Patienten fragen

Seitdem ich als Krebspatientin mit einem bestimmten neuen Medikament behandelt werde, schält sich bei mir die Haut an Händen und Füßen. Was kann ich tun, damit diese belastende Nebenwirkung etwas besser wird?

Vermutlich haben Sie ein Hand-Fuß-Syndrom: Darunter versteht man Störungen der Sensorik an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen, die durch entzündliche Hautveränderungen ausgelöst werden. Es tritt meist infolge einer bestimmten Chemotherapie, insbesondere unter Capecitabin (Xeloda), aber auch unter 5-Fluorouracil und liposomalen Doxorubicin auf. Häufig finden sich zusätzlich ein Abschuppen der Haut, Taubheit, Kribbeln und eine Überempfindlichkeit für Wärme. Unbehandelt kann das Hand-Fuß-Syndrom schwere Funktionseinschränkungen auslösen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können.
Tritt ein Hand-Fuß-Syndrom auf, wird der behandelnde Arzt meistens eine Dosisreduktion der Chemotherapie empfehlen, in schweren Fällen auch ein Absetzen der Therapie. Begleitend erfolgt eine lokale Behandlung mit Feuchtigkeitslotionen, Cremes und Harnstoffhaltigen Salben.
In der biologischen Medizin liegen gute Erfahrungen mit der Einnahme von ß-Carotin, Vitamin D, E und Hanföl sowie der lokalen Anwendung von Hanföl vor. Vor allem das 2-mal tägliche Eincremen der Hände und Füße mit speziellen Hanfölzubereitungen ist eine einfache und sehr effektive Maßnahme (Koula-Jenik H/DZO 2010).