Eine Kombination von konventionellen Therapien und ganzheitlicher Behandlung ist die beste Wahl bei Darmkrebs. Misteltherapie, vollwertige Ernährung, Darmsanierung, Yoga u. a. unterstützen den Heilungsprozess.

Die US-Amerikanerin Ivelisse Page ist eine Überlebende. Im Alter von 37 Jahren bekam die junge Mutter von vier Kindern die Diagnose Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium IV mit Metastasen in der Leber. Das war 2008. „Ich war völlig schockiert. Ich hatte immer auf den Rat meiner Ärzte gehört und alle fünf Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen. Ich kannte die Symptome, auf die ich achten musste, und hatte keines davon.“ Ivelisse Page gehörte zu den drei Prozent Patienten mit dem sogenannten Lynch-Syndrom, bei dem der Krebs in kurzer Zeit wachsen und streuen kann. „Ich musste eine Wahl treffen. Würde ich der Angst nachgeben oder auf Gott vertrauen und kämpfen. Ich entschied mich, zu glauben und zu kämpfen“, sagt sie im Interview in der Zeitschrift momentum der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK). Heute ist Ivelisse Page seit über zehn krebsfrei.

Operationen und komplementäre Therapien
Weil es die Überlebenschancen von weniger als 8 Prozent nicht verbessert hätte, entschied sich Ivelisse Page gegen Chemotherapie und Bestrahlung. Sie fand „auf der schulmedizinischen Seite wunderbare Chirurgen“, die die vorhandenen Tumore aus Darm und Leber vollständig entfernen konnten. „Auf der komplementären Seite empfahl mein Arzt für Naturheilverfahren mir eine pflanzenbasierte Ernährung und begleitete mich mit Homöopathie, Nahrungsergänzungsmitteln und Mistelinjektionen.“

„Die sogenannten Mistellektine haben zellzerstörende Eigenschaften. Viscotoxine, die in jungen Blättern und Trieben die höchste Konzentration haben, stimulieren das Immunsystem“, erläutert Dr.med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., die Wirkkraft der in vielen Studien untersuchten Pflanze.
Eine Kombination von konventionellen Therapien wie Operationen und ganzheitlicher Behandlung ist die beste Wahl bei Darmkrebs“, so Dr.med. György Irmey weiter.

Vollwertig ernähren
Die GfBK empfiehlt Darmkrebspatienten ihre Ernährung umzustellen. Eine vollwertige Kost mit viel Obst, Gemüse und Milchprodukten hat einen schützenden Effekt. Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst, Schinken und Speck hingegen wirken sich negativ auf das Darmkrebs-Risiko aus. Das hat 2017 eine Metaanalyse eines Forscherteams aus Deutschland, Österreich und Belgien (Schwingshackl und Kollegen) bestätigt. Besonders wichtig ist bei Darmkrebspatienten die Erneuerung und Kräftigung der Darmflora mithilfe der so genannten Darm-sanierung (Mikrobiologische Therapie). Sehr günstig auf das Darmmilieu wirken auch milchsaure, vergorene Produkte wie Sauerkraut, Gemüsesäfte und Joghurt.

Yoga
Bei der Zahnärztin Dr. med. dent. Annette Jasper wurde 2012 eine Darmkrebserkrankung mit Lebermetastasen diagnostiziert. Während der langwierigen Therapie mit mehreren Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung gaben ihr Yoga und tägliches Meditieren Kraft und Energie. „Yoga und Meditation bringen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang – und das ist besonders in schwierigen Lebenssituationen wichtig“, so Jasper. Dies bestätigen Studien. Yoga verbessert die Lebensqualität von Patienten nach der Krebsbehandlung, mildert die chronische Erschöpfung (Fatigue), Schlafstörungen und reduziert den Stress während der Behandlung. Das schlossen Wissenschaftler aus den USA und Kanada aus der Auswertung von 29 Untersuchungen.

Believe Big
Ivelisse Page gründete mit ihrem Mann 2011 die Non-Profit-Organisation Believe Big und möchte „die bestmögliche komplementäre Therapie mit der bestmöglichen Schulmedizin verbinden“. Die Stiftung stellt zum Beispiel Informationen zu einem ganzheitlichen Ansatz der Krebstherapie zur Verfügung. Und sie hat die erste klinische Phase-1-Studie in den USA zur Misteltherapie bei Krebserkrankungen in der anerkannten Johns Hopkins University School of Medicine initiiert.

Ein Videointerview mit Ivelisse Page finden Sie hier unter folgendem Link: auf unserem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=uUdn7td5mtY

 

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Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
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Tel.: 06221 - 433-2108
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Presseinformation (PDF zum Download): Darmkrebsmonat März | Darmkrebs: Das Beste aus zwei Welten

 

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