Presseinformationen

Hier finden Sie alle GfBK-Presseinformationen aus 2017.

Chiasamen, Gojibeeren, Arganöl: Exotische Superfoods werden als wirksame Mittel gegen Krebs vermarktet. Doch es gibt günstige heimische Alternativen, deren krebshemmende und krebsvorbeugende Wirkung untersucht ist.

„Superfood” klingt nach hoher Qualität und vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Doch der Name ist willkürlich gewählt, oft aus Marketinggründen. Als „Superfoods” werden meist Nahrungsmittel bezeichnet, die einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem sekundären Pflanzenstoffen haben. Prominentes Beispiel ist der Pflanzenstoff Sulforaphan in Brokkoli oder in vielfach höherer Konzentration in Brokkolisamen. Sulforaphan hemmt die Zellteilung von Krebszellen. Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Pflanzenstoff auch die widerstandsfähigen Tumorstammzellen schwächt.

„Es gibt zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, deren krebshemmende Wirkung gut untersucht ist”, sagt Dr. med György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg. Dem Hype um Chiasamen, Arganöl oder Gojibeeren steht die Gesellschaft mit Distanz gegenüber. Gegen manche dieser „exotischen“ Superfoods sprechen hohe Preise und Belastungen mit Schadstoffen. Zudem werden die Inhaltsstoffe durch die Verarbeitung und lange Transportwege beeinträchtigt. „Häufig gibt es wirksamere heimische Pflanzen”, so Dr. Irmey weiter. Diese Alternativen hat die Ärztin Dr. med. Susanne Bihlmaier in einem Schwerpunktthema auf dem Webportal www.biokrebs.de beschrieben. (www.biokrebs.de/1955-superfood-gesundheit-aus-pflanzenstoffen)

Bei Krebspatienten stößt Methadon derzeit auf sehr großes Interesse. Deshalb hat die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. in Heidelberg eine Kurzinfo zum Einsatz des Medikaments veröffentlicht.

2007 entdeckte die Chemikerin Dr. Claudia Friesen von der Universitätsklinik Ulm, dass D,L-Methadon eine wachstumshemmende Wirkung auf Krebszellen hat. Besonders in der Kombination mit einer Chemotherapie kann Methadon Tumorrückbildungen verstärken. Mittlerweile hat Dr. Friesen die Behandlungserfolge bei mehreren hundert Patienten dokumentiert. Sie hat die Wirkung von Methadon bei vielen fortgeschrittenen Krebsarten, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brust-, Eierstock-, Darm-, Magen-, Lungen- Blasen- und Prostatakrebs und bei Hirntumoren (Glioblastome), Leukämien und Melanomen beschrieben. Allerdings liegen noch keine klinischen Studien an Patienten vor, die Voraussetzung für die Zulassung von Methadon als Krebsmedikament sind.

Die GfBK-Info beschreibt die Wirkungsweise des vollsynthetisch hergestellten Opioids D,L-Methadon. Tumorzellen tragen mehr Opioidrezeptoren auf der Oberfläche als gesunde Zellen. An diese kann D,L Methadon andocken und aktiviert Signalwege, die den natürlichen Zelltod auslösen. Je mehr Opioidrezeptoren auf der Tumorzelle vorhanden sind, umso besser kann Methadon wirken.

DrumSTRONG 2017 – Berlin macht mit beim weltweiten Benefiz-Trommeln - Spenden gehen an Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.

Gemeinsam Trommeln gegen Krebs und für einen guten Zweck: Das ist die Idee von Drum-STRONG, „Drumming to beat cancer”. Am Samstag, 20. Mai 2017 sind weltweit tausende von Menschen dabei. In Berlin findet das öffentliche Trommeln von 19:00 bis 20:30 Uhr in der Kapelle am Urban, Grimmstraße 10, 10967 Berlin statt. Veranstalterin ist Ricarda Raabe, die Gründerin von „Lust auf Trommeln”.

