Ärzteinformationen
Warum komplementäre Krebsmedizin?
Ein neuer Begriff setzt sich für zusätzliche Behandlungsverfahren in der Krebstherapie durch: "Komplementäre Medizin". Auch die konventionelle Onkologie rückt von der Bezeichnung "alternative Krebstherapien" ab, weil die biologischen Behandlungen keine alternativen, sondern meistens ergänzende Behandlungen sind. Sie sind ein Teil eines auf das Individuum abgstimmten ganzheitlichen Therapiekonzeptes.
Unter "komplementären onkologischen Therapieverfahren" sind alle Mittel und Methoden zu verstehen, die geeignet sind, die konventionellen tumorzerstörenden Therapien, also Operation, Strahlen- und Chemotherapie, zu ergänzen und zu optimieren. Mit diesen Behandlungen kann die "therapeutische Lücke" geschlossen werden, die für die meisten Patienten entsteht, wenn die klinische Behandlung abgeschlossen ist und nur noch die abwartende Nachsorgeuntersuchung empfohlen wird. Komplementäre Therapien vervollständigen die üblichen Standardmethoden der Hochschulmedizin und leisten somit einen Beitrag zur ganzheitlichen Betrachtungsweise von Krankheiten. Eine adjuvante Immuntherapie sollte grundsätzlich in Erwägung gezogen werden, um Tumorprogression, Rezidive und Tumordissemination prophylaktisch zu beeinflussen. Konventionelle Verfahren der Krebstherapie beeinflussen primär den Prozess der Erkrankung, unkonventionelle Verfahren beeinflussen den Prozess der Gesundung.
Ein ganzheitlich-komplementäres Therapiekonzept beinhaltet folgende Basistherapien:
- psychische Begleitung
- Stoffwechselaktivierung
- Entgiftung/Störfeldsanierung
- Immunmodulation
Unsere Broschüre Komplementäre Krebsmedizin gibt Ihnen wertvolle Anregungen für den Praxisalltag. Darüber hinaus steht Ihnen unserer Ärztlicher Beratungsdienst selbstverständlich für den fachlichen Austausch bei einer individuellen Patientenbegleitung zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Rückrufzeitraum über unsere Zentrale Beratungsstelle in Heidelberg (Telefon: 06221 138020).
DZO-News
Hier finden Sie die Meldungen, die von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. regelmäßig in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie veröffentlicht wurden.
Im Gegensatz zu den FAQ für Patienten werden hier vor allem medizinische Fachbegriffe verwendet. Daher bitte für die Suche vor allem Fachbegriffe verwenden.
Mitgliedschaft für Ärzte und Therapeuten
Ihre Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. zeigt uns, dass sich die Ziele der Gesellschaft auch in Ihren eigenen Zielen zur Begleitung von Krebspatienten wiederfinden. Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie unsere Arbeit, die wir alleine aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanzieren. Dafür bedanken wir uns herzlich!
Die Mitgliedschaft für Ärzte und Therapeuten (Jahresbeitrag ab € 100,--) beinhaltet:
- den Bezug der Mitgliederzeitschrift SIGNAL (vierteljährlich)
- den Bezug der Deutschen Zeitschrift für Onkologie (DZO) (vierteljährlich)
- ermäßigte Eintrittspreise bei Veranstaltungen der GfBK (z. B. Kongresse, Therapeutenfortbildung "Integrative Biologische Krebsmedizin IBKM")
Falls gewünscht, nehmen wir Ihre Praxisadresse in unsere Therapeutenliste mit direktem Link zu Ihrer Praxis-Homepage (sofern vorhanden) auf.
Therapeutenfortbildung
Integrative Biologische Krebsmedizin (IBKM) – Grundausbildung in Theorie und Praxis
• mit umfangreicher E-Learning CD zum Selbststudium
• unabhängig von Pharmaindustrie und Geräteherstellern
• veranstaltet von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) und der Akademie im LEBEN, in Kooperation mit DGO, DGHT, EGAI, NATUM e.V.
• zertifiziert mit Fortbildungspunkten bei der LÄK
Dieser Kurs ist keine gewöhnliche Weiterbildung: Es geht um mehr! Im Mittelpunkt steht die Vermittlung eines klar strukturierten Konzeptes der Begleitung von Krebspatienten, wie es eine auf Menschenwürde und biologischen Gesetzen basierende Medizin erfordert. Der Kurs vermittelt, wie die IBKM nach derzeitigem Wissensstand sowohl die Lebensqualität gewährleistet als auch vielfach in der Lage ist, die Prognose der Erkrankung wesentlich zu verbessern. Die IBKM betrachten die Veranstalter als Basis, die mehr als nur ergänzend oder komplementär ist. Die ganzheitliche Betrachtung von Körper, Geist und Seele findet sich in allen Teilen des Kurses wieder. Ein hoher Anteil an praktischen Demonstrationen und die Nutzung moderner Medien der Wissensvermittlung wird Sie in die Lage versetzen, viele Aspekte der IBKM schnell in die eigene Praxis oder Klinikarbeit umzusetzen.
Der nächste Grundlagenkurs findet vom 8. bis 10 März 2013 in Heidelberg statt.
Information:
Akademie im LEBEN, Tel. 03661 676396, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
GfBK Heidelberg, Tel. 06221 138020, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Info-Flyer zum Grundlagenkurs in Heidelberg im März 2013
Grundlagen- und Praktikumskurs in Greiz am 14. und 15. Juni 2013
Erweiterungs-Praxiskurse gemäß den Ankündigungen der Fachgesellschaften
Therapeutenliste
Sehr oft werden wir von Patienten oder Angehörigen nach Adressen von ganzheitlich arbeitenden Ärzten, Therapeuten oder Psychoonkologen gefragt. Wir führen deshalb eine Therapeutenliste, die wir auch auf unserer Internetseite hinterlegen (zur Therapeutenliste). Dort finden interessierte Patienten einen direkten Link zu den aufgeführten Praxen.
Unsere Therapeutenliste wird kontinuierlich aktualisiert und informiert über das diagnostische und therapeutische Angebot der genannten Praxen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es können damit verständlicherweise auch keine Qualitätsaussagen oder direkte Empfehlungen zu den einzelnen Praxen verbunden werden.
Wenn Sie Ihre Praxisadresse in unsere Therapeutenliste aufnehmen lassen möchten, benutzen Sie bitte das nebenstehende Formular mit Fragebogen zu Ihrem Praxisangebot. Über Ihre Unterstützung unserer Arbeit in Form einer therapeutischen Mitgliedschaft würden wir uns freuen. Der Mitgliedsbeitrag für Therapeuten beträgt € 100,-- pro Jahr.
Fragen beantwortet Ihnen Astrid Willige, Tel.: 06221 13802 24, E-Mail:
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30 Jahre GfBK - Jubiläum 2012
Mehr als 300 Personen feierten am 6. Mai 2012 in Heidelberg das 30-jährige Jubiläum der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr. „Die Idee einer ganzheitlichen biologischen Behandlung mit den vier Säulen Psyche, Körper, Stoffwechsel und Immunsystem hat sich als zukunftsweisend gezeigt", sagte Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr. Die Gesellschaft stehe seit ihrer Gründung vor 30 Jahren für ein erweitertes Denken in der Medizin, „weg von der verengten Perspektive auf das lokale Symptom des Krebses hin zu einem Blick auf den ganzen Menschen", so Irmey weiter. „Doch von einer wirklich auf den einzelnen Menschen abgestimmten Therapie sind wir in der Onkologie noch weit entfernt."
Der Gesellschaft geht es nicht um ein „entweder – oder" in der Krebstherapie, sondern um ein „sowohl als auch". „Eine sinnvolle Symbiose von konventionellen, innovativen Verfahren und komplementären Krebstherapien steigert die Heilungschancen, senkt das Rückfallrisiko und verbessert die Lebensqualität von Krebskranken", sagte Dr. med. Heinz Mastall, Gründungsmitglied und Vizepräsident der GfBK. „Können wir uns gegen die etablierte Onkologie durchsetzen", hätten sich die Gründer der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr vor 30 Jahren gefragt", so Gründungsmitglied Dr. Heinz Mastall weiter. „Wir haben uns durchgesetzt, können wir heute sagen. Wir werden gehört, wenn es um die integrative Krebstherapie geht."
Die Ideen der Wegbereiter einer ganzheitlichen, integrativen Krebstherapie finden mehr und mehr Ankerkennung, berichtete der Ärztliche Direktor Dr. med. György Irmey. Es gebe keine körpereigene Abwehr gegen Krebs, sei Anfang der 80er Jahre die Lehrmeinung gewesen. Heute gilt die Tumorimmuntherapie als 4. Säule der Krebsbehandlung. Heilweisen wie Achtsamkeitsmeditation seien lange als esoterisch abgetan worden, heute werden sie etwa in der Deutschen Gynäkologischen Gesellschaft als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert.
Zu einer humorvollen „Reise in das unerforschte Land intuitiver Entscheidungen" lud Gastredner Prof. Dr. phil. Gerd Gigerenzer ein, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Intuition ist für Gigerenzer „gefühltes Wissen, das rasch im Bewusstsein auftaucht und stark genug ist, um danach zu handeln, auch wenn dessen tiefere Gründe uns nicht bewusst sind." Bei wichtigen Entscheidungen greifen Menschen auf dieses gefühlte Wissen zurück. Man hat Angst in der Gesellschaft vor Bauchentscheidungen", konstatierte Gigerenzer. Das führe zum Beispiel zu defensiven Entscheidungen, wie das Institut etwa bei Managern und Ärzten untersuchte. Man schlägt gegen die eigene Intuition einen Weg vor, den man für schlechter hält, der aber rational begründbar sei. „Wir müssen das Vertrauen auf die gute Intuition ausbilden und den Mut haben das Leben selbst in die Hand zu nehmen", so Gigerenzers Plädoyer.
Für Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf Verres ist Hoffnung einer der allerwichtigsten Ressourcen, um mit Bedrohungen umzugehen. „Menschen können Hoffnung nur dann zur tragenden Kraft werden lassen, wenn sie auch den Gegenpol zulassen, Hilflosigkeit und Angst", so der Ärztliche Direktor des Institutes für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Heidelberg in seinem Festvortrag. Ärzte funktionierten im auf Effizienz getrimmten Medizinbetrieb kognitiv: analysieren, diagnostizieren, rational kalkulieren. Da sei es schwer, sich auf die Tiefendimension von Gefühlen einzulassen. „Nur wenn ich mich für den einzelnen Menschen interessiere, kann ich als Arzt wirksam sein", so Verres weiter. Da halte die Gesellschaft für Biologische Krebstherapie der Schulmedizin den Spiegel vor mit ihrer Idee einer individuellen, menschlichen Krebstherapie.
Mit über 20.000 Mitglieder und Förderern ist die GfBK heute die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche, biologische Heilweisen gegen Krebs im deutschsprachigen Raum. Das sei ein Verdienst der Mitarbeiter mit ihrem Engagement, ihrer hohen Fachkompetenz und ihrem Idealismus", so Prof. Dr. med. Karl Friedrich Klippel, seit 1991 Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. „Sie haben das Bild der GfBK in der Öffentlichkeit geprägt." Besonders bedankte er sich beim Ärztlichen Direktor Dr. med. György Irmey. Er gratulierte ihm zu dessen persönlichen 25-jährigen Jubiläum in der GfBK und ernannte Dr. Irmey zum Ehrenmitglied der Gesellschaft.
Änderung bei Erstattungsfähigkeit anthroposophischer Mistelpräparate
Seit kurzem liegt die schriftliche Urteilsbegründung des Bundessozialgerichtes (BSG) zur Frage vor, inwieweit das Bundesgesundheitsministerium (BMG) inhaltlich Einfluss auf die Arzneimittelrichtlinie ausüben darf. Die veröffentlichten Urteilsgründe in diesem langjährigen Rechtsstreit betreffen leider die Erstattungsfähigkeit der anthroposophischen Misteltherapie in der adjuvanten (unterstützenden) Situation.
Kurz zusammengefasst ergeben sich folgenden Konsequenzen:
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Obwohl die Zulassung der anthroposophischen Mistelpräparate auch die adjuvante Tumortherapie mit einbezieht, ist durch die Urteilsbegründung des BSG die Verordnungsfähigkeit zulasten der GKV in der adjuvanten Situation zurzeit akut gefährdet.
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Ab dem Datum der Veröffentlichung der Urteilbegründung in einer Fachzeitschrift (ab 22. September 2011) besteht für Ärzte leider ein deutliches Regressrisiko, wenn Mistelpräparate, auch der anthroposophischen Therapierichtung außerhalb der palliativen Tumortherapie auf Kassenrezept verordnet werden.
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Bis zur Veröffentlichung (d. h. bis zum 22.9.2011) können Ärzte von einem Vertrauenstatbestand ausgehen, der die GKV-Verordnung der Mistelpräparate in der adjuvanten Tumortherapie (Anwendung vor oder nach kurativer Therapie zur Verbesserung der Heilungschancen, z. B. rezidivfreie Patienten nach vollständiger Tumoroperation) stützt.
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Selbstverständlich besteht nach wie vor für die Patienten die Möglichkeit, sich von der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse eine individuelle Kostenübernahme bestätigen zu lassen.
In der Stellungnahmen des Dachverbandes der Anthroposophischen Medizin in Deutschland e.V. (DAMID) wie auch der beiden Firmen Weleda und Helixor finden Sie weitere detaillierte Darstellungen und Hinweise zu der Problematik.
Benefizveranstaltung für die GfBK
Sehr geehrte Interessentinnen und Interessenten, liebe Vortragsbesucher, liebe Mitglieder,
wir können zufrieden auf einen gelungenen IMPULS-Tag zurückblicken. Viele interessierte Besucher nutzten das abwechslungsreiche Angebot aus dem Bereich der humanistischen Psychologie. Inspirierende Vorträge, Meditation, Gesang und Kurzworkshops bildeten einen bunten Klangteppich, der abends bei Snacks, einem Glas Prosecco und der musikalischen Untermalung des „Duo Amarcord“ abgerundet wurde. Der Betrag von 800,- Euro, bei dem der Verein IMPULS wie üblich jeden eingehenden Euro verdoppelte, geht an die Biologische Krebsabwehr (GfBK) in Heidelberg.
Dr. med. Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK, war leider am Abend terminlich verhindert, ließ jedoch schriftlich seinen Dank ausrichten.
Mit freundlichen Grüßen
IMPULS Mannheim e.V., Geschäftsstelle
Karin K. Seifried
668199 Mannheim
www.impuls-mannheim.de
CD Dankbarkeit von Herzen (Meditative Heilimpulse)
Ab sofort ist als neuestes Benefizprodukt der GfBK die CD "Dankbarkeit von Herzen, Meditative Heilimpulse" lieferbar.
Gerade in der kommenden Adventszeit scheint mir das Thema Dankbarkeit von herausragender Bedeutung zu sein. Wir achten in unserem Alltag viel zu wenig, dass wir für so vieles in unserem Leben dankbar sein dürfen. Tagtäglich bekommen wir eine unendliche Vielfalt an Ereignissen, materiellen Dingen, Emotionen, kleinen und großen Wundern und vielem mehr vom Leben geschenkt, die so selbstverständlich geworden sind, dass wir sie gar nicht mehr achten wollen. Diese Tatsache motivierte mich und meinen lieben Kollegen Ebo Rau für Sie unser neustes Benefizprodukt - die Meditations-CD „Dankbarkeit von Herzen“ - zu entwickeln.
Meditative Heilimpulse, die die Seele berühren
Günther Baumgärtner realisierte als Musiker, Sänger und Produzent den musikalischen sowie tontechnischen Teil dieser CD. Jens Gawandtka unterstützte uns mit seinen Herzmotiven aus der Natur.
Die CD enthält mehrere Meditationen, die unser Augenmerk auf das Gute richten helfen, das uns täglich widerfährt. Sie lenken den Blick auf viele gesunde Anteile in uns. „Nicht nur die kranken Anteile in Dir brauchen Aufmerksamkeit, sondern vor allem auch die gesunden” sagt Ebo Rau völlig zu Recht. Auch wenn bei einer Krankheit wie Krebs Leid nicht immer unausweichlich ist, so gilt es doch bewusst mit guten Gedanken und Heilimpulsen, unsere seelischen Widerstandskräfte zu stärken. Die CD ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für Freunde, Familie, für Ihre Patienten und auch für Sie selbst.
Hier können Sie die CD gegen eine Spende von € 7,- plus Versandkosten bestellen.
Auf unserer Internetseite haben wir drei Dateien aus dieser CD „Dankbarkeit von Herzen” zum kostenfreien Download für Sie bereitgestellt.
Dr. Irmey im Gespräch mit Pfarrer Jürgen Fliege
Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. wurde zur Aufnahme einer Sendung bei Fliege TV eingeladen.
Die Sendung mit dem Titel "Den Krebs ganzheitlich behandeln" läuft am 26.4., 1. und 12.5.2011 um 16 Uhr auf BW Family TV (im Kabelnetz von Baden-Württemberg) und am 23.4. sowie am 10.5.2011 um 16.30 Uhr auf Rhein Main TV (europaweit über Satellit und im Rhein-Main-Gebiet über Kabel und Antenne).
Die Sendung kann im Internet abgerufen werden:
http://www.fliege.de/talkshow/index.php?id=36174
Fortbildung für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychologen
Am 19. und 20. November 2010 beginnt mit dem Grundlagenkurs in Heidelberg die Fortbildung «Integrative Biologische Krebsmedizin», die von der GfBK in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Onkologie (DGO), der Deutschen Gesellschaft für Hyperthermie (DGHT), der Europäischen Gesellschaft für angewandte Immunologie (EGAI) und der Akademie im LEBEN veranstaltet wird. Die Fortbildung besteht aus insgesamt vier Kursen, einem Grundlagenkurs (Heidelberg) sowie einem Grundlagenpraktikumskurs (Greiz) und zwei Erweiterungs- und Praxiskursen (Bad Aibling, Zetel).
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung: GfBK, Zentrale Beratungsstelle Heidelberg.
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Gedenkfeier für GfBK-Vorstandsmitglied E. Dieter Hager
In einer bewegenden Feierstunde haben Politiker, die Familie, Freunde, Kollegen und Patienten des international anerkannten Krebsmediziners Dr. Dr. Erich Dieter Hager gedacht. Bei der Veranstaltung in Bad Bergzabern am 15. Januar, Hagers 63. Geburtstag, hoben die Redner Hagers Bedeutung für die komplementäre Krebsmedizin hervor.
Das Gründungsmitglied der GfBK war am 13. Dezember in der von ihm geleiteten BioMed-Klinik in Bad Bergzabern nach langer Krankheit gestorben. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck nannte in seiner Rede den Mediziner und Physiker eine „integrative und visionär einzigartige Persönlichkeit“.
Gestalter des eigenen Lebens sein, nicht Opfer der Krankheit
Für mehr individuelle Therapie und Verantwortung von Krebspatienten – 750 Teilnehmer beim Internationalen Kongress für Biologische Krebsabwehr am 4. und 5. Mai 2013 in Heidelberg
Den Dschungel wählte Dr. György Irmey als Bild für die Situation von Krebskranken. „Sie werden mit zu vielen Therapien, zu vielen Methoden, zu vielen Ratschlägen traktiert", sagte der Ärztliche Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in seinem Einführungsvortrag. Der 16. Internationale Kongress für Biologische Krebsabwehr am 4.und 5. Mai in Heidelberg setzte Information, Austausch und Orientierung dagegen. 750 Patientinnen und Patienten, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage lang über ganzheitliche Krebsmedizin. In interaktiven Foren beantworteten Ärzte Fragen von Patienten, in persönlichen Sprechstunden konnten sich Betroffene beraten lassen. In Kursen erprobten Erkrankte biologische Methoden von der Visualisierung über heilsames Singen bis zur Aktivierung innerer Selbstheilungskräfte.
Krebstherapie muss individuell sein
Der einzelne Patient gerate aus dem Blick, wenn im Medizinbetrieb Patienten zu normierten Standardfällen würden, so Dr. Irmey. „Eine standardisierte Therapie von Krebs ist nicht wirkungsvoll, weil der einzelne Mensch nicht standardisierbar ist." Zudem gerieten Patienten unter hohen Druck, wenn sie den Standard-Leitlinien nicht folgten. „Die Krankheit ist nicht so schlimm, viel schlimmer ist der Druck der Ärzte", zitierte Irmey eine Patientin. So sei nicht nur die Krankheit Krebs angst- und stressbesetzt, sondern auch die sie behandelnde Medizin. Doch Angst und Stress förderten die Krankheit. Für die Gesundung sei wichtig, dass Menschen Verantwortung für sich und ihre Behandlung übernehmen. „Ich bin nicht Opfer meiner Krankheit, sondern bin Gestalter meines Lebens", so Dr. Irmey.
Individuelles Maß statt Norm
Die evidenzbasierte Medizin nehme Normwerte als Orientierung für den Heilungsprozess, kritisierte auch der Philosoph und bekannte Autor Dr. Christoph Quarch in seinem Vortrag. Es gehe nicht um die Norm, den statistischen Durchschnitt, sondern um das individuelle Maß. „Was fehlt dem konkreten Menschen mit seinem individuellen Körper, seiner individuellen Umwelt, seiner individuellen Geschichte und seiner individuellen Seele, damit er wieder in die innere Balance kommt?" Die konventionelle Medizin folge heute weitegehend der Idee des Machens, dem Wegnehmen der Symptome. Doch sei vornehmste Aufgabe der Heilkunst das Wiederherstellen des natürlichen Gleichgewichts des Lebens. „Und zwar deshalb, weil der menschliche Organismus beseelt ist – und alles, was lebt, darauf angelegt ist, mit sich und seiner Umwelt in Einklang zu sein."
Brustkrebs aus biologischer Sicht
Trotz immer teurerer Leitlinien-Therapien habe sich die Mortalitätsrate bei Brustkrebserkrankungen zwischen 2003 bis 2010 nicht verbessert, stellte Dr. med. Achim Schuppert fest. Gründe für den ernüchternden Befund sieht Schuppert in Qualitätsmängeln der konventionellen Krebstherapie. Brustkrebs werde immer noch lediglich als lokales Geschehen betrachtet, Diagnostik und Therapie seien deshalb eingeschränkt. Ganzheitliche Krebstherapie widme sich hingegen ausführlich der Frage, welche körperlichen und psychischen Belastungen zur Erkrankung beigetragen haben. Als Beispiele nannte er Traumata, Dauerkonflikte, Stress, Alkohol, Medikamente, chronische Entzündungen, ungesunde Ernährung. „Wenn wir den gesamten Menschen in den Blick nehmen, können wir diffe-renzierter und individuell abgestimmt behandeln."
Kongress für Patienten
Ein wichtiges Anliegen des Kongresses ist, dass ausgewiesene Fachleute wissenschaftliche Ergebnisse für Laien verständlich präsentieren. So referierte Professor Dr. med. Jörg Spitz über das lang unterschätzte Vitamin D, das die Entwicklung von Krebs und die Bildung von Metastasen bremst. Menschen, die hohe Vitamin-D-Spiegel im Blut aufweisen, erkranken bis zu 40 Prozent seltener an Darmkrebs, zitierte Spitz eine große Studie aus zehn westeuropäischen Ländern. In Deutschland sind 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung mangelversorgt durch Vitamin D, besonders im Winter, so Spitz. „Das Sonnenhormon Vitamin D gehört in jede Hausapotheke – und Menschen brauchen regelmäßig Sonne."
Hoffnung und Mut schöpfen
Im interaktiven Forum am Sonntag berichteten Patienten über ihren ganz persönlichen Heilungsweg. Ute Roy aus Nussloch bei Heidelberg hat gerade das Buch „Russisch Roulette" über ihre Genesungsgeschichte veröffentlicht. „Sie spielen Russisch Roulette", hatte ihr eine Ärztin gesagt, als sie nach ihrer Brustkrebs-Operation die sechswöchige Bestrahlung und eine mehrjährige Behandlung mit einem Anti-Östrogen ablehnte. Das war vor neun Jahren. Ute Roy will anderen Patientinnen und Patienten „Mut machen, eigenen Wege zu beschreiten. Es ist wichtig, bei der Wahl der Therapien eigenverantwortlich mitzubestimmen und aktiv am Therapieverlauf mitwirken, um sich aus der Ohnmacht zu befreien."
„Gestalter des eigenen Lebens sein, nicht Opfer der Krankheit”
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor
Bildnachweis: © Gabriele Schilgen/GfBK
750 Besucher informierten sich zwei Tage lang über ganzheitliche Krebsmedizin.
Bildnachweis: © Gabriele Schilgen/GfBK
GfBK Jubiläumsveranstaltung 2012
Hier finden Sie das Veranstaltungsprogramm
In dreißig Jahren ist die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) zur wichtigsten bundesdeutschen Beratungsorganisation für Patienten und Ärzte bei Fragen zu biologischen Heilweisen bei Krebserkrankungen gewachsen.
Aus einer kleinen engagierten Gemeinschaft von 26 Wissenschaftlern und Ärzten zur Förderung wissenschaftlicher Studien auf dem Gebiet der komplementären Onkologie hat sich eine angesehene Gesellschaft mit über 20.000 Mitgliedern und Förderern entwickelt.
Sehr bald wurde erkannt, dass krebskranke Menschen angewiesen sind auf vielseitige Informationen und umfassende Orientierungshilfen, auch wenn nicht alles von der Wissenschaft abgesichert werden kann. Diese Unterstützung und Orientierungshilfe sollte nicht einseitig sein, musste unabhängig sein und durfte sich nicht an kommerziellen Interessen orientieren.
Die vielfältigen persönlichen und schriftlichen Informationen der GfBK gaben in drei Jahrzehnten Hunderttausenden von Krebskranken neue Motivation und Hoffnung im Umgang mit dieser schweren Erkrankung. Die Zentrale Beratungsstelle in Heidelberg wird im Jahre 2012 von sieben regionalen Beratungsstellen in ihrer Arbeit unterstützt.
Erst wird das Neue belächelt, dann bekämpft und schließlich ist man schon immer da gewesen. Diese ironisch selbstkritische Einschätzung über den Fortschritt in der Wissenschaft allgemein und in der Medizin im Besonderen scheint mir auch besonders für eine biologische komplementäre oder integrative Krebsmedizin zuzutreffen.
Heute werden Themen, die von uns vor dreißig Jahren zukunftsweisend angesprochen wurden, wie Entspannung und Visualisieren, Bewegung, Ernährung oder der Einsatz immunologischer Substanzen, sogar als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert, galten sie bis vor kurzem noch als esoterisches Gedankengut. Wir freuen uns über alle, die am 6. Mai 2012 zu unserer Jubiläumsveranstaltung kommen und mit uns diesen Anlass mit ganz besonderen Referenten und in einem frohen Rahmen feiern wollen.
Ihr
Dr. med. György Irmey
Ärztlicher Direktor der GfBK
GfBK Kongress am 4. und 5. Mai 2013 in Heidelberg
Ein neuer Veranstaltungsort und eine neue zeitliche Verteilung von Vortrags- und Kursprogramm erwartet Sie bei unserem Heidelberger Patienten-Arzt-Forum, dem
16. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., am
4. und 5. Mai 2013.
Bei der GfBK steht der Patient von Anbeginn an nicht nur thematisch im Mittelpunkt, sondern kann sich selbst vielfältig aktiv am Kongressprogramm beteiligen: in Kursen, Seminaren, Diskussionsrunden, mit dem persönlichen Gespräch auf einer Augenhöhe zwischen Arzt und Patient.
Einige der Vortragshöhepunkte möchten wir Ihnen schon heute mitteilen:
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Für den Eröffnungsvortrag konnten wir Dr. Christoph Quarch gewinnen. Der Autor und Philosoph begeisterte im vergangenen Herbst als Gastredner die Besucher der Medizinischen Woche in Baden-Baden - in Heidelberg wird er über „Heilkunst und Bewusstsein“ sprechen.
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Prof. Dr. Fred Fändrich, Leiter des Institutes für Zelltherapie der Universität Kiel, wird die aktuellsten Aspekte zu dem Thema der Tumorimpfung und Tumorimmunologie aufzeigen.
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Prof. Dr. Jörg Spitz kann beeindruckend darlegen, warum Krebszellen keine Sonne mögen und Vitamin D heute so essentiell in der Komplementäronkologie ist.
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Dr. med. Thomas Kroiss informiert seine Zuhörer über eine weitere innovative Methode der modernen Krebsmedizin: Die Insulin-potenzierte Therapie (IPT).
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Prof. Dr. Bernd Helmut Kröplin, ehemaliger Leiter des Institutes für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart, teilt mit uns seine faszinierenden Forschungsergebnisse zur Veränderlichkeit von Wasserstrukturen durch äußere Einflüsse.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Thema „Ernährung bei Krebs“. Ihre langjährigen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse hierzu teilen Prof. Dr. rer. nat. Ingrid Herr, Biologin und Leiterin der AG Molekulare Onkochirurgie am Deutschen Krebsforschungszentrum und mehrere andere renommierte Vortragende in einem von Dr. Nicole Weis geleiteten Seminar mit.
Weitere spezielle Patientenseminare werden für Brustkrebs und Prostatakrebs angeboten. Dr. med. Ebo Rau lädt zu seinem beliebten Seminar „Heilkraft in Dir - Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ ein. Sie können an interaktiven Foren teilnehmen und mehrere hoffnungsvolle Genesungsberichte von Menschen mit Krebserfahrung erleben. Zahlreiche Kurse bringen Sie mit vielen hilfreichen Methoden in Berührung, z. B. QiGong, Visualisieren, Heilsame Kraft der Sprache, Geistiges Heilen, Jin Shin Jyutsu, Energetische Wirbelsäulenbegradigung, Organaufstellungen, Homöopathie, Heilpflanzen, Emotional Taping, Mentales Gesundheitstraining, Chanten.
Eine individuelle Patientensprechstunde, persönliche Rechtsberatung zu Erstattungsfragen der Komplementäronkologie, ein Entspannungs- und Heilraum sowie eine Informationsausstellung runden die Veranstaltung ab.
Hier finden Sie das detaillierte Programm zum Download. Sie können das Programm auch per Briefpost bestellen – und sich zur Teilnahme anmelden.
GfBK Mitarbeiterfortbildung 2010
Im April 2010 nahmen die GfBK-Mitarbeiter/-innen aus allen Beratungsstellen an einer zweitägigen Fortbildung in Lobbach bei Heidelberg teil.
Neben der Besprechung von organisatorischen Punkten stand diesmal das Thema "Selbstfürsorge" im Vordergrund. Um die beraterische Kompetenz zu erhöhen, wurde hierzu in Form von kurzen Vorträgen, Übungen und Diskussionen gearbeitet.
Die ärztlichen Berater/-innen trafen sich in einer separaten Nachmittagsrunde, um neue Aspekte der komplementären Krebstherapien zu besprechen, fachliche Fragen zu klären und sich im Sinne einer einheitlichen Beratungspraxis auszutauschen.
{backbutton}Homöopathie bei Brustkrebs wirksam - wissenschaftlich belegt
Das Anderson Cancer Center der Universität von Texas hat in einer Laborstudie nachgewiesen, dass homöopathische Mittel die Apoptose (programmierter Zelltod) von Brustkrebszellen hervorrufen können. Auch verzögerten oder stoppten sie die Vermehrung der Krebszellen im Test. Zwei der untersuchten Homöopathika (Carcinosin und Phytolacca) erreichten ähnliche Ergebnisse wie der bei Brustkrebs meist verwendete Wirkstoff in der Chemotherapie, Pacliataxel (Taxol). Auch Conium und Thuja zeigten sich als giftig für die Brustkrebszellen. Zum Einsatz kamen homöopathische Potenzen zwischen C3 und C200. Neben den amerikanischen Wissenschaftlern waren an der Studie auch indische Ärzte beteiligt. In Indien werden Krebspatientinnen mit diesen homöopathischen Mitteln bereits erfolgreich behandelt. Gerade angesichts der in Amerika weitverbreiteten Skepsis gegenüber der Homöopathie ist dieses Ergebnis erfreulich.
Quelle: MOSS Report A Tipping Point For Homeopathy? 21.02.2010
Internetseite wiederholt mit dem Gütesiegel "geprüfte Homepage" zertifiziert
Die Internetseite der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) e.V. wurde von der renommierten Stiftung Gesundheit mit dem Gütesiegel „Geprüfte Homepage” ausgezeichnet.
Nachdem wir unsere Interntseite Ende des Jahres 2010 neu gestalteten und neu strukturierten, prüfte die Stiftung Gesundheit intensiv und zertifizierte www.biokrebs.de erstmals im März 2011 mit großem Lob.
Erneut wurde im April 2012 klar bestätigt, dass die Internetseite in qualifizierter Weise über gesundheitsrelevante Themen und Zusammenhänge informiert, um Transparenz und Sicherheit für Patienten zu fördern.
Besonders hervorgehoben wurde die Ausgewogenheit, mit der unsere Informationen auf der Internetseite angeboten werden und dass die interessierten Leser umfangreich über das Tätigkeitsfeld der GfBK und die angebotenen Leistungen informiert werden. Weiterhin wird die sehr gute Qualität der Informationen über die Auswahl der Behandlungsoptionen festgestellt.
Uns freut das sehr gute Ergebnis bei der Bewertung der Präsentation der Informationen, die in sinnvollen Gruppierungen zusammengefasst präsentiert und gut strukturiert sind. Die Gutachter lobten, dass das Layout auf der ganzen Website ruhig und ansprechend gehalten ist. Eine gute Bewertung erhielt auch die Barrierefreiheit unserer Internetseite.
Das Gütesiegel der Stiftung Gesundheit gilt jeweils für ein Jahr. Die Website wird danach einer erneuten Prüfung unterzogen. Die Gutachter waren sich einig darüber, dass in unsere Seite sehr viel Mühe und Arbeit geflossen ist und dass sie viele übersichtliche und unabhängige Informationen rund um verschiedene alternative wie auch komplementäre Therapien bei Krebserkrankungen bietet.
Über dieses Ergebnis freuen wir uns sehr und sehen uns in unserer Arbeit bestärkt, umfangreich, qualifiziert und gut verständlich über Möglichkeiten komplementäronkologischer Therapien zu informieren.
Die Stiftung Gesundheit www.stiftung-gesundheit.de ist unabhängig von Regierung, Parteien, Industrie, Verbänden und weltanschaulichen Gruppierungen. Ihre Aufgabe ist es, Transparenz im Gesundheitswesen zu schaffen und praktische Orientierungshilfe zu bieten. Die erfolgreiche Zertifizierung gesundheitsbezogener Websites zeigt jedem User: Diese Website ist gewissenhaft geprüft und verlässlich. Das Gütesiegel der Stiftung Gesundheit bedeutet, dass bei der Internetseite der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. rechtliche, technische und publizistische Güte, Userfreundlichkeit und Transparenz gewährleistet sind.
Heidelberg, im April 2012
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor
Interview mit Dr. György Irmey in Signal 3/2011
Anlässlich der Neuauflage seines Buches "110 wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs" erschien in Signal 3/2011 ein Interview mit Dr. Irmey, dem Ärztlichen Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Das Interview haben wir hier für Sie hinterlegt.
Kongress 13. bis 15. Mai 2011
Der 15. Internationale Kongress vom 13. bis 15. Mai 2011 liegt gerade hinter uns.
Wir sind glücklich über unzählige positive Rückmeldungen und über mehr als 1.000 Besucher, die mit Interesse und ihren Fragen zum guten Gelingen beigetragen haben. Nach einem ereignisreichen Kongresswochenende sind unsere Kongressgäste mit vielen Eindrücken, neuer Motivation und neuer Hoffnung im Umgang mit der Erkrankung Krebs nach Hause gefahren.
Bedanken möchten wir uns bei allen Referenten, Mitwirkenden und dem Vorstand der GfBK für die Vielfalt der Vorträge, Seminare und Kurse und die stete Bereitschaft zum Dialog mit allen Teilnehmern.
In Kürze werden wir hier detaillierte Kongress-Rückblicke, Fotos, Rückmeldungen von Besuchern und Referenten, sowie Filmaufnahmen hinterlegen.
Sollten Sie an Live-Mitschnitten der Vorträge auf Audio-CD interessiert sein, können Sie diese ab sofort bestellen. Hier finden Sie die Übersichtsliste als pdf-Dokument und die Internetseite von Medien-Service Degen, mit der Möglichkeit, auch Vorträge früherer Kongresse bestellen zu können.
Kongress Integrative Therapie des Mammakarzinoms 2012
Den eigenen Weg finden - Kongress „Integrative Therapie des Mammakarzinoms” am 4. und 5. Februar 2012 in Berlin
Im Rahmen des ersten Kongresses zur Integrativen Therapie von Brustkrebs findet am Sonntag, den 5. Februar 2012 ein von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) in Kooperation mit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. und der Patientinnen-Selbsthilfeorganisation mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. veranstalteter Patientinnentag statt.
Hier wird betroffenen und interessierten Frauen die Möglichkeit geboten, sich umfassend und fundiert in Vorträgen und Workshops über Chancen und Grenzen einzelner Behandlungsverfahren zu informieren und dabei auch weit über den Tellerrand der konventionellen Therapie hinauszuschauen. Viele Brustkrebspatientinnen wünschen sich eine integrative Therapie – das zeigen die Erfahrungen der Patientinneninitiativen. Aber sie wissen zu wenig über die Wirkung und Eignung der unterschiedlichen Behandlungsmethoden und können deren Seriosität oft nicht einschätzen. Hier will der Kongress anhand konkreter Beispiele aus Klinik und Praxis aufzeigen, welche Kriterien für die Wahl des richtigen Therapiewegs eine Rolle spielen, und er will Orientierungshilfen für die eigene Entscheidung geben.
Das Programm und die Möglichkeit der online-Anmeldung finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de
Kongress Integrative Therapie des Mammakarzinoms Februar 2012 in Berlin
Knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen, um sich auf dem Ärztekongress am 4. Februar 2012 sowie auf dem Patientinnentag am 5. Februar über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integrativen Onkologie zu informieren. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) war Mitveranstalterin des Patientinnentages. Die Leiterin der Berliner Geschäftsstelle der GfFBK, Irmhild Harbach-Dietz, sprach vielen Teilnehmern aus dem Herzen: „Ich bin sehr froh über diesen Kongress – die Zeit ist reif dafür, aus Patientinnensicht sogar überreif.″ Während die Integrative Onkologie in den USA in allen renommierten Tumorzentren selbstverständlich zum Therapieangebot gehört, hat Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf. Gut 90 Prozent der Brustkrebspatientinnen wenden Komplementärmedizin an, allerdings meist ohne mit ihren behandelnden Onkologen darüber zu sprechen. Dr. Marion Debus, Leitende Ärztin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin, sagte zu Recht: „Integrieren heißt Wiederherstellung eines Ganzen, und wir müssen uns fragen, ob nicht auch die Medizin einer neuen Ganzheit bedarf.″ Dass sich Komplementär- und Schulmedizin heute auf Augenhöhe begegnen, bestätigte auch Dr. Thomas Breitkreuz, Geschäftsführender Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland: „Wir sind dabei, eine neue Gesprächskultur zu entwickeln. Nicht mehr das Entweder-Oder steht im Vordergrund, sondern der Dialog, das macht Mut!″
Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK betonte in einer Podiumsdiskussion, wie wichtig und notwendig intensivere Wege des Miteinander von Arzt und Patient sind und dass hier im klinischen Alltag noch viel Veränderung zum Wohle der Patienten nötig ist.
Die Kongress-Seite finden Sie hier: www.kongress-integrative-therapie.de
Krebstherapie auf den Patienten zuschneiden
Die Ärzte Zeitung veröffentlichte am 12.07.2012 das Interview „Krebstherapie auf den Patienten zuschneiden″ mit Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GFBK: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=817612
Misteltherapie - Antragsformular zur Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV)
Leider hat sich in den letzten Tagen durch viele Rückmeldungen von Patienten bestätigt, dass Ärzte nicht mehr bereit sind, anthroposophische Mistelpräparate zur adjuvanten (unterstützenden oder vorbeugenden) Therapie auf Kassenrezept zu verordnen . Wie bisher wird die Misteltherapie in der sogenannten palliativen Therapie auf Kassenrezept erstattet, also zum Beispiel wenn bei Patienten Fernmetastasen auftreten oder die Krebserkrankung inoperabel ist. In der unterstützenden, adjuvanten Therapie bei einer heilbaren Krebserkrankung sind anthroposophische Mistelpräparate nach einer Urteilsverkündung des Bundessozialgerichtes zwar weiterhin arzneimittelrechtlich zugelassen, nur nicht mehr auf Kassenrezept. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen die Kosten auf Antrag übernehmen, müssen es aber nicht. Sollte Ihnen Ihr behandelnder Arzt in der derzeitigen Situation anthroposophische Mistelpräparate nicht auf Kassenrezept verordnen, haben Sie nach §13 Abs. 3 SGB V die Möglichkeit, einen Antrag auf Kostenübernahme direkt bei Ihrer Krankenkasse zu stellen und die Kostenerstattung für eingereichte Privatrezepte zu verlangen.
Bei der Antragstellung sind einige wichtige Punkte zu beachten. Sie sollten daher folgendermaßen vorgehen:
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Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ein sogenanntes Privatrezept über ein anthroposophisches Mistelpräparat ausstellen. Bitte beachten Sie dabei, dass die ärztliche Verordnung nicht auf einem sogenannten „grünen Rezept“ erfolgt.
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Reichen Sie das Rezept zusammen mit einem schriftlichen Kostenübernahmeantrag (siehe Link unten) und einem aktuellen Attest Ihres behandelnden Arztes bei Ihrer Krankenkasse ein. Aus dem Attest muss sich die Behandlungsbedürftigkeit ergeben. (Wenn möglich, lösen Sie bitte das Privatrezept erst bei Ihrer Apotheke ein, wenn eine Entscheidung Ihrer Krankenkasse vorliegt – egal ob positiv oder negativ.)
Lehnt Ihre Krankenkasse die Kostenübernahme ab, kann gegen diese Entscheidung innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden. Ergeht daraufhin ein negativer Widerspruchsbescheid, kann hiergegen – wiederum innerhalb eines Monats – Klage beim zuständigen Sozialgericht eingereicht werden. Bis zur endgültigen Entscheidung besorgen Sie sich bitte das entsprechende Mistelpräparat (abnobaViscum®, Helixor®, Iscador®, Iscucin®) per Privatrezept direkt in der Apotheke. Die Ihnen entstehenden Kosten werden bei einem positiven endgültigen Entscheid dann später erstattet.
Diese Vorlage des Kostenübernahmeantrages können Sie gern verwenden, bitte ergänzen Sie lediglich Ihre persönlichen Daten.
Neue GfBK-Broschüre "Brustkrebs ganzheitlich und individuell behandeln"
Die neue Brustkrebsbroschüre der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.: „Das Problem ist meist nicht ein Zuwenig sondern ein Zuviel an Therapie.”
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt, liegt bei etwa zehn Prozent. Hinter dieser Zahl stehen in Deutschland jährlich mehr als 55.000 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird. Jede Patientin erzählt ihre eigene Geschichte und hat ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen, wie es nach der Diagnose für sie weitergeht, und welche therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden.
Das medizinische Wissen ist gerade auf dem Gebiet der Brustkrebsforschung einem rasanten Wandel unterworfen: Neue Erkenntnisse, technische Innovationen und richtungsweisende Studien wollen sensibel beleuchtet und individuell gedeutet werden. Daher ist es fast unmöglich, pauschale Empfehlungen für eine Brustkrebserkrankung zu geben. Hinzu kommt, dass Patientinnen verschieden auf die Behandlungen reagieren oder neue Therapieansätze nicht in allen Fällen möglich sind.
Mit der neuen 90-seitigen Broschüre „Brustkrebs - ganzheitlich und individuell behandeln” möchte die GfBK Anregungen geben, ohne Patentrezepte zu liefern. Sie möchte eine ganzheitliche Betrachtungsweise aufzeigen, in dem das Individuum im Zentrum der Entscheidungen steht. Dabei helfen auch aktuelle Forschungsergebnisse weiter, die das „Bauchgefühl“ mit Fakten stärken können. Denn vieles, was frau innerlich spürt, dass sie zur Gesundung beitragen könnte, aber auch kritische Gedanken, die uns der „gesunde Menschenverstand” herleitet, lassen sich inzwischen durch Studien belegen.
Da die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung also immer sehr individuell und einerseits vom Erkrankungsstadium aber auch von der persönlichen Lebenssituation abhängig ist, ist die neue Brustkrebsbroschüre der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. als eine Art roter Leitfaden anzusehen, mit der Betroffene darüber informiert werden, welche Möglichkeiten sich ergeben können und wo es sich lohnt bei den behandelnden Ärzten genauer nachzufragen.
Das Besondere an der Broschüre im Vergleich zu anderen ist der hohe Informationsgehalt mit Verweis auf aktuelle Studien, was Frauen bei der Entscheidungsfindung beachten können und wie eine ganzheitliche Betrachtungsweise des sensiblen Themas Brustkrebs möglich ist.
Die Broschüre wurde im DIN A5-Format gedruckt und kann hier kostenfrei bestellt werden.
Eine ausführliche Literaturliste zur Broschüre finden Sie hier.
Neues GfBK-Info "Chemotherapie - Eine Entscheidungshilfe"
Die Verunsicherung vieler Krebskranker ist gerade im Hinblick auf eine Chemotherapie groß. Auf der einen Seite wird in der Klinik unendlich viel Druck auf die Patienten zur Durchführung dieser Therapieoption ausgeübt, andererseits gibt es in den Reihen der biologisch tätigen Ärzte viele, die diese Therapieform vollkommen ablehnen.
Darum gibt die GFBK mit ihrem neuesten Infoblatt , das unmittelbar vor dem 15. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. erscheint, allen Betroffenen ausgewogene, fundierte Hintergrundinformationen und eine wichtige Entscheidungshilfe.
Die GfBK gibt heute annähernd 50 Infoblätter zu vielen für Krebskranke wichtigen Themen aus. Hier können Sie die pdfs downloaden.
Patienten-Arzt-Forum Heidelberg im Mai 2013
Unser renommierter, alle zwei Jahre stattfindender Kongress wird kommendes Jahr in kleinerem Rahmen als Patienten-Arzt-Forum am 4. und 5. Mai 2013 in Heidelberg in der Print-Media Akademie stattfinden. Geplant sind ein vielseitiges Vortragsprogramm am Samstag und am Sonntagvormittag, vielfältige Kurs- und Seminarangebote, eine individuelle Patientensprechstunde mit beratenden Ärzten der GfBK und Chefärzten biologischer Fachkliniken uvm. an beiden Tagen.
Erste Programmdetails erfahren Sie im nächsten Newsletter, das detaillierte Programm wird voraussichtlich ab Februar 2013 erhältlich sein.
Spirituelle Medizin und mediale Heilungsmöglichketen - Seminare mit Dr. Ebo Rau
Über 300 Teilnehmer besuchten im Mai die beiden Veranstaltungen mit Ebo Rau. Die Seminarräume im Rathaus Wiesbaden und im Kongresshaus Heidelberg waren bis auf den letzten Platz besetzt.
In Heidelberg wirkte zusätzlich Dr. György Irmey , Ärztlicher Direktor der GfBK, mit einem einführenden Vortrag und einer einleitenden Übung mit.
Dr. Ebo Rau war vor fast zehn Jahren an einem primär inoperablen Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Auf seinem Heilungsweg hatten ihm verschiedene Methoden der Schulmedizin, der biologischen Immuntherapie sowie die Visualisierung nach Simonton und auch die spirituelle Medizin geholfen.
Er gab den Besuchern einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zur Aktivierung der Selbstheilkräfte.
Tahira und Günther Baumgärtner sind beide Fogo-Sagrado-Therapeuten. Diese spirituelle Heiltechnik kommt aus Brasilien. An einer Teilnehmerin demonstrierten sie anschaulich, wie eine mediale Heilung ablaufen kann.
Spirituelle Medizin kan man nicht erlesen, man muss sie erleben.
Monika Oliveira, Begründerin des Fogo-Sagrado, konnte durch ihre sympathische und überzeugende Art bei vielen Teilnehmern etwas in Bewegung bringen.
Unterstützt wurde sie durch Eckart Böhmer, Intendant der Kaspar Hauser Festspiele in Ansbach. Er übersetzte die Veranstaltung.
Fast alle Teilnehmer resümierten, dass sich der Besuch des Seminars gelohnt hat. Wir haben uns über die vorwiegend positiven Rückmeldungen gefreut. Ihr Wunsch nach mehr praktischen Übungen soll bei einer Wiederholung der Seminare berücksichtigt werden.
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Start der neuen Internetseite
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
Am 12.11.2010 geht die überarbeitete Internetseite unserer Gesellschaft online.
Benutzerfreundlichkeit, bessere Lesbarkeit und vereinfachte Pflege des Internetauftrittes sind die wichtigsten Änderungen. Es ist unser Ziel, Sie schneller und übersichtlicher zu den gewünschten Informationen zu führen. Alle Inhalte wurden auf den neuesten Stand gebracht und können ab sofort umgehend aktualisiert werden.
Neu ist auch unser Download-Angebot von Audio- und Videodateien. Wir stellen Ihnen eine geführte Meditation bereit, eine kleine Heilübung, die Sie zu Hause selbst durchführen können. Darüber hinaus finden Sie Hörproben aus dem neuen Hörbuch "Mit dem Herzen heilen".
Wir präsentieren unsere neu gestaltete Internetseite nach einer arbeitsintensiven Zeit, in der wir unsere Ideen umsetzen und unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Jetzt freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen und hoffen, dass Sie sich auf unseren Seiten wohl fühlen und angeregt werden, Ihren eigenen Weg zur Gesundung zu beschreiten.
Herzlichst, Ihr Dr. med. György Irmey
Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Verleihung des Bundesverdienstordens am Bande an Dr. med. Heinz Mastall
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK e.V.: Gedanken zur Verleihung des Bundesverdienstordes an Dr. Heinz Mastall, den Vizepräsidenten der GfBK
Weihnachtsgrüße 2012
Einen großen Zuspruch in den Medien, bei Vorträgen, Veranstaltungen und bei Patienten hat die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in Heidelberg in ihrem Jubiläumsjahr verzeichnet. Die wichtigste deutsche Beratungsorganisation für ganzheitliche, biologische Heilweisen gegen Krebs feierte 2012 ihr 30-jähriges Bestehen.
Mein positives Fazit: Die Ideen einer ganzheitlichen, integrativen Krebstherapie finden immer stärker Anerkennung. Früher war die Lehrmeinung, es gebe keine körpereigene Abwehr gegen Krebs. Heute gilt die Tumorimmuntherapie als 4. Säule der Krebsbehandlung. Biologische Heilweisen werden als Teil onkologischer Leitlinien diskutiert, Kliniken erproben in Modellprogrammen das Zusammenspiel von konventioneller und biologischer Krebstherapie. Wir brauchen mehr Kooperation statt Konkurrenz in der Krebstherapie. Eine sinnvolle Kombination von konventionellen, innovativen Verfahren und komplementären Krebstherapien steigert die Heilungschancen und verbessert die Lebensqualität von Krebskranken.
