Patienten fragen

Eine Bekannte von mir, die an Blasenkrebs erkrankt ist, färbt sich regelmäßig die Haare. Nun habe ich gelesen, dass durch Haarefärben ein erhöhtes Blasenkrebs-Risiko wissenschaftlich nachgewiesen sei. Ist das so richtig?

Mit Sicherheit waren diese Färbemittel nicht alleine Ursache der Erkrankung Ihrer Bekannten.  Aber: wer sich regelmäßig und ohne Unterbrechung die Haare färbt, hat nach statistischen Aussagen tatsächlich ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Gleiches gilt für Berufsgruppen, die regelmäßig mit Färbechemikalien in Berührung kommen wie z. B. Friseure. Verantwortlich dafür sind gewisse chemische Verbindungen aus den Färbemitteln, die so genannten "Arylamine", die beispielsweise auf die Blasenschleimhaut kanzerogen (= Krebs erzeugend) einwirken können. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, empfiehlt die GfBK, auf regelmäßiges Haarefärben mit chemisch-synthetischen Substanzen möglichst zu verzichten.