Spenden und unterstützen Sie die GfBK
Brustkrebserkrankungen aus biologischer Sicht
Seminar VI: 14:30-18:30 Uhr, € 25,--
Brustkrebserkrankungen aus biologischer Sicht
Leitung: Dr. Johann Gehl, Dr. Nicole Weis
Frauen mit Brustkrebs haben gute Chancen, geheilt zu werden. Bei der Frage, welche Therapien möglich oder empfehlenswert sind oder was ergänzend zur Bewältigung der Krankheit getan werden kann, gibt es jedoch keine pauschalen Antworten, da auch scheinbar gleiche Tumorerkrankungen unterschiedlich verlaufen und Betroffene verschieden auf Behandlungen reagieren. Biologisch-ganzheitliche Therapieverfahren ergänzen die schulmedizinische Behandlung von Brustkrebs im Sinne einer optimierten Betreuung. Als Folge der Behandlung oder im Zusammenhang mit der Krankheit kommt es häufig zu Beschwerden oder Befindensstörungen. Sie lassen sich oftmals durch Mittel aus der Naturheilkunde bessern oder beheben. Das Seminar wird ausführlich mit kompetenten Vortragenden auf verschiedene medizinische und biologische Heilansätze bei Brusttumoren eingehen und natürlich Raum geben für die Fragen der Teilnehmerinnen.
Dr. Johann Gehl: Ambulante und stationäre Therapien bei Brustkrebs – ein Überblick
- Was bedeutet "integrative Onkologie"? Erklärung der Begriffe "evidence based", "leitliniengerechte Schulmedizin" und "human based" Komplementärmedizin
- Aktuelle schulmedizinische Vorsorge, Therapie und Nachsorge aufgrund der S3-Leitlinie der Fachgesellschaft
- Vier Grundelemente der Komplementärtherapie
- Verzahnung der zwei Therapieformen anhand des Beispiels unserer Klinik bzw. Arztpraxis
Dorothea Brückl: Immundiagnostik bei Brustkrebs
Brustkrebs ist bei allen neuen Erkenntnissen eine weiter zunehmende Erkrankung. Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Carcinomen. Eine schlechte Ernährung fördert diese Tumorerkrankungen. Verlusterlebnisse und andere Psycho-Faktoren erhöhen das Tumorrisiko erheblich. Andererseits gibt es neue sehr wirkungsvolle Therapien zur Heilung von Brustkrebs, wie Hormonblockaden, Antikörpertherapien, Immunstimulation etc. Ein ganzheitliches Konzept schafft beste Ergebnisse und die Chance einer echten Vorsorge oder einer dauerhaften Ausheilung.
(Autoren: Brückl, D., Schleicher, P., München)
Dr. Nicole Weis: Brustkrebs und Lebensführung – allgemeine psychologische und ernährungsphysiologische Aspekte biologischer Therapien bei Brustkrebs
Was tun nach einer Brustkrebserkrankung? Anhand dieses Vortrages wird aufgezeigt, welche ganzheitlichen Methoden im Sinne einer biologischen Krebsabwehr möglich und sinnvoll sind. Im Rahmen dieses Vortrags soll ein Überblick über psychologische und ernährungsphysiologische Aspekte bei Brustkrebs gegeben werden. Schwerpunkte in Vortrag und Diskussion stellen u. a. dar: psychische Stabilisierung, Ernährung in Vorbeugung und Therapie sowie Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkraft durch Darmregulation. Am Beispiel von sekundären Pflanzenstoffen, den sog. Bioflavonoiden, die in grünem Tee, Brokkoli, Zwiebeln, Äpfeln usw. enthalten sind, soll auf eine gesunde Ernährung aufmerksam gemacht werden.
Cordula Mühr und Dipl.-Psych. Irmhild Harbach-Dietz: Krebs und Sexualität
Als Folge der Krebserkrankung und ihrer Behandlung können verschiedene sexuelle Störungen auftreten. Diesen wird in der onkologischen Therapie häufig zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht und von den Patienten werden sie nicht ausreichend thematisiert. Diese Störungen können sowohl die Lebensqualität als auch die Beziehung zum Partner beeinträchtigen. Im Vortrag wird ein Überblick über die unterschiedlichen sexuellen Probleme gegeben, die nach Krebserkrankungen auftreten können. Anhand von Praxisbeispielen wird aufgezeigt, welche Hilfsmöglichkeiten es bei psychischen Belastungen, Kommunikationsproblemen, funktionellen Störungen und auch bei Kinderwunsch nach aggressiven Therapien gibt.
