GfBK-Patientenberichte; Krebspatienten, die ihren Heilungsweg schildern

Patientenberichte

Es gibt gewisse Tore, die nur die Krankheit öffnen kann. André Gide

Berichte von anderen Patienten machen Mut, den eigenen Weg zu suchen und zu finden. Die Geschichten, die wir Ihnen hier vorstellen sind individuelle Einzelfälle. Jeder der hier vorgestellten Patienten hat einen für sich stimmigen und richtigen Weg gefunden, mit seiner Erkrankung umzugehen. Die Heilungswege beruhen auf individuellen Voraussetzungen und sind nicht übertragbar. Unsere Patienten wollen Ihnen Mut machen, den eigenen Weg zu finden. Die vorgestellten Heilungswege machen klar, dass viele unterschiedliche Ansätze zur Heilung führen können.

Möchten auch Sie anderen Patienten mit Ihrem Bericht Mut machen, mailen Sie uns unbedingt Ihre Geschichte. Senden Sie Ihre Mail an Astrid Willige (Zentrale Beratungsstelle Heidelberg): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Vor der Veröffentlichung nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf.

2016 4 mom Gullo 200Gebärmutterhalskrebs mit 35. Mein perfektes Leben mit einem perfekten Mann und drei perfekten Kindern gerät aus den Fugen. Symptomen wie Juckreiz und leichten Blutungen schenke ich keine Beachtung. Starke Blutungen verschwinden ebenso plötzlich, wie sie aufgetreten sind. Sowohl die Vorsorgeuntersuchung als auch Untersuchungen bei der Frauenärztin und im Krankenhaus bleiben ohne Befund. Erst nach einem Arztwechsel und einer sofort notwendigen Kürettage wird der Krebs entdeckt. Dies ist der Start für meinen langen, schmerzhaften und am Ende dennoch transformierenden Heilungsweg.

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Angela Keller und Kalle Olsen GfBK Hamburg„Geh du vor”, sagt die Seele zum Körper, „auf mich hört Angela nicht, vielleicht hört sie auf dich”.–„Ich werde krank werden, dann wird sie Zeit für dich haben”, verspricht der Körper der Seele. (frei nach Ulrich Schaffer)
Erwarten Sie im Flur einer chirurgischen Praxis, dass Ihnen der Arzt beiläufig im Vorbeigehen die Diagnose Krebs mitteilt? Er schaute auf den Histologiebericht in seiner Hand: „Mammakarzinom positiv”, war alles, was er mir sagte. Davon erreichte mich nur das „positiv”; also war alles gut. Als ich mich für seine Information bedankte und lächelnd verabschiedete, hielt er mich mit der Frage zurück: „Haben Sie das verstanden, Frau Keller?” Mein „Nein” kam schneller, als ich denken konnte. Ein atemloser Moment, in dem die Zeit scheinbar stillstand, bis ich begriff, was ich nicht wahrhaben wollte. Plötzlich war nichts mehr sicher.

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GfBK Patientenberichte - Heide Fritsch schildert Ihren Weg im Beitrag: Alternative Heilmethoden und VollwertkostVon meiner Brustkrebserkrankung erfuhr ich im Mai 1983. Schon in den Jahren zuvor wurden mir mindestens fünfmal gutartige Knoten aus der Brust entfernt. Nach der Totaloperation sollte ich eine Chemotherapie und Bestrahlungen bekommen, weil in der Achselhöhle auch Lymphknoten befallen waren. Nach der ersten Chemo-Spritze beschloss ich, die Therapie sofort abzubrechen.
Weder Bestrahlungen noch Chemotherapie ließ ich über mich ergehen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, meinem kranken Körper das zuzumuten. Für mich war die Krankheit ein Signal dafür, dass einiges in meiner Lebensweise geändert werden musste. Wie sonst konnte es passieren, dass mein Körper nicht genug Kraft hatte, um mit den Krebszellen fertig zu werden?

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GfBK Patientenberichte - Martin Weingart schildert seinen Weg im Beitrag: Mein HeilungswegFast 55 Jahre lang war ich allgemein bei guter Gesundheit. Bei alltäglichen Beschwerden half mir mein Hausarzt und auch die Unterstützung von Heilpraktikern war mir mehrfach hilfreich gewesen. Im Laufe des Jahres 2012 schlichen sich dann diffuse, zeitweilig auftretende Beschwerden ein: eigenartige Hautausschläge, unerklärliche Sehstörungen, Leistungsverlust mit Müdigkeit und Erschöpfung, Blähungen und Darmgrummeln.
Die Fachärzte konnten sich keinen Reim darauf machen. Schließlich erhielt ich die Diagnose Reizdarm. Die Beschwerden besserten sich trotz Ernährungsumstellung nicht und so wechselte ich den Hausarzt. Meine neue Hausärztin ist Medizinerin und hat auch Seminare für Heilpraktiker besucht, was mir auf Anhieb zusagte. Nach einer ausgiebigen Anamnese hatte sie die entscheidende Idee und ließ die entsprechenden Blutwerte bestimmen. Sie eröffnete mir, dass mein Tumormarker CA19.9 dramatisch erhöht war – Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mich erfasste eine eiskalte Angst, mir wurde schwindelig und der Schweiß brach mir aus. Aus fast völliger Gesundheit, war ich nun von heute auf morgen todkrank.

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GfBK Patientenberichte - Gabriele Schmid schildert ihren Weg im Beitrag: der himmlische BegleiterWie heißt es immer so schön? »Alles begann eigentlich viel früher.« Auch meine Erlebnisse haben eine Vorgeschichte: Meine Mutter bekam mit 52 Jahren Brustkrebs. Viereinhalb Jahre später hatte sie Gebärmutterkrebs, zwei Jahre danach einen Tumor im Bauchraum und zu guter Letzt auch noch ein Darmkarzinom. Mittlerweile ist sie 77 Jahre alt und lebt immer noch! Obwohl ich ein unverbesserlicher Optimist bin, hatte ich insgeheim erwartet, dass auch ich diese Krankheit irgendwann bekommen würde. Im August 2007 ertastete ich etwas in der Brust. Ich registrierte nicht, dass es sich dabei um einen Knoten handelte, weil ich das nicht wahrhaben wollte. Da war halt ein »Knubbel«. Na und?! Tage später war er noch da. Und selbst Wochen später war er noch immer nicht verschwunden. Er tat nicht weh, er störte nicht, aber er ließ sich auch nicht vertreiben – weder durch wüste Beschimpfungen noch durch Schüßler-Salze. Wie auch. Ich wusste, dass er da nicht hingehörte, und ich wollte ihn nicht haben. Darum unternahm ich noch so alles Mögliche, doch der Knubbel reagierte nicht darauf. Also versuchte ich, ihn zu ignorieren.

