Patienten fragen

Wegen einem Eierstockkrebs musste ich mich im letzten Jahr einer Unterleibstotal-Operation unterziehen und wurde mehrfach mit unterschiedlichen Formen der Chemotherapie nachbehandelt. Inzwischen ist leider eine ausgedehnte Metastasierung im Bauchfell mit starker Bauchwasserbildung (Aszites) aufgetreten. Dem Vorschlag einer erneuten systemischen Chemotherapie stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Gibt es aus Ihrer Sicht dazu Alternativen? 

Wir empfehlen Ihnen im vorliegenden Fall eine spezielle Art der Hyperthermie- (= Überwärmungs-)Therapie, die so genannte IPHC (= intraperitoneale Hyperthermie). Dabei wird die Bauchhöhle mit einer bis zu 48 Grad vorgewärmten Kochsalzlösung ca. ein bis zwei Stunden durchspült, in die zusätzlich zytostatische (= tumorzellhemmende) Mittel gegeben werden können und die im Bauchraum zu Temperaturen von ca. 42 bis 43 Grad führen. Dadurch kann die örtliche Wirksamkeit der Chemotherapie erhöht und gleichzeitig die Menge an Zytostatika verringert werden. Die Nebenwirkungen dieser örtlichen Chemotherapie sind dadurch auch wesentlich geringer. Besonders bei Eierstockstumoren, die auf anderere therapeutische Methoden kaum reagieren, aber auch bei anderen Geschwülsten, die in das Bauchfell metastasieren (= Tochtergeschwülste bilden), wie beispielsweise Magen-, Darm- und Lebertumore, kann diese besondere Art der Überwärmungsbehandlung sehr erfolgreich sein. Weitere Einzelheiten über die Therapie und Anwenderadressen können Sie über die GfBK erhalten.