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Hier finden Sie die GfBK-Presseinformationen aus dem Jahr 2017 bis zurück ins Jahr 2006.

Wer an Krebs erkrankt hat viele Entscheidungen zu treffen. Welche Therapien wähle ich? Was tue ich, was lasse ich? Zu welchen Entscheidungen kann ich stehen? Aus diesem Grund hat die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Selbstbestimmt entscheiden als Motto des 19. Patienten-Arzt-Kongresses am 18. und 19. Mai 2019 in Heidelberg gewählt. Der Kongress zählt zu den größten Veranstaltungen der ganzheitlichen Krebstherapie im deutschsprachigen Raum.

Zur Entscheidung bei einem so komplexen Geschehen wie der Krebserkrankung gehört die Wahl. „Krebspatientinnen und -patienten sollten ein für sie passendes Maß an konventionellen, naturheilkundlichen und persönlichkeitsentwickelnden Maßnahmen wählen können“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK.

Um gut entscheiden zu können, ist Information wichtig. Deshalb bietet der Kongress Vorträge zu bewährten Therapien und innovativen Verfahren einer integrativen biologischen Krebsmedizin. Im Vortragsprogramm am Sonntag sind z. B. die Themen Ernährung, Nahrungsergänzung, Stoffwechselregulation und Stärkung des Immunsystems im Fokus. Morgens geht es um Resilienz und Ressourcen bei Krebserkrankungen. Der renommierte Medizinethiker Prof. Dr. med. Giovanni Maio referiert über das Thema „Vertrauen in Arzt und Therapie aufbauen“. Medizin habe die Aufgabe, eine Antwort auf die Not der kranken Menschen zu finden. Diese Antwort erfordere einen verständigungsorientierten Ansatz von Medizin.

Kurzzeitfasten kann Chemotherapie wirksamer machen und Lebensqualität verbessern/Forschungsergebnisse zur Wirkung des Fastens bei Krebspatienten

Kurzzeitfasten verbessert offenbar die Lebensqualität von Frauen während der Chemotherapie und lässt sie die Therapie besser vertragen. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie eines Berliner Ärzte-teams um Stephan P. Bauersfeld und Professor Dr. med. Andreas Michalsen mit 50 Patient-innen mit Brust- oder Eierstockkrebs. (BMC Cancer 2018, 18: 476). Die Frauen begannen 36 Stunden vor Beginn der Chemotherapie und beendeten das Fasten 24 Stunden nach Ende der Chemotherapie, bestehend aus sechs Behandlungszyklen. Während des Fastens durften die Patientinnen jeden Tag Wasser, Kräutertee sowie Gemüsesaft und Gemüsebrühe mit höchstens 350 Kilokalorien (kcal) zu sich nehmen. Laut Studie vertrugen die Frauen das Kurzzeitfasten gut, die Lebensqualität war weniger stark beeinträchtigt als in der Vergleichsgruppe ohne Fasten. Zudem sei während der ersten Woche nach der Chemotherapie eine Fatigue vermindert worden.

Schon 2015 war eine Pilotstudie aus Berlin zu dem Ergebnis gekommen, dass kurzzeitiges Fasten sicher ist und Nebenwirkungen am Blutbild abschwächen kann. Bei den fastenden Frauen hatten sich z. B. die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) schneller erholt. (de Groot S et al./BMC Cancer 2015). Nach den positiven Ergebnissen der Pilotstudie läuft derzeit eine randomisierte Folge-studie „Neue Ernährungsformen begleitend zur Chemotherapie bei gynäkologischen Krebserkrankungen“.

„Ich bin und ich werde“ – „I am and I will“, so lautet das Motto des Weltkrebstages am 4. Februar 2019.

„Wer auch immer Sie sind, Sie haben die Macht, die Auswirkungen von Krebs für sich selbst, die Menschen, die Sie lieben, und für die Welt zu reduzieren.“ So ruft die Welt-Krebsorganisation (UICC) zum diesjährigen Weltkrebstag auf.
Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit können Patienten die Auswirkungen der Krankheit wirkungsvoll beeinflussen, betont die Gesellschaft für Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Die GfBK ist die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im deutschsprachigen Raum.

Ich bin…für mich selbstverantwortlich
Schock, Stress und Angst. Eine Krebserkrankung ruft starke Gefühle hervor, viele Betroffene fühlen sich anfangs schwach, hilflos oder mutlos. „Die Krankheit Krebs bringt Menschen schnell in eine passive Opferrolle“, sagt Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) in Heidelberg. Doch Angst und Stress fördern die Krankheit. Opfergefühle versperren den Zugang zu Ressourcen. „Für die Gesundung ist wichtig, dass Menschen Verant-wortung für sich und ihre Behandlung übernehmen und gut für sich sorgen. Ich bin Gestalter meines eigenen Lebens und nicht Opfer meiner Krankheit", so Dr. Irmey weiter.