Bitte sichern auch Sie mit Ihrer Spende, einem Beitritt in den Freundeskreis oder einer Mitgliedschaft unsere unabhängige Arbeit. Allen unseren Spendern, Unterstützern und Mitgliedern danke ich zum Jahresende noch einmal von ganzem Herzem.
Atem für Gelassenheit, Muße zur Selbstfindung, Liebe zum Verschenken
- frohe Feiertage und einen angenehmen Jahreswechsel wünscht Ihnen
herzlichst Ihr
Dr. med. György Irmey
Ärztlicher Direktor
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Impulse
Impulse 2/2013
Das Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. erscheint seit dreißig Jahren. Viermal jährlich informieren wir mit einer neuen Ausgabe von Impulse unsere Freunde und Förderer über die aktuellen Aspekte biologischer Behandlungen, geben praxisnahe Tipps zu ganzheitlichen Therapien bei Krebs und teilen die Termine der nächsten Veranstaltungen der GfBK mit.
In der aktuellen Ausgabe 2/2013 finden Sie ein Interview mit dem Arzt Wolfgang Friederich über heilsames Singen, sowie Wissenswertes zum Thema Übelkeit während der Chemotherapie.
Ausserdem in dieser Ausgabe:
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Patientenbericht von Beatrix Rose "Guten Morgen liebes Leben"
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Berichte über Veranstaltungen der GfBK
-
Interna
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Termine
aktueller Newsletter
Newsletter
Aktueller Newsletter
Der GfBK-Newsletter versorgt Sie mit Informationen zu ganzheitlich-biologischen Therapien bei Krebs. Wir versenden unseren kostenlosen Newsletter alle zwei bis drei Monate.
Hier können Sie sich zum Bezug des Newsletters anmelden, Ihre Kontaktdaten ändern, den Newsletter an Bekannte weiterempfehlen und sich abmelden.
Das Newsletterarchiv finden Sie hier.
Gleichstellung von Naturheilverfahren und Schulmedizin
Petition vom 07.10.2010:
Gesetzliche Krankenversicherung - Leistungen - Gleichstellung von Naturheilverfahren und Schulmedizin.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Naturheilverfahren und Schulmedizin werden gleichgestellt.
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ALLE wirksamen Verfahren werden von den Kassen erstattet
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Neben dem bisherigen Medizinstudium werden vergleichbare Studiengänge in Homöopathie, Ayurveda, TCM, Naturheilkunde usw. an Universitäten eingerichtet und die Abschlüsse staatlich anerkannt
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naturheilkundliche Forschung erhält öffentliche Geldern in derselben Höhe wie schulmedizinische Forschung
Bis zum 15.12.2010 gibt es die Möglichkeit mitzuzeichnen: Petition bei Deutschen Bundestag
Naturheilkunde durch EU-Regelung bedroht
Am 31. März 2011 werden sich die Bürger Europas nach dem Willen der EU-Kommission von vielen bewährten Naturheilmitteln verabschieden müssen. Bislang unbemerkt von der Bevölkerung treten an diesem Tag die europäischen Regelungen zur Registrierung traditionell verwendeter pflanzlicher Arzneimittel voll in Kraft. Damit endet die 2004 beschlossene Übergangsphase, bis zu deren Ende pflanzliche Gesundheitsprodukte entweder eine offiziell von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA, European Food Safety Authority) genehmigte Aussage zum gesundheitlichen Nutzen aufweisen, oder aber als traditionelles pflanzliches Arzneimittel registriert sein müssen. Was so einfach klingt, weist in der Praxis erhebliche Tücken auf. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel der Association of Natural Medicine in Europe e. V. (ANME).
Bis zum 11. November 2010 gab es eine Petition zum sogenannten "Heilpflanzenverbot": Petition beim Deutschen Bundestag
Bis Ende Oktober hatten ca. 3.000 Personen die Petition unterzeichnet.
Anfang November rief die GfBK alle ihr bekannten Therapeuten zur Unterzeichnung der Petition auf. Innerhalb von 10 Tagen trugen sich über 100.000 Unterzeichner auf der Internetseite des Deuschen Bundestages ein.
Prävention
Unser engagiertes Mitglied Dr. Volker zur Linden schreibt folgenden beachtenswerten Brief zum Thema Prävention an den Bundesgesundheitsminister:
Offener Brief an den derzeitigen Bundesgesundheitsminister
Ärztliche Beratung
„Sehr geehrte Frau Krüger, im Mitteilungsblatt der GfBK fand ich den Artikel "Die tragende Säule" (über den ärztlichen Beratungsdienst) und wurde erinnert an meine Brustkrebserkrankung 2001. Im April 2001 war ich in der Heidelberger Geschäftsstelle bei Ihnen zur Beratung. Sie sind so geduldig auf meine Fragen und Bedenken eingegangen, die Sie sicher schon hundertmal gehört hatten, dass ich sehr beruhigt nach Hause ging und auch bei den folgenden Kontrolluntersuchungen niemals in Panik geriet. Nun bin ich fast 75 Jahre alt und es geht mir gut. Ich möchte Ihnen nochmal ganz herzlich danken für das Gespräch mit Ihnen, für Ihre Zuwendung.″
„Die telefonische ärztliche Beratung unterstützt mich immer wieder dabei, meinen Weg im Umgang mit meiner Erkrankung zu finden und zu gehen.″
„Von ganzem Herzen möchte ich mich bei allen Mitarbeitern für die Unterstützung bedanken, die ich von Ihnen während der letzten Jahre erhalten habe....Ihre Organisation hat mir wertvolle Informationen gegeben, die mir geholfen haben, die Therapien besser zu überstehen und mehr Lebensqualität zu schaffen. Kompetente und unbürokratische ärztliche Beratung...konnte ich für mich selbst gut anwenden und Vielen weitergeben.″
„Es ist außerordentlich hilfreich und lobenswert, in welch umfangreichem und kompetentem Rahmen Sie Ihren Mitgliedern telefonischen ärztlichen Beratungsdienst u. a. als Entscheidungshilfe bieten, was ich aus eigener Erfahrung als einmalig betrachte.″
Beratung
„Es ist für mich von unschätzbarem Wert – auch psychologisch gesehen – einen so kompetenten Beratungsservice für biologisch naturheilkundliche Therapien zu haben, wo meine Fragen und Unsicherheiten individuell beantwortet werden.″
„Ich bin sehr dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt, sich Hilfe zu holen und dies sehr unkompliziert.″
Beratungsstelle Berlin
„Sehr geehrte Frau Harbach-Dietz, ich danke herzlich für die hilfreichen Informationen. Ich bin überwältigt davon, mit meinen Fragen bzw. denen meiner Mutter ernst genommen zu werden und Antworten und Hilfestellungen zu bekommen, die weiter führen. Nicht, dass die behandelnden Ärzte nicht auch Fragen beantworten würden, aber das Gebiet begleitender Naturheilverfahren betreten sie einfach nicht. Ihre Mail trägt dazu bei, sich nicht so allein gelassen zu fühlen und Geleit bei der eigenen Orientierung in diesem Gebiet zu bekommen. Nochmals herzlichen Dank dafür! Freundliche Grüße”
„Guten Tag liebe Frau Mühr, vor über 3 Monaten hatte ich bei Ihnen einen Beratungstermin für den ich sehr dankbar bin und besonders Ihnen von Herzen danken möchte für all die hilfreichen Informationen die Sie mir so prompt im Brief noch zukommen ließen. Zunächst war die Infoflut für mich verwirrend, aber dann bin ich meinem Gefühl gefolgt und habe spontan mir die Hilfen gesucht, die mir angenehm waren...........Wichtigster Impuls für diesen Brief ist jedoch der Dank an Sie und die Organisation Ihrer Gesellschaft. Mir herzlichem Gruß........”
„Liebe Mitarbeiter der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, ich möchte mich einmal für Ihre wunderbare Arbeit (auf so vielen Ebenen) bedanken!!! Kennen lernte ich die Gesellschaft, als meine Mutter an Krebs erkrankte. Ich fand eine wunderbare Begleitung für mich als Angehörige. Bis heute – 5 Jahre nach Verlassen der Gruppe zehre ich noch davon und bin sehr, sehr dankbar. Weiterhin möchte ich mich für die tolle Zeitschrift „Signal” bedanken. Jedes Quartal, wenn sie kommt, bin ich neugierig, welche interessanten Themen und bewegenden Geschichten, Anregungen, kraftgebende Gedanken, … mir dieses Mal begegnen. Die Krankheit Krebs ist für mich zur Zeit nicht aktuell. Und doch bewegt mich das Thema zuweilen nach wie vor.”
Beratungsstelle Hamburg
Rückmeldung zur Veranstaltung am 31.03.2012, "Ich bin sehr dankbar für mein Leben":
„Sehr geehrte Frau Keller, leider komme ich erst heute dazu ein Feedback des so wunderbar ausgerichteten Treffen an diesem Samstag zu geben. Ich bin selbst eine Betroffene und habe die mir im November 2010 von den Schulmedizinern gestellte Überlebendprognose nunmehr schon 15 Monate überlebt. Mein Hausarzt und auch mein Onkologe behandeln mich heute nicht mehr pallativ sondern kurativ. Also....Die kurze Einführung war angenehm mit Informationen gefüllt und leicht nachvollziehbar. Die sich anschließende Meditation zum Wachwerden empfand ich als sehr wohltuend und zentrierend. Sie reduzierte meine Aufregung, da ich zum ersten Mal an so einer Veranstaltung als selbst Betroffene teilnahm. Was mir persönlich sehr gefiel und mich auf meinen schon bereits eingesschlagenen Weg bestärkte, waren die Weitergabe von unkonventionellen Wegen, die verschiedene Erkrankte gegangen sind und damit Erfolg hatten - beeindruckenden Erfolg. In einer Interviewrunde erzählten 7 Betroffene von Ihrem Weg in der Krebserkankung und ihren Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung. Sie alle überlebten ihre Diagnosen und Prognosen, indem sie ihren ganz eigenen Weg und auch in ein neuees Leben fanden. Sie alle sagten:"Nicht mit mir!!" und "Ich schaffe es doch!". Sie alle gingen einen eigenen Weg, einen Weg den es vorher nicht gab und brachten erstaunliche Resultate hervor. Obwohl die Wege zur Heilung so unterschiedlich und vielfältig wie die Betroffenen waren und sind, so motivierend und unterstützend war es für mich, dass ich mit mir und meiner Krebsgeschichte nicht alleine stand. Die Interviewer gingen sehr einfühlsam in der Befragung mit den Betroffenen vor. Dieses Einfühlungsvermögen war den gesamten Nachmittag zu spüren. Es war, so haben meine Tochter und ich es empfunden, als hätte Fortuna ihr Füllhorn über alle Teilnehmer geschüttet. Die zum Abschluss des Treffens von Ihnen geführte Meditation war sehr ausgewogen und stimmig und sie ließ sich leicht merken. So kann sie auch zu Hause wieder aktiviert werden. Nicht nur die schriftliche Info erfolgte, sondern es war auch noch für das leibliche Wohl in der Pause gesorgt. Also alles in allem ein rundum gelungener Tag. Danke für Ihren Einsatz. Gerne komme ich wieder.”
„übrigens finde ich Ihr VHS Programm Überlebenskunst so einmalig gut. Ich wünschte, wir hätten sowas hier″
"Sehr geehrte Angela Keller, nach überstandener Mastektomie und Chemotherapie wollte ich die Gelegenheit nicht versäumen, Ihnen mitzuteilen, wie dankbar ich den Mitarbeitern der Biologischen Krebsabwehr bin. Als ich durch eine Krebsdiagnose plötzlich aus dem Orbit katapultiert wurde und die Welt ganz, ganz eng wurde, da fühlte ich mich manchmal allein und sehr verwirrt. In diesen Zeiten hab ich bei der Biologischen Krebsabwehr mehrere Male Ansprechpartner gefunden. Denn so gerne wollte ich - über die notwendige schulmedizinische Seite hinaus - meinen Körper auch mit naturheilkundlichen Methoden unterstützen, eine hilfreiche Ernährung praktizieren und auch meiner erschrockenen Seele Unterstützung zukommen lassen. Sowohl in der Geschäftsstelle Heidelberg als auch hier in meiner Heimatstadt Hamburg habe ich dafür Unterstützung gefunden. Ich habe in Heidelberg mit Frau Dr. De Boes, und in Hamburg mit Ihnen, Frau Keller und auch mit Frau Trautmann ein paar Mal telefoniert.Sie alle haben mir mit einem mitfühlenden Herzen, gezielten Fragen und handfesten Ideen Impulse gegeben, die mir durch diese hammerharte Zeit hindurchgeholfen haben. Meine Spende zur Unterstützung Ihrer ehrenamtlichen Arbeit sollte schon bei Ihnen eingegangen sein. Darüber hinaus bleibt mir nur aus vollem Herzen zu sagen: Dankeschön!"
Beratungsstelle München
Die Vortragsveranstaltung am 20. April im Krankenhaus für Naturheilweisen war wieder einmal sehr inspirierend und interessant! Obwohl ich schon viele Veranstaltungen von ihnen besucht habe, erfahre ich jedes mal neue Dinge, bzw. erlebe sie immer als stärkend und wohltuend! Eine kleine Rückmeldung auch noch zu den Veranstaltungen von Beatrice Anderegg im vergangenen November. Sowohl das Gruppenseminar, als auch die Einzelsitzung bei Frau Anderegg waren ein ganz besonderes und wunderbares Erlebnis! Herzlichen Dank dafür!
Ich möchte mich bei Ihnen noch mal bedanken, denn das waren immer wieder Lichtblicke für mich - die gute und patente Beratung und die hilfreiche Unterstützung und Information. Ganz herzlichen Dank!
Ihnen liebe Frau Betzold, möchte ich auf diesem Wege für all' Ihr Engagement und Ihre zuvorkommende, dem Menschen zugewandte Art und Weise des Umgangs und Miteinanders sehr herzlich danken. Es ist mir immer eine Freude Ihnen zu begegnen.
Sehr geehrte Frau Betzold, sich in einer leidvollen Umgebung (GfBK) Mitleid und Hilfsbereitschaft zu bewahren, ist - zumal in unserer Zeit - nicht selbstverständlich, sondern eher eine Ausnahme. Wenn sich Patienten an Ihre GfBK-Stelle wenden, sind sie hilfesuchend. Ob ihnen in ihrer Krankheit geholfen werden kann, bleibt offen. Aber ihre psychische Not erfährt Linderung, wenn sie so mitmenschlich bemühend angenommen werden, wie Sie, verehrte, liebe Frau Betzold, es mir zuteil werden ließen. Danke
Liebe Frau Betzold, nochmals vielen herzlichen Dank für Ihre hilfreichen Worte und die liebe Umarmung beim Kongress. Es hat mir sehr gut getan und klingt immer noch in mir nach - auch zum Wohle meines Mannes.
Liebe Frau Betzold, liebe Frau Dr. Pfeffer! Vielen herzlichen Dank für Ihr Ohr und Ihr Herz! Die Welt braucht Menschen wie Sie!
Liebe Frau Betzold, liebe Frau Dr. Pfeffer, für Ihre Aufmerksamkeit beim gestrigen Beratungsgespräch möchte ich mich nochmals herzlich bedanken. Sie habe mir über Ihre fachliche Hilfe hinaus einen sehr großen Dienst erwiesen. Sie Frau Betzold durch Ihre spürbar von Herzen kommende Aufmerksamkeit und umfangreiche Zuwendung bereits bei unserem Telefonat und Ihrem „Riecher“ für den freien Termin.
Sie, Frau Doktor Pfeffer, durch eine darüber noch hinausgehende Fähigkeit. Sie besitzen für mich die Gabe ein Gesamtbild schnell und effizient „lesen” zu können, wo viele andere sich in isolierten Einzelfakten verlieren, und man leicht mit dem Gefühl zurückbleibt „… der hat mich in meiner Situation und das komplexe Ganze nicht begriffen”. Ihnen gelingt das auf besondere Weise ohne dabei die medizinische Sicht aus dem Auge zu verlieren. Das ist für mich die Fähigkeit, die einen Mediziner erst zum Arzt macht. Sie waren für mich in meiner Situation eine außergewöhnlich gute und überdies sehr sympathische Ärztin.
Im Nachhinein hat es sich für mich etwas ungut angefühlt, sie beide derart beansprucht zu haben. Die vielen Worte haben einfach damit zu tun, dass ich mich seit fast zwei Monaten in einem „Irrgarten” befinde, in dem sich zurechtzufinden so unsagbar schwer ist, und der einen täglich aufs neue mit so vielen Fragen oder Aussagen konfrontiert denen man zu großen Teilen so hilflos gegenübersteht.
Dazu kommt natürlich noch der seelische Faktor der Sorge und auch der Angst „nichts falsch zu machen”. Das gute für den Moment ist dabei sicherlich dass man sich in einer Art Tunnel befindet, die einen über vieles zunächst gar nicht nachdenken und grübeln lässt, weil einem gar keine Zeit dafür bleibt.
In den vergangen Wochen waren Sie für mich außerhalb der Klinik der erste wirklich persönliche Kontakt. Zuvor konnte ich bisher nur auf Papier, Internet, Emails und Telefonate zurückgreifen, die ein persönliches Gespräch aber niemals ersetzen können.
Beratungsstelle Stuttgart
„Liebe Frau Dr Weis, ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes Neues Jahr. Ich kann Ihnen nicht genug danken und bin sehr froh, dass es solche Menschen wie Sie auch noch gibt..... Diese Tage durfte ich wieder einmal erfahren, wie wichtig Familie und insbesonere Kinder sind und wie wenig es eigentlich braucht, um glücklich zu sein. Man sollte sich dies in dem ganzen Weihnachtstrubel immer mehr bewusst werden. Ganz herzliche Grüße”
„Sehr geehrte Frau Dr. Weis, viiiiiiiielen Dank nochmal für Ihr geduldiges und ausführliches Beratungsgespräch gestern - hat mir doch in einiger Hinsicht die Augen geöffnet und gut getan! .................Vielen Dank im Voraus für Ihre neuen und auch nochmal für Ihre gestrigen Antworten & mit freundlichen Grüßen”
„Sehr geehrte Frau Dr. Weiss, möchte mich nochmals kurz aber nicht weniger herzlich bedanken für Ihre Beratung, die mir gut getan hat. Ich bin viel ruhiger nach Hause gegangen und habe auch viele neue Ansatzpunkte für den Alltag durch Sie erhalten. Schön, daß es diese Möglichkeit gibt! Und auch Dank für Ihre Gastlichkeit!”
„....ich möchte Ihnen an dieser Stelle einfach sagen, wie informativ ihr Vortrag für mich war und vor allem welcher hohe positive Aufforderungscharakter darin liegt und wieviel Optimismus für die Zukunft ich daraus ziehen konnte. Erstmalig seit Diagnosestellung im Dezember letzten Jahres ist mir mit Ihnen jemand begegnet, der über wirklich übergreifendes Wissen verfügt und dies auch zur Verfügung stellt. Einfach DANKE!”
„Hallo Frau Dr. Weis, ich möchte mich noch einmal bedanken, dass Sie sich am Faschingdienstag so viel Zeit für mich genommen haben und mir alles klar und ausführlich erklärten. Ich fand unser Gespräch interessant und anregend. Ich melde mich in einigen Monaten noch einmal. Gruesse, .........”
„....Im Kalender meines Vaters habe ich mehrfach Ihren Namen gefunden. Viele Ihrer Ratschläge hat er in die Tat umgesetzt, so auch eine Behandlung in der Biomed in Bad Bergzabern ab Juni 2010. Dort haben wir uns sehr gut und würdig betreut gefühlt und das Ärzte- und Pflegeteam sehr geschätzt. Nochmals vielen Dank, auch im Namen meiner Familie.”
„Sie sind wie ein Engel! Tausend Dank. Seit ich sie „entdeckt” habe wird vieles so viel leichter. Ein tolles Wochenende, wenigstens soll die Sonne scheinen.”
„....Ihnen einen schönen Tag und tausend Dank. Es ist wirklich so, dass ich sehr beeindruckt bin, von Ihrer Art der Beratung und Ihrer Umgangsweise mit den Patienten. Da könnten wahrscheinlich der Großteil der niedergelassenen Ärzte viel lernen.”
„Sehr geehrte Frau Dr. Weis, vielen herzlichen Dank für Ihre freundliche und informelle Mail. Nun gehts mir wieder gut, nachdem ich Ihre Zeilen gelesen habe. Man (frau) wird ja doch unheimlich schnell verunsichert! Haben Sie Dank für Ihre Informationen und ich wünsche Ihnen alles Gute.”
„Liebe Frau Dr. Weis, unser Gespräch hat mich sehr aufgebaut, mir das Gefühl gegeben, mich nicht selber aufzugeben, weiterhin aktiv für meine Gesundheit zu kämpfen und selbst etwas zu tun. Das hält meinen Willen für Gesundheit am Leben. Es gibt Wege und es gibt Hoffnung und daran glaube ich.”
Informationsmaterial
„Herzlichen Dank für Ihre wunderbare Arbeit und Ihre Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr. Durch Ihr Wirken helfen Sie seit Jahren daran mit, dass ein neues Verständnis von Krankheit und Heilung wachsen kann und ein Paradigmenwechsel in der Medizin möglich wird. Ich wünsche Ihnen einen guten Übergang ins Neue Jahr und im Neuen Jahr viel Freude und Erfolg, eine gute Gesundheit und auch Zeit zum Innehalten. Herzliche Grüße”
„Sie machen eine super Arbeit und Ihr Infomaterial ist eine große Hilfe. Frau Kollegin Nicole Weiss spricht in Ihren Artikeln die gleiche Sprache wie wir seit Jahren. Das tut gut und motiviert diesen Weg weiterzugehen…Ganz herzlichen Dank nochmals!!!″
„Noch einmal meinen allerherzlichsten Dank für Ihre Mühe sowie die Zusendung des umfangreichen Informations-Materials.”
„Danke auch für Ihre nicht nur fachliche, sondern menschliche Zuwendung am Telefon sowie die Zeit, die Sie sich genommen haben. Alles zusammen war eine große Hilfe beim Treffen meiner Entscheidung.″
„Vielen Dank nochmals für Ihre Informationen...Ich finde Ihre Seiten ausgezeichnet. In der heutigen Zeit findet man selten Informationen, die sich einem so ernsten und umstrittenen Thema wie Krebs seriös und von vielen Seiten nähern und das mit einer fachlich ausgezeichneten Kompetenz...″
„....(Ihre Informationen) haben mir sehr geholfen, die Krankheit zu überwinden. Es geht mir gut. Ich habe eine gute Kondition....Dank Ihrer Informationen habe ich viel über die Funktionen meines Körpers gelernt und meine Erfahrungen auch an Freunde weitergegeben..″
Kalendarien
"Krebs! Was nun Ebo?" (Dr. Ebo Rau - Tagebuch über den komplexen Heilungsweg nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs) - herzlichen Dank, auch das zweite Exemplar hat mich rasch erreicht. Die Spende an Sie ist unterwegs. Nochmals vielen Dank für dieses tolle Material. Ihnen ein schönes Wochenende, mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr Dr. Rau,
es ist mir ein Anliegen, Ihnen mitzuteilen, dass ich all Ihre Kalendarien, Ihr Tagebuch und die CD's mit in meine Reha genommen habe und sie intensiv nutze. Die Texte voller Weisheit bedeuten für mich eine immense Heilkraft und Heilquelle, geben mir Mut, Zuversicht, sowie immer wieder neue Anregung. Ich tanke diese Heilbotschaften ganz intensiv auf und stärke mich damit. Das tut mir sehr, sehr gut. Es sind heilsame Gedanken, die mich sehr ansprechen, berühren und unterstützen. So möchte ich Ihnen ganz, ganz herzlich DANKE sagen. Dankbar bin ich auch, dass ich die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr kennenlernen konnte und seit 2012 Mitglied bin. ..... Immer wieder erfahre ich, dass ich von einer "Höheren Macht" geführt werde und vertrauen kann...... Ich suche alternative Behandlungsmethoden und gehe so meinen persönlichen Gesundungsweg.
Über das immerwährende Kalendarium „Zwischen Himmel und Erde“ habe ich mich sehr gefreut. Danke!
Ich hatte mir die ersten Kalendarien interessehalber beim Kongress 2011 mitgenommen, noch nicht ahnend, welche große Hilfe ihr Inhalt mir schon bald sein würde. Nach der dann erneuten Krebsdiagnose verbrachte ich sehr viel Zeit damit, diese so hilfreichen und vielseitigen Anregungen mir zu Eigen zu machen. Ich habe inzwischen sehr sehr viel gelesen, um mich über den heutigen Stand zu informieren – und nun hole ich mir die Anregungen und noch mehr Kraft wieder vorzugsweise aus den Materialien, die die GfbK uns Erkrankten anbietet. Und ich freute mich, als ich neulich bei der Bayer. Krebsgesellschaft in München einige dieser Materialien auf dem Tresen liegen sah als Hilfsangebot für Betroffene.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mir alle immerwährenden Kalendarien, das Ebo-Tagebuch und die Info-Bücher zum Umgang mit der Krankheit ans Herz gewachsen sind – Hilfen, die mir wirklich helfen, die Krankheitsbewältigung für ganzheitliches Wachstum zu nutzen.
Ich habe Veranstaltungen in München immer wieder genutzt, um die Kalendarien nachzukaufen, denn bisher hat sich jeder gefreut, dem ich diese Kostbarkeiten geschenkt habe. Nochmals ganz herzlichen Dank für alles und Ihnen allen frohe Festtage und eine gute Zeit!
Liebe Damen und Herren der GfBK.
Ich habe vor kurzem als Geschenk das Kalendarium "Bewusste Gesundung" incl. der CD erhalten. Die CD mit den Meditationsübungen von den Dres. Rau und Irmey ist etwas ganz besonderes und ich habe sie mit meiner Frau schon öfters angehört. In dem Kalendarium findet man immer einen guten Tagesspruch, ähnlich einer Tageslosung, und die einzelnen kleinen Texte sind in jedem Falle mehrfach lesenswert.
Ich wünsche Ihnen in diesen grauen Novembertagen viel Lebensenergie und Kraft für die Bewältigung Ihrer Aufgaben.
Nochmals lieben Dank und viele Grüße aus Berlin.
Vielen Dank für diesen wunderschönen Kalender. Öfter lese ich abends darin und bin immer wieder begeistert.
Kongress 2009
„Sehr gute, ausführliche Programmbroschüre.... ″
„Ich komme sehr gerne, fühle mich fachlich und persönlich gut aufgehoben.″
„....wunderbar, die Bewegungseinheiten und Gesangseinlagen sowie Meditationen zum Mitmachen.″
„Die Wellness-Angebote tragen erheblich zum Wohlfühlen auf der Veranstaltung bei....″
„....sehr umfangreich und sehr patientennah, ----viele sehr einfühlsame Themen, gut rübergebracht....″
„Ein tolles Team von wunderbaren Menschen, die uns drei Tage lang ausgezeichnet zur Verfügung standen. Sehr abwechslungsreich und liebevoll gestaltet.″
„Für die vielen Informationen, die ich auf Ihrem Kongress erhielt, möchte ich Ihnen herzlich danken. Mit diesem Austausch von Informationen wurden einige Aspekte zur Therapie bestätigt und viele neue Ansätze gegeben.″
„Einer der Höhepunkte des Kongresses war für mich der Kurs mit Dr. Ebo Rau.″
„Der Kongress hat mir sehr gut getan, besonders die gute Atmosphäre, die ich auf anderen Kongressen vermisse.″
„Ich habe drei wirklich tolle, sehr anstrengende und sehr informative Tage verlebt und muss sagen, dass sich meine Einstellung zu meiner Erkrankung grundlegend geändert hat, ich habe so viel Mut bekommen....″
„Lieber Herr Dr. Irmey, ich möchte es nicht versäumen, Ihnen auf diesem Wege ganz herzlich für den gelungenen Biokrebskongress zu danken! Auch wenn ich nicht persönlich von Krebs betroffen bin, so war mir dieses Wochenende doch eine große Bereicherung....″
Newsletter
Es ist wunderbar, dass die wertvollen Infos des Kongresses per Internet nachzulesen sind. Besonders für nicht Dabeigewesene.
Lieber Herr Dr. Irmey, nun möchte ich mich einmal bei Ihnen bedanken für die regelmäßige Zusendung per E-Mail von den GfBK Newsletter. Ich werde durch Ihre Veröffentlichungen immer wieder ermutigt, mit meinem Hirntumor alternative Heilungswege zu suchen und meinem Gefühl, dass sie mir helfen, zu vertrauen. (So z.B. der lokalen Hyperthermie. Ich werde um Erstattung der Kosten gegen den abschlägigen Bescheid meiner Krankenkasse klagen.) Auch Herrn Dr. Ebo Rau möchte ich für seine Veröffentlichungen danken. Mit freundlichen Grüßen
Ihre Informationen finde ich gut, weiter so und Danke! Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrtes GfBK-Team, Kompliment der newsletter wird immer informativer und lesenswerter! Viele Ihrer Artikel und auch die Berichte, die Patientinnen nach der Beratung der GfBK erzählen, bringen bei mir als Therapeutin und ehemalige Betroffene immer wieder Saiten zum schwingen. Eine hervorragende Arbeit die es zu unterstützen gilt!
Seit einigen Jahren erhalte ich Ihren Newsletter. Heute wollte ich es fast schon ohne zu lesen löschen, entschied mich aber doch dagegen und fand den für mich gerade passenden Artikel "Den Energieräubern auf der Spur", da ich nach einer schweren Erkrankung wieder berufstätig bin. Immer wieder finde ich hier Themen, die den Punkt wirklich treffen. Herzlichen Dank dafür!
Hallo, mit großem Interesse habe ich den aktuellen newsletter gelesen und möchte Ihnen ein großes Lob aussprechen, vielen Dank für kompetente Unterstützung und Information. Ich bin Homöopathin und habe auf meiner homepage einen Artikel Aktuelles, dürfte ich dort z. B. auf den Artikel zum Aufruf zum Protest Misteltherapie hinwiesen? Im voraus vielen Dank, herzliche Grüße
"Hallo liebe Mitarbeiter der GfBK, recht herzlichen Dank für Ihren Newsletter. Vielleicht kann ich Ihnen auch eine mutmachende und positive Rückmeldung geben. Seit Januar 2003 bin ich als Gesundheitstrainerin (aufbauend auf Simonton und auf das Bochumer Gesundheitstraining) tätig.
Leider weiß ich nicht mehr genau wie lange ich bei Ihnen Mitglied bin - jedenfalls verbinde ich das Gesundheitstraining mit Ihren Erkenntnissen, empfehle die Kalendarien und CDs, gebe Ihre Infos aus. Die Rückmeldungen der Menschen, die ich begleiten durfte sind einfach sehr sehr gut und oftmals wird gesagt, dass ihr Leben heute - nach der Erkrankung - viel besser ist - unter anderem Dank Gesundheitstraining. Ohne die Infos von Ihnen könnte ich mir meine Arbeit nicht vorstellen. Irgendwann hoffe ich Dr. Ebo Rau mal kennenlernen zu dürfen, denn wenn ich seine CDs höre denke ich oft, dass wir genau die gleiche Gedankengänge haben. "SCHÖN DASS ES EUCH GIBT !!!!! " :-) Bitte weitermachen! Alles Liebe"
„Liebe MitarbeiterInnen, danke für den newsletter - die Internetpräsenz ist gut gelungen!″
„Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, danke für den newsletter - gerade die neue Info über Chemotherapie hat mich nochmals, rückblickend (4 1/2Jahre) bestätigt, meinen Weg gegangen zu sein - ohne Chemotherapie- mit Ihrer und vieler anderer Menschen Hilfe, mit biologischen Maßnahmen etc.- DANKE!″
„Herzlichen Dank für Ihre immer wieder aufbauenden und lebensbegleitenden Informationen.″
„Ich bin sehr froh, auf Ihre Gesellschaft gestoßen zu sein. Denn so kann ich doch noch einige weitere Optionen auf meinem Weg aus der Krebserkrankung heraus finden, die über die Bekämpfung der Symptome hinausgeht.″
Zentrale Beratungstelle Heidelberg
„es ist mir ganz ganz wichtig Ihnen Danke zu sagen! Ohne so eine Institution wie Ihre wäre so einiges anders und dafür muss man sich zumindest mal bedanken. Sie geben mir mit Ihrer Hilfe ein gutes Gefühl und ganz viel Hoffnung.″
„Ich bin schon seit Monaten im Gespräch mit Herrn Witteczek und bin ihm sehr dankbar für die intensive und kompetente Beratung.″
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Sport ist bei Krebs ist mindestens so wichtig wie ein Krebsmedikament
Mehrere großangelegte prospektive Studien haben gezeigt, dass körperliche Aktivität Tumorpatienten vor Rezidiven schützt, darunter Daten der Nurses’ Health Study (Holmes / JAMA 2005) So wurden 2 987 Frauen mit der Diagnose Brustkrebs bis zu 18 Jahre lang nachbeobachtet. Circa eine Stunde schnelles Gehen pro Woche reduzierte im Vergleich zu Frauen mit weniger Bewegung das Rezidivrisiko um 20 Prozent, bei zwei bis drei Stunden wöchentlich betrug die Risikoreduktion 40 und bei mehr als drei Stunden 50 Prozent – allerdings nur bei Frauen mit hormonrezeptorpositiven Tumoren. Eine zehnjährige Nachbeobachtung von 573 Frauen mit kolorektalen Karzinomen aus derselben Studienpopulation ergab, dass bei regelmäßiger Bewegung (sechs Stunden Gehen pro Woche) die Gesamtmortalität um 43 und die spezifische Mortalität um 39 Prozent niedriger war als bei Frauen, die sich weniger als eine Stunde pro Woche bewegten (Meyerhardt / Journal of Clinical Oncology 2006)
Gründe dafür könnten sein, dass bei postmenopausalen Frauen, die körperlich aktiv seien, möglicherweise durch die Reduktion von Körperfett geringere Konzentrationen von Östrogenvorstufen (die in der Postmenopause v.a. aus dem Fettgewebe gebildet werden) freigesetzt werden als bei Frauen mit wenig Bewegung. Außerdem können ER-Rezeptoren auch durch Wachstumsfaktoren wie z.B. Insulin-like-growth-factor (IGF) aktiviert werden. Deren Konzentration jedoch sinkt bei moderatem Ausdauertraining von beispielsweise 150 Minuten pro Woche signifikant, wie eine in diesem Jahr publizierte Studie mit Brustkrebsüberlebenden ergab (Levin et al. / Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 2009).
Sport verdoppelt Überlebenschancen bei Darmkrebs
Dass Frauen, die sich viel körperlich bewegen, nur halb so häufig an der Brustkrebs-Diagnose versterben, haben neuere Studien klar gezeigt. Doch offenbar kann moderater Sport auch die Überlebenschancen von Männern mit Darmkrebs verbessern, berichten jetzt US-Forscher aus Boston (Meyerhardt et al. / Arch Intern Med 2009).
Dabei wurde der Krankheitsverlauf bei knapp 670 Männern ohne Metastasen aus der Health Professionals Studie anhand eines Follow-Ups über eine Zeit von im Mittel 8,6 Jahren analysiert. Außerdem wurde mithilfe von Fragebögen bestimmt, wie viel Sport die Männer nach der Krebsdiagnose durchführten. Daraus ermittelten die Forscher das metabolische Äquivalent (MET). Ein MET entspricht dabei dem Energieverbrauch von einer Kilokalorie je Kilogramm Körpergewicht pro Stunde.
Das Ergebnis: Von den Männern ohne jegliche körperliche Aktivität (weniger als 3 MET-Stunden pro Woche) starben etwa 17 Prozent an Darmkrebs, von den Männern mit mehr als 27 MET-Stunden pro Woche waren es dagegen nur 9 Prozent. 27 MET-Stunden entsprechen dabei etwa vier bis fünf Stunden gemütlich Radeln oder Schwimmen in der Woche. Wurden Faktoren wie Tumorstadium, Alter und Krankheitsdauer berücksichtig, so war bei den sportlich Aktiven die tumorbedingte Sterberate um 53 Prozent reduziert, und die Gesamtsterberate war um 41 Prozent niedriger als bei den trägen Darmkrebskranken.
Auch hier vermuten die Forscher ebenso wie bei Brustkrebs, dass kolorektale Tumore insulinabhängig wachsen. Sport reduziert dabei offenbar die Insulinkonzentration und damit auch potentielle Wachstumsfaktoren wie z.B. den Insulin-like-growth-factor (IGF) im Gewebe.
Akupunktur lindert Nebenwirkungen der antihormonellen Therapie
Die antihormonelle Therapie, bei Brustkrebs löst bei vielen Patientinnen Wechseljahrsbeschwerden aus, die durch Antidepressiva behandelt werden. Häufig kommt es jedoch unter einer antidepressiven Therapie zu sog. vasomotorischen Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Appetitverlust, Nausea und Obstipation, die für viele Patientinnen eine zusätzliche Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
Eine amerikanische Forschergruppe suchte nach einer Alternative und randomisierte dazu 50 Brustkrebs-Patientinnen (Walker et al. / Journal of Clinical Oncology 2009): Dabei wurde bei 25 Patientinnen statt einer antidepressiven Therapie mit Venlafaxin eine Akupunktur (2 Sitzungen in den ersten vier Wochen, danach einmal wöchentlich) durchgeführt; die anderen 25 Frauen erhielten Venlafaxin.
Nach zwölf Wochen wurden beide Therapien beendet. Parallel zu dieser Behandlung und auch in den nachfolgenden drei Monaten führten die Patientinnen ein Tagebuch, in welchem sie Angaben zum Befinden und dem Schweregrad der Nebenwirkungen des Östrogenentzugs und die vasomotorischen Beschwerden notierten.
Ergebnis: Beide Therapien erwiesen sich als gleichwertig. Die Hitzewallungen und auch die depressiven Verstimmungen gingen um etwa 50 Prozent zurück. Viele Frauen empfanden die Akupunktur als die angenehmere Therapie, zumal ihnen die Nebenwirkungen der Antidepressiva-Therapie erspart blieben. Außerdem berichteten die Frauen bei der Akupunktur von positiven Begleiteffekten. Sie betrafen den Erhalt der Libido und der Lebensenergie sowie eine Klarheit im Denken und ein allgemeines Wohlgefühl.
Antidepressivum vermindert die Wirksamkeit von Tamoxifen
Werden Brustkrebs-Patientinnen gleichzeitig mit Tamoxifen und dem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Paroxetin behandelt, haben sie ein erhöhtes Sterberisiko. Dies haben kanadische Forscher anhand von 2430 Patientinnen in einer Kohortenstudie über einen Zeitraum von 12 Jahren analysiert (Andersohn et al. / BMJ 2010). Alle Frauen waren mit Tamoxifen behandelt worden; etwa jede dritte Frau erhielt zusätzlich ein Antidepressivum, die meisten davon Paroxetin. Dabei zeigte sich für die Kombination aus Tamoxifen und Paroxetin - aber für keinen anderen SSRI - ein erhöhtes Sterberisiko. Wurde zum Beispiel Paroxetin 41 Prozent der Zeit der Tamoxifen-Therapie eingenommen, dann gab es binnen fünf Jahren pro 20 Patientinnen einen zusätzlichen Brustkrebs-Todesfall. Dauerte die Paroxetin-Einnahme noch länger, steigt auch das Todesrisiko.
Die Interaktion erklären sich die Forscher folgendermaßen: Um zu wirken, muss Tamoxifen in der Leber durch Enzyme des Cytochrom-P450-Systems in den aktiven Metaboliten Endoxifen umgewandelt werden. Dieser Prozess wird durch Paroxetin gestört, so dass die Wirksamkeit von Tamoxifen herabgesetzt wird.
Aromatasehemmer nicht unbedenklich: Mehr kardiovaskuläre Komplikationen unter Letrozol
Da in größeren Studien vermehrt Hinweise gefunden wurden, dass unter der Einnahme von Aromatasehemmern kardiovaskuläre Ereignisse zunehmen, wurde nun im Rahmen einer Sicherheitsstudie das Auftreten dieser Nebenwirkungen schwerpunktmäßig an 7963 Frauen untersucht (Mouridsen / J Clin Oncol 2007). Ergebnis: Nach durchschnittlich 30 Monaten waren unter den beiden Medikationen kardiovaskuläre Ereignisse vergleichbar häufig mit 4,8% unter Letrozol und 4,7% unter Tamoxifen. Schwere Ereignisse vom Grad 3-5 waren aber unter Letrozol häufiger (2,4% vs. 1,4%), was nur bedingt auf eine bestehende Hypercholesterinämie zurückzuführen war. Unter Tamoxifen hingegen wurde eine Zunahme thrombembolischer Ereignisse beobachtet.
Ballaststoffe reduzieren das Brustkrebsrisiko
Praemenopausale Frauen können ihr Brustkrebsrisiko offensichtlich durch Zufuhr von Ballaststoffen halbieren. So konnten Forscher der University of Leeds nachweisen, dass Frauen, die 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nahmen, nur ein halb so großes Risiko aufwiesen, an Brustkrebs zu erkranken, wie Teilnehmerinnen, die weniger als 20 Gramm aßen.
Für diese Langzeitstudie (Cade / Int J Epidemiology 2007) wurden die Daten von 35.000 Frauen zwischen 35 und 69 Jahren ausgewertet. Die Essgewohnheiten und die Gesundheit der Teilnehmerinnen wurden insgesamt sieben Jahre lang beobachtet.
Den schützenden Effekt durch Ballaststoffe konnte das Forscherteam nur für die Frauen zeigen, die die Wechseljahre noch vor sich hatten. Grund dafür, dass dieser Effekt bei Frauen nach den Wechseljahren nicht auftritt, könnte sein, dass Ballaststoffe die Art und Weise beeinflussen, wie der Körper das Hormon Östrogen verarbeitet und reguliert. Außerdem hatten die älteren Frauen, die Brustkrebs bekommen hatten, meist einen hohen Body-Mass-Index, was ein Hinweis sein könnte, dass der Risikofaktor Körpergewicht offensichtlich eine größere Rolle für die Krebsentstehung bei postmenopausalen Frauen als die Schutzwirkung der Ballaststoffe hat, so die Autoren.
Beta-Blocker verhindern die Bildung von Metastasen bei Brustkrebs
Beta-Blocker können möglicherweise die Bildung von Metastasen bei Brustkrebs vermindern und somit die Überlebensrate verbessern. Dies berichteten Forscher der Universität Nottingham und deutsche Forscher um Prof. Dr. Frank Entschladen von der Universität Witten/Herdecke auf der siebten Europäischen Brustkrebskonferenz (EBCC7) in Barcelona (European Journal of Cancer Supplements 2010).
Die Forscher analysierten die Krankheitsdaten von Patientinnen mit verschiedenen Arten von Brustkrebs und teilten diese in drei Gruppen ein: Eine Gruppe, die aufgrund von Bluthochdruck bereits mit Betablockern behandelt wurde, eine zweite, deren Hypertonie mit anderen Wirkstoffen behandelt wurde, und eine dritte mit Normotonen ohne jegliche Antihypertonikatherapie.
Von insgesamt 466 Patientinnen nahmen 43 Betablocker ein. In dieser Gruppe bildeten sich deutlich weniger Fernmetastasen und lokale Rezidive aus. Insgesamt hatten diese Patientinnen im Vergleich mit den anderen Teilnehmerinnen der Studie ein um 71 Prozent reduziertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben.
Dass Beta-Blocker quasi antitumoral wirken, interpretiert Prof. Entschladen wie folgt: „Tumorzellen können besonders dann gut und schnell wachsen und metastasieren, wenn viele Stresshormone im Körper unterwegs sind. Beta-Blocker verhindern, dass diese Hormone an Tumorzellen andocken.“
Brustdichte als Risikofaktor für ein Rezidiv
Zahlreiche Daten belegen, dass die durch Mammografie bestimmte Dichte des Brustgewebes eine Rolle bei der Entstehung eines Tumors spielt. Eine kanadische Studie ging nun der Frage nach, ob die Brustdichte auch einen Einfluss auf die Rezidivgefahr hat (Cil T et al. / Cancer 2009).
Hierfür wurden die Akten von 335 Patientinnen retrospektiv ausgewertet, für die eine Mammographie aus der Zeit vor der Behandlung verfügbar war. Alle Frauen hatten sich wegen eines invasiven Tumors brusterhaltend operieren lassen. Die Patientinnen wurden nach der Wolfe-Klassifikation für mammographische Dichte in drei Kategorien eingeteilt: niedrig ( 50 %). Die Frauen in der Gruppe mit hoher mammographischer Dichte hatten ein erheblich größeres Risiko für ein Lokalrezidiv im Vergleich zu jenen Frauen mit dem am wenigsten dichten Brustgewebe: Das errechnete 10-Jahres-Risiko betrug 21 % gegenüber 5 %. Der Unterschied in den Rezidivraten zwischen diesen beiden Gruppen war nach zehn Jahren für Frauen, die keine Radiotherapie erhalten hatten, noch stärker (40 % vs. 0 %).
Eine hohe glykämische Last erhöht das Brustkrebsrisiko
Erhöht eine ballaststoffarme Ernährung mit leicht aufschließbaren Kohlehydraten das Brustkrebsrisiko? Diese Fragestellung wurde im Rahmen einer Kohortenstudie an 61.433 Frauen aus der Region Uppsala in Schweden untersucht (Larsson C / International Journal of Cancer 2009), die in den Jahren 1987/1990 zusammen mit der Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung auch einen Fragebogen zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten erhielten. Ergebnis der Auswertung: ein hoher glykämischer Index und eine hohe glykämische Last waren in den Folgejahren (17,4 Jahre Nachbeobachtung) mit dem vermehrten Auftreten von östrogenrezeptor-positiven Tumoren assoziiert. Das Fünftel der Frauen mit der höchsten glykämischen Last erkrankte dabei zu 81 Prozent häufiger. Für die Autoren blieb allerdings unklar, warum der Effekt in dieser Studie auf ER+/PR-Tumoren beschränkt war.
Leberenzym beeinflusst Tamoxifen-Effekt
Das beim hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom eingesetzte Tamoxifen entfaltet seine Wirkung über die Metaboliten 4-Hydroxy-Tamoxifen und Endoxifen, die durch das Cytochrom-P450-Isoenzym 2D6 (CYP2D6) gebildet werden. Bekannt ist, dass CYP2D6-Polymorphismen den Behandlungseffekt beeinflussen können. Dieser Zusammenhang wurde nun mit Daten aus US-amerikanischen und deutschen Kohorten untersucht (Schroth et al. / J Am Med Ass 2009).
1.325 Studienpatientinnen waren zwischen 1986 und 2005 an einem hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom der Stadien I–III erkrankt. Aus Tumorgewebe oder Blut wurde das CYP2D6-Gen typisiert (Varianten mit reduzierten Allelen oder fehlender Enzymaktivität). Anhand der Genotypen unterschieden die Forscher Frauen mit ausgeprägter (n = 609, Gruppe 1), heterozygot hoher/ intermediärer (n = 637, Gruppe 2) und geringer CYP2D6-Aktivität (n = 79, Gruppe 3) und korrelierten dies mit der Zeit bis zum Rezidiv, ereignisfreiem, krankheitsfreiem und Gesamtüberleben. Der mediane Follow-up lag bei 6,3 Jahren.
Nach neun Jahren unterschieden sich die Rezidivraten in Abhängigkeit von der Enzymaktivität signifikant – Gruppe 1: 14,9 %, Gruppe 2: 20,9 % und Gruppe 3: 29,0 %. Im Vergleich zu den Patientinnen in Gruppe 1 erhöhte sich das Rezidivrisiko binnen neun Jahren damit für Gruppe 2 signifikant um 40 %, für Gruppe 3 um 90 %. Die Gesamtmortalität lag in den drei Gruppen bei 16,7 %, 18,0 % und 22,8 %. Im Vergleich zur Gruppe 1 ergab sich eine signifikante Verschlechterung des ereignisfreien und krankheitsfreien Überlebens für die Gruppen 2 und 3. Bezüglich des Gesamtüberlebens war aber kein signifikanter Unterschied auszumachen.
Fazit: Für die Langzeitwirkung von Tamoxifen bei rezeptorpositivem Mammakarzinom spielt der CYP2D6-Genotyp eine Rolle. Eine geringe Aktivität des Enzyms verschlechterte die Prognose. Umgekehrt wiesen Patientinnen mit hoher Enzymaktivtät ein ähnlich gutes Ergebnis auf wie Kollektive in Aromatasehemmer-Studien.
Lignane senken das Risiko für Brustkrebs
Lignane sind in Getreide, Samen, Gemüse und Obst enthalten und zählen zu den von Europäern am häufigsten verzehrten Phytohormonen. Schwedische Forscher haben im Rahmen einer Mammographie-Studie über 50.000 Frauen nach ihren Essgewohnheiten befragt und anhand des Verzehrs von Getreide, Gemüse und Obst die aufgenommene Menge an Lignanen geschätzt (Suzuki R / British Journal of Cancer 2008). Über einen Zeitraum von acht Jahren wurde beobachtet, wie häufig Brustkrebs auftrat. Das Ergebnis: Frauen nach der Menopause, deren Kost viele Lignane enthält, erkranken um 17 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen, bei denen nur wenig lignanhaltige Lebensmittel verzehrt werden. Auffällig war, dass sich der Schutz durch Lignane bei den Frauen besonders deutlich zeigte, die nach der Menopause regelmäßig Hormone einnahmen. Auch bei Teilnehmerinnen, die gelegentlich Wechseljahrshormone einnahmen, verringerte sich durch eine höhere Lignanaufnahme das Brustkrebsrisiko leicht. Bei Frauen, die noch nie solche Hormone geschluckt hatten, konnte jedoch keine Senkung des Brustkrebsrisikos durch Lignane beobachtet werden.
Mistel verbessert die Lebensqualität bei Brustkrebspatientinnen
Bei 352 Brustkrebspatientinnen wurde untersucht, inwieweit die gleichzeitige Misteltherapie während einer Chemotherapie Einfluss auf die Lebensqualität hat (Semiglazov / Anticancer Research 2006). Innerhalb eines randomisierten, plazebokontrollierten doppelblinden Studiendesigns erhielten die Patienten während einer Chemotherapie mit CMF entweder standardisierten wässrigen Mistelextrakt subkutan zweimal wöchentlich oder Plazebo. Bei allen eingesetzten Messparametern zur Einschätzung der Lebensqualität zeigten sich unter der Misteltherapie während und nach Abschluss der Chemotherapie deutlich bessere Werte. Insbesondere die unter CMF-Gabe sehr belastenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Übelkeit gingen unter gleichzeitiger Misteltherapie deutlich zurück. Abgesehen von leichten Lokalreaktionen an der Einstichstelle im Rahmen des erwünschten immunstimulierenden Effekts bei knapp 18 Prozent der Studienteilnehmerinnen wurde das Präparat gut vertragen.
