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Ist Pfefferminze während der Chemotherapie erlaubt oder schädlich?

03. Juli 2026

Ist Pfefferminze während einer Chemotherapie erlaubt oder kontraindiziert – und worauf sollte man bei Pfefferminztee, Pfefferminzöl und Nahrungsergänzungsmitteln achten?

Pfefferminze ist während einer Chemotherapie nicht grundsätzlich verboten, sollte jedoch mit Bedacht eingesetzt werden. In Form von Pfefferminztee ist sie in haushaltsüblichen Mengen meist unproblematisch und kann sogar unterstützend wirken, etwa bei leichter Übelkeit, bei Blähungen oder bei krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden.

Wann Pfefferminze während einer Chemotherapie vermieden werden sollte

Bei einer bestehenden Entzündung der Schleimhäute, insbesondere einer sogenannten Mukositis, kann Pfefferminze als reizend empfunden werden. Auch bei Sodbrennen oder Reflux kann sie die Beschwerden verstärken, sodass in solchen Fällen eher darauf verzichtet werden sollte.

Pfefferminzöl und Extrakte: Mögliche Wechselwirkungen bei Chemotherapie

Anders sieht es bei hochkonzentrierten Formen wie Pfefferminzöl oder Extrakten aus. Diese sollten während der Chemotherapie nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden, da sie die Schleimhäute zusätzlich reizen können und möglicherweise Wechselwirkungen mit bestimmten Chemotherapeutika eingehen, etwa über die Leberenzyme. Gerade wenn die Leber durch die Behandlung ohnehin belastet ist, ist besondere Zurückhaltung ratsam.

Pfefferminzkapseln und Nahrungsergänzungsmittel während der Krebstherapie

Auch Pfefferminzkapseln sind während der Chemotherapie eher nicht zu empfehlen. Sie enthalten häufig höhere und nicht immer standardisierte Dosierungen, und mögliche Wechselwirkungen sind oft nicht ausreichend untersucht. Viele Onkologinnen und Onkologen raten deshalb generell davon ab, hochdosierte pflanzliche Präparate parallel zur Krebstherapie einzunehmen.

Fazit: Pfefferminze während einer Chemotherapie sicher anwenden

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pfefferminztee in moderaten Mengen erlaubt ist, während konzentrierte Produkte wie Öle, Extrakte oder Kapseln nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam verwendet werden sollten. Im Zweifel gilt: Vor der regelmäßigen Anwedung pflanzlicher Mittel sollte das onkologische Team informiert werden.

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