Bei DrumSTRONG kann jeder und jede kann mitmachen. Jung und alt, Anfänger und Profi, egal welche Sprache und Ethnie. Trommelkenntnisse sind keine nötig. Jeder teilnehmende Trommler und jede teilnehmende Trommlerin hilft, denn es werden Spenden zugunsten krebskranker Menschen gesammelt. Die Spenden in Berlin gehen in diesem Jahr an die Berliner Beratungsstelle der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Der unabhängige, gemeinnützige Verein berät und unterstützt Krebspatienten und ihre Angehörigen. Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, biologische Krebstherapie. Während der Veranstaltung können Besucher, Gäste und TrommlerInnen direkt Spenden und mit Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle ins Gespräch kommen. Wer spenden will, kann sich – wie bei einem Sponsorenlauf – auch vor dem Trommelevent verpflichten, pro Trommlerin und Trommler einen Betrag zwischen 0,10 Euro und 10 Euro, zu spenden.

DrumSTRONG findet zeitgleich weltweit statt. Der Haupt-Event in Charlotte/North Carolina dauert 12 Stunden, zeitgleich trommeln Menschen auf allen Kontinenten, von Tokio und Nairobi über Vancouver, Malaysia und Rom bis Berlin. Seit zehn Jahren veranstaltet der Amerikaner Scott Swimmer drumSTRONG. Nach dem Prinzip eines Spendenlaufs werden Gelder gesammelt, nach dem Motto „Drumming to beat cancer”. Scotts Sohn Mason war im Jahr 2004 an Knochenkrebs erkrankt, und ist mittlerweile genesen. Das Musizieren hatte der Familie Kraft gegeben. Seitdem hat Scott Swimmer sich dem Kampf gegen den Krebs verschrieben.

Wie Menschen den Krebs selbst meistern, war das Motto des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg – Großes Interesse an Methadon in der Krebstherapie

„Der Arzt behandelt, der menschliche Körper heilt.” Mit einer Abwandlung des Satzes von Hippokrates eröffnete Professor Dr. med. Jörg Spitz, der Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V., den 18. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft in Heidelberg. Selbstheilung war das zentrale Thema des Krebskongresses am 13. und 14. Mai in Heidelberg. Fast 900 Patienten, Angehörige, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage in Heidelberg in Vorträgen und Seminaren über Methoden der ganzheitlichen Krebstherapie. In 40 Kursen bekamen sie Impulse, wie sie ihre Selbstheilungskräfte nutzen können.

Hohes Interesse an Krebstherapie mit Methadon
Über die erstaunlichen Therapierfolge von Methadon in der Krebstherapie referierte Dr. rer. nat. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm. Bei mehreren hundert Patienten hat die Ulmer Krebsforscherin mittlerweile die Behandlungserfolge dokumentiert. Auch große Tumore und Metastasen bildeten sich zurück, selbst beim kaum heilbaren Hirntumor Glioblastom. „Das Schmerzmittel D,L-Methadon verstärkt die Wirkung von Chemotherapie bei den unterschiedlichsten Krebsarten drastisch”, so Dr. Friesen. Die Erklärung: Tumorzellen tragen mehr Opioidrezeptoren auf der Oberfläche als gesunde Zellen. An diese kann D,L-Methadon andocken und bewirkt, dass viel mehr Chemotherapeutikum in die Tumorzelle gelangen kann und dort länger in höherer Konzentration bleibt. „Methadon ist ein gut erforschtes, verträgliches Schmerzmittel mit wenig Nebenwirkungen”, sagte Dr. Friesen und verwies auf eine aktuelle Studie der Charité in Berlin. Die Krebsforscherin will die Wirkung von Methadon in einer klinischen Studie untersuchen lassen. Doch ist das Interesse daran, etwa bei Pharmaunternehmen, gering. „Methadon ist zu günstig”, so Dr. Friesen. Eine Therapie kostet etwa 20 Euro pro Monat. „Ein Medikament hat es sehr schwer sich durchzusetzen, wenn man nichts damit verdienen kann.” Das geringe Interesse am Thema Methadon bei der etablierten Onkologie kritisierte Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. „In einem Zentrum der Krebsforschung wie Heidelberg ist das für mich unverständlich.”

Der Mensch ist mehr als sein Befund
Diese Aussage durchzog den pointierten Vortrag der Sozialwissenschaftlerin und Bestsellerautorin Professor Dr. Annelie Keil. Menschen seien im Leben mit dem Gelingen wie dem Scheitern konfrontiert. Heilung sei die Fähigkeit, die eigenen körperlichen, geistigen, seelischen und spirituellen Kräfte zu entdecken und zu nutzen. „Wann lernt die Medizin endlich, dass wir nicht Tumoren behandeln, sondern Menschen mit einer Krebserkrankung?” Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Individualität in der Krebsmedizin hielt der Kongressleiter Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK.