Gemeinsame Veranstaltungsreihe der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. und der vhs Heidelberg startet mit Thema Fasten

Mit Vorträgen und praxisnahen Kochkursen ganzheitliche Ernährung schmackhaft machen: Das ist die Idee der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Gesundheitsfördernde Ernährung bei Krebs“ der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. und der Volkshochschule Heidelberg. „Der Ernährungszustand von Krebspatienten und chronisch Kranken hat große Bedeutung für ihr Wohl-befunden und kann den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg.

„Eine gesunde, vielfältige Ernährung lässt sich leicht im Alltag umsetzen. Das wollen wir er-krankten wie gesunden Menschen vermitteln“. sagt Renate Geisler, Abteilungsleiterin Gesundheit der Volkshochschule Heidelberg. „Beim Auftakt der Reihe im Wintersemester war die Resonanz sehr hoch. Die Kochkurse haben wir zum Beispiel mehrfach angeboten“.

Den Beginn macht am 27. Februar Dr. med. György Irmey mit einem Vortrag über Fasten. Er gibt spannende Einblicke in den Fastenstoffwechsel und das darin verborgene Gesundheitspotential. Die Ernährungsberaterin Anke Weishaupt bietet anschauliche Beispiele für eine gelungene Fastenwoche. Fasten wird immer beliebter, auch die Medizin forscht derzeit an seiner Wirkung. Laut einer Pilotstudie an der Charité in Berlin macht kurzzeitiges Fasten Chemotherapie effektiver und verträglicher.

Viele Krebspatienten erleben nach einer Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung belastende Nebenwirkungen. Naturheilkundliche Verfahren könne diese lindern oder vermeiden.

Haarausfall, Übelkeit, Durchfälle, Entzündungen der Schleimhäute, geschwächte Abwehrkräfte, Müdigkeit, Erschöpfung und anderes mehr. Klassische Chemo- und Strahlentherapien rufen zahlreiche, auch schwere Nebenwirkungen hervor. Viele Krebspatienten greifen deshalb zu Verfahren der komplementären und alternativen Medizin (Complementary and Alternative Medicine, CAM). Je nach Definition von CAM nutzen zwischen 30 und über 70 Prozent der Patienten ergänzende Therapien. In einer Patientenbefragung an der Universitätsklinik Regensburg von 2017 nannte ein Viertel der Befragten als Ziel, die Chemotherapie besser zu vertragen (Pfirstinger HM et al. / Oncology 2017).

„Unterstützende Therapien mit naturheilkundlichen Methoden sind wirksam, das ist durch Studien gut belegt”, sagt Dr. med. Nicole Weis von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK). „Wichtig ist, dass die ergänzende Behandlung sich an den individuellen Beschwerden orientiert.” Selbst bei gleicher Chemotherapie können die Reaktionen darauf individuell sehr verschieden sein.

Laut Patientenbefragung in Regensburg informieren viele Patienten ihre Onkologen nicht über ihre ergänzenden Therapien. Das ist auch die Erfahrung der GfBK. „Patienten berichten uns häufig von Onkologen, die naturheilkundlichen Verfahren skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen”, sagt Nicole Weis. Argumente seien fehlende Wirksamkeitsnachweise oder eine mögliche Unver-einbarkeit. Die GfBK sieht einen anderen Grund. „Wir erleben immer wieder, dass Onkologen das Wissen über naturheilkundliche Verfahren fehlt und sie keine oder wenig Erfahrungen mit der Anwendung haben”, sagt Dr. med. Weis.

Die GfBK empfiehlt Patientinnen und Patienten, ihre Chemo- oder Strahlenärzte zu informieren, bevor sie naturheilkundliche Verfahren anwenden und zusätzliche Präparate einnehmen. Falls diese ablehnend reagieren, „sollen sie am Ball bleiben und nicht die Nebenwirkungen einfach hinnehmen. Jede Patientin, jeder Patient hat selbst die Verantwortung für sich und ihren Weg”, meint Nicole Weis.

Cannabinoide, die Wirkstoffe der Hanfpflanze, können Schmerzen und Nebenwirkungen von Krebstherapien wie Übelkeit und Appetitlosigkeit lindern. Doch nur ein Teil der Patienten spricht auf die Medikation an.

Hierzulande ist Cannabis den meisten Menschen nur als Rauschgift bekannt, dabei hat die Hanfpflanze eine jahrtausendealte Tradition als Heilpflanze. Sie enthält mit Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) zwei Wirkstoffe, die Krebspatienten helfen können. Kein anderer Stoff habe „ein derart breites therapeutisches Potential wie das THC der Cannabispflanze”, so der Cannabis-Experte und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, Dr. med Franjo Grotenhermen. THC lindert Schmerzen, regt den Appetit an, hemmt Entzündungen, löst Muskelkrämpfe und bekämpft Übelkeit. Bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen werden Albträume reduziert.

