Aktuelle Meldungen der GfBK

Aktuelle Meldungen

Selbstbestimmung und Therapiefreiheit

Patienten haben laut Verfassung die Wahl, von welchem Arzt und mit welchen Therapien sie sich behandeln lassen wollen. Doch Krebskranke, die von der Standardtherapie abweichen wollen, sind oft starkem Druck bis hin zu Drohungen ausgesetzt. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg hat deshalb im neuen GfBK-Info „Selbstbestimmung und Therapiefreiheit" die rechtliche Situation dargelegt.
„Jeder Patient kann seinen Arzt oder Heilpraktiker grundsätzlich frei wählen", sagt der Fachanwalt für Medizinrecht, Dr. Frank Breitkreutz. Dieses Recht folge aus der allgemeinen Handlungsfreiheit, die durch Art. 2 Abs. 1 des Grundgesetzes gewährt ist. Rechtlich bestehe auch keine Pflicht, eine ganz bestimmte Therapie anzuwenden. „Kernstück der heilberuflichen Profession ist die umfassende Freiheit der Therapie", so Dr. Breitkreutz weiter. Die Therapiefreiheit gilt für Ärzte wie Heilpraktiker, umfasst sowohl die Entscheidung über das „Ob" als auch über das „Wie" der Therapie." Behandler seien keinen Therapievorgaben zwingend verpflichtet und können „sehr wohl im Einzelfall von der ‚Standardtherapie' abweichen."
Doch Menschen in Krisensituationen wie einer Krebserkrankung haben oft nicht die Kraft und die Nerven, sich mit Ärzten, Klinikadministrationen oder Krankenkassen auseinanderzusetzen. Deshalb hat die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr mit dem GfBK-Info „Selbstbestimmung und Therapiefreiheit" die rechtlichen Grundlagen als Argumentationshilfe zusammengestellt.

Patientenaufklärung in der Praxis

Auch Patienten sollten sich mit dem Inhalt des neuen GfBK-Info „Patientenaufklärung in der Praxis" vertraut machen. Unter anderem erfahren Sie aus diesem Info, dass es auch in der Klinik nicht ausreicht, dass man Ihnen ein Formular zum Unterschreiben in die Hand drückt, sondern dass Sie wirklich über das Für und Wider einer Therapie aufgeklärt werden müssen.
In erster Linie jedoch veröffentlichen wir diese Informationsschrift für Therapeuten. Regelmäßig fragen sich Ärzte und Heilpraktiker, die auf dem Gebiet der biologischen Krebstherapie tätig sind, ob und wie weit sie von der "Schulmedizin" abweichen dürfen und mit welchen Konsequenzen dies verbunden ist. Da das Thema durchaus ernst zu nehmen ist und den Kern der beruflichen Existenz betreffen kann, möchten wir darüber informieren, inwieweit der Behandler von den "allgemein anerkannten" Standards abweichen darf und welche Aufklärungspflichten er wahrnehmen sollte.

Interessierte können die GfBK-Infos kostenfrei downloaden oder bei der Zentralen Beratungsstelle in Heidelberg bestellen: Telefon: 06221-138020

Für mehr individuelle Therapie und Verantwortung von Krebspatienten – 750 Teilnehmer beim Internationalen Kongress für Biologische Krebsabwehr am 4. und 5. Mai 2013 in Heidelberg

Den Dschungel wählte Dr. György Irmey als Bild für die Situation von Krebskranken. „Sie werden mit zu vielen Therapien, zu vielen Methoden, zu vielen Ratschlägen traktiert", sagte der Ärztliche Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in seinem Einführungsvortrag. Der 16. Internationale Kongress für Biologische Krebsabwehr am 4.und 5. Mai in Heidelberg setzte Information, Austausch und Orientierung dagegen. 750 Patientinnen und Patienten, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage lang über ganzheitliche Krebsmedizin. In interaktiven Foren beantworteten Ärzte Fragen von Patienten, in persönlichen Sprechstunden konnten sich Betroffene beraten lassen. In Kursen erprobten Erkrankte biologische Methoden von der Visualisierung über heilsames Singen bis zur Aktivierung innerer Selbstheilungskräfte.

