Forschung / Studien

Seit August 2001 wird am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam ein speziell für das Lungengewebe entwickelter Laser bei Patienten mit solitären oder multiplen Lungenmetastasen eingesetzt. Vorteil der neuen Lasertechnik ist, dass nun bei pulmonalem Befall ein bluttrockenes, organerhaltendes Operieren ohne größere Lungenfunktionsverluste möglich ist. Eine absolute Indikation stellen laut Aussage der Thoraxchirurgen Gnauk und Wagner isolierte multiple Lungenmetastasen nach Entfernung des Primärtumors, z.B. einem Nierenzellkarzinom, dar. Allerdings sei noch nicht genau abgegrenzt, welche Patientengruppen von dem Eingriff prognostisch profitieren. Ein weiteres Problem ist auch, dass wegen des thermisch veränderten Lungengewebes ähnlich wie bei der Laserung von Lebermetastasen der Radiologe nicht genau sagen kann, ob eine vollständige Resektion des Tumors erfolgte.

GfBK-Kommentar: Eine erfolgversprechende palliative Möglichkeit, nicht operable Lungenmetastasen durch Laserung organerhaltend zu behandeln. Inwieweit die Laserung multipler Lungenmetastasen für den betroffenen Patienten auch tatsächlich einen Überlebensvorteil darstellt, muss erst durch klinische Untersuchungen bestätigt werden.