Neoadjuvante regionale Chemotherapie bei Mammakarzinom
Im Rahmen der neoadjuvanten Behandlung von Mamma-Ca-Patientinnen hat eine deutsche Studie (Aigner / Cancer Therapy 2008) nun zeigen können, dass eine wirksame präoperative Tumorverkleinerung auch mithilfe einer sog. regionalen intraarteriellen Chemotherapie gelingt. Dabei erhielten 53 Patientinnen über ein arterielles Port-System 6 Zyklen einer Kombination aus Cisplatin, Adriamycin und Mitomycin.
Klinische Ergebnisse: In sämtlichen Fällen konnte die Brust erhalten werden. Bei 26% der Patientinnen war bei der histologischen Untersuchung kein Tumorgewebe mehr nachweisbar, bei 48% war der Tumor stark verkleinert. Die Lokalrezidivrate betrug innerhalb einer 16-jährigen Nachbeobachtungsphase nur 17%. Und es lebten nach demselben Zeitraum noch 87% der Patientinnen. Die Behandlung wurde von den Patientinnen gut vertragen, wobei die meisten Patientinnen zwischen den Behandlungszyklen voll arbeitsfähig waren.
Regionaler Lymphknotenbefall bei Nadelbiopsien häufiger
Eine Untersuchung vom John-Wayne-Krebsinstitut in Kalifornien und renommierten Wissenschaftlern wurde in der Vergangenheit leider viel zu wenig beachtet, regt aber dazu an, die bisherige Praxis von Nadelbiopsien bei Brustkrebs neu zu überdenken (Nora M / Arch Surg. 2004).
In dieser Studie mit insgesamt 676 Patientinnen (Durchschnittsalter 58 Jahre) wurde untersucht, ob die Nadelbiopsie die nachfolgende Ausbreitung von Tumorzellen in die Wächterlymphknoten beeinflusst. Dabei wurden 126 Patientinnen einer Feinnadel-Biopsie und 227 einer Dicknadel-Kernbiopsie unterzogen. 323 der Patientinnen hatte den Tumor durch Exzisionsbiopsie oder Lumpektomie im Ganzen entfernt bekommen.
Ergebnis: Die Frauen, die eine Nadelbiopsie erhielten, waren einer um 50% höheren Wahrscheinlichkeit ausgesetzt, Krebs in den Wächterlymphknoten zu entwickeln, als die Frauen, deren Tumor chirurgisch per Exzision entfernt worden war.
Die Autoren bemerken, dass evt. das mechanische Zerreißen des Tumors durch die Biopsiennadel ein Grund dafür sein könnte, dass es zu einer Verschleppung von Tumorzellen und zu einer Zunahme des Befalls der regionären Lymphknoten kommt.
Spontanremissionen beim frühen Mammakarzinom sind eher möglich als bisher angenommen
Spontanheilungen von Mammakarzinomen galten bisher als extrem seltene Ausnahme. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie (Per-Henrik Zahl / Archives of Internal Medicine 2008) mit fast 230.000 Teilnehmerinnen könnte jedoch jeder fünfte bei der Mammographie entdeckte Tumor nicht zur manifesten Krebserkrankung fortschreiten.
Wissenschaftler um Per-Henrik Zahl vom Norwegian Institute of Public Health in Oslo wollten eigentlich herausfinden, ob Brustkrebs durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen frühzeitiger entdeckt wird. Sie verglichen die Anzahl der jährlich neu diagnostizierten Mammakarzinome in zwei Gruppen von Frauen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren: Dabei wurde eine Gruppe von 109.784 Frauen im Zeitraum zwischen 1992 bis 1997 beobachtet und in diesem Zeitraum nur eine einzige Mammografie, nämlich am Schluss, durchgeführt (Kontrollgruppe). Die zweite Gruppe aus 119.472 Frauen wurde über den Zeitraum von 1996 bis 2001 beobachtet, wobei während dieser Zeit drei Mammografien durchgeführt wurden. Erwartungsgemäß war die Zahl der durch die regelmäßige Mammografie entdeckten Brusttumore höher. Doch am Ende hätte die Anzahl der Brustkrebsfälle eigentlich in beiden Gruppen annähernd gleich groß sein müssen – der einzige Unterschied hätte darin bestehen dürfen, dass die Erkrankungen in der Mammographie-Gruppe früher festgestellt wurden.
Insgesamt fanden sich jedoch bei den regelmäßig mammographierten Frauen nach sechs Jahren 22 Prozent mehr Brusttumore als bei den Teilnehmerinnen, die nur einmal am Schluss mittels Mammographie untersucht wurden. So kamen auf 100.000 Frauen nach mehrfachem Screening 1.909 invasive Brustkrebserkrankungen statt 1.564 in der Kontrollgruppe. Die wahrscheinlichste Erklärung ist laut den Autoren die, dass es sich bei den „fehlenden“ Krebserkrankungen um Spontanremissionen kleinerer Tumoren handelt.
Tamoxifen-Resistenz bei Mamma-Ca
Die Resistenz von Tumorzellen auf eine antihormonelle Therapie stellt ein wichtiges Problem in der Brustkrebstherapie dar. Nun konnte erstmals ein weiterer Baustein gefunden werden, warum Brustkrebszellen nicht immer empfindlich auf eine antihormonelle Therapie mit Tamoxifen reagieren. Und zwar liegt dies laut einer Untersuchung von Forschern des Cambridge Research Institute am Wachstumsrezeptor ErbB2 und deren Aktivierung bzw. Deaktivierung durch ein bestimmtes Protein Pax2 (Hurtadol / Nature 2008). Ist Pax2 durch eine Mutation nicht in der Lage, ERbB2 zu deaktivieren, so ist die Krebszelle weiterhin ungehemmt Wachstumsimpulsen ausgesetzt, so dass Tamoxifen keine Wirksamkeit entfalten kann. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse zur Entwicklung eines Tests führen, mit denen eine Tamoxifen-Resistenz vorhergesagt werden könnte.
Taxol bei Mehrzahl aller Brustkrebspatientinnen wirkungslos
Eine Studie amerikanischer Wissenschaftler kam zu dem Schluss, dass das bekannte Chemotherapeutikum Taxol für die meisten betroffenen Frauen keinerlei Nutzen hat (Moore / New England Journal of Medicine 2007). Die von der Krebs- und Leukämie-Gruppe B (CALGB Cancer & Leukemia Group B) durchgeführte Studie nutzte modernste genetische Analysemittel um Daten zu analysieren, welche schon 1990 im Zuge einer klinischen Studie gesammelt worden sind. Dabei analysierten die Autoren gefrorene Tumorgewebeproben von 1500 Teilnehmerinnen der Studie von 1990 und führten Tests durch, mit deren Hilfe sie den genetischen Typ des jeweiligen Tumorgewebes identifizieren konnten. Dabei fanden sie große Unterschiede zwischen den Patientinnen die auf Taxol günstig reagierten, und denen, die keine positive Reaktion gezeigt hatten: So führte Taxol bei Frauen mit östrogenrezeptor-positiven und HER2-negativen Tumoren (etwa 80% aller an Brustkrebs Betroffenen) zu keinerlei Vorteil bezüglich ihrer Überlebenschancen. Bei Frauen, deren Krebs hingegen als HER2-positiv und ER-negativ eingestuft wurde, bewirkte Taxol immerhin eine mäßige Verbesserung ihrer Gesamtüberlebenschancen.
Überlegenheit von FEC gegenüber CMF ohne HER2-Überexpression nicht nachgewiesen
Im Rahmen der sog. MA.5-Studie (Pritchard / N Engl J Med, 2006) konnte gezeigt werden, dass Brustkrebs-Patientinnen mit Lymphknotenbefall nur dann von einer Chemotherapie nach dem FEC-Schema profitierten, wenn der HER2-Rezeptor überexprimiert war. Bei Frauen ohne HER2 Überexpression konnte kein Vorteil sowohl im rezidivfreien als auch im Gesamtüberleben durch eine zusätzliche Anthrazyklingabe erreicht werden. Hier war das CMF-Schema ebenso gut wirksam.
Unwirksamkeit von Tamoxifen bei hoher EGFR-Expression?
In einer Studie mit praemenopausalen Patientinnen, die an einer randomisierten placebokontrollierten Studie zur adjuvanten Tamoxifen-Therapie teilnahmen, wurde das Tumormaterial auf die EGFR-Expression hin untersucht (Giltnane / J Clin Oncol 2007). Damit versuchte man der Frage nachzugehen, ob sich der in Laborversuchen festgestellte „Cross-Talk“ zwischen EGFR und ER auch klinisch im Ansprechverhalten wiederspiegelt. Unter „Cross-Talk“ versteht man, dass die Signalwege von EGFR und ER reagieren und die Tumorzelle bei der medikamentösen Blockade des einen Rezeptors über den jeweils anderen Signalweg das Zellwachstum stimulieren kann. Das würde insbesondere die Beobachtung erklären, warum auch rezeptorpositive Tumore primär therapieresistent sein können.
Das Ergebnis dieser Untersuchung: ER-positive, mit Tamoxifen behandelte Patientinnen mit niedriger EGFR-Expression profitierten von einer zweijährigen Tamoxifen-Einnahme signifikant im Vergleich zu Patientinnen mit hoher EGFR-Expression. Außerdem zeigte sich in der Placebogruppe ein Unterschied bezüglich des rückfallfreien Überlebens über 10 Jahre zwischen den Patienten mit niedriger EGFR-Expression (49%) und hoher EGFR-Expression (57%).
Viel Soja nützt bei Brustkrebs
Brustkrebspatientinnen können ihr Risiko, zu sterben oder erneut zu erkranken, wahrscheinlich verringern, indem sie Sojanahrungsmittel essen. Dies konnte in einer Studie von Forschern aus den USA und China an über 5042 Brustkrebs-Patientinnen gezeigt werden (Shu et al. / JAMA 2009), wobei die Forscher Daten aus der Shanghai Breast Cancer Survival Study, einer großen, bevölkerungsbasierten Studie in China untersuchten.
Und zwar zeigte der Konsum von Sojanahrungsmitteln einen engen Zusammenhang zur Sterblichkeit und zur Rezidivneigung: Patientinnen, die am meisten Sojaprotein aufnahmen, hatten ein 29 Prozent niedrigeres Risiko, während der Studienperiode zu sterben, und ein um 32 Prozent geringeres Risiko, dass der Brustkrebs zurückkehrte, als die Betroffenen mit dem geringsten Sojakonsum. Nach vier Jahren war die Sterblichkeitsrate in der Quartile mit dem niedrigsten Konsum bei 10,3 Prozent, in der Quartile mit dem höchsten Konsum dagegen bei 7,4 Prozent. Die Rückfallrate lag bei 11,2 versus 8,0 Prozent.
Yoga bessert Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen
Im Rahmen einer Studie, an der 128 Brustkrebspatientinnen teilnahmen, wurde der Effekt von Yoga auf die Lebensqualität, die Stimmung und das Wohlbefinden untersucht (Moadel / J Clin Oncol 2007). Dabei besuchten 84 Frauen einen zwölfwöchigen Yoga-Kurs; eine Vergleichsgruppe von 44 Frauen wurde auf eine Warteliste für einen solchen Kurs gesetzt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die fernöstliche Meditation die Lebensqualität der Patientinnen verbesserte und auch ein stärkeres Wohlbefinden auf emotionaler, sozialer und spiritueller Ebene bewirkte. Die Frauen, die regelmäßig an den Yoga-Übungen teilnahmen, litten außerdem seltener unter Verzweiflung.
Bemerkenswert ist allerdings, dass immerhin 31% der Frauen in der Yoga-Gruppe gar nicht an dem Kurs teilnahmen. Immerhin konnten bei diesen Patienten, die keine Compliance zeigten, folgende statistisch signifikante Parameter ermittelt werden: sie litten stärker unter Fatigue, nahmen häufiger eine Radiotherapie in Anspruch, waren im Durchschnitt jünger und bekamen eine antihormonelle Therapie.
Zeitpunkt der adjuvanten Chemotherapie bei Brustkrebs
Um herauszufinden, wann eine adjuvante Chemotherapie bei frühem Mammakarzinom beginnen sollte und ob eine Wartezeit von bis zu drei Monaten das Überleben verschlechtert, untersuchte eine retrospektive dänische Studie (Cold / Brit J Cancer, 2005). Hierzu wurden Daten von 7501 Frauen ausgewertet, die zwischen 1977 und 1999 eine Chemotherapie erhalten hatten. Die meisten der Patienten erhielten eine Chemotherapie nach dem CMF-Schema, nur 1084 Patienten erhielten eine Therapie mit Anthrazyklinen (FEC). Die Wartezeit bis zu Beginn der Chemotherapie wurde dabei in vier Gruppen unterteilt: 1 bis 3 Wochen, 4 Wochen, 5 Wochen und 6 bis 13 Wochen. Es zeigte sich, dass einer früher Beginn innerhalb der ersten drei Wochen keinen Überlebensvorteil bedeutet. Auch für Patientinnen mit einer schlechteren Prognose (wie befallene Lymphknoten, höhergradige Tumoren und Hormonrezeptornegativität) konnte keine Beeinflussung des Überlebens durch einen frühen Chemotherapiestart nachgewiesen werden.
Curcumin und Quercetin als Schutz vor Darmkrebs
In einer amerikanischen Studie (Cruz-Correa / Clinical Gastroenterology and Hepatology 2006) wurde untersucht, inwieweit durch die Gabe von Curcumin und Quercetin das Auftreten von Polypen bei Patienten mit familiärer adenomatöser Polyposis reduziert werden kann. Dazu erhielten fünf Patienten, die bereits eine Entfernung von Teilen des Dickdarms hinter sich hatten, sechs Monate lang jeweils dreimal täglich 480 mg Curcumin und 20 mg Quercetin. Die Zahl der Polypen sank dabei im Verlauf der Studie um rund 60 Prozent; auch die Größe der Polypen verringerte sich.
Fischverzehr und Fischöle verringern das Risiko für Darmkrebs bei Männern
Im Rahmen einer großen Bevölkerungsstudie (Physician´s Health Study) untersuchten US-Mediziner die Beziehungen zwischen dem Fischverzehr, der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und den Vorkommen von Krebs im Colon und Rektum (Megan / Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 2008). 21.376 Männer aus medizinischen Berufen nahmen ab 1982 bis 2004 an der Studie teil. Sie gaben bei Befragungen auch Auskunft über ihren Fischverzehr, woraus die Aufnahmen von Omega-3-Fettsäuren berechnet wurden. In dieser Zeit traten bei den Teilnehmern insgesamt 500 Fälle von Darmkrebs auf. Beim höchsten Fischverzehr war das Risiko, an Darm- bzw. Rektumkrebs zu erkranken, um 40 Prozent verringert. Wurden die Omega-3-Fettsäuren allein betrachtet, verringerte sich das Darmkrebs-Risiko bei den höchsten Aufnahmen immerhin noch um 26 Prozent. Die Forscher schließen daraus, dass ein hoher Fischverzehr, aber auch die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren allein, das Erkrankungsrisiko für Darmkrebs bei Männern verringern könnte.
Impfung bei Patienten mit Kolonkarzinom erfolgreich
Onkologen aus Berlin und Heidelberg untersuchten, ob bei Patienten mit kolorektalen Karzinomen und Lebermetastasen eine aktiv-spezifische Immunisierung mit einer Virus-behandelten Tumorzellsuspension die Gesamtüberlebenszeit sowie die Metastasen-freie Zeit verlängert wird (Schulze / Cancer Immunol Immunther 2008). Dazu benutzten sie autologe Tumorzellen, die mit einem nicht lytischen und niedrig pathogenen Stamm des Newcastle Disease Virus (NDV) infiziert worden waren.
Im Rahmen dieser Phase-II-Studie erhielten 50 Patienten mit kolorektalen Karzinomen zusätzlich zur üblichen schulmedizinischen Therapie 2 bis 3 Wochen nach chirurgischer Entfernung der Lebermetastasen randomisiert die spezifische Vakzine intradermal in den Unterarm oder eine wirkungslose Spritze (Kontrollgruppe), wobei die Impfung danach in bestimmten Abständen mehrfach wiederholt wurde.
Zunächst war das Resultat enttäuschend: Denn nach durchschnittlich 9,5 Jahren unterschieden sich in der Studienpopulation weder die Raten der Metastasenrezidive noch das Gesamtüberleben. Betrachteten die Onkologen jedoch nur die Kolon-Ca-Patienten, kam ein deutlicher Unterschied zugunsten der Geimpften heraus: Vier von 13 Patienten (31 Prozent) starben im Studienzeitraum in der Vakzinationsgruppe, 9 von 14 Patienten (79 Prozent) in der Kontrollgruppe. Auch die krankheitsfreie Zeit war in der Verumgruppe deutlich verlängert, die metastasenfreie Überlebenszeit war ebenfalls signifikant länger. Dagegen gab es bei den 23 Studienteilnehmern mit metastasiertem Rektumkarzinom keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Warum eine unterschiedliche Wirkung der Vakzine bei beiden Tumorentitäten auftrat, konnte nicht geklärt werden.
Vitamin D beugt Darmkrebs vor
Menschen, die hohe Vitamin-D-Spiegel im Blut aufweisen, erkranken seltener an Darmkrebs. Das ergab eine große europäische Studie an mehr als 520.000 Personen aus zehn westeuropäischen Ländern (Jenab et al. / British Medical Journal 2010).
Grundlage dieser Berechnungen war die sogenannte EPIC-Studie, bei der die Teilnehmer zwischen 1992 und 1998 Fragebögen zu ihrem Lebensstil und ihrer Ernährung ausgefüllt und Blutproben abgegeben hatten. In den darauffolgenden Jahren erkrankten 1.248 Teilnehmer an kolorektalem Karzinom. Die Forscher untersuchten die im Vorfeld gesammelten Blutproben dieser Patienten genauer und verglichen sie mit ebenso vielen gesunden Probanden.
Die Auswertung enthüllte einen starken umgekehrten Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration im Blut und dem Erkrankungsrisiko: Je mehr Vitamin D im Blut eines Teilnehmers enthalten war, desto geringer war das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Probandengruppe mit dem höchsten Vitamin-D-Spiegel wies ein um 40 Prozent geringeres Krebsrisiko auf als die Teilnehmer mit dem niedrigsten Vitamin-D-Spiegel. Genauere Analysen ergaben, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel besonders vor Kolonkrebs, aber weniger vor Rektumkrebs schützte.
Koloskopien bei Älteren doch nicht so ungefährlich?
Perforationen der Darmwand sind eine bekannte, seltene, aber lebensgefährliche Komplikation der Darmspiegelung. Insbesondere bei über-75-Jährigen steigt laut einer aktuellen Studie des weltweit größten Endoskopie-Zentrums in Bangkok (Lohsiriwat / BMC Gastroenterology 2009) das Risiko für eine Darmperforation an.
Dabei war der wichtigste Risikofaktor in dieser Studie nicht die Unerfahrenheit des Arztes, sondern das Alter des Patienten. So kam es bei über-75-Jährigen mehr als sechsfach häufiger zu einer Darmperforation. Vorsicht geboten ist außerdem beim Abtragen größerer Polypen. Nach therapeutischen Endoskopien kam es fast dreifach häufiger zu einer Darmperforation. Der Studienleiter vermutet, dass auch eine Sedation das Risiko erhöhen könnte, da es dem Arzt nicht mehr möglichst ist, auf Schmerzreize des Patienten zu reagieren.
Mammographie in Dänemark ohne Wirkung?
Die Einführung des Mammographie-Screenings hat in Dänemark entgegen früheren Untersuchungen doch nicht zu einem Rückgang der Brustkrebssterblichkeit geführt. Das geht aus einer Studie des Nordic Cochrane Institute im Britischen Ärzteblatt (Jørgensen K et al. / BMJ 2010) hervor.
In Kopenhagen wurde die Brustkrebsfrüherkennung mittels einer Röntgenuntersuchung der Brust bereits 1991 eingeführt. Vor fünf Jahren kamen Anne Helene Olsen von der Universität Kopenhagen und Mitarbeiter zu dem Ergebnis, dass die Brustkrebssterblichkeit seither um 25 Prozent gesunken ist (Olsen A et al. / BMJ 2005).
Der Vergleich mit der Zeit vor Einführung der Mammographie übersieht nach Ansicht von Karsten Jørgensen und Peter Gøtzsche vom Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen jedoch die langfristige Entwicklung zu einer sinkenden Sterberate am Mammakarzinom. In ihrer Untersuchung vergleichen sie deshalb die Entwicklung in Kopenhagen und Fünen (wo ebenfalls ein Brustkrebsscreening angeboten wird) mit anderen Regionen des Landes, wo dies nicht der Fall war. Für die gescreenten Regionen ermitteln sie einen Rückgang der Brustkrebssterblichkeit um ein Prozent pro Jahr, die aber nicht das Ergebnis der Früherkennung sein könne, da in den Regionen ohne Screening die Brustkrebssterblichkeit im gleichen Zeitraum um zwei Prozent pro Jahr abgenommen habe.
Am deutlichsten war der Rückgang in den Altersgruppen, die für ein Screening zu jung waren: Unter den 35- bis 54-Jährigen ging die Brustkrebssterblichkeit in den Screening-Regionen um fünf Prozent und in den Kontrollregionen um sechs Prozent pro Jahr zurück. Bei älteren Frauen, denen nicht zur Mammographie geraten wird, ist die Brustkrebssterblichkeit gleich geblieben.
Für Jørgensen und Gøtzsche sind die Ergebnisse ein weiterer Beleg für die Fragwürdigkeit der Mammographie. Den beobachteten Rückgang der Sterblichkeit führen sie auf eine Änderung der Risikofaktoren und eine Verbesserung der Therapie zurück.
Mammographie-Screening in der Kritik
Nutzt das Mammographie-Screening überhaupt Frauen unter 50 Jahren? Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden 160.921 Frauen im Alter zischen 39 und 41 Jahren rekrutiert (Moss / Lancet 2006). Diese randomisierten die britischen Forscher im Verhältnis 2:1 in eine „Mammographiegruppe“ (jährliche Mammographie bis ins 48. Lebensjahr) und eine Kontrollgruppe. Nach einem medianen Follow-Up von 10,7 Jahren ergab sich in der „Mammographiegruppe“ ein 17% niedrigeres relatives Brustkrebs-Mortalitätsrisiko, ohne allerdings statistische Signifikanz zu erreichen. Auch der Vorteil von Frauen, die sich tatsächlich regelmäßig untersuchen ließen (24%ige Reduktion des relativen Brustkrebs-Mortalitätsrisikos), war statistisch nicht signifikant. Das würde bedeuten, dass 2512 Frauen dieser Altersgruppe sieben bis neun Jahre lang einmal jährlich mammographiert werden müssten, um einen Brustkrebs-Todesfall in 10 Jahren zu verhindern.
Komplette Lymphknotenentfernung bei Ovarialkarzinom nicht sinnvoll
Bisher war unklar, ob bei Ovarialkarzinom immer auch alle retroperitonealen Lymphknoten mitentfernt werden müssen. Dies widerlegt nun eine prospektive randomisierte Studie (Panici / J Natl Cancer Inst 2005), in der zwischen 1991 und 2003 427 Patientinnen mit epithelialem Ovarialkarzinom im Stadium III und IV aufgenommen wurden. Bei 216 Patienten wurden zusätzlich zum Primärtumor systematisch alle retroperitonealen Lymphknoten, bei den übrigen 211 nur vergößerte Lymphknoten entfernt. Das Ergebnis: Die komplette Lymphadenektomie verbesserte zwar das progressionsfreie Überleben auf 29,4 gegenüber 22,4 Monaten in der Kontrollgruppe, hatte jedoch keinen Einfluss auf das mediane Gesamtüberleben.
Prognoseverbesserung durch parenterale Ernährung vor OP von gastrointestinalen Tumoren
In einer großen randomisierten Studie mit 468 Patienten, die mäßig bis schwer unterernährt waren, wurde von Kollegen in Shanghai die Bedeutung einer prae- und postoperativen parenteralen Ernährung in Hinblick auf Prognose, Morbidität und Mortalität untersucht (Wu / World J Gastroenterol 2006). Dabei wurden die Patienten mit Magen –oder Kolorektalkarzinomen in zwei Gruppen randomisiert: die einen erhielten prä- und postoperativ eine parenterale und/oder enterale Ernährung über jeweils 7 Tage (Interventionsgruppe), die andere Gruppe wurde nur postoperativ parenteral und/oder enteral ernährt. Dabei war die postoperative Komplikationsrate deutlich geringer, wenn die Ernährung zusätzlich präoperativ gegeben wurde (18,3 vs. 33,5%) Insbesondere schwere Infektionen wie Pneumonie und Wundinfektionen traten seltener auf. Dies zeigte sich auch in der Rate von Todesfällen: So traten bei den Patienten, die zusätzlich präoperativ ernährt wurden, fünf Todesfälle auf, im Vergleich zu 14 in der Kontrollgruppe. Auch die Dauer des Krankenhausaufenthaltes verkürzte sich in der Interventionsgruppe (22 vs. 29 Tage).
Bei Fatigue-Syndrom hilft Ginseng
Ginseng könnte ein therapeutischer Ansatz bei der Behandlung des bei Krebspatienten häufig auftretenden Fatigue-Syndroms sein. Mit dieser Thematik beschäftigte sich eine aktuelle Studie, die auf dem diesjährigen ASCO-Kongreß vorgestellt wurde (ASCO Annual Meeting Proceedings / Journal of Clinical Oncology, 2007). In diese randomisierte vierarmige Studie wurden insgesamt 282 Krebspatienten mit tumor- oder therapiebedingter Fatigue aufgenommen. Die Patienten bekamen für acht Wochen einen standardisierten Extrakt aus amerikanischem Ginseng in Dosierungen von 750, 1000 oder 2000 Milligramm pro Tag; oder sie erhielten ein Placebopräparat. Dabei zeigte sich, dass in den Gruppen mit den beiden höheren Ginseng-Tagesdosen die Fatigue-Beschwerden bei 25 und 27 Prozent der Befragten mäßig-stark bis deutlich gelindert wurden. Die 750-Milligramm-Dosierung von Ginseng sowie Placebo waren nur bei jeweils zehn Prozent der Patienten Fatigue-lindernd.
Test identifiziert Chemotherapie-sensitive maligne Melanome
In einer aktuellen multizentrischen prospektiven Phase II-Studie wurden Tumore von Patienten mit metastasierten malignen Melanomen auf ihre Chemosensitivität hin getestet (Ugurel / Clin Cancer Res, 2006). Zur Bestimmung der Chemosensitivität wurde der ATP-Tumorchemosensitivitäts-Assay (ATP-TCA) der Hamburger Firma DCS eingesetzt. Im Rahmen dieser in Deutschland durchgeführten Studie erhielten 53 Patienten eine Chemotherapie nach Protokoll, d.h. die für sie wirksamsten Zytostatika-Kombinationen wurden dem Testergebnis entsprechend verabreicht. Die Remissionsrate aller Patienten betrug 24,5 Prozent, die der als sensitiv getesteten 36,4 Prozent. Chemosensitiv getestete Patienten erreichten im Gegensatz zu den chemoresistenten Patienten bei Therapie nach Testergebnis ein deutlich besseres Ansprechen und sogar ein signifikant längeres medianes Gesamtüberleben von 14,6 Monaten im Vergleich zu 7,4 Monaten. Zehn dieser sensitiven Patienten erreichten Gesamtüberlebenszeiten von mehr als zehn bis zu maximal neunundzwanzig Monate.
Neue Hyperthermiemethode verlängert Lebenszeit und verbessert Lebensqualität
Bösartige Hirntumore galten bislang als schwer behandelbar. Trotz vielfältiger Therapieansätze und vermehrten Anstrengungen in der Forschung ist die Perspektive für die Betroffenen unverändert schlecht. Nun verspricht eine neue Methode Hoffnung: die lokoregionale Tiefenhyperthermie mit Radiowellen. Dr. Dr. E. Dieter Hager stellte jüngst auf dem Treffen der „American Society of Clinical Oncology“ in Chicago Ergebnisse vor, laut der durch die neue Therapie die Lebenszeit verlängert und die Lebensqualität verbessert werden kann (Kurzfassungen der Vorträge unter www.asco.org). Gemeinsam mit Dr. Hüseyin Sahinbas vom Grönemeyer-Institut für Mikrotherapie in Bochum hat Hager, der auch Leiter der BioMed-Klinik Bad Bergzabern ist, 179 Patienten mit rezidivierten oder therapieresistenten anaplastischen Astrozytomen und Glioblastoma multiforme mit loko-regionaler Tiefenhyperthermie mittels kapazitiv gekoppelten Elektroden, die mit niedriger Radiofrequenz angeregt werden (14 MHz), behandelt.
Nach Angaben von Sahinbas und Hager betrug die Überlebenszeit nach der Behandlung mit der loko-regionalen Tiefenhyperthermie bei Hirntumorpatienten mit anaplastischem Astrozytom im Schnitt 38,2 Monate, bei Betroffenen mit der Diagnose Glioblastoma multiforme 20,3 Monate. Der Anteil der Langzeitüberlebenden (5 Jahre ab Diagnose) stieg bei Kranken mit anaplastischem Astrozytom auf 30 Prozent, bei Menschen mit Glioblastoma multiforme auf 11 Prozent.
Die Verträglichkeit der neuen Methode sei sehr gut, insbesondere im Vergleich zur Chemotherapie. Nur acht bis zehn Prozent der Patienten gaben an, sich für kurze Zeit müde und schwach zu fühlen.
Hyperthermie verbessert den Therapieerfolg bei Sarkomen
Hyperthermie in Kombination mit Chemotherapie verbessert die Heilungs- und Überlebenschancen von Hochrisikopatienten mit tiefliegenden Weichteilsarkomen im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Diese Ergebnisse einer randomisierten Phase-III-Studie wurden von Prof. Issels (Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe "Tumortherapie durch Hyperthermie", GSF-Institut für Molekulare Immunologie, München) auf dem ASCO vorgestellt (ASCO Annual Meeting Proceedings / Journal of Clinical Oncology, 2007). Eingeschlossen wurden insgesamt 341 Patienten mit tiefliegenden mäßig bis gering differenzierten Weichteilsarkomen. 169 Patienten wurden im Hyperthermiearm, 172 Patienten im Kontrollarm behandelt. Beide Gruppen erhielten 4 Zyklen einer Chemotherapie mit kumulativen Dosen pro Zyklus von Etoposid 250 mg/m², Ifosfamid 6 g/m² und Adriamycin 50 mg. Ergebnis der Behandlung: Das mittlere krankheitsfreie Überleben war in der Hyperthermiegruppe mit 30 Monaten signifikant besser als nach reiner Chemotherapie mit 16 Monaten. Auch beim mittleren lokalen progressionsfreien Überleben schnitt die Hyperthermie mit 38 Monaten gegenüber 26 Monaten besser ab. Die Ansprechrate mit Hyperthermie betrug 37%, die in der Kontrollgruppe lediglich 12%. Daten in Bezug auf das Gesamtüberleben wurden noch nicht veröffentlicht.
Lokale Tumorkontrolle durch Hyperthermie verbessert
In einer prospektiven randomisierten Studie (Jones / J Clin Oncol 2005) erhielten 122 Patienten mit oberflächlich gelegenen Tumoren (< 3cm) zusätzlich zur Bestrahlung eine lokale Hyperthermiebehandlung. Es wurden die unterschiedlichsten Tumorentitäten behandelt: hauptsächlich waren es Mammakarzinome, Kopf-Hals-Tumoren und Melanome. Alle Patienten erhielten zunächst eine Testdosis und wurden dann in zwei Arme randomisiert. Die einen erhielten zweimal wöchentlich insgesamt maximal zehn weitere Hyperthermiebehandlungen während der Strahlentherapie, die anderen nicht. In der Gruppe, die zusätzlich zur Strahlentherapie eine Hyperthermie erhielten, sprachen 66,1% der Patienten an. Bei alleiniger Strahlentherapie sprachen 42,3% der Patienten an. Ebenso hielt die lokale Tumorkontrolle in der Hyperthermiegruppe länger an; Effekte auf das Gesamtüberleben hatte dies allerdings nicht. Besonders stark von der zusätzlichen Hyperthermie profitierten die Patienten, die bereits zuvor bestrahlt worden waren. Hier konnte eine Ansprechrate von 68,2% gegenüber 23,5% erreicht werden.
Lokale Überwärmung hilft bei fortgeschrittenem Zervixkarzinom
Bei fortgeschrittenen Zervixkarzinomen, bei denen sich der Tumor bereits über die Gebärmutter hinaus ausgebreitet und das umliegende Gewebe oder Teile der Scheide befallen hat, gelingt es oftmals nicht, durch eine alleinige Strahlentherapie oder Chemotherapie diesen effektiv zu behandeln. In diesen Fällen kann eine Kombination aus Strahlentherapie und Tiefenhyperthermie bessere Erfolge erzielen. Dies unterstreichen die neuesten Ergebnisse zweier Untersuchungen aus Rotterdam, die zeigen, dass mithilfe einer Kombinationstherapie die Ansprechraten und die Überlebensraten der Patienten verbessert werden können (Franckena et al / International Journal of Radiation Oncology Biology Physics 2008 und 2009).
Dabei hatten Frauen teilgenommen, bei denen der Krebs entweder lokal fortgeschritten war oder sich bereits in Lymphknoten, andere Organe im Becken und an das Becken angrenzende Organe ausgebreitet hatte (Stadien II bis IVA). Wenn eine Radiotherapie mit einer Hyperthermie-Behandlung kombiniert wurde, wurde bei 114 Patientinnen eine Ansprechrate von 83 Prozent erreicht. Ohne Hyperthermie lag die Ansprechrate nur bei 57 Prozent. Nach drei Jahren lebten in der Hyperthermie-Gruppe noch 51 Prozent, in der Kontrollgruppe nur 27 Prozent.
Mistel verbessert Lebensqualität bei Brustkrebs während Chemotherapie
Eine prospektive randomisierte offene Pilotstudie ergab eine Verbesserung der Lebensqualität bei zusätzlich zur Chemotherapie mit Iscador M 5 mg spezial (anthroposophisches Mistelpräparat) behandelten Brustkrebspatientinnen (Tröger W et al. / Breast Cancer: Basic and Clinical Research 2009).
Es wurde eine prospektive randomisierte offene Pilotstudie mit 95 Patientinnen durchgeführt, die in drei Behandlungsgruppen randomisiert wurden. Eine Gruppe erhielt lscador® M spezial und eine Gruppe ein anderes Mistelpräparat zusätzlich zur Chemotherapie mit sechs Zyklen Cyclophosphamid, Adriamycin und 5-FU (CAF). Die Kontroll-Gruppe erhielt CAF ohne zusätzliche Therapie. In der Veröffentlichung wird leider nur über den Vergleich von Iscador (n=30) mit der Kontrolle (n=31) berichtet.
Bei zwölf Scores zeigte sich anhand des EORTC-QLQ-C30-Fragebogens ein signifikanter Unterschied, der in neun Scores auch klinisch relevant war (Rollenfunktion, emotionale Funktion, soziale Funktion, Übelkeit und Erbrechen, Schmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall). Außerdem trat die durch Chemotherapie induzierte Neutropenie in der Iscador-Gruppe tendenziell weniger häufig auf als in der Kontroll-Gruppe: Neutropenie trat bei 3 von 30 Iscador-Patientinnen und bei 8 von 31 Kontroll-Patientinnen auf.
L-Carnitin und Fatigue bei Kindern
Krebserkrankungen und die begleitenden konventionellen Therapien gehen häufig mit Müdigkeit und Erschöpfung einher. Welche Rolle der Carnitin-Stoffwechsel hat, wurde nun in einer Untersuchung mit Kindern näher untersucht (Hockenberry et al. / J Pediatr Hematol Oncol 2009). Dabei wurden in einer Studie aus den USA die Carnitinspiegel von 67 Kindern und Jugendlichen bestimmt, die eine Chemotherapie mit Ifosfamid, Cisplatin oder Doxorubicin erhielten. Das Ausmaß an Fatigue und die Carnitin-Spiegel wurden vor Beginn der Chemotherapie und eine Woche später gemessen. Ergebnis: Frisch als krebskrank diagnostizierte Kinder und Jugendliche hatten signifikant höhere Spiegel an freiem und Gesamt-Carnitin als Kinder und Jugendliche, die bereits eine Chemotherapie erhalten hatten. Außerdem waren nach der Behandlung mit Doxorubicin freies und Gesamt-Carnitin signifikant höher als nach Cisplatin oder Ifosfamid. Eine Woche nach der Chemotherapie waren gesteigerte Fatigue und gesunkene Carnitin-Spiegel signifikant miteinander korreliert. Gesunkene Carnitinspiegel und gesteigerte Fatigue traten im Durchschnitt jedoch erst nach ein bis zwei Zyklen auf. Ursache kann dabei sein, dass das erhöhte Carnitin bei frisch diagnostizierten Patienten mit einem schnellen Übertritt von Carnitin aus dem Gewebe ins Blut verbunden ist. Dadurch scheint das Carnitin ersetzt zu werden, welches durch den Chemotherapie-Metabolisumus verlorengegangen ist.
Radiofrequenzbehandlung bei primärem Leberkrebs
Stellt die Radiofrequenzablation bei primärem Leberzellkarzinom eine effektive Alternative zur Operation dar? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine prospektive randomisierte Studie mit insgesamt 180 Patienten (Chen / Ann Surg 2006), deren hepatozelluläres Karzinom bei Erstdiagnose nicht größer als 5 cm war. 71 Patienten erhielten eine Radiofrequenzablation, 21 zusätzlich perkutane Ethanolinjektionen und 2 Patienten zusätzlich eine transarterielle Chemoembolisation. Von den 90 Patienten, bei denen eine segmentale Resektion des Leberherdes durchgeführt wurde, erhielten 2 Patienten zusätzlich eine perkutane Ethanolinjektion. Untersucht wurden das krankheitsfreie Überleben und die 4-Jahres-Überlebensraten. Beide Male konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Allerdings waren schwerwiegende Komplikationen nach chirurgischer Intervention häufiger als nach Radiofrequenzablation (50 von 90 versus 3 von 71 Patienten). Die häufigsten Komplikationen nach Operation waren Aszites und persistierender Ikterus. Bei der Radiofrequenzablation wurden leichte Verbrennungen der Haut und temporäres Fieber beobachtet.
Antiangionese bei NSCLC
Kann der Einsatz von Angiogenesehemmern das Überleben von Lungenkrebspatienten verlängern? Diese Frage stellten sich amerikanische Wissenschaftler, indem sie 878 Patienten mit rezidiviertem oder fortgeschrittenen NSCLC im Stadium IIIB oder IV randomisierten (Sandler / N Engl J Med 2006). Die einen erhielten eine Chemotherapie mit Carboplatin und Taxol, die anderen zusätzlich den Angiogenesehemmer Bevacizumab. Die Patienten, die Bevacizumab erhielten, lebten durchschnittlich 12,3 Monate; die Patienten, die nur Chemotherapie erhalten hatten, lebten mit 10,3 Monaten signifikant kürzer. Allerdings traten in der Bevacizumab-Gruppe deutlich häufiger schwere und tödliche Nebenwirkungen auf. Insgesamt verstarben 15 der 434 Patienten unter der Gabe des Angiogenesehemmers (hauptsächlich an Lungenblutungen und febriler Neutropenie), im Vergleich zu 2 von 444 Patienten unter alleiniger Chemotherapie.
Erfolge durch Tumorimpfung bei Lungenkrebs
In einer Phase-II-Studie wurde nach ersten Erfolgen mit der Tumorvakzine L-BLP25, die sich gegen ein Antigen richtet, das bei NSCLC überexprimiert wird, nun untersucht, ob dessen Gabe einen Überlebensvorteil bringt (Butts / J Clin Oncol 2005). Dazu wurden 171 Patienten mit NSCLC im Stadium IIIB oder IV, die unter Erst-Linien-Therpapie nicht progredient waren, randomisiert und erhielten entweder Best Supportive Care oder zusätzlich die Tumorvakzine L-BLP25. Die Vakzinierung erfolgte mit wöchentlichen subkutanen Injektionen über einen Zeitraum von 8 Wochen. Außerdem erhielten die Patienten vor der Vakzinierung einmalig niedrig dosiertes Cyclophosphamid. Eine nennenswerte Toxizität trat unter der Gabe von L-BLP25 nicht auf. Die Lebensqualität blieb bei den Patienten, die eine Vakzinierung erhielten, sogar länger erhalten. Bezüglich des Gesamtüberlebens zeigte sich ein allerdings nicht signifikanter Überlebensvorteil von 4,4 Monaten. In der Subgruppenanalyse zeigte sich ein besonders starker Trend für ein besseres 2-Jahres-Überleben unter der Vakzinationstherapie bei Patienten ohne Metastasen und mit geringer Tumorlast.
NSCLC: Ansprechwahrscheinlichkeit bei Cisplatin vorhersagen?
Ob eine Chemotherapie mit Cisplatin bei Patienten mit NSCLC anspricht, ist jetzt durch eine immunhistochemische Bestimmung vorhersagbar. Eine Rolle bei der Ausbildung einer Cisplatin-Resistenz spielt hierbei vermutlich das Enzym ERCC1, das Schäden, die an der DNA durch Cisplatin entstanden sind, erkennt und entfernt.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher im Rahmen einer internationalen Studie (Olaussen / N Engl J Med 2006), indem an 761 vollständigen Tumorresektaten die Expression von ERCC1 bestimmt wurde. Hierbei zeigte sich bei 335 der resezierten Tumoren eine starke Expression von ERCC1, wohingegen bei 426 Resektaten das Enzym nicht nachweisbar war. Das Ergebnis: Nur Patienten mit ERCC1-negativen Tumoren profitierten von der Ciplatin-haltigen Chemotherapie. Ohne adjuvante Chemotherapie zeigte sich hingegen ein signifikanter Überlebensvorteil für Patienten mit ERCC1-positiven Tumoren.
Tyrosinkinasehemmer Erlotinib nicht ungefährlich
Der Tyrosinkinasehemmer Erlotinib (Tarveca) ist zur Behandlung des metastasierten nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms und zur Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms zugelassen.
Unter der Therapie mit diesem Medikament kann es zu lebensgefährlichen Darmperforationen kommen. Dies geht aus einem sogenannten Dear-Healthcare-Provider-Brief hervor, den der Hersteller auf Veranlassung der FDA an US-Ärzte verschickt hat.
Nach den Angaben im Healthcare-Provider-Brief ist das Risiko bei Patienten erhöht, die gleichzeitig Angiogenese-Hemmer wie z.B. Erlotinib, Kortikoide, nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) und/oder eine taxanbasierte Chemotherapie erhalten haben oder bei denen in der Vorgeschichte peptische Ulzera oder Divertikulosen aufgetreten sind. Tarceva sollte daher sofort abgesetzt werden, wenn der Versacht auf eine Magen-Darm-Perforation besteht.
Kein Vorteil für adjuvante Chemotherapie bei fortgeschrittenem Magenkrebs
Eine italienische Studiengruppe untersuchte an 274 Patienten mit Magenkarzinom und Lymphknotenbefall oder T3-4-Tumoren den Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie nach erfolgter Gastrektomie (Buzzoni / Br J Surg 2006). Nach Randomisierung in zwei Gruppen erhielten die Patienten entweder keine oder eine Kombinationschemotherapie mit Etoposid, Doxorubicin und Cisplatin. Der Unterschied bezüglich der Gesamtüberlebensrate war in beiden Gruppen nicht signifikant. Auch die Raten für das Auftreten von lokalen Rezidiven oder Metastasen unterschieden sich nicht, so dass die Patienten keinen Vorteil von einer adjuvanten Chemotherapie hatten.
Angiogenesehemmer können invasives Wachstum und Metastasen fördern
Angiogenesehemmer sind Substanzen, welche die Blutversorgung des Tumors reduzieren, indem sie die Neubildung von Blutgefäßen unterdrücken. Eine neue Studie der University of California zeigt im Tierversuch unerwünschte Wirkungen: Nach anfänglichem Therapieerfolg dringt der Tumor vermehrt in gesundes Gewebe ein und neigt auch stärker zur Metastasierung (Casanovas et al / Cancer Cell 2005 und Paez-Ribes et al / Cancer Cell 2009).
Dabei wurde Mäusen entweder ein Pankreastumor oder ein Glioblastom implantiert. Bei beiden Tumorentitäten reduzierte sich die Tumorgröße durch Gabe von Sutent eindeutig in den ersten Therapiewochen. Danach jedoch änderte sich das Ansprechen, indem die Tumoren vermehrt in gesundes Gewebe eindrangen und auch stärker zur Metastasierung neigten. Möglicherweise ist dieses Phänomen – laut Ansicht der Autoren - eine Reaktion auf die plötzliche Unterversorgung von Sauerstoff und Nährstoffen.
Herzschädigung durch Glivec
Imatinib (Glivec®), ein Tyrosinkinasehemmer, der bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) und GIST angewandt wird, kann Herzschäden verursachen. Zu diesem Ergebnis kamen amerikanische Forscher (Kerkelä / Nature Med, 2006), als sie die Daten von zehn Patienten mit CML untersuchten, die unter Glivec-Einahme an einer kongestiven Herzinsuffizienz erkrankten. Außerdem führten sie Labortests an Mäusen und menschlichen Herzzellen durch. Es zeigte sich dort, dass Glivec nicht direkt toxisch wirkt, sondern über die Inaktivierung eines bestimmten Enzyms auch zu einer Schädigung von Herzmuskelzellen führen kann.
EPO-Doping verringert die Überlebenschancen
Die Ergebnisse mehrer Studien (Lappin / Oncologist 2007) weisen inzwischen darauf hin, dass Erythropoetin bei Brustkrebs und Kopf-Hals-Tumoren die Prognose der Patienten verschlechtert. Die aktuellste dieser Studien bestätigte dies bei Patienten mit NSCLC (Wright / J Clin Oncol 2007), wobei in einer Zwischenauswertung, die dann zum Abbruch der Studie führte, gezeigt wurde, dass die Überlebenszeit in der EPO-Gruppe um die Hälfte kürzer als in der Kontrollgruppe war.
Natriumselenit bei Lymphödemen im Mundbereich
An 20 Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle wurde untersucht, inwieweit Natriumselenit nicht nur zur Reduktion von Lymphödemen der Extremitäten, sondern auch von Lymphödemen im Mundbereich eingesetzt werden kann. Die Wirksamkeit von Natriumselenit wurde hierbei in einer randomisierten Doppelblind-Studie an 20 Patienten überprüft (Zimmermann / Biol Trace Elem Res 2005). Dabei erhielten die Patienten prä-, intra- und 3 Wochen postoperativ nach Durchführung einer bilateralen Neck-Dissection jeweils täglich 1000 µg Natriumselenit intravenös oder peroral. Die Patienten in der Kontrollgruppe erhielten 0,9%ige Kochsalzlösung. Die Ausprägung der operativ bedingten Lymphödeme wurde durch Vermessen bestimmter anatomischer Punkte bestimmt. Außerdem wurden 1 Jahr lang nach der Operation in Plasma und Vollblut reaktive Sauerstoffverbindungen, sowie die Selenkonzentration und die Aktivität der Glutathion-Peroxidase gemessen. Bei den Patienten, die Natriumselenit erhielten, klangen die Lymphödeme deutlich schneller ab. Dies konnte auch laborchemisch verifiziert werden: So war bei den Patienten das Lymphödem am geringsten ausgeprägt, die die höchsten Selenspiegel und bei denen die Glutathion-Peroxidase am aktivsten war. Die Autoren empfehlen deshalb, Natriumselenit hochdosiert möglichst frühzeitig zur Verhinderung von Lymphödemen im Mundbereich nach Neck-Dissection einzusetzen.
Schutz vor Mukositis durch Glutamin
In einer klinischen Studie konnte durch Verabreichung von Glutamin in einer speziellen Galenik gezeigt werden, dass Glutamin entgegen der bisherigen enttäuschenden Daten doch bei oraler Mukositis hilfreich sein kann. Dabei wurde das Präparat in einer Phase-III-Studie bei 326 Brustkrebspatientinnen, die unter anthrazyklinhaltiger Chemotherapie eine orale Mukositis WHO-Grad 2 oder mehr entwickelt hatten, geprüft (Peterson / Cancer 2007) Unter randomisierten Bedingungen erhielt dabei die eine Hälfte der Patientinnen während des nächsten Chemotherapiezyklus Glutamin als Suspension dreimal täglich, während die anderen Placebo erhielten. Ergebnis: Die Inzidenz klinisch signifikanter oraler Mukositiden betrug 38,7% statt 49,7%, die von schweren oralen Mukositiden 1,2% statt 6,7%.
Tee-Extrakte lindern Hautschäden bei der Strahlentherapie
In einer Studie der Universitätsklinik Freiburg (Pajonk / BMC Medicine 2006) wurde der Frage nachgegangen, ob Extrakte aus grünem und schwarzen Tee aufgrund ihrer bekannten entzündungshemmenden Wirksamkeit Strahlenschäden der Haut verringern können. Es nahmen dabei 60 Patienten mit verschiedenen Tumoren, die durch eine Strahlentherapie Hautschäden erlitten hatten, an der Studie teil. Die Hautläsionen wurden dabei zusätzlich zu üblichen Pflegemaßnahmen mit äußeren Anwendungen von Tee-Extrakten (Aufgüsse aus Teebeuteln mit grünem oder schwarzem Tee) behandelt. Das Ergebnis: Beide Extrakte verringerten die Hautschäden und förderten die Regeneration der Haut. Die Extrakte aus dem grünen Tee schnitten dabei teilweise besser ab. Die entzündungshemmende Wirkung der im Tee enthaltenen Polyphenole zeigte sich auch in den entnommenen Zellkulturen der Patienten, in denen die Ausschüttung von entzündungsfördernden Substanzen gehemmt werden konnte.
Vitamin E lindert Neurotoxizität
Eine neuroprotektive Wirkung von Vitamin E konnte bisher nur bei Cisplatingaben festgestellt werden. Nun wurde in einer randomisierten Studie mit 32 Patienten untersucht, inwieweit Vitamin E auch unter Taxol neuroprotektiv wirksam ist (Argyriou / J Pain Symptom Manage 2006). Dazu erhielten die Patienten entweder ausschließlich eine taxolhaltige Chemotherapie oder zusätzlich 2 x täglich 300 mg Vitamin E. Um den Therapieeffekt zu überprüfen, wurde während und drei Monate nach der Chemotherapie neurologische Untersuchungen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass bei den Patienten, die täglich 600 mg Vitamin E erhielten, deutlich weniger periphere Neuropathien als im Placeboarm auftraten (18,7 versus 62,5%).
Zink mildert Radiatio-induzierte Mukositis
Eine Mukositis ist eine häufige Nebenwirkung unter Radiatio z.B. bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren. Eine taiwanesische Arbeitsgruppe untersuchte nun den Einfluss einer Zink-Supplementation auf die Entwicklung von Mukositiden (Lin / Int J Radiat Oncol Biol Phys 2006). Dabei erhielten 100 Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren anhand eines doppelblinden Studiendesigns entweder ein Zinkpräparat oder Placebo bis zum Ende der Strahlentherapie. Ergebnis: Patienten der Interventionsgruppe entwickelten eine Grad-2-Mukositis verzögerter und später als die Patienten, die kein Zink erhielten. Außerdem kam es bei den Patienten, die zusätzlich Zink erhielten, zu milderen Mukositisverläufen, ohne dass allerdings die Ausheilung der Läsionen durch die Zinkgabe beschleunigt werden konnte. Ob die Gabe von Zink auch einen Einfluss auf das Überleben hat, wird in dieser Studie noch weiter untersucht.