Krebstherapie muss individuell sein
Der einzelne Patient gerate aus dem Blick, wenn im Medizinbetrieb Patienten zu normierten Standardfällen würden, so Dr. Irmey. „Eine standardisierte Therapie von Krebs ist nicht wirkungsvoll, weil der einzelne Mensch nicht standardisierbar ist." Zudem gerieten Patienten unter hohen Druck, wenn sie den Standard-Leitlinien nicht folgten. „Die Krankheit ist nicht so schlimm, viel schlimmer ist der Druck der Ärzte", zitierte Irmey eine Patientin. So sei nicht nur die Krankheit Krebs angst- und stressbesetzt, sondern auch die sie behandelnde Medizin. Doch Angst und Stress förderten die Krankheit. Für die Gesundung sei wichtig, dass Menschen Verantwortung für sich und ihre Behandlung übernehmen. „Ich bin nicht Opfer meiner Krankheit, sondern bin Gestalter meines Lebens", so Dr. Irmey.

Individuelles Maß statt Norm
Die evidenzbasierte Medizin nehme Normwerte als Orientierung für den Heilungsprozess, kritisierte auch der Philosoph und bekannte Autor Dr. Christoph Quarch in seinem Vortrag. Es gehe nicht um die Norm, den statistischen Durchschnitt, sondern um das individuelle Maß. „Was fehlt dem konkreten Menschen mit seinem individuellen Körper, seiner individuellen Umwelt, seiner individuellen Geschichte und seiner individuellen Seele, damit er wieder in die innere Balance kommt?" Die konventionelle Medizin folge heute weitegehend der Idee des Machens, dem Wegnehmen der Symptome. Doch sei vornehmste Aufgabe der Heilkunst das Wiederherstellen des natürlichen Gleichgewichts des Lebens. „Und zwar deshalb, weil der menschliche Organismus beseelt ist – und alles, was lebt, darauf angelegt ist, mit sich und seiner Umwelt in Einklang zu sein."

Brustkrebs aus biologischer Sicht
Trotz immer teurerer Leitlinien-Therapien habe sich die Mortalitätsrate bei Brustkrebserkrankungen zwischen 2003 bis 2010 nicht verbessert, stellte Dr. med. Achim Schuppert fest. Gründe für den ernüchternden Befund sieht Schuppert in Qualitätsmängeln der konventionellen Krebstherapie. Brustkrebs werde immer noch lediglich als lokales Geschehen betrachtet, Diagnostik und Therapie seien deshalb eingeschränkt. Ganzheitliche Krebstherapie widme sich hingegen ausführlich der Frage, welche körperlichen und psychischen Belastungen zur Erkrankung beigetragen haben. Als Beispiele nannte er Traumata, Dauerkonflikte, Stress, Alkohol, Medikamente, chronische Entzündungen, ungesunde Ernährung. „Wenn wir den gesamten Menschen in den Blick nehmen, können wir diffe-renzierter und individuell abgestimmt behandeln."

Kongress für Patienten
Ein wichtiges Anliegen des Kongresses ist, dass ausgewiesene Fachleute wissenschaftliche Ergebnisse für Laien verständlich präsentieren. So referierte Professor Dr. med. Jörg Spitz über das lang unterschätzte Vitamin D, das die Entwicklung von Krebs und die Bildung von Metastasen bremst. Menschen, die hohe Vitamin-D-Spiegel im Blut aufweisen, erkranken bis zu 40 Prozent seltener an Darmkrebs, zitierte Spitz eine große Studie aus zehn westeuropäischen Ländern. In Deutschland sind 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung mangelversorgt durch Vitamin D, besonders im Winter, so Spitz. „Das Sonnenhormon Vitamin D gehört in jede Hausapotheke – und Menschen brauchen regelmäßig Sonne."

