Informationsmaterial bei Brustkrebs
Einen guten Überblick über die wichtigsten Aspekte von der Vorbeugung und Diagnose bis zu Therapie, Nachsorge und hilfreichen Adressen bietet Ihnen unsere ausführliche Brustkrebs-Broschüre sowie weitere Informationen zum Thema Brustkrebs.
Therapie unterstützen – Was können Sie selbst tun?
Sie haben es in der Hand: Es gibt vieles, womit Sie selbst zu Ihrer Gesundung beitragen können. Das gilt insbesondere für die Bereiche
- Ernährung
- Bewegung
- psychisches Wohlbefinden
Neben der psychischen Stabilisierung ist die wichtigste Grundlage die Kombination aus gesunder pflanzenbasierter Ernährung und Bewegung. Durch diese Lebensweise verzeichnen Brustkrebspatientinnen nach 5 Jahren 50 % weniger Todesfälle als Patientinnen, die wenig Gemüse konsumieren und keinen Sport treiben (https://ascopubs.org/doi/full/10.1200/jco.2006.08.6819). Es gibt derzeitig in der Medizin keine Therapie, die einen solchen Effekt annähernd erreichen könnte!
Ernährung bei Brustkrebs
Unterstützen können Sie Ihren Körper bei Brustkrebs am besten mit einer vitalstoffreichen Ernährung. In Frage kommen v.a. folgende Lebensmittel – sofern sie gut vertragen werden:
- Vollkornprodukte (nicht zu grob)
- Bio-Gemüse
- kleinere Mengen Rohkost
- naturbelassene Pflanzenöle – z. B. Leinöl, Walnussöl, Hanföl, Olivenöl
Brokkoli(sprossen) und andere Kohlgewächse enthalten mit Indol-3-Carbinol eine Substanz, die in Studien eine gewisse Schutzwirkung im Hinblick auf Brustkrebs bewiesen hat (Laidlaw M/Breast Cancer 2010; Liu X/Breast 2013; Bradlow HL/Environ Health Persp 1995). Verbessern können Sie die Aufnahme von Indol-3-Carbinol, indem sie zusätzlich Senf, Meerrettich, Rucola oder Brunnenkresse essen (Cramer JM/Br J Nutr 2011).
Eine gewisse Schutzwirkung vor Krebs scheinen auch Carotinoide auszuüben (Eliassen AH/J Natl Cancer Inst 2012). Diese finden sich vor allem in grünem und gelb bis organgefarbenem Obst und Gemüse wie Spinat, Brokkoli, Kresse, Paprika, Möhren, Kürbis, Aprikosen, Pfirsich, Mango und Sanddorn.
Gute Nachrichten gibt es für Kaffeeliebhaber. Zwei oder mehr Tassen Kaffee am Tag scheinen sich eher günstig auf das Rückfallrisiko auszuwirken (Simonsson M/Cancer Causes Control 2013). Wir empfehlen einen Espresso ohne Filter und ohne Milch.
Zurückhaltung geboten ist bei Alkohol. 30–60 g Alkohol pro Woche sollten nicht überschritten werden (Newcomb PA/J Clin Oncol 2013).
Darüber hinaus es einige Lebensmittel, die bei Brustkrebs günstig sein können. Sei es, weil sie sich positiv auf den Östrogenhaushalt auswirken, oxidativem Stress entgegenwirken oder sonstige wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Eine Übersicht dazu finden Sie in unserer Information Ernährung bei Brustkrebs.
Tipp: Meiden Sie während der Chemotherapie Grapefruit(saft), Johanniskraut, Ginseng und Ginkgo! Diese können die Wirkung der Chemotherapie abschwächen.
