Forschung / Studien

Eine australische Arbeitsgruppe begann 2005 mit einer Studie, um die Ergebnisse einer totalen laparoskopischen Hysterektomie mit denen einer totalen abdominalen Hysterektomie bei frühem Endometriumkarzinom zu vergleichen. Die ersten Ergebnisse, wie es mit der Lebensqualität und den Komplikationsraten aussieht, wurden im Jahr 2010 veröffentlicht (Janda M/Lancet Oncol 2010).
Dabei konnte an 332 Patientinnen gezeigt werden, dass sich für die laparoskopische Hysterektomie (n = 190) gegenüber der totalen abdominalen Hysterektomie (n = 142) signifikante Vorteile bezüglich der Lebensqualität sechs Monate nach der Operation ergaben.
Auch bei dem Vergleich der postoperativen Komplikationen war die laparoskopische der totalen abdominalen Hysterektomie überlegen. So traten postoperativ nach der Laparoskopie in 11,6 % der Fälle Komplikationen auf; in der Gruppe mit Laparatomie waren es mit 23,2 % mehr als doppelt so viele. Auch die Rate der schweren postoperativen Ereignisse wie Blutungen, Wunddehiszenz, pulmonale oder kardiale Ereignisse zeigte sich in der Laparatomie-Gruppe mit 19,0 gegenüber 7,9 % um mehr als um das Zweifache erhöht.

GfBK-Kommentar: Die Ergebnisse diese Studie unterstreichen die Erfahrungen bei anderen Tumorentitäten (Darmkrebs, Nierenkrebs), dass eine Laparoskopie in puncto Lebensqualität und Komplikationsrate besser abschneidet. Voraussetzung ist allerdings, dass die Operation von einem darin erfahrenen Operateur durchgeführt wird. Außerdem bleibt abzuwarten, wie die Ergebnisse zum krankheitsfreien bzw. Gesamt-Überleben in dieser Studie nach fünf Jahren ausfallen werden, deren Veröffentlichung noch aussteht.