Hoffnung und Mut schöpfen
Im interaktiven Forum am Sonntag berichteten Patienten über ihren ganz persönlichen Heilungsweg. Ute Roy aus Nussloch bei Heidelberg hat gerade das Buch „Russisch Roulette" über ihre Genesungsgeschichte veröffentlicht. „Sie spielen Russisch Roulette", hatte ihr eine Ärztin gesagt, als sie nach ihrer Brustkrebs-Operation die sechswöchige Bestrahlung und eine mehrjährige Behandlung mit einem Anti-Östrogen ablehnte. Das war vor neun Jahren. Ute Roy will anderen Patientinnen und Patienten „Mut machen, eigenen Wege zu beschreiten. Es ist wichtig, bei der Wahl der Therapien eigenverantwortlich mitzubestimmen und aktiv am Therapieverlauf mitwirken, um sich aus der Ohnmacht zu befreien."


Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK„Gestalter des eigenen Lebens sein, nicht Opfer der Krankheit”
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor
Bildnachweis: © Gabriele Schilgen/GfBK

 

 



750 Besucher beim GfBK-Kongress 2013750 Besucher informierten sich zwei Tage lang über ganzheitliche Krebsmedizin.
Bildnachweis: © Gabriele Schilgen/GfBK

 

   

 

Ab sofort ist als neuestes Benefizprodukt der GfBK die CD "Dankbarkeit von Herzen, Meditative Heilimpulse" lieferbar.

Dankbarkeit_100Gerade in der kommenden Adventszeit scheint mir das Thema Dankbarkeit von herausragender Bedeutung zu sein. Wir achten in unserem Alltag viel zu wenig, dass wir für so vieles in unserem Leben dankbar sein dürfen. Tagtäglich bekommen wir eine unendliche Vielfalt an Ereignissen, materiellen Dingen, Emotionen, kleinen und großen Wundern und vielem mehr vom Leben geschenkt, die so selbstverständlich geworden sind, dass wir sie gar nicht mehr achten wollen. Diese Tatsache motivierte mich und meinen lieben Kollegen Ebo Rau für Sie unser neustes Benefizprodukt - die Meditations-CD „Dankbarkeit von Herzen“ - zu entwickeln.

Meditative Heilimpulse, die die Seele berühren

Günther Baumgärtner realisierte als Musiker, Sänger und Produzent den musikalischen sowie tontechnischen Teil dieser CD. Jens Gawandtka unterstützte uns mit seinen Herzmotiven aus der Natur.
Die CD enthält mehrere Meditationen, die unser Augenmerk auf das Gute richten helfen, das uns täglich widerfährt. Sie lenken den Blick auf viele gesunde Anteile in uns. „Nicht nur die kranken Anteile in Dir brauchen Aufmerksamkeit, sondern vor allem auch die gesunden” sagt Ebo Rau völlig zu Recht. Auch wenn bei einer Krankheit wie Krebs Leid nicht immer unausweichlich ist, so gilt es doch bewusst mit guten Gedanken und Heilimpulsen, unsere seelischen Widerstandskräfte zu stärken. Die CD ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für Freunde, Familie, für Ihre Patienten und auch für Sie selbst.
Hier können Sie die CD gegen eine Spende von € 7,- plus Versandkosten bestellen.
Auf unserer Internetseite haben wir drei Dateien aus dieser CD „Dankbarkeit von Herzen” zum kostenfreien Download für Sie bereitgestellt.

Die Ärzte Zeitung veröffentlichte am 12.07.2012 das Interview „Krebstherapie auf den Patienten zuschneiden″ mit Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GFBK:  http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=817612

brustkrebs200Die neue Brustkrebsbroschüre der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.: „Das Problem ist meist nicht ein Zuwenig sondern ein Zuviel an Therapie.”

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt, liegt bei etwa zehn Prozent. Hinter dieser Zahl stehen in Deutschland jährlich mehr als 55.000 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird. Jede Patientin erzählt ihre eigene Geschichte und hat ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen, wie es nach der Diagnose für sie weitergeht, und welche therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden.

