Forschung / Studien

In einer groß angelegten Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs wurde u.a. auch die Möglichkeit einer intermittierenden Therapie untersucht (OPTIMOX). So konnte man in der ersten Studie (OPTIMOX 1) bereits zeigen, dass Patienten ohne Einbuße an Effektivität nach sechs Zyklen FOLFOX auf eine Oxaliplatin-freie Therapie mit 5-FU/FS umgestellt werden können. In OPTIMOX 2 wurde nach sechs Zyklen FOLFOX sogar eine völlige Therapiepause eingelegt. Die Effektivität wurde dadurch nicht beeinträchtigt: Die Zeit der Tumorkontrolle war mit 11,7 Monaten ähnlich lang wie im Vergleichsarm mit der OPTIMOX1-Strategie (12,9 Monate); auch die Ansprechraten und die mediane Überlebenszeit waren vergleichbar.

GfBK-Kommentar: Eine Untersuchung, die endlich den Wunsch des Patienten nach Therapiepausen bestärkt, um sich von therapiebedingten Nebenwirkungen zu erholen und die Lebensqualität zu verbessern. Denn Chemotherapiepausen bei fortgeschrittenem Darmkrebs sind möglich und haben keinen Einfluss auf die Ansprechrate und das Überleben. Dieses Vorgehen sollte daher allen Patienten, die nicht unter einer kurativen Zielsetzung chemotherapiert werden, angeboten werden. Es ermöglicht neben längeren Erholungsphasen für die Patienten auch die Chance auf eine weitere Therapieoption, da die Patienten auch nach längerer Therapiepause erneut mit einem Ansprechen auf die Chemotherapie rechnen können.