Bewegung ist die beste Medizin
Regelmäßige Bewegung verringert nicht nur das Risiko, überhaupt erst an Brustkrebs zu erkranken – sie verbessert auch die Prognose bei Brustkrebs (Jung AY et al.: Breast Cancer Research 2019). Auf diese Weise lässt sich sogar die Lebenserwartung erheblich steigern: Nur 15 Minuten Bewegung am Tag können die Lebenserwartung um drei Jahre verlängern (Wen CP/Lancet 2011). 3 bis 5 Stunden Laufen oder schnelles Gehen pro Woche senken das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, um bis zu 51 % (Ballard-Banash R/J Natl Cancer Inst 2012; Holmes MD/JAMA 2005). Je mehr Bewegung (keine Leistungssport!), umso höher der Effekt. Das gilt ganz besonders für Frauen nach den Wechseljahren.
Wichtig: Übertreiben Sie es nicht mit Ihren guten Vorsätzen. Bewegung sollte nicht in Stress ausarten und Sie überfordern. Sie sollte Spaß machen und Ihnen gut tun!
Unterstützung für die Psyche
Nach wie vor wird die Bedeutung der Psyche häufig unterschätzt – trotz Psychoonkologie und einigen überaus positiven Studien zu dem Thema. So konnte gezeigt werden, dass allein die seelische Unterstützung von Brustkrebspatientinnen die Sterblichkeitsrate deutlich (um 50 %!) reduzieren (Andersen BL/Cancer 2008) und die Überlebenszeit verlängern kann.
Wählen Sie am besten die Methode, mit der Sie sich besonders wohl fühlen. Einfach ausprobieren.
In Frage kommen z. B.
- Visualisierung nach Simonton (Buchtipp: O. Carl Simonton: Auf dem Wege der Besserung, Rowohlt Verlag 2001)
- Autogenes Training
- progressive Muskelentspannung nach Jacobson
- Meditation
- Bewegungsübungen – z. B. Yoga, Qi Gong, Tai Chi
- Kreativtechniken – z. B. Malen, Singen, Muszieren
Online-Dossier zum Thema Brustkrebs
Gesammeltes Informationsmaterial der GfBK
Betroffene berichten von ihrem persönlichen Weg mit Krebs
Wir Menschen sind geistige Wesen
Wenn ich auf die Jahre meiner Brusttumorerkrankung 2004 bis 2007 zurückschaue, so waren dies Jahre der Erkenntnis, der Wandlung und der Beginn einer Neuausrichtung meines Lebens. Als ich den Knoten erstmals bemerkte, bin ich nicht sofort zu einem Arzt gegangen, aus biografischen Gründen. Genau genommen bin ich erst zu einem Arzt gegangen, als der Tumor bereits fünf Zentimeter groß war und sich deutlich über meine Hautoberfläche erhoben hatte. Was der Arzt mir anbieten konnte, war nicht sonderlich einladend, und so war ich alles in allem eineinhalb Jahre mit meinem wachsenden Tumor unterwegs, bis er so groß war, dass er als „inoperabel“ galt.
Dankbarkeit
Seit der Diagnose „Aggressiver Brustkrebs“ sind nun schon bald 14 Jahre vergangen. Diese Diagnose hat mich damals völlig aus der Bahn geworfen. Alles ist Kopf gestanden. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Nie hätte ich gedacht, dass ich dieses Gefühl einmal in Dankbarkeit umwandeln könnte.
Dankbarkeit
Meine erste bewusste Begegnung mit dem Thema Dankbarkeit geschah in einer tiefen Lebenskrise. Ich hatte meinen Massagelehrer, Freund und langjährigen Begleiter in allen Lebenslagen aufgesucht. Wir sprachen ausführlich über meine verzweifelte Lage und meine Angst, nicht mehr aus diesem tiefen Tal herauszukommen.
Er gab mir eine Aufgabe mit: Schreibe jeden Morgen drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Meine erste Reaktion war Wut. Was hatte das mit meinen Problemen zu tun?
Das Konzept von Krebs, Krankheit und Heilung
Claudia Brinkmann erhält eine schockierende Diagnose, doch es scheint, als sei sie selbst kaum überrascht. Die Suche nach Hilfe und Therapiemöglichkeiten bringt sie an ihre Grenzen, körperlich, emotional und zwischenmenschlich. Sie steht mit dem Rücken zur Wand, als sie auf dem Weg in die Schweiz ein buddhistisches Kloster entdeckt und in historischen Schriften Antworten auf ihre Lebensfragen findet.