Das medizinische Wissen ist gerade auf dem Gebiet der Brustkrebsforschung einem rasanten Wandel unterworfen: Neue Erkenntnisse, technische Innovationen und richtungsweisende Studien wollen sensibel beleuchtet und individuell gedeutet werden. Daher ist es fast unmöglich, pauschale Empfehlungen für eine Brustkrebserkrankung zu geben. Hinzu kommt, dass Patientinnen verschieden auf die Behandlungen reagieren oder neue Therapieansätze nicht in allen Fällen möglich sind.

Mit der neuen 90-seitigen Broschüre „Brustkrebs - ganzheitlich und individuell behandeln” möchte die GfBK Anregungen geben, ohne Patentrezepte zu liefern. Sie möchte eine ganzheitliche Betrachtungsweise aufzeigen, in dem das Individuum im Zentrum der Entscheidungen steht. Dabei helfen auch aktuelle Forschungsergebnisse weiter, die das „Bauchgefühl“ mit Fakten stärken können. Denn vieles, was frau innerlich spürt, dass sie zur Gesundung beitragen könnte, aber auch kritische Gedanken, die uns der „gesunde Menschenverstand” herleitet, lassen sich inzwischen durch Studien belegen.

Da die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung also immer sehr individuell und einerseits vom Erkrankungsstadium aber auch von der persönlichen Lebenssituation abhängig ist, ist die neue Brustkrebsbroschüre der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. als eine Art roter Leitfaden anzusehen, mit der Betroffene darüber informiert werden, welche Möglichkeiten sich ergeben können und wo es sich lohnt bei den behandelnden Ärzten genauer nachzufragen.

Das Besondere an der Broschüre im Vergleich zu anderen ist der hohe Informationsgehalt mit Verweis auf aktuelle Studien, was Frauen bei der Entscheidungsfindung beachten können und wie eine ganzheitliche Betrachtungsweise des sensiblen Themas Brustkrebs möglich ist.

Die Broschüre wurde im DIN A5-Format gedruckt und kann hier kostenfrei bestellt werden.

Eine ausführliche Literaturliste zur Broschüre finden Sie hier.

Die Internetseite der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e.V. wurde von der renommierten Stiftung Gesundheit mit dem Gütesiegel „Geprüfte Homepage” ausgezeichnet. 

Nachdem wir unsere Interntseite Ende des Jahres 2010 neu gestalteten und neu strukturierten, prüfte die Stiftung Gesundheit intensiv und zertifizierte www.biokrebs.de erstmals im März 2011 mit großem Lob.

Erneut wurde im April 2012 klar bestätigt, dass die Internetseite in qualifizierter Weise über gesundheitsrelevante Themen und Zusammenhänge informiert, um Transparenz und Sicherheit für Patienten zu fördern.
Besonders hervorgehoben wurde die Ausgewogenheit, mit der unsere Informationen auf der Internetseite angeboten werden und dass die interessierten Leser umfangreich über das Tätigkeitsfeld der GfBK und die angebotenen Leistungen informiert werden. Weiterhin wird die sehr gute Qualität der Informationen über die Auswahl der Behandlungsoptionen festgestellt.

Uns freut das sehr gute Ergebnis bei der Bewertung der Präsentation der Informationen, die in sinnvollen Gruppierungen zusammengefasst präsentiert und gut strukturiert sind. Die Gutachter lobten, dass das Layout auf der ganzen Website ruhig und ansprechend gehalten ist. Eine gute Bewertung erhielt auch die Barrierefreiheit unserer Internetseite.

Das Gütesiegel der Stiftung Gesundheit gilt jeweils für ein Jahr. Die Website wird danach einer erneuten Prüfung unterzogen. Die Gutachter waren sich einig darüber, dass in unsere Seite sehr viel Mühe und Arbeit geflossen ist und dass sie viele übersichtliche und unabhängige Informationen rund um verschiedene alternative wie auch komplementäre Therapien bei Krebserkrankungen bietet.

