Forschung / Studien

Eine Untersuchung aus Texas (Zhao / International Journal of Cancer 2007) zeigt, dass Nahrungsmittel, wie Brokkoli, Rettich, Brunnenkresse und Radieschen der Entstehung von Blasenkrebs vorbeugen können. Die in diesen Gemüsesorten enthaltenen Senföle, auch Isothiocyanate genannt, sollen für den Schutzeffekt verantwortlich sein. Dabei inaktivieren Isothiocyanate im Körper u.a. Enzyme, die an der Aktivierung krebsauslösender Substanzen beteiligt sind. In der Untersuchung von Zhao wurden 700 Blasenkrebspatienten und ebenso viele gesunde Personen über ihre Ernährungsgewohnheiten befragt. Im Durchschnitt hatten die Blasenkrebspatienten weniger senfölhaltige Nahrungsmittel zu sich genommen. Statistisch ermittelten die Forscher ein um 29 Prozent verringertes Risiko für Blasenkrebs, wenn viele senfölhaltige Nahrungsmittel verzehrt wurden. Der schützende Effekt zeige sich, so die Forscher, deutlicher bei Menschen über 64 Jahren, bei Männern sowie bei starken und langjährigen Rauchern.

GfBK-Kommentar: Dieses Ergebnis bestätigt die Vielzahl vorliegender Studien, die zeigen konnten, dass sekundäre Pflanzenstoffe in der Lage sind, entweder die Tumorentstehung zu verhindern oder das Tumorwachstum zu hemmen. Auch der Entstehung anderer Krebsarten kann durch eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, vorgebeugt werden. Allerdings sollte man wissen, dass nur durch schonende Zubereitung eine Gemüsemahlzeit auch wirklich ihre positive Wirkung entfalten kann. So werden bis zu 75% aller Substanzen, die vor Krebserkrankungen schützen können, durch das Kochen zerstört. Deswegen bei der Zubereitung immer daran denken, Kohl und andere Gemüsesorten nur kurz zu braten, schonend im Dampf zu garen oder roh zu essen.