Forschung / Studien

Durch eine postoperative Impfung mit virusmodifizierten autologen Tumorzellen konnte in einer Studie aus Heidelberg eine signifikante Verlängerung der 2-Jahres-Überlebenszeit (39% vs. 11%) bei 23 Patienten im Vergleich zu 87 Patienten in der Kontrollgruppe erreicht werden (Steiner / J Clin Oncol 22, 2004)). Hierbei wurden die bei der Operation entnommenen Tumorzellen mit dem Newcastle-Disease-Virus infiziert, durch Bestrahlung inaktiviert und mit Interleukin-2 versetzt. 107 dieser Zellen wurden den Patienten insgesamt bis zu 8mal im Abstand von 2 bis 4 Wochen injiziert.

GfBK-Kommentar: Da diese Pilotstudie nicht randomisiert war, lassen die Ergebnisse nur erste Rückschlüsse auf die Wirksamkeit einer Tumorimpfung bei Glioblastomen zu. Da diese Erkrankungsform jedoch für die meisten Patienten ein sehr kurzes Gesamtüberleben bedeutet, sollte eine Tumorimpfung als mögliche Therapieoption immer mit in die therapeutischen Überlegungen einbezogen werden, zumal viele private Labors diese Tumorimpfungen bereits seit längerer Zeit bei verschiedenen Tumorentitäten durchführen