Über dieses Ergebnis freuen wir uns sehr und sehen uns in unserer Arbeit bestärkt, umfangreich, qualifiziert und gut verständlich über Möglichkeiten komplementär­onkologischer Therapien zu informieren.

Die Stiftung Gesundheit www.stiftung-gesundheit.de ist unabhängig von Regierung, Parteien, Industrie, Verbänden und weltanschaulichen Gruppierungen. Ihre Aufgabe ist es, Transparenz im Gesundheitswesen zu schaffen und praktische Orientierungshilfe zu bieten. Die erfolgreiche Zertifizierung gesundheitsbezogener Websites zeigt jedem User: Diese Website ist gewissenhaft geprüft und verlässlich. Das Gütesiegel der Stiftung Gesundheit bedeutet, dass bei der Internetseite der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. rechtliche, technische und publizistische Güte, Userfreundlichkeit und Transparenz gewährleistet sind.

Heidelberg, im April 2012

Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor

2012_BrueckeHier finden Sie das Veranstaltungsprogramm

In dreißig Jahren ist die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) zur wichtigsten bundesdeutschen Beratungsorganisation für Patienten und Ärzte bei Fragen zu biologischen Heilweisen bei Krebserkrankungen gewachsen.

Aus einer kleinen engagierten Gemeinschaft von 26 Wissenschaftlern und Ärzten zur Förderung wissenschaftlicher Studien auf dem Gebiet der komplementären Onkologie hat sich eine angesehene Gesellschaft mit über 20.000 Mitgliedern und Förderern entwickelt.

Sehr bald wurde erkannt, dass krebskranke Menschen angewiesen sind auf vielseitige Informationen und umfassende Orientierungshilfen, auch wenn nicht alles von der Wissenschaft abgesichert werden kann. Diese Unterstützung und Orientierungshilfe sollte nicht einseitig sein, musste unabhängig sein und durfte sich nicht an kommerziellen Interessen orientieren.

Die vielfältigen persönlichen und schriftlichen Informationen der GfBK gaben in drei Jahrzehnten Hunderttausenden von Krebskranken neue Motivation und Hoffnung im Umgang mit dieser schweren Erkrankung. Die Zentrale Beratungsstelle in Heidelberg wird im Jahre 2012 von sieben regionalen Beratungsstellen in ihrer Arbeit unterstützt.

Erst wird das Neue belächelt, dann bekämpft und schließlich ist man schon immer da gewesen. Diese ironisch selbstkritische Einschätzung über den Fortschritt in der Wissenschaft allgemein und in der Medizin im Besonderen scheint mir auch besonders für eine biologische komplementäre oder integrative Krebsmedizin zuzutreffen.

Heute werden Themen, die von uns vor dreißig Jahren zukunftsweisend angesprochen wurden, wie Entspannung und Visualisieren, Bewegung, Ernährung oder der Einsatz immunologischer Substanzen, sogar als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert, galten sie bis vor kurzem noch als esoterisches Gedankengut. Wir freuen uns über alle, die am 6. Mai 2012 zu unserer Jubiläumsveranstaltung kommen und mit uns diesen Anlass mit ganz besonderen Referenten und in einem frohen Rahmen feiern wollen.

