Aktuelle Meldungen der GfBK

Aktuelle Meldungen

2012_BrueckeHier finden Sie das Veranstaltungsprogramm

In dreißig Jahren ist die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) zur wichtigsten bundesdeutschen Beratungsorganisation für Patienten und Ärzte bei Fragen zu biologischen Heilweisen bei Krebserkrankungen gewachsen.

Aus einer kleinen engagierten Gemeinschaft von 26 Wissenschaftlern und Ärzten zur Förderung wissenschaftlicher Studien auf dem Gebiet der komplementären Onkologie hat sich eine angesehene Gesellschaft mit über 20.000 Mitgliedern und Förderern entwickelt.

Sehr bald wurde erkannt, dass krebskranke Menschen angewiesen sind auf vielseitige Informationen und umfassende Orientierungshilfen, auch wenn nicht alles von der Wissenschaft abgesichert werden kann. Diese Unterstützung und Orientierungshilfe sollte nicht einseitig sein, musste unabhängig sein und durfte sich nicht an kommerziellen Interessen orientieren.

Die vielfältigen persönlichen und schriftlichen Informationen der GfBK gaben in drei Jahrzehnten Hunderttausenden von Krebskranken neue Motivation und Hoffnung im Umgang mit dieser schweren Erkrankung. Die Zentrale Beratungsstelle in Heidelberg wird im Jahre 2012 von sieben regionalen Beratungsstellen in ihrer Arbeit unterstützt.

Erst wird das Neue belächelt, dann bekämpft und schließlich ist man schon immer da gewesen. Diese ironisch selbstkritische Einschätzung über den Fortschritt in der Wissenschaft allgemein und in der Medizin im Besonderen scheint mir auch besonders für eine biologische komplementäre oder integrative Krebsmedizin zuzutreffen.

Heute werden Themen, die von uns vor dreißig Jahren zukunftsweisend angesprochen wurden, wie Entspannung und Visualisieren, Bewegung, Ernährung oder der Einsatz immunologischer Substanzen, sogar als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert, galten sie bis vor kurzem noch als esoterisches Gedankengut. Wir freuen uns über alle, die am 6. Mai 2012 zu unserer Jubiläumsveranstaltung kommen und mit uns diesen Anlass mit ganz besonderen Referenten und in einem frohen Rahmen feiern wollen.

Ihr

Dr. med. György Irmey

Ärztlicher Direktor der GfBK

Knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen, um sich auf dem Ärztekongress am 4. Februar 2012 sowie auf dem Patientinnentag am 5. Februar über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integrativen Onkologie zu informieren. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) war Mitveranstalterin des Patientinnentages. Die Leiterin der Berliner Geschäftsstelle der GfFBK, Irmhild Harbach-Dietz, sprach vielen Teilnehmern aus dem Herzen: „Ich bin sehr froh über diesen Kongress – die Zeit ist reif dafür, aus Patientinnensicht sogar überreif.″ Während die Integrative Onkologie in den USA in allen renommierten Tumorzentren selbstverständlich zum Therapieangebot gehört, hat Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf. Gut 90 Prozent der Brustkrebspatientinnen wenden Komplementärmedizin an, allerdings meist ohne mit ihren behandelnden Onkologen darüber zu sprechen. Dr. Marion Debus, Leitende Ärztin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin, sagte zu Recht: „Integrieren heißt Wiederherstellung eines Ganzen, und wir müssen uns fragen, ob nicht auch die Medizin einer neuen Ganzheit bedarf.″ Dass sich Komplementär- und Schulmedizin heute auf Augenhöhe begegnen, bestätigte auch Dr. Thomas Breitkreuz, Geschäftsführender Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland: „Wir sind dabei, eine neue Gesprächskultur zu entwickeln. Nicht mehr das Entweder-Oder steht im Vordergrund, sondern der Dialog, das macht Mut!″

2012_Irmey_Kongress_BerlinDr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK betonte in einer Podiumsdiskussion, wie wichtig und notwendig intensivere Wege des Miteinander von Arzt und Patient sind und dass hier im klinischen Alltag noch viel Veränderung zum Wohle der Patienten nötig ist.