Antje Reinhardt: Physiotherapeutische Maßnahmen nach Brustkrebs – Lymphödemen vorbeugen und sinnvoll selbst behandeln
Auch wenn heute die Behandlungsformen bei Brustkrebs schonender geworden sind, entwickeln sich doch immer noch bei 20 bis 30 Prozent der brustoperierten Frauen ein Lymphödem des Armes, der Hand, der Brust oder der Brustwand. Welche Aufgaben das Lymphgefäßsystem hat, wie Lymphödeme entstehen und behandelt werden und wie Betroffene selbst an der Verhütung oder Linderung von Beschwerden mitwirken können, wird im Vortrag erläutert. Spezielle Übungen zur Unterstützung der Lymphdrainage wie Lagerungstechniken, Selbstmassage sowie die Muskelpumpe anregende Gymnastik werden vorgestellt. Die Referentin ist Ärztin und Sportwissenschaftlerin und arbeitet seit über 20 Jahren mit Frauen in der Krebsnachsorge.
Dr. Fred Ludwig (in Vertretung von Dr. Ursula Jacob): Phytoöstrogene in Ernährung und bei Brustkrebs
Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, mit Phytotherapeutika und Homöopathika eine begleitende Brustkrebstherapie durchzuführen. Neue Studien zeigen einen signifikanten Nutzen hinsichtlich der Überlebens- und Rezidiv-Rate. Kann ich Soja bzw. die enthaltenen Phytoöstrogene bei einem hormonabhängigen Brustkrebs einsetzen? Dies ist eine häufig gestellte Frage von Betroffenen, ebenso besteht Unsicherheit bei dem Thema Ernährungsumstellung mit Sojaprodukten. Wie finde ich die richtige Behandlung, welche ergänzenden Maßnahmen sind für mich die Richtigen? Dies lässt sich heute durch Erstellen eines genetischen Profils im Vorfeld einer Therapie klären. Ergänzende Maßnahmen zu einer Chemo- oder Strahlentherapie können Nebenwirkungen reduzieren und die Lebensqualität erhöhen. Anhand von Fallbeispielen werden verschiedene Möglichkeiten demonstriert und auch gerne Fragen der Teilnehmerinnen besprochen.
Dr. Nicole Weis: Selen und orthomolekulare Substanzen bei Brustkrebs
Der Ernährungszustand eines Krebspatienten hat große Bedeutung für sein Wohlbefinden und den Verlauf der Erkrankung. Ernährungsstörungen sind bei Tumorpatienten häufig und können durch den Tumor selbst, durch die Folgen therapeutischer Maßnahmen und durch Veränderungen im Stoffwechsel bedingt sein. Neben einem erhöhten Nährstoffbedarf als Folge von tumor- und therapieinduzierten Stoffwechselvorgängen wird oft ein verminderter Appetit beobachtet. Aufgrund dieses erhöhten Bedarfs, der z. B. durch Chemo- oder Strahlentherapie noch weiter ansteigt, ist es für Tumorpatienten neben einer gesunden Ernährung wichtig, regelmäßig Vitamine und Spurenelemente einzunehmen. So wird durch eine gezielte Gabe von Vitaminen und Spurenelementen die Verträglichkeit von tumordestruktiven Therapien verbessert. Außerdem wirken eine ausgewogene Ernährung und Vitaminsubstitution im Sinne einer Sekundärprävention, indem - in epidemiologischen Studien nachgewiesen - die Infektanfälligkeit und Krebsmortalität gesenkt wurde, die Bildung von Karzinomen reduziert und der Erkrankungsverlauf positiv beeinflussen werden kann. Im Rahmen dieses Vortrags soll ein Überblick über die Anwendung orthomolekularer Substanzen, Selen sowie Enzymen gegeben werden.