Talactoferrin: Neue Option beim Nierenzellkarzinom?
Talactoferrin, eine rekombinant hergestellte Form des in der Muttermilch vorkommenden Lactoferrins, aktiviert natürliche oder Lymphokin-induzierte Killerzellen und verstärkt zusätzlich die Toxizität polymorphkerniger Zellen und Makrophagen.
Ob Talactoferrin für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms geeignet ist, wurde in einer offenen Phase-II-Studie getestet (Jonasch / Cancer 2008). Dabei wurden 44 Patienten mit progredientem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom behandelt, bei denen mindestens eine systemische Therapie nicht angesprochen hatte. Talactoferrin wurde in einer Dosierung von zweimal täglich 1,5 g für zwölf Wochen eingenommen. Nach weiteren zwei Wochen erfolgte eine Computertomografie, um das Ansprechen der Tumoren zu beurteilen. Nach insgesamt 14 Wochen waren 59% der Patienten ohne Progression; zwei Patienten (4,5%) zeigten eine partielle Response. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 6,4 Monate, das mediane Gesamtüberleben 21,1 Monate. Die Daten wurden einer kontrollierten Studie mit vergleichbarer Patientenpopulation im Placeboarm gegenübergestellt (Yang / N Engl J Med 2003), wobei dort der Anteil der Patienten mit progressionsfreiem Überleben nach vier Monaten lediglich 20% betrug.
Als häufigste Nebenwirkungen traten unter der Talactoferringabe Erschöpfung, Flatulenz und Diarrhoe auf, schwerwiegende therapiebedingte Ereignisse traten nicht auf.
Antioxidantien während Chemotherapie?
Eine Auswertung mehrerer randomisiert durchgeführter Studien, die Antioxidantien während Chemotherapien eingesetzt hatten, zeigte den Nutzen einer Therapie mit Antioxidantien (Keith / Cancer Treatment Reviews, 2007). Hierbei wurden insgesamt 19 Studien mit mehr als 1554 Krebspatienten einbezogen, bei denen der Einfluss auf den Tumor und/oder die Überlebensraten dokumentiert waren. In den untersuchten Studien wurde die Wirksamkeit verschiedenster Antioxidantien untersucht, darunter Glutathion, Melatonin, Vitamin A, N-Acetylcystein, Vitamin E und Vitaminkombinationen. Die Ergebnisse zeigten, dass Antioxidantien die Wirksamkeit einer Chemotherapie nicht beeinträchtigten und in einigen Fällen die Wirkung der Chemotherapie sogar noch verbessern halfen. Außerdem vertrugen die Patienten die Chemotherapie mit Antioxidantien besser als die Patienten, die keine Antioxidantien erhalten hatten.
Haifischknorpel wirkungslos
Haie erkranken erstaunlich selten an Krebs, weshalb von vielen Herstellern Haifischknorpelextrakte angeboten werden. Ob der Haifischknorpelextrakt Neovastat® bei Lungenkrebspatienten wirksam ist, wurde nun in einer Phase-III-Studie mit 379 Patienten mit neu diagnostiziertem NSCLC im Stadium III geprüft (Lu et al. / Journal of the National Cancer Institute 2010). Dabei erhielten alle Patienten eine Standardbehandlung mit einer Induktionschemotherapie gefolgt von einer Radiochemotherapie. Zusätzlich wurden die Patienten auf die Einnahme von Neovastat® oder Placebo randomisiert. Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben. Ergebnis: Zwischen den beiden Gruppen ergab sich bezüglich des Geamtüberlebens kein Unterschied. Im Neovastat-Arm überlebten die Patienten im Mittel 14,4 Monate, im Placebo-Arm 15,6 Monate. Auch im progressionsfreien Überleben (11,3 vs. 10,7 Monate) gab es keine signifikanten Unterschiede. Für die Autoren gibt es daher keine Hinweise, dass Neovastat oder andere wissenschaftlich nicht untersuchte Haifischknorpelextrakte eine Wirkung haben.
Neue Daten zur Frage: Schützt Vitamin D vor Krebs?
In zwei Metaanalysen zum Mamma -und Kolonkarzinom konnte gezeigt werden, dass die Inzidenz beider Tumorarten abhängig vom Vitamin-D3-Spiegel im Blut ist. Je höher der Vitamin-D3-Spiegel im Blut desto geringer war das Auftreten beider Krebsarten. So war zum Beispiel in den Kolon-Karzinom-Studien bei einer Serumkonzentration von 37 ng/ml die Inzidenz halb so hoch wie bei weniger als 6 ng/ml (Am J Prev Med 2007).
Umgerechnet auf Tagesdosierungen von Vitamin D3 wären das für die Brustkrebsstudie etwa 4000 IU und für die Kolon-Ca-Studie etwa 2000 IU pro Tag. Wer diese Größenordnung durch Sonnenlichtexposition erreichen möchte, müsste sich täglich etwa zwölf Minuten in die Sonne begeben.
Neue Studie: Multivitamine verdoppeln Risiko auf tödliches Prostatakarzinom?
Eine Beobachtungsstudie des Journal of National Cancer Institute (JNCI 2007; 99: 754-764), in der laut einem Kommentar des Ärzteblattes angeblich gezeigt werden konnte, dass die regelmäßige Einnahme von Multivitaminen das Risiko auf die Entwicklung eines tödlichen Prostatakarzinoms verdoppelt, fand in jüngster Zeit in den Medien viel Beachtung.
Von den seit 1995/95 befragten 300.000 männlichen Teilnehmern waren 10.241 zwischenzeitlich an Prostatakarzinom, 8765 an lokalisierten Tumoren und 1476 an einem fortgeschrittenen Prostatakarzinom erkrankt. Interessant ist, dass bei der Auswertung von Frau Karla Lawson vom NCI die Erkrankungsraten für das lokalisierte Prostatakarzinom bei den Vitaminanwendern gar nicht häufiger waren als bei den Nichtvitaminkonsumenten, sondern nur die Inzidenzrate bei einem tödlichen Prostatakarzinom von 11,4 auf 18,9 pro 100.000 Personenjahre zunahm.
SELECT-Studie- Bedenken zur Empfehlung von Vit. E und Selen ungerechtfertigt
Ende Oktober 2008 wurde die SELECT-Studie (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial) unter großem Medienecho abgebrochen, eine groß angelegte Studie, mit der untersucht werden sollte, ob durch Gabe von Vitamin E und Selen die Häufigkeit von Prostatakrebs verringert werden kann.
Der Grund für den vorzeitigen Abbruch: Eine im September 2008 vorgenommene Zwischenauswertung von SELECT ergab, dass weder Selen noch Vitamin E, noch beide Substanzen kombiniert das Risiko auf ein Prostatakarzinom signifikant senken. Außerdem zeigten sich zwei Trends: Im Studienarm mit der alleinigen Vitamin E-Gabe kam es zu einem leichten Anstieg der Erkrankungen am Prostatakrebs und im Studienarm mit der alleinigen Selen-Gabe stieg die Zahl der Diabeteserkrankungen.
Aufgrund dessen gab das US-National Cancer Institute (NCI) vor kurzem bekannt, dass die SELECT-Studie vorzeitig beendet wird. An SELECT hatten an mehr als 400 Orten in den USA, Puerto Rico und Kanada rund 35.000 Männer im Alter ab 50 Jahren teilgenommen. Sie waren auf vier Studienarme randomisiert worden, in denen sie mit 400 mg Vitamin E oder 200 µg Selen oder beiden Präparaten oder mit Placebo behandelt wurden.
Vitamin C schwächt Chemotherapie?
Krebspatienten sollten während der Chemo- oder Strahlentherapie keine zusätzlichen Antioxidantien einnehmen, weil das die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen könnte. Dies rät eine amerikanische Forschergruppe nach Bewertung unterschiedlicher Studien (Lawenda / J Natl Cancer Inst 2008).
Die Diskussion um den Nutzen von Antioxidantien wurde durch eine weitere aktuell veröffentlichte praeklinische Studie noch verschärft (Heaney / Cancer Research 2008), in der gezeigt wurde, dass Vitamin C die Wirkung verschiedener Chemotherapeutika abschwächen kann. Untersucht wurde die Wirksamkeit verschiedener Zytostatika (Doxorubicin, Cisplatin, Vincristin, Methotrexat u.a.), indem hämatogenen Tumorzelllinien Dehydro-Ascorbinsäure zugesetzt wurde. Dadurch wurde die zytotoxische Wirkung aller Wirkstoffe dosisabhängig herabgesetzt.
Vitamin D beeinflusst das Überleben von Brust -und Hautkrebspatienten
Dass Brustkrebspatientinnen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln ein erhöhtes Risiko für Fernmetastasen haben, konnte in einer prospektiven Kohortenstudie dargelegt werden (Goodwin et al. / J Clin Oncol 2008). Dabei wurden 512 Frauen mit einem Mammakarzinom im Frühstadium untersucht, wobei aus den Blutproben bei der Erstdiagnose unter anderem die 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel bestimmt wurden. Die Frauen waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. 192 Frauen von den im Durchschnitt 50-jährigen Frauen hatten einen Vitamin-D-Mangel (unter 50 nmol/l) und 197 Frauen einen verringerten Vitamin-D-Spiegel (50 bis 72 nmol/l). Einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel (über 72 nmol/l) hatten nur 123 von 512 Studienteilnehmerinnen. Auffallend war auch, dass Frauen mit höhergradigen Brusttumoren (G3) signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als Frauen mit G1-Tumoren hatten.
Bei den Nachuntersuchungen fiel auf, dass bei Frauen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel das Risiko für eine Fernmetastasierung nahezu verdoppelt war im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung. Außerdem war bei den Frauen mit einem Vitamin-D-Mangel die Sterberate um das 1,73-fache erhöht. Die schlechte Prognose bei zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel war dabei unabhängig von Faktoren wie Alter, Body Mass Index (BMI) und Tumorstadium.
Zink fördert den natürlichen Zelltod
Anhand einer Untersuchung an Mauskrebszellen konnte gezeigt werden (Provinciali / Free Radic Biol Med 2002), dass zwar eine erhöhte Zinkanreicherung im Gewebe von Brustkrebszellen besteht, dass aber dadurch die Apoptoserate (Selbstmord) der Tumorzellen erhöht wird. In diesem Zusammenhang ist eine ältere Untersuchung an Brustkrebszellen bei Ratten von Bedeutung, bei denen die Zinkhomöostase deutliche Veränderungen aufwies, aber nach Methotrexatgabe Zink aus dem Tumor wieder freigesetzt wurde und dann laut den Autoren dem Wirt zum Aufbau seiner normalen Strukturen zur Verfügung stand (Philcox / Biol Trace Elem Res, 1994). Auch andere Untersuchungen an Kolonkarzinomzellen bestätigen die Hinweise darauf, dass Zink über Wachstumsregulation das Tumorwachstum kontrollieren kann (Park / Br J Pharmacol, 2002).
Brokkoli zur Prävention bei Blasenkrebs
Eine aktuelle Untersuchung aus Texas (Zhao / International Journal of Cancer 2007) zeigt, dass Nahrungsmittel, wie Brokkoli, Rettich, Brunnenkresse und Radieschen der Entstehung von Blasenkrebs vorbeugen können. Die in diesen Gemüsesorten enthaltenen Senföle, auch Isothiocyanate genannt, sollen für den Schutzeffekt verantwortlich sein. Dabei inaktivieren Isothiocyanate im Körper u.a. Enzyme, die an der Aktivierung krebsauslösender Substanzen beteiligt sind. In der Untersuchung von Zhao wurden 700 Blasenkrebspatienten und ebenso viele gesunde Personen über ihre Ernährungsgewohnheiten befragt. Im Durchschnitt hatten die Blasenkrebspatienten weniger senfölhaltige Nahrungsmittel zu sich genommen. Statistisch ermittelten die Forscher ein um 29 Prozent verringertes Risiko für Blasenkrebs, wenn viele senfölhaltige Nahrungsmittel verzehrt wurden. Der schützende Effekt zeige sich, so die Forscher, deutlicher bei Menschen über 64 Jahren, bei Männern sowie bei starken und langjährigen Rauchern.
Chinesische Heilpflanzen hemmen Krebs
Wissenschaftler um Prof. Efferth im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) analysierten systematisch die Wirkstoffe in 76 chinesischen Medizinalpflanzen aus der traditionellen chinesischen Medizin und wurden dabei fündig: Extrakte aus 18 der untersuchten Pflanzen hemmen deutlich das Wachstum einer speziellen Krebszell-Linie, die durch die Überproduktion eines Transportproteins in der Zellwand besonders resistent gegen viele gebräuchliche Zellgifte ist (Efferth / Molecular Cancer Therapy 2008). Zu diesen potentiell krebsabtötenden Substanzen gehören etwa Substanzen aus dem Rangoon-Schlinger, einer rot blühenden Zierpflanze, oder aus dem Rotwurzel-Salbei. Als nächsten Schritt wollen die Forscher die Hemmwirkung auf 60 Krebszelllinien mit den Genaktivitätsprofilen dieser Zellen vergleichen, um festzustellen, welche Genprodukte das zelluläre Angriffsziel für diese Wirkstoffe sind.
Grüner Tee behindert die Wirkung von Bortezomib
Mehrere Untersuchungen haben bisher darauf hingewiesen, dass grüner Tee die Chemotherapie unterstützen und die Nebenwirkungen abmildern kann. Die Experimente amerikanischer Forscher (Schönthal / Blood 2009) deuten jedoch auf eine gegenteilige Wirkung hin.
Der Hauptwirkstoff von grünem Tee, EGCG, untergräbt, so die Ergebnisse der Grundlagenforschung, einen Schutzmechanismus von Tumorzellen, der sie vor einer Apoptose, also der vom Körper befohlenen Selbstzerstörung, schützt. EGCG sollte deshalb die Wirkung einer Chemotherapie verstärken, besonders wenn durch Medikamente eine Apoptose der Tumorzellen induziert wird. Zu diesen Medikamenten gehört Bortezomib, das zur Behandlung des multiplen Myeloms zugelassen ist.
Dies veranlasste die Forscher von der Keck School of Medicine in Los Angeles dazu, die gleichzeitige Wirkung von Bortezomib und EGCG zu untersuchen. Erstaunlicherweise gingen die antikarzinogenen Effekte von Bortezomib sowohl in-vitro als auch im Tierversuch mit der Maus verloren, wenn EGCG dazugegeben wurde. Die Forscher beobachteten dabei, dass EGCG an den Borsäure-Rest von Bortezomib bindet, was für die Beeinträchtigung der Wirksamkeit verantwortlich gemacht wird. Denn andere Proteasom-Inhibitoren, die keinen Borsäure-Rest haben, wurden in ihrer Wirkung nicht durch EGCG beeinträchtigt.
Orale Leukoplakie: Chemoprävention mit Tee-Extrakt
Ein Extrakt aus grünem Tee hat in einer klinischen Phase-II-Studie die Remission einer oralen Leukoplakie begünstigt und die Zeit bis zum Auftreten eines Mundbodenkarzinoms verzögert. Dies berichten US-Forscher (Tsao et al. / Cancer Prevention Research 2009), die 41 Patienten über 12 Wochen mit dem Extrakt in drei unterschiedlichen Dosierungen oder mit Placebo behandelt haben. Die in dem Getränk enthaltenen Polyphenole hatten bereits in zahlreichen präklinischen Studien eine Karzinogenese verhindert, weshalb die Forscher nun eine klinische Prüfung durchführten, um die optimale Dosis beim Menschen zu ermitteln. Gleichzeitig lieferte die Studie erste Hinweise auf eine Wirksamkeit des Extrakts: Bei 58,8 Prozent der Teilnehmer kam es (ab einer Dosis von 500 mg/m2) zu Remissionen der Leukoplakie, was im Placeboarm nur bei 18,2 Prozent der Fall war. Auch die Histologie der Läsionen (sie wurden vor und nach der 12-wöchigen Therapie biopsiert) besserte sich bei 21,4 Prozent gegenüber 9,1 Prozent in der Placebogruppe.
Traubenkernextrakt löst Apoptose aus
US-Wissenschaftler haben in Laborversuchen herausgefunden, dass Traubenkernextrakt den programmierten Zelltod (Apoptose) von Leukämiezellen auslösen kann (Ning / Clin Cancer Res 2009). Dabei wurde ein kommerziell erhältlicher Extrakt aus Traubenkernen verwendet, mit dem die Leukämiezellen in unterschiedlichen Dosen behandelt wurden. In höheren Konzentrationen zeigte sich, dass der Extrakt bei 75% der mit dem Extrakt behandelten Zellen nach 24 Stunden den programmierten Zelltod bewirkte. Bei gesunden Zellen kam es dagegen nicht zur Apoptoseauslösung; die Gründe dafür sind noch unbekannt.
Antihormonelle Therapie bei Prostatakrebs reduziert Knochendichte
Es ist bekannt, dass bei Prostatakrebs die antihormonelle Therapie zu einem Knochenschwund führen kann. Welche Lebensstilfaktoren das Auftreten der Osteoporose zusätzlich beeinflussen können, wurde nun in einer Studie an 120 Prostatakarzinompatienten ohne Knochenmetastasen untersucht, die maximal 12 Monate lang eine Androgenentzugstherapie erhielten (Ryan / Urology 2007). Vor Studienbeginn und danach wurde die Knochendichte gemessen sowie Fragen zu möglichen Osteoporoserisikofaktoren (z.B. Alkoholkonsum, Supplementation mit Vitamin D und Kalzium, körperliche Betätigung, Gewicht) gestellt. Ergebnis: Das Ausmaß der Osteoporose korreliert erwartungsgemäß mit der Dauer des Androgenentzuges während des ersten Therapiejahres. Außerdem hatten Männer mit höherem BMI-Index, unter Einnahme von Kalzium und Vitamin D sowie moderatem Alkoholkonsum eine höhere Knochendichte.
Durch Leinsamen teilen sich Prostatakrebszellen langsamer
Auf dem ASCO (ASCO Annual Meeting Proceedings / Journal of Clinical Oncology, 2007) wurde eine andere vielversprechende Studie vorgestellt, die zeigen konnte, dass Prostatakarzinompatienten von der täglichen Gabe von Leinsamen profitieren. In die randomisierte Studie wurden insgesamt 161 Männer eingeschlossen, bei denen eine Operation wegen Prostatakarzinom bevorstand, und diese in vier Gruppen eingeteilt. In einer Gruppe nahmen die Patienten jeden Tag 30 Gramm Leinsamen (etwa drei Esslöffel) ein. In einer zweiten Gruppe führten die Patienten zusätzlich zur Einnahme von Leinsamen eine fettarme Diät durch. Die dritte Gruppe ernährte sich fettarm, nahm aber kein Leinsamen zu sich, und die Teilnehmer der vierten Studiengruppe erhielten gar keine Intervention.
Nach der Prostatektomie untersuchten die Forscher das Tumorzellwachstum in den resezierten Prostatadrüsen. Sie stellten fest, dass sich die Krebszellen bei den Männern, die zuvor Leinsamen eingenommen hatten, langsamer teilten als in den anderen Gruppen und ein um 40 Prozent geringeres Tumorzellwachstum aufwiesen. Die fettarme Diät hatte dagegen keinen Einfluss auf das Wachstum der Tumorzellen, wobei die Kombination aus Leinsamen plus Diät am wirksamsten war. Das Forscherteam will nun prüfen, ob Leinsamen mit oder ohne Diät das Rezidivrisiko von Männern mit operiertem Prostata-Ca verringern kann.
Glukosinolate schützen vor Prostatakarzinom
Vielen sekundären Pflanzenstoffen werden antikanzerogene Wirkungen zugesprochen. Eine besondere Aufmerksamkeit erfahren in der Forschung gegenwärtig die Glukosinolate bzw. das Sulphoraphan der Kreuzblütlergewächse– wie Kohlgewächse, Senf und Meerrettich, die in Zell- und Tierversuchen bereits krebspräventive Wirkungen gezeigt haben.
Nun hat eine Forschergruppe am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg den Einfluss von Glukosinolaten auf die Entstehung des Prostatakarzinoms untersucht, indem sie 11.405 männliche Teilnehmer der EPIC-Heidelberg-Kohortenstudie untersuchte (Steinbrecher A et al. / Int J Cancer 2009). Anhand eines validierten Ernährungsfragebogens wurde die individuelle Glukosinolat-Aufnahme über die Nahrung errechnet. Dabei zeigte sich, dass das Risiko, ein Prostatakarzinom zu bekommen, signifikant sank, je mehr Glukosinolate aufgenommen wurden. In der Gruppe, in der am meisten Glukosinolate verzehrt wurden, war das Risiko um ein Drittel geringer.
Nutzen der intermittierenden antihormonellen Therapie bei Prostatakarzinom bestätigt
Um die Stillstandszeit beim Tumorwachstum möglichst lange auszudehnen, kann man die Hormonbehandlung bei Prostatakrebspatienten mit Pausen durchführen. Dass eine intermittierende antihormonelle Therapie wirksam und sinnvoll ist, bestätigt nun eine aktuelle Studie (Yamanaka / Prostate 2005) mit 215 Prostatakarzinompatienten von im Durchschnitt 70 Jahren, die nach perkutaner Radiatio entweder kontinuierlich oder intermittierend eine antihormonelle Therapie erhielten. Es zeigte sich dabei über den Nachbeobachtungszeitraum von 17,3 Monaten kein Nachteil der intermittierenden antihormonellen Therapie.
Prostatakarzinom: Gewebe schonen durch Galvanotherapie
Radiologen des Frankfurter Universitätsklinikums konnten in einer klinischen Studie (Vogl / Radiology 2007) zeigen, dass die mittels MRT gesteuerte Galvanotherapie zur Behandlung des lokalisierten Prostatakarzinoms geeignet ist.
Insgesamt wurden 44 Patienten mit histologisch nachgewiesenem Prostatakarzinom mit der Galvanotherapie behandelt. Die Behandlung erfolgte drei Mal in Intervallen von einer Woche, wobei während dieser Behandlungsphase dem Tumor Gleichstrom in einer Gesamtmenge von maximal 350 Coulomb zugeführt wurde. Dem Patienten werden hierfür unter örtlicher Betäubung und unter MRT-Kontrolle zwei Platin-Elektroden durch die Gesäßmuskulatur (transgluteal) über eine Punktionsnadel in den rechten und linken Prostataanteil eingebracht.
Klinisches Ergebnis: Die Tumorgröße konnte im Schnitt von 1.90 cm auf 1.12 cm reduziert werden, was einer Größenreduktion um durchschnittlich 41 Prozent entspricht. Die Kontrolluntersuchung zwölf Monate nach der Behandlung zeigte folgende Resultate: Ein Patient wies einen vollständigen Tumorrückgang auf, ein partieller Tumorrückgang war bei 18 Patienten festzustellen. Bei 23 Patienten war der Krankheitszustand stabil. Zwei Patienten wiesen ein progressives Größenwachstum auf. Metastasen waren bei keinem Patienten nachweisbar. Außerdem wurde eine Reduktion des prostataspezifischen Antigens (PSA) beobachtet.
Das neue Verfahren eignet sich laut Autoren besonders für Tumore mit einem Durchmesser von maximal 8 cm. Allerdings sollte man das Verfahren nicht anwenden, wenn sich das Tumorgewebe in der Nähe von Hauptschlagadern und Nerven befindet.
Sojamilch hilft PSA-Werte senken
Forscher der Universität Florida haben die Wirksamkeit von Soja-Isoflavonen an 20 Prostatakrebspatienten mit PSA-Versagen untersucht (Pendleton / Cancer 2008). Alle Patienten hatten eine Therapie wegen eines lokalisierten Prostatakarzinoms hinter sich (11 Patienten hatten eine radikale Prostatektomie, 9 eine Strahlentherapie) und bei Studieneinschluss ein laborchemisches Rezidiv. Im Rahmen der nicht-randomisierten, nicht-blinden Phase-II-Studie bekamen die Patienten ein Jahr lang dreimal täglich 250 ml Sojamilch zu trinken, wobei dies einer Tagesdosis von 141 mg Isoflavonen entspricht. Der durchschnittliche Anstieg des PSA-Werts hatte bei den Patienten vor Studienbeginn 56% pro Jahr betragen, während der Studie nahm er im Schnitt auf 20% pro Jahr ab. Bei sechs Patienten war der Anstieg der PSA-Serumkonzentration während der Diät niedriger als zuvor, bei zweien höher, und bei zwölf Patienten gab es keine signifikante Veränderung des PSA-Anstiegs.
Krebspatienten fühlen sich bei Therapieentscheidungen nicht ausreichend informiert
Laut einer Umfrage bei 5000 Krebspatienten aus 49 deutschen onkologischen Fachpraxen und Tageskliniken bemängelte fast jeder dritte Patient, dass die Mitbestimmung bei Diagnostik- und Therapieentscheidungen unzureichend sei (PASQOC-Studie 2004).
Die häufigste Kritik an der onkologischen Versorgungssituation war ein verbesserungsbedürftiger Umgang mit Nebenwirkungen (39 Prozent). Am zweithäufigsten bemängelten immerhin 30 Prozent der Befragten eine unzureichende Mitbestimmung bei Diagnostik- und Therapieentscheidungen.
Dass der Wissenstand der Krebspatienten auch für die weitere Therapie der Patienten wichtig ist, zeigt übrigens eine amerikanische Untersuchung des Dana-Farber-Institutes, bei der gezeigt werden konnte, dass informierte Patienten häufiger modernste Arzneimittel erhalten als Uninformierte.
Patienten mit optimistischer Grundeinstellung leben länger
Patienten mit Lungenkrebs und einer optimistischen Einstellung leben länger als pessimistische Lungenkrebspatienten. Diese Erkenntnisse gewannen Forscher (Novotny et al. / Journal of Thoracic Oncology 2010). In der aktuellen Studie identifizierten die Forscher pessimistische und optimistische Persönlichkeitsstile unter Patienten, indem sie die Optimismus-Pessimismus-Skala (PSM) des Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI) verwendeten. Sie untersuchten rückblickend 534 Lungenkrebspatienten, die circa 18 Jahre vor ihrer Diagnose einen MMPI vollendet hatten. Als optimistisch klassifizierte Patienten, lebten im Durchschnitt sechs Monate länger als Patienten mit einer pessimistischen Einstellung. Die fünfjährigen Überlebens-Raten für die zwei Gruppen lagen bei 33 Prozent für Optimisten und 21 Prozent für Pessimisten. Dieser Zusammenhang war unabhängig von Rauchen, dem Krebs-Stadium, dem Therapieverfahren, Komorbiditäten, dem Alter und dem Geschlecht der Betroffenen.
Psychotherapie verbessert Überlebenschancen beim Mammakarzinom
In einer randomisierten Studie konnte gezeigt werden, dass eine psychologische Intervention die Prognose von Brustkrebspatientinnen verbessert (Andersen /Cancer 2008), wobei die Autoren die positiven Ergebnisse auf die günstigen immunologischen Auswirkungen der Entspannungsübungen zurückführten.
An der Studie hatten 227 Patientinnen mit Mammakarzinom im Stadium II oder III teilgenommen. Bei allen Frauen war der Tumor entfernt worden, und alle Frauen erhielten eine adjuvante Therapie. Zusätzlich wurden sie in zwei Gruppen randomisiert: entweder erhielten sie eine reguläre medizinische Betreuung oder eine spezielle psychologische Intervention. Dabei erlernten die Patientinnen nicht nur ein Entspannungstraining (Progressive Muskelentspannung), sondern sie wurden auch zu sportlichen Tätigkeiten ermuntert und erhielten Ernährungstipps. Außerdem boten die Therapeuten Unterstützung bei therapiebedingten Symptomen (z.B. Fatigue) und im sozialen Umfeld an.
Die Intervention senkte sowohl die Rezidivrate als auch das Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Die Gesamtsterblichkeit war im Interventionsarm nur halb so hoch wie in der Vergleichsgruppe. Rezidive traten im Interventionsarm der Studie durchschnittlich sechs Monate später auf. Die Überlebenszeit der verstorbenen Teilnehmerinnen wurde von durchschnittlich 4,8 auf 6,1 Jahre verlängert.
Was ist "Ölkauen"?
Nach einer Ovarial-Ca-Erkrankung vor zwei Jahren bemühe ich mich, ein von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr empfohlenes biologisches Therapiekonzept konsequent durchzuführen. Bei insgesamt gutem Allgemeinzustand bin ich seither rezidiv- und metastasenfrei geblieben. Eine Bekannte empfahl als zusätzliche Maßnahme, die Entgiftung im Körper mit einer speziellen "Mundhygiene", dem so genannten "Ölkauen" zu unterstützen. Was ist darunter zu verstehen?
Selbst bei gewissenhafter Zahn- und Mundpflege werden Zunge und Zahnfleisch über Nacht mit einem Bakterienfilm überzogen. Spülen ("ölkauen") Sie jedoch morgens nach dem Aufstehen die Mundhöhle mit 1 Esslöffel Sonnenblumenöl mind. 10, max. 20 Minuten lang, kann das Öl einen Großteil der Bakterien absorbieren. Wenn Sie das Öl gut "gekaut" haben, sollte es eine weissliche Farbe haben. Nach dem Ausspucken des Öles sollten Sie gründlich mit Wasser nachspülen, dann Zähne und Zahnfleisch mit der Zahnbürste reinigen und abschließend die Zunge von hinten nach vorne mit einem Zungenschaber (erhältlich in jedem Drogeriemarkt) zusätzlich abstreifen. Diese Prozedur können Sie gegebenenfalls tagsüber jeweils vor den Mahlzeiten und zuletzt vor dem Schlafengehen wiederholen. Bei langfristiger Durchführung des Ölkauens werden vielfältige günstige Wirkungen auf den Gesamtorganismus und insbesondere auf Zähne und Zahnfleisch beobachtet.
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Ich habe Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen und würde gerne wissen, was außer einer Chemotherapie noch getan werden kann? (Signal 3/2012)
Eine Heilung ist bei metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs selten möglich. Die Erfolge einer Chemotherapie sind begrenzt und verbessern nur in Einzelfällen auch tatsächlich das Überleben. Auch der Einsatz neuer Chemotherapeutika, wie z. B. Irinotecan und Oxaliplatin erzielen keine Verbesserung der Überlebenszeit (Conroy T / NEJM 2011), haben jedoch meistens erhebliche Nebenwirkungen. Insofern sollte vor dem Einsatz von belastenden schulmedizinischen Therapien sorgfältig zwischen voraussichtlicher Lebenserwartung und Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Nebenwirkungen abgewogen werden. Es gibt zwei Naturstoffe, die für Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs besonders interessant sind: L-Carnitin und Sulphoraphan. L-Carnitin ist eine vitaminähnliche Substanz, die aus Aminosäuren gebildet wird und vor allem in Fleisch (besonders in rotem Fleisch, insbesondere in Schaf- und Lammfleisch) enthalten ist. Aktuelle Studienergebnisse der Universität Greifswald (CARPANStudie) zeigen, dass bei Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs die orale Gabe von L-Carnitin die Lebensqualität verbessert und sogar zu einer Verdoppelung der Überlebenszeit führen kann. Laut der Forschergruppe sind die Ergebnisse, die mit L-Carnitin erzielt wurden, durchaus mit dem Erfolg einer Chemotherapie vergleichbar. Durch L-Carnitin erreichten die Patienten in dieser Studie trotz des weit fortgeschrittenen Tumorstadiums eine Prognose, die mit der nach Entfernung des Tumors vergleichbar ist. Auch wenn es das 5-Jahres-Gesamtüberleben nicht verbessern konnte, empfehlen wir die Gabe von L-Carnitin mit dreimal einem Gramm zusätzlich zur Chemotherapie, da die Patienten so eine deutlich bessere Lebensqualität hatten. Der andere Naturstoff, das Sulphoraphan, ist ein Wirkstoff aus Kohlgewächsen, besonders in Brokkoli enthalten. Forschungsergebnisse des Deutschen Krebsforschungszentrums aus Tierexperimenten zeigen, dass diese Substanz widerstandsfähige Tumorstammzellen von Bauchspeicheldrüsenkrebs mehr schwächen kann als herkömmliche Krebsmedikamente (Herr I / DZO 2009). Jetzt soll geprüft werden, welche Wirkung Sulphoraphan beim Menschen hat. Dazu wird ein Schrot aus gefriergetrockneten Keimlingen (Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl) verwendet, welche auf einen besonders hohen Gehalt an Glukosinolaten hin gezüchtet wurden. Ein solcher Extrakt bzw. Tabletten gibt es zum Beispiel von der Firma Agrinova (www.agrinova.biz) oder von der Firma Supersmart (www.supersmart.com, »Broccoli Sprouts Extract«). Eine gute Alternative ist der Verzehr von Brokkolisprossen (in Feinkostläden und Bioläden erhältlich). Setzen Sie neben Brokkoli auch andere Kohlgewächse wie Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Rotkohl, Kohlrabi, Chinakohl sowie Kresse, Senf, Rettich, Radieschen, Meerrettich und Raps (Rapsöl!) häufig auf Ihren Speiseplan.
Blasenkrebs
Ich habe ein Blasenkarzinom mit Neigung zu Lokalrezidiven und habe bereits mehrere Chemotherapien erfolglos hinter mir. Nun bin ich auf der Suche nach Behandlungsalternativen. Wer kann mir weiterhelfen? (Signal 2/2011)
Besonders belastend für die Betroffenen mit Blasenkrebs ist die hohe Wiedererkrankungsrate von 30 bis 70 Prozent. Schon seit Jahrzehnten wird daher schulmedizinische versucht, die Zahl wiederkehrender Tumore der Harnblase durch eine vorbeugende Behandlung zu verringern. Die bislang standardmäßig eingesetzten Verfahren wie Chemotherapie können die Rezidivrate allerdings nur um etwa ein Drittel senken.
Einen neuen Ansatz zur Verringerung der Rezidivrate bietet die Hyperthermie-Chemotherapie, bei der die Harnblase mit einem Chemotherapeutikum bei gleichzeitiger lokaler Erwärmung gespült wird. Vorreiter dieser Methode sind das Universitätsklinikum Gießen (Prof. Dr. Wolfgang Weidner).
Bei der Hyperthermie wird eine Überwärmung von Tumorzellen mittels hochfrequenter Wellen angestrebt, wodurch es zu einer Tumorhypoxämie (Sauerstoffmangel) und Entwicklung eines sauren Zellmilleus sowie zu einer Nährstoffverarmung im Tumor kommt. Hierdurch wird der Zellstoffwechsel gestört und es kann zu Zelltod kommen.
Wird gleichzeitig eine Chemo und/oder- Strahlentherapie verabreicht, so erfährt diese durch die Hyperthermie eine Wirkungsverstärkung. In Einzelfällen kann dadurch eine bislang unwirksame Chemotherapie so erst zur Wirksamkeit gebracht werden.
Eine andere Möglichkeit zur Vorbeugung von Blasenkrebs-Rezidiven ist die lokale Verabreichung von Immucothel, ein aus dem blauen Blutfarbstoff der kalifornischen Meeresschnecke gewonnenes Präparat, das die Rückfallrate bei Blasenkrebs deutlich reduzieren kann. Leider wird die Verabreichung nur von wenigen Ärzten durchgeführt, da der Wirkstoff in Deutschland nicht zugelassen ist. Es lohnt sich aber u.U. direkt bei der Herstellerfirma (www.biosyn.de) nachzufragen, welche Therapeuten Erfahrung mit dieser Therapieform haben.
Akupunktur bei Lymphstauungen
Vor einem Jahr wurde mir wegen Brustkrebs die linke Brust abgenommen und 13 Lymphknoten aus der Achsel entfernt. Da drei Lymphknoten befallen waren, wurde ich nachbestrahlt. Als Folge dieser Maßnahmen leide ich unter Lymphstauungen im linken Arm insbesondere im Unterarmbereich und in der Hand. Eine Bekannte von mir hat gute Erfahrungen mit der Akupunktur gemacht. Darf ich überhaupt am linken Arm genadelt werden?
Die Therapie sollte nur von einem erfahrenen Akupunkturarzt durchgeführt werden. Wenn erforderlich dürfen auch gewisse Punkte am linken Arm genadelt werden. Zusammen mit Lymphdrainage und der Einnahme spezieller pflanzlicher bzw. homöopathischer Präparate können die Lymphabflußstörungen am linken Arm günstig beeinflußt werden. Positiv verstärkende Effekte sind zusätzlich durch eine tiereiweißarme Ernährung und über eine geregelte Verdauung zu erreichen.
Alternative zur Operation?
Durch Selbsttasten habe ich vor etwa einer Woche einen Knoten in meiner linken Brust bemerkt. Das Nachtasten beim Frauenarzt bzw. die Mammographie bestätigen leider den hochgradigen Verdacht auf ein Mamma-Ca. Ich bin 28 Jahre alt. Mein Frauenarzt drängt mich zu einer baldigen operativen Entfernung des Tumors. Gibt es für mich Alternativen zur OP? (Signal 1-2004)
Wir empfehlen Ihnen, sich baldmöglichst den Brusttumor operativ entfernen zu lassen. Durch die Sicherung der Diagnose über den histologischen (= feingeweblichen) Befund wird die psychisch belastende Situation beendet. Die Entfernung des Tumors stärkt die Eigenregulation des Organismus, indem die belastende Tumormasse entfernt wird. Ein über unsere zentrale Beratungsstelle erhältliches Operationsvor- und Nachbereitungsprogramm hilft, Wundheilungsstörungen und die Nachblutungsgefahr zu verringern. Weiterhin können Sie im Vorfeld der Operation die Herstellung einer Tumor-Impfstofflösung (siehe unser Informationsblatt ASI = Aktiv-Spezifische-Immuntherapie) in die Wege leiten. Zusammengefasst gibt es daher aus unserer gegenwärtigen Sicht und Erfahrung keinerlei Alternative zu einem operativen Eingriff. Auch wenn wir aus den genannten medizinischen Gründen den operativen Eingriff als sinnvollste Intervention sehen, würden wir eine anderslautende Entscheidung Ihrerseits natürlich auch akzeptieren und Ihren weiteren Weg soweit möglich unterstützen.
Antidepressiva während antihormoneller Therapie bei Brustkrebs
In der Presse habe ich gelesen, dass Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, negative Wirkungen bei Frauen haben, die gleichzeitig Tamoxifen einnehmen? Um welche Präparate geht es hier? (Signal 2/2010)
Die antihormonelle Therapie, bei Brustkrebs löst bei vielen Patientinnen Wechseljahres-beschwerden aus, die durch Antidepressiva behandelt werden. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass Brustkrebs-Patientinnen, die gleichzeitig mit Tamoxifen und Paroxetin®, einem Präparat, das häufig zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird, behandelt werden, ein erhöhtes Sterberisiko haben. Die Forscher erklären sich dies folgendermaßen: Um zu wirken, muss Tamoxifen in der Leber durch bestimmte Enzyme in den eigentlich wirksamen Stoff Endoxifen umgewandelt werden. Dieser Prozess wird durch Paroxetin gestört, so dass die Wirksamkeit von Tamoxifen herabgesetzt wird und dadurch das Rückfallrisiko erhöht wird.
Aufgrund dieser alarmierenden Ergebnisse raten wir deshalb Patienten keine sog. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) parallel zur Tamoxifentherapie einzunehmen. Außerdem gibt es wie andere Untersuchungen zeigen auch andere gute Behandlungsalternativen, wie z. B. Akupunktur oder Extrakte aus der Traubensilberkerze, die genauso gut die Begleiterscheinungen einer antihormonellen Therapie abschwächen können – und das ganz ohne zusätzliche Nebenwirkungen.
Antihormone, Knochengesundheit und Säure-Basenhaushalt
Seit meiner Brustkrebs-OP vor 2 Jahren nehme ich Antihormone ein. Nun hat sich bei meiner letzten Knochendichtemessung herausgestellt, dass sich die Werte verschlechtert haben. Was kann ich zusätzlich tun, um die Knochengesundheit zu unterstützen? Gibt es Möglichkeiten von Ernährungsseite auf eine Verbesserung der Situation einzuwirken? (Signal 1/2010)
Zunächst ist eine pflanzen- bzw. basenreiche Kost besonders wichtig, weil dadurch die Knochendichte gefestigt wird. So wurde inzwischen nachgewiesen, dass unsere durch ein Übermaß an tierischen Proteinen wie im Fleisch oft säurereiche Kost selbst bei sonst gesunden Personen zu einer Übersäuerung führt, welche im Alter mit abnehmender Nierenfunktion noch zunimmt. Insbesondere, wenn sich die Pufferreserven des Körpers erschöpft haben, werden die Mineralstoffdepots in den Knochen angegriffen. Diesem Teufelskreis wirkt eine pflanzen- bzw. basenreiche Kost entgegen. Der Verzehr von basisch wirkenden Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an säurebindenden Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt die Pufferorgane mit „Munition". Diese liefern insbesondere Gemüse, Obst, Salate und Kartoffeln (als Salz- oder Pellkartoffel) und Gewürzkräuter. Die Ernährung soll zu etwa 70 Prozent aus basischen, zu 30 Prozent aus säuernden Lebensmitteln bestehen. Einzuschränken sind daher säuernde Lebensmittel wie vor allem Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehlprodukte, Zucker, Kaffee und Alkohol. Ganz zu vermeiden ist das Genussgift Nikotin. Die tägliche Trinkmenge sollte insgesamt 2 – 2,5 l betragen. An Getränken eignen sich Kräutertees, grüner Tee und kohlensäurearmes Mineralwasser, sowie abgekochtes und energetisiertes Wasser (Ayurveda-Wasser). Zu bedenken ist, dass außerhalb der Ernährung es eine Fülle weiterer Faktoren gibt, die zur Übersäuerung beitragen können, wie Stress, Bewegungsmangel, nicht genügend trinken, allopathische Medikamente sowie die Mehrzahl der konventionellen aggressiven Therapien bei Krebs. Weitere Detailinformationen zum Säure-Basenhaushalt finden Sie auf dem gerade aktuell überarbeiteten GfBK-infoblatt: Säure-Basenhaushalt.
Wer es über die Ernährung allein nicht schafft, kann dem Verlust von Knochensubstanz auch durch die tägliche Einnahme eines Basenpräparates entgegenwirken. Empfehlenswert sind Mischungen von Kalzium, Kalium, und Magnesium in Citratform. Diese verändern weder das Magen- noch das Darmmilieu in ihrem vorgegebenen pH-Wert.
Sinnvoll ist auch, im Sommer viel Morgensonne zu tanken und im Winter Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.
Antihormontherapie
Schon bei der Diagnose "Brustkrebs" stand mein Entschluss fest, mich nur operieren zu lassen. Wegen der Tumorgröße, zweier befallener Lymphknoten und positiver Hormonrezeptoren wurde mir jedoch eine kombinierte Chemo-Strahlen-Therapie und eine über fünf Jahre dauernde Anti-Hormon-Therapie als unbedingt notwendige Nachbehandlung empfohlen. Da ich diese Massnahmen weiterhin ablehne, finde ich mich als Außenseiterin massivem Druck von ärztlicher Seite wie auch aus dem familiären Umfeld ausgesetzt. Wie stehen Sie zu meiner Entscheidung? (Signal 1/2002)
Die GfBK respektiert Ihre individuelle Entscheidung und wird Sie, falls gewünscht, gerne beratend begleiten. Aus der Sicht der konventionellen Medizin ist ohne Zweifel eine intensive Nachbehandlung notwendig, wobei Ihre persönliche Einstellung zu Krankheit und Therapie unserer Meinung nach ebenso entscheidende Faktoren für den Krankheitsverlauf sind. Daher gibt es bei Ihrem Erkrankungsfall für Sie persönlich keine zwingende Verpflichtung für die vorgeschlagene aggressive Nachbehandlung, auch wenn Ihnen ein solcher Behandlungsweg nahegelegt wird. Ob aufgrund manchmal fragwürdiger statistischer Aussagen und Wahrscheinlichkeiten Ihre Prognose entscheidend positiv beeinflusst wird, kann leider niemand wirklich versprechen. Natürlich sollten Sie nicht unverantwortlich mit Ihrem Schicksal umgehen und sich Informationen und rationalen Argumenten nicht verschliessen - bei gewissen Entscheidungen kann aber die emotionale Komponente wichtiger sein als die rationale. Eine andere Patientin mit einem Befund, der in jeder Hinsicht Ihrem Befund gleicht, könnte sich beispielsweise zu einer Strahlen- und antihormonellen Nachbehandlung entscheiden und würde bei diesem Vorgehen für sich den größten Sinn sehen.
Behandlung eines DCIS
Ich bin 34 Jahre und leide seit einiger Zeit an einer Mastopathie (chronisch entzündliche Veränderung meiner Brustdrüse). Meinem Frauenarzt kam der Befund verdächtig vor und er überredete mich zu einem operativem Eingriff. Dabei wurde eine Vorstufe eines ca. 5 mm großen Ca, ein sogenanntes DCIS (einer bestimmten harmloseren Art bzw. Vorstufe des Brustkrebses) festgestellt und im Gesunden entfernt; die Lymphknoten waren nicht befallen, der Tumor erwies sich als hormonabhängig. Prophylaktisch wurde mit für die Dauer von 5 Jahren eine antihormonelle Therapie mit dem Präparat Tamoxifen vorgeschlagen. Ist das nach Ihrer Meinung sinnvoll ? (Signal 01-2005)
Die von Ihnen beschriebene Vorstufe einer Krebserkrankung, ein sog. DCIS (Duktales Carcinoma in situ) ist nicht als invasiver Tumor anzusehen. Daher ist dieses Krankheitsbild unserer Ansicht nach im Anschluß an den operativen Eingriff meist auch ohne konventionelle Behandlungsmethoden therapierbar. Der Sinn einer Nachbehandlung mit Tamoxifen wird vielfach inzwischen auch von Schulmedizinern in Frage gestellt (AGO-Organkommission 2001). Dem geringen Therapieeffekt bei einer Vorstufe eines Mamma-Karzinoms sind Nebenwirkungen (klimakterische Beschwerden) und potentielle Risiken (Thromboembolien - Blutgerinnungsstörungen, Endometriumkarzinom - Krebserkrankung der Schleimhäute in der Gebärmutter, Leberschäden, Augenschäden) entgegenzusetzen, deren langfristige Folgen nicht abzuschätzen sind. Bei einem DCIS sollte daher einer intensiven biologischen Nachbehandlung ohne antihormonelle Therapie der Vorzug gegeben werden.
Bestrahlung bei Brustkrebs
Ich habe Brustkrebs, der gut örtlich operiert werden konnte. Meine Lymphknoten waren nicht befallen. Ich möchte keine Bestrahlung durchführen lassen. Gibt es irgendwelche Erkenntnisse, welche Frauen wirklich von einer Strahlentherapie profitieren? (Signal 4/2010)
Nach brusterhaltender Operation und Bestrahlung beträgt das Risiko für einen erneuten Tumor in der gleichen Brust in den folgenden zehn Jahren ungefähr zehn Prozent. Sind die Lymphknoten nicht befallen, wird durch die Bestrahlung das Rückfallrisiko zwar um 30% gesenkt, die Überlebensrate verbessert sich dadurch aber nicht. Rezidive sind nach einer Strahlentherapie schwerer zu behandeln. In vielen Fällen ist dann eine Entfernung der Brust erforderlich. Auch können Spätfolgen auftreten: Frauen, die zwischen 1970 und 1996 eine Strahlentherapie erhielten, litten 10 Jahre später wesentlich häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wenn die linke Seite bestrahlt worden war. Und laut einer Schweizer Studie leben Brustkrebspatientinnen mit einem erhöhten Risiko, an verschiedenen Zweittumoren zu erkranken, insbesondere an Sarkomen im Bestrahlungsgebiet. So genannte Prognosefaktoren, welche Patientinnen eher an einem Lokalrezidiv erkranken, sind vielfältig: z. B. junges Alter bei der Diagnose, Operationsränder ohne Sicherheitsabstand zum Krebsgewebe und die Dichte des Brustgewebes.
Schon länger ist bekannt, dass die durch Mammographie bestimmte Dichte des Gewebes einen Einfluss auf die Brustkrebsentstehung hat. Nun konnte eine aktuelle Studie belegen, dass auch das Rezidivrisiko davon beeinflusst wird. Ist die Dichte hoch, steigt auch das Risiko für einen Rückfall nach der Operation – insbesondere dann, wenn nicht bestrahlt wurde. Dagegen profitieren Patienten mit einer geringen Brustdichte eher wenig von einer Strahlentherapie. Zukünftig könnte also die Bestimmung der Brustdichte eine einfache Entscheidungshilfe sein, um vorherzusagen, welchen Patienten die Strahlentherapie voraussichtlich nutzt. Fragen Sie Ihren Arzt daher nach der Brustdichte.
Neuere und innovative Bestrahlungsmethoden können helfen, die Belastung für den Patienten zu minimieren. So bieten rund zehn Prozent der zertifizierten Brustzentren in Deutschland die so genannte intraoperative Strahlentherapie (IORT) an, z. B. Heidelberg, Mannheim, München, Berlin, Frankfurt. Die Bestrahlung erfolgt dabei direkt nach der Tumorentfernung noch während der Operation. Im Vergleich zur herkömmlichen Bestrahlung soll die Rückfallrate wesentlich verringert werden. Es lohnt sich also, vor der Operation nachzufragen, welche Kliniken diese Behandlungsmethode anbieten.
Bisphosphonate
Ich habe Brustkrebs ohne Metastasen und von Mitpatienten gehört, dass Bisphosphonate auch zur Vorbeugung eingesetzt werden können. Was wissen Sie darüber? (Signal 3/2010)
Bisphosphonate sind Medikamente, die zur Behandlung von Osteoporose (Knochenschwund) und darüber hinaus zur Behandlung von Knochenmetastasen eingesetzt werden.
Bekannt ist, dass durch die Gabe von Bisphosphonaten die Beschwerden durch Knochen-metastasen wirksam gelindert werden können. Bisher haben zwei erste Präventionsstudien gezeigt, dass die Gabe als Tablette auch Knochenmetastasen evt. auch Eingeweidemetastasen vorbeugen hilft. Allerdings zeigte sich dabei nicht, dass die Frauen dadurch auch länger lebten. Noch völlig ungeklärt ist insbesondere, wie lange eine prophylaktische Gabe erfolgen sollte. Die bisherige, in Studien durchgeführte Tablettengabe über 2 Jahre scheint jedenfalls nicht ausreichend zu sein.
Die Frage, ob eine Verabreichung von Bisphosphonaten als Infusion auch zur Vorbeugung bei an Brustkrebserkrankten wirksam ist, untersuchte nun eine österreichische Studie. Zwar wurde auch hier das sog. krankheitsfreie Überleben durch Zugabe eines Bisphosphonates über die Blutbahn verbessert, das Gesamtüberleben wurde jedoch nicht beeinflusst.