Die Kongress-Seite finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de

Vergangenes Jahr gab es ein Gerichtsurteil, das dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erlaubte, die Arzneimittelrichtlinie so zu ändern, dass Mistelpräparate nur noch in der Palliativmedizin von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Der G-BA hat am 15.12.2011 die Arzneimittelrichtlinie nun auch tatsächlich geändert: In der adjuvanten Therapie darf die Misteltherapie von Ihrem Arzt nicht mehr auf Kassenrezept verschrieben werden. Diese Änderung tritt mit ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, was bis zum Erscheinen dieses Artikels (24.01.2012) noch nicht geschehen war.

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. hat daher eine konzertierte Protestaktion ins Leben gerufen. Zum einen werden wir für Arztpraxen Unterschriftenlisten zur Verfügung stellen. Zum anderen unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, sich als mündige Patienten selbst gegen diesen unsinnigen Beschluss zur Wehr zu setzen. Drucken Sie das Protestschreiben aus, fügen Sie oben Ihre eigene Adresse ein, ergänzen Sie das Datum und unterschreiben Sie den Brief. Natürlich dürfen Sie auch einen ähnlich lautenden Brief verfassen. Schicken Sie das Schreiben dann direkt an Herrn Dr. Rainer Hess, den Vorsitzenden des G-BA in Berlin. Gerne können Sie weitere Exemplare von Familie und Freunden versenden lassen.

Den eigenen Weg finden - Kongress „Integrative Therapie des Mammakarzinoms” am 4. und 5. Februar 2012 in Berlin

Im Rahmen des ersten Kongresses zur Integrativen Therapie von Brustkrebs findet am Sonntag, den 5. Februar 2012 ein von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) in Kooperation mit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. und der Patientinnen-Selbsthilfeorganisation mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. veranstalteter Patientinnentag statt.

Hier wird betroffenen und interessierten Frauen die Möglichkeit geboten, sich umfassend und fundiert in Vorträgen und Workshops über Chancen und Grenzen einzelner Behandlungsverfahren zu informieren und dabei auch weit über den Tellerrand der konventionellen Therapie hinauszuschauen. Viele Brustkrebspatientinnen wünschen sich eine integrative Therapie – das zeigen die Erfahrungen der Patientinneninitiativen. Aber sie wissen zu wenig über die Wirkung und Eignung der unterschiedlichen Behandlungsmethoden und können deren Seriosität oft nicht einschätzen. Hier will der Kongress anhand konkreter Beispiele aus Klinik und Praxis aufzeigen, welche Kriterien für die Wahl des richtigen Therapiewegs eine Rolle spielen, und er will Orientierungshilfen für die eigene Entscheidung geben.

Das Programm und die Möglichkeit der online-Anmeldung finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de

Seit kurzem liegt die schriftliche Urteilsbegründung des Bundessozialgerichtes (BSG) zur Frage vor, inwieweit das Bundesgesundheitsministerium (BMG) inhaltlich Einfluss auf die Arzneimittelrichtlinie ausüben darf. Die veröffentlichten Urteilsgründe in diesem langjährigen Rechtsstreit betreffen leider die Erstattungsfähigkeit der anthroposophischen Misteltherapie in der adjuvanten (unterstützenden) Situation.  

Kurz zusammengefasst ergeben sich folgenden Konsequenzen: 

  • Obwohl die Zulassung der anthroposophischen Mistelpräparate auch die adjuvante Tumortherapie mit einbezieht, ist durch die Urteilsbegründung des BSG die Verordnungsfähigkeit zulasten der GKV in der adjuvanten Situation zurzeit akut gefährdet.

  • Ab dem Datum der Veröffentlichung der Urteilbegründung in einer Fachzeitschrift (ab 22. September 2011) besteht für Ärzte leider ein deutliches Regressrisiko, wenn Mistelpräparate, auch der anthroposophischen Therapierichtung außerhalb der palliativen Tumortherapie auf Kassenrezept verordnet werden.

