Selbstheilung und Salutogenese sind die Schwerpunkte des 18. Patienten-Arzt-Kongresses der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg - Menschen verfügen über großes Potential, Krisen wie eine Krebserkrankung zu meistern.

Stefanie Gleising kam mit einer Lebenserwartung von wenigen Tagen zum Sterben in ein Hospiz. „Doch anstatt zu sterben – ging es mir jeden Tag besser. Nach etwa sechs Wochen konnte ich aufrecht gehend das Hospiz wieder verlassen”, sagt Stefanie Gleising. Heute, drei Jahre später, sagt sie. „Ich genieße in vollen Zügen, was das Leben mir bietet.” Stefanie Gleising selbst spricht in ihrem Buch „Mein wunderbare Heilung vom Krebs” von einem Wunder, das sie erlebt hat.

„Es ist Ausdruck der immensen Heil- und Regulationskräfte des Körpers, wenn in medizinisch aussichtslosen Situationen Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden können”, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. Spontanremissionen seien ein kaum beachtetes Thema in der Medizin, dabei sei die Frage höchstspannend: Warum bildet sich ein Krebs zurück?

Es ist daher kein Wunder, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) Selbstheilung und Salutogenese zum Schwerpunkt des 18. Patienten-Arzt-Kongresses am 13. und 14. Mai 2017 in Heidelberg gemacht hat. Der Patienten-Arzt-Kongress will an Krebs Erkrankte dazu motivieren, ihr großes Potential an Selbstheilungskräften zu nutzen und gibt ihnen in Vorträgen, Kursen und Seminaren dazu Impulse und Methoden an die Hand. Jeder an Krebs erkrankte Mensch stellt sich die drängenden Fragen: Was kann ich selbst für mich tun? Bin ich passives Opfer oder verfüge ich über eigene Kräfte? Und was kann ich für mich selbst tun?

Krebs: Selbstwirksam werden
Einen ganzen Vormittag widmet der Kongress am 14. Mai in Vorträgen dem Schwerpunktthema. So berichten die Patienten Stefanie Gleising, Angela Keller, Martin Weingart und Gabriele Freytag über ihre ungewöhnlichen Heilungsverläufe und was sie auf ihrem Weg dabei unterstützt hat.

Der Gesundheitswissenschaftler Thomas Michael Haug referiert über „Salutogenese für Gesundheitsapostel“. Die Flut an Gesundheitsempfehlungen erschöpfe Menschen auf der Suche nach den „richtigen“ Tipps für den Umgang mit Gesundheit und Krankheit. Bei einer Diagnose wie Krebs kommen noch Schuldgefühle hinzu, nicht das Richtige zur Gesunderhaltung getan zu haben. „Solche Schuldgefühle nützen niemandem”, sagt Thomas Michael Haug, denn es gebe einiges zu meistern. „Man braucht Mut, um sich den Herausforderungen der eigenen Erkrankung zu stellen. Man muss sich auf mögliche Kraftquellen (Ressourcen) zur Krankheitsbewältigung besinnen und sie praktisch im Alltag nutzen.”

Josef Ulrich, Leiter des Gesundheitsseminars für onkologische Patienten in der Klinik Öschelbronn, geht in seinem Vortrag auf das menschliche Potential der gesunden Reorganisation ein. „Die Grenzen der Medizin sind nicht identisch mit den Grenzen unserer Entwicklungspotentiale”, sagt Ulrich aus seiner langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Krebspatienten.

Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., ruft Patienten auf, sich auf den Weg zu machen, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. „Vertrauen Sie auf Ihre inneren Kräfte und nutzen Sie für sich, was Ihnen sinnvoll erscheint – aus allen Bereichen der schul- und naturheilkundlichen Medizin.”

Das Programm im Internet: http://www.biokrebs-kongress.de/