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Stefanie Gleising schildert Ihren Weg im Beitrag: Das Befinden nicht dem Befund anpassen„Wenn Patienten in scheinbar aussichtslosen Situationen Heilung erfahren, nennen wir das eine Totalremission oder eine Spontanheilung. Früher sagte man Wunderheilung. Und in der Tat ist das ein Wunder.” So begann der Newsletter der GfBK vom September 2014. Meine Geschichte ist wirklich ein Wunder. Mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist sie jedenfalls nicht zu erklären.
Im Januar 2010 bekam ich die Diagnose Brustkrebs. Noch im Schock stimmte ich der geplanten Biopsie zu. Der Arzt sprach von einer „winzigen Stanze, die sauber eine kleine Probe des Tumors entnimmt”. Heute bereue ich meine Zustimmung zu dem Eingriff. Meine Brust war danach dreimal so dick und blutunterlaufen, eine Brustoperation war damit meiner Ansicht nach unvermeidlich.

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Barbara Kunze schildert Ihren Weg im Beitrag: Freude und Liebe in die Welt bringen2010 war ich 53 Jahre alt. Damals arbeitete ich als Medienberaterin bei einem Zeitungsverlag. Diese Tätigkeit erdrückte mich schon seit einigen Jahren. Angstattacken legten mich während der Arbeit lahm. Der zunehmende Arbeitsdruck schlug wie Wellen über meinem Kopf zusammen. Die Anforderungen wuchsen in immer kürzerer Zeit und mit ihnen der Stress. Damit konnte ich nicht mehr umgehen. Bereits seit vier Jahren nahm ich ein Mentaltraining in Anspruch. Wegen Darmproblemen musste ich 2009 zweimal ins Krankenhaus. Das war wohl die Folge der Dauerbelastung. Im folgenden Jahr entschloss ich mich, meine Arbeit aufzugeben und etwas Neues zu beginnen. Ende Mai sollte mein letzter Arbeitstag sein. Zwei Wochen vorher erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Das war ein Schock für mich. Um Informationen über die Erkrankung, die Operation und das, was danach kommen würde, zu erhalten, kaufte ich Bücher. Ich suchte neben der Schulmedizin nach weiteren Heilungsmöglichkeiten.

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GfBK Patientenberichte - Ute Brauner schildert Ihren Weg im Beitrag: Genesungsfaktor REIKI - Energiearbeit für Körper, Geist und SeeleWeihnachten 2012 litt meine ganze Familie an einem Magen-Darm-Infekt. Während es meinen Männern schnell wieder gut ging, blieb bei mir ein ständiges Unwohlsein zurück. Ich konnte nur noch wenig essen und fühlte mich immer wie aufgebläht. Zudem hatte ich Atemnot, fühlte mich schlapp, bekam Magenprobleme und Husten. Meine bewährten naturheilkundlichen Mittel halfen nicht nachhaltig. Ende Januar stellte mein Hausarzt bei mir im Zuge einer Ultraschalluntersuchung Wasser im Bauch und eine zystische Raumverdrängung im Unterleib fest. Im Krankenhaus erhielt ich die Diagnose »kindskopfgroßer Tumor«. Es war Freitagnachmittag und ich wurde wieder nach Hause geschickt.

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GfBK Patientenberichte: Jutta Heinze schildert Ihren Weg im Beitrag: Nun seien Sie doch mal ehrlich...Ende 2007 ließ ich eine juckende Stelle auf der Kopfhaut untersuchen. Die Diagnose nach einem langen Ärzte-und Klinikmarathon lautete: Mikrozystisches Karzinom der Hautadnexe, eine selten auftretende krebsartige Veränderung der Haut. Eine zweite Gewebeuntersuchung ergab, dass es sich um eine „kutane Karzinom-Metastase″ handelte. Mit Mammographie, MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) und PET (Positronen-Emissions-Tomographie) machten sich die Ärzte auf die Suche nach dem Primärtumor. Auf den Mammographie-Bildern war nichts Auffälliges zu sehen, PET und MRT zeigten ein Karzinom von 1,1 cm Größe in der linken Brust.

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Umgang mit der Angst. Eine Befragung der ehemaligen KrebspatientInnen Sabine Hötzel, Uli Kappler, Ute Roy und Ebo RauKrebskranke werden nach der Diagnose häufig von ihren Ärzten und auch von ihrem persönlichen Umfeld unter Druck gesetzt, möglichst bald diese und jene Therapie zu beginnen. An diesem Punkt ist es ratsam, inne zu halten und zu fühlen, was wirklich sinnvoll und notwendig ist. Stimmen Sie weder einer Operation noch einer Chemotherapie voreilig zu, bevor Sie alle alternativen Möglichkeiten erwogen haben. Die Standards der konventionellen Medizin dürfen für den Einzelfall immer kritisch hinterfragt und für den Betroffenen individuell geprüft werden.

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GfBK Patientenberichte - Sybille Urban schildert Ihren Weg im Beitrag: Die innere StimmeSeit über fünfzehn Jahren betreute ich Patienten in der Onkologie. Daher war es für mich einfach, einen Arzt meines Vertrauens zu finden, als ich im Mai 2011 eine Schwellung in meiner Achselhöhle ertastete. Ich wandte mich an unseren leitenden Oberarzt. Er wusste sofort, was zu tun war und leitete alle notwendigen Schritte zur Abklärung in die Wege. Ein paar Tage später sagte er mit ernster Miene und besorgter Stimme: »Liebe Frau Urban, ich fürchte, jetzt hat es Sie selbst erwischt. Die Befunde weisen auf eine Tumorerkrankung hin. Nun müssen wir klären, ob es bösartig ist.« Ich weiß nicht mehr, wie ich an diesem Tag nach Hause gekommen bin. Dass die Situation ernst war und ich mich auf einiges gefasst machen musste, sagte mir meine innere Stimme. Zu ihr hatte ich schon immer einen guten Zugang.

