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Forschungsförderung durch die GfBK

Anfänglich war die GfBK ausschließlich als Institution gedacht, die gezielt Forschungen zum Thema biologische Therapien unterstützte. Zunächst mußten Sponsoren aufgetan werden und ein solider finanzieller Grundstock geschaffen werden. Unter der Leitung von Prof. Renner nahm der Wissenschaftliche Beirat 1983 seine Tätigkeit auf, dessen Mitglieder sich aus Wissenschaftlern und praktizierenden Medizinern zusammensetzen. Seit 1989 koordiniert Prof. Rimpler, emeritierter Direktor des Instituts für Medizinische Chemie der Medizinischen Hochschule Hannover, die Geschicke des Wissenschaftlichen Beirates.

Seit 1982 wurden über 130 Forschungsvorhaben mit einem Finanzvolumen von knapp € 1.000.000,- gefördert; die Höhe der Förderung des einzelnen Forschungsprojektes lag zwischen € 2000,- für Promotionsstipendien und € 30.000,-.

Beispielhaft sollen hier einige wichtige geförderte Arbeiten genannt werden:

  • Einen patientenzentrieten Ansatz hatte die Forschungsarbeit von Prof. Bühring zum Thema „ Physikalische Therapie bei Patientinnen mit Mamma Ca zur Verbesserung der Lebensqualität", die 1994 gefördert wurde. In der Studie wurde die Auswirkungen der Hydrotherapie auf die Lebensqualität der Patientinnen. Die Studien zeigte, dass mit Kaltwasserreizen sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenszufriedenheit positiv beeinflusst werden kann.
  • Die Forschungsarbeit von Dr. K. H. Adzersen an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, Ambulanz für Naturheilkunde: „Ist es möglich, daß Auftreten von Brustkrebs zu beeinflussen? - Studie zur Rolle von Ernährung und Bewegung" untersucht und erfasste die Ernährungsgewohnheiten und die körperliche Aktivität und ebenso alle anderen wesentlichen Brustkrebsrisikofaktoren von über 300 Patientinnen. Diese wichtigen Untersuchungsdaten werden analysiert und ausgewertet, um zu sehen, ob Frauen zum Beispiel mit einem hohen Gemüseverzehr oder viel körperlicher Aktivität ein verändertes Brustkrebsrisiko zeigen. Bewertet werden auch Obstverzehr, Ballaststoffaufnahme sowie die möglichen Wirkungen unterschiedlicher Vitamine. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Verhütung die Ernährung und Bewegung als selbstbestimmte Lebensstilfaktoren an erster Stelle stehen. Die Datenerhebung erfolgte mit Unterstützung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr.
  • In einer von Prof. Dr. H. Rainer Maurer, Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie geleiteten Studie zum Thema Enzyme konnte festgestellt werden, dass Bromelain eindeutig auch unter oraler Gabe bei Brustkrebs-Patientinnen immunologische Anti-Tumor-Wirkungen hervorrufen kann. Um den therapeu­tischen Stellenwert von Bromelain in der Onkologie künftig noch klarer zu definieren, sollten weiterführende, präklinische und klinische Untersuchungen durchgeführt werden. In klinischen Studien sollten als interessierte Zielkriterien u. a. Effekte auf Lymhödeme bei Brustkrebstumoren, Bauchspeicheldrüsen­tumoren und hinsichtlich der Metastasen-Prophylaxe untersucht werden.

Forschungsprojekte

1 2001 - Feldenkrais
2 2002 - Akustische Stimulation
3 2003 - Dendritische Zellen
4 2004 - Glioblastom
5 2006 - Vakzination
6 2006 - Heilpilze
7 2005 - Aromatase
8 2006 - Geistiges Heilen
9 2007 - Feldstimulation
10 2008 - Tumorhemmendes Prostaglandin
11 2009 - Atemtherapie, Autogenes Training
12 2010 - Überprüfung der Wirkung der Interventionen Atemtherapie, Autogenes Training und Gesundheitstraining auf Lebensqualität, Stimmung und Copingstrategien in der Nachsorge bei Patientinnen mit Mammakarzinom