In einer aktuellen Studie aus Israel wurde der Einsatz bei Krebspatienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium untersucht. Knapp 3.000 Patienten waren von 2015 bis 2017 mit medizinisch-em Cannabis behandelt worden, 1.200 beantworteten die Fragen der Forscher. Bei 96 Prozent hatte Cannabis ihren Zustand verbessert, vor allem Schlafprobleme, Schmerzen, Schwäche und Übelkeit wurden gemindert. Das Fazit der Wissenschaftler: Cannabis stellt als palliative Be-handlung von Krebspatienten eine gut verträgliche, wirksame und sichere Option dar, um Menschen zu helfen, durch bösartige Erkrankungen verursachte Symptome zu bewältigen.

Veranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum der Beratungsstelle München der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.

Mit inspirierenden Vorträgen, Musik und Pantomime feiert die Beratungsstelle München der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) am Samstag, den 20. Oktober 2018 im Literaturhaus ihr 30-jähriges Jubiläum.
Die GfBK setzt sich für eine individuelle, menschliche Krebstherapie ein, in der sich naturheilkundliche Methoden und schulmedizinische Behandlungswege sinnvoll ergänzen.

Mit der Jubiläumsveranstaltung will die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr Krebspatienten dabei unterstützen, die eigenen Kräfte zur Selbsthilfe und Krankheitsbewältigung zu entdecken und zu nutzen. „Eine auf den Tumor begrenzte Therapie reicht nicht aus”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. „Die Behandlung des ganzen Menschen als körperliche, seelische und geistige Einheit unterstützt langfristig den Genesungsprozess.”

„In jedem Menschen ist eine einzigartige Heilkraft. Heilung bedeutet, dazu wieder einen neuen Zugang zu finden”, sagt der Arzt für Innere u. Chinesische Medizin und Buchautor, Dr. med. Klaus-Dieter Platsch in seinem Vortrag. Medizinische Methoden können dabei hilfreich sein, den inneren Heilungsprozess zu unterstützen - die Heilung selbst jedoch komme aus dem Innersten des Menschen selbst.

„Waldmedizin – eine Chance für die Onkologie” lautet der Vortrag des Biologen Dipl.-Ing. Clemens Arvay. Was hierzulande exotisch klingt, ist in Japan staatlich anerkannt und wissenschaftlich erforscht. Die Krebssterblichkeit ist in bewaldeten Gebieten signifikant geringer als in unbewaldeten Gegenden. Verantwortlich dafür sind Stoffe aus der Gruppe der Terpene. „Waldluft stärkt unsere natürlichen Killerzellen und unterstützt so die körpereigenen Abwehrmechanismen”, so Clemens Arvay.

Umrahmt werden die Vorträge mit gemeinsamen Liedern, angeleitet durch Viviane Vadan Drube. Ein Auftritt von Wolfgang Fendt, dem bekannten Pantomimen „Il Mimo”, rundet die Jubiläumsveranstaltung ab.

Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr und vhs Heidelberg starten gemeinsame Veranstaltungsreihe

Krebspatienten und ihre Angehörige sind häufig unsicher, was die „richtige” Ernährung bei Krebs ist. Sie probieren verschiedene, teilweise einseitige Diäten aus. „So entstand die Idee, durch Vorträge und praxisnahe Kochkurse ganzheitliche Ernährung schmackhaft zu machen und Impulse für die alltägliche Ernährung zu Hause zu geben”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) in Heidelberg.

Im Oktober 2018 starten die GfBK und die Volkshochschule Heidelberg nun die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Gesundheitsfördernde Ernährung bei Krebs”. Die Vorträge und Kochkurse richten sich an Krebspatienten, deren Angehörige und an Ernährungsthemen Interessierte.

„Ziel der Kooperation ist, erkrankten wie auch gesunden Menschen in Theorie und Praxis aufzuzeigen, wie sich eine ‚Gesunde Küche’ leicht umsetzen lässt ohne vorgefertigte Convenience-Produkte. Die einfachen, leckeren Gerichte lassen sich leicht im Alltag nachkochen”, sagt Renate Geisler, Abteilungsleiterin Gesundheit der Volkshochschule.

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr empfiehlt Krebspatienten eine vollwertige, abwechslungsreiche und fettarme Ernährung, die leicht verdaulich ist und schmeckt. Sie versorgt den Köper gut mit allen nötigen antikrebs-aktiven Nährstoffen und ausreichend Kalorien. Zudem ist die Ernährung je nach Tumorstadium individuell abzustimmen.

Den Auftakt macht am 19. Oktober der Vortrag „Gesundheitsaktiv schlemmen” von Dr. med. Susanne Bihlmaier. Die Ärztin und Autorin des Bestseller-Kochbuches Tomatenrot und Drachengrün gibt Schlemmertipps für ein starkes Immunsystem und kombiniert aktuelle Forschungsergebnisse mit Ernährungsweisheiten aus Ost und West.