Forschung / Studien

Die Schlussfolgerungen einer großen Kohortenstudie mit 7257 Patienten (Hodgson DC / J Natl Cancer Inst 95, 2003) untermauern die Bedeutung der Erfahrung des Chirurgen bezüglich der Tumorkontrolle nach operiertem Rektumkarzinom und der Lebensqualität der Betroffenen. So konnte gezeigt werden, dass Patienten, die an Kliniken mit geringeren Patientenzahlen operiert wurden, mehr künstliche Darmausgänge erhielten, sowie eine höhere postoperative Mortalität und ein niedrigeres 2-Jahres-Überleben aufwiesen, als Patienten, die an Kliniken mit hohem Patientenaufkommen operiert wurden.

GfBK-Kommentar: Die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Zunahme der Resektabilität und Reduzierung der Sterblichkeit bei Resektionen kolorektaler Karzinome scheint nicht allein eine Folge des Medizinfortschrittes, sondern insbesondere durch die Erfahrung des Chirurgen und damit verbundener Qualitätssicherung entscheidend mit bedingt zu sein. Ob allerdings die Ergebnisse dieser amerikanischen Studie auch auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind, bleibt abzuwarten.