Forschung / Studien

Nach einer konventionellen schulmedizinischen Behandlung leiden viele Überlebende eines Hodgkin-Lymphoms unter Erschöpfung und Müdigkeit, dem so genannten Fatigue-Syndrom. Eine norwegische Pilotstudie mit 53 Patienten (Oldervoll LM / Eur J Cancer 39, 2003) zeigt nun, dass moderates körperliches Training die mit dem Fatigue-Syndrom verbundenen Symptome, sowie die physischen Funktionen der Betroffenen verbessert.

GfBK-Kommentar: Als obsolet zu betrachten dürfte der Ratschlag sein, körperliche Anstrengungen bei chronischem Fatigue-Syndrom zu meiden. Auch wenn die Teilnehmerzahl dieser Studie niedrig war, bestätigt die praktische Erfahrung diese Ergebnisse, dass nämlich ein individuell angepasstes körperliches Training zu mehr Lebensqualität führt. Gerade einfache Maßnahmen (Motivation zu Bewegung, zu gesunder Ernährung) können zur Verbesserung der Lebensqualität und der Heilungschancen beitragen.