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Mein Weg mit Krebs

Berichte von anderen Patient:innen machen Mut,
den eigenen Weg zu suchen und zu finden.

Die Geschichten, die wir Ihnen hier vorstellen sind individuelle Einzelfälle.

©iStock, 1326417937, Ridofranz
©iStock, 1326417937, Ridofranz

Erfahrungen, die stärken – und den eigenen Weg sichtbar machen.

Die Geschichten anderer Patient:innen können mehr sein als nur Berichte – sie können Mut geben, Hoffnung wecken und daran erinnern, dass jeder Mensch eigene Möglichkeiten hat, aktiv mit seiner Situation umzugehen.

Gerade in herausfordernden Zeiten kann es kraftvoll sein zu sehen, wie unterschiedlich Wege verlaufen können: welche Entscheidungen getroffen werden, welche inneren Ressourcen entdeckt werden und wie Menschen ihren ganz persönlichen Umgang mit der Erkrankung finden.

Die Berichte, die wir hier vorstellen, sind individuelle Erfahrungen einzelner Patient:innen. Sie laden dazu ein, neue Perspektiven zuzulassen, sich inspirieren zu lassen und die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken.

Bitte beachten Sie:
Es handelt sich um persönliche Einzelfälle, die nicht auf andere übertragbar sind und keine medizinische Beratung ersetzen.

Irmhild Harbach-Dietz

Ich bin sehr dankbar für mein Leben

1994 bekam ich an meinem 46sten Geburtstag einen Anruf von meiner Frauenärztin, in meiner Mammografie gäbe es einen unklaren Befund. Ich sollte sofort ins Krankenhaus gehen und mich operieren lassen. Meine Freundinnen, die gerade zum Feiern kamen, mussten mich erst einmal beruhigen. Zwei Wochen später ging ich zur Untersuchung. Man wollte an drei Stellen Gewebeproben entnehmen, doch ich wollte das nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich Zeit habe, fuhr erst einmal in den Urlaub und ließ mich anschließend beraten.

Britta Wessel

Krebs - vereiteltes kreatives Feuer

Ich komme aus einem sehr autoritären, intellektuellen und leistungsbezogenen Elternhaus, in dem Gefühle wenig zählten. Als pflichtbewusste Tochter meiner Eltern studierte ich Sprachen und Jura, heiratete und baute zusammen mit meinem heutigen Ex-Ehemann eine Anwaltspraxis auf. Als Abiturientin hatte ich mir allerdings gewünscht, Theaterwissenschaften zu studieren. Die Theater- und Tanzaufführungen unserer Laienschauspielgruppe während der Schulzeit begeisterten mich. Diese Begeisterung nahm ich damals noch nicht ernst. Mein Leben bestand aus Studium, später aus dem Aufbau der Praxis und meiner Familie.

Petra Isermann

Entweder den Kopf in den Sand stecken oder durchgehen

Ich war erst 26 als ich im Januar 1989 erfuhr, ich habe Morbus Hodgkin, Lymphknotenkrebs. Ich wusste zwar, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt, aber an Krebs hatte ich nicht im Traum gedacht. Ich spielte damals leistungsmäßig Handball. Mein Trainer sagte „Mensch Petra, im Training machst du die Tore und im Spiel bringst du keinen Ball ins Netz″.  Ich hatte ständig Infekte, aber weder der Internist, bei dem ich in Behandlung war, noch der Heilpraktiker erkannten die Warnsignale.

Ebo Rau

Heilen kann sich nur der Patient selbst. Der Arzt kann durch die Behandlung helfen

Ebo Rau erkrankte 1998 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von einer Sekunde auf die andere wechselte er die Fronten. Vom Arzt zum wirklich hilflosen Patienten, wie jeder andere auch. Zusammen mit Dr. Irmey hat Dr. Ebo Rau eine Reihe von Benefizartikel herausgegeben,

Ulrich Kasparick

Die GfBK erstaunlich schnell gefunden

 „Sie haben da einen bösartigen Tumor an der Niere. Das muss alles raus″. Zufällig entdeckt. Ohne den Schmerz niemals gefunden. Nun fällst Du. Fällst und fällst und fällst und fällst. Ins Bodenlose. Wenn du Glück hast, laufen Tränen. Wenn du Glück hast, sitzt nachts zwischen eins und vier jemand an deinem Bett und hört dir zu. Nachts, zwischen eins und vier, wenn die Silbernacht mondhell ins Zimmer scheint, wenn die Einsamkeit den Flur der Station entlang schleicht. Alles fällt von dir ab wie eine alte Haut: der Beruf, die Karriere, Familie, Freunde und Bekannte. Zuletzt gibt’s nur noch dich und den Krebs.

Anette Frischkorn-Vorwald

Kreativ sein - um ein neues Bewusstsein zu entwickeln

Als ich am 24.09.2002 die Diagnose „Brustkrebs“ erfuhr, habe ich gleich mit mir kooperiert. Ich nahm Tonerde in die Hände und formte damit meine Brust. Ich schnitt den TONTUMOR heraus und warf ihn in einer Geste der Befreiung weit, weit weg ins Grüne. Dieser Augenblick hat mich total aufatmen lassen und zu neuen Ufern getragen.

Anja Forbriger

Ich spreche mit der Angst - Du kriegst mich nicht unter

Zunächst ist es nur eine lästige Beule am Hals, die Anja Forbinger bewegt den Arzt aufzusuchen: Der 27-jährigen Studentin wird mitgeteilt, dass sie an Krebs erkrankt ist - Morbus Hodgkin. Das war 1994. Für sie beginnt ein Leidensweg, der dem vieler Krebspatienten gleicht: Der Schock bei der Diagnose, massive Chemo- und Strahlentherapie, das eigene Unwissen über medizinische Zusammenhänge und damit das Gefühl des Ausgeliefertseins.