Forschung / Studien

In einer prospektiven Kohortenstudie konnte in über 400.000 durchgeführten Mammographien bei über 300.000 Frauen festgestellt werden (Carney / Ann Intern Med. 138, 2003), welche Faktoren die Interpretation von Mammographieergebnissen erschweren. Zusammenfassend waren Sensitivität und Spezifität der Mammographie am geringsten bei jungen Frauen mit dichten Brüsten, die Hormone einnahmen. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass eine Hormonersatztherapie die Brustdichte erhöht und dadurch die diagnostische Genauigkeit der Mammographie deutlich vermindert wird. Hingegen nahm mit steigendem Alter die Sensitivität der Untersuchung zu, allerdings nur dann, wenn keine Hormone eingenommen wurden.

GfBK-Kommentar: Die Autoren dieser Studie fordern zu Recht, dass jeder Mammographiebefund Angaben über die Dichte des Brustgewebes enthalten sollte. Insbesondere bei jungen Frauen mit genetischer Vorbelastung und dichtem Brustdrüsengewebe ist alternativ eine diagnostische Abklärung mittels Ultraschall oder Kernspintomographie zu empfehlen.