Patienten fragen

Ich habe Krebs und würde gerne etwas für die akute Abwehrstärkung in den Wintermonaten tun, um keine grippalen Infekte zu bekommen. Ich halte nicht viel von einer Grippeschutzimpfung. Was können Sie mir diesbezüglich raten?

Eine Grippeschutzimpfung wollen auch wir nicht allgemein, sondern nur in besonders begründeten Krankheitssituationen empfehlen. Von Seiten der Pflanzenheilkunde gibt es verschiedene Möglichkeiten, einem grippalen oder schon bereits beginnenden Infekt vorzubeugen. So wärmt ein Ingweraufguss von innen und ist vor allem abends eine gute Alternative zu herkömmlichen Teesorten. Wird der Geschmack des Ingwers als zu unangenehm empfunden, kann man dem Ingweraufguss (3 cm Ingwer aufschneiden und 10 Min. lang köcheln) auch ein bisschen Kräutertee hinzufügen.
Wer gerne Holunderblütentee trinkt, kann damit die Schleimhäute vor Bakterien und Viren schützen. Bei ersten Infektanzeichen ist übrigens die innerliche Einnahme eines Extraktes aus Kapuzinerkresse und Meerettichwurzel (in Apotheken erhältlich) empfehlenswert, das es wie ein natürliches Antibiotikum wirkt. Selbst hergestellter Saft aus Zwiebeln oder Rettich hilft bei beginnendem Husten; dann auch unbedingt mit Thymian und/oder Kamille inhalieren. Wichtige Nahrungsergänzungsmittel bei Infekten sind übrigens Vitamin C (am besten natürlich aus der Acerolakirsche oder als Sanddornextrakt) bzw. Zink. Auch auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sollte man achten, da Vitamin-D-Mangel die Infektanfälligkeit zusätzlich erhöhen kann. Vorbeugend wirken auch Extrakte aus dem roten Sonnenhut, der Taigawurzel oder homöopathische Grippemittel, die einen Influenza Virus in potenzierter Form enthalten.