Fazit: Ob Frauen mit Brustkrebs vorbeugend mit Bisphosphonaten therapiert werden sollten, kann aufgrund der aktuellen Studienlage nicht eindeutig beantwortet werden. In anbetracht der selten auftretenden Komplikation von schweren Knochenschädigungen des Kiefers raten wir, die Entscheidung immer individuell abzuwägen bzw. vor Beginn einer Bisphosphonat-therapie eine zahnärztliche Untersuchung und Sanierung durchführen zu lassen.
Bisphosphonate: Zur Prophylaxe bei Brustkrebs geeignet?
Ich habe Brustkrebs und mein Arzt rät mir, Bisphosphonate einzunehmen, da diese das Risiko senken würden, Metastasen zu bekommen. Was können Sie dazu sagen? (Signal 4/2009)
Bisphosphonate sind die derzeit aktivsten Hemmer eines möglichen Knochenabbaus im Organismus bedingt durch Krebserkrankungen oder auch andere Krankheitsbilder. Bekannt ist, dass durch die Gabe von Bisphosphonaten die Beschwerden durch bestehende Knochenmetastasen wirksam gelindert werden können. Deswegen sind die Bisphosphonate bisher zugelassen bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen mit Befall des Knochens. Aufgrund von Laborexperimenten werden insbesondere für Clodronat und Zoledronat seit längerem neben der Knochensubstanz stärkenden Wirkung auch krebshemmende Effekte diskutiert. Inzwischen liegen mehrere Studien bei Brustkrebs vor, die jedoch keine einheitlichen Ergebnisse zeigen. Während frühere Studien einen Vorteil im Gesamtüberleben zeigten, beeinflusste in einer aktuellen Studie an 1800 Frauen die Gabe von Zoledronat zwar das krankheitsfreie Überleben jedoch nicht das Gesamtüberleben. Ein Effekt auf das Auftreten von Knochenmetastasen konnte in dieser Studie ebenfalls nicht nachgewiesen werden.
Unser Fazit: Ob Frauen mit Brustkrebs adjuvant mit Bisphosphonaten therapiert werden sollten, kann aufgrund der aktuellen Studienlage nicht eindeutig beantwortet werden. Es gibt bisher nur erste Hinweise, dass eine Gabe sinnvoll sein könnte. Noch ungeklärt ist insbesondere, wie lange eine prophylaktische Gabe überhaupt erfolgen sollte. Außerdem können Bisphosphonate in seltenen Fällen schwere Knochenschädigungen des Kiefers hervorrufen, so dass wir dazu raten, die Entscheidung immer individuell abzuwägen bzw. vor Beginn einer Bisphosphonattherapie in jedem Fall eine zahnärztliche Untersuchung und Sanierung durchführen zu lassen.
Brustkrebs - Vorbeugung - Ernährung - Leinsamen
Meine Mutter ist an Brustkrebs erkrankt. Gerne möchte ich etwas tun, um auch bei mir Brustkrebs vorzubeugen, insbesondere da bei mir seit längerem eine Mastopathie besteht, wodurch ich vor meiner Regelblutung Schmerzen in der Brust habe. Nun habe ich gehört, dass der regelmäßige Verzehr von Leinsamen sinnvoll sein soll. Stimmt das und gibt es noch andere Ernährungmaßnahmen, um Brustkrebs vorzubeugen?
Lignane sind in Samen, Getreide, Gemüse und Obst enthalten und zählen zu den von Europäern am häufigsten verzehrten Phytohormonen. Aktuell konnte in einer großen Studie die krebsvorbeugende Wirkung von Lignanen und damit auch Leinsamen, das sehr viel Lignane enthält, belegt werden. Schwedische Forscher haben im Rahmen einer Mammographie-Studie über 50.000 Frauen nach ihren Essgewohnheiten befragt und die aufgenommene Menge an Lignanen geschätzt. über einen Zeitraum von acht Jahren wurde beobachtet, wie häufig Brustkrebs auftrat. Das Ergebnis: Frauen nach den Wechseljahren, deren Kost viele Lignane enthält, erkranken um 17 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen, bei denen nur wenig lignanhaltige Lebensmittel verzehrt werden. Die Lignane wirkten besonders bei Frauen, die Hormone einnahmen. Dies könnte an der phytohormonartigen Wirkung liegen, da Phytohormone bei hohen östrogenspiegeln eher wie leichte Antihormone wirken. Und sicherlich spielen auch noch andere Wirkungsmechanismen eine Rolle. Bei hohem Ballaststoffgehalt der Nahrung werden beispielsweise weniger Hormone durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Leinsamen ist eine besonders reiche Lignanquelle. Außerdem enthält eine getreide- bzw. ballaststoffreiche Kost besonders viel Lignane. Lignane sind auch sonst weit verbreit und finden sich in vielen Obst - und Gemüsesorten (wie z.B. Kirschen, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Karotten, Brokkoli, Fenchel, Zwiebel und Knoblauch). Zur Vorbeugung und auch bei bereits Erkrankten ist die regelmäßige Einnahme von Leinsamen, der neben viel Lignanen auch wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und vor allem Omega-3-Fettsäuren enthält, empfehlenswert. Die tägliche Verzehrmenge beträgt dabei 1-2 TL, z.B. in Jogurt verrührt. Damit die Inhaltsstoffe aufgenommen werden können, muss der Leinsamen vorbehandelt werden. Besonders gut verwertbar ist dabei extra aufgeschlossener Leinsamen (in Reformhäusern erhältlich) oder frisch geschroteter Leinsamen. Zur weiteren Vorbeugung und Bekämpfung von Brustkrebs haben sich neben Leinsamen folgende Pflanzenstoffe bzw. Lebensmittel bewährt: Soja und Sojaprodukte, Linsen, Omega-3-Fettsäuren (Fischöl), Gelbwurz, Knoblauch, alle Kreuzblütler (wie z.B. Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Wirsingkohl, Kresse, Radieschen, Rettich, Rucola), Grüner Tee, äpfel, Beeren und Sprossen. Außerdem sollte nur in geringen Mengen Eiweiß und Fett in Form von Fleisch und Wurst verzehrt werden. Um Brustkrebs vorzubeugen, ist eine fettarme Ernährung besonders wichtig. Raffinierter Zucker, Süßgetränke, Weißmehlprodukte, hocherhitzte Speisen (über 180 Grad C), Fertigprodukte und Fast Food sind stark einzuschränken. Stattdessen ist es empfehlenswert, auf die Zufuhr hochwertiger Kohlehydrate mit viel Ballaststoffen und antioxidativen Vitaminen, also Gemüse, Salate, Obst und Vollkornprodukte - möglichst in naturbelassener Form - und auf die Zufuhr naturbelassener pflanzlicher öle (insbesondere Olivenöl und Leinöl) zu achten. Außerdem sollte Alkohol eher gemieden und genügend Flüssigkeit aufgenommen werden: mindestens 2 - 2,5 l/Tag in Form von kohlensäurearmen Mineralwässern und Kräutertees; Säfte nur verdünnt trinken (und möglichst auch milchsauer vergorene Säfte wie Sauerkraut-, Sellerie-, Karottensaft, Kanne- Brottrunk). Dieselben Ernährungsempfehlungen gelten auch für an Brustkrebs Erkrankte.
Brustkrebs und Heilpilze
Ich habe Brustkrebs und möchte etwas zur Immunstärkung machen. Gerne würde ich dazu Heilpilze einnehmen, da ich darüber viel Positives gehört habe. Was können Sie mir empfehlen? (Signal 1/2012)
Präparate aus so genannten medizinischen Pilzen oder Heilpilzen werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit mehreren tausend Jahren verwendet und seit längerem in Japan in der Krebstherapie eingesetzt. Heilpilze wirken antioxidativ, entgiftend und enthalten essentielle Aminosäuren sowie eine Vielzahl bioaktiver Substanzen. Sie haben einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin D und Spurenelementen. Von großem Interesse ist ihr Gehalt an bestimmten Ballaststoffen, den Polysacchariden bzw. Beta-Glucanen (langkettige Zuckerverbindungen). Diese besitzen eine abwehrstärkende Wirkung, indem sie verschiedene Zellen des Abwehrsystems stimulieren, so z.B. natürliche Killerzellen oder Fresszellen.
Laboruntersuchungen und vereinzelte Studien bestätigten die im Tierversuch beobachteten Effekte einer Anti-Tumorwirkung und Immunstärkung. Beispielsweise konnte die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs durch eine Chemotherapie mit Lentinan (Shitake) nahezu verdoppelt werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Vermutung, dass durch Heilpilze die Empfindlichkeit von Tumorzellen gegenüber Chemotherapeutika erhöht werden kann. In Japan ist Lentinan (Shitake) sogar für die Anwendung bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs offiziell zugelassen.
Für Brustkrebs werden vor allem folgende Pilzsorten empfohlen: Royal Sun Agaricus, Maitake und Coriolus. Besonders reich an den schon erwähnten ß-D-Glukan-Verbindungen sind der Coriolus und Maitake – diese haben im Laborversuch die höchste immunstärkende Wirkung im Vergleich zu anderen Natursubstanzen. Der Agaricuspilz ist wegen seiner die Blutbildung fördernden Wirkung besonders während und nach einer Chemotherapie wichtig. Der Maitakepilz ist nicht nur generell ein vielseitiger Heilpilz, sonder stärkt die Knochensubstanz und ist daher besonders bei Knochenmetastasen oder unter anti-hormoneller Therapie anzuraten. Ergänzend zum Maitake ist bei Knochenbefall auch besonders der Agaricus zu empfehlen, der die Blutbildung im Knochenmark unterstützt. Der Coriolus stärkt wie alle anderen Heilpilze die Immunabwehr und wird insbesondere bei hormonabhängigen Tumoren empfohlen. Nicht vergessen sollte man auch die positive Wirkung von Hericium auf das darmassozierte Immunsystem; dessen Stärkung kann bei chronischen Darmbeschwerden oder nach belastenden Therapien sinnvoll sein.
Am besten, man kombiniert zwei Pilzsorten miteinander und nimmt diese – meistens erhältlich in Kapselform – zu den Mahlzeiten ein. Besser scheint übrigens die Einnahme von Pilzextrakten zu sein und diese evt. mit getrocknetem Pilzpulver zu kombinieren, um die positiven Eigenschaften beider Rohstoffqualitäten nutzen zu können. Ein Tipp: Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C bspw. in Form eines natürlichen Vitamin C-Spenders, wie die Acerolakirsche, kann die Aufnahme der pilzspezifischen Inhaltstoffe verbessern und das Immunsystem noch zusätzlich unterstützen.
Achten Sie bei der Wahl der Produkte auch darauf, dass keine Schadstoffe in den Pilzen enthalten sind, da Pilze auch Umweltgifte speichern können. Fragen Sie also nach der Anbauweise und noch besser einer Rückstandkontrolle.
Brustkrebs und Herceptin
Ich habe Brustkrebs und mein behandelnder Frauenarzt hat mir die Gabe von Herceptin empfohlen. Nun mache ich mir Sorgen, weil ich gehört habe, dass dadurch Herzschädigungen auftreten können. Was ist das für eine Substanz und wie unbedenklich ist deren Anwendung?(Signal 2/2008)
"Herceptin" (Trastuzumab) ist der Handelsname eines Antikörper-Präparats zur Behandlung von Brustkrebs. Herceptin ist als monoklonaler Antikörper in der adjuvanten Situation (d.h. nach Primäroperation) und bei metastasiertem Brustkrebs zugelassen. Herceptin wirkt folgendermaßen: Brustkrebszellen tragen auf ihrer Oberfläche häufig Rezeptoren (HER 2), mit denen sie bestimmte Eiweißstoffe aufnehmen. Diese körpereigenen Eiweißstoffe fördern das Wachstum von Brustdrüsenzellen. Brustkrebszellen bilden häufig besonders viele HER-2-Rezeptoren aus. Um diese Wachstumsimpulse für Krebszellen zu verhindern, wurde ein Antikörper entwickelt, der sich ebenfalls an die HER 2-Rezeptoren anbindet und diese blockiert. Dadurch können die körpereigenen Wachstumsförderer nicht mehr andocken, wodurch die Tumorzellen keine Wachstumsimpulse mehr erhalten. HER-2-Rezeptoren sind jedoch nur bei etwa 30 Prozent der Patientinnen vorhanden. Nur bei diesen kann die Therapie überhaupt wirksam werden. Darum muss vor einer Behandlung untersucht werden, ob HER-2-Rezeptoren vorhanden sind. Das sollte in einem darauf spezialisierten Labor geschehen, da der Test noch nicht allgemein standardisiert ist. Voraussetzung für die Anwendung ist eine dreifache Ausprägung (sog. überexpression) des sogenannten HER2-Rezeptors. Leider ist die Wirkung trotz bestehender Zulassung des Medikamentes nicht zufriedenstellend. So ergab eine Therapiestudie mit 469 Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs, dass die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung nur um 3 Monate verlängert werden konnte. Die Auswertung einer aktuellen Studie (sog. HERA-Studie), bei der Herceptin in der adjuvanten Situation, d. h. nach der Primär-Operation, angewandt wurde, verbesserte das krankheitsfreie überleben nach zweijähriger Nachbeobachtung lediglich um 7,6 %. Außerdem kam es bei jeder 200. Patientin zu Herzproblemen. Unter der Gabe von Herceptin traten auch in anderen Studien gehäuft Herzkreislauf-Reaktionen und schwerwiegende Infusionsreaktionen auf. Besonders gefährdet waren Frauen, die Herceptin mit chemotherapeutischen Substanzen, den Anthrazyklinen einnahmen oder bereits vor Behandlungsbeginn Anthrazykline erhalten hatten. Um diesen Herzproblemen vorzubeugen, empfiehlt die GfBK im Falle einer Herceptinbehandlung unbedingt die kombinierte Gabe von Carnitin und Coenzym Q10. Auch in anderen Studien konnte der Nutzen einer Therapie nicht wirklich überzeugend dargestellt werden, so dass kritische Experten dazu raten, bei bis dato fehlenden Hinweisen für einen klinisch-relevanten Nutzen der Antikörpertherapie, die adjuvante Gabe von Herceptin trotz bestehender Zulassung weiterhin kritisch und bei jeder Patientin individuell zu bewerten. Wir empfehlen Patientinnen, vor einer Therapie die persönliche Entscheidung gemeinsam mit Ihren behandelnden ärzten kritisch zu hinterfragen. Denn: Ob sich mit Herceptin wirklich eine Verbesserung des Gesamtüberlebens erreichen lässt, kann entgegen anpreisender Darstellungen in der Laienpresse aufgrund der aktuellen Datenlage nicht eindeutig beantwortet werden.
Brustkrebs und Sport
Ich habe Brustkrebs und würde gerne mehr für meine Gesundheit tun. Nun habe ich gelesen, dass Sport fast so wirksam ist wie eine Chemotherapie. Bisher war ich jedoch ein Sportmuffel. Was empfehlen Sie mir? (Signal 4/2012)
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Sport kann das Sterblichkeitsrisiko je nach Ausmaß der körperlichen Betätigung um 30 bis 60 Prozent reduzieren. Dies gilt für viele Tumorarten, vor allem für Tumore der Brust, des Darms und der Prostata. Eine aktuelle Studie mit 400 000 gesunden Teilnehmern aus Taiwan belegt, dass bereits eine Viertelstunde Bewegung am Tag die Lebenserwartung um drei Jahre verlängern kann. Die Wissenschaftler bewiesen, dass bereits ein Mindestmaß an täglicher Bewegung mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für Krebs (minus 10 Prozent), Gefäßerkrankungen (minus 19 Prozent), Herzleiden (minus 25 Prozent), Schlaganfälle (minus 12 Prozent) und Diabetes (minus 11 Prozent) einherging. Dabei zeigte sich auch, dass das Krankheitsrisiko weiter sinkt, je mehr man sich bewegt. Sie müssen aber nicht gleich zum Hochleistungssportler werden oder einen Marathon laufen. Die Freude ist wichtig, und wie vieles anderes macht auch Sport nur Spaß, wenn er ohne Stress und Zwang ausgeführt wird. Nehmen Sie sich daher Zeit für eine Umstellung und beginnen Sie mit kleinen Schritten. Kurze aktive Intervalle wie schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen sind in ihrer Summe ebenso wirksam wie Ausdauersport. Optimal scheint für den Einstieg das Walken (schnelles Gehen) oder je nach Belastbarkeit auch das Laufen in freier Natur zu sein. Fachleute empfehlen mindestens dreimal pro Woche 45 Minuten schnelles Gehen. Beginnen Sie eher mit kleinen Intervallen von 20 Minuten und spüren Sie nach, bei welchem Tempo Sie sich gut fühlen. Finden Sie das Tempo, bei dem Sie noch lächeln oder sich mit anderen unterhalten können. Wenn es zu anstrengend wird, werden Sie einfach langsamer. Lassen Sie sich nicht entmutigen, auch wenn Sie das erste Mal »nur« Spazierengehen. Sie tanken Sauerstoff, Sie sind in der Natur und werden jedes Mal ein bisschen ausdauernder. Übrigens: Als Ergänzung ist ein Minitrampolin für zu Hause ideal, damit man auch bei »Schmuddelwetter« in Bewegung bleibt. Vielleicht möchten Sie auch in eine Laufgruppe einsteigen. Es gibt inzwischen spezielle Sportgruppen der Krebsnachsorge, die von den Landessportbünden in zahlreichen Orten eingerichtet wurden. Eine Liste bietet der Deutsche Sportbund unter www.sportprogesundheit.de.
Brustkrebs und Tamoxifen
Ich wurde vor zwei Jahren wegen Brustkrebs an der Brust operiert und nehme seit der Strahlentherapie Tamoxifen. Ich habe erhebliche Nebenwirkungen und möchte wissen, ob man dieses Mittel durch eine biologische Alternative ersetzen oder wenigstens etwas gegen die Nebenwirkungen unternehmen kann? (Signal 2/2007)
Grundsätzlich können Brusttumore in ihrem Wachstum durch körpereigene Hormone, vor allem den Östrogenen gefördert werden. Das soll eine Anti-Hormon-Therapie verhindern. Das Prinzip: Die Brustdrüsenzellen tragen auf der Oberfläche Rezeptoren, mit denen sie die von den Eierstöcken produzierten Östrogene einfangen. Um das zu verhindern, werden hormonähnliche Substanzen (z. B. "Tamoxifen") verabreicht, die sich ebenfalls an den Rezeptoren festsetzen und diese blockieren. Die körpereigenen Östrogene können nicht mehr wirksam werden. An Stelle von Tamoxifen gibt es neuerdings so genannte Aromatasehemmer wie "Aromasin", "Letrozol", "Anastrozol" oder "Exemestan". Diese verhindern im Gegensatz zur Rezeptorhemmung durch Tamoxifen die Bildung körpereigener Östrogene. Bei Patientinnen, die Tamoxifen nicht vertragen oder erhöhtem Risikoprofil (Thrombose- oder Embolierisiko), werden inzwischen Aromatasehemmer empfohlen. Allerdings können auch unter der Einnahme von Aromatasehemmern erhebliche Nebenwirkungen häufig in Form von Knochen- und /oder Gelenkschmerzen auftreten, die die Patientin je nach Ausmaß in Ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigen können.
Kommt es unter der Behandlung mit Antihormonen zu Wechseljahrsbeschwerden, können biologische Maßnahmen lindernd angewandt werden. So hilft bei leichten Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen Salbei als Teeaufguss oder als Präparat. Heftigere Beschwerden, insbesondere verbunden mit depressiven Verstimmungen oder Gereiztheit, können durch Phytohormone (pflanzliche Hormone) meist in Kombination mit Johanniskraut ausgeglichen werden. Die Phytohormone haben eine 1000-fach geringere Hormonwirkung als Östrogene und wirken als sog. selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM`s). Das bedeutet, dass Phytohormone die Hormonwirkung nur an bestimmten Organsystemen entfalten. So wirken Phytohormone am Brustdrüsengewebe als milde Hormonblockierer, ohne - wie körpereigene oder künstliche Östrogene - das Krebswachstum zu fördern. Durch die Gabe von Phytohormonen, die ebenfalls wie Tamoxifen den Rezeptor besetzen, könnte aber zumindest theoretisch die Tamoxifenwirkung abgeschwächt werden. Deshalb sind einige Ärzte bei der gemeinsamen Gabe von Tamoxifen und Phytohormonen eher zurückhaltend.
Bei Brustkrebs empfehlen wir begleitend zur schulmedizinischen Therapie oder wenn die antihormonelle Therapie schlecht vertragen wird, auch als alleinige Maßnahme z.B. Ernährungsumstellung, eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel und/oder Thymus sowie die Gabe von Enzymen. Durch diese Maßnahmen werden Heilungsprozesse nach einer Brustkrebsoperation ebenfalls sinnvoll gefördert.
Brustkrebs und Zink
In einer Ausgabe der FREUNDIN habe ich gelesen, dass Brustkrebspatientinnen kein Zink einnehmen sollten, da Brustkrebszellen vermehrt Zink enthalten und durch Zink zum Wachstum angeregt werden können. Ich bin nun sehr verunsichert, da ich seit meiner Brustkrebserkrankung Zink einnehme und auch von Ihrer Gesellschaft die Einnahme von Zink als sinnvoll erachtet wird. Was wissen Sie darüber? (Signal 01-2007)
Die Aussage in der Zeitschrift FREUNDIN bezieht sich wahrscheinlich auf die Ergebnisse eines Tierversuches (Lee et al., 2004), in der eine Anreicherung von Zink im Tumorgebiet und ein verminderter Zinktransport nach außen beobachtet wurden. Daraus wird, ohne dass weitere Untersuchungen durchgeführt wurden, fälschlicherweise gefolgert, dass dies ausschließlich wegen des erhöhten Bedarfs des Tumors geschieht. Diese Schlussfolgerung steht im Widerspruch zu einer anderen Untersuchung (Proviniali et al., 2004), die zwar eine erhöhte Zinkanreicherung im Tumorgewebe bestätigt, die aber auch zeigt, dass durch die Zinkanreicherung die Apoptoserate (Selbstmordrate) von Tumorzellen erhöht wird. Die Anreicherung von Zink im Tumorgebiet könnte demnach eine sinnvolle Maßnahme sein, um den Zelltod von Tumorzellen und nicht deren Wachstum, wie in der Zeitschrift FREUNDIN angegeben, zu fördern.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Untersuchungen an Patienten speziell mit Brustkrebs und Zinkeinnahme bisher nicht veröffentlicht worden sind. Bisher gibt es nur eine veröffentliche Studie mit Prostatakarzinompatienten, in der gezeigt werden konnte, dass durch eine tägliche Zufuhr von bis zu 100 mg Zink kein erhöhtes Risiko gegenüber einer Kontrollgruppe besteht, die kein Zink einnahm. Untersuchungen an Patienten mit Plattenepithel-Tumoren berichten außerdem von einem häufigen Abfall des Zinkspiegels im Rahmen dieser Erkrankung.
Dass laut Literatur bei Krebspatienten auch Störungen der Wundheilung und/oder gehäufte Infekte auftreten, lässt ebenfalls auf erniedrigte Zinkspiegel schließen und kann durch geeignete Zinkpräparate positiv beeinflusst werden.
Außerdem möchten wir noch darauf hinweisen, dass das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) Zink in Kenntnis obiger Studien zuletzt 2004 ausführlich bewertet und festgestellt hat, dass ein gewisses Gefährdungspotenzial bei langfristiger Einnahme bei täglichen Zinkdosen von 50 bis 300 mg/Tag liegt. Dazu werden insbesondere eine reduzierte Immunabwehr, Einfluss auf den Eisen-, Fettstoffwechsel oder die Kupferbilanz gerechnet. Üblichweise werden Krebspatienten aber tägliche Dosen von 10-15 mg Zink empfohlen.
Insofern können wir der Aussage, dass Zink schädlich bei Brustkrebspatientinnen ist, nicht folgen. Leider wurde wie so häufig von einem Tierversuch auf den Menschen geschlossen und die Ergebnisse dieses oben beschrieben Tierversuches pauschal ohne die wirklichen Hintergründe und ohne Einbeziehung anderer Untersuchungen wiedergegeben.
Brustkrebs und Zitruspektin
Ich bin vor 5 Jahren an Brustkrebs erkrankt. Nach Operation, Bestrahlung und 5 Jahren Anti-Hormontherapie bin ich bei meinen Recherchen auf ein Mittel gestoßen, das mich interessiert. Es heißt Zitruspektin und soll speziell bei Brustkrebs die Metastasen-Bildung verhindern. Da das Mittel recht teuer ist, würde mich Ihre Meinung dazu interessieren (Signal 4/2007).
Modifiziertes Zitruspektin (MCP) ist ein besonderes hochmolekulares Polysaccharid (Kohlenhydratmolekül), das aus der Schale und dem Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten (vor allem Orangen, Zitronen und Grapefruits) gewonnen wird. Als relativ teures Nahrungsergänzungsmittel wird es in der Nachsorge bei verschiedenen Krebsarten eingesetzt.
Zitruspektine tragen als Ballaststoffe nach übereinstimmender Datenlage vor allem zur Prophylaxe von Darmkrebs bei. Infolge ihres hohen Molekulargewichts können sie nicht vom Körper aufgenommen werden. Zur Herstellung von MCP wird das ursprüngliche Zitruspektin unter anderem Temperaturveränderungen ausgesetzt, die das Ausgangsmolekül in kürzere Kohlenhydratketten aufbrechen und damit für den Organismus erst verwertbar machen.
In Zellkulturen unterdrückte dieses modifizierte Zitruspektin das Wachstum bösartiger Zellen (Hsieh et.al 1995), reduzierte die Bildung von Metastasen (Platt et.al. 1992) und führte in Tiermodellen zu einer Reduktion der Größe von Metastasen (Makker et.al.2002). Eine Studie bei Patienten mit Prostatakrebs ergab eine Verlängerung der PSA-Verdoppelungszeit ( Tumormarker bei Prostatakrebs ) in 7 von 10 Fällen (Guess et.al.2003). Bei MCP handelt es sich um eine Substanz, die sicher eine weitere Erforschung verdient und als Zusatzmedikation durchaus sinnvoll sein kann. Erste klinische Studien ( Kliniken in Gießen, Bad Sooden-Allendorf und Tumorzentrum Freiburg) stimmen optimistisch. Das Nebenwirkungsprofil ist gering und drückt sich nur in Magenbeschwerden bei Allergien gegen Zitrusfrüchte oder in Durchfällen bei Dosierungen ab über 60 g pro Tag aus. Die empfohlene Tagesdosis liegt im Allgemeinen bei 3 x 5 g.
Bezüglich Brustkrebs laufen zur Zeit zwar Studien, abschließende Ergebnisse liegen aber noch nicht vor. Wir empfehlen Ihnen, sich im Zweifelsfall an den ärztlichen Beratungsdienst unserer Gesellschaft zu wenden bzw. vor allem durch ausreichend Bewegung wie auch eine ausgewogene, gesundheitsfördernde Ernährung sinnvoll einer möglichen Metastasenbildung vorzubeugen.
Chemotherapie bei Brustkrebs ?
Ich habe Brustkrebs ohne Lymphknotenbefall und soll demnächst eine Chemotherapie erhalten. Ich stehe der Therapie eher skeptisch gegenüber und würde gerne wissen, ob eine Chemo nach dem Gießkannenprinzip wirklich bei allen Patientinnen notwendig ist. (Signal 3/2010)
Die Entscheidung darüber, ob bei kleinen und mittelgroßen Tumoren ohne Befall der Lymphknoten (mittleres Risiko) im Anschluss an die Operation eine Chemotherapie durchgeführt werden soll oder nicht, muss heute nicht mehr nur anhand der Tumorklassifikation nach der Operation getroffen werden. Mit dem so genannten uPA/PAI-1 Test (www.femtelle.de) oder anderen Testverfahren ist es möglich, vorab festzustellen, wie hoch das Risiko ist, dass der Tumor Metastasen bildet, ob also eine Chemotherapie notwendig ist oder nicht (siehe GfBK-Broschüre Brustkrebs). Auch die Durchführung eines Chemosensitivitätstests in speziellen Laboratorien kann hilfreich sein (siehe GfBK-Info Wirksamkeitstest für Chemotherapie). Weitere GfBK-Information zu diesem Thema: "Chemotherapie - Eine Entscheidungshilfe".
Jedoch ist auch wenn keine dieser Testungen erfolgen konnte, in Anbetracht der möglichen Nebenwirkungen eine gründliche Information über Sinn und Zweck einer Chemotherapie unabdingbar. Wichtig ist, dass die Entscheidung zu einer Chemotherapie nicht auf Grund von Druck seitens der Ärzte erfolgt. Bis zu Beginn der Chemotherapie ist genügend Zeit, um eigene Wege im Umgang mit der Erkrankung zu finden und um Maßnahmen zu ergreifen, die das Immunsystem stärken helfen. So hat eine dänische Studie gezeigt, dass ein früher Beginn der Chemotherapie innerhalb der ersten drei Wochen nach der Operation keinen Überlebensvorteil für die Patientinnen bedeutet. Am besten soll diese Entscheidung mit einem zweiten Arzt, der sowohl schulmedizinische als auch immunbiologische Therapieverfahren kennt und einschätzen kann, besprochen werden.
Frauen mit weniger aggressivem Brustkrebs sollte auch bewusst sein, dass der absolute Vorteil einer Chemotherapie eher klein sein wird. Dies betrifft vor allem Frauen mit kleinen Tumoren ohne Lymphknotenbefall, also der Mehrzahl aller an Brustkrebs Betroffenen:
Als Beispiel sei der Fall einer 50-jährigen Patientin mit durchschnittlicher Gesundheit genannt, die einen 1.1cm bis 2cm großen hormonrezeptorpositiven Brusttumor mit Differenzierungsgrad G2 ohne Lymphknotenbefall hat. Laut www.adjuvantonline.com, eine Internetseite, die Risikobewertungs- und Prognosehilfe für viele Onkologen ist, hätte diese Frau eine 84,1%ige Chance, 10 Jahre später noch am Leben zu sein - auch dann, wenn sie gar keine adjuvante Chemotherapiebehandlung nach der Operation erhalten würde. Ihre Chance in diesem 10-Jahres-Zeitraum zu sterben beträgt 7,7%. Ihre Wahrscheinlichkeit aus anderen Gründen als Krebs während dieser Zeit zu sterben beträgt 8,2%. Wenn man nur die Todesfälle aufgrund der Brustkrebserkrankung mit einbezieht, beträgt die Wahrscheinlichkeit, auch ohne Chemotherapie 10 Jahre später noch am Leben zu sein, 91,6%.
Wenn sie nur Antihormontherapie als alleinige Behandlung wählte (typischerweise Tamoxifen und ein Aromatasehemmer) könnte sie ihre 10-Jahre-Überlebenschancen um 2,3% verbessern. Wenn sie eine adjuvante Chemotherapie, wie z.B. ein heute übliches anthrazyklinhaltiges Regime (z.B. FEC) erhielte, würde das ihre Überlebenswahrscheinlichkeit um 1,6 % verbessern. Bekäme sie jedoch beide, Antihormontherapie und Chemotherapie, so würden sich ihre Chancen um zusammen 3,4% verbessern. In anderen Worten: Chemotherapie verbessert die 10-Jahres- Überlebens-wahrscheinlichkeit gegenüber Operation plus Hormontherapie bei Brustkrebs um nur noch 1,1%! Man kann sich daher grundsätzlich fragen, ob nicht in vielen Fällen die Nebenwirkungen stärker als die Wirkung der Chemotherapie sind.
Natürlich ist das erwähnte Beispiel nur eine Möglichkeit aus einer großen Zahl an Möglichkeiten. Tumore unterscheiden sich in ihrer Größe, ihrem Stadium, ihren genetischen Charakteristika, in dem Grad ihrer Streuung usw. und es gibt Konstellationen, in denen eine aggressive adjuvante Chemotherapie bei Brustkrebs, z. B. bei Tumoren mit sehr starkem Lymphknotenbefall, Hormonrezeptornegativität, starke Ausprägung des Herceptinrezeptors, gerechtfertigt sein kann. Diese Tumorkonstellationen sind jedoch eher selten; und auch dann ist es ratsam, sich von den behandelnden Ärzten bei Adjuvantonline.com einen ersten Eindruck über die Wirksamkeit der Therapie geben zu lassen. Teilweise ist es überraschend, wie selbst bei positivem Lymphknotenbefall der Profit durch eine Chemotherapie laut Adjuvantonline.com eher gering ausfällt.
Und nicht zuletzt sollte man bei der ganzen Diskussion auch einen wichtigen Punkt nicht außer Acht lassen: In einer großen Studie senkte moderater Ausdauersport, d.h. wöchentlich drei bis fünf Stunden Laufen oder gleichwertige Übungen, das Risiko an Brustkrebs zu sterben, um 50%. Es gibt derzeitig in der Medizin keine Therapie, die einen solchen Effekt annähernd erreichen könnte.
CT-Untersuchungen und Brustkrebs
Ich habe Brustkrebs. Nun habe ich gelesen, dass Röntgenuntersuchungen eine hohe Strahlenbelastung bedeuten, die wiederum Krebserkrankungen auslösen können. Was wissen Sie darüber? Signal 2-2013
In der Tat stellen Röntgenuntersuchungen eine hohe und häufig unterschätzte Strahlenbelastung für den Patienten dar. Insbesondere bei computertomografischen Untersuchungen (CT) ist sie 100- bis 500-mal so hoch wie bei einer konventionellen Röntgen-Thorax-Untersuchung. Das fördert die Entstehung von Brustkrebs. Das unabhängig arbeitende US-amerikanische Institute of Medicine veröffentlichte eine aktuelle Untersuchung hierzu. Sie kam sogar zu dem Schluss, dass die kombinierte Hormonersatztherapie und ionisierende Strahlung das Brustkrebsrisiko stärker beeinflussen als andere Umweltfaktoren (Smith-Bindman R/Arch Intern Med. 2012). Erst kürzlich titelte daraufhin das Deutsche Ärzteblatt: »Ist moderne Bildgebung die häufigste vermeidbare Ursache für Brustkrebs?« Wir meinen ja, denn Schätzungen zufolge können wiederholte CT-Aufnahmen des Brustkorbs bei Mädchen im Teenageralter das Zehn-Jahres-Risiko für Brustkrebs mehr als verdoppeln. Das Institute of Medicine schätzt sogar, dass in den USA pro Jahr 2800 Brustkrebsfälle auf das Konto ionisierender Strahlung gehen, davon etwa 1900 auf das von Computertomografien des Thorax. Dies ist insofern bedenklich, als dass selbst Radiologen inzwischen davon ausgehen, dass 30 Prozent der durchgeführten CT-Untersuchungen nicht notwendig sind. Besonders gefährlich wird die Situation bei Frauen, die eine Mutation der beiden Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 tragen. Hier kann eine einzige Mammografie (Pijpe A/BMJ 2012) oder eine Röntgenuntersuchung des Thorax (Andrieu N/JCO 2006) eine Brustkrebserkrankung auslösen, da die Brustzellen dieser Frauen besonders anfällig gegenüber ionisierender Strahlung sind. Angesichts dieser Daten ist es verwunderlich, dass die aktuelle interdisziplinäre S3-Leitlinie BRCA1/2-Trägerinnen ab dem 30. Lebensjahr immer noch zur jährlichen Mammografie rät. Hier wäre eine Kernspintomografie die geeignetere Untersuchungsmethode.
Entscheidungshilfe bei Brustkrebsoperation
Ich bin Brustkrebspatientin und bei mir ist ein Wächterlymphknoten befallen. Nun sollen mir alle Lymphknoten entfernt werden. Ich habe jedoch Angst vor Folgebeschwerden. Ist die komplette Entnahme aller Lymphknoten wirklich noch zeitgemäß? (Signal 3/2011)
Eine große aussagekräftige Studie an 891 Frauen mit Brustkrebs (Giuliano / J Clin Oncol 2010) zeigte kürzlich, dass Patientinnen mit günstigem Gesamtrisikoprofil keine Vorteile durch die zusätzlich durchgeführte Lymphknotenentfernung nach positiver Wächterlymphknotenbiopsie haben, da die Heilungschancen dadurch nicht verbessert wurden.
So betrug nach 6 Jahren Beobachtungszeit die 5-Jahres-Lokalrezidivrate ( Krankheitsrückfall direkt in einer Brust ) 3,7%, wenn alle Lymphknoten entfernt wurden und 2,1%, wenn nur der Wächter-Lymphknoten entfernt wurde. Das 5-Jahres-Gesamtüberleben unterschied sich ebenfalls praktisch kaum: So betrug es 91,9%, wenn alle Lymphknoten entfernt wurden und 92,5%, wenn nur der Wächter-Lymphknoten entfernt wurde. Angesichts der Erfahrung, dass eine radikale Lymphknotenentfernung Patientinnen in vielfältiger Weise belasten kann, raten wir dazu, genau hinzuschauen, welches Tumorstadium vorliegt und dies gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Denn inzwischen haben diese Studienergebnisse Eingang in die Empfehlungen der deutschen Fachgesellschaften gefunden und sollten eigentlich bei allen Patienten umgesetzt werden. So wird empfohlen, bei Frauen, die brusterhaltend therapiert werden und die nachfolgende Tumorkonstellation aufweisen (cT1-2, cN0, 1-2 befallene Sentinel-LK, tangentiales Bestrahlungsfeld der Brust) auf eine komplette Lymphknotenentfernung zu verzichten.
Herceptin – gefährlich oder soviel versprechend wie angepriesen?
Ich habe Brustkrebs und mein behandelnder Frauenarzt hat mir die Gabe von Herceptin empfohlen. Nun mache ich mir Sorgen, weil ich gehört habe, dass dadurch Herzschädigungen auftreten können. Was ist das für eine Substanz und wie unbedenklich ist deren Anwendung? (Signal 1-2009)
"Herceptin" (Trastuzumab) ist der Handelsname eines Antikörper-Präparats zur Behandlung von Brustkrebs. Herceptin ist als monoklonaler Antikörper in der adjuvanten Situation (d.h. nach Primäroperation) und bei metastasiertem Brustkrebs zugelassen.
Herceptin wirkt folgendermaßen: Brustkrebszellen tragen auf ihrer Oberfläche häufig Rezeptoren (HER 2), mit denen sie bestimmte Eiweißstoffe aufnehmen. Diese körpereigenen Eiweißstoffe fördern das Wachstum von Brustdrüsenzellen. Brustkrebszellen bilden häufig besonders viele HER-2-Rezeptoren aus. Um diese Wachstumsimpulse für Krebszellen zu verhindern, wurde ein Antikörper entwickelt, der sich ebenfalls an die HER 2-Rezeptoren anbindet und diese blockiert. Dadurch können die körpereigenen Wachstumsförderer nicht mehr andocken, wodurch die Tumorzellen keine Wachstumsimpulse mehr erhalten.
HER-2-Rezeptoren sind jedoch nur bei etwa 30 Prozent der Patientinnen vorhanden. Nur bei diesen kann die Therapie überhaupt wirksam werden. Darum muss vor einer Behandlung untersucht werden, ob HER-2-Rezeptoren vorhanden sind. Das sollte in einem darauf spezialisierten Labor geschehen, da der Test noch nicht allgemein standardisiert ist. Voraussetzung für die Anwendung ist eine dreifache Ausprägung (sog. Überexpression) des sogenannten HER2-Rezeptors.
Leider ist die Wirkung trotz bestehender Zulassung des Medikamentes nicht zufriedenstellend. So ergab eine Therapiestudie mit 469 Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs, dass die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung nur um 3 Monate verlängert werden konnte. Die Auswertung einer aktuellen Studie (sog. HERA-Studie), bei der Herceptin in der adjuvanten Situation, d. h. nach der Primär-Operation, angewandt wurde, verbesserte das krankheitsfreie Überleben nach zweijähriger Nachbeobachtung lediglich um 7,6 %. Außerdem kam es bei jeder 200. Patientin zu Herzproblemen. Unter der Gabe von Herceptin traten auch in anderen Studien gehäuft Herzkreislauf-Reaktionen und schwerwiegende Infusionsreaktionen auf. Besonders gefährdet waren Frauen, die Herceptin mit chemotherapeutischen Substanzen, den Anthrazyklinen einnahmen oder bereits vor Behandlungsbeginn Anthrazykline erhalten hatten. Um diesen Herzproblemen vorzubeugen, empfiehlt die GfBK im Falle einer Herceptinbehandlung unbedingt die kombinierte Gabe von Carnitin und Coenzym Q10.
Auch in anderen Studien konnte der Nutzen einer Therapie nicht wirklich überzeugend dargestellt werden, so dass kritische Experten dazu raten, bei bis dato fehlenden Hinweisen für einen klinisch-relevanten Nutzen der Antikörpertherapie, die adjuvante Gabe von Herceptin trotz bestehender Zulassung weiterhin kritisch und bei jeder Patientin individuell zu bewerten.
Wir empfehlen Patientinnen, vor einer Therapie die persönliche Entscheidung gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärzten kritisch zu hinterfragen. Denn: Ob sich mit Herceptin wirklich eine Verbesserung des Gesamtüberlebens erreichen lässt, kann entgegen anpreisender Darstellungen in der Laienpresse aufgrund der aktuellen Datenlage nicht eindeutig beantwortet werden.
Herzschutz mit Coenzym Q10
Ich bin Brustkrebspatientin und mir wurde von meiner Therapeutinvor allem während der anstehenden Chemotherapie Coenzym Q10 empfohlen. Was wissen Sie darüber? (Signal 3/2011)
Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche Substanz, die an allen energieliefernden Prozessen im Organismus beteiligt ist. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Coenzym Q10 ist als Coenzym an dieser Umwandlung beteiligt, über die 95% der gesamten Körperenergie erzeugt wird. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf - wie Herz, Lunge und Leber - weisen deshalb auch die höchste Q10-Konzentration auf.
Coenzym Q10 wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. Allerdings nimmt die körpereigene Q10-Synthese ab dem mittleren Alter immer weiter ab, sodass die Q10-Zufuhr gerade dann empfehlenswert ist. Auch bei einem erhöhten Anfall an Freien Radikalen oder unter herzschädigender Chemotherapie ist eine ergänzende Q10-Zufuhr bei Krebspatienten anzustreben.
Hier werden insbesondere bei Brustkrebspatientinnen unter Herceptin-Therapie und während einer Therapie mit Anthrazyklinen (Wirkstoffe der Chemotherapie) hoch dosiert Coenzym Q10 mit 300mg täglich in Kombination mit L-Carnitin mit 2-3 g (Einnahme 3 bis 4 Stunden vor der Chemotherapie) während der Dauer der gesamten Chemotherapie empfohlen.
Hormone in den Wechseljahren
Ich habe einen östrogenabhängigen Brustkrebs und habe neun Jahre lang in den Wechseljahren Hormone genommen. Inwieweit kann die Entstehung des Brustkrebs auf die Hormongabe zurückgeführt werden? (Signal 01-2005)
Inzwischen weiß man durch die Ergebnisse einer groß angelegten amerikanischen Studie, dass sich bei einer Hormonersatztherapie mit östrogenen und Gestagenen über mehr als 5 Jahre das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöht. Umgerechnet erkrankten 8 von 10000 Frauen unter Hormontherapie mehr an Brustkrebs als Frauen, die keine Hormone eingenommen hatten. Weitere Nebenwirkungen einer Hormontherapie sind die Gewichtszunahme und negative Effekte auf das Herz - Kreislaufsystem (vor allem Herzinfarkte!). Wegen der erhöhten Brustkrebsrate und anderen Komplikationen (erhöhtes Thromboserisiko und Häufung von Herz-Kreislauferkrankungen) wurde diese Studie im Jahr 2002 abgebrochen. Ob reine östrogenpräparate ähnliche Risiken bergen, wurde in einer aktuellen Studie untersucht. So zeigte sich, dass bei Frauen, die nur weibliche Geschlechtshormone (östrogene) einnahmen, das Auftreten von Herzinfarkten im Vergleich zur Placebogruppe nicht erhöht war; allerdings wurden vermehrt Schlaganfälle beobachtet. Ein vermehrtes Auftreten von Brustkrebs konnte in dieser Studie mit reinen östrogenpräparaten ebenfalls nicht festgestellt werden. Die tägliche Anwendung von östrogenen und Gestagenen steht somit stärker im Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Auf Grund der Studien der letzten Jahre sollte man Frauen insbesondere darüber aufklären, dass ein noch unentdeckter Brustkrebs unter einer Hormontherapie schneller wachsen kann und unter einer kombinierten Langzeittherapie mit östrogenen und Gestagenen mehr zusätzliche Brustkrebsdiagnosen festgestellt wurden. Diese Studienergebnisse hatten zwischenzeitlich zur Folge, dass von deutschen Fachgesellschaften eine hormonelle Therapie von Wechseljahrsbeschwerden wie Schlaflosigkeit, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen nur bei Wechseljahres-beschwerden empfohlen wird, wenn diese Beschwerden die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken und naturheilkundliche Maßnahmen nicht geholfen haben.
Hormonrezeptoren und Brustkrebs
Ich habe gelesen, dass Brustkrebspatienten Sojaprodukte meiden sollten. Wie stehen Sie dazu? (Signal 1/2011)
Zu dieser Frage wurde erst kürzlich eine groß angelegte Studie aus China mit über 5042 Betroffenen veröffentlicht, die nahe legen, dass der Verzehr sojahaltiger Nahrungsmittel nach einer Krebsdiagnose die Prognose sogar verbessert. Und zwar zeigte der Konsum von Sojanahrungsmitteln einen engen Zusammenhang zur Sterblichkeit und zur Rezidivneigung: So hatten Patientinnen, die am meisten Sojaprotein aufnahmen, ein 29 Prozent niedrigeres Risiko, während der Studienperiode zu sterben, und ein um 32 Prozent geringeres Risiko, dass der Brustkrebs zurückkehrte, als die Betroffenen mit dem geringsten Sojakonsum.
Diese Studie zeigt, dass die bisherigen Vorbehalte gegenüber Soja bei Brustkrebs kritischer betrachtet werden sollten. So hat Soja eine 1.000-fach geringere Hormonwirkung als Östrogene und wirkt als sog. selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator. Das bedeutet, dass Soja bzw. Phytohormone Substanzen sind, die teils östrogene, teils antiöstrogene Wirkungen aufweisen. Außerdem wurden in den letzten Jahren verschiedene Varianten von Hormonrezeptoren entdeckt, wodurch auch gezeigt werden konnte, dass Soja die Hormonwirkung nur an bestimmten Organsystemen entfaltet.
In Anbetracht dieser neuen Studienergebnisse brauchen unserer Ansicht nach Onkologen ihren Patientinnen vom Sojaverzehr und Sojanahrungsmitteln nicht mehr länger abzuraten. Auch eine Studie bei Brustkrebspatientinnen mit einem Präparat aus der Traubensilberkerze hat gezeigt, dass das Wiedererkrankungsrisiko unter Einnahme dieses pflanzlichen Hormons nicht erhöht war.
Vorsicht ist lediglich bei gleichzeitiger Einnahme von Tamoxifen und isolierten pflanzlichen Hormonen z. B. in Tablettenform gegeben, da theoretisch durch Angriff am gleichen Rezeptor die Tamoxifenwirkung abgeschwächt werden könnte. Da Phytohormone selbst in geringem Maße wie Aromatasehemmer wirken, beeinträchtigen sie die Wirkung von sog. Aromatasehemmern jedoch nicht, da die Wirkung der Aromatasehemmer nicht rezeptorvermittelt ist.
Katzenkralle
Ich hatte vor mehreren Jahren Brustkrebs im Anfangsstadium ohne Tochtergeschwülste und fühle mich wohl. Die Nachsorge gibt keinen Anlaß zur Sorge. Im Internet habe ich nun gelesen, dass die Katzenkralle bei Krebserkrankungen helfen kann. Soll ich andere Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte sein lassen? Haben Sie dazu nähere Informationen? (Signal 2/2010)
Man kennt noch lange nicht das gesamte Anwendungsgebiet dieser im peruanischen Regenwald bekannten Pflanze "Uncaria tomentosa", die in der westlichen Welt hauptsächlich zur unterstützenden Schmerztherapie bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt wird.
Bei den Indianern des Regenwaldes gilt die Katzenkralle als Liane mit besonderer Heilkraft, die bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt wurde.
Im Jahr 1970 beschäftigte sich erstmals ein deutscher Wissenschaftler mit der Katzenkralle und ihrer Wirkung und entdeckte in der Wurzel der Pflanze sechs verschiedene Inhaltsstoffe, die Alkaloide, die vor allem abwehrstärkend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken. Interessante Untersuchungen wurden auch am Institut für Arzneipflanzenforschung an der österreichischen Universität in Innsbruck durchgeführt, wobei man feststellte, dass Katzenkralle die Produktion der weißen Blutkörperchen erhöht und dass die Aktivität von Fresszellen gesteigert werden kann.
Zur Anwendung von Katzenkralle bei Krebs liegen bisher außer Erfahrungsberichten keine aussagekräftigen klinischen Untersuchungen vor, so dass eine Beurteilung der Wirksamkeit am Patienten schwierig ist. Wir geben daher zu bedenken, dass die Gabe von Katzenkralle nur ein Teilaspekt einer komplementären Krebsbehandlung sein kann. Zusätzliche begleitende und in der Krebsmedizin bewährte Maßnahmen sind z.B. Modifizierung der Ernährung, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel und/oder Thymus sowie die Gabe von Enzymen.
Knochenstärkung bei Brustkrebs
Ich habe Brustkrebs mit Knochenmetastasen und erhalte deswegen Bisphosphonate sowie eine lokale Bestrahlungsbehandlung Außerdem plagt mich eine schon seit längerem bestehende Osteoporose. Was kann ich tun, um einem weiteren Knochenschwund vorzubeugen? (Signal 1-2009)
Nachfolgende Empfehlungen können parallel zu einer Therapie mit Bisphosphonaten bzw. zu einer möglichen Strahlentherapie durchgeführt werden. Dies sind eine Säure-Basen-Regulationstherapie, eine homöopathische Behandlung z.B. mit Silicea D12 zusammen mit Calcium fluoratum D12 (je 3 x 2 Tabl.) oder Steirocall® (3 x 50 Tr.) sowie die Einnahme von mineralstoffreichen Präparaten, wie z.B. braune Wildhirse mit täglich 3 EL (erhältlich im Reformhaus/Naturkostladen) oder schwarzem Sesam-Ursamen mit täglich 2 TL. Alle genannten Empfehlungen können gleichzeitig oder parallel durchgeführt werden, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, wobei die Einnahme von mineralstoffreichen Präparaten am wichtigsten ist.
Zusätzlich kann zur Schmerzerleichterung eine Magnetfeldtherapie mittels einer Magnetfeldmatte versuchsweise auf Leihbasis für zunächst 4 Wochen und täglicher Anwendung empfehlenswert sein. Bei multiplen sehr schmerzhaften Knochenmetastasen ist es ratsam, den behandelnden Arzt auf eine sog. Radionuklidtherapie anzusprechen, die von verschiedenen Strahlenkliniken durchgeführt wird.
