Forschung / Studien

Britische Forscher haben im Tierversuch nachweisen können, dass die in Karotten enthaltene Substanz Falcarinol das Krebsrisiko reduziert (Kobaek-Larsen / J Agric Food Chem 53, 2005). Hierzu bekamen Ratten, die bereits an einer Darmkrebsvorstufe erkrankt waren, Falcarinol direkt unters Futter gemischt oder rohe Karottenstücke. In der Kontrollgruppe beobachteten die Forscher dreimal so häufig manifeste Darmtumoren wie in den beiden anderen Gruppen. Die genaue Wirkung von Falcarinol, ein natürliches Pflanzenschutzmittel zur Abwehr von Pilzen, konnte in dieser Versuchsanordnung allerdings nicht geklärt werden.

GfBK-Kommentar: Dass sekundäre Pflanzenstoffe Krebs vorbeugen können, ist inzwischen durch mehrere Untersuchungen bekannt. Bisher ist jedoch nur ein Bruchteil dieser Substanzen bekannt, so dass mit der Falcarinol ein weiterer Baustein gefunden sein dürfte. Klar ist auch, dass durch das ubiquitäre Vorkommen dieser Stoffe in Obst und Gemüse eine vielseitige Ernährung am besten Krebserkrankungen vorbeugen hilft. Weitere wichtige Fragen sollten in anderen Versuchsanordnungen geklärt werden, so z.B. in welchen Möhrenarten Falcarinol am meisten vorkommt, ob es nach dem Kochen immer noch wirksam ist und ob es auch bei anderen Tumorerkrankungen vorbeugen hilft.