Ich schaffe das! Die Diagnose anerkennen und gut für sich sorgen
Sabine Kurzhals hat sich nur langsam der Erkenntnis genähert, dass sie es mit einer ernsthaften Krankheit zu tun hat. Die Diagnose Krebs und die medizinischen Therapieempfehlungen zu akzeptieren, war ein wichtiger Schritt. Außerdem hat sie sich gründlich bei der GfBK informiert und vieles ausprobiert, was sie selbst als Patientin für sich tun kann. Inzwischen nimmt sie an einer Ausbildung zum Epigenetik-Coach teil, um zukünftig Betroffene beraten zu können. Denn Symptome können unterschiedliche Ursachen haben, immer bieten sie eine Gelegenheit für Selbstverantwortung und Eigenaktivität.
Meine Krebsreise
Renate Baum war in ihrem Beruf als Supervisorin und Coach in Berlin selbstständig tätig, bevor sie nach Spanien aufgebrochen ist und hier vielfältige Beratungsangebote aufgebaut hat. Sogar eine ehrenamtliche Beratung für deutschsprachige Krebspatient:innen hat sie ins Leben gerufen, denn Sprachfähigkeit und Selbstwirksamkeit bei Betroffenen zu stärken, war für Renate Baum nach ihrer eigenen Krebserkrankung vor vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Von Bekannten hatte sie damals den Tipp bekommen, sich an die GfBK zu wenden, und sie hat unser Angebot intensiv genutzt: Persönliche Beratung, Informationen im Internet und die Teilnahme an vielen Veranstaltungen waren ihr Weiterbildungsprogramm zum Thema Krebs und Therapie.
Mut zu eigenen Wegen – die Geschichte meiner Krebsheilung
Erschöpfung, anhaltender Stress und schließlich Überforderung – so sah die berufliche Situation von Rosie Castera über mehrere Jahre hinweg aus. Obwohl sie ihre Tätigkeit als Lehrerin liebte und sie sich immer für Schüler und Schülerinnen einsetzte, stellt sie im Rückblick fest, dass die Dauerbelastung zu ihrer Erkrankung beigetragen hat. Nach ihrer Genesung hat sie vieles in ihrem Leben verändert. Heute genießt sie ihr vielseitiges, aktives und buntes Rentenalter – und sie kämpft für die Kostenerstattung naturheilkundlicher Therapien.
Glückskrebs
„Ich weiß, es klingt wie eine Provokation. Jedoch im Rückblick auf meinen Heilungsweg sind es das Gefühl und das Resümee, die für mich stimmig sind.“ Gabriele Ruys steht nach einigen Jahren buddhistischer Praxis mitten in einem bewussten und achtsamen Leben, das sie in verschiedener Hinsicht herausfordert, als sie die Diagnose Brustkrebs erhält.
Mein Abenteuer mit Dr. Max Gerson
Nach der chirurgischen Entfernung eines aggressiven Brusttumors sollte Verena Müller-Bernet mit Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapien behandelt werden. Stattdessen hat sie die sagenumwobene Gerson-Therapie gewählt. Heute ist sie krebsfrei und gesund und hilft anderen Patientinnen und Patienten, die Grundsätze der Ernährungstherapie praktisch umzusetzen.
Ums Überleben kämpfen - Verwandlungen auf dem Weg mit der Krankheit
Eine Krankengeschichte mit dramatischen Wendungen: Die Diagnose Brustkrebs hat Sarah Herrwerth als junge Mutter im Alter von 29 Jahren erhalten. Sie selbst beschreibt die folgende Zeit als sehr bewegend. Zwei weitere Diagnosen folgten, düstere Prognosen und strapaziöse Therapien auf der einen Seite - und wachsendes Vertrauen in die eigene innere Stimme auf der anderen Seite.