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GfBK Patientenberichte - Werner Huber schildert seinen Weg im Beitrag: Glaube und Hoffnung: Die Kräfte der HeilungAb Mitte fünfzig ging ich halbjährlich zur Krebsvorsorge. Mein Urologe empfahl es mir dringend, weil bei meinem älteren Bruder bei einer Vorsorgeuntersuchung ein Prostatakarzinom rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden konnte. Später habe ich gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit bei 90 Prozent liegt, an Prostatakrebs zu erkranken, wenn ein Familienmitglied schon vorher daran erkrankt ist.

Es war 2006, ich war 62 Jahre alt, plötzlich erhöhte sich mein PSA-Wert von 3,9 auf 5,6, und die Gewebeprobe ergab ein Prostatakarzinom. Bei der Operation wurden der Tumor und die regionalen Lymphknoten gefäß- und nervenschonend entfernt. Ich hatte Angst, dass der Krebs sich ausbreitet und die Lebensqualität durch Inkontinenz, Erektions- und Gefühlsstörungen sehr eingeschränkt wird. Bei meiner Recherche hierzu las ich, dass der Schließmuskel hinterher trainiert werden muss, um Inkontinenz zu verhindern. Gleich nach der Diagnose und drei Wochen vor der Operation trainierte ich den Schließmuskel dreimal täglich. Als der Blasenkatheder zwölf Tage nach der OP entfernt wurde, hatte ich keine Beschwerden durch Inkontinenz. Ein Erfolg meines kräftigen Trainings zuvor. Leider wird bei vielen Patienten erst nach der Operation auf ein Training des Muskels hingewiesen, und sie leiden dadurch einige Zeit an Inkontinenz.

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GfBK Patientenberichte - Vier Krebsbetroffene schildern ihre Erfahrungen im Beitrag: Reden über Krebs"Der Krebs hat mir beim Aus- und Umsteigen entscheidend geholfen." Bei Traudel Beickler wurde 2007 als Zufallsbefund eine äußerst seltene Tumorart in der Gebärmutter entdeckt: ein Leiomyosarkom. Nach einer umfangreichen Operation ging es ihr zunächst besser und sie kehrte zum normalen Alltag zurück. Ende 2008 zeigte sich dann im MRT eine Lebermetastase, die ebenfalls operativ entfernt wurde. Frau Beickler nahm Kontakt mit der GfBK auf. Sie ergriff verschiedene Maßnahmen der Biologischen Krebsabwehr, wie Entgiftung, Immunstabilisierung, Ernährungsumstellung, Seelenarbeit etc. und stieg aus ihrem Beruf aus. Ihr Leben hat sich mit fast 60 Jahren sehr verändert. Als Fazit ihrer Entwicklungen sagt sie heute "Ich fühle mich reich beschenkt".

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GfBK Patientenberichte - Ute Roy schildert ihren Weg im Beitrag: Mein Auflehnung hat sich gelohntFebruar 2012: Reglos wie eine Mumie liege ich nun schon ewig lange auf einer eiskalten Pritsche und muss mich wie vor exakt acht Jahren einem Knochenszintigramm unterziehen. Es ist Montagvormittag und die Untersuchungsräume wurden übers Wochenende nicht beheizt. Nicht gerade eine kuschelige Atmosphäre und dazu noch Nervosität, Ängste und ungute Erinnerungen.

In derselben Praxis war bei einem MRT wegen langwieriger Schulter- und Nackenprobleme sozusagen als Zufallsbefund eine Läsion im Halswirbelbereich gesichtet worden. Die Radiologen bestanden »bei meiner Vorgeschichte« darauf, der Sache genauestens auf den Grund zu gehen. Ein kurzes Gespräch mit der Ärztin, die sich meiner Bilder annahm, wurde mir nicht ermöglicht. Zu gern hätte ich ihr gesagt, dass diese Auffälligkeit bereits beim ersten Szintigramm zu sehen war, sich aber durch meine kunstturnerischen Eskapaden in Jugendjahren erklären ließ. Stattdessen musste ich noch einen weiteren Durchgang mit verändertem Winkel über mich ergehen lassen. So vergingen mehr als vier Stunden mit dem gleichen Ergebnis wie damals.

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GfBK Patientenberichte - Ulli Kappler schildert Ihren Weg im Beitag: I did it my way - ein Weg, der Mut macht„Das sieht nicht gut aus”, sagte der Gynäkologe kopfschüttelnd und legte sein Ultraschallgerät, mit dem er meine Brust untersucht hatte, zur Seite.

Mit diesem schnörkellosen Satz werden viele von uns zu Beginn ihrer Brustkrebserkrankung konfrontiert. „…sieht nicht gut aus” hört sich leider nicht gut an - aber es ist vergleichsweise harmlos und freundlich, gemessen an dem, was uns in naher Zukunft an Mitteilungen erwartet.

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GfBK Patientenberichte - Traudel Beickler schildert Ihren Weg im Beitrag: Eine Begegnung der besonderen ArtAls ich am Morgen des 5. Mai 2007 erwachte, lag ich in einer Blutlache. Ich rief sofort meinen Gynäkologen an und zwei Stunden später saß ich in seiner Praxis. Die Ultraschalldiagnostik ergab, dass ein Myom in der Gebärmutter abgeblutet war. Mir stand eine Ausschabung bevor. Zu Hause regelte ich alles Notwendige mit meinem Mann, den drei Kindern und meinen Eltern und fand mich vier Tage später im Krankenhaus in Heidelberg ein. Mein Arzt, der von einem kurzen Routineeingriff sprach, ließ mich keine weiteren Gedanken verschwenden. Er hatte dort Belegbetten und ich großes Vertrauen zu ihm. Der Eingriff unter Vollnarkose sollte ambulant geschehen. Am Tag danach meldete sich mein Gynäkologe und bat mich zu einem Nachgespräch über die histologische Untersuchung. Erst hier konfrontierte er mich mit dem Befund.

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GfBK Patientenberichte – Beatrix Rose schildert ihren Weg im Beitrag: Guten Morgen, liebes LebenMeine Geschichte beginnt da, wo alles für mich anfängt: Beim Essen. Ich habe nicht Bio, sondern billig eingekauft. Immer mehr Gift und Hormone in meinen starken, guten Körper hineingepumpt. Der Organismus kann zwar viel verkraften, wenn er gesund und stark ist, aber alles hat seine Grenzen. Und dann war da auch noch die Raucherei: 40 Zigaretten am Tag. Auch das war Gift für meinen Leib. Mein normaler Tagesablauf sah so aus: morgens aufstehen, vier Espresso trinken, ab an den PC, bis zum Mittag arbeiten, schnell was aus der Tiefkühltruhe auftauen, weiterarbeiten, in Hetze zu meinem Pferd, zurück, weiterarbeiten bis abends um sieben. Völlig erschlafft fiel ich dann zusammen, nahm mein Abendessen auf der Couch beim Fernsehen ein. TV "zum Entspannen" bis Mitternacht, danach ins Bett. Samstag und Sonntag liefen genauso ab. Schließlich war ich ja selbstständig. Irgendwann machte mich dieses selbstauferlegte Pensum so fertig, dass ich dringend Urlaub brauchte. Mein Mann meinte, 14 Tage seien genug. Es gab einleuchtende Gründe, seinem Vorschlag zu folgen, auch wenn ich fühlte, dass mir das nicht reichen würde. Ich habe mein Herz und meine Gefühle ausgeschaltet, dafür den Verstand ein.

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GfBK Patientenberichte – Karin Schacher schildert ihren Weg im Beitrag: Es ist immer das Fällige, was uns zufälltMir gefällt dieses Zitat von Max Frisch, da ich rückblickend auf mein bisheriges Leben sagen kann, dass es gerade leidvolle Lebensphasen braucht, um gestärkt und mutig andere Erkenntnisse gewinnen zu können und neue Wege gehen zu dürfen. Aus diesem Grund fallen uns Ereignisse zu, um uns das Fällige augenfällig zu machen.

Diagnose Brustkrebs!!!
24. Januar 2007: Der Arzt eröffnete mir, dass der Knoten in meiner linken Brust mit 99,9-prozentiger Wahrscheinlichkeit Krebs sei. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Und das, obwohl ich ein Jahr zuvor bei der Mammografie gewesen war. Natürlich hatte ich den Knoten von 2,2 cm schon länger gefühlt, wägte mich jedoch in Sicherheit, denn ich hatte mich ja gründlich untersuchen lassen.

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GfBK Patientenberichte – Jürgen Trumpler schildert seinen Weg im Beitrag: Der Mensch behandelt, aber Gott heiltIm April 2010 war Blut in meinem Urin zu sehen. Mein Urologe vermutete zunächst einen Harnwegsinfekt und verordnete ein Antibiotikum. Ich vertraute ihm, in seiner Praxis war ich vorher viele Jahre lang regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gewesen. Als keine Besserung eintrat, wurde ich im Rahmen einer Blasenspiegelung genauer untersucht. Danach riet mir der Arzt zu einer Ausschabung der Blase. Eine zweite Blasenspiegelung bei einem anderen Urologen ergab den gleichen Befund. Allerdings wurde mir dort geraten, den Eingriff unter Blaulicht durchführen zu lassen. So sei gegebenenfalls ein Tumor besser erkennbar.

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GfBK Patientenberichte – Inge Arnold-Pilz schildert ihren Weg im Beitrag: Mein Weg ist ein Weg zur SelbsthilfeSchon lange war mir klar, dass mein Leben nicht so weitergehen konnte. Zwei Jahre wollte ich noch durchhalten, wollte ich unsere Familie noch zusammenhalten. Dann hätte auch unser jüngster Sohn sein Abitur. Der Ältere studierte bereits und wohnte noch zu Hause. Dies war meine Lebenssituation im Jahr 2006. Doch es sollte anders kommen. Als mir der Arzt sagte, dass der Knoten in meiner Brust bösartig sei, war ich skeptisch: „Muss man das denn unbedingt operieren? Woher wissen Sie, dass es sich wirklich um einen bösartigen Tumor handelt?” Der Mann im weißen Kittel schien sich fast gekränkt zu fühlen ob meiner Zweifel. Das Untersuchungsergebnis der Stanzbiopsie bestätigte die Meinung des Mediziners. Ich erhielt einen Operationstermin für die folgende Woche. Nun musste ich meinen Mann und meine beiden Söhne informieren. Die Reaktionen waren unterschiedlich: Schweigen, Nicht-wahrhaben-Wollen und auch die Frage „Was passiert jetzt, was bedeutet das?”.

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GfBK Patientenberichte – Gisela Söfftge schildert ihren Weg im Beitrag: Vor vielen Jahren....Ende 1984 suchte ich wegen unklarer Bauchschmerzen meinen Frauenarzt auf. Meine Diagnose lautete Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium. „Unmöglich“, dachte ich, „der Arzt meint bestimmt eine andere Patientin“. Ich konnte es einfach nicht glauben, da ich regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen war. Doch schon hatte ich die Einweisung ins Krankenhaus in der Hand. Dem kompetenten, aber lieblosen Professor in der Klinik fühlte ich mich hilflos ausgeliefert. Auf dem Flur des Krankenhauses liefen mir die Tränen nur so herunter. Bald darauf wurde ich operiert. Bei dem sehr komplexen Eingriff musste mir außer den Unterleibsorganen auch das Netz der Bauchdecke entfernt werden, weil die Zyste des Eierstocks während der Operation geplatzt war. Das hatte zur Folge, dass sich die Krebszellen im gesamten Bauchraum verteilen konnten. Danach begann die Strahlentherapie. Dadurch verschlechterte sich mein Blutbild zusehends: Die Anzahl der weißen Blutkörperchen und auch der Blutplättchen hatte sich dramatisch verringert. Ich musste nach sieben Bestrahlungen die Behandlung auf unbestimmte Zeit unterbrechen. Hinzu kam, dass ich auch kräftemäßig am Ende war.

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GfBK Patientenberichte – Iris Kamann schildert ihren Weg im Beitrag: Trotz Widerständen - ich gehe meinen WegHeute bin ich gesund. Hier einige wichtige Stationen meiner Kranken- und Heilungsgeschichte. Im September 1998 trat der schwarze Hautkrebs auf. Ich war 34 Jahre jung. Die Stelle, die ich an meinem rechten Fußgelenk bemerkte, beunruhigte mich zuerst gar nicht. Es sah aus wie ein Blutschwamm, klein und rot, rechts unter dem Außenknöchel. Kein Gedanke an Krebs. Krebs, ich habe lange gebraucht, bis ich dieses Wort in meinen Mund nehmen konnte. Diese Stelle war da und ging nicht wieder weg. Sie beschäftigte mich immer wieder, bis ich dann irgendwann doch meinen Hautarzt aufsuchte, um sicherzugehen, dass ich mir keine Gedanken mehr machen musste. Auch er fand diese Stelle überhaupt nicht aufregend. Er meinte nur, man sollte sie irgendwann entfernen, weil sie sehr bluten könnte, falls ich mich einmal daran stoßen sollte. Ich weiß noch, wie ich in der Praxis saß und gedacht habe: Wenn sie sowieso entfernt werden muss, dann kannst du dir auch gleich einen Termin geben lassen.

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GfBK Patientenberichte – Ellen Volkhardt schildert ihren Weg im Beitrag: Was mich trägt und stärkt: Aus Krebs wird LiebeWas ist Wandlung? Eine Form scheint auf, die andere verschwindet. Kann man sagen, dass der Schmetterling eine Raupe war? Eine Substanz in der Raupe nimmt die Form des Schmetterlings an. (Swami Prajnanpad)

Die Krebsdiagnose 2008 hat mich aus meinem sicheren Alltag geschleudert. Heute, im Jahr 2011 würde ich sagen, dass ich mich auf eine Reise ins Leben begeben habe. Ich habe mich künstlerisch mit dem Thema Krebs auseinandergesetzt. Dabei sind Arbeiten mit programmatischen Titeln entstanden: »Aus Krebs wird Liebe«, »Aus Tumor wird Heilen«, »Aus Cancer wird Change«. Es sind Bücher, in denen jeweils eine Buchseite einem Wort gewidmet ist, die Buchstaben eines jeden Wortes habe ich mit Gedanken, Gebeten, Gedichten und Bildern gefüllt.

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GfBK Patientenberichte – Bert Heuper schildert seinen Weg im Beitrag: Aus drei Monaten wurden über neunzehn JahreDie Chancen stehen 80:20 allerdings gegen Sie!

So eröffnete mir der Urologe nach einer eingehenden Untersuchung meine Krebsdiagnose. Es wurde erst einmal dunkel um mich, ein großes Loch tat sich im Boden auf, ich hörte nichts mehr und hatte das Gefühl, unter einer Glasglocke zu sitzen. Nach der kurzfristig angesetzten Operation stand fest: Hodentumor, bösartig, fortgeschrittenes Stadium. Tagelang lag ich apathisch im Bett und hatte innerlich schon mit meinem Leben abgeschlossen. Viele Bilder aus der Vergangenheit tauchten auf und immer wieder die Frage: Warum ich? Ich beschloss, meine letzten Wochen so zu leben, wie ich eigentlich schon immer leben wollte. Ich wurde auf eigene Verantwortung aus der Klinik entlassen.

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GfBK Patientenberichte – Dagmar Goldau schildert ihren Weg im Beitrag: Von Herz zu HerzGemeinsam mit meinem Mann und meinen drei Kindern bin ich vor 17 Jahren aus einem Kölner Vorort in die Eifel gezogen. Diese Gegend ist mir besonders ans Herz gewachsen, weil ich dort öfter die Ferien bei meinen Großeltern verbracht hatte. Dazwischen lebten wir ein Jahr in Kanada. Wir wollten für immer dort bleiben - aber es kam anders. Mein Heimweh war fast unerträglich. Dazu kam eine starke Existenzangst, da mein Mann berufliche Startschwierigkeiten hatte. Nach einem Jahr gingen wir zurück nach Deutschland und verließen schweren Herzens auch unsere lieben Freunde, die wir dort gefunden hatten: Gudrun und Michael, ein Ehepaar aus dem Allgäu.

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GfBK Patientenberichte – Liesel Polinski schildert ihren Weg im Beitrag:Hauptsache gesund!?

 Im Schwimmbad unter der Dusche morgens um sieben. Eine Dame beglückwünscht eine andere zum 75. Geburtstag: „Ich gratuliere Ihnen herzlich und wünsche Ihnen vor allem Gesundheit. Sie sind doch gesund, oder?” „Ja!” „Gesundheit ist doch das Allerwichtigste!”. Solche Sprüche hört man häufig, wenn man nicht mehr die Jüngste ist. Aber ist Gesundheit wirklich die Hauptsache im Leben? Wenn Gesundheit das Wichtigste ist, fehlt mir das Wichtigste schon mit gut 60 Jahren. Stimmt das so? Mir geht es im Moment sehr gut. Nach schweren Operationen, monatelanger Infusionsnahrung endlich wieder schwimmen können! Keine Portnadel mehr! Mir geht es klasse! Ich habe zwar nicht meine 1000 Meter wie früher geschafft, aber das Schwimmen hat mir Spaß gemacht. Eine kleine Freude habe ich noch einem Herrn bereitet, dem ich früher immer davon geschwommen bin: Heute war er schneller. Ich schmunzle über seine stolzgeschwellte Brust: „Freue dich ruhig, sowie ich kannst du dich gar nicht freuen!”  

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GfBK Patientenberichte – Martin Freudenstein schildert seinen Weg im Beitrag: Niemals aufgeben!Vor mehr als 13 Jahren erlitt ich plötzlich einen schweren epileptischen Anfall während der Arbeit. Ich wurde in die Universitätsklinik nach Mannheim gebracht. Dort stellte man einen Hirntumor bei mir fest. Fünf Wochen später wurde ich zum ersten Mal operiert. Ich konnte damals nicht mehr sprechen und auch meinen rechten Arm nicht bewegen. Nach fast 10 Wochen Reha und Anschlussheilbehandlung war meine Sprache weitgehend wiederhergestellt.