Knochenversiegelung bei Brustkrebs
Im Gefolge einer Brustkrebserkrankung wurden bei mir nach drei Jahren leider Knochenmetastasen in mehreren Wirbelkörpern festgestellt. Ich erhalte nun eine Strahlentherapie sowie regelmäßige Infusionen mit "Bisphosphonaten" zur Knochenstoffwechselstabilisierung. Was können Sie mir zusätzlich aus biologischer Sicht raten? (Signal 2/2002)
Nach unserer Sicht und Erfahrung benötigen Sie parallel zu den laufenden konventionellen Verfahren ein biologisches Therapiekonzept mit den Schwerpunkten Mistel-, Enzym-, Nahrungsergänzungstherapie und Mitteln zur Stabilisierung des Säure-Basenhaushaltes. Dadurch können die Nebenwirkungen der Strahlentherapie verringert und die Lebensqualität verbessert werden. Zusätzlich ist zur Knochenstoffwechselaktivierung der Einsatz der Magnetfeldtherapie wie auch die Einnahme eines pflanzlich-homöopathischen Mischpräparates (Steirocall®). über die genannten Therapievorschläge schicken wir Ihnen von unserer zentralen Beratungsstelle in Heidelberg gerne detaillierte Informationen zu.
Nachtschichten verursachen Krebs
Ich würde gerne wissen, inwieweit Schlafmangel Auswirkungen auf eine Krebserkrankung haben kann? Signal 2-2013
Mehrere Studien gehen der Frage nach, ob Schichtarbeit Krebs auslösen kann. Der Zusammenhang gilt als weitestgehend nachgewiesen. In Dänemark ist Brustkrebs bei Frauen, die regelmäßig in Schichten arbeiten, daher als Berufskrankheit anerkannt. Durch Nachtarbeit wird weniger Melatonin gebildet. Dieses Schlafhormon unterdrückt das Tumorwachstum und hemmt die Produktion von Östrogenen. So erklärt sich auch die Beobachtung aus Studien, dass Nachtschwestern deutlich weniger Melatonin und mehr brustkrebsfördernde Östrogene im Blut haben. Ältere Untersuchungen bestätigen diesen Mechanismus: In einer Studie zeigte sich, dass Wechselschichten über ein bis vierzehn Jahre mit einem erhöhten Krebsrisiko von acht Prozent und einem erhöhten Brustkrebsrisiko um 23 Prozent einhergingen (Schernhammer ES et al./J Natl Cancer Inst 2001; 93). Eine andere Untersuchung zeigte sogar, dass bei Patientinnen häufiger aggressive Brusttumore auftraten, wenn sie sich im Mittel für höchstens sechs Stunden schlafen gelegt hatten (Thompson CL/Breast Cancer Res 2012). Auch eine aktuelle Auswertung von kanadischen Forschern kommt zu dem Schluss, dass Nachtschichten für ein erhöhtes Tumorrisiko verantwortlich sind (Parent M-E et al./Am J Epidemiol 2012; 176: 751–759). Bei der Auswertung fiel auf, dass Männer mit Krebs deutlich häufiger als solche ohne Krebserkrankung in der Vergangenheit nachts gearbeitet hatten. Die Wissenschaftler bereinigten die Studie um andere bekannte Risikofaktoren und errechneten, dass Schichtarbeiter ein etwa dreifach erhöhtes Risiko für Prostatakrebs, ein 2,3-fach erhöhtes Risiko für Non- Hodgkin-Lymphome und Pankreaskarzinome, ein doppelt so hohes Risiko für Kolon- und Rektalkarzinome sowie ein 1,8-fach erhöhtes Risiko für Lungen- und Blasenkrebs hatten. Dagegen schien das Risiko für Magen-, Leber- und Ösophagustumoren sowie Melanome nicht oder nur geringfügig erhöht zu sein. Aus diesen Forschungsergebnissen lässt sich die Bedeutung eines ausgeglichenen Tag-Nacht-Rhythmus in Zusammenhang mit dem Krebsrisiko ableiten.
OP-Vorbereitung bei Brustkrebs
Ich soll in einer Woche an Brustkrebs operiert werden. Was kann ich jetzt schon tun, um meine Abwehrkräfte zu stärken? Und was sollte ich noch beachten? (Signal 1-2009)
Grundsätzlich ist es wichtig so früh wie möglich mit einer Stärkung der Abwehrkräfte zu beginnen. Am optimalsten ist es, wenn Sie bereits vor dem OP-Termin bestimmte Maßnahmen anwenden. Dies sind eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel sowie Maßnahmen zur Entgiftung bzw. Ausleitung (nähere Informationen erhalten Sie bei der GfBK). Außerdem kann durch die Einnahme von homöopathischen Mitteln wie z.B. Arnika C 30 oder hochdosierten Selengaben OP-Komplikationen wie z.B. Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Ödembildungen vermindert werden. Eine Gabe von Enzymen empfehlen wir erst nach der Operation, wenn keine Blutungsgefahr mehr vorliegt, da Enzyme das Blut dünnflüssiger machen können.
Außerdem sollten Frauen mit Brustkrebs und noch bestehender Regelblutung wenn möglich darauf achten, den OP-Termin in die zweite Zyklushälfte (= vom Eisprung zur Menstruation) zu legen, da dann die Zweiterkrankungsrate in einer Untersuchung deutlich geringer war.
Ferner ist es ratsam, ein Teil des entnommenen Tumorgewebes frisch zu entnehmen, d.h. in einem speziellen Verfahren schockzugefrieren, damit es für spätere Maßnahmen wie beispielsweise eine Tumorimpfung oder spezielle Untersuchungen verwendet werden kann. Dazu muss die Patientin diese spezielle Entnahmemethode rechtzeitig mit dem Operateur absprechen. Außerdem ist es ratsam, vorher ein Labor zu beauftragen, bei dem das Material gelagert werden kann. Diese stellen auch spezielle Entnahmesysteme zur Verfügung (Adressen s. GfBK-Information „Tumorimpfung" und „Wirksamkeitstest für Chemotherapie"). Eine übergeordnete Gewebebank finden Sie übrigens im Internet unter www.stiftungpath.de, die den Patientinnen die kostenlose Einlagerung ihres Tumorgewebes für den individuellen Nutzen ermöglicht. Aktuell bieten Brustzentren in den Städten Bonn, Dortmund, Herne, Kassel, Marburg, Offenbach und Regensburg ihren Brustkrebspatientinnen die Möglichkeit der Gewebeeinlagerung in PATH Truhen an.
Regionale Chemotherapie bei Brustkrebs?
Vor kurzem wurde ich mit der Diagnose eines Brustkrebses konfrontiert. Ich soll nun schon vor der Operation eine Chemotherapie erhalten, um den Tumor zu verkleinern, damit dieser brusterhaltend operiert werden kann. Kennen Sie andere Verfahren, die meinen Körper weniger belasten? (Signal 4/2008)
Um auch größere Brusttumoren brusterhaltend operieren zu können, wird seit einigen Jahren eine präoperative, sog. neoadjuvante Chemotherapie durchgeführt. Dies geschieht oft schon ab einer Tumorgröße von etwa 2 Zentimetern. Durch diese Chemotherapie vor der Operation soll der Tumor so verkleinert werden, dass eine schonende und brusterhaltende Operation durchgeführt werden kann. Inwieweit auch bei kleineren Tumoren die mittlerweile immer öfter präoperativ angewandte Chemotherapie Sinn macht, ist gegenwärtig eher mit Skepsis zu beurteilen.
Zur Vermeidung der systemischen Nebenwirkungen und damit zur Entlastung des Gesamtstoffwechsels, ist diese sog. neoadjuvante Chemotherapie neuerdings auch in Form einer regionalen Chemotherapie möglich. Unter regionaler Chemotherapie versteht man die örtliche, also auf eine Körperregion beschränkte Chemotherapie. Das Medikament wird dabei stets über die den Tumor oder die Tumorregion versorgende Arterie zugeführt. Dies führt wiederum zu einem konzentrationsbedingt höheren Übertritt der Zytostatika in die Tumorzellen und folglich zu einer besseren Wirkung vor Ort bei einer gleichzeitigen Minderung der Nebenwirkungen auf den gesamten Organismus. Vermeiden lassen sich Schäden am Blutbild, Schleimhautentzündungen und Haarausfall.
Dass diese Therapieform auch bei Patientinnen mit Brustkrebs vor einer Operation erfolgreich eingesetzt werden kann, hat nun eine deutsche Studie von Prof. Aigner zeigen können. Dabei erhielten 53 Patientinnen über ein spezielles Port-System 6 Zyklen einer Kombination aus verschiedenen Chemotherapeutika. Ergebnis der Behandlung: In sämtlichen Fällen konnte die Brust erhalten werden; bei 26% der Patientinnen war bei der feingeweblichen Untersuchung kein Tumorgewebe mehr nachweisbar; und bei 48% war der Tumor stark verkleinert. Auch die Langzeitergebnisse waren erfreulich: So traten innerhalb einer 16-jährigen Nachbeobachtungsphase nur 17% Rezidive auf. Und es lebten nach demselben Zeitraum noch 87% der Patientinnen. Außerdem wurde die Behandlung von den Patientinnen gut vertragen, wobei die meisten Patientinnen zwischen den Behandlungszyklen voll arbeitsfähig waren.
Unser Rat: Lassen Sie sich vor der Chemotherapie beraten, ob eine regionale Chemotherapie auch bei Ihnen möglich ist und fragen Sie gezielt nach Ansprechpartnern über Ihre örtliche Selbsthilfegruppe oder die GfBK.
Regionaler Lymphknotenbefall bei Nadelbiopsien häufiger
Ich habe einen mammographisch unklaren Befund in der Brust und soll diesen demnächst punktiert bekommen. Soll ich dies durchführen lassen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Diagnose in einer solchen Situation? (Signal 1/2010)
Zunächst einmal würden wir Ihnen zusätzliche Verfahren wie Ultraschall und Kernspintomographie zur weiteren Abklärung empfehlen, Eine Studie, die von renommierten Wissenschaftlern durchgeführt wurde, regt zum Nachdenken an, die bisherige Praxis von Nadelbiopsien bei Brustkrebs neu zu überdenken. In dieser Studie mit insgesamt 676 Patientinnen (Durchschnittsalter 58 Jahre) wurde untersucht, ob die Nadelbiopsie die nachfolgende Ausbreitung von Tumorzellen in die Wächterlymphknoten beeinflusst. Dabei wurden 126 Patientinnen einer Feinnadel-Biopsie und 227 einer Dicknadel-Kernbiopsie unterzogen. 323 der Patientinnen hatte den Tumor durch Exzisionsbiopsie oder Lumpektomie (chirurgische Entfernung eines kleinen Brustkrebsknotens unter Erhaltung der Brust) im Ganzen entfernt bekommen. Das erstaunliche Ergebnis: Die Frauen, die eine Nadelbiopsie erhielten, waren einer um 50% höheren Wahrscheinlichkeit ausgesetzt, Krebs in den Wächterlymphknoten zu entwickeln, als die Frauen, deren Tumor chirurgisch per Exzision (Herausschneiden der ganzen Krebsgeschwulst) entfernt worden war. Die Autoren bemerken, dass gegebenenfalls das mechanische Zerreißen des Tumors durch die Biopsiennadel dafür verantwortlich sein könnte, dass es zu einer Verschleppung von Tumorzellen und zu einer Zunahme des Befalls der regionären Lymphknoten kommt.
Ob dieses Phänomen auch bei anderen Entnahmemethoden, wie z.B. der Vakuumbiopsie auftritt, kann nicht bestätigt werden, da hierüber keine Studien vorliegen. Allerdings kommt es auch hier zu einer Manipulation am Tumor, so dass eine Tumorzellstreuung in die Lymphknoten nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.
Berücksichtigt man, dass Patientinnen mit Lymphknotenbefall als weiter fortgeschritten eingestuft werden und daher eine weitaus ausgeprägtere Behandlung erhalten als Patientinnen ohne Lymphknotenbefall, so sind die Ergebnisse dieser Untersuchung besorgniserregend, da ein Großteil der Lymphknotenmetastasierung durch andere diagnostische Methoden (s.o.) vermieden werden könnte. Und schließlich kann auch durch eine einfache Tumorexzision (eine komplette chirurgische Entfernung der Krebsgeschwulst) festgestellt werden, ob der Tumor bösartig ist oder nicht.
Schützt Vitamin D vor Brustkrebs
In einer Zeitschrift stand in einem Artikel über Vitamin D, dass amerikanische Froscher herausfanden, dass es besonders. bei Brustkrebs helfen würde. Empfehlen Sie Brustkrebspatientinnen, Vitamin D regelmäßig einzunehmen? (Signal 3/2007)
Unter den Vitaminen hat Vitamin D eine Sonderstellung, da der Körper dies in den Hautzellen mit Hilfe von UV-B-Licht selbst in der Haut bilden kann. Durch seinen Einfluss auf den Kalziumstoffwechsel ist Vitamin D für den normalen Aufbau von Knochen und Zähnen sehr wichtig. Außerdem beeinflusst es indirekt die Immunabwehr und Zelldifferenzierung.
Bei Prostatakrebs, dem Krebs der männlichen Vorsteherdrüse, empfiehlt die GfBK schon seit einiger Zeit im Rahmen der komplementär onkologischen Massnahmen die Anwendung von Vit. D nicht nur in der sonnenarmen Jahreszeit.
In der Tat zeigte auch eine Übersicht von zwei Studien zu Brustkrebs und fünf zum Kolonkarzinom, dass je höher der Vitamin-D3-Spiegel im Blut desto geringer das Auftreten von Krebs für beide Tumorarten war. Allerdings waren die Teilnehmerzahlen der Studien gering, und in dieser Analyse war keine sogenannte randomisiert-kontrollierte Studie (d.h. Studie mit hohen Qualitätskriterien) mit einbezogen worden.
Außerdem ist unklar, ab welcher Menge tatsächlich durch Vitamin D eine krebsvorbeugende Wirkung erreicht werden kann. So zeigten frühere Studien, in denen Vitamin D in geringer Menge aufgenommen worden war, keine Effekte.
Umgerechnet auf Tagesdosierungen von Vitamin D3 wären das für die Brustkrebsstudie etwa 4000 IU. Wer diese Größenordnung durch Sonnenlichtexposition erreichen möchte, müsste sich täglich mindestens etwa zwölf Minuten in die Sonne begeben.
Fazit: Bisher lassen sich keine eindeutigen Empfehlungen zu Vitamin D abgeben, zumal mit hochdosierter Einnahme auch andere Risiken wie beispielsweise eine Hyperkalzämie ( zuviel Calcium im Blut ) verbunden sind. Ob Vitamin D bei bereits Erkrankten hilfreich ist, darüber konnten diese Studien ebenfalls keine Auskunft geben.
Insbesondere bei Patienten mit Knochenmetastasen, bei älteren Patienten und bei Patienten, die in den Wintermonaten nur wenig an die frische Luft gehen können, sollte über eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D meist in Kombination mit Kalzium nachgedacht werden. Hier finden Sie das GfbK-Info Vitamin D-Ein wichtiger Schutzfaktor.
Seelische Faktoren bei der Behandlung von Brustkrebs
Meiner Meinung nach beschäftigt sich die Medizin viel zu wenig mit dem Einfluss seelischer Faktoren in der Behandlung von Brustkrebs? Immer wieder höre ich in den Kliniken, dass nur die Gene oder evidenzbasierte wissenschaftliche Therapien einen Einfluss auf den Krankheitsprozess haben. Welche Meinung vertritt die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in dieser Hinsicht? Was können Patientinnen tun, die sich für diese Fragestellung interessieren? (Signal 1-2009)
Seelische Einflussfaktoren werden sowohl im Hinblick auf die Entstehung wie auch die Behandlung von Brustkrebs in der Psychoonkologie zu wenig erforscht. Wie in der Wissenschaft nicht selten scheinen bislang einerseits viele Ergebnisse widersprüchlich, andererseits werden wichtige Erkenntnisse bewusst nicht zur Kenntnis genommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. So wird zwar seelischen Einflussfaktoren bei der Behandlung von Brustkrebs eine Verbesserung der Lebensqualität zugebilligt - die eindeutigen Hinweise auf die Verlängerung der Überlebenszeit bei diesem Krankheitsbild werden aber negiert. Obwohl schon die Studienergebnisse von David Spiegel Anfang der 90-er Jahre die Verlängerung der Überlebenszeit durch seelische Unterstützung bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs eindeutig belegten und auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die im Artikel "Motivation und Hoffnung" auf Seite 10 in Signal 1/2009 zitiert werden, eine Senkung der Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs um 68% beweisen, kümmert sich die Medizin um solche im Grunde genommen sensationellen Ergebnisse kaum. Im Vergleich zu den ungeheuren und mit Milliardenbeträgen finanzierten Forschungsanstrengungen mit pharmazeutischen Produkten und technischen Innovationen - denen die Berechtigung nicht grundsätzlich abgesprochen werden soll - sind die Fortschritte der Erkenntnisfindung und praktischen Umsetzung einzelner Forschungsergebnisse in der Psychoonkologie ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein.
Beispielsweise wurden in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit auch die Ergebnisse einer Aufsehen erregenden norwegischen Studie mit annähernd 110.000 Frauen, die unlängst in einer renommierten amerikanischen Fachzeitschrift veröffentlicht (Journal Archives of Internal Medicine, Zahl - 2008) und sogar in der New York Times diskutiert wurden, nicht zur Kenntnis genommen. Die Studie diente dem Vergleich von Frauen, die das Mammographiescreening in Anspruch nahmen und einer vergleichbaren Gruppe, die dem Angebot nicht folgte. Da es in der Gruppe der Frauen, die nicht an dem Screening teilnahmen über ein fünftel weniger Brustkrebs gab, muss man davon ausgehen, dass es bei 22% der Frauen in dieser Gruppe zu einer Spontanheilung gekommen sein muss. In dem Zusammenhang mit obiger Frage soll nicht über die Sinnhaftigkeit von Screeningprogrammen diskutiert werden. Es ist nur sehr bedauerlich, dass erneut ernsthaften Hinweisen auf Spontanheilungen nicht nachgegangen wird und dieses Phänomen trotz bahnbrechender Erkenntnisse der jungen Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie nicht eingehend erforscht wird.
Welche Schlussfolgerungen lassen sich praktisch ziehen? Eine "hoffnungslose" Prognose gibt es nur für die Patientinnen, die die Hoffnung selbst aufgegeben haben. In jedem Menschen ist ein unendliches Heilungspotential angelegt, welches auch bei sehr fortgeschrittenen Krankheitsbildern noch eine Umkehr des Krankheitsprozesses bewirken kann. Daher können bei Krebskranken durchaus Mittel und Methoden eine positive Wirkung entfalten, denen die konventionelle Medizin eine Unwirksamkeit nachsagt. Jeder Krebskranke wird von Angehörigen, Mitpatientinnen und Mitpatienten sowie Therapeuten und Ärzten mit einer Vielfalt gut gemeinter Ratschläge überschüttet und ist mit sehr vielen Informationen sein Krankheitsbild betreffend konfrontiert. In dieser Situation ist es für den Betroffenen besonders wichtig, den "inneren Arzt" zu entdecken. Durch angstlösende Gespräche, Entspannungs- und Visualisierungsübungen, Meditation und ähnliche Verfahren kann der Krebskranke lernen, Entscheidungen für sich und nicht nur gegen die Krankheit zu fällen. Eine innere Stabilität hilft dem Patienten auch, sich im Spannungsfeld schulmedizinischer und unkonventioneller Heilmethoden besser zurechtzufinden. Viele weitere wertvolle Hinweise enthält die Broschüre "Wege zum seelischen Gleichgewicht" der GfBK.
Seelischen Faktoren - Brustkrebs
Meiner Meinung nach beschäftigt sich die Medizin viel zu wenig mit dem Einfluss seelischer Faktoren in der Behandlung von Brustkrebs? Immer wieder höre ich in den Kliniken, dass nur die Gene oder evidenzbasierte wissenschaftliche Therapien einen Einfluss auf den Krankheitsprozess haben. Welche Meinung vertritt die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in dieser Hinsicht? Was können Patientinnen tun, die sich für diese Fragestellung interessieren?
Seelische Einflussfaktoren werden sowohl im Hinblick auf die Entstehung wie auch die Behandlung von Brustkrebs in der Psychoonkologie zu wenig erforscht. Wie in der Wissenschaft nicht selten scheinen bislang einerseits viele Ergebnisse widersprüchlich, andererseits werden wichtige Erkenntnisse bewusst nicht zur Kenntnis genommen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. So wird zwar seelischen Einflussfaktoren bei der Behandlung von Brustkrebs eine Verbesserung der Lebensqualität zugebilligt - die eindeutigen Hinweise auf die Verlängerung der überlebenszeit bei diesem Krankheitsbild werden aber negiert. Obwohl schon die Studienergebnisse von David Spiegel Anfang der 90-er Jahre die Verlängerung der überlebenszeit durch seelische Unterstützung bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs eindeutig belegten und auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die im Artikel Motivation und Hoffnung (Signal 1/2009, Seite 10) zitiert werden, eine Senkung der Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs um 68% beweisen, kümmert sich die Medizin um solche im Grunde genommen sensationellen Ergebnisse kaum. Im Vergleich zu den ungeheuren und mit Milliardenbeträgen finanzierten Forschungsanstrengungen mit pharmazeutischen Produkten und technischen Innovationen - denen die Berechtigung nicht grundsätzlich abgesprochen werden soll - sind die Fortschritte der Erkenntnisfindung und praktischen Umsetzung einzelner Forschungsergebnisse in der Psychoonkologie ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein. Beispielsweise wurden in der wissenschaftlichen öffentlichkeit auch die Ergebnisse einer Aufsehen erregenden norwegischen Studie mit annähernd 110.000 Frauen, die unlängst in einer renommierten amerikanischen Fachzeitschrift veröffentlicht (Journal Archives of Internal Medicine, Zahl - 2008) und sogar in der New York Times diskutiert wurden, nicht zur Kenntnis genommen. Die Studie diente dem Vergleich von Frauen, die das Mammographiescreening in Anspruch nahmen und einer vergleichbaren Gruppe, die dem Angebot nicht folgte. Da es in der Gruppe der Frauen, die nicht an dem Screening teilnahmen über ein fünftel weniger Brustkrebs gab, muss man davon ausgehen, dass es bei 22% der Frauen in dieser Gruppe zu einer Spontanheilung gekommen sein muss. In dem Zusammenhang mit obiger Frage soll nicht über die Sinnhaftigkeit von Screeningprogrammen diskutiert werden. Es ist nur sehr bedauerlich, dass erneut ernsthaften Hinweisen auf Spontanheilungen nicht nachgegangen wird und dieses Phänomen trotz bahnbrechender Erkenntnisse der jungen Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie nicht eingehend erforscht wird. Welche Schlussfolgerungen lassen sich praktisch ziehen? Eine "hoffnungslose" Prognose gibt es nur für die Patientinnen, die die Hoffnung selbst aufgegeben haben. In jedem Menschen ist ein unendliches Heilungspotential angelegt, welches auch bei sehr fortgeschrittenen Krankheitsbildern noch eine Umkehr des Krankheitsprozesses bewirken kann. Daher können bei Krebskranken durchaus Mittel und Methoden eine positive Wirkung entfalten, denen die konventionelle Medizin eine Unwirksamkeit nachsagt. Jeder Krebskranke wird von Angehörigen, Mitpatientinnen und Mitpatienten sowie Therapeuten und ärzten mit einer Vielfalt gut gemeinter Ratschläge überschüttet und ist mit sehr vielen Informationen sein Krankheitsbild betreffend konfrontiert. In dieser Situation ist es für den Betroffenen besonders wichtig, den "inneren Arzt" zu entdecken. Durch angstlösende Gespräche, Entspannungs- und Visualisierungsübungen, Meditation und ähnliche Verfahren kann der Krebskranke lernen, Entscheidungen für sich und nicht nur gegen die Krankheit zu fällen. Eine innere Stabilität hilft dem Patienten auch, sich im Spannungsfeld schulmedizinischer und unkonventioneller Heilmethoden besser zurechtzufinden. Viele weitere wertvolle Hinweise enthält die Broschüre "Wege zur seelischen Begleitung".
Tamoxifen oder Aromatasehemmer?
Ich habe Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs und nehme seit einigen Monaten Tamoxifen ein. Seitdem habe ich erheblich mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Soll ich Tamoxifen weiternehmen oder zu einen sogenannten Aromatasehemmer wechseln, der besser verträglich sein soll? (Signal 4/2007)
Zwar zeigen Studienergebnisse für die antihormonelle Therapie gewisse positive Resultate, dennoch ist neben dem so genannten Rezeptorenstatus die Indikation im Einzelfall streng zu prüfen: Es gilt, persönlich abzuwägen, ob eine oft eindeutige Verschlechterung der Lebensqualität wie bei Ihnen die wahrscheinliche Verlängerung der Überlebenszeit um manchmal nur einige Monate rechtfertigen. Neben den geringen positiven Wirkungen birgt die Einnahme des am häufigsten verordneten Antihormons Tamoxifen erhebliche Risiken für die Gesundheit der Frau: Die Entstehung von Krebs der Gebärmutterschleimhaut wird gefördert, Netz- und Hornhautschäden am Auge können entstehen, die Chance von gefährlichen Thrombosen, Schlaganfällen und Lungenembolien nimmt zu und der Abbau des Antihormons stellt eine Belastung für die Leber dar. Außerdem ist bekannt, dass der Körper Resistenzen gegen das Antihormon bilden kann, die mit zunehmender Therapiedauer zu einer Wirkungsabschwächung des Präparates führen. Dazu kommen die subjektiven Beschwerden in Form einer Verschlimmerung der Wechseljahre-Symptomatik: Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Nachlassen der Lust auf Sex und Gewichtszunahme.
Auch die neue Generation der Antihormonpräparate, die Aromatasehemmer, verursachen Nebenwirkungen, allerdings anderer Art wie das Tamoxifen, die aber für die Betroffenen genauso belastbar sein können. So nehmen unter Einnahme von Aromatasehemmern Muskel- und Gelenkbeschwerden deutlich zu. Auch das Osteoporoserisiko wird erhöht.
So ist Ihre Frage auch nicht pauschal, sondern nur individuell zu beantworten. Denn der Wunsch von Frauen nach Brustkrebs, alles zu unternehmen, um einem Rezidiv vorzubeugen, ist verständlich und nachvollziehbar. Somit ist es die mündige Patientin, die im Optimalfall zusammen mit ihrem behandelnden Arzt eine Entscheidung für ihre Zukunft fällt.
Wird bei einem positiven Rezeptorstatus eine antihormonelle Therapie gut vertragen, und vermittelt sie ein Gefühl der Sicherheit, dann würden wir die Anwendung nicht zur Diskussion stellen. Für den Fall einer starken Einschränkung der Lebensqualität und einer inneren Ablehnung der antihormonellen Präparate halten wir jedoch ein kritisches Überdenken der Notwendigkeit für gerechtfertigt, da in diesem Fall die negativen Wirkungen wahrscheinlich überwiegen. GfBK-Info „Antihormonelle Therapien”
Trastuzumab und Herztod
In der letzten Ausgabe von Signal las ich erstaunt in dem Artikel "Neue Hoffnungen" die Äußerung eines der führenden deutschen Onkologen Herrn Prof. Kreienberg aus Ulm: "Jede 2. Patientin, die frühzeitig mit Trastuzumab behandelt wird, bekommt später keine Metastasen". Mir ist persönlich eine Patientin bekannt, die eine Herzschwäche hatte und sehr wahrscheinlich an den Folgen der Trastuzumabtherapie gestorben ist. Sie hatte vor ihrem Tod heftigste Auseinandersetzungen mit ihrer Krankenkasse, die nicht bereit war, die Kosten der Therapie zu übernehmen. Wie schätzen Sie die obige Aussage vor diesem Hintergrund ein? (Signal 3-2006)
Der Wirkstoff Trastuzumab oder Herceptin zählt zu den sogenannten Antikörpern, die in der Medizin und bei vielen Patientinnen gegenwärtig sehr große Hoffnungen wecken. In der Pharmabranche ist zur Zeit regelrecht eine Goldgräberstimmung bei der Entwicklung neuer Antikörper zu verzeichnen, da weltweit immense Gewinne erwartet werden. Sollten sich die Antikörper therapeutisch bald durchsetzen, würden die Kosten der gegenwärtigen onkologischen Therapie in Deutschland nach vorsichtigen Schätzungen wahrscheinlich verhundertfacht. Wenn in gleichem Maße sich auch die Heilungschancen verbessern würden, müsste die Politik wirklich die Goldreserven unserer Republik angreifen. Bis jetzt scheint allerdings nur eine Tatsache festzustehen: im Gegensatz zu der konventionellen Chemotherapie scheinen die Nebenwirkungen der zielgerichteten Antikörperbehandlungen nicht so ausgeprägt und auffällig zu sein. Schulmediziner, die bislang vehement eine Chemotherapie befürwortet haben, sprechen plötzlich davon, dass Patienten gegen die Chemotherapie resistent werden können und daher andere Therapien wie beispielsweise die Antikörper unbedingt alternativ oder zusätzlich notwendig sind. Kurz noch mal das Wichtigste zu dieser neuen Therapieform: das Behandlungsprinzip auch von Trastuzumab basiert auf der Erkenntnis, dass Antikörper bestimmte Oberflächenstrukturen auf Krebszellen erkennen und gezielt angreifen können, wodurch das Wachstum der Krebszellen gehemmt werden soll. Auch die Sterblichkeit der Patientinnen soll sich verringern. An dieser Stelle muss die obige Aussage des bekannten deutschen Onkologen natürlich in Frage gestellt werden. Trastuzumab ist erst einige Jahre auf dem Markt und wird auch in den USA erst seit wenigen Jahren therapeutisch eingesetzt. Ob wirklich jede 2. Frau keine Metastasen bekommt, diese Aussage ist wissenschaftlich korrekt frühestens in zehn, aber besser in 20 oder 30 Jahren zu beurteilen! Nach Aussage des renommierten Arzneimitteltelegrammes (at-2005 Jg 36 Nr.11, S 97-98 ) ist bislang in Studien lediglich der positive Effekt eindeutig belegt, dass die rückfallsfreie Zeit bei HER2-rezeptor positiven Patientinnen verlängert wird. Eine überlebenszeitverlängerung ist vielleicht möglich, aber bis heute statistisch signifikant nicht nachgewiesen! Problematisch bei Herceptin bzw. dem Wirkstoff Trastutzumab ist aber, dass es sich nicht nur gegen Krebszellen auswirkt, sondern auch Rezeptoren im Herzgewebe besetzt und möglicherweise am Herzmuskel irreparable Schäden verursacht. Bei bösartiger Interpretation dieser Aussage müssten wir davon ausgehen, dass viele Frauen früher an Herzinfarkt sterben und sich daher keine Tochtergeschwülste entwickeln können. Zusammenfassend ist zu sagen, dass Trastzutzumab durchaus im Einzelfall vorteilhaft für Patientinnen sein kann, die gegenwärtige Euphorie wir allerdings (noch?) nicht teilen können. Allen Patientinnen, die Trastuzumab bislang angewandt haben, ist zu von unserer Seite wünschen, dass sich nur die positiven Auswirkungen bemerkbar machen. Diejenigen Patientinnen, die ihr Hab und Gut verkaufen wollen, um diese teure Therapie finanziert zu bekommen, bitten wir, ihre Entscheidung zu überdenken.
Trockene Scheide unter antihormoneller Therapie
Ich erkrankte im Alter von 40 Jahren an Brustkrebs. Es erfolgten zwei OP's, mit anschließender Chemotherapie und eine antihormonelle Therapie. Wegen starker Beschwerden im Scheidenbereich (Trockenheit und Juckreiz) empfiehlt mir meine Frauenärztin Zäpfchen, die Östrogene enthalten. Angeblich ist der darin enthaltene Östrogenanteil so niedrig, dass keine Gefahr besteht (mein Tumor war hormonabhängig). Teilen Sie diese Ansicht? Falls "Nein": Welche anderen Therapiemöglichkeiten stehen mir zur Verfügung? (Signal 1/2008)
Ob die Verabreichung von östrogenhaltigen Vaginalzäpfchen bei Brustkrebs wirklich unbedenklich ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden, da zumindest theoretisch geringe Mengen von Östrogenen durch diese Verabreichungsform in den Organismus gelangen können. Es gibt jedoch Alternativen, so z. B. PhytoSoya-Vaginal Gel, das Phytohormone enthält, oder Majorana-Vaginalgel auf rein pflanzlicher Basis. Hilfreich kann auch das vaginale Einführen von handelsüblichen pflanzlichen Vitamin-E-Kapseln sein.
Wir möchten Ihnen empfehlen, eine dieser Maßnahmen mit dem Einführen von Döderlein Med-Vaginalkapseln zu kombinieren, um ein normales Gleichgewicht der Scheidenflora wiederherzustellen. Wichtig ist außerdem eine sanfte und natürliche Intimhygiene, abgestimmt auf den physiologischen pH-Wert in der Scheide. Hierzu gibt es spezielle Waschlotionen inzwischen auch in jedem Drogeriemarkt.
Es ist zwar fast selbstredend, dennoch soll es nochmals angesprochen werden, dass natürlich die Notwendigkeit der antihormonellen Behandlung vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen dieser Therapie zu bewerten ist, bevor Sie gegebenenfalls gegen die Nebenwirkungen etwas unternehmen.
Verursachen BHs Brustkrebs?
Unlängst wurde in unserer Selbsthilfegruppe diskutiert, ob Brustkrebs durch ständiges Tragen eines BH′s verursacht werden? Was denken sie als Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr zu diesem Thema? Einen wirklich schlüssigen Beweis für diese Behauptung lässt sich in der Literatur nur schwer finden. Dennoch ist es durchaus sinnvoll im Zusammenhang mit der Ursachenforschung von Krebserkrankungen auch diese Frage zu stellen. Außer einer einzigen Studie gibt es allerdings kaum Untersuchungen, die einen Zusammenhang eindeutig nahe legen.
Unserer Ansicht nach soll die Krebserkrankung immer als ein multifaktorielles Geschehen mit verschiedenen Störfaktoren und Ursachen bewertet werden. Eine Brustkrebserkrankung allein am Tragen eines BH′s festzumachen ist unserer Meinung nach zu einfach gedacht und für die Betroffenen auch nicht nützlich. Natürlich kann das ständige Tragen eines BH eine Belastung für die Lymphabflusswege im Brustbereich bedeuten. Wir sind durch unsere heutige Lebensweise aber leider vielen solchen Belastungsfaktoren ausgesetzt, die wir nicht alle unmittelbar beseitigen können oder müssen. Experten weisen zu Recht darauf hin, dass das individuelle Zusammenwirken seelischer Aspekte, Umwelteinflüsse, hormoneller Risikofaktoren, u.v.m. bei der Ursachenforschung ausgewogen zu berücksichtigen.
Vitamin D und Aromatasehemmer
Ich nehme Aromatasehemmer und leide unter den Nebenwirkungen, besonders unter den Knochenschmerzen. Was kann ich dagegen tun? (Signal 1/2013)
Bei vielen Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs werden Aromatasehemmer verordnet.
Sie blockieren das Enzym Aromatase und verhindern so die Umwandlung von Östrogenvorstufen
zu Östrogen in Geweben wie Muskeln, Fett- und Brustdrüsengewebe. Aromatasehemmer wirken vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren, wenn die Hormonproduktion in den Eierstöcken deutlich nachlässt. Bei vielen Frauen, die sich dieser vorbeugenden Therapie unterziehen, treten Knochen- und Gelenkschmerzen (sog. Arthralgien) sowie Fatigue- Symptome auf, was zu einem Therapieabbruch führen kann. Die Gelenkschmerzen sind leider nur sehr schwer zu behandeln. Bisher empfahlen Therapeuten versuchsweise vor allem Weidenrinde, Teufelskralle oder Akupunktur.
Neue Studienergebnisse zeigen, dass eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe helfen kann, diese Nebenwirkungen zu mindern (Khan QJ et al. / J Clin Oncol 2012; 30; suppl; abstr 9000).
147 Patientinnen erhielten täglich eine Therapie mit Letrozol plus 600 I. E. (= Internationale Einheiten), Vitamin D3 und 1200 mg Kalzium sowie zusätzlich nach dem Losprinzip ausgewählt entweder weitere 30 000 I. E. Vitamin D3 pro Woche oder ein Placebo. Von den Patientinnen, die zusätzlich hochdosiert Vitamin D3 erhalten hatten, litten nach 24 Wochen bedeutend weniger unter Knochen- und Gelenkschmerzen sowie an Fatigue-Symptomen.
Durch Vitamin D wird der ungünstige Einfluss der Aromatasehemmer auf Knochen- und Gelenkschmerzen minimiert. Zudem verbessert es die Knochendichte (Osteoporose ist eine weitere
Nebenwirkung dieser Therapieform). Daher empfehlen wir, bei jeder Brustkrebspatientin standardmäßig eine Bestimmung des Vitamin-D Spiegels durchführen zu lassen. Bei einer Substitution sollte der 25-OH-D-Spiegel einen Zielwert von mehr als 40 ng / ml erreichen.
Wenn Sie einen Aromatasehemmer einnehmen, lassen Sie außerdem halbjährlich Ihre Knochendichte
mit dem DXA-Verfahren (= Dual-X-Ray-Absorptiometrie) messen sowie Ihren Kalzium-Spiegel und die Alkalische Phosphatase (AP) im Blut bestimmen.
Wechselwirkungen von Phytoöstrogenen mit Tamoxifen ?
Ich bin Brustkrebspatientin und habe in der Presse gelesen, dass Phytohormone, wie sie z.B. in Soja enthalten sind, das Wachstum von Tumoren fördern können. Als ich meinen Frauenarzt daraufhin ansprach, weil ich als Folge der Tamoxifentherapie - einem antihormonellen Medikament - stark unter Wechseljahrsbeschwerden leide, meinte der, dass man Phytohormone und Tamoxifen sowieso nicht zusammen einnehmen solle. Jetzt bin ich natürlich sehr verunsichert, da ich meine Ernährung seit der Erkrankung entsprechend umgestellt habe. Was können Sie mir zu diesem Thema sagen? (Signal 2/2008)
Die Aussage, dass für Frauen mit Brustkrebs Bedenken gegen die Einnahme von pflanzlichen Hormonen (Phytohormonen) bestehen, beruht ausschließlich auf Versuchen an östrogenfreien Nagetieren, in denen bestimmte isolierte Phytohormone (Genistein und Daidzein) das Wachstum hormonabhängiger Brusttumore stimulierten. Meistens unbeachtet ist allerdings die Beobachtung aus denselben Untersuchungen, dass hohe Konzentrationen von Phytohormonen das Tumorwachstum hemmen und die Tamoxifenwirkung verstärken. Außerdem ist der weibliche Organismus kein Rattenmodell. Soja bzw. Phytohormone haben eine 1000-fach geringere Hormonwirkung als körpereigene weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) und wirken als sog. selektive Östrogen Rezeptor Modulatoren. Das bedeutet, dass Phytohormone Substanzen sind, die teils östrogene, teils antiöstrogene Wirkungen aufweisen. In einem vollständig östrogenfreien Milieu wie in diesem Experiment ist es also durchaus möglich, dass vorwiegend östrogene Effekte zum tragen kommen. Ein solches Milieu gibt es allerdings nur in einem künstlichen Versuchsaufbau. Selbst nach den Wechseljahren lässt sich immer noch eine nachweisbare Östrogenproduktion feststellen, so dass auch hier der antiöstrogene Effekt der Phytohormone zum tragen kommt. Diese Wirkung ist es auch, auf die der Schutz vor Krebs zurückgeführt werden kann.
Ihre zweite Frage war, ob Phytohormone dem tumorwachstumshemmenden Effekt von Tamoxifen entgegenwirken. Tatsache ist, dass in Tierversuchen bei der gleichzeitigen Gabe von Tamoxifen und Genistein Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Substanzen beobachtet wurden, die evt. darauf hinweisen, dass diätetisches Genistein die Antitumor-Wirkung von Tamoxifen reduzieren kann. Allerdings sind dies theoretische Überlegungen; und es fehlen auch hier Erfahrungen an Patienten. Eine Studie bei Brustkrebspatientinnen mit einem Präparat aus der Traubensilberkerze, das häufig bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt wird, hat jedoch gezeigt, dass das Wiedererkrankungsrisiko unter Einnahme dieses pflanzlichen Hormons nicht erhöht war.
Unser Fazit: Solange nicht eindeutig geklärt ist, ob durch die Gabe von Phytoöstrogenen, die denselben Rezeptor wie Tamoxifen besetzen, die Tamoxifenwirkung abgeschwächt werden kann, sollte die gleichzeitige Einnahme von phytohormonhaltigen hochdosierten Präparaten und Tamoxifen individuell und gemeinsam mit dem behandelnden Frauenarzt überdacht werden. Normale Sojaprodukte in der Ernährung können Sie beruhigt anwenden. Bei sehr stark ausgeprägten Wechseljahrsbeschwerden unter Tamoxifen können auch homöopathische Komplexmittel empfohlen werden (z. B. Klimaktoplant®, Klifem®, Femion®, Cefakliman®).
Übrigens: Da Phytohormone selbst in geringem Maße wie Aromatasehemmer wirken, beeinträchtigen sie die Wirkung von in der Krebsmedizin eingesetzten Aromatasehemmern nicht, da die Wirkung nicht rezeptorvermittelt ist.
Da in Soja und Sojaprodukten Phytohormone im natürlichen Verbund mit anderen Pflanzeninhaltsstoffen wirksam sind, kann man diese Versuche auch nicht auf Sojaprodukte im Allgemeinen übertragen. Ein Reagenzglas- oder Tierversuch sagt außerdem nicht zwangsläufig etwas über die Wirkung im menschlichen Organismus aus, so dass gegen eine pflanzenkostreiche phytohormonhaltige Ernährung (mit Soja, Leinsamen, Linsen) nichts einzuwenden ist.
Welche Ernährung beugt Brustkrebs vor?
Meine Mutter ist an Brustkrebs erkrankt. Gerne möchte ich etwas tun, um auch bei mir Brustkrebs vorzubeugen, insbesondere da bei mir seit längerem eine Mastopathie besteht, wodurch ich vor meiner Regelblutung Schmerzen in der Brust habe. Nun habe ich gehört, dass der regelmäßige Verzehr von Leinsamen sinnvoll sein soll. Stimmt das und gibt es noch andere Ernährungmaßnahmen, um Brustkrebs vorzubeugen? (Signal 3-2009)
Lignane sind in Samen, Getreide, Gemüse und Obst enthalten und zählen zu den von Europäern am häufigsten verzehrten Phytohormonen. Aktuell konnte in einer großen Studie die krebsvorbeugende Wirkung von Lignanen und damit auch Leinsamen, das sehr viel Lignane enthält, belegt werden. Schwedische Forscher haben im Rahmen einer Mammographie-Studie über 50.000 Frauen nach ihren Essgewohnheiten befragt und die aufgenommene Menge an Lignanen geschätzt. Über einen Zeitraum von acht Jahren wurde beobachtet, wie häufig Brustkrebs auftrat. Das Ergebnis: Frauen nach den Wechseljahren, deren Kost viele Lignane enthält, erkranken um 17 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen, bei denen nur wenig lignanhaltige Lebensmittel verzehrt werden. Die Lignane wirkten besonders bei Frauen, die Hormone einnahmen. Dies könnte an der phytohormonartigen Wirkung liegen, da Phytohormone bei hohen Östrogenspiegeln eher wie leichte Antihormone wirken. Und sicherlich spielen auch noch andere Wirkungsmechanismen eine Rolle. Bei hohem Ballaststoffgehalt der Nahrung werden beispielsweise weniger Hormone durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
Leinsamen ist eine besonders reiche Lignanquelle. Außerdem enthält eine getreide- bzw. ballaststoffreiche Kost besonders viel Lignane. Lignane sind auch sonst weit verbreit und finden sich in vielen Obst –und Gemüsesorten (wie z.B. Kirschen, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Karotten, Brokkoli, Fenchel, Zwiebel und Knoblauch). Zur Vorbeugung und auch bei bereits Erkrankten ist die regelmäßige Einnahme von Leinsamen, der neben viel Lignanen auch wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und vor allem Omega-3-Fettsäuren enthält, empfehlenswert. Die tägliche Verzehrmenge beträgt dabei 1-2 TL, z.B. in Jogurt verrührt. Damit die Inhaltsstoffe aufgenommen werden können, muss der Leinsamen vorbehandelt werden. Besonders gut verwertbar ist dabei extra aufgeschlossener Leinsamen (in Reformhäusern erhältlich) oder frisch geschroteter Leinsamen.
Zur weiteren Vorbeugung und Bekämpfung von Brustkrebs haben sich neben Leinsamen folgende Pflanzenstoffe bzw. Lebensmittel bewährt: Soja und Sojaprodukte, Linsen, Omega-3-Fettsäuren (Fischöl), Gelbwurz, Knoblauch, alle Kreuzblütler (wie z.B. Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Wirsingkohl, Kresse, Radieschen, Rettich, Rucola), Grüner Tee, Äpfel, Beeren und Sprossen.
Außerdem sollte nur in geringen Mengen Eiweiß und Fett in Form von Fleisch und Wurst verzehrt werden. Um Brustkrebs vorzubeugen, ist eine fettarme Ernährung besonders wichtig. Raffinierter Zucker, Süßgetränke, Weißmehlprodukte, hocherhitzte Speisen (über 180 Grad C), Fertigprodukte und Fast Food sind stark einzuschränken. Stattdessen ist es empfehlenswert, auf die Zufuhr hochwertiger Kohlehydrate mit viel Ballaststoffen und antioxidativen Vitaminen, also Gemüse, Salate, Obst und Vollkornprodukte - möglichst in naturbelassener Form - und auf die Zufuhr naturbelassener pflanzlicher Öle (insbesondere Olivenöl und Leinöl) zu achten.
Außerdem sollte Alkohol eher gemieden und genügend Flüssigkeit aufgenommen werden: mindestens 2 - 2,5 l/Tag in Form von kohlensäurearmen Mineralwässern und Kräutertees; Säfte nur verdünnt trinken (und möglichst auch milchsauer vergorene Säfte wie Sauerkraut-, Sellerie-, Karottensaft, Kanne- Brottrunk). Dieselben Ernährungsempfehlungen gelten auch für an Brustkrebs Erkrankte.
Zweitmeinung - Second Opinion
Ich habe Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium und war inzwischen bei zwei Ärzten, die sich nicht einigen können, welche Behandlung die beste für mich ist. Nun bin ich total verunsichert und weiß nicht, was ich tun soll. Was raten Sie mir? (Signal 1/2013)
Zunächst ist es wichtig, dass beide Ärzte miteinander kommunizieren und Ihnen deutlich machen, warum unterschiedliche Behandlungen
favorisiert werden. Nur so können Sie die Empfehlungen nachvollziehen. Machen Sie Ihre Ärzte darauf aufmerksam, dass Sie verwirrt sind und so nur schwer zu einer Entscheidung kommen können. Falls Sie zu beiden Ärzten kein Vertrauen haben, kann es besser sein, einen dritten Arzt oder den Ärztlichen Beratungsdienst unserer Gesellschaft zurate zu ziehen. Fragen Sie den jeweiligen Arzt vor allem nach den konkreten Vor- und Nachteilen seiner bevorzugten Therapieoptionen. Oft ist die individuelle Therapieentscheidung ein Prozess, und es lohnt sich eigentlich immer, noch einmal darüber zu schlafen. Schreiben Sie Ihre Fragen auf und gehen Sie damit erneut zum Arzt. Nur indem Sie alle fraglichen Punkte bei Ihrem Arzt direkt ansprechen, erhält er die Möglichkeit, Sie näher kennenzulernen. Geben Sie ihm diese Chance, bevor Sie weitere Ärzte konsultieren. Manchmal ist es auch gut, zu einem zweiten Gespräch einen Freund oder eine Freundin mitzunehmen, damit Informationen nicht verloren gehen und auch wirklich alle wichtigen Fragen gestellt werden. Auf diese Weise ist in vielen Fällen ein »Doktor-Hopping« vermeidbar. Meistens ist Aktivität zwar gut – Aktionismus jedoch nicht, da hierdurch noch mehr Verwirrung gestiftet werden kann. Bevor Sie eine Therapie anfangen, überzeugen Sie sich – soweit für Sie nachvollziehbar – von dem, was auf Sie zukommt, und tragen Sie auch innerlich diese Entscheidung mit. Wissenschaftliche Untersuchungen geben eindeutige Hinweise darauf, dass sich die Aussichten auf Heilung deutlich verbessern, wenn der Patient seine Therapien nachvollziehen und mittragen kann. Nehmen Sie sich Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken, was für Sie sinnvoll und notwendig ist. Inzwischen räumen auch Experten ein: »Die sorgfältige Auswahl der Therapie ist bei Krebs wichtiger als der rasche Behandlungsbeginn.« Nur in den Fällen, in denen Sie beim wiederholten Nachfragen das Gefühl haben, dass Ihr Arzt nicht bereit ist, Sie als Mensch zu begleiten, sollten Sie sich jemanden suchen, der diese »Lotsenfunktion« ausfüllen kann. Hier helfen Zweit- oder Drittmeinungen weiter. Bitte beachten Sie, dass Experten aus universitären Einrichtungen oftmals ähnliche Empfehlungen geben. Ziehen Sie daher Mediziner zurate, die sowohl schulmedizinische als auch naturheilkundliche Therapien einschätzen können.
Ausleitung nach neoadjuvanter Chemotherapie?
Vor 6 Monaten wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Um den Tumor zu verkleinern und mit einem besseren kosmetischen Ergebnis operiert werden zu können, erhielt ich mit Erfolg eine sogenannte neoadjuvante Chemotherapie. Die Operation habe ich unterstützt durch die „OP vor/nach"-Therapie-Empfehlungen der GfBK und komplikationslos überstanden. Nun will ich schon parallel zur Strahlentherapie meinen Organismus von den „Chemo-Altlasten" befreien. Wie sollte ich vorgehen? (Signal 1/2011)
Aus unserer Sicht und Erfahrung können wir Ihr Vorhaben nur befürworten. Jede Chemotherapie erzeugt nach einer relativ kurzen Wirkphase von einigen Stunden pharmakologische Abbauprodukte, die sich vorzugsweise im Bindegewebe einlagern können. Von dort aus begünstigen die „Chemo-Schlacken" Beschwerden wie z. B. das Chronische Müdigkeitssyndrom (Fatigue), Nerven- bzw. Gelenkbeschwerden, Organ-Funktionsstörungen, Lymphstau sowie negative psychische Veränderungen. Daher sollten Sie baldmöglichst mit einer „Ausleitungstherapie" beginnen (siehe Therapieinformation der GfBK „Ausleitungstherapie") und diese über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten unbedingt durchführen.
Verstärkend wirkt dabei ein „Netterumani-Fußzonenpflaster". (Netterumani ist Japanisch und bedeutet „während des Schlafs"). Die Methode stammt aus der asiatischen Volksheilkunde und nutzt die Tatsache, dass der Mensch komplett als „Mikrokosmos" auf den Fußsohlen abgebildet ist. Ein im Pflaster befindliches Gemisch von Baumharz, dem Heilpilz Agaricus und Turmalin-Edelsteinpulver aktiviert beim Aufkleben vor dem Schlafengehen die nächtliche Ausleitung von toxischen Stoffen über die Haut. Risiken bzw. Nebenwirkungen entstehen dabei nicht. (Info- und Bezugsquelle z. B. über www.vitaforce.de).
