Forschung / Studien

Es ist bekannt, dass bei Prostatakrebs die antihormonelle Therapie zu einem Knochenschwund führen kann. Welche Lebensstilfaktoren das Auftreten der Osteoporose zusätzlich beeinflussen können, wurde in einer Studie an 120 Prostatakarzinompatienten ohne Knochenmetastasen untersucht, die maximal 12 Monate lang eine Androgenentzugstherapie erhielten (Ryan / Urology 2007). Vor Studienbeginn und danach wurde die Knochendichte gemessen sowie Fragen zu möglichen Osteoporoserisikofaktoren (z.B. Alkoholkonsum, Supplementation mit Vitamin D und Kalzium, körperliche Betätigung, Gewicht) gestellt. Ergebnis: Das Ausmaß der Osteoporose korreliert erwartungsgemäß mit der Dauer des Androgenentzuges während des ersten Therapiejahres. Außerdem hatten Männer mit höherem BMI-Index, unter Einnahme von Kalzium und Vitamin D sowie moderatem Alkoholkonsum eine höhere Knochendichte.

GfBK-Kommentar: Diese Studie bestätigt die bisherigen Erfahrungen zu Lebensstilfaktoren und Osteoporoserisiko. Neben der Einnahme von Calcium und Vitamin D können parallel zu einer Therapie mit Antihormonen auch biologische Maßnahmen zur Knochenstärkung durchgeführt werden. Dies sind eine Säure-Basen-Regulationstherapie sowie die Einnahme von mineralstoffreichen Präparaten, wie z.B. brauner Wildhirse mit täglich ca. 3 EL (erhältlich im Reformhaus/Naturkostladen) oder schwarzem Sesam-Ursamen mit täglich 2 TL. Alle genannten Empfehlungen können gleichzeitig oder parallel durchgeführt werden, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, wobei die Einnahme von mineralstoffreichen Präparaten am wichtigsten ist.