Patienten fragen

Ich habe seit der Chemotherapie Probleme mit dem Magen. Was kann ich naturheilkundlich gegen mein Sodbrennen tun?

Magenprobleme äußern sich meistens mit den typischen Symptomen von Sodbrennen. Viele Patienten berichten zumindest vorübergehend von diesen Beschwerden (Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen) während einer Chemotherapie.

Bitte informieren Sie auf jeden Fall zunächst den behandelnden Arzt. Bei chronischen Beschwerden wird er eine Untersuchung veranlassen, mit der festgestellt wird, ob eine Infektion der Magenschleimhaut mit dem Helicobacter-Bakterium als Ursache infrage kommt. In diesen Fällen können eine gezielte Antibiotika-Therapie oder auch naturheilkundliche Maßnahmen weiterhelfen. Letztere sind zum Beispiel der Verzehr von Weißkohl(-saft), Knoblauch und Zistrosentee. Außerdem hilft hier wie bei allen anderen Magenbeschwerden das Trinken von milchsauer vergorenen Säften (z. B. Sauerkrautsaft, Weißkohlsaft), bzw. eine Kur über drei Monate mit Kanne Brottrunk oder Rechtsregulat.

Abgeklärt werden sollte auch, ob den Beschwerden eine Unterproduktion von Magensäure zugrunde liegt. Der Test ist einfach: Essen Sie einen Apfel oder trinken Sie frisch gepressten Zitronensaft bzw. Sauerkrautsaft. Werden die Beschwerden dadurch besser, so liegt eher ein Magensäuremangel vor. Bei vielen Patienten wird dieser ausgelöst oder verstärkt durch Medikamente, die die Magensäureproduktion eindämmen (Antazida). Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie solche Mittel einnehmen.

Vielen Patienten hilft die Einnahme von Basenmitteln auf organischer Citratbasis (z. B. Dr. Jacobs Basenpulver), um leichtem Sodbrennen entgegenzuwirken, da häufig durch unsere Ernährungsweise die Puffersysteme des Organismus erschöpft sind, so dass eine chronische Übersäuerung des Gewebes auch zu einer Übersäuerung des Magens führen kann.

Ein bewährtes Hausmittel ist die Einnahme von Heilerde, die überschüssige Säure und andere schädliche Stoffe binden kann. Liegt eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor, denken Sie auch an den Einsatz von Klinoptilolith-Zeolithen (z. B. Toxaprevent).

Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu kauen und nicht zu viel auf einmal zu essen. Insbesondere frittierte oder geröstete Nahrungsmittel und Fertigprodukte können Sodbrennen auslösen. Dies gilt ebenso für fettiges, stark gewürztes Fleisch, süße Backwaren, Kaffee und Alkohol. Besonders abends kann eine Kombination dieser Nahrungsmittel heftige Probleme mit dem Magen auslösen. Halten Sie sich daher bei Magenbeschwerden eher an die Regel: Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.

Um die Ernährung langfristig umzustellen, eignet sich insbesondere der Verzehr von grünen Smoothies, um wichtige Nährstoffe zuzuführen, ein gutes Darmmilieu zu schaffen und die Verdauung durch den höheren Rohkostanteil nicht zusätzlich zu belasten. Essen Sie außerdem mehr gedämpftes Gemüse mit Kräutern. Als Beilagen eignen sich neben Bio-Fleisch hervorragend Kartoffeln, Hirse oder Quinoa.

Und nehmen Sie sich bitte Zeit zum Essen. Seien Sie achtsam mit sich und genießen Sie die Ruhe schon bei der Vorbereitung der Speisen. Vielleicht hilft eine Visualisierungs-Übung, indem Sie sich beispielsweise vorstellen, wie die Mahlzeit sonnengelb leuchtet und wie dieses Leuchten nach dem Essen auch ihren Körper angenehm erfüllt.