Aktuelle Meldungen der GfBK

Aktuelle Meldungen

Prof. Dr. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Sozialarbeitswissenschaft, angewandte Biographie- und Lebensweltforschung, sprach beim GfBK-Kongress 2017 über das Thema: Der Mensch ist mehr als sein Befund. Das Video-Interview mit Prof. Keil sehen Sie hier:

Ein Kommentar von Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK)

Methadon ist ein seit über 70 Jahren angewandtes vollsynthetisches Arzneimittel und gehört zur Stoffklasse der Opioide. Durch die bedeutenden Forschungsarbeiten der Molekularbiologin Dr. Claudia Friesen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm kam das Medikament auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen in eine heftige Diskussion, da es eine wachstumshemmende Wirkung auf Krebszellen haben kann. Auch wenn das Medikament kein biologisches Produkt ist, halte ich es für wichtig, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) sich an der Aufklärung beteiligt und in die Diskussion einbringt. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Weil wir gesehen haben, dass es Patienten mit Krebserkrankungen helfen kann.

Ein Rückblick von PetRa Weiß, Redakteurin unserer Mitgliederzeitschrift "momentum-gesund leben bei Krebs" mit Rückmeldungen der Teilnehmer

Seit zehn Jahren besuche ich die Kongresse der GfBK. Und jedes Mal wieder bin ich fasziniert von der freundlichen und friedvollen Atmosphäre, vom achtsamen Miteinander und vom fließenden Charakter der Veranstaltung. Das ist alles andere als selbstverständlich. Rund tausend Menschen treffen sich alle zwei Jahre beim Kongress. Neben Therapeuten, Referenten und Ausstellern nehmen vorwiegend Patienten und Angehörige teil, die aktuell von Krebs betroffen sind oder es früher einmal waren. Viel schweres Schicksal steht im Raum. Doch trotz all dem Anstrengenden und Bewegenden ist niemand genervt. Wir sind getragen von einem tiefen Gefühl der Verbundenheit, einer gemeinsamen Hoffnung und dem Bewusstsein, dass der Mensch weit mehr ist als sein Befund.

Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg - Menschen verfügen über großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern.

Methadon hemmt in der Kombination mit Chemotherapeutika das Wachstum von Krebszellen. Das hat die Krebsforscherin Dr. rer. nat. Claudia Friesen im Labor erforscht. Zudem gibt es Erfolge bei schwerstkranken Patienten.

Mit der beliebten und renommierten Veranstaltung möchte die GfBK ein Zeichen setzen für mehr Menschlichkeit und hoffnungsvolle Empathie in der Medizin. Erst die Begegnung mit dem kranken Menschen und nicht nur mit der Krankheit macht eine sinnvolle Wegbegleitung möglich. Integrative Medizin im Sinne der Einheit von Körper, Seele und Geist ist traditionell ein Schwerpunkt beim GfBK-Kongress. Hier haben natürlich auch unkonventionelle Ansätze Platz.

„Ich kann.” Das Motto des Weltkrebstages 2017 stellt Patientenkompetenz, Verantwortung und Vertrauen in den Vordergrund.

Erkrankt einer der Eltern an Krebs, belastet das die Kinder stark. Offenheit ist wichtig, damit Kinder mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein bleiben.

Wenn Eltern die Krebserkrankung eines der Elternteile verschweigen, tun sie das mit guten Absichten. Sie wollen ihre Kinder schonen und vor Belastung schützen. Was Eltern dabei unterschätzen: Die Kinder spüren sehr genau, wenn es der Mutter oder dem Vater schlecht geht. Und sie erleben die Veränderungen im Alltag. Wird nicht darüber gesprochen, malen sich Kindern in ihrer Fantasie schlimme Dinge aus. „Eltern sollten so früh wie möglich über die Krebs-erkrankung eines Elternteils sprechen, auch mit kleinen Kindern”, empfiehlt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in Heidelberg.

In der kontrovers geführten Diskussion um die Impfung gegen die Schweinegrippe rät die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) zur Besonnenheit. Vor allem Krebspatienten sollten die Argumente für oder gegen die Impfung kritisch hinterfragen und abwiegen. Klar ist nur: Derzeit ist weder absehbar, wie sich die Schweinegrippe ausbreitet und ob der H1N1-Virus mutiert, noch welche Folgen eine Impfung haben kann.

Ärzte, die auf leitliniengerechte Behandlung pochen, Patienten, die bei der Wahl der Therapie ihrer Erkrankung mitentscheiden möchten. Die Konstellation ist konfliktreich. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. plädiert für eine integrative Medizin: Ärzte und Patienten entscheiden gemeinsam.