Bei den meisten Krebserkrankungen steht die Operation an erster Stelle. Ziel einer Operation ist die Entfernung des Tumors. Obwohl keine Zeit zu verlieren ist, bedeutet die Diagnose Krebs nicht, dass übereilt gehandelt werden müsste. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung und lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Eile ist beispielsweise bei einem drohenden Darmverschluss infolge einer Darmkrebserkrankung geboten. Hier darf selbstverständlich nicht gezögert werden.

Meist aber bleibt ausreichend Zeit, sich umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. Außerdem ist es wichtig, sich auf die anstehenden Behandlungen einzustellen, indem Sie ausführliche Gespräche mit Ihnen nahe stehenden Menschen führen und sich seelisch auf die bevorstehende Operation einstellen.

Ebenfalls sinnvoll ist es, schon vor Beginn der Behandlung mit unterstützenden Maßnahmen zu beginnen und das körpereigene Abwehrsystem zu stärken. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten der Behandlung, auch über jene, die nach der Operation nötig sind oder gemacht werden sollten. Suchen Sie sich einen Arzt, der bereit ist, Ihre Nachbetreuung zu übernehmen.

Die Operation ist oftmals eine sinnvolle Behandlungsmethode, mit der möglichst viel Tumormasse entfernt wird. Da die Heilungsrate nachweislich vom Operateur abhängt, sollten Sie sich einem erfahrenen Chirurgen in einer größeren Klinik anvertrauen.

Im Zweifelsfall sollten Sie sich eine zweite Fachmeinung einholen, da bei den sich schnell entwickelnden Operationstechniken durchaus ein unterschiedliches Vorgehen in verschiedenen Kliniken möglich ist. Daneben ist es sinnvoll, den Körper schon vor der Operation mit unterstützenden Maßnahmen zu stärken:

  • Nehmen Sie ein homöopathisches Komplexpräparat wie beispielsweise Traumeel® bis etwa eine Woche nach der Operation
  • Gegen Ängste und Besorgnis helfen die Bach-Blüten-Notfalltropfen (Rescue Remedy®)
  • Ebenfalls sinnvoll ist begleitend die Einnahme der Vitamine C und E wie auch der Spurenelemente Zink und Selen.
  • Direkt nach dem operativen Eingriff hat sich die Einnahme homöopathischer Substanzen wie Arnica, Staphisagria oder Nux vomica für ein bis drei Wochen bewährt.

Bei bevorstehender Operation sollte ferner im Vorfeld rechtzeitig die Möglichkeit einer Tumorimpfung und eines möglichen Wirksamkeitstest für eine Chemotherapie ausgelotet werden, da für diese Verfahren das Tumormaterial während der Operation speziell entnommen werden muss.

Daneben kann es durchaus Sinn machen, den Operationstermin genau zu datieren. Studien an Brustkrebspatientinnen haben beispielsweise ergeben, dass ein Operationstermin in der zweiten Zyklusphase der Frau (vom Eisprung zur Menstruation) das Auftreten von Rückfällen vermindert (Veronesi U/Lancet 1994).

Falls möglich, ist es günstiger den Operationstermin in die Phase des abnehmenden Mondes (vom Vollmond zum Neumond) zulegen, da dadurch die Wundheilung begünstigt und die Komplikationsrate gesenkt werden kann.