Ihr

Dr. med. György Irmey

Ärztlicher Direktor der GfBK

Knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen, um sich auf dem Ärztekongress am 4. Februar 2012 sowie auf dem Patientinnentag am 5. Februar über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integrativen Onkologie zu informieren. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) war Mitveranstalterin des Patientinnentages. Die Leiterin der Berliner Geschäftsstelle der GfFBK, Irmhild Harbach-Dietz, sprach vielen Teilnehmern aus dem Herzen: „Ich bin sehr froh über diesen Kongress – die Zeit ist reif dafür, aus Patientinnensicht sogar überreif.″ Während die Integrative Onkologie in den USA in allen renommierten Tumorzentren selbstverständlich zum Therapieangebot gehört, hat Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf. Gut 90 Prozent der Brustkrebspatientinnen wenden Komplementärmedizin an, allerdings meist ohne mit ihren behandelnden Onkologen darüber zu sprechen. Dr. Marion Debus, Leitende Ärztin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin, sagte zu Recht: „Integrieren heißt Wiederherstellung eines Ganzen, und wir müssen uns fragen, ob nicht auch die Medizin einer neuen Ganzheit bedarf.″ Dass sich Komplementär- und Schulmedizin heute auf Augenhöhe begegnen, bestätigte auch Dr. Thomas Breitkreuz, Geschäftsführender Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland: „Wir sind dabei, eine neue Gesprächskultur zu entwickeln. Nicht mehr das Entweder-Oder steht im Vordergrund, sondern der Dialog, das macht Mut!″

2012_Irmey_Kongress_BerlinDr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK betonte in einer Podiumsdiskussion, wie wichtig und notwendig intensivere Wege des Miteinander von Arzt und Patient sind und dass hier im klinischen Alltag noch viel Veränderung zum Wohle der Patienten nötig ist.

Die Kongress-Seite finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de

Vergangenes Jahr gab es ein Gerichtsurteil, das dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erlaubte, die Arzneimittelrichtlinie so zu ändern, dass Mistelpräparate nur noch in der Palliativmedizin von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Der G-BA hat am 15.12.2011 die Arzneimittelrichtlinie nun auch tatsächlich geändert: In der adjuvanten Therapie darf die Misteltherapie von Ihrem Arzt nicht mehr auf Kassenrezept verschrieben werden. Diese Änderung tritt mit ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, was bis zum Erscheinen dieses Artikels (24.01.2012) noch nicht geschehen war.

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. hat daher eine konzertierte Protestaktion ins Leben gerufen. Zum einen werden wir für Arztpraxen Unterschriftenlisten zur Verfügung stellen. Zum anderen unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, sich als mündige Patienten selbst gegen diesen unsinnigen Beschluss zur Wehr zu setzen. Drucken Sie das Protestschreiben aus, fügen Sie oben Ihre eigene Adresse ein, ergänzen Sie das Datum und unterschreiben Sie den Brief. Natürlich dürfen Sie auch einen ähnlich lautenden Brief verfassen. Schicken Sie das Schreiben dann direkt an Herrn Dr. Rainer Hess, den Vorsitzenden des G-BA in Berlin. Gerne können Sie weitere Exemplare von Familie und Freunden versenden lassen.

Den eigenen Weg finden - Kongress „Integrative Therapie des Mammakarzinoms” am 4. und 5. Februar 2012 in Berlin

Im Rahmen des ersten Kongresses zur Integrativen Therapie von Brustkrebs findet am Sonntag, den 5. Februar 2012 ein von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) in Kooperation mit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. und der Patientinnen-Selbsthilfeorganisation mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. veranstalteter Patientinnentag statt.

Hier wird betroffenen und interessierten Frauen die Möglichkeit geboten, sich umfassend und fundiert in Vorträgen und Workshops über Chancen und Grenzen einzelner Behandlungsverfahren zu informieren und dabei auch weit über den Tellerrand der konventionellen Therapie hinauszuschauen. Viele Brustkrebspatientinnen wünschen sich eine integrative Therapie – das zeigen die Erfahrungen der Patientinneninitiativen. Aber sie wissen zu wenig über die Wirkung und Eignung der unterschiedlichen Behandlungsmethoden und können deren Seriosität oft nicht einschätzen. Hier will der Kongress anhand konkreter Beispiele aus Klinik und Praxis aufzeigen, welche Kriterien für die Wahl des richtigen Therapiewegs eine Rolle spielen, und er will Orientierungshilfen für die eigene Entscheidung geben.

Das Programm und die Möglichkeit der online-Anmeldung finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de