Zum Hauptinhalt springen
© Gabriela Maria Mayr

Geben Sie die Hoffnung niemals auf, ganz egal, was die Ärzte sagen

Gabriela Maria Mayr in momentum 04/2025

Die Nachricht, dass ich an Darmkrebs erkrankt war, traf mich wie ein Vulkanausbruch aus heiterem Himmel. Wie hätte ich auch ahnen können, dass die vermeintlichen Hämorrhoiden bösartig waren? Meine kleine heile Welt brach in Sekundenbruchteilen völlig zusammen und hinterließ eine große Dunkelheit.

„An diesem Krebs werde ich nicht sterben“, war mein erster Gedanke, als ich wieder fähig war, klar zu denken. Ich hatte einen lieben Mann, zwei Katzen und einen Hund, und mit ihnen wollte ich noch viele schöne Jahre verbringen – das habe ich mir bildhaft vorgestellt. Noch so viele Pläne und Wünsche, die ich verwirklichen wollte, und überhaupt fühlte ich mich noch viel zu jung zum Sterben. Hunderte Argumente kamen mir in den Sinn, weshalb ich gegenwärtig nicht an ein Ableben denken konnte und wollte.

Gleichzeitig erweckte die Schreckensnachricht auch meinen Kampfgeist. Ich war fest entschlossen, mit allen Mitteln und Möglichkeiten den Krebs zu bekämpfen, und fokussierte meine Wunderheilung. Dazu brauchte ich vor allem Ruhe und Abgeschiedenheit von allen äußeren Einflüssen, um mich ganz auf die Heilung zu konzentrieren. Deshalb entschloss ich mich, meine Behandlung in einer kleinen, weiter entfernten onkologischen Fachklinik durchführen zu lassen, die auch naturheilkundlich arbeitet.

Dort wurde mir klar, dass ich mich nicht allein auf die Schulmedizin verlassen durfte und zu meiner Heilung selbst einen riesigen Beitrag leisten kann und darf. Wenn es mir gelingen würde, die Balance von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen, würden sich meine Selbstheilungskräfte und der jedem Menschen innewohnende innere Heiler ganz von selbst aktivieren. Diese Vorstellung gab mir wieder neuen Mut und Zuversicht.

Dank einer früheren Ausbildung für Vitalstoff- und Orthomolekulartherapie war mir bewusst, dass mein Körper jetzt Schwerstarbeit leisten musste. Es war nötig, seine Mineralstoffdepots wieder aufzufüllen und die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie so gut wie möglich zu begrenzen.

Deshalb versorgte ich ihn mit einer Vielzahl hochdosierter Antioxidanzien und vertraute darauf, dass er noch die Kraft für eine vollständige Regeneration hatte. Glücklicherweise wurde mein Appetit durch die Chemo- und Radiotherapie nicht so sehr beeinträchtigt, und ich konnte mein Gewicht halten. Das freute mich, denn ich merkte deutlich, wie mein Körper von den Vitalstoffen gestärkt wurde und nun gegen die Krankheit ankämpfte.

Meinen Geist und meine Seele unterstützte ich mehrmals täglich durch Meditationen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten war ich nach einigen Tagen in der Lage, verschiedene Astralfarben in mein Innerstes fließen zu lassen. Instinktiv wusste ich genau, welche Farben heute zur Schmerzlinderung und Heilung nötig waren, und das Licht floss genau an diese Stellen, wo es am meisten benötigt wurde. In einer besonders intensiven Meditation übergab ich dem Licht alle meine Ängste und Sorgen, die meinen Geist quälten, und sie fielen wie eine riesige, schwarze Wand von mir ab und hinterließen ein herrlich weiß-gold schillerndes Licht. Wieder hatte ich einen Schritt zu meiner Wunderheilung vollbracht und war darüber unendlich dankbar. Nach zehn Wochen erfüllten sich endlich meine Träume: Der Tumor war vollständig verschwunden.

 

Zur Person

Gabriele Maria Mayr hat sich mit der Eröffnung eines Hundesalons einen Herzenswunsch erfüllt und ist glücklich in ihrem Beruf. Die Diagnose Darmkrebs kommt für sie völlig überraschend; erst im Nachhinein erkennt sie, wie viel Anspannung und Stress für sie mit der Selbstständigkeit verbunden waren. Auf dem Weg der Genesung konnte sie unter anderem ihre Kenntnisse als Vitalstoff- und Orthomolekularberaterin für sich einsetzen. Sie ist in ihren Beruf zurückgekehrt und hat ihre Therapieerfahrungen zur Stärkung und Motivation Betroffener veröffentlicht.

