Forschung / Studien

Um die Stillstandszeit beim Tumorwachstum möglichst lange auszudehnen, kann man die Hormonbehandlung bei Prostatakrebspatienten mit Pausen durchführen. Dass eine intermittierende antihormonelle Therapie wirksam und sinnvoll ist, bestätigt eineStudie (Yamanaka / Prostate 2005) mit 215 Prostatakarzinompatienten von im Durchschnitt 70 Jahren, die nach perkutaner Radiatio entweder kontinuierlich oder intermittierend eine antihormonelle Therapie erhielten. Es zeigte sich dabei über den Nachbeobachtungszeitraum von 17,3 Monaten kein Nachteil der intermittierenden antihormonellen Therapie.

GfBK-Kommentar: Leider war bei der oben zitierten Studie der Nachbeobachtungszeitraum zu kurz, um eindeutige Aussagen z.B. über das Rezidivrisiko treffen zu können. Insbesondere bei älteren Patienten mit fortgeschrittenen Prostatakarzinomen kann der Einsatz einer intermittierenden antihormonellen Therapie sinnvoll sein und wird inzwischen von vielen Therapeuten durchgeführt. Hierbei werden die Antihormone gegeben, bis der PSA-Wert in den Normalbereich absinkt. Dann wird die Behandlung so lange eingestellt, bis der PSA wieder zu steigen beginnt und fortgeführt, bis er wieder absinkt. Vorteil dieser Therapieform ist, dass viele Patienten durch die therapiefreien Intervalle eine bessere Lebensqualität haben.