Chemotherapie individuell abwägen
Ich habe Brustkrebs ohne Lymphknotenbefall und stehe nun vor der Entscheidung, vorsorglich eine adjuvante Chemotherapie machen zu lassen. Allerdings stehe ich einer Chemotherapie eher ablehnend gegenüber, da ich gehört habe, dass diese nicht sehr viel bringen soll. Was können Sie mir diesbezüglich raten? (Signal 3/2011)
Die Entscheidung darüber, ob bei kleinen und mittelgroßen Tumoren ohne Befall der Lymphknoten (sog. mittleres Risiko) im Anschluss an die Operation eine Chemotherapie durchgeführt werden soll oder nicht, muss heute nicht mehr aus dem Bauch heraus getroffen werden. Bei Frauen nach den Wechseljahren mit positiven Hormonrezeptoren genügt oft eine Antihormontherapie. Andere Schätzungen gehen dahin, dass in dieser großen heterogenen Gruppe nur rund die Hälfte der Patientinnen eine Chemotherapie benötigt.
Inzwischen gibt es neue Prognoseparameter, die eingesetzt werden können, um das individuelle Risiko besser abschätzen zu können. Mit dem so genannten uPA/PAI-1 Test oder anderen Testverfahren (wie z.B. „MammaPrint", „Onkobiogramm") ist es möglich, vorab festzustellen, wie hoch das Risiko ist, dass der Tumor Metastasen bildet, ob also eine Chemotherapie notwendig ist oder nicht. Auch die Durchführung eines Chemosensitivitäts- bzw. Chemorsistenztests in speziellen Laboratorien kann hilfreich sein (siehe GfBK-Info Wirksamkeitstest). Bei den meisten Testungen wird jedoch extra vorbehandeltes schockgefrorenes Tumorgewebe benötigt, das während der Operation frisch entnommen werden sollte.
Aber auch wenn kein extra vorbehandeltes Gewebe für eine dieser Testungen zur Verfügung steht, ist in Anbetracht der möglichen Nebenwirkungen eine gründliche Information über Sinn und Zweck einer Chemotherapie unabdingbar. Die Entscheidung zu einer Chemotherapie sollte nicht auf Grund von Druck seitens der Ärzte erfolgen. Bis zu Beginn der Chemotherapie ist genügend Zeit, um eigene Wege im Umgang mit der Erkrankung zu finden und um Maßnahmen zu ergreifen, die das Immunsystem stärken helfen. So hat eine dänische Studie gezeigt, dass ein früher Beginn der Chemotherapie innerhalb der ersten drei Wochen nach der Operation keinen Überlebensvorteil für die Patientinnen bedeutet. Am besten soll diese Entscheidung mit einem zweiten Arzt, der sowohl schulmedizinische als auch immunbiologische Therapieverfahren kennt und einschätzen kann, besprochen werden.
Lesen Sie zu dem Thema auch unser neues Infoblatt: "Chemotherapie eine Entscheidungshilfe".
Chemotherapie vor der OP
Vor ca. vier Wochen wurde bei mir mammographisch ein Brusttumor von etwa 3 cm Größe diagnostiziert. Man rät mir jetzt zu einer Chemotherapie, um den Tumor verkleinern und damit besser Brust erhaltend operieren zu können. Soll ich mich darauf einlassen? (Signal 1/2003)
In der konventionellen Medizin zeichnet sich seit einiger Zeit ein neuer Therapietrend bei Brustkrebs (Mamma-Carcinom) ab. Damit auch größere Tumore bei relativ kleinem Brustvolumen noch Brust erhaltend operiert werden können, wird eine Chemotherapie vor der Operation empfohlen bzw. durchgeführt. Wir meinen, dass in jedem Einzelfall eine sorgfältige Abwägung vorgenommen werden sollte, die dabei deutlich mehr als bisher auf die Wünsche der betroffenen Frauen hinsichtlich der Therapieoptionen eingeht. Es kann im Vorfeld natürlich nicht garantiert werden, dass eine Chemotherapie ihr Ziel erreicht. Ob das kosmetische Ergebnis bei Brust erhaltender Vorgabe und kleinem Brustvolumen wirklich zufriedenstellend ist, hängt sehr von der Erfahrung und Geschicklichkeit des Operateurs ab. Daher ist es sinnvoll, beispielsweise über die nächstgelegene Frauenselbsthilfegruppe, Informationen über Ihren Operateur zu erfragen. Die möglichen negativen Summationseffekte einer Chemotherapie vor Operation im Hinblick auf einen weiteren Chemozyklus nach Operation für das Brustdrüsengewebe sind gegenwärtig auch noch wenig erforscht. Daher sollten Sie Ihre Fragen in sich bewegen und mit den Behandlern vor der endgültigen Entscheidung noch einmal sehr eingehend diskutieren, bevor Sie Ihre Zustimmung zu der geplanten Vorgehensweise geben.
Chemotherapiebedingte Herzmuskelschädigung und Carnitineinnahme?
Ich bin an einem fortgeschrittenen Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) erkrankt und bekomme eine Chemotherapie unter anderem mit der Substanz Cyclophosphamid. Von Cyclophosphamid ist bekannt, dass es besonders den Herzmuskel schädigen kann. Jetzt habe ich habe gehört, dass Carnitin bei chemotherapiebedingter Herzschädigung hilfreich sein soll. Können Sie dies bestätigen? (Signal 3/2007)
Verschiedene chemotherapeutische Substanzen weisen leider ein erhebliches Potential auf, die Herzfunktion zu beeinträchtigen. Am relevantesten ist die durch die sogenannten Anthrazykline verursachte Herzmuskelschädigung (sog. Kardiomyopathie). Daneben werden als Risikofaktoren Kombinationstherapien mit Zytostatika wie Cyclophosphamid, 5-FU und Mitomycin, eine Antikörpertherapie mit Herceptin, sowie eine Bestrahlung des Mediastinums (dem Raum zwischen beiden Lungenhälften) beschrieben.
In der biologischen Krebsmedizin steht vor allem L-Carnitin zur Verfügung, um Herzschäden vorzubeugen. Diese preiswerte und völlig untoxische Substanz wird bisher vor allem im Ausdauersport und in Fitness-Studios eingesetzt. Dabei gibt es eine Vielzahl von Veröffentlichungen, die sowohl im Tierversuch als auch beim Patienten die herzzellschützende Wirkung von L-Carnitin aufzeigen. Die eingesetzten von Therapeuten empfohlenen Dosierungen variieren zwischen 2-4 g peroral (Einnahme) pro Tag. Während Chemotherapie empfehlen Therapeuten, L-Carnitin vor der Chemotherapieinfusion einzunehmen. Außerdem werden in der Literatur auch für andere Antioxidantien herzzellschützende Wirkungen beschrieben: Dies sind Coenzym Q10, Natriumselenit und Resveratrol. Resveratrol findet sich in einer Vielzahl von Pflanzen, vor allem in Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren und Erdnüssen.
Möchten Sie das Risiko einer Herzschädigung durch bestimmte Substanzen minimieren, so empfehlen wir die vorbeugende Gabe von Carnitin.
Erythropoetin – das einzige Mittel zur Behandlung des Fatigue- Syndroms ? (2)
Durch die schulmedizinische Behandlung - insbesondere der Chemotherapie - leide ich zunehmend an Schwäche und Müdigkeit. Mein Arzt hat mir wegen einer Blutarmut zusätzlich die Anwendung von Erythropoetin verordnet. Was halten Sie davon? Und was kann ich von biologischer Seite her zusätzlich tun? (Signal 4/2008)
Leiden Krebspatienten unter Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit das sog. Fatigue-Syndrom vor. Dieses bezeichnet keine eigene Krankheit, sondern eine Vielzahl an Beschwerden. So unterschiedlich die verschiedenen Tumorerkrankungen und Behandlungsformen sind, so individuell werden auch die Beschwerden geäußert. Viele Betroffene fühlen sich schon nach kleinen Anstrengungen, wie Duschen, Treppensteigen oder beim Essen nachhaltig erschöpft. Andere wiederum können sich schlecht konzentrieren und bringen selbst zum Lesen, Telefonieren oder sogar zum Zähneputzen keine Kraft auf.
Das Fatigue-Syndrom kann durch viele Faktoren begünstigt werden. Als Hauptursache gilt die Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Belastende Therapien, wie Chemo– oder Strahlentherapie aber auch die Tumorerkrankung selbst stellen den häufigsten Auslöser dar. Es kommt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie), wodurch der Körper nur noch mangelhaft mit Sauerstoff versorgt werden kann. Aber auch andere Therapiefolgen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Mundschleimhautentzündungen führen durch verringerte Nährstoffaufnahme zum Nachlassen der Kraftreserven. Chronische Infektionen, Funktionsstörungen der entgiftenden Organe (Leber, Niere), Schmerzen und Mangel an körperlichem Training können ebenfalls Müdigkeit und Erschöpfung auslösen. Von großer Bedeutung ist auch die psychische Anspannung angesichts der Diagnosestellung und den damit verbundenen existentiellen Sorgen und Ängsten.
Schulmedizinisch konzentrieren sich die meisten Behandlungen darauf, den durch Blutarmut hervorgerufenen Sauerstoffmangel zu beheben. Neuerdings wird alternativ zu Bluttransfusionen ein körpereigenes Hormon eingesetzt: Erythropoetin, kurz EPO genannt. Es regt im Knochenmark die Bildung von roten Blutkörperchen an, die den Sauerstoff im Körper transportieren. Weltweit bekannt wurde das Hormon, seit Sportler es als Dopingmittel missbrauchten. Ein Maß für die Menge an roten Blutkörperchen ist das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff). Dieses kann im Blut durch den sog. Hämoglobinwert - Abkürzung „Hb-Wert" - bestimmt werden. Grundsätzlich sollte bei der Behandlung mit Erythropoetin der Hämoglobin-Wert jedoch nicht auf über 12 g/dl angehoben werden, insbesondere da neueren Studien zufolge durch zu starkes „Doping" mit Erythropoetin die Überlebenchancen von Krebspatienten verringert werden können. Nachgewiesen ist dies bei Patienten mit Brustkrebs, Kopf-Hals-Tumoren und großzelligem Lungenkrebs. Ursache für diese Beobachtung könnte sein, dass der isoliert gegebene Wachstumsfaktor Erythropoetin auch das Wachstum von Tumorzellen anzuregen vermag. Wir raten deshalb, Erythropoetin nicht allein zur Hb-Wert-Korrektur, sondern nur bei zusätzlich vorliegenden auf die Anämie zurückzuführenden Beschwerden einzusetzen.
Was man als Patient selbst tun kann, um mehr Sauerstoff ins Gewebe zu bringen, sind Spaziergänge an frischer Luft, Atemgymnastik sowie sportliche oder gymnastische Übungen. Auch die von ganzheitlich arbeitenden Therapeuten angewandte Sauerstoff-Therapie, z.B. als Inhalation, bringt in der ambulanten Behandlung schnelle Erfolge. Bei der Blutbildung wird Eisen gebraucht, daher können Eisenpräparate, Folsäure oder Vitamin B12 zusätzlich helfen. Auch Rote-Beete-Saft oder roter Traubensaft fördern die Blutbildung. Außerdem sollten Nährstoffdefizite ausgeglichen, Entgiftungsorgane gestärkt und die Darmschleimhaut regeneriert werden. (siehe GfBK-Infos: Darmregulation, Ausleitung und Entgiftung wie auch Vitamine) Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an den ärztlichen Beratungsdienst unserer Gesellschaft.
Haarausfall infolge Chemotherapie – was tun?
Durch die Chemotherapie sind mir leider die Haare ausgegangen. Leider wachsen Sie nur sehr spärlich nach. Diese belastet mich psychisch sehr. Was kann ich machen, um das Haarwachstum wieder anzuregen? (Signal 1-2009)
Die bei einer Chemotherapie eingesetzten Zellgifte („Zytostatika") gelangen über den Blutkreislauf in den gesamten Organismus. Daher machen sich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie immer auch „systemisch" bemerkbar, d. h. sie erfassen den ganzen Körper. Eine sehr häufige Nebenwirkung ist dabei die Schädigung der Haarwurzelzellen, was in vielen Fällen zum vorübergehenden totalen Haarausfall führt. Nach Abschluss der Chemotherapie kann die Regeneration der Haarwurzelzellen und damit das "neue" Haarwachstum durch spezielle biologische Therapieverfahren begünstigt und beschleunigt werden. Dazu gehören eine "Ausleitungstherapie" (siehe entsprechende GfBK-Info) für eine Dauer von ca. 4 Wochen, die Einnahme von „aktiviertem Bockshornklee" (3 x 1 Kapsel über 1 – 2 Monate – erhältlich in Apotheken unter der Pharma-Zentral-Nummer = PZN 6889061) bzw. die Einnahme von Mineralstoffpräparaten mit dem Wirkstoff Biotin. Alle genannten Empfehlungen können gleichzeitig oder parallel durchgeführt werden, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.
Wir möchten allerdings davor warnen, dass zuviel Hoffnung in diese Präparate gesetzt wird, da sich die Haarwurzelzellen nur langsam regenerieren können. Misserfolge bleiben daher nicht aus; und nicht jeder Patient spricht in gleicher Weise auf die oben beschriebenen Maßnahmen an. Daher hilft meist nur: ausprobieren, was individuell hilfreich ist und zunächst ein Wirkprinzip bevorzugen. Bei der Pflege der "neuen" Haare sollte man übrigens darauf achten, diese zukünftig weder künstlich zu färben noch zu tönen. Denn dabei gelangt eine Fülle von Chemikalien über die Haarwurzelzellen in den Organismus, die immunsystem- und gesundheitsbelastend wirken. Aus den gleichen Gründen sind als Shampoo Präparate z. B. der Firmen Weleda, Wala oder Tautropfen bevorzugen. Weitere, empfehlenswerte Haarshampoo bzw. Haarkuren sind von Thymu-Skin in Apotheken erhältlich.
Heilerde zur Unterstützung des Darmes?
In unserer Frauenselbsthilfegruppe schwören einige Mitglieder auf die regelmäßige Anwendung von Heilerde, da viele Frauen über Sodbrennen als Folge der Chemotherapie klagen. Ist die Einnahme von Heilerde nicht gefährlich oder schädlich? Da ich mich ein wenig davor ekle, bitte ich Sie auch, auf Alternativen hinzuweisen. (Signal 4/2007)
Aus ethnologischen Untersuchungen ist bekannt, dass sog. primitive Völker auch heute tonhaltige Heilerden bei bestimmten Erkrankungen konsumieren. Im griechisch-römischen Altertum war die Produktion von Säure bindenden Mineraliengemischen Teil des medizinischen Wissens.
Dass spezielle Mineralpulver, zu denen auch Heilerde zählt, tatsächlich Sodbrennen lindern können, zeigen wiederholt durchgeführte Untersuchungen. Untersucht wurde beispielsweise die Säurebindungskapazität eines Heilerde-Pulver Herstellers. Die Säurebindungskapazität beziffert die Fähigkeit eines Antazidums (ein die Magensäure ausgleichende Substan ), Säure im Magen zu neutralisieren bzw. zu binden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt in einem Monographie-Entwurf der B-Kommission die Säurebindungskapazität von 25 mVal für eine Einzeldosis eines säureblockierenden Arzneimittels. Dieser Wert kann schon mit einem Teelöffel, also ungefähr 6,5 Gramm des oben erwähnten Produktes erreicht werden. Wenn Ihnen die direkte Einnahme nicht so zusagt, können Sie Heilerde auch in Kapselform in der Apotheke bekommen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.luvos.de.
Eine andere Alternative aus der Naturheilkunde bei Sodbrennen wäre Kartoffelsaft aus rohen Knollen, der selbst hergestellt werden kann oder der als Frischpflanzen-Pressaft mit arzneilicher Zulassung in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich ist.
Natürlich muss in diesem Zusammenhang auch grundsätzlich die Ernährung angesprochen werden und es ist darauf hinzuweisen, dass der Verzehr von basisch wirkenden Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an säurebindenden Mineralstoffen und Spurenelementen wie Gemüse, Kartoffeln, Obst und Nüssen wesentlich zur Entsäuerung beitragen kann. Erwähnt werden sollen in diesem Zusammenhang auch die Chufas-Nüssli. Dabei handelt es sich um eine Erdknolle der Sorte Cyperus esculentes - die Knollen schmecken ähnlich wie Haselnüsse oder natursüße Mandeln. Sie werden deshalb auch als Erdmandeln bezeichnet, feinflockig durch ein Spezialverfahren hergestellt und eignen sich hervorragend im Müsli, zu Joghurt, Rohkost, zum Kochen und Backen.
Herzschutz mit Coenzym Q10
Ich bin Brustkrebspatientin und mir wurde von meiner Therapeutinvor allem während der anstehenden Chemotherapie Coenzym Q10 empfohlen. Was wissen Sie darüber? (Signal 3/2011)
Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche Substanz, die an allen energieliefernden Prozessen im Organismus beteiligt ist. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Coenzym Q10 ist als Coenzym an dieser Umwandlung beteiligt, über die 95% der gesamten Körperenergie erzeugt wird. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf - wie Herz, Lunge und Leber - weisen deshalb auch die höchste Q10-Konzentration auf.
Coenzym Q10 wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. Allerdings nimmt die körpereigene Q10-Synthese ab dem mittleren Alter immer weiter ab, sodass die Q10-Zufuhr gerade dann empfehlenswert ist. Auch bei einem erhöhten Anfall an Freien Radikalen oder unter herzschädigender Chemotherapie ist eine ergänzende Q10-Zufuhr bei Krebspatienten anzustreben.
Hier werden insbesondere bei Brustkrebspatientinnen unter Herceptin-Therapie und während einer Therapie mit Anthrazyklinen (Wirkstoffe der Chemotherapie) hoch dosiert Coenzym Q10 mit 300mg täglich in Kombination mit L-Carnitin mit 2-3 g (Einnahme 3 bis 4 Stunden vor der Chemotherapie) während der Dauer der gesamten Chemotherapie empfohlen.
Immunstatus – wann sinnvoll ?
Ich habe vor kurzem eine Chemotherapie abgeschlossen. Mein Hausarzt schlägt mir nun vor, einen sog. Immunstatus machen zu lassen, um genauere Rückschlüsse ziehen zu können, wie meine Immunabwehr funktioniert. Was halten Sie von dieser Untersuchung? (Signal 4/2008)
Krebserkrankungen gehen häufig mit Veränderungen der Aktivität des Immunsystems einher, insbesondere nach Chemo- oder Strahlentherapie. Heute bestehen zwar sehr komplexe Untersuchungsmöglichkeiten, die Labormedizin kann den Zustand des Immunsystems dennoch nur ansatzweise prüfen.
So werden anhand des so genannten Immunstatus bestimmte Abwehrzellen, die Lymphozyten und deren Untergruppen bestimmt. Allerdings können mit dieser Untersuchung vor allem die Absolutzahl bestimmter Abwehrzellen und nur eingeschränkt deren Funktion bestimmt werden. Auch wenn alle Zellen des Abwehrsystems absolut gesehen in richtiger Anzahl vorliegen, können trotzdem Immundefizite bestehen. So sind für die Immunabwehr Flexibilität und Funktionsfähigkeit der einzelnen Zellen wichtig, auf die durch einen Immunstatus nur grob orientierend zurückgeschlossen werden kann.
Wie bei vielen anderen diagnostischen Methoden setzt die richtige Bewertung der Befunde jedoch eine entsprechende Erfahrung bei Ihrem behandelnden Arzt voraus. Fragen Sie Ihren Hausarzt ruhig, ob er diese Erfahrung hat. Denn nur so kann die Bestimmung des Immunstatus auch eine bessere auf Sie abgestimmte Therapie nach sich ziehen.
Individuelle Entscheidung
Bei der Fernsehsendung "Menschen bei Maischberger" im Rahmen der Themenwoche Krebs der ARD Anfang April habe ich als betroffener Patient bei den Aussagen Ihres ärztlichen Direktors Herr Dr. Irmey eine eindeutige Stellungnahme gegen die Chemotherapie vermisst. Nach meiner Meinung wird durch diese Behandlung zu vielen meiner Mitpatientinnen und Mitpatienten Schaden zugefügt, sie leiden sehr unter der Therapie und der Nutzen ist äußerst fraglich. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf? (Signal 2-2006)
Zunächst gilt es festzustellen, dass es Krankheitsbilder wie beispielsweise kindliche Tumore, Tumore des Bindegewebes, Hodenkrebs und einige Blutkrebsarten gibt, bei denen eine Chemotherapie mit Sicherheit gute Erfolge aufweist und trotz heftiger Nebenwirkungen sinnvoll ist. Wie schon Dr. Irmey in der Sendung ausgeführt hat, ist die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie in vielen Situationen sehr individuell zu sehen. Ohne Zweifel gibt es in der Medizin gerade im Zusammenhang mit der Chemotherapie von Krebserkrankungen in fortgeschrittenem Stadium viele zweifelhafte Studien bis hin zu offensichtlichen Fälschungen von Studienergebnissen. Chemotherapien werden heute in vielen Fällen als Standardtherapie eingesetzt. Und dies obwohl ihre Wirksamkeit keineswegs so gut durch Studien belegt ist, wie es den Patienten oftmals suggeriert wird. Daher sollte jeder Betroffene ausführlich und ganz eindeutig über Vor- und Nachteile einer Chemotherapie aufgeklärt werden. Wichtig ist auch der Hinweis auf mögliche Wirksamkeitstests der Chemotherapie (siehe entsprechendes GfBK - Infoblatt). Diese Aufklärung geschieht jedoch nur selten. Eher werden Patienten und deren Angehörige mit fragwürdigen statistischen Argumenten unter Druck gesetzt, eine Chemotherapie durchzuführen. Einer Umsatzsteigerung chemotherapeutischer Medikamente, der sogenannten Zytostatika von weltweit über 300% in den letzten zehn Jahren (5,16 Milliarden US-Dollar 1996 versus 16,11 Milliarden US-Dollar 2004) stehen statistisch gesehen nur geringfügige Therapieverbesserungen und leider wenig verbesserte Heilungsaussichten gegenüber. Die Wirksamkeit biologischer Therapien wird häufig vonseiten der konventionellen Medizin dem Placeboeffekt (Scheinwirkung von Medikamenten) zugeordnet. Nachgewiesenermaßen kann dieser Effekt bei 30 bis 40% aller Menschen - vielleicht sogar noch mehr - wirksam sein. Sogar Scheinoperationen beispielsweise bei Kniegelenkbeschwerden haben ganz ähnliche Wirkung wie tatsächlich durchgeführte. Dieser Effekt wird in der Medizin nur als statistischer Bewertungsmaßstab beachtet - unserer Meinung nach drückt er aber die immer mehr nachgewiesene Bedeutung unserer geistigen und seelischen Kräfte aus. Sogar das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" widmet im April einen Leitartikel dem Thema Intuition. Warum soll dieser Placeboeffekt nicht auch für die Chemotherapie in vielleicht sonst aussichtslosen Fällen zutreffen? Wenn das der Fall ist, dann möchte die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr bei solchen Patientinnen und Patienten, die ihre Hoffnung auf die Chemotherapie setzen, diese Hoffnung nicht enttäuschen. Für uns scheint weiterhin am Wichtigsten, dass Patientinnen und Patienten in ihrem Innersten die bei Ihnen angewandten Therapien mittragen und dabei von unserer Seite keine Schwarz - Weißmalerei betrieben wird. Daher unterstützt die GfBK mit ihren Möglichkeiten jeden Patienten, ob er sich für oder gegen eine Chemotherapie entscheidet!
Johanniskraut-Interaktionen während Chemotherapie?
Ich habe einen Darmtumor in fortgeschrittenem Stadium. Mein Arzt rät mir, während der Chemotherapie keine Johanniskrautpräparate einzunehmen, weil diese die Wirkung der Therapie beeinträchtigen könnte. Was wissen Sie darüber? (Signal 2/2010)
Johanniskraut ist ein pflanzliches Präparat, das in Deutschland bei leichten Depressionen eingenommen werden kann und auch oft von Krebspatienten nachgefragt wird.
Für die seit dem Altertum bekannte Heilpflanze Johanniskraut gibt es heute Studien, in denen nachgewiesen wird, dass Patienten mit leichten Depressionen ebenso gut mit Johanniskrautpräparaten behandelt werden können wie mit chemischen Antidepressiva. Johanniskraut hat jedoch weniger Nebenwirkungen und ist besser verträglich als die chemisch hergestellten Mittel. Auch Konzentrations- und Reaktionsvermögen werden mit Johanniskraut überhaupt nicht beeinträchtigt.
In der Tat gibt es auch Untersuchungen, die nahelegen, dass durch die Beteiligung von Johanniskraut an einer Vielzahl von Enzym – und Transportsystemen eine Beeinflussung des Abbaus anderer Medikamente möglich ist. Dies soll vor allem zu einem langsameren Abbau und dadurch zu einer erhöhten Giftigkeit von anderen Medikamenten führen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wurden beschrieben. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass aufgrund von Laborversuchen nicht die 1:1-Übertragbarkeit auf den Menschen gegeben ist. Von daher kann es sein, dass die beobachteten Wechselwirkungen im komplexen menschlichen Organismus ganz anders ausfallen. Unserer Ansicht nach sehen wir zwar keine schlüssigen Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der Wirkungen einer Chemotherapie - im Zweifelsfall kann eine Linderung von leichten Depressionen zunächst auch durch homöopathische Komplexmittel erreicht werden und die Einnahme eines Johanniskrautpräparates nach Abschluss der Behandlung erfolgen. Eine adäquate psychoonkologische Betreuung sollte die Einnahme eines Präparates sinnvoll ergänzen.
Mistel während Chemotherapie?
Ich habe Brustkrebs und möchte gerne während der Chemotherapie eine Misteltherapie durchführen. Nun hat mir mein behandelnder Arzt gesagt, dass ich dies besser nicht tun sollte, da dies das Tumorwachstum fördern könnte? Wie ist Ihre Meinung dazu? (signal 4/2008)
Eine Misteltherapie kann und sollte wenn möglich während einer Chemotherapie eingesetzt werden, um die Verträglichkeit der Chemotherapie zu verbessern und das Abwehrsystem zu stärken. Um einen ausreichend guten Immunstatus zu erreichen, sollte mit einer Mistelbehandlung idealerweise wenn möglich schon 3 - 4 Wochen vor einer belastenden Therapie begonnen werden. Dabei ist es wichtig, niedrig dosiert zu beginnen und langsam die Dosis zu steigern.
Die Aussagen zur Misteltherapie und möglichen tumorfördernden Eigenschaften beziehen sich mit einer Ausnahme allein auf tierexperimentelle Untersuchungen und auf Untersuchungen, die in vitro, d. h. im Reagenzglas gemacht worden sind. Diese Ergebnisse lassen sich durch ähnlich durchgeführte Untersuchungen widerlegen, d. h. es gibt mindestens ein Dutzend Studien, die kein Wachstum von Tumorzellen im Tierversuch und/oder Reagenzglas durch eine Mistel bzw. Lektinbeigabe nachgewiesen haben. Am wichtigsten erscheinen uns in diesem Zusammenhang jedoch nicht tierexperimentelle Untersuchungen, sondern das Vorliegen einer Vielzahl von klinischen, d.h. am Menschen durchgeführten Studien, die einen tumorwachstumsfördernden Effekt nie nachgewiesen haben. Insofern ist eine Abwehrstärkung mithilfe der Misteltherapie bei Brustkrebs und auch während Chemotherapie sinnvoll.
Dies zeigt auch eine aktuelle Studie an 352 Brustkrebspatientinnen, in der untersucht wurde, inwieweit die gleichzeitige Misteltherapie während einer Chemotherapie Einfluss auf die Lebensqualität hat. Das Ergebnis: Bei allen eingesetzten Messparametern zur Einschätzung der Lebensqualität zeigten sich unter der Misteltherapie während und nach Abschluss der Chemotherapie deutlich bessere Werte. Insbesondere die unter Chemotherapie sehr belastenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Übelkeit gingen unter gleichzeitiger Misteltherapie deutlich zurück.
Zusätzliche begleitende Maßnahmen sind z. B. Ernährungsmaßnahmen, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, die Gabe von Enzymen sowie gezielte Maßnahmen im Sinne einer Ausleitung und Entgiftung. Informationen hierüber erhalten Sie jederzeit gern bei der GfBK.
Pause während Chemotherapie?
Ich habe metastasierten Darmkrebs und möchte, da ich unter den Nebenwirkungen der laufenden Chemotherapie (FOLFOX) sehr leide, gerne eine Pause machen. Mein Arzt ist jedoch skeptisch, ob man nach 6 Gaben bereits eine Pause machen sollte. Was meinen Sie? (Signal 4/2007)
In einer groß angelegten Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs wurde auch die Möglichkeit einer sog. intermittierenden Therapie untersucht, deren Ergebnisse vor kurzem veröffentlicht wurden. So konnte man zeigen, dass bei Patienten, die nach 6 Gaben eines bestimmten Chemotherapieschemas (FOLFOX) eine Pause einlegten, die Wirksamkeit der Therapie nicht beeinträchtigt wurde. Viele der untersuchten Patienten sprachen sogar bei Wiederaufnahme der Chemotherapie erneut auf diese an. Daher können wir Sie in dem Wunsch nach einer Therapiepause bestärken. Schließlich ist es wichtig, dass sich der Organismus von therapiebedingten Nebenwirkungen erholen und wieder Kraft schöpfen kann. Wir halten dies im Übrigen auch bei anderen fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorarten für empfehlenswert. Es ermöglicht neben längeren Erholungsphasen für die Patienten auch die Chance auf eine weitere Therapieoption, da die Patienten auch nach längerer Therapiepause erneut mit einem Ansprechen auf die Chemotherapie rechnen können.
Polyneuropathie
Ich leide an Nervenschmerzen durch eine Chemotherapie und möchte gerne wissen, was ich naturheilkundlich tun kann, um die Beschwerden zu lindern. (Signal 3/2012)
Unter dem Begriff Polyneuropathien versteht man Nervenschädigungen, wobei sich das Wort zusammensetzt aus poly (viele) und Neuropathie (Nervenerkrankung). Polyneuropathien können viele verschiedene Ursachen haben. In der Regel sind die Nerven mit besonders langen Leitungsbahnen betroffen, also die Nerven von Händen und Füßen. Am häufigsten betroffen sind Diabetiker und Alkoholkranke. Aber auch bestimmte Chemotherapeutika (z.B. Cisplatin, Carboplatin, Oxaliplatin, Taxol, Taxotere) können eine Polyneuropathie auslösen. Allerdings treten nicht bei allen Patienten, die eine solche Chemotherapie erhalten haben, Beschwerden im Sinne einer Polyneuropathie auf, so dass sich die Behandlung immer auch nach dem Schweregrad der Symptome richtet. So bemerken einige Patienten nur ein leichtes Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, das nach einigen Wochen wieder verschwindet. Bei anderen wiederum können die Beschwerden bis hin zu stechenden Schmerzen so ausgeprägt sein, das sie die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich beeinträchtigen.
Ein Wundermittel, das die polyneuropathischen Beschwerden effektiv zum Verschwinden bringt, gibt es leider weder in der Schulmedizin noch in der biologischen Medizin. In der Schulmedizin werden vor allem Schmerzmittel, aber auch Antidepressiva und Antikrampfmittel eingesetzt, die wiederum auch ihre Nebenwirkungen haben.
In der biologischen Medizin haben einige Ärzte gute Erfahrungen mit der Einnahme von L-Carnitin und Alpha-Liponsäure gemacht. Die vitaminähnliche Substanz L-Carnitin, die auch zum Muskelaufbau eingesetzt wird, scheint in der Vorbeugung und Therapie von Polyneuropathien besonders geeignet zu sein (siehe auch Frage 4). Hierbei werden Dosierungen von etwa täglich 2-4 g L-Carnitin vorbeugend eingesetzt (z.B. Carnicare). Selen, B-Vitaminkomplex und Magnesium werden zwar auch häufig verabreicht, erreichen aber in den meisten Fällen nicht die erwünschte Wirkung. Nicht vergessen sollte man, dass eine große Bedeutung krankengymnastische Maßnahmen haben, wie z.B. Massagen und wechselnde Temperaturreizungen mit warmen und kalten Wasser. Auch die lokale Anwendung eines Peelings kann schmerzlindernd sein: Einmal täglich Hände und/oder Füße mit 2 Teilen Olivenöl und 1 Teil Zucker, 10 Minuten einreiben, danach gut abspülen.
Neuere Forschungsergebnisse zeigen auch, dass der Einsatz von Akupunktur hilfreich sein kann. Das berichteten Forscher vom HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (Schröder S / Acupunct Med 2011). In dieser Pilotstudie wurden sechs von elf Patienten mit 20 Nadeln behandelt, und zwar in zehn 20-minütigen Sitzungen über einen Zeitraum von drei Monaten. Die anderen fünf Patienten wurden nicht mit Akupunktur behandelt (Kontrollgruppe). Ergebnis: In der Akupunkturgruppe erhöhte sich die gemessene Nervenleitgeschwindigkeit bei fünf der sechs Patienten. Diese berichteten auch von gelinderten Schmerzen. In der Kontrollgruppe reduzierten sich die Schmerzen nur bei zwei Patienten; die Leitgeschwindigkeit erhöhte sich nur bei einem.
Regionale Chemotherapie bei Brustkrebs?
Vor kurzem wurde ich mit der Diagnose eines Brustkrebses konfrontiert. Ich soll nun schon vor der Operation eine Chemotherapie erhalten, um den Tumor zu verkleinern, damit dieser brusterhaltend operiert werden kann. Kennen Sie andere Verfahren, die meinen Körper weniger belasten? (Signal 4/2008)
Um auch größere Brusttumoren brusterhaltend operieren zu können, wird seit einigen Jahren eine präoperative, sog. neoadjuvante Chemotherapie durchgeführt. Dies geschieht oft schon ab einer Tumorgröße von etwa 2 Zentimetern. Durch diese Chemotherapie vor der Operation soll der Tumor so verkleinert werden, dass eine schonende und brusterhaltende Operation durchgeführt werden kann. Inwieweit auch bei kleineren Tumoren die mittlerweile immer öfter präoperativ angewandte Chemotherapie Sinn macht, ist gegenwärtig eher mit Skepsis zu beurteilen.
Zur Vermeidung der systemischen Nebenwirkungen und damit zur Entlastung des Gesamtstoffwechsels, ist diese sog. neoadjuvante Chemotherapie neuerdings auch in Form einer regionalen Chemotherapie möglich. Unter regionaler Chemotherapie versteht man die örtliche, also auf eine Körperregion beschränkte Chemotherapie. Das Medikament wird dabei stets über die den Tumor oder die Tumorregion versorgende Arterie zugeführt. Dies führt wiederum zu einem konzentrationsbedingt höheren Übertritt der Zytostatika in die Tumorzellen und folglich zu einer besseren Wirkung vor Ort bei einer gleichzeitigen Minderung der Nebenwirkungen auf den gesamten Organismus. Vermeiden lassen sich Schäden am Blutbild, Schleimhautentzündungen und Haarausfall.
Dass diese Therapieform auch bei Patientinnen mit Brustkrebs vor einer Operation erfolgreich eingesetzt werden kann, hat nun eine deutsche Studie von Prof. Aigner zeigen können. Dabei erhielten 53 Patientinnen über ein spezielles Port-System 6 Zyklen einer Kombination aus verschiedenen Chemotherapeutika. Ergebnis der Behandlung: In sämtlichen Fällen konnte die Brust erhalten werden; bei 26% der Patientinnen war bei der feingeweblichen Untersuchung kein Tumorgewebe mehr nachweisbar; und bei 48% war der Tumor stark verkleinert. Auch die Langzeitergebnisse waren erfreulich: So traten innerhalb einer 16-jährigen Nachbeobachtungsphase nur 17% Rezidive auf. Und es lebten nach demselben Zeitraum noch 87% der Patientinnen. Außerdem wurde die Behandlung von den Patientinnen gut vertragen, wobei die meisten Patientinnen zwischen den Behandlungszyklen voll arbeitsfähig waren.
Unser Rat: Lassen Sie sich vor der Chemotherapie beraten, ob eine regionale Chemotherapie auch bei Ihnen möglich ist und fragen Sie gezielt nach Ansprechpartnern über Ihre örtliche Selbsthilfegruppe oder die GfBK.
Regionale Chemotherapie?
Bei meiner Mutter wurde dieses Jahr ein nicht kleinzelliger Lungenkrebs diagnostiziert. Sie wird jetzt in einer Studie mit einer Chemotherapie behandelt. Der Tumor ist mittlerweile 1 cm kleiner geworden, die befallenen Lymphknoten auch. Ihr Allgemeinzustand ist allerdings aufgrund der Nebenwirkungen im Laufe der Chemotherapie immer schlechter geworden. Wir suchen nun eine Alternative zur derzeitigen Chemotherapie und haben schon von sehr viel von der so genannten regionalen Chemotherapie gehört. Wäre das eine Möglichkeit? (Signal 3-2006)
Im Unterschied zu der allgemein üblichen Applikation der Chemotherapie in eine Vene (intravenös), bei der die Substanzen gleichmäßig im gesamten Organismus (systemisch) verteilt werden, gibt es die Möglichkeit, Chemotherapeutika nur dort zu verabreichen, wo sie wirken sollen. Diese lokal begrenzte Applikation wird als regionale Chemotherapie bezeichnet. Die regionale Chemotherapie ermöglicht eine erhöhte Wirkung von Zytostatika auf den Tumor bei einer gleichzeitigen Minderung der Nebenwirkungen auf den gesamten Organismus. Vermeiden lassen sich Schäden am Blutbild, Schleimhautentzündungen und Haarausfall. Sinnvoll ist diese Methode vor allem dann, wenn der Tumor lokal begrenzt ist und sich noch keine Metastasen im Körper gebildet haben. Die regionale Chemotherapie kann dadurch erfolgen, dass Substanzen direkt in den Tumor eingebracht werden, dass Substanzen in vom Krebs befallene Hohlorgane (wie z.B. die Blase) gegeben werden oder dass Substanzen selektiv über die das Krebsgewebe versorgende Arterien mittels eines Kathetersystems verabreicht werden. Häufig werden dabei Mittel eingesetzt, die zu einer -zeitlich begrenzten- Verstopfung (Embolisation) der Adern führen. Dieses Verfahren wird dann Chemoembolisation genannt. Eine relativ gute Erfolgsaussicht besteht bei Leberkrebs oder bei Krebs des Bindegewebes an Armen und Beinen. Begrenzte Erfolge wurden beobachtet bei Krebs im Beckenraum, aber auch bei Krebs der Bauchspeicheldrüse, bei Brustkrebs, bei Tumoren im Hals/Kopfbereich und bei Lungenmetastasen. Die Behandlung verlangt einen Klinikaufenthalt von ungefähr einer Woche. Allerdings ist die Behandlung wegen der Anlage eines Katheters technisch aufwendig und wird von den Patienten als unterschiedlich belastend empfunden. Die regionale Chemotherapie wird inzwischen auch in einigen schulmedizinischen Kliniken durchgeführt (z.B. Uniklinik Frankfurt /Prof. Vogl, Kliniken Essen-Mitte); auch Prof. Dr. Aigner in Burghausen (www.prof-aigner.de) und Dr. Müller in Würzburg (www.surgicaloncology.de) sind auf diese Behandlung spezialisiert.
Sandwich-Verfahren und biologische Therapien
Eine Bekannte von mir ist an Brustkrebs erkrankt und hat direkt nach der Operation mit biologischen Therapien wie der Mistel-, Enzymtherapie-, Nahrungsergänzungsmitteln und den Säure - Basenhaushalt unterstützenden Substanzen begonnen. Nun soll sie mit einer kombinierten Chemo-/Strahlentherapie, dem so genannten "Sandwich-Verfahren", nachbehandelt werden. Die Behandler bestehen darauf, dass meine Bekannte während der Chemo-/Strahlentherapie das biologische Programm aussetzt. Ist das aus Ihrer Sicht ratsam? (Signal 1/2001)
In den meisten Fällen teilen wir diese Ansicht nicht! Gerade während der Chemo- und Strahlentherapie ist das angeführte biologische Therapiekonzept unserer Meinung nach wichtig, um Nebenwirkungen der aggressiven Therapien abzumildern und damit das Allgemeinbefinden zu verbessern. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege für die häufig von der klinischen Medizin vorgebrachten Argumente, dass biologische Therapien die Wirksamkeit von Chemo-und/oder Strahlentherapie abschwächen oder gar tumorzellstärkend, wirken. Wir sind der Meinung, dass ohne biologische Begleittherapie durch die Chemo- und Strahlentherapie zu viel regeneratives Potential im Organismus verbraucht wird, das letztendlich für die Gesamtprognose jeder Tumorerkrankung von Bedeutung ist.Selbstverständlich ist Ihr subjektives Wohlbefinden maßgebend für die unterstützenden Mittel, die sie einnehmen oder anwenden. Wenn Sie etwas nicht vertragen oder ein ungutes Gefühl dabei haben, dann zwingen Sie sich nicht dazu !
Schädliche Einnahme von Omega-3- Fettsäuren?
Ihre ärztliche Beratung hat mir als Brustkrebspatientin während einer Chemotherapie unter anderem empfohlen, Omega-3—fettsäuren unterstüzend anzuwenden.
Gerade las ich im nun Internet, dass die Einnahme von Fettsäuren schädlich sei, wenn zeitgleich eine Chemotherapie erfolgt. Könnten Sie dazu bitte Stellung nehmen? (Signal 4/2011)
Leider Kommt es im Zusammnehang mit der Anwendung der Chemotherapie immer wieder zu unserer Meinung nach unqualifizierten und die Patienten verunsichernden Aussagen von Ärzten in der Onkologie. Dabei werden harmlose Nahrungsergänzungsmittel, die in vielerlei Hinsicht die Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich mindern, aufgrund von Untersuchungen im Labor oder tierexperimentellen Studien pauschal als gefährlich eingestuft.
Nun zu Ihrer konkreten Frage: Forscher der Universität Utrecht haben in einem Versuch mesenchymale Stammzellen sowie krebskranke Mäusen mit Hauttumoren mit einem Chemotherapeutikum, dem Cisplatin behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Tumorzellen Fettsäuren freisetzen, die sie unempfindlich gegen die Einwirkung des Chemotherapeutikums machten. Die chemische Analyse der Fettsäuren ergab, dass es sich um Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren handelte, wie sie auch in Fischölkapseln oder in Algenextrakten enthalten sind. Allerdings geben selbst die Forscher zu, dass noch völlig unklar ist, ob sich die Ergebnisse auch auf die Therapie von Krebserkrankungen beim Menschen übertragen lassen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass nur ein einziges Zytostatikum getestet wurde, das bei den häufigsten Krebsformen überhaupt nicht angewendet wird.
Außerdem muss man in Frage stellen, ob das künstlich hergestellte Gemisch wirklich den Fettsäuren in zum Verzehr erhältlichen wertvollen Ölen entspricht. Vieles spricht bisher dafür, dass Omega-3-Fettsäuren in natürlichen Ölen die Entzündungsreaktionen abmildern, die dazu führen, dass Stammzellen zu aggressiven Tumorzellen werden. Insbesondere diese Entzündungsbereitschaft ist laut renommierter Forscher dafür verantwortlich, dass sich um die Tumorzelle herum ein ungünstiges chemotherapieresistentes Millieu entwickelt. Außerdem bestärkt ein weiteres Experiment mit Olivenöl die bisherige Praxis, wertvolle kaltgepresste Öle, wie Olivenöl, Leinöl, Fischöl auch weiterhin zu empfehlen. So konnte in einem Experiment gezeigt werden, dass Olivenöl eine ähnliche Wirksamkeit wie das in der Brustkrebstherapie häufig verwendete Herceptin hat und deren Wirksamkeit sogar verdoppeln kann. Insofern bestehen hier deutliche Widersprüche, die zeigen, dass ein Reagenzglas –oder Tierversuch alleine nur wenig Aussagekraft hat.
Übelkeit während Chemotherapie
Ich bekomme eine Chemotherapie, die mich sehr schwächt, da ich darunter starke Übelkeit habe.Was kann ich naturheilkundlich dagegen tun? Signal 2-2013
Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen sind häufige Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Die Ursache ist weniger eine Reizung von Magen oder Darm durch die Präparate, sondern eine Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn. Zusätzlich werden bestimmte Darmzellen geschädigt, die dann einen Stoff (Serotonin) freisetzen, der über den Vagus-Nerv ebenfalls das Brechzentrum stimuliert. Die Beschwerden reichen von Übelkeit und Brechreiz bis zum Erbrechen. Meist beginnen sie ein bis vier Stunden nach der Medikamentengabe.
Das Erbrechen kann stunden- und tagelang anhalten. Oftmals löst schon die Angst davor einen Brechreiz aus. Auch kann sich ein Brechreflex ausbilden. Das Erbrechen wird mit bestimmten, vorher gegessenen Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Dann genügen der Geruch oder der Anblick dieser Lebensmittel, um die Übelkeit auszulösen. Deshalb sollten vor der Therapie keine »Lieblingsspeisen« gegessen werden, um sich nicht den Appetit darauf für längere Zeit zu verderben. Für die Behandlung von Erbrechen (Emesis) gibt es einen Stufenplan. Je nach Schwere der Beschwerden werden schwache bis starke Medikamente verordnet, meist als Kombination von einem Sedativum (Beruhigungsmittel) und einem Antiemetikum (Antibrechmittel). Die Präparate können in vielen Fällen gut helfen. In leichteren Fällen genügen oft Baldrian, Hopfen oder andere pflanzliche Beruhigungsmittel sowie Homöopathika. Folgende homöopathische Einzelmittel können symptomatisch dem Erbrechen entgegenwirken: Tabaccum C 30 oder Nux vomica C 30 mehrmals täglich 3–4 Globuli. Auch eine Akupressurtherapie mittels eines Akupressurbandes (www.akupressur-band.de) und eine Akupunkturbehandlung können helfen. Viele Patienten berichten auch über die positiven Effekte von Ingwer als Tee oder Ayurveda-Ingwer-Wasser. Inzwischen gibt es Ingwer auch als Kapseln (zum Beispiel Zintona®). Ein für jeden wirksames Rezept gegen Übelkeit gibt es leider nicht. Bei schwerem Erbrechen oder Durchfall müssen in Absprache mit dem Arzt Elektrolyte (Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine) zugeführt werden. Außerdem ist es wichtig, die Beschwerden rechtzeitig dem behandelnden Arzt mitzuteilen, damit dieser eventuell die Dosis der Antibrechmittel vor der Chemoinfusion erhöhen oder andere stärker wirksame Präparate verordnen kann. Nach der Chemotherapie helfen folgende Ernährungsmaßnahmen weiter: Nur eine kleine, leicht verdauliche Mahlzeit einnehmen. Fette, salzige oder stark gewürzte Nahrung meiden, ebenso starke Essensgerüche. Den Tag über sehr viel trinken, um die Ausscheidung der Zytostatika zu beschleunigen (etwa 2 bis 2,5 l Flüssigkeit). Nach dem Essen hinlegen und ruhen, dabei den Kopf deutlich höher legen als die Beine. Viel an die frische Luft gehen. Entspannungsübungen anwenden.
Zu schlafen versuchen, eventuell auch mithilfe eines natürlichen Schlafmittels, z. B. Valeriana ® Heel oder Avena Sativa Comp®.
Wirksamkeit der Chemo?
Meine Frau verstarb vor einigen Monaten an den Folgen Ihrer Brustkrebs-Erkrankung mit Lungen- und Lebermetastasen in der Folge. Eine intensive Chemo- und Strahlentherapie konnten dies trotz der im Vorfeld sehr optimistischen Prognose der behandelnden Klinik nicht verhindern. Seither habe ich viel inbesondere über die Wirkungen der Chemotherapie recherchiert und dabei sehr ernüchternde Zahlen im Hinblick auf die wirkliche Erhöhung der Heilungschancen gefunden. Wie ist Ihre Meinung dazu? (Signal 3-2003)
Es ist tatsächlich so, dass die Wirkmöglichkeiten der Chemotherapie bei fast allen so genannten soliden Tumoren, zu denen auch die Brustkrebserkrankungen zählen, schon im Ansatz recht eingeschränkt sind. Tumore des blutbildenden Systems wie Lymphome und Leukämien sind selbstverständlich anders zu bewerten! Die Gründe liegen darin, dass diese Therapien vor allem Tumorzellen erfolgreich angreifen können, die in der Teilungsphase sind. Weiterhin werden Tumorzellen auf Chemotherapeutika häufig schnell resistent. Der Organismus liefert darüber hinaus täglich im Zuge der millionenfachen Zellteilungen reichlich Nachschub an Tumorzellen. Leider suggerieren die Anwender der Chemotherapie immer wieder auch aus einer Hilflosigkeit heraus gegenüber Erkrankten und Angehörigen einen zu hohen Effektivitätsgrad dieser Methode.
Abwarten beim Rektumkarzinom
Ich hatte einen bösartigen Tumor des Enddarms und möchte mich nicht operieren lassen, weil der Tumor nach der Erstbehandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung verschwunden ist. Was raten Sie mir? Signal 2-2013
Es ist richtig zu überlegen, ob Sie unter diesen Umständen auch einfach nur abwarten können. Dies entspricht einem Vorgehen, das bisher nur bei Prostatakrebs angewandt wird. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden zeigt, dass bei Patienten mit Enddarmkrebs eine Operation keinen Vorteil für das Zwei-Jahres-Überleben der Patienten brachte, wenn Chemotherapie und Bestrahlung der Tumor vollständig zum Verschwinden gebracht hatten (Maas M/J Clin Oncol 2011). Mit der Operation sind unangenehme Begleitfolgen verbunden, wie ein künstlicher Darmausgang. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem weiterbehandelnden Arzt ausführlich über das weitere Vorgehen zu sprechen.
Biologische Maßnahmen bei Darmkrebs
Ich habe Darmkrebs und seit einem Jahr Lebermetastasen. Welche biologischen Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach sinnvoll, um die Leberfunktion zu stärken? Können diese Mittel auch schon während einer Chemotherapie angewandt werden? (Signal 2/2007)
Das Entgiftungsorgan Leber wird durch eine Chemotherapie, andere Medikamente und durch toxische Abbauprodukte von Tumorzellen stark belastet. In einer so geschwächten Leber können sich leichter Metastasen bilden als in einem voll funktionsfähigem Organ. Um die Leberfunktion zu stärken, raten wir daher auch bei Patienten ohne bereits aufgetretene Lebermetastasen zu einer Stärkung der Entgiftungsfunktion durch naturheilkundliche Maßnahmen. Es ist sinnvoll, diese Maßnahmen bereits während einer Chemotherapie anzuwenden, um der Leber bei der Entgiftung von Schadstoffen zu helfen.
