Patienten fragen

Ich möchte wissen, ob ich als Brustkrebspatientin, die auch mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt wurde und bei der Behandlung im Januar 2005 schon abgeschlossen war, jetzt zur Entgiftung Heilfasten machen kann - oder schadet mir das?

Grundsätzlich hängt die Durchführbarkeit eines Heilfastens nach einer Brustkrebserkrankung und auch nach anderen Krebserkrankungen von vielen verschiedenen Faktoren ab, so insbesondere der körperlichen Befindlichkeit und Belastbarkeit. Bei stark ausgeprägter körperlicher Schwäche und Gewichtsabnahme ist vom Heilfasten eher abzuraten. Auch ein Heilfasten, das länger als 1 Woche dauert, sollte grundsätzlich auch bei Gesunden nur unter professioneller ärztlicher Begleitung erfolgen. Eine allzu drastische Gewichtsabnahme ist in jedem Fall zu vermeiden, da häufig unter einer Chemotherapie oder Bestrahlung eine Gewichtsabnahme erfolgt und im Rahmen der Erholungsphase eher ein Aufbau und nicht eine weitere Schwächung des Organismus erfolgen sollte. Um eine Entgiftung des gesamten Organismus zu erreichen, können alternativ auch andere Maßnahmen durchgeführt werden, so z. B. die Ausleitung mit homöopathischen Komplexmitteln, eine Säure-Basen-Regulation und darmregulierende Maßnahmen. Auch eine besondere Diätform wie das Basenfasten (Buchempfehlung: Gesundheitserlebnis Basenfasten von Sabine Wacker, erschienen im Haug-Verlag), bei der nicht auf eine Nahrungsaufnahme verzichtet werden muss, ist für einen gewissen Zeitraum durchaus zu empfehlen.