Seminare und Kurse für Patienten zu biologischer, naturheilkundlicher Krebstherapie – Dr. Claudia Friesen referiert über Erfolge von Methadon in der Krebstherapie

Selbstheilung ist der Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg. „Menschen verfügen über ein großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihre Selbstheilungskräfte zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. Der Kongress zählt zu den größten Veranstaltungen der ganzheitlichen Krebstherapie im deutschsprachigen Raum.
Am Samstagvormittag spricht Prof. Dr. Annelie Keil im Hauptvortrag über „die Kunst, mitten in der Krankheit auch gesund zu sein.“ Die Wissenschaftlerin war letztes Jahr mit ihrem aktuellen Buch „Das letzte Tabu” lange auf der SPIEGEL-Beststellerliste 2017.

Methadon – ein neues wirksames Krebsmedikament?
Das Schmerzmittel Methadon hemmt in der Kombination mit Chemotherapeutika das Wachstum von Krebszellen. Das hat die Krebsforscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen im Labor erforscht und referiert am Samstag, 13. Mai, über den aktuellen Stand der Methadon-Forschung bei Tumorerkrankungen. Dr. Friesen ist von der Wirkung von Methadon in der Krebstherapie überzeugt und verweist auf Erfolge bei schwerstkranken Patienten, selbst große Tumore im Hirn bildeten sich zurück. Methadon könne bei den unterschiedlichsten Krebsarten die Wirkung der Chemotherapie drastisch erhöhen. Mittlerweile erhält sie jede Woche bis zu 100 Anfragen von Patienten. Die Krebsforscherin will in einer klinischen Studie die Wirksamkeit von Methadon prüfen.

DrumSTRONG 2017 – Berlin macht mit beim weltweiten Benefiz- Trommeln - Spenden gehen an Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.

Gemeinsam Trommeln gegen Krebs und für einen guten Zweck: Das ist die Idee von Drum-STRONG, „Drumming to beat cancer”. Am Samstag, den 20. Mai 2017 sind weltweit tausen-de von Menschen dabei. In Berlin findet das öffentliche Trommeln von 19:00 bis 20:30 Uhr in der Kapelle am Urban, Grimmstraße 10, 10967 Berlin statt. Veranstalterin ist Ricarda Raabe, die Gründerin von „Lust auf Trommeln”.

Bei DrumSTRONG kann jeder und jede kann mitmachen. Jung und Alt, Anfänger und Profi, egal welche Sprache und Ethnie. Trommelkenntnisse sind keine nötig. Jeder teilnehmende Trommler und jede teilnehmende Trommlerin hilft, denn es werden Spenden zugunsten krebskranker Menschen gesammelt. Die Spenden in Berlin gehen in diesem Jahr an die Berliner Beratungsstelle der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Der unabhängige, gemeinnützige Verein berät und unterstützt Krebspatienten und ihre Angehörigen. Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, biologische Krebstherapie. Während der Veranstaltung können Besucher, Gäste und TrommlerInnen direkt spenden und mit Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle ins Gespräch kommen. Wer spenden will, kann sich – wie bei einem Sponsorenlauf – auch vor dem Trommelevent verpflichten, pro Trommlerin und Trommler einen Betrag zwischen 0,10 Euro und 10 Euro, zu spenden.

DrumSTRONG findet zeitgleich weltweit statt. Der Haupt-Event in Charlotte/North Carolina dauert 12 Stunden, zeitgleich trommeln Menschen auf allen Kontinenten, von Tokio und Nairobi über Vancouver, Malaysia und Rom bis Berlin. Seit zehn Jahren veranstaltet der Amerikaner Scott Swimmer drumSTRONG. Nach dem Prinzip eines Spendenlaufs werden Gelder gesammelt, nach dem Motto „Drumming to beat cancer”. Scotts Sohn Mason war im Jahr 2004 an Knochenkrebs erkrankt, und ist mittlerweile genesen. Das Musizieren hatte der Familie Kraft gegeben. Seitdem hat Scott Swimmer sich dem Kampf gegen den Krebs verschrieben.

