"Wir brauchen mehr Kooperation statt Konkurrenz in der Krebstherapie"
Ideen einer ganzheitlichen, integrativen Krebstherapie finden immer stärker Anerkennung" – Sinnvolle Kombination von konventionellen, innovativen Verfahren und komplementären Therapien steigert die Heilungschancen bei Krebs.

Einen großen Zuspruch in den Medien, bei Vorträgen, Veranstaltungen und bei Patienten hat die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in Heidelberg in ihrem Jubiläumsjahr verzeichnet. Die wichtigste deutsche Beratungsorganisation für ganzheitliche, biologische Heilweisen gegen Krebs feierte 2012 ihr 30-jähriges Bestehen. „Die Ideen einer ganzheitlichen, integrativen Krebstherapie finden immer stärker Anerkennung", zieht Dr. med. György Irmey, der Ärztliche Direktor der GfBK ein positives Fazit. Sei früher die Lehrmeinung gewesen, es gebe keine körpereigene Abwehr gegen Krebs, gilt die Tumorimmuntherapie heute als 4. Säule der Krebsbehandlung. Biologische Heilweisen werden als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert, Kliniken erproben in Modellprogrammen das Zusammenspiel von konventioneller und biologischer Krebstherapie.

„Wir brauchen mehr Kooperation statt Konkurrenz in der Krebstherapie", wünscht sich Dr. med. György Irmey für die Zukunft. „Eine sinnvolle Kombination von konventionellen, innovativen Verfahren und komplementären Krebstherapien steigert die Heilungschancen und verbessert die Lebensqualität von Krebskranken".

Doch die Mehrzahl der Ärzte sei noch wenig über die Wirkung und den Nutzen biologischer Krebstherapie informiert – oder steht ihr ablehnend gegenüber. „Häufig will die konventionelle Onkologie die Felder selbst besetzen, alles selbst neu erfinden anstatt auf erfahrene biologische Krebsmediziner wie in der GFBK zurückzugreifen", sagt Dr. Irmey. So haben im Oktober Wissenschaftler der Charité-Universitätsmedizin Berlin im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass zu wenig Selen im Körper die Überlebenschancen von Krebspatienten mit einem Nierentumor mindert. Doch bei der zusätzlichen Selengabe sei generell Vorsicht geboten, weil man die die Wirkung von Selen nicht ausreichend verstehe, so die Forscher. „In der biologischen Krebstherapie ist die Gabe von Selen seit über 20 Jahren ein erprobtes und wirksames Mittel", sagt Dr. Irmey. „Die fehlende Kooperation in der Krebsbehandlung führt dazu, dass wir die therapeutischen Möglichkeiten in der Krebsbehandlung noch lange nicht ausschöpfen."

Ziel: Integrative Therapie

Bei den an Krebs Erkrankten ist die sinnvolle Verbindung verschiedener Therapieformen längst Praxis. Etwa 80 Prozent aller onkologischen Patienten wenden laut einer Umfrage des Allensbach Instituts Naturheilverfahren an, viele unterrichten ihre Krebsärzte nicht darüber.

Integrative Krebstherapie ist deshalb für die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. das Ziel. „Wir brauchen eine wirklich auf den Einzelnen abgestimmte Kombination von medikamentösen Therapien und anderen medizinischen wie nichtärztlichen Methoden sowie die enge Zusammenarbeit der Ärzte mit ihren Patienten", so Dr. Irmey. Dazu gehöre, dass Patienten unmittelbar nach der Diagnose über alle Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden, über die der Schulmedizin wie der ergänzenden, ganzheitlichen Therapie. Dazu gehöre ebenfalls eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen konventioneller Onkologie und biologischer Krebstherapie.

 

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Pressekontakt

Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Rainer Lange, Pressereferent
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Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der Krebspatienten, Angehörige und Therapeuten unterstützt.
Mit 25 000 Mitgliedern und Förderern ist sie die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im deutschsprachigen Raum.
Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, menschliche Krebstherapie, in der naturheilkundliche Methoden besonders berücksichtigt werden. Die Gesellschaft berät kostenfrei und unabhängig über bewährte biologische Therapieverfahren. Die Arbeit wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden finanziert. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat der GfBK das Spendensiegel zuerkannt.