Forschung / Studien

Ob Yoga einen Einfluss auf die Auswirkungen einer Strahlentherapie bei Mammakarzinom hat, untersuchte eine Studie (Cohen L / Journal of Clinical Oncology 2011), die anlässlich der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology Anfang Juni 2011 veröffentlicht wurde.
An dieser Studie nahmen 163 Mammakarzinompatientinnen mit einem Tumor im Stadium 0-III dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von sechs Wochen begleitend zur Strahlentherapie an einem Yoga- oder Entspannungskurs teil. Hinzu kam noch eine dritte Gruppe, die als Kontrollgruppe diente und in der kein zusätzliches Yoga- oder Entspannungsverfahren angewandt wurde. Dabei zeigte sich, dass durch regelmäßiges Yoga- oder Entspannungstraining akut auftretende Symptome wie chronische Erschöpfung (Fatigue) im Vergleich zur Kontrollgruppe effektiv gemindert werden können.
Außerdem war auffällig, dass die Teilnehmerinnen der Yogagruppe einen, drei und sechs Monate nach der Bestrahlung eine bessere körperliche Leistungsfähigkeit und eine bessere Lebensqualität aufwiesen als die Patientinnen der Entspannungs- und Kontrollgruppe. Zudem kam es in der Yogagruppe zu niedrigeren Blutspiegeln von Kortisol, das als Stresshormon gilt, und besseren Herzkreislauffunktionen.

GfBK-Kommentar: Während einer Strahlentherapie machen vor allem die akuten Beschwerden, wie z. B. das Fatigue-Syndrom den Patientinnen zu schaffen. Umso erfreulicher ist es, mit einfachen Methoden hier eine Linderung erreichen zu können. Es wäre wünschenswert, dass diese positiven Effekte durch Yoga in der Therapieplanung berücksichtigt werden, da das Fatigue-Syndrom, wenn es bereits aufgetreten ist, schwer zu behandeln ist.