Schwerpunkt Selbstheilung – Seminare und Kurse für Patienten zu biologischer, naturheilkundlicher Krebstherapie

Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg. „Menschen verfügen über ein großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihre Selbstheilungskräfte zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. Der Kongress zählt zu den größten Veranstaltungen der ganzheitlichen Krebstherapie im deutschsprachigen Raum.
Am Samstagvormittag spricht Prof. Dr. Annelie Keil im Hauptvortrag über „die Kunst, mitten in der Krankheit auch gesund zu sein.” Die Wissenschaftlerin war letztes Jahr mit ihrem aktuellen Buch „Das letzte Tabu” lange auf der SPIEGEL-Beststellerliste.

Methadon – ein neues Krebsmedikament?
Auf dem Kongress können sich Patienten und ihre Angehörige über bewährte und neue Methoden einer integrativen Krebsmedizin informieren, etwa über das Opioid Methadon. Methadon hemmt in der Kombination mit Chemotherapeutika das Wachstum von Krebszellen. Das hat die Krebsforscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen im Labor erforscht. Zudem gibt es Erfolge bei schwerstkranken Patienten. Dr. Friesen referiert am Samstag, 13. Mai, über den aktuellen Stand der Methadon-Forschung bei Tumorerkrankungen.

Krebs: Selbstwirksam werden
„Wir möchten Krebspatienten dabei unterstützen, die eigenen Kräfte zur Selbsthilfe und Krankheitsbewältigung zu entdecken und zu nutzen”, so Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK). Einen ganzen Vormittag widmet der Kongress am 14. Mai in Vorträgen dem Schwerpunktthema Selbstheilung. Zwei je vierstündige Patientenseminare widmen sich der Behandlung von Brustkrebs mit biologischen Methoden und ganzheitlichen Ansätzen bei Prostataerkrankungen. In mehr als 30 Kursen können an Krebs Erkrankte die Genesung unterstützende Methoden kennenlernen und selbst erproben.

Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg - Menschen verfügen über großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern.

Stefanie Gleising kam mit einer Lebenserwartung von wenigen Tagen zum Sterben in ein Hospiz. „Doch anstatt zu sterben – ging es mir jeden Tag besser. Nach etwa sechs Wochen konnte ich aufrecht gehend das Hospiz wieder verlassen”, sagt Stefanie Gleising. Heute, drei Jahre später, sagt sie. „Ich genieße in vollen Zügen, was das Leben mir bietet.” Stefanie Gleising selbst spricht in ihrem Buch „Mein wunderbare Heilung vom Krebs” von einem Wunder, das sie erlebt hat.

„Es ist Ausdruck der immensen Heil- und Regulationskräfte des Körpers, wenn in medizinisch aussichtslosen Situationen Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden können”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Spontanremissionen seien ein kaum beachtetes Thema in der Medizin, dabei sei die Frage höchstspannend: Warum bildet sich ein Krebs zurück?

Es ist daher kein Wunder, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) Selbstheilung und Salutogenese zum Schwerpunkt des 18. Patienten-Arzt-Kongresses am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg gemacht hat. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihr großes Potential an Selbstheilungskräften zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. Jeder an Krebs erkrankte Mensch stellt sich die drängenden Fragen: Was kann ich selbst für mich tun? Bin ich passives Opfer oder verfüge ich über eigene Kräfte? Und was kann ich für mich selbst tun?

Methadon hemmt in der Kombination mit Chemotherapeutika das Wachstum von Krebszellen. Das hat die Krebsforscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen im Labor erforscht. Zudem gibt es Erfolge bei schwerstkranken Patienten.

Schrumpfende Tumore beim kaum heilbaren Hirntumor Glioblastom, signifikant höhere Therapieerfolge bei der Kombination mit Chemotherapie, eine höhere Lebensqualität. Die Erfolgsmeldungen in Zusammenhang mit dem Opioid Methadon sind zahlreich. Es gebe bis heute keinen Nachweis für die Wirksamkeit der Methadontherapie bei menschlichen Gliomen kontern die Kritiker, etwa der Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft.

„Die bisherigen Ergebnisse der Forschung und die Erfahrungen von Patienten sind bemerkenswert. Es ist äußerst bedauerlich, dass nicht wesentlich mehr Patientenstudien in den Kliniken Deutschlands laufen”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.  (GfBK) in Heidelberg.

