Patienten fragen

Ich soll in einer Woche an Brustkrebs operiert werden. Was kann ich jetzt schon tun, um meine Abwehrkräfte zu stärken? Und was sollte ich noch beachten?

Grundsätzlich ist es wichtig so früh wie möglich mit einer Stärkung der Abwehrkräfte zu beginnen. Am optimalsten ist es, wenn Sie bereits vor dem OP-Termin bestimmte Maßnahmen anwenden. Dies sind eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel sowie Maßnahmen zur Entgiftung bzw. Ausleitung (nähere Informationen erhalten Sie bei der GfBK). Außerdem kann durch die Einnahme von homöopathischen Mitteln wie z.B. Arnika C 30 oder hochdosierten Selengaben OP-Komplikationen wie z.B. Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Ödembildungen vermindert werden. Eine Gabe von Enzymen empfehlen wir erst nach der Operation, wenn keine Blutungsgefahr mehr vorliegt, da Enzyme das Blut dünnflüssiger machen können.
Außerdem sollten Frauen mit Brustkrebs und noch bestehender Regelblutung wenn möglich darauf achten, den OP-Termin in die zweite Zyklushälfte (= vom Eisprung zur Menstruation) zu legen, da dann die Zweiterkrankungsrate in einer Untersuchung deutlich geringer war (Veronesi U/Lancet 1994).
Es kann möglicherweise ratsam sein, einen Teil des entnommenen Tumorgewebes frisch zu entnehmen, d.h. schockzugefrieren, damit es für spätere Maßnahmen wie beispielsweise eine Tumorimpfung oder spezielle Untersuchungen verwendet werden kann. Dazu muss allerdings die Patientin diese Entnahmemethode rechtzeitig mit dem Operateur absprechen. Außerdem ist es ratsam, vorher ein Labor zu beauftragen, bei dem das Material gelagert werden kann. Diese stellen auch spezielle Entnahmesysteme zur Verfügung (Adressen s. GfBK-Information „Tumorimpfung" und „Wirksamkeitstest für Chemotherapie"). Es gibt übrigens auch viele Universitätskliniken, die eine Gewebeeinlagerung anbieten.