 

Woher kommt unsere Zuversicht

Dieser Text war im Original in unserer Mitgliederzeitschrift „momentum - gesund leben bei Krebs” (Ausgabe 04/2025). Diese Einleitung zu dem obigen Text schrieb für die in dieser Ausgabe vorgestellten vier Patient:innen, Julia Malcherek.

Leider kommt es immer wieder vor: Wir erfahren, dass in unserem Umfeld jemand an Krebs erkrankt ist. Und sofort, ohne Nachdenken wünschen wir – Zuversicht. Was auch immer auf die betroffene Person zukommt: Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass es dann auf jeden Fall besser gehen wird, uns allen scheint klar und offensichtlich, dass Zuversicht nötig ist, um Herausforderungen, Gefahren oder Krisen zu bestehen.

Wer von einer Erkrankung betroffen ist, ist auf besondere Weise auf sich selbst gestellt: Auch wenn viele Menschen unterstützen wollen, auch wenn die Familie, der Freundeskreis zusammensteht und die professionelle Hilfe gut organisiert ist – nur einer ist der Patient oder die Patientin, alle anderen eben nicht.

In dieser existenziellen Situation erleben manche Personen eindeutig, was sie stärker macht, sie nehmen Impulse wahr, die nur sie selbst empfinden. Sie äußern sich für jeden anders, und jeder findet eigene Bilder, Worte und auch eine eigene Umsetzung im Alltag dafür. Wenn wir darüber sprechen, entsteht wieder Gemeinsamkeit: Dann können wir staunen, welche Schritte für Betroffene weitergeführt haben, wie sie sich ihre Zuversicht zurückerobert haben und wie sie mit der Erkrankung, mit der Therapie ihr Leben leben.

Vier Personen berichten als Krebsbetroffene – sie erzählen von sehr unterschiedlichen Situationen und Schwierigkeiten. Alle vier teilen ihre Zuversicht mit uns, sie wollen andere Betroffene ermutigen, auf dem eigenen Weg weiterzugehen und so die eigene Zuversicht wachsen zu lassen, um besser durch Schwierigkeiten zu kommen, auch ungewohnte Schritte zu gehen und sich selbst zu überraschen. Diese Berichte appellieren an alle Beteiligten, den individuellen Weg der Patientin, des Patienten zu respektieren, nicht aus eigener Sorge das Vertrauen zu beschädigen, das meist mühsam erkämpft ist und jeden Tag gepflegt werden will.

Wenn wir von Zuversicht sprechen, geht es nicht um falsche Versprechungen oder Illusionen; Ängste und Zweifel sollen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Gerade Patient:innen, die sich mit einer  Krebserkrankung auseinandersetzen müssen, wissen, dass immer wieder neue Wendungen auftreten können, die oft genug Enttäuschung und Mutlosigkeit mit sich bringen. Ohne zu wissen, wohin der Weg führt, dennoch wieder aufzustehen und sich für den nächsten Schritt zu entscheiden, erfordert Kraft und Mut. Beides ist rar – und vielleicht ist es hilfreich, zu merken, dass Zuversicht sich im ersten Moment oft zaghaft und klein anfühlt und dass wir sie wachsen lassen, wenn wir dem Leben abseits der Erkrankung und ihrer vielfältigen Begleiterscheinungen Raum geben.

Weitere Informationen

  • Zum Weiterlesen: Gabriela Maria Mayr: Noch keine Lust zu sterben - neue Hoffnung bei Diagnose Krebs. Silberschnur-Verlag 2025

Information zu unseren Betroffenenberichten

Wir freuen uns, wenn Patient:innen ihren individuellen und persönlichen Genesungsweg finden. Das ist ein Ausdruck des großen Heilungspotenzials in jedem Menschen. Gerne teilen wir diese Erfahrungen mit unseren Leser:innen, auch wenn persönliche Entscheidungen nicht immer auf andere Betroffene übertragbar sind. Sie entsprechen auch nicht in jeder Hinsicht einer konkreten Empfehlung der GfBK für Patient:innen in ähnlicher Situation.
Wägen Sie sorgfältig ab, welche Impulse aus den Patient:innenberichten für Sie in Ihrer aktuellen Lage passend sind. Besprechen Sie diagnostische oder therapeutische Maßnahmen im Zweifel gerne mit unserem ärztlichen Beratungsdienst.

Möchten Sie auch anderen Patient:innen mit Ihrem Bericht Mut machen?
Dann mailen Sie uns unbedingt Ihre Geschichte.
Senden Sie diese an Julia Malcherek: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Vor der Veröffentlichung nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf.