Forschung / Studien

In einer klinischen Phase-II-Studie wurde bei 53 Patienten das progressionsfreie Überleben und die Verträglichkeit unter einer Therapie mit dem EGF-Rezeptorblocker Gefitinib (Iressa®) untersucht (Rich / J Clin Oncol 22, 2004). Die tägliche Startdosis betrug 500 mg oral, bzw. unter antiepileptischer Therapie auch 750 bzw. 1000 mg. Alle Patienten hatten ein erstmalig rezidiviertes Glioblastom; 80 Prozent der Patienten hatten jedoch infolge chirurgischer Resektion zu Beginn der Behandlung mit Gefitinib keine messbare Tumorerkrankung.
Die Ergebnisse waren leider nicht überzeugend: So kam es bereits bei der Mehrzahl der Patienten innerhalb der ersten acht Wochen zu einem Rückfall, und nur 13% profitierten dahingehend, dass nach 6 Monaten keine Progression auftrat. Laut Aussage der Autoren korrelierten die Ansprechraten zwar mit dem Auftreten von Durchfällen, jedoch nicht wie bei anderen Tumorentitäten mit der EGFR-Expression.

GfBK-Kommentar: Da die Nebenwirkungen relativ mild verliefen (v.a. Hautausschläge, Diarrhoen) sollte zumindest in weiteren Studien geklärt werden, ob die Kombination mit anderen Therapieformen, z.B. Hyperthermie bessere Ergebnisse liefert. Jedenfalls scheint der Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib (Glivec®) bessere Ergebnisse zu liefern. Eine optionale Therapie mit Imatinib halten wir deshalb aufgrund der derzeitigen Studienlage für besser geeignet.