  • Bis zur Veröffentlichung (d. h. bis zum 22.9.2011) können Ärzte von einem Vertrauenstatbestand ausgehen, der die GKV-Verordnung der Mistelpräparate in der adjuvanten Tumortherapie (Anwendung vor oder nach kurativer Therapie zur Verbesserung der Heilungschancen, z. B. rezidivfreie Patienten nach vollständiger Tumoroperation) stützt.

  • Selbstverständlich besteht nach wie vor für die Patienten die Möglichkeit, sich von der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse eine individuelle Kostenübernahme bestätigen zu lassen.

In der Stellungnahmen des Dachverbandes der Anthroposophischen Medizin in Deutschland e.V. (DAMID) wie auch der beiden Firmen Weleda und Helixor finden Sie weitere detaillierte Darstellungen und Hinweise zu der Problematik.

Stellungnahme DAMID

Stellungnahme Weleda

Stellungnahme Helixor

 

Anlässlich der Neuauflage seines Buches "110 wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs" erschien in Signal 3/2011 ein Interview mit Dr. Irmey, dem Ärztlichen Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Das Interview haben wir hier für Sie hinterlegt.

Die Verunsicherung vieler Krebskranker ist gerade im Hinblick auf eine Chemotherapie groß. Auf der einen Seite wird in der Klinik unendlich viel Druck auf die Patienten zur Durchführung dieser Therapieoption ausgeübt, andererseits gibt es in den Reihen der biologisch tätigen Ärzte viele, die diese Therapieform vollkommen ablehnen.

Darum gibt die GFBK mit ihrem neuesten Infoblatt , das unmittelbar vor dem 15. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. erscheint, allen Betroffenen ausgewogene, fundierte Hintergrundinformationen und eine wichtige Entscheidungshilfe.

Die GfBK gibt heute annähernd 50 Infoblätter zu vielen für Krebskranke wichtigen Themen aus. Hier können Sie die pdfs downloaden.

 

Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. wurde zur Aufnahme einer Sendung bei Fliege TV eingeladen.

Die Sendung mit dem Titel "Den Krebs ganzheitlich behandeln" läuft am 26.4., 1. und 12.5.2011 um 16 Uhr auf BW Family TV (im Kabelnetz von Baden-Württemberg) und am 23.4. sowie am 10.5.2011 um 16.30 Uhr auf Rhein Main TV (europaweit über Satellit und im Rhein-Main-Gebiet über Kabel und Antenne).

Die Sendung kann im Internet abgerufen werden:
http://www.fliege.de/talkshow/index.php?id=36174

Das Anderson Cancer Center der Universität von Texas hat in einer Laborstudie nachgewiesen, dass homöopathische Mittel die Apoptose (programmierter Zelltod) von Brustkrebszellen hervorrufen können. Auch verzögerten oder stoppten sie die Vermehrung der Krebszellen im Test. Zwei der untersuchten Homöopathika (Carcinosin und Phytolacca) erreichten ähnliche Ergebnisse wie der bei Brustkrebs meist verwendete Wirkstoff in der Chemotherapie, Pacliataxel (Taxol). Auch Conium und Thuja zeigten sich als giftig für die Brustkrebszellen. Zum Einsatz kamen homöopathische Potenzen zwischen C3 und C200. Neben den amerikanischen Wissenschaftlern waren an der Studie auch indische Ärzte beteiligt. In Indien werden Krebspatientinnen mit diesen homöopathischen Mitteln bereits erfolgreich behandelt. Gerade angesichts der in Amerika weitverbreiteten Skepsis gegenüber der Homöopathie ist dieses Ergebnis erfreulich.

Quelle: MOSS Report A Tipping Point For Homeopathy? 21.02.2010

Studie in englischer Sprache 

Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK e.V.: Gedanken zur Verleihung des Bundesverdienstordes an Dr. Heinz Mastall, den Vizepräsidenten der GfBK

Weiterlesen: Verleihung des Bundesverdienstordens am Bande an Dr. med. Heinz Mastall