Dass Methadon als mögliches Krebsmedikament so in die Diskussion gekommen ist, liegt stark an den Forschungen von Dr. rer. nat. Claudia Friesen. 2007 entdeckte ihre Arbeitsgruppe am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm zufällig die wachstumshemmende Wirkung von Methadon auf Krebszellen. Als sie Leukämiezellen mit D, L-Methadon behandelte, starben diese in kurzer Zeit. Bei weiteren Tests an anderen Krebsarten stellte die Wissenschaftlerin fest, dass die Wirkung von Methadon von den Opioidrezeptoren auf der Oberfläche von Tumorzellen abhängt. Besitzen Tumorzellen viele Opioidrezeptoren auf ihrer Zelloberfläche, kann Methadon diese Krebszellen zerstören. Gesunde Zellen werden hingegen nicht zerstört, weil sie eine geringe Dichte an Opioidrezeptoren aufweisen. 2014 konnte die Ulmer Wissenschaftlerin in Laborexperimenten zeigen, dass Methadon in Kombination mit einer Chemotherapie zu einem Sterben von Glioblastomzellen führt. Das Glioblastom ist ein bösartiger Hirntumor mit einer schlechten Heilungschance.

18. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg

Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg. Der Kongress zählt zu den größten Veranstaltungen der ganzheitlichen Krebstherapie im deutschsprachigen Raum.

„Bei einer schweren Erkrankung wie Krebs ist zuerst die Krankheit im Fokus”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. „Für die Heilung ist es wichtig, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu richten, die Gesundheit”. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihre Selbstheilungskräfte zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. „Gesundheit ist nicht nur anhand von Laborwerten und medizinischen Befunden zu interpretieren, sondern auch an Etappenzielen wie mehr Lebensqualität und eine ausgewogene seelische Balance”, so Dr. Irmey.

Am Samstagvormittag spricht Prof. Dr. Annelie Keil im Hauptvortrag über „die Kunst, mitten in der Krankheit auch gesund zu sein.” Die Wissenschaftlerin war letztes Jahr mit ihrem aktuellen Buch „Das letzte Tabu” lange auf der SPIEGEL-Beststellerliste.

Der GfBK-Kongress informiert in vielfältigen Fachvorträgen über Neues und Bewährtes einer Integrativen Krebsmedizin. Zwei je vierstündige Patientenseminare widmen sich der Behandlung von Brustkrebs mit biologischen Methoden und ganzheitlichen Ansätzen bei Prostataerkrankungen.

„Ich kann.” Das Motto des Weltkrebstages 2017 stellt Patientenkompetenz, Verantwortung und Vertrauen in den Vordergrund.

„Ich bin krank geworden, weil ich zu viel gearbeitet habe, nicht gesund gelebt habe...″. Krebspatienten machen sich oft selbst verantwortlich für ihre Krankheit oder hören dies von anderen. Doch Selbstvorwürfe und Schuldgefühle lähmen. „Fragen Sie sich nicht: Warum bin ich krank geworden?″ sagt Dr. med. Nicole Weis, beratende Ärztin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK). „Fragen sie: Warum will ich gesund werden?″ Wer sich positive eigene Ziele setzt – zum Beispiel die Abwehr stärken, die Lebensqualität verbessern, stärker auf sich achten – kann selbst Einfluss auf das Krankheitsgeschehen nehmen. „Ich habe meinen Gesundungsweg als mein bisheriges größtes Lebensprojekt verstanden″, sagt der ehemalige Patient Martin Weingart.

Selbstwirksam werden
„Zur ärztlichen Aufgabe gehört nicht nur die ‘Bekämpfung des Krebses’, sondern die Förderung der Selbstwirksamkeit”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK). Die Krankheit Krebs bringt Menschen schnell in die passive Opferrolle. Das erschwere den Zugang zu den eigenen inneren Heilkräften. Diese tragen – zusammen mit den therapeutisch medizinischen Maßnahmen entscheidend zur Gesundung bei. „Ich habe mich für ein individuelles und selbstbestimmtes Dasein entschieden, weil das Gegenteil nicht wirklich verlockend ist″, sagt Angela Keller, die ein Mammakarzinom hatte.