Fünf Jahre hatte ich Ruhe …

Im März 1997 hatte ich die erste Hirntumor-Operation – im Juni 2002 kam dann die schockierende Diagnose: Ich hatte ein Rezidiv! Aus der Kopfklinik-Heidelberg erhielt ich nur einen Tipp: „Machen Sie eine Chemotherapie!″ Der Tumor konnte nicht operiert werden. Ich erkundigte mich andernorts nach biologischen Alternativen oder Ergänzungen der Behandlung.

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GfBK Patientenberichte – Brigitte Dinner schildert ihren Weg im Beitrag: Wie meine Krise zur Chance wurdeEs war im Sommer 2007. Nach 42 Jahren engagierter Arbeit als Lehrerin an der Grundschule stand meine Pensionierung bevor. Auch wenn ich meinen Beruf und die Kinder über alles geliebt hatte, sollte ich nun endlich viel Zeit haben, mich auszuruhen und meinen kommenden Lebensabschnitt mit vielen neuen Möglichkeiten zu füllen.
Es kam ganz anders. Am Tag meiner Pensionierung rief mittags der Arzt an: Diagnose Brustkrebs; ein Tumor in der linken Brust mit Lymphknotenbefall in der Achselhöhle. Aber dabei blieb es nicht. Auch rechts waren zwei Lymphknoten befallen und durch viele kleine Tumore eine Amputation nötig. Alles ging seinen Gang. Ich wurde operiert. Wie gelähmt konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die für mich geplante Therapie: 6 mal Chemo, 30 Bestrahlungen und 6 Jahre Hormontherapie akzeptierte ich bereitwillig. Ich wurde aus der Klinik entlassen, total erschöpft, beide Arme konnte ich kaum bewegen.

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GfBK Patientenberichte – Sabine Hötzel schildert ihren Weg im Beitrag: Auf dem Weg der Heilung1995 erkrankte ich im Alter von 33 Jahren an Gebärmutterkrebs. Es wurde umfangreich operiert und anschließend bestrahlt. Da saß ich dann und hatte keine Ahnung, was das alles eigentlich sollte. So freute ich mich, alles gut überstanden zu haben, lernte während einer Reha, wie wunderbar es sein kann, wenn man Zeit für sich hat und gab nach gefühlten 1000 Versuchen endlich die Zigaretten auf. Aber es dauerte nicht lange und der Alltagstrott nahm mich wieder in Beschlag.

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GfBK Patientenberichte – Annette Rexrodt von Fircks schildert ihren Weg im Beitrag: Gemeinsam gesund werden Annette Rexrodt von Fircks erhielt 1998 die Diagnose Brustkrebs. Sie war damals 35, stand mitten im Leben und hatte viele Pläne. Ihre Kinder waren drei, fünf und sieben Jahre alt. Aus schmerzhafter Erfahrung kennt sie die Herausforderung, in der eigenen existenziellen Krise das Wohl der Kleinen im Auge zu behalten. Mit ihrer Stiftung hilft sie Familien, die Ähnliches durchleben müssen.

Interview mit Annette Rexrodt von Fircks
Ihre autobiografischen Veröffentlichungen haben vielen Menschen wertvolle Impulse zur Überwindung schwerer Erkrankungen gegeben. Wie geht es Ihnen heute?

Jeden Morgen empfinde ich es als eine Gnade, aufwachen und den Tag begrüßen zu dürfen. Und jeden Morgen mache ich einen inneren Freudentanz, denn ich liebe das Leben. Mir geht es gut.

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GfBK Patientenberichte – Andrea Sixt schildert ihren Weg im Beitrag: 14 Jahre danachSo denkt die GfBK-Botschafterin heute - Interview mit Andrea Sixt

Andrea Sixt erhielt 1995 nach einer Routineuntersuchung die Diagnose Brustkrebs. Sie fand ihren eigenen Weg zwischen Schulmedizin, anthroposophischer Medizin und Homöopathie. Ihre bewegenden Erfahrungen teilt sie heute durch verschiedene Veröffentlichungen und Vorträge mit anderen Betroffenen.

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GfBK Patientenberichte – Lutz Wesel schildert seinen Weg im Beitrag: Das Leben ist zerbrechlich und kostbar Das Thema Krebs beschäftigt mich seit dem 6. Lebensjahr, als meine Mutter mir sagte, dass mein Vater Krebs hat. Ab da war ich immer wieder mit der Erkrankung konfrontiert. Das scheint so etwas wir ein Lebensthema für mich zu sein. Mein Vater ist gestorben als ich 10 Jahre alt war, dann starb meine Mutter ebenfalls an Krebs. So habe ich mich schon sehr früh mit der Thematik auseinander setzen müssen. Ende der 90er-, Anfang 2000er-Jahre hatte ich eine Zeit, die geprägt war von unentrinnbarem Mega-Dauerstress. Mein schwer kranker Bruder starb damals qualvoll über drei Jahre hinweg, meine gut gehende Praxis nahm mich in Anspruch, ich hielt sehr viele Vorträge und Seminare. Mein Bild von der Situation war das eines Tellerjongleurs, der immer von Stäbchen zu Stäbchen rennt und die Teller am Drehen hält.

weiterlesen: Signal 3/2009: Lutz Wesel, Das Leben ist zerbrechlich und kostbar 

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GfBK Patientenberichte – Martina Erlemann schildert ihren Weg im Beitrag: Mein Leben ist schön!....dass ich das heute sagen kann, daran hätte ich vor drei Jahren nicht geglaubt. Ich kann mich noch genau an den Blick aus dem Fenster des Wartezimmers erinnern an diesem Tag Anfang Oktober 2005. Der kleine Platz war gefüllt mit geschäftig hin und her hastenden Menschen. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt und die Geschäfte waren beleuchtet. Wie dicke Fische in einem riesigen Aquarium wirkten die Kunden des Sportgeschäfts, dessen große Fensterflächen zum Platz hin lagen. Hier oben war es still, kein Laut des Treibens drang durch die gut isolierten Fenster des Altbaus. Zuschauerin war ich, nicht dazugehörig fühlte ich mich, vorübergehend in der Warteschleife, bis nach den Untersuchungen grünes Licht für das Leben gegeben würde, wie jedes Jahr. 

weiterlesen: Signal 1/2009: Martina Erlemann, Mein Leben ist schön

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GfBK Patientenberichte – Ruth Pillat schildert ihren Weg im Beitrag: Mein Krebs - mein Lehrmeister Dienstag, 25. März 1986, die Woche vor Ostern. Schon lange fühle ich mich schlecht, quäle mich schon mit dem dritten Infekt in diesem Jahr. Warum nur habe ich mich im letzten Sommerurlaub nicht erholt? Wir hatten ihn auf sechs Wochen ausgedehnt, doch ich fühle mich genauso zerschlagen wie zuvor. Was ist los? Gut, seit über fünf Jahren habe ich Dauerstress. Als Ärztin bin ich die rechte Hand meines Mannes in seiner Kinderarzt-Praxis. Wenn ich dort nicht bin, bereite ich die Proben und Auftritte mit unseren historischen Instrumenten vor.

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GfBK Patientenberichte – Dr. Gabriele Röhn schildert ihren Weg im Beitrag: Der Tanz ins Leben"Für mich gehören Tumore ins Labor und nun steht mein eigener Name auf dem Befund!", so Dr. Gabriele Röhn, promovierte Biologin, die in Köln in einem onkologischen Labor der Neurochirurgie arbeitet. Arbeitsschwerpunkt Hirntumore. 2001 erwischt es sie selbst. Die Diagnose: Brustkrebs. Ein halbes Jahr lang wiegt sie sich in Sicherheit. Sie tastet einen Knoten in der Brust, ihre Frauenärztin winkt ab: "Nur verhärtetes Bindegewebe, kein Grund zur Sorge".

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GfBK Patientenberichte – Mechthild Thöne schildert ihren Weg im Beitrag: Mein Krankheitsweg ist auch mein Heilungsweg - oder Ich lebe HEUTE - heute LEBE ich "Nein, nicht schon wieder!" Ich bin entsetzt! Zum zweiten Mal taste ich einen Knoten in meiner Brust. Wie gut, das sich damals - Ende 1994 - nicht ahnte, dass noch 11 weitere Operationen folgen sollten!

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GfBK Patientenberichte – Hanns-Jörg Fiebrandt schildert seinen Weg im Beitrag: Ich tue nichts gegen meine Krankheit, ich tue etwas für meine GesundheitDanach fiel mir ein Erlebnis ein, das ich mit ca. 14 Jahren hatte. Der Hausarzt sagte damals zu mir: „Junge, deine Mandeln müssen raus!“ Zu Hause angekommen, erzählte ich es meinem Vater. Der hatte in München einen befreundeten Heilpraktiker. „Wir fahren morgen zum Feigel und fragen den!“ sagte er. Nachdem dann der Heilpraktiker Feigel mich untersucht hatte, sagte er zu meinem Vater: „Wenn das mein Sohn wäre, würden die Mandeln drin bleiben!“ Darauf mein Vater: „Dann bleiben sie drin!“ Und sie sind heute noch drin, nach über 45 Jahren. So etwas prägt.

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GfBK Patientenberichte – Relia Wecker schildert ihren Weg im Beitrag: Achtsam nach innen lauschenAls mich 1991 die Diagnose Brustkrebs traf, konnte ich das nicht glauben. Ich war religiös, meditierte und ernährte mich gesundheitsbewusst, da ich schon immer mit verschiedenen körperlichen Beschwerden zu tun hatte. Nach der OP riet man mir dringend noch zu Chemotherapie und Bestrahlung. Mir war klar, dass es vom schulmedizinischen Standpunkt her keine andere Alternative gab und es fahrlässig wäre, den Rat der Ärzte nicht zu befolgen.

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GfBK Patientenberichte – Armin Schütz schildert seinen Weg im Beitrag: Wenn ihr Krebszellen so weiterwachst, werdet auch ihr sterben!Beruflich stand ich damals, im Januar 1991, unter starkem Stress. Ich bin Elektrotechniker von Beruf und die Arbeit war nicht immer befriedigend. Auch im Privatleben war nicht alles so, wie ich es mir wünschte. Ich war in einer Lebenskrise.
Schon bevor ich zum Hausarzt ging, war mir klar, dass dieser Knoten, den ich bereits seit mehreren Tagen beobachtet hatte, Hautkrebs ist. Deshalb war die Diagnose auch kein Schock für mich.

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GfBK Patientenberichte – Irmhild Harbach-Dietz schildert ihren Weg im Beitrag: Ich bin sehr dankbar für mein Leben1994 bekam ich an meinem 46sten Geburtstag einen Anruf von meiner Frauenärztin, in meiner Mammografie gäbe es einen unklaren Befund. Ich sollte sofort ins Krankenhaus gehen und mich operieren lassen. Meine Freundinnen, die gerade zum Feiern kamen, mussten mich erst einmal beruhigen. Zwei Wochen später ging ich zur Untersuchung. Man wollte an drei Stellen Gewebeproben entnehmen, doch ich wollte das nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich Zeit habe, fuhr erst einmal in den Urlaub und ließ mich anschließend beraten.

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GfBK Patientenberichte – Britta Wessel schildert ihren Weg im Beitrag: Krebs - vereiteltes kreatives Feuer Ich komme aus einem sehr autoritären, intellektuellen und leistungsbezogenen Elternhaus, in dem Gefühle wenig zählten. Als pflichtbewusste Tochter meiner Eltern studierte ich Sprachen und Jura, heiratete und baute zusammen mit meinem heutigen Ex-Ehemann eine Anwaltspraxis auf. Als Abiturientin hatte ich mir allerdings gewünscht, Theaterwissenschaften zu studieren. Die Theater- und Tanzaufführungen unserer Laienschauspielgruppe während der Schulzeit begeisterten mich. Diese Begeisterung nahm ich damals noch nicht ernst. Mein Leben bestand aus Studium, später aus dem Aufbau der Praxis und meiner Familie. Dem Theater und meiner Begeisterung dafür maß ich damals noch keine besondere Bedeutung bei. Mein Leben bestand aus „Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung″, ein Begriff aus dem Kommunalrecht: Familie, Mandanten, Haushalt waren die Weisungsgeber, jede Stunde des Tages war für bestimmte Aufgaben festgelegt. Ich erledigte die Aufgaben, das war meine Erfüllung, doch mit zunehmendem Alter erschöpfte ich immer mehr, da mich dies alles emotional nicht erfüllte. 1993, im Alter von 45 Jahren erkrankte ich an Brustkrebs; zwei Lymphknoten waren befallen. Auf mich warteten Chemotherapie und Bestrahlung.

