Forschung / Studien

Anhand der finnischen ATBC-Studie konnte gezeigt werden, dass das Risiko, an Prostatakarzinom zu sterben, mit dem Vitamin-D-Spiegel assoziiert war. Dabei wurden Daten der US-finnischen ATBC-Studie (Alpha-Tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention) ausgewertet (Mondul AM et al. / Cancer Epidemiol Biomarkers Prev April 2016).
Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass das Risiko, an Prostatakarzinom zu sterben, für Männer mit den höchsten 25-OH-Vitamin-D-Spiegeln signifikant niedriger als für Männer mit den niedrigsten Werten war, und zwar um 31 Prozent. Dieser positive Zusammenhang war auch unabhängig vom Stadium der Erkrankung und vom Tumorgrad bei der Diagnose.

GfBK-Kommentar: Auch in anderen Studien bestätigt sich, dass hohe Vitamin-D-Spiegel im Blut mit einer Risikoreduktion von Krebserkrankungen einhergehen (McDonnell SL et al. / PLOS one 2016) In der oben beschriebenen Studie war ein hoher Vitamin-D-Spiegel vor der Diagnose mit einem längeren Überleben der an Prostatakrebs erkrankten Männer assoziiert. Andere aktuelle Studien zeigten auch eine Beeinflussung des Risikos, an Lungenkrebs (Chen GC et al. / Cancer Causes Control 2015) und an Blasenkrebs (Zhao Y et al. / Nutrition 2016) zu erkranken. Beim Blasenkarzinom waren hohe 25-OH-Vitamin-D-Spiegel von mindestens 74nmol/l mit einer um 60 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit verbunden, an Blasenkrebs zu erkranken. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig es ist, bei Krebspatienten den 25-OH-Vitamin-D-Spiegel (optimal ab 40 ng/ml oder 100 nmol/l) zu bestimmen und bei Mangel zusätzlich Vitamin D zu substituieren.