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Diagnose Krebs
Wenn uns etwas aus dem gewohnten Gleis wirft,
bilden wir uns ein, alles sei verloren;
dabei fängt nur etwas Neues, Gutes an.
Leo Tolstoi
Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen wie auch für seine Angehörigen ein schweres Schockerlebnis. Die Diagnose rührt Fragen auf, mit denen man zuvor nicht in Berührung kam. "Warum gerade ich?", "Welche Therapien muss ich über mich ergehen lassen?", "Wie soll ich mein Leben weiterführen?", "Werde ich schlimme Schmerzen ertragen müssen?", "Wie kann ich die für mich richtige Entscheidung fällen?" - Dies sind nur einige Fragen, die durch die Erkrankung auftreten können, oftmals begleitet von Gefühlen der Hilflosigkeit und Angst.
Schreiben Sie Ihre Fragen auf, damit sie nicht nur in Ihrem Kopf kreisen und unnötig Energien rauben. So können Sie Wichtiges von Unwichtigem trennen. Gehen Sie diese Fragen mit einer Person Ihres Vertrauens durch und besprechen Sie die dringlichen Fragen zur Erkrankung, zum weiteren Vorgehen und zur Therapieplanung mit Ihren behandelnden Ärzten. Nehmen Sie Ihre notierten Fragen zum Arztgespräch mit. Manchmal ist es auch hilfreich, sich von einer Person Ihres Vertrauens zu den Arztgesprächen begleiten zu lassen. Wichtig ist, dass Sie einen Arzt Ihres Vertrauens haben oder finden, mit dem Sie all Ihre Fragen und Probleme besprechen können und der ausreichend Zeit für Sie hat. Auch unser Ärztlicher Beratungsdienst steht Ihnen gerne für ein erstes Beratungsgespräch nach der Diagnosemitteilung zur Verfügung.
Sprechen Sie über Ihre Erkrankung und Ihre Gefühle. Die Dinge beim Namen nennen schafft die Voraussetzung, verstanden zu werden und Verständnis zu erlangen. Informieren Sie sich über die Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten, z. B. durch Bücher, Beratungsstellen oder Internetseiten. Unsere verschiedenen Informationsschriften können Ihnen eine Hilfestellung geben. Information ist die Grundvoraussetzung, um sich kompetent an der Planung der weiteren Schritte zu beteiligen. Wichtig dabei ist jedoch, dass man sich nicht allzusehr im Informationssammeln verzettelt, sondern sich auf die wirklich relevanten Informationen stützt.
Lesen Sie Berichte über die Lebenswege anderer Krebskranker, die Ihnen zeigen, dass trotz größter Not unerwartet Hilfe möglich ist und sich auch in scheinbar aussichtslosen Situationen konstruktive Lösungsmöglichkeiten auftun können. Finden Sie Ihren eigenen individuellen Weg im Umgang mit der Erkrankung und Ihren eigenen individuellen Weg zur Gesundung. Hierbei möchten wir Sie unterstützen.
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