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GfBK Patientenberichte – Petra Isermann schildert ihren Weg im Beitrag: Entweder den Kopf in den Sand stecken oder durchgehenIch war erst 26 als ich im Januar 1989 erfuhr, ich habe Morbus Hodgkin, Lymphknotenkrebs. Ich wusste zwar, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt, aber an Krebs hatte ich nicht im Traum gedacht. Ich spielte damals leistungsmäßig Handball. Mein Trainer sagte „Mensch Petra, im Training machst du die Tore und im Spiel bringst du keinen Ball ins Netz″.  Ich hatte ständig Infekte, aber weder der Internist, bei dem ich in Behandlung war, noch der Heilpraktiker erkannten die Warnsignale. An dem Tag bevor alles so richtig los ging, war ich beim Jazzdance und wir machten viele ungewohnte Bewegungen mit dem Hals. Am nächsten Morgen wachte ich mit einem hühnereigroßen Ei am Hals auf. Ich dachte, ich hab´ mir den Hals verrenkt. Aber mein Hausarzt war gleich auf der richtigen Fährte und schickte mich zum Radiologen.
Ich wurde direkt in die Onkologie in der Medizinischen Hochschule Hannover eingewiesen. Ich wusste damals nicht mal, dass Onkologie etwas mit Krebs zu tun hat. Das Wochenende, das dann folgte, war das Schlimmste das ich je erlebte. Die Ungewissheit hat mich fast verrückt gemacht. Zwei Wochen später stand fest, ich habe Lymphknotenkrebs und einen Tumor im Lungenvorraum.

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GfBK Patientenberichte – Ebo Rau schildert seinen Weg im Beitrag: Heilen kann sich nur der Patient selbst. Der Arzt kann durch die Behandlung helfen   Ebo Rau erkrankte 1998 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von einer Sekunde auf die andere wechselte er die Fronten. Vom Arzt zum wirklich hilflosen Patienten, wie jeder andere auch. Zusammen mit Dr. Irmey hat Dr. Ebo Rau eine Reihe von Benefizprodukten herausgegeben, die Sie bei uns bestellen können, auch das Tagebuch "Krebs! Was nun Ebo". Hier können Sie einzelne Audiodateien aus den CDs hören und die Einleitung aus der DVD kostenfrei anschauen.

Nach dem GfBK-Kongress im Mai 2004 berichtete Ebo Rau in der Ausgabe 3 unserer Zeitschrift SIGNAL von seinen Erfahrungen: „Nach meinem Gefühl ist es so, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr sehr viele Impulse geben kann.”

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 GfBK Patientenberichte – Ulrich Kasparick schildert seinen Weg im Beitrag: Die GfBK erstaunlich schnell gefunden„Sie haben da einen bösartigen Tumor an der Niere. Das muss alles raus″. Zufällig entdeckt. Ohne den Schmerz niemals gefunden. Nun fällst Du. Fällst und fällst und fällst und fällst. Ins Bodenlose. Wenn du Glück hast, laufen Tränen. Wenn du Glück hast, sitzt nachts zwischen eins und vier jemand an deinem Bett und hört dir zu. Nachts, zwischen eins und vier, wenn die Silbernacht mondhell ins Zimmer scheint, wenn die Einsamkeit den Flur der Station entlang schleicht. Alles fällt von dir ab wie eine alte Haut: der Beruf, die Karriere, Familie, Freunde und Bekannte. Zuletzt gibt’s nur noch dich und den Krebs.

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 GfBK Patientenberichte – Georg Jasper schildert seinen Weg im Beitrag: Leben nach dem Magenkrebs - ein ganz eigener Weg aus dem KrebsIm Alter von 60 Jahren musste Georg Jasper der Magen vollständig entfernt werden. Viele Jahre nach dieser Diagnose fühlt er sich ganz ausgezeichnet.


weiterlesen: Signal 4/2003: Georg Jasper, Leben nach dem Magenkrebs

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GfBK Patientenberichte – Anette Frischkorn-Vorwald schildert ihren Weg im Beitrag: Kreativ sein - um ein neues Bewusstsein zu entwickelnAls ich am 24.09.2002 die Diagnose „Brustkrebs“ erfuhr, habe ich gleich mit mir kooperiert. Ich nahm Tonerde in die Hände und formte damit meine Brust. Ich schnitt den TONTUMOR heraus und warf ihn in einer Geste der Befreiung weit, weit weg ins Grüne. Dieser Augenblick hat mich total aufatmen lassen und zu neuen Ufern getragen. Ich hatte auf eine kreative Weise eine Alternative gefunden, die mir die Angst nahm vor Tod und körperlichem Verfall. Meine Gefühle verwandelten sich in Richtung Leben. Ein intuitives Wissen durchfuhr mich, dass es möglich ist, in großen Krisen glücklich zu sein. 

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GfBK Patientenberichte – Anja Forbriger schildert ihren Weg im Beitrag: Ich spreche mit der Angst - Du kriegst mich nicht unter Zunächst ist es nur eine lästige Beule am Hals, die Anja Forbinger bewegt den Arzt aufzusuchen: Der 27-jährigen Studentin wird mitgeteilt, dass sie an Krebs erkrankt ist - Morbus Hodgkin. Das war 1994. Für sie beginnt ein Leidensweg, der dem vieler Krebspatienten gleicht: Der Schock bei der Diagnose, massive Chemo- und Strahlentherapie, das eigene Unwissen über medizinische Zusammenhänge und damit das Gefühl des Ausgeliefertseins. Sieben Jahre später beschreibt sie ihre Erfahrungen und Bemühungen in dem Buch: „Leben ist, wenn man trotzdem lacht″. Wir drucken hier einige Passagen ab.

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