Forschung / Studien

Neuseeländische Forscher untersuchten in einer Pilotstudie mit 13 nach dem CMF-Schema behandelten Brustkrebspatientinnen den Einfluss von elektrischen Feldern auf den Haarverlust (Benjamin / Psychoncology 11, 2002). Dabei wurden mittels Plattenelektroden zweimal wöchentlich gepulste elektrische Felder zwölf Minuten lang lokal appliziert. Anhand Haarzählungen im Kamm und anhand von Fotographien wurde der Erfolg dokumentiert. Ergebnis: Zwölf der dreizehn Probanden hatten nur wenig bis gar keinen Haarverlust unter CMF-Chemotherapie. Die Autoren folgern, dass durch gepulste elektrische Felder der zytostatisch bedingte Haarverlust minimiert werden kann.

GfBK-Kommentar: Der Haarverlust unter Chemotherapie stellt für viele Patienten eine erhebliche psychische Belastung dar. Da diese Therapie mit elektrischen Feldern praktisch nebenwirkungsfrei ist und bisher nur wenige erfolg versprechende Therapien gegen zytostatisch bedingten Haarverlust existieren, sollten schnell weitere Studien mit größeren Patientenzahlen folgen, um Behandlungsstandards zu entwickeln. Bisher kann man Betroffenen nur den Rat geben, auf künstliche Tönungen bzw. Färbungen zu verzichten, hautfreundliche Pflegemittel zu verwenden und ggf. eine homöopathische Entgiftungstherapie begleitend durchzuführen.