Wie Menschen den Krebs selbst meistern, war das Motto des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg – Großes Interesse an Methadon in der Krebstherapie

„Der Arzt behandelt, der menschliche Körper heilt.” Mit einer Abwandlung des Satzes von Hippokrates eröffnete Professor Dr. med. Jörg Spitz, der Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V., den 18. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft in Heidelberg. Selbstheilung war das zentrale Thema des Krebskongresses am 13. und 14. Mai in Heidelberg. Fast 900 Patienten, Angehörige, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage in Heidelberg in Vorträgen und Seminaren über Methoden der ganzheitlichen Krebstherapie. In 40 Kursen bekamen sie Impulse, wie sie ihre Selbstheilungskräfte nutzen können.

Hohes Interesse an Krebstherapie mit Methadon
Über die erstaunlichen Therapierfolge von Methadon in der Krebstherapie referierte Dr. rer. nat. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm. Bei mehreren hundert Patienten hat die Ulmer Krebsforscherin mittlerweile die Behandlungserfolge dokumentiert. Auch große Tumore und Metastasen bildeten sich zurück, selbst beim kaum heilbaren Hirntumor Glioblastom. „Das Schmerzmittel D,L-Methadon verstärkt die Wirkung von Chemotherapie bei den unterschiedlichsten Krebsarten drastisch”, so Dr. Friesen. Die Erklärung: Tumorzellen tragen mehr Opioidrezeptoren auf der Oberfläche als gesunde Zellen. An diese kann D,L-Methadon andocken und bewirkt, dass viel mehr Chemotherapeutikum in die Tumorzelle gelangen kann und dort länger in höherer Konzentration bleibt. „Methadon ist ein gut erforschtes, verträgliches Schmerzmittel mit wenig Nebenwirkungen”, sagte Dr. Friesen und verwies auf eine aktuelle Studie der Charité in Berlin. Die Krebsforscherin will die Wirkung von Methadon in einer klinischen Studie untersuchen lassen. Doch ist das Interesse daran, etwa bei Pharmaunternehmen, gering. „Methadon ist zu günstig”, so Dr. Friesen. Eine Therapie kostet etwa 20 Euro pro Monat. „Ein Medikament hat es sehr schwer sich durchzusetzen, wenn man nichts damit verdienen kann.” Das geringe Interesse am Thema Methadon bei der etablierten Onkologie kritisierte Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. „In einem Zentrum der Krebsforschung wie Heidelberg ist das für mich unverständlich.”

Der Mensch ist mehr als sein Befund
Diese Aussage durchzog den pointierten Vortrag der Sozialwissenschaftlerin und Bestsellerautorin Professor Dr. Annelie Keil. Menschen seien im Leben mit dem Gelingen wie dem Scheitern konfrontiert. Heilung sei die Fähigkeit, die eigenen körperlichen, geistigen, seelischen und spirituellen Kräfte zu entdecken und zu nutzen. „Wann lernt die Medizin endlich, dass wir nicht Tumoren behandeln, sondern Menschen mit einer Krebserkrankung?” Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Individualität in der Krebsmedizin hielt der Kongressleiter Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK.

Prostatakrebs individuell behandeln
Der Urologe Dr. med. Thomas Dill aus Heidelberg kritisierte im Seminar zu Prostatakrebs am Sonntag die Tendenz zur „Kochbuchmedizin”. Er stellte schonende organerhaltende Therapien vor, die eine individuelle Behandlung je nach Tumor erlauben. Beim Hochfokussierten Ultraschall (HIFU) etwa wird ein Hitzepunkt erzeugt, der zielgenau das Tumorgewebe abtötet. Dr. Uwe Reuter, Chefarzt der Klinik im LEBEN in Greiz stellte eine Hyperthermiemethode vor, bei der durch einen Wärmereiz von über 42 Grad die Tumorzelle zerstört werden. Hyperthermie ist für den Naturheilkundler ein Element eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes, in dem das Immunsystem gestärkt, der Stoffwechsel verbessert und psychische Faktoren wie Stress und seelische Konflikte behandelt werden.

Wie Wälder die Immunkräfte stärken
Waldmedizin ist in Europa kaum verbreitet, in Japan jedoch staatlich anerkannt und wissenschaftlich erforscht. 2013 veröffentlichte der Mediziner Dr. Qing Li von der Nippon Medical School in Tokyo seine Ergebnisse jahrelanger Studien. Demnach ist die Krebssterblichkeit in bewaldeten Gebieten signifikant geringer als in unbewaldeten Gegenden. „Waldluft stärkt unsere natürlichen Killerzellen und unterstützt so die kör-pereigenen Abwehrmechanismen”, erläuterte der Biologe Dipl.-Ing. Clemens G. Arvay. Verantwortlich dafür sind Stoffe aus der Gruppe der Terpene. Das sind gasförmige Botenstoffe, mit deren Hilfe Bäume miteinander kommunizieren und die wir beim At-men im Wald aufnehmen. Sein einfacher Ratschlag: „Verbringen sie möglichst viel Zeit im Wald.”

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Rainer Lange, Pressereferent
Tel.: 06221 - 433-2108, Mobil 0170-2351155, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Presseinformation (PDF): Die Kraft der Selbstheilung

 Fotos vom Kongress zum Download finden Sie hier.

 

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seit 35 Jahren Krebspatienten, Angehörige und Therapeuten unterstützt. Mit über 12.000 Mitgliedern und Förderern ist sie die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im deutschsprachigen Raum.
Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, menschliche Krebstherapie, in der naturheilkundliche Methoden besonders berücksichtigt werden. Die Gesellschaft berät kostenfrei und unabhängig über bewährte biologische Therapieverfahren. Die Arbeit wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden finanziert.