Forschung / Studien

Patienten mit inoperablem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs ohne Metastasen, deren Tumor kleiner als drei Zentimeter ist, profitieren offenbar von einer kombinierten Behandlung mit Hyperthermie und Bestrahlung. Dies ergab eine Studie an 41 Patienten, die sieben Jahre lang entweder nur mit Bestrahlung oder mit einer Kombination aus Bestrahlung und Hyperthermie behandelt worden waren (Dupuy / J Vasc Int Rad 2006). Zusammenfassend zeigte sich, dass unter der Kombinationstherapie das Rezidivrisiko verringert und die Überlebensrate verlängert war. Die Autoren begründen die verbesserte Wirkung durch Kombination mit einer Hyperthermiebehandlung damit, dass die herkömmliche Bestrahlung zwar effektiv sei, um Zellen am Rand des Tumors abzutöten, das Zentrum des Tumors hingegen schlechter erreiche. Die Hyperthermie erreiche jedoch laut Dupuy das Tumorzentrum, lasse aber oft Zellen am Rand übrig.

GfBK-Kommentar: Obwohl die Kombination aus Hyperthermie und Bestrahlung hilfreich sein kann, wird in Deutschland die Kombination aus beiden bisher nicht routinemäßig angewandt. Dies ist sehr bedauerlich, da Lungenkrebs in den meisten Fällen eher schlecht therapierbar ist und die schulmedizinischen Therapien von vielen Betroffenen als sehr belastend empfunden werden. Neben der Hyperthermie hat sich in der Behandlung von Lungenkrebspatienten eine begleitende biologische Behandlung mit Mistel, Organpräparaten wie Thymus, mit Vitaminen, Selen, Enzymen und Sauerstoff bewährt.