Die Entgiftungsfunktion der Leber wird durch Präparate aus der Mariendistel oder Mittel mit dem Wirkstoff Ornithinaspartat gefördert. Diese Mittel können begleitend zur Chemotherapie und auch anschließend gegeben werden. Eine Übersäuerung der Gewebe lässt sich auch durch Bikarbonate (z. B. Bullrichs Vital® oder Dr. Jacob´s Basenpulver®) mindern. Leberstärkend wirken ferner einige Aufbau- oder Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Kombucha-Tee, Papaya-Konzentrat (mit Kombucha-Teepilz) und Kräutertees, die in Reformhäusern angeboten werden. Wenn Obst, Gemüse und Getreideerzeugnisse schlecht vertragen werden, können „Cellagon-Aurum” oder ähnliche komplexe Nahrungsergänzungen helfen. Schließlich sind Bitterstoffe beispielsweise in der Fertigmischung der Bittersterntropfen®, welche über Ihre Apotheke erhältlich ist, empfehlenswert. Der Kräuterbitter basiert auf Rezepturen aus dem Umfeld Hildegard von Bingens. In ihm sind die Auszüge von die 18 Leber und Galle stärkenden Kräutern von Absinth, Engelwurz, Ingwer, Kümmel, Koriander über Scharfgabe, Galgant bis zu Majoran, Lavendel und Löwenzahn zu finden. Bei Bedenken wegen des Alkoholgehaltes der Tropfen kann auch das BitterKraft®Vitalpulver oder das Urbitter-Biogranulat® von Dr. Pandalis empfohlen werden.
Bei Vorliegen von Lebermetastasen ist außerdem auf eine entsprechende Ernährung zu achten. Bewährt hat sich eine Vollwertkost, bei der vorwiegend Gemüse, Obst und Getreideprodukte verzehrt werden. Zu viel tierisches Eiweiß und Fett (auch Quark) belasten die Leber unnötig. Genussmittel wie Süßwaren und Kaffee sind stark einzuschränken, Alkohol ist ganz zu meiden.
Darmkrebs und Gesunderhaltung
Ich hatte Darmkrebs, bin operiert und möchte gerne wissen, was ich selbst für meine Gesunderhaltung tun kann. (Signal 2/2010)
Da sich bei Darmkrebspatienten oft in der Leber zuerst Metastasen bilden, sollte in der Lebensweise alles vermieden werden, was die Leber unnötig belastet: Alkohol meiden, Zurückhaltung bei Genussmitteln und chemischen Medikamenten. Eine Aufgabe der Leber ist es auch, eine Übersäuerung der Gewebe zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, tierisches Eiweiß und andere säuernde Lebensmittel (Fleisch, Süßwaren) zu reduzieren.
Günstig auf den Heilungsprozess wirken alle Arten von pflanzlicher Kost. Mit Obst, Gemüse und Getreideprodukten werden dem Körper die meisten lebenswichtigen Vitalstoffe zugeführt. Die darin enthaltenen bioaktiven Pflanzenstoffe schützen vor Krebs und hemmen seine Entwicklung. Sie neutralisieren und entgiften Schadstoffe und stärken die Abwehr- und Selbstheilungskräfte. Sehr günstig auf das Darmmilieu wirken milchsaure, vergorene Produkte wie Sauerkraut, Gemüsesäfte, Joghurt, Kefir oder Brottrunk bzw. Fermentgetreide.
Mangelnde Bewegung führt außerdem dazu, dass der Darm träge wird und der Nahrungsbrei zu lange im Darm verbleibt.
Eine aktuelle Studie hat sogar gezeigt, dass Sport die Überlebenschancen von Darmkrebspatienten deutlich verbessert und dass Männer, die sich vier Stunden in der Woche körperlich bewegen, nur halb so häufig an der Darmkrebs-Diagnose versterben. Daran sieht man wieder einmal, dass nicht immer Medikamente notwendig sind, um die Überlebenschancen zu verbessern. Zum Vergleich: Eine adjuvante Behandlung mit einer nebenwirkungsreichen Chemotherapie erreicht bei Darmkrebspatienten gerade mal einen Überlebensvorteil von maximal 20 Prozent. Daher ist die Empfehlung, als Krebspatient regelmäßig Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren eine mehr als sinnvolle Ergänzung zur herkömmlichen Krebstherapie.
Vitamin D und Darmkrebs
Von einem Mitpatienten, der ebenfalls wie ich an Darmkrebs erkrankt ist, habe ich gehört, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin D empfehlenswert ist. Können Sie das bestätigen? (Signal 1/2011)
Auch wir halten die zusätzliche Einnahme von Vitamin D bei Krebspatienten insbesondere mit Darmtumoren für sinnvoll. Vitamin ist aber auch bei Gesunden empfehlenswert, da in den letzten Jahren immer deutlicher wird, dass Vitamin D nicht nur die Kalziumaufnahme und die Knochenmineralisierung fördert, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Tumorwachstums und der Entstehung von Tumoren spielt. Somit ist Vitamin D nicht nur ein „Knochenvitamin" zum Schutz vor Osteoporose, sondern auch ein „Anti-Krebs-Vitamin" zum Schutz vor Krebs. Besonders wurde dies nachgewiesen bei Brust- und Darmkrebs, aber auch bei anderen Tumorarten (vor allem Tumoren des Magen-Darm-Traktes). Hier konnten hohe Vitamin D-Konzentrationen im Blut nicht nur das Neuauftreten von Tumoren reduzieren, sondern auch bei vorhandenen Krebserkrankungen das Auftreten von Rezidiven oder Metastasen verhindern und die Überlebenschancen verbessern.
Hinzu kommt noch, dass viele Ärzte bei genauer Blutanalyse sehr häufig Mangelzustände und suboptimale Werte nicht nur bei Krebspatienten sondern auch bei Gesunden feststellen. So weiß man längst, dass das Risiko einer schlechten Versorgung mit Vitamin D ist nicht nur bei älteren Menschen gegeben ist. So kommt die Nationale Verzehrsstudie zu dem Ergebnis, dass insgesamt 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht erreichen. Besonders kritisch ist dies in den Wintermonaten, da von Oktober bis April in unseren Breitengraden in der Haut durch die Sonne gar kein Vitamin D gebildet wird, selbst wenn die Sonne einmal scheinen sollte.
Experten bemerken außerdem, dass der „Normwert" von Vitamin D im Blut von 50 ng nicht optimal ist. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass Menschen, die leicht über dem Normwert liegen, ihr Dickdarmkrebsrisiko um weitere 12%, bei optimalen Werten über 100 nmol/l um weitere 23% senken konnten. Vergleicht man Menschen mit der besten Versorgung mit denen mit einer sehr schlechten Ausstattung, so wird das Risiko für Dickdarmkrebs damit fast verdoppelt.
Da eine optimale Aufnahme über die Nahrung fast nicht möglich ist, sollten Krebspatienten zumindest im Winter zusätzlich Vitamin D-Präparate mit mindestens 2000 I.E. täglich einnehmen. In Abhängigkeit vom Vitamin D-Spiegel wird von Ernährungswissenschaftlern sogar eine tägliche Zufuhr von 2000-4000 I.E. Vitamin D empfohlen, um bei den meisten Krebspatienten die wünschenswerte Vitamin D-Konzentration von mehr als 75, besser 100 nmol/l zu erreichen. Veranlassen Sie daher am besten eine Bestimmung Ihres Vitamin D-Spiegels im Blut, um die optimale Dosierung festlegen zu können. Als sicher - auch ohne Überprüfung des Laborwertes - gelten übrigens Dosierungen bis 2000 I.E. (Kinder bis 1000 I.E.).
Weitere Informationen zu Vitamin D finden Sie auch im Therapieinfo der GfBK.
Vorsorge Darmkrebs
Ich bin 57 Jahre alt und wissentlich von keiner Krebserkrankung betroffen. In meiner Familie gab es bisher keine Krebserkrankungen. Dennoch stehe ich vor der Frage, ob ich eine Darmspieglung durchführen lassen soll. Ich bin verunsichert, da in der Öffentlichkeit regelmäßige Darmspiegelungen zunehmend propagiert werden. Wie stehen Sie dazu und wie risikoreich ist eine solche Untersuchung? (Signal 3-2009)
Durch öffentliche Kampagnen mit bekannten Größen aus Show und Sport wird verstärkt auf Darmspiegelungen als Mittel zur Früherkennung von Darmkrebs hingewiesen. Wissenschaftlich ist jedoch nicht erwiesen, ob vermehrte Darmspiegelungen tatsächlich die Darmkrebssterblichkeit senken. Allerdings sind Nebenwirkungen der Untersuchungsmethode bekannt, auf die nur selten hingewiesen werden. Wir möchten Ihnen daher empfehlen, dass vor einer Darmspiegelung immer zwischen Notwendigkeit und möglichen Nebenwirkungen abgewogen werden sollte. Die Schätzungen, wie sehr die Darmspiegelung die Heilungschancen erhöhen, sind widersprüchlich. Gegenwärtig ist noch unklar, wie viele Tumore sich entwickeln, ohne dass sie vorher als Polypen (Veränderungen der Darmschleimhaut) zu erkennen sind. Bekannt ist, dass Koloskopien, so die medizinische Bezeichnung für Darmspiegelungen, auch Risiken bergen. So können bei einer Koloskopie Blutungen und Beschädigungen der Darmwand auftreten. Die Vorbereitung und die Untersuchung selbst können gerade bei älteren Menschen Komplikationen hervorrufen: So kann es insbesondere bei dieser Altersgruppe beim vorhergehenden Abführen zu Kreislaufbelastungen kommen; die ausbleibende Nahrungsaufnahme und medikamentöse Ruhigstellung während der Untersuchung kann zu einer körperlichen Schwächung führen. Wichtig ist es auch, sich einen Arzt zu suchen, der diese Art der Untersuchung regelmäßig durchführt, um Komplikationen zu vermeiden. Selbstverständlich macht bei einer familiären Disposition, Ängsten vor einer Krebserkrankung oder bei einem Verdacht eine Darmspiegelung Sinn. Das gilt natürlich auch für Menschen, die von einer Darmkrebserkrankung betroffen waren.
Bei großen Aufklärungskampagnen sollte es auch darum gehen, die Achtsamkeit der Menschen für Vorgänge in ihrem Organismus zu stärken und sie damit ein Stück unabhängiger von technischen Untersuchungen zu machen. So helfen verschiedene Faktoren, das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Wichtig ist auch, auf das, was im Darm geschieht, zu achten: Verstopfungen oder andere Funktionsstörungen sind Warnsignale, auf die reagiert werden muss. Zudem hilft regelmäßiger Sport und eine ausgewogene Ernährung, das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Pflanzliche Kost wie Obst, Gemüse und Getreide neutralisiert Schadstoffe und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte gegen entartete Zellen. Positiv auf das Darmmilieu wirken außerdem milchsaure, vergorene Produkte wie Sauerkraut, Gemüsesäfte oder Joghurt.
Wundheilungsstörungen nach Operation im Enddarmbereich
Nach meiner Tumor-Operation im Enddarmbereich heilt die Wunde schlecht zu. Mein Schulmediziner rät mir abzuwarten. Was kann ich naturheilkundlich zusätzlich tun? (Signal 1/2010)
Bewährt bei Wundheilungsstörungen und zum Schleimhautschutz haben sich in der Naturheilkunde vor allem die Gabe von hochdosiertem Zink ( mindestens 20mg am Tag), sowie die Gabe von Enzymen und Selen. Enzyme und Selen können auch helfen, Lymphödeme oder Schwellungen abzulindern. Zusätzlich kommen, insbesondere wenn eitrige Entzündungen im Wundbereich vorliegen, wöchentliche Vitamin-C-Infusionen mit Dosierungen von mindestens 30g pro Infusion in Betracht. Auch entgiftende Verfahren können sinnvoll sein. (siehe GfBK-Infoblatt: Ausleitung) Bei längerem Verlauf und immer wieder kehrenden Infektionen sollte auch an eine Darmregulation gedacht werden.
Aussagekraft von Tumormarkern
Vor sieben Jahren war ich an einem Darmtumor erkrankt, der operiert wurde und örtlich begrenzt war. Von Seiten der klinischen Medizin wurde keine Nachbehandlung favorisiert. Mein betreuender Arzt bestimmt seither alle 3 Monate verschiedene Tumormarker. Ist das notwendig ? Ein Tumormarker, der sog. CA 9 war bei einer der letzten Untersuchungen deutlich über den Normbereich erhöht. Nach Absetzen von cholesterinhemmenden Medikamenten war er wieder im Normbereich. Muss ich mir dennoch Sorgen machen? (Signal 1/2001)
Tumormarker können zwar in vielen Fällen bei der Verlaufsbeurteilung von Krebserkrankungen hilfreich sein, sie sind aber nur bedingt aussagefähig (siehe auch ausführliches Infoblatt "Tumormarker" der GfBK). Wenn überhaupt, dann ist bei Ihnen vielleicht eine jährliche Kontrolle angezeigt. Leberbelastende Medikamente, zu denen auch die synthetischen Cholesterinhemmer zählen, können sich sehr wohl auf einen Tumormarker, in Ihrem Fall dem CA19-9 negativ auswirken und Sie zu falschen Rückschlüssen veranlassen. In der Mehrzahl der Fälle, in denen heute cholesterinsenkende Medikamente von Ärzten verordnet werden, könnte durch adäquate diätetische und physiotherapeutische Massnahmen der Wert ohne kritischen Nebenwirkungen gesenkt werden. Unlängst stellte sich bei der Gfbk ein Patient vor, bei dem durch eine Grippeschutzimpfung eine Erhöhung des CEA-Wertes (ebenfalls ein Tumormarker) festgestellt wurde, der sich erst einige Wochen nach der Impfung wieder normalisierte.
PET
In einem Zeitungsartikel wurde ein angeblich neues bildgebendes Verfahren, das "PET" (= Positronen-Emissions-Tomografie) zur Diagnostik von Tumorerkrankungen angepriesen. Weiterhin wurde in dem Bericht ausgeführt, dass auch die Wirksamkeit einer Chemotherapie damit schon nach einem Zyklus beurteilt werden könne. Ist das so richtig? (Signal 2/2003)
Das "PET-Verfahren" ist schon einige Zeit im klinischen Einsatz. Wie bei jedem bildgebenden Verfahren ist für die Beurteilung ein erfahrener Anwender notwendig. Vom Prinzip her handelt es sich um eine Weiterentwicklung bzw. Verfeinerung der Computertomografie (CT), bei dem vor der Untersuchung eine radioaktiv markierte Zuckerverbindung injiziert wird. Der Effekt beruht darauf, dass sich in Tumorzellen Zuckerverbindungen deutlich mehr als in normalen Zellen anreichern. Der Zucker der sich im Körper verteilt, soll dort, wo erhöhter Zuckerumsatz (Metabolismus) ist, diesen durch Schwärzung im Bild anzeigen. Zu bedenken ist allerdings, dass beispielsweise die Nieren und die Blase standardmäßig schwarz sind, da ein Teil des Zuckers mit dem Urin zügig ausgeschieden wird. Mit der Blase wird teilweise auch ein Teil des Enddarms überdeckt und die Darstellung daher ungenau. Dennoch könnte bei vielen Tumoren die Wirkung einer Chemotherapie schon nach einem Zyklus am möglicherweise massiv gesenkten Zuckerverbrauch in den Tumorzellen bewertet werden. Das PET-Verfahren wird aber noch zu wenig in der Verlaufsdiagnostik von Tumorerkrankungen eingesetzt und bei Kosten von ca. 1.200 Euro selten als Kassenleistung anerkannt. Im Interesse der Tumorerkrankten wären hier dringender Forschungsbedarf angezeigt und baldige Änderungen der Kostenerstattungsmodalitäten wünschenswert.
Insulinpotenzierte Therapie?
Ich habe Eierstockkrebs in fortgeschrittenem Stadium. Obwohl man eigentlich nicht recht davon überzeugt ist, rät man mir in der Klinik zu einer neuen Kombination von Chemotherapie. Von einer Bekannten habe ich von der sog. Insulinpotenzierten Therapie mit niedrig dosierter Chemotherapie gehört. Was halten Sie von dieser Methode? (Signal 4/2007)
Unter der sog. „insulinpotenzierten Therapie“ (IPT) versteht man eine niedrig dosierte Chemotherapie nach der Gabe von Insulin, welches den Zuckerstoffwechsel beeinflusst. Es wird davon ausgegangen, dass durch die vorherige Insulingabe die Dosierung der Chemotherapie wesentlich niedriger gewählt werden kann, ohne einen Verlust der Wirksamkeit in Kauf nehmen zu müssen. Grundlage der Wirkung soll sein, dass Tumorzellen auf ihrer Oberfläche vermehrt Rezeptoren für das Insulin tragen. Durch die Anlagerung des Insulins an diese Rezeptoren gelangt dabei Zucker aus dem Blut in die Zelle hinein. Bei Überangebot an Insulin und folglich sehr niedrigem Blutzuckerspiegel sollen durch die geöffneten Zellmembranen passiv auch andere Stoffe wie beispielsweise Zytostatika, d.h. Substanzen der Chemotherapie, vermehrt in die Zelle gelangen können. Ob durch die Verabreichung von Insulin vor der Chemotherapie tatsächlich die erkrankten Zellen das Zytostatikum besser aufnehmen können, ist bisher jedoch nicht ausreichend am Menschen belegt. Zwar gibt es auch hier - wie bei vielen noch ungenügend erforschten Methoden - Einzelfälle, bei denen sich günstige Krankheitsverläufe zeigten, dennoch ist das Verfahren nicht risikolos oder ungefährlich. Man weiß in der Medizin ganz genau, was passiert, wenn der Blutzuckerspiegel wie bei der IPT verursacht auf Werte unter 40mg/dl absinkt (normale Werte liegen um 100mg/dl). Insbesondere das Gehirn ist auf die Verbrennung von Zucker angewiesen. Deswegen können bei niedrigem Blutzuckerspiegel vor allem sog „zerebrale Probleme“ auftreten: Es kann zu Konzentrationsproblemen, schnellerem Herzschlag, vermehrtem Schwitzen, Blutdruckerhöhung, Unruhe bis hin zu plötzlich einsetzender Bewusstlosigkeit, Lähmungen und Krampfanfällen kommen. Daher erscheint es uns in dieser Situation fragwürdig, noch eine wenn auch niedrig dosierte Chemotherapie zu verabreichen. Problematisch an dieser Therapieform ist weiterhin, dass von manchen Anwendern behauptet wird, die insulinpotenzierte Therapie könne alternativ zu Operationen eingesetzt werden. Sollten Sie sich dennoch dafür entscheiden, sollte eine kontinuierliche ärztliche Überwachung der Therapie über mindestens vier Stunden gewährleistet sein und Sie sicherstellen, dass Sie eine solche Therapie bei Unverträglichkeit oder Verschlimmerung Ihres Krankheitsbildes jederzeit beenden können.
Metastasen im Bauchraum
Wegen einem Eierstockkrebs musste ich mich im letzten Jahr einer Unterleibstotal-Operation unterziehen und wurde mehrfach mit unterschiedlichen Formen der Chemotherapie nachbehandelt. Inzwischen ist leider eine ausgedehnte Metastasierung im Bauchfell mit starker Bauchwasserbildung (Aszites) aufgetreten. Dem Vorschlag einer erneuten systemischen Chemotherapie stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Gibt es aus Ihrer Sicht dazu Alternativen?
Wir empfehlen Ihnen im vorliegenden Fall eine spezielle Art der Hyperthermie- (= Überwärmungs-)Therapie, die so genannte IPHC (= intraperitoneale Hyperthermie). Dabei wird die Bauchhöhle mit einer bis zu 48 Grad vorgewärmten Kochsalzlösung ca. ein bis zwei Stunden durchspült, in die zusätzlich zytostatische (= tumorzellhemmende) Mittel gegeben werden können und die im Bauchraum zu Temperaturen von ca. 42 bis 43 Grad führen. Dadurch kann die örtliche Wirksamkeit der Chemotherapie erhöht und gleichzeitig die Menge an Zytostatika verringert werden. Die Nebenwirkungen dieser örtlichen Chemotherapie sind dadurch auch wesentlich geringer. Besonders bei Eierstockstumoren, die auf anderere therapeutische Methoden kaum reagieren, aber auch bei anderen Geschwülsten, die in das Bauchfell metastasieren (= Tochtergeschwülste bilden), wie beispielsweise Magen-, Darm- und Lebertumore, kann diese besondere Art der Überwärmungsbehandlung sehr erfolgreich sein. Weitere Einzelheiten über die Therapie und Anwenderadressen können Sie über die GfBK erhalten. Falls noch nicht erfolgt, sollten Sie auch zusätzlich ein biologisches Basistherapiekonzept mit den bekannten Schwerpunkten beginnen.
Misteltherapie bei Eierstockkrebs
Ist Ihnen eine negative Wirkung von Mistelpräparaten bei Eierstockkrebs bekannt ? Nach neueren Erkenntnissen sollen angeblich Mistelpräparate bei Eierstockkrebs möglicherweise krebsfördernd wirken im Gegensatz zur krebshemmenden Wirkung bei Brustkrebs ? Stimmt diese Aussage? Gibt es dazu Untersuchungen bzw. Veröffentlichungen? Müßte ich dann nicht dieses Präparat absetzen? (Signal 3-2003)
Bei der Anwendung einer Misteltherapie bei Eierstockskrebs bestehen keinerlei Bedenken. In mehreren klinischen Studien an insgesamt 419 Patientinnen mit Eierstockskrebs konnte die krebshemmende Wirkung der Mistel nachgewiesen werden. Dies zeigen auch die höheren überlebenszeiten von mit Mistel behandelten Patientinnen sowie deren gesteigerte Lebensqualität. Behauptungen, die Mistel könne den Eierstockskrebs fördern, gehen auf Untersuchungen mit isolierten Wachstumsfaktoren (Vorstufen und Botenübertragungsstoffe der weißen Blutkörperchen), den sog. Zytokinen (wie z.B. Interleukin-6, Tumor-nekrosefaktor- a) zurück. Dort wirkten im Reagenzglas die einzelnen Zytokine gegenüber Eierstockskrebszellen sowohl wachstumshemmend als auch stimulierend. Obwohl durch eine Misteltherapie die körpereigene Freisetzung von diesen Zytokinen gefördert wird, kann man allerdings nicht die umgekehrte Schlussfolgerung ziehen, Mistel wirke bei Eierstockskrebs negativ. Denn es ist schon lange bekannt, dass man die Wirkung von isolierten Zytokinen nicht mit der Beeinflussung des gesamten Zytokinspektrums - so wie es bei der Mistelgabe der Fall ist - vergleichen kann. Die positive Wirkung der Misteltherapie bestätigt sich auch in den oben beschriebenen Untersuchungen an Patientinnnen mit Eierstockskrebs. Leider geschieht es jedoch immer wieder, dass Untersuchungen im Reagenzglas allzu leicht auf den Patienten übertragen werden. Dieser Widerspruch zeigt sich auch darin, dass durch die direkte Einspritzung in Bauchdeckenmetastasen bei Eierstockskrebspatientinnen sowohl durch Mistel als auch durch isolierte Zytokine (TNF-a) Tumorrückbildungen erreicht werden konnten !
Budwig-Diät
Ich habe Krebs im fortgeschrittenen Stadium und bekomme seit einigen Monaten eine Chemotherapie. Nun habe ich von Mitbetroffenen von den positiven Wirkungen der Budwig-Diät gehört und möchte diese gerne durchführen. Was halten Sie davon? (Signal 1/2008)
Johanna Budwig (1908-2003), eine Chemikerin, war der Meinung, dass Krebs durch eine bestimmte Öl-Eiweiß-Kost heilbar wäre. Bei der Budwig-Diät wird im Fettstoffwechsel der entscheidende Faktor für die Krebsentstehung gesehen. Besonders empfohlen wird der Verzehr von Leinsamen, kaltgepresstem Leinöl, Quark und Hüttenkäse. Auch Gemüse, Sauerkrautsaft, Obst oder Nüsse (jedoch keine Erdnüsse) können verzehrt werden. Gänzlich verzichtet werden soll auf Fleisch, Fisch, Butter, konservierte Nahrungsmittel, Margarine, Nudeln, Tiefkühlkost und Zucker. Laut Johanna Budwig hat die Diät Auswirkungen auf die Zellatmung des Tumorgewebes, indem deranaerobe Stoffwechsel der Tumorzellen zurück zum aeroben Stoffwechsel geführt werden könne. Einen von der Wissenschaft akzeptierten Beweis konnte Frau Budwig aber leider nicht erbringen, so dass viele positive Schilderungen auf die Erfahrungen von Patienten zurückgehen.
Unsere Bewertung: Auch wenn es ohne Zweifel einzelne Erfolge gibt, gibt es keine Krebsdiät, die sich bei einer auffälligen Vielzahl von Betroffenen zur Bekämpfung von Krebs bewährt hat. So sollte auch bei der Budwig-Diät nicht davon ausgegangen werden, dass diese Kost spezifisch wirksam gegen Krebs ist. Die Budwig-Diät ist im Gegensatz zu anderen deutlich einseitigeren Diätformen (z. B. übertriebene Formen der makrobiotischen Kost, Breuß-Fastenkur, strenger Veganismus) als medizinisch unbedenklich anzusehen. Insbesondere das von Frau Budwig vorwiegend verwendete Leinöl ist sehr empfehlenswert und kann ohne weiteres z. B. in Form des Leinöl-Quarks in die tägliche Ernährung integriert werden.
Viele Patienten berichten über eine Verbesserung des Allgemeinbefindens durch die Einhaltung der Budwig-Diät. Sicherlich spielen hier die Verwendung von hochwertigen Ölen und Fetten, die Reduktion der Kohlenhydratzufuhr und der Verzicht auf veränderte industrielle Nahrungsmittel eine Rolle. So weisen zahlreiche Studien auf die krebshemmende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren, wie sie auch im Leinöl enthalten sind, hin. Auch aktuelle Forschungen des Tumorwissenschaftlers Johannes Coy zeigen, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine glukose- und kohlenhydratarme sowie eine hochwertige öl- und proteinreiche Ernährung eine Krebstherapie unterstützen kann. Auch darin könnte ein Hinweis für die positiven Wirkungen der Budwig-Diät liegen.
Grundsätzlich gilt: Eine gesunde Ernährung sollte neben ihrem gesundheitlichen Aspekt in erster Linie die Lebensfreude stärken. Entscheidend für die Ernährung bei Gesunden und Krebserkrankten ist es, eine ausgewogene, naturbelassene und abwechslungsreiche Ernährung im Sinne einer sog. lacto-vegetabilen Vollwertkost zusammenzustellen, die auf die jeweiligen Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist. Das bedeutet auch, dass z. B. während Strahlen- oder Chemotherapie auf bestmögliche Verträglichkeit und die Verhinderung einer Mangelernährung zu achten ist, so dass eine Vollwertkost unter diesen Bedingungen je nach Verträglichkeit und Verdauungsleistung nicht immer sinnvoll sein muss. Hier können die Bevorzugung von gedünstetem Obst und Gemüse und die Einstreuung milchsäurehaltiger Lebensmittel in den Speiseplan hilfreich sein.
Coy-Diät
Meine Frau leidet an einer Krebserkrankung. Die Metastasen in Leber und Lunge wurden durch Chemotherapien mit wenig Erfolg therapiert. Jetzt haben wir auch aus der Bild-Zeitung erfahren, dass es die sog. Coy-Diät gibt, bei der durch Zuckerreduktion ein Aushungern der Krebszellen beschleunigt werden soll. Es wird erwähnt, dass man besonders Käse, Butter, Fleisch also auch eiweißhaltige Speisen, zu sich nehmen soll. Andererseits wird von der GfBK empfohlen, dass man auf eiweißhaltige Nahrung verzichten sollte. Diese Aussagen sind widersprüchlich, und verunsichern mich, wie wir uns in Zukunft richtig ernähren sollen. Was können Sie dazu sagen? Soll meine Frau Ihre Ernährung entsprechend umstellen?
Eine Ernährungsumstellung kann zwar zu jedem Zeitpunkt einer Krebserkrankung sinnvoll sein, unabhängig davon, ob bereits Metastasen bestehen oder nicht. Es gilt aber zu prüfen, inwieweit spezielle Empfehlungen für den einzelnen Krankheitsfall passen oder nicht. Die Coy-Diät geht davon aus, dass wenn man speziell hierfür entwickelte Lebensmittel mit herkömmlicher, wenig Glukose (Kohlenhydrate) freisetzender Nahrung kombiniert, das Wachstum aggressiver Krebszellen und von Metastasen gehemmt werden kann. Im Rahmen dieser Diät ist es wichtig, keine stark kohlehydrathaltigen Lebensmittel mit sogenanntem hohem glykämischen Index zu verzehren. Dabei ist von großer Bedeutung, ob der Zucker im Organismus langsam oder schnell verstoffwechselt wird. Der sogenannte glykämische Index misst, wie schnell nach dem Verzehr eines Nahrungsmittels die Zuckerkonzentration im Blut ansteigt. Die glykämische Last berücksichtigt zusätzlich wie das Verhältnis der Kohlenhydrate zu den anderen Bestandteilen in einem Lebensmittel ist. Ein Beispiel: Der Blutzuckereffekt von 100 g Baguettebrot ist wegen seines sehr hohen Kohlenhydrat-Gehalts trotz identischem glykämischen Index etwa 6 mal so groß wie der von 100 g gekochten Möhren, d.h. Sie müssen ungefähr 600 bis 700 g Möhren zu sich nehmen, um die Blutzuckerwirkung von 100g Baguette zu haben. Ob diese Diät im Einzelfall immer wirklich streng "durchgezogen" werden muss, ist schwierig zu beantworten. Bisher gibt es zur Anwendung dieser Diätform nur Tierversuche sowie Erfahrungsberichte und keine Ergebnisse veröffentlichter klinischer Studien. Es ist zwar erwiesen, dass gerade Tumore in fortgeschrittenem Stadium einen bis zu 30-fachen Verbrauch an Zucker bzw. Glucose haben. Seit Warburg ist auch bekannt, dass Krebszellen Glucose nicht zu Kohlenhydraten und Wasser verbrennen können wie gesunde Zellen, sondern diesen zu Milchsäure vergären. Kritisch ist aber anzumerken, dass nicht richtig geklärt ist, wie weit der Blutglukosespiegel gesenkt werden muss, um wirklich erwünschte schädliche Wirkungen auf Krebszellen im Organismus zu erreichen. Besonders Krebspatienten, die an Auszehrung (Kachexie) leiden, sollten auf gar keinen Fall diese Diät umsetzen. Eine vollwertige vitalstoffreiche eher kohlenhydratarme Ernährung kann helfen, die körpereigene Abwehr zu aktivieren. Diese beinhaltet das Meiden stark kohlenhydrathaltiger Speisen und Getränken mit hohem glykämischem Index. Vollkornprodukte, über die die Kohlenhydrate über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, sollten bevorzugt werden und auch der regelmäßigen Verzehr von am besten leicht gedünstetem Gemüse zum alltäglichen Speiseplan gehören. Denn die Asiaten und Italiener essen neben Reis und Nudeln -die nach dem Coy-Prinzip eher nicht verzehrt werden sollten- sehr viel Gemüse. Asiaten trinken zudem viel grünen Tee. Beides trägt neben regelmäßiger körperlicher Betätigung und ausreichendem Schlaf zur Gesunderhaltung bei. Problematisch in der Ernährung kann ein Zuviel an tierischem Eiweiß sein. Dieses wird in unserer westlichen Welt übrigens häufig über Wurst und zuviel Fleisch und Milch zu sich genommen, während die Asiaten Ihren Eiweißbedarf über pflanzliches Eiweiß und Fisch decken, was weniger problematisch ist. Es geht daher weniger um einen kompletten Verzicht von Eiweiß, sondern eher um die sorgfältige und bewusste Auswahl. Gegen ein Steak von Rindern, die aus kontrolliert-biologischer Viehzucht stammen, ist aus unserer Sicht nichts einzuwenden. Schwierig ist, dass sich bisher zuwenig ärzte oder Ernährungsberater wirklich fundiert mit dieser speziellen Diät auskennen. Daher muss man vorsichtig sein, Patienten nicht zu verunsichern und den Sinn möglicherweise einseitiger Ernährungsvorschläge genau hinterfragen. Grundsätzlich empfehlen wir lieber ein ausgewogenes an einer vollwertigen Kost orientiertes Ernährungskonzept, dass natürlich auf den einzelnen Menschen und seine Krankheitssituation abzustimmen ist. Im Zweifelsfall sollten Sie mit unserem ärztlichen Beratungsdienst Rücksprache halten.
Erhöhen Vitamine die Sterblichkeit?
Aus einer Fernsehsendung habe ich entnommen, dass Beta-Karotin und Vitamin E eine erhöhte Sterblichkeit verursachen sollen. Kann ich die Nahrungsergänzungsmittel nun bedenkenlos weiter einnehmen? Meine Ernährung habe ich seit meiner Prostata-Operation wegen Prostatakrebs ebenfalls umgestellt. Ich esse mehr Obst und Gemüse in denen allerdings auch die oben genannten Vitamine auftreten. Muss ich mich hier auch umstellen? (Signal 2/2008)
Vitamin E und ß-Karotin (wasserlösliches Vitamin A) werden sehr häufig von Krebspatienten in Form von Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen, mit dem Ziel, den Heilungsprozess fördern und die Nebenwirkungen aggressiver Behandlungen zu mindern.
Insbesondere die Anwendung von Vitamin E und Beta-Karotin wurde in jüngster Zeit in der Öffentlichkeit eher negativ (erhöhtes Sterberisiko, erhöhtes Lungenkrebsrisiko) dargestellt. Bevor man daraus allerdings falsche Schlussfolgerungen zieht, sollte man sich die Studienergebnisse, auf denen diese Pressemeldungen beruhen, genauer anschauen.
So hat Prof. Miller von der John Hopkins Universität 2004 eine sogenannte Metaanalyse zur gesundheitlichen Wirkung von Vitamin E veröffentlicht. Dabei hat er 19 Studien untersucht, in denen Patienten mit unterschiedlich starken chronischen Erkrankungen und in unterschiedlichen Altersgruppen in verschiedenen Dosierungen 16-20.000 I.E. synthetisches Alpha-Tocopherol (nicht natürliches Vitamin E) pro Tag erhalten haben. Aus dieser heterogenen Personengruppe hat er dann abgeleitet, dass tägliche Vitamin-E-Dosierungen von mehr als 150 I.E. pro Tag (in den Studien wurde allerdings nie das natürliche Vitamin E sondern immer nur das synthetische Alpha-Tocopherol eingesetzt) das allgemeine Sterberisiko bei den Patienten erhöhe. Interessanterweise wurde das allgemeine Sterberisiko in der untersuchten Studie mit der höchsten Vitamin-E-Gabe von 2.000 I.E. tatsächlich aber verringert. Diese Metaanalyse von Prof. Miller ist von internationalen Fachleuten heftig kritisiert worden. Zu aller Überraschung schreibt Prof. Miller am Ende seiner Veröffentlichung selbst: "Die untersuchten Studien mit hoher Vitamin-E-Zufuhr wurden an kleinen Patientengruppen mit verschiedensten chronischen Erkrankungen durchgeführt, daher ist die Übertragbarkeit unserer Ergebnisse auf gesunde Menschen unsicher."
Bezüglich der Gabe von Beta-Karotin sollte in zwei großen Studien (ATBC-Studie und CARET-Studie) ein möglicherweise schützender Effekt von Beta-Karotin unter anderem vor Lungenkrebs bei Rauchern untersucht werden. Es zeigte sich bei der Auswertung der Studie bei den Teilnehmern, die weiterhin mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchten und gleichzeitig Betakarotin einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Bei den Teilnehmern jedoch, die weniger als 20 Zigaretten rauchten, zeigte sich ein leicht erniedrigtes und bei den Teilnehmern, die aufhörten zu rauchen, sogar ein deutlich erniedrigtes Risiko. Beta-Karotin erhöht also nur bei den starken Raucher (mehr als 20 Zigaretten) das Lungenkrebsrisiko, senkt es aber bei allen anderen! Experten nehmen an, dass dabei nicht das Beta-Karotin, sondern deren Oxidationsprodukte zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko bei noch aktiven Rauchern führen könnten. So gibt es wiederum andere Studien, die zeigen konnten, dass eine kombinierte Gabe von Beta-Karotin mit anderen "Antioxidantien" wie Vitamin E und Vitamin C durchaus positive Effekte haben kann. Weiterer Kritikpunkt: An beiden Studien nahmen nur Personen teil, die bereits bei Studienbeginn sehr lange stark geraucht hatten, Personen also, bei denen möglicherweise bei Studienbeginn schon Lungenkrebs induziert war. Wenn Beta-Karotin in den frühen Phasen der Krebsentstehung, nicht aber in der späten Wachstumsphase wirkt, kann bei dieser Personengruppe kein schützender Effekt erwartet werden.
Unser Fazit lautet daher: Es gibt sowohl Studien, die positive als auch negative Effekte von Vitaminen zeigen. Diese oben genannten Beispiele verdeutlichen aber, dass man sich das Design der Studien, deren Ergebnisse und auch die verwendeten Präparate genauer anschauen muss, um daraus Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Grundsätzlich sind pflanzliche Vitamine synthetischen Vitaminen vorzuziehen. Unterstützt werden sollte dies zusätzlich durch eine vitalstoffreiche Ernährung bevorzugt mit Vollkorngetreide und -produkte (nicht zu grob!); Rohkost (in kleinen Mengen); Biogemüse; naturbelassene pflanzliche Öle und Fette (insbesondere Olivenöl und Leinöl).
Interessant gerade auch für an Prostatakrebs Erkrankte ist die Tatsache, dass Männer, die häufig Ketchup, Tomatenmark oder Tomatensaft verzehren, weniger häufig an Prostatakrebs erkranken. Diese Beobachtung wird auf das in Tomaten enthaltene stark antioxidativ wirksame Lycopin zurückgeführt. Lycopin wird durch vorheriges Erhitzen der Tomaten wohl besser für den Körper verfügbar gemacht, daher ist die bessere vorbeugende Wirkung von z.B. Tomatensaft im Gegensatz zu "rohen Tomaten" zu erklären. In Laborversuchen konnte Gelbwurz (=Kurkumin) bei Prostatakrebs die Umwandlung von hormonabhängigen zu hormonunabhängigen Zellen verzögern und den spontanen Zelltod beider Zellarten herbeiführen. Das Rezept für einen Gelbwurz-Tomaten-Drink erhalten Sie bei der GfBK. Umgekehrt konnte in anderen epidemiologischen Studien gezeigt werden, dass ein Mangel an Selen und Vitamin D vermehrt zu Prostatakrebs führt. Bei bereits an Prostatakrebs Erkrankten haben aktuelle Studien zudem einen positiven Effekt von Granatapfelextrakt und Leinsamen zeigen können.
Ernährung als Prophylaxe?
Meine Mutter ist an Brustkrebs leider verstorben. Daher bemühe ich mich seit Jahren, durch eine gesunde Lebensweise einschließlich der Ernährung mein Erkrankungsrisiko zu reduzieren. Zur Ernährung habe ich folgende Frage: Besteht nach Ihrer Ansicht ein Zusammenhang zwischen der asiatischen und mediterranen Küche und den dort deutlich niedrigeren Brustkrebserkrankungszahlen? (Signal 1-2003)
Es gibt durchaus einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten in den asiatischen Ländern und dem dort wesentlich seltener auftretenden Brustkrebs. Wir können Ihnen ohne Bedenken empfehlen, Ihre Ernährungsgewohnheiten an den Vorgaben einer asiatischen bzw. mediterranen Küche auszurichten. Schwerpunktmäßig sollten Sie bevorzugt pflanzliche Lebensmittel, wertschonend gegart bzw. gedünstet in den Speiseplan einbauen und den Konsum von tierischen Produkten - auch von Milch bzw. Milcherzeugnissen - reduzieren. Bedeutend ist bei der Entscheidung für eine Ernährungsform dennoch, dass Ihnen diese Ernährung schmeckt, Ihnen gut bekommt und Sie nicht ständig das Gefühl haben auf irgendetwas verzichten zu müssen. Sehr gute Literaturempfehlungen zu diesem Thema sind: Barbara Temelie: "Die Ernährung nach den 5 Elementen" und das "5 Elemente Kochbuch", beide erschienen im Joy Verlag und Jane Plant: "Dein Leben in deiner Hand", Goldmann Verlag. Ebenfalls wertvolle Hinweise können Sie unserer kostenlosen Broschüre Ernährung und Krebs entnehmen, die Sie jederzeit über unsere zentrale Beratungsstelle anfordern können.
Ernährungsempfehlungen bei zu starker Gewichtsabnahme
Ich bin Darmkrebspatient und habe in der Zeit nach der Operation stark an Gewicht verloren. Ich bekomme momentan eine Chemotherapie und habe Angst, dass ich darunter noch mehr an Gewicht verliere. Was kann ich dagegen tun? (Signal 2/2011)
Um eine Gewichtszunahme zu erreichen, müssen Sie nicht mehr Nahrungsmengen essen. Reichern Sie ruhig mit Kalorien an; gehen Sie üppiger um mit Sahne, Butter und hochwertigen Ölen um und wählen Sie Sahnekäse statt Magerkäse. Gönnen Sie sich öfter gemixte Säfte, Milchmix- oder Quarkgetränke, die mit Mandelmus oder Sanddorn angereichert sein können oder mit Honig gesüßt werden. Bei zusätzlicher Appetitlosigkeit ist es ratsam, lieber häufiger kleine Mahlzeiten oder Häppchen zu sich zu nehmen und den Appetit vorab mit Artischockencocktail, Aperitif oder gut gewürzten Suppen anzuregen. Bei Übelkeit und Brechreiz kann auch der konsequente Einsatz so genannter „Bitterstoffe" helfen wie z. B. „Amara-Tropfen" (Weleda) bzw. „Enzian-Magentonikum" (Wala) oder „Bitterstern-Mixtur, jeweils 15 Minuten vor dem Essen einzunehmen.
Als zusätzliche Nahrungsergänzung haben sich Omega-3-Fettsäuren und bei ausgeprägter körperlicher Schwäche auch die Gabe von hoch dosiertem L-Carnitin, einer vitaminähnlichen Substanz bewährt. Wichtig ist dabei, dass mit 2g täglich ausreichend hoch dosiert wird.
Sprechen Sie auch mit Ihrem behandelnden Arzt darüber, ob eine zusätzliche Ernährung über die Venen sinnvoll wäre. Denn eine Heidelberger Forschergruppe konnte im Jahr 2010 zeigen, dass sich eine sog. parenterale Ernährung positiv auf den Gesundheitszustand und sogar auf das Überleben von Darmkrebspatienten auswirken kann.
Heilfasten bei Krebs
Ich möchte wissen, ob ich als Brustkrebspatientin, die auch mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt wurde und bei der Behandlung im Januar 2005 schon abgeschlossen war, jetzt zur Entgiftung Heilfasten machen kann - oder schadet mir das? (Signal 2-2006)
Grundsätzlich hängt die Durchführbarkeit eines Heilfastens nach einer Brustkrebserkrankung und auch nach anderen Krebserkrankungen von vielen verschiedenen Faktoren ab, so insbesondere der körperlichen Befindlichkeit und Belastbarkeit. Bei stark ausgeprägter körperlicher Schwäche und Gewichtsabnahme ist vom Heilfasten eher abzuraten. Auch ein Heilfasten, das länger als 1 Woche dauert, sollte grundsätzlich auch bei Gesunden nur unter professioneller ärztlicher Begleitung erfolgen. Eine allzu drastische Gewichtsabnahme ist in jedem Fall zu vermeiden, da häufig unter einer Chemotherapie oder Bestrahlung eine Gewichtsabnahme erfolgt und im Rahmen der Erholungsphase eher ein Aufbau und nicht eine weitere Schwächung des Organismus erfolgen sollte. Um eine Entgiftung des gesamten Organismus zu erreichen, können alternativ auch andere Maßnahmen durchgeführt werden, so z.B. die Ausleitung mit homöopathischen Komplexmitteln, eine Säure-Basen-Regulation und darmregulierende Maßnahmen. Auch eine besondere Diätform wie das Basenfasten (Buchempfehlung: Gesundheitserlebnis Basenfasten von Sabine Wacker, erschienen im Haug-Verlag ), bei der nicht auf eine Nahrungsaufnahme verzichtet werden muss, ist für einen gewissen Zeitraum durchaus zu empfehlen.
Kaffee und Grüner Tee beeinflussen den Hormonspiegel
Ich habe gelesen, dass Kaffee und Grüner Tee Einfluss auf Hormonspiegel haben soll. Können Sie mir darüber etwas sagen? (Signal 372012)
Zu dieser Frage wurde erst vor kurzem eine amerikanische Studie veröffentlicht (Schliep KC / American Journal of Clinical Nutrition 2012). Dabei wurden 259 Frauen, die sich vor den Wechseljahren befanden, über einen Zeitraum von zwei Monatszyklen bis zu drei Mal wöchentlich eine Blutprobe abgenommen und ein ausführlicher Fragebogen zur Nahrungszufuhr in den letzten 24 Stunden ausgefüllt. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass zwei Tassen Kaffee am Tag den Östrogenspiegel bei Asiatinnen und afroamerikanischen Frauen steigern, während bei weißen US-Amerikanerinnen die gegenteilige Wirkung eintritt und der Östrogenspiegel gesenkt wird.
Allerdings waren die Unterschiede zwischen den ethnischen Gruppen nur auf das Koffein im Kaffee beschränkt. Alle anderen koffeinhaltigen Getränke und Grüner Tee steigerten bei allen Frauen den Östrogengehalt. Die Ausschläge waren jedoch gering und lösten keine Zyklusstörungen aus. Momentan ist es daher noch zu früh, um eindeutige Empfehlungen auszusprechen, zumal bisherige Studien eher positive Wirkungen von Kaffee und grünem Tee aufgezeigt haben. Während bei Kaffee vor allem der moderate Genuss von 1-2 Tassen positive Effekte hat, darf es beim Grünen Tee wohl eher etwas mehr sein. So zeigte eine Studie, dass durch den Genuss von grünem Tee (allerdings mindestens fünf Tassen täglich) das Brustkrebsrisiko um 22 Prozent gesenkt werden konnte (Sun C / Carcinogenesis 2006). Eine andere Studie zeigte einen Schutz vor Krebserkrankungen sogar erst ab dem täglichen Genuss von 10 Tassen Grünem Tee (Nakachi K / Biofactors 2000). Andere Forscher wiederum schränken ein, dass wer mehr als zehn Tassen grünen Tee am Tag trinkt, dadurch seine Leber und Nieren schädigen könnte (Lambert Y / Chem. Res. Toxicol. 2007). Allerdings gilt auch für andere Erkrankungen, wie z.B. Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose, dass man auch hier zur Vorbeugung bzw. Behandlung größere Mengen am Tag zu sich nehmen müsste. Insofern kann man aufgrund der bisherigen Forschungsergebnisse festhalten, dass Mengen zwischen 5 und 10 Tassen (8 Tassen entsprechen einem Liter Tee) bei Krebserkrankten am meisten gesundheitsfördernd wirken und völlig unbedenklich sind. Für die Vorbeugung bei Gesunden reichen wahrscheinlich vier Tassen kräftiger Tee völlig aus.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Grünen Tees sind übrigens neben dem anregenden Koffein (bzw. Teein) Wirkstoffe aus der Gruppe der Catechine, deren bekanntester Vertreter das Epigallocatechingallat (EGCG) ist, das für die krebshemmende Wirkung verantwortlich sein soll. Catechine geben übrigens dem Grünen Tee seinen bitteren Geschmack, der sich erst nach längerem Ziehen bemerkbar macht.
Das EGCG kommt allerdings in verschiedenen Teesorten in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Generell sollen die japanischen Grüntees hochwertiger als die chinesischen sein. Auch wenn alle japanischen Produkte vor der Einfuhr in die EU einer Kontrolle unterliegen, sollte man dennoch kritisch sein, was die Unbedenklichkeit nach dem AKW-Unfall in Japan angeht. Allgemein kann man sagen, dass der Sencha-Tee wohl die höchsten Konzentrationen an EGCG enthält. Achten Sie generell darauf, dass Sie Produkte verwenden, die aus ökologischer Landwirtschaft kommen. Am besten, Sie verwenden „rückstandskontrolierte" Tees.
Im Gegensatz zu anderen Teesorten sollte man beim Aufbrühen von Grünem Tee nur Wasser mit einer Temperatur von 70 bis 80 °C verwenden, da der Tee sonst zu bitter schmeckt. Normalerweise lässt man das abgekochte Wasser etwa 5 Minuten stehen, bevor man es für den Teeaufguss nimmt. Um maximale Wirkstoffkonzentrationen im Teeaufguss zu erhalten, ist es am besten, den Tee für ca. 8-10 min ziehen zu lassen. Für die Geschmacksverbesserung kann man z.B. etwas Zitrone oder Orangensaft hinzufügen. So soll das darin enthaltene Vitamin C die Aufnahme im Körper verbessern. In keinem Fall Milch dazugeben, da dann die Wirkstoffe nicht aufgenommen werden können. Wer langes Ziehen nicht mag, kann grünen Tee auch zwei- bis dreimal aufgießen, um höhere Wirkstoffkonzentrationen zu erhalten. Allerdings gilt zu beachten, dass bei weiteren Aufgüssen die Ziehzeit kürzer sein sollte.
Ketogene Diät
Eine Kollegin aus meiner Selbsthilfegruppe schwört auf die ketogene Diät. Was steckt genau dahinter, und soll ich wirklich komplett jeden Zucker meiden, auch den Fruchtzucker aus meinem geliebten täglichen Apfel? (Signal 4/2012)
Die Befürworter der ketogenen Diät gehen davon aus, dass durch eine Ernährungsumstellung auf eine kohlenhydratarme und fett- bzw. eiweißreiche Ernährung das Wachstum von aggressiven Krebszellen und Metastasen gehemmt werden kann. Im Rahmen dieser Diät soll es vor allem wichtig sein, keine stark kohlenhydrathaltigen Lebensmittel mit so genanntem hohen glykämischen Index zu verzehren. Dabei ist von großer Bedeutung, ob der Zucker im Organismus langsam oder schnell verstoffwechselt wird. Der glykämische Index zeigt das Glykämiepotenzial eines Kohlenhydrats; d.h., seine Fähigkeit, nach der Verdauung eine bestimmte Glukosemenge freizusetzen und dadurch den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Die glykämische Last berücksichtigt zusätzlich wie das Verhältnis der Kohlenhydrate zu den anderen Bestandteilen in einem Lebensmittel ist. Ein Beispiel: Der Blutzuckereffekt von 100 g Baguettebrot ist wegen seines sehr hohen Kohlenhydrat- Gehalts trotz identischem glykämischen Index etwa sechsmal so groß wie der von 100 g gekochten Möhren, d.h. man muss ungefähr 600 bis 700 g Möhren zu sich nehmen, um die Blutzuckerwirkung von 100 g Baguette zu erreichen. Was jedoch kaum jemand weiß: 158 g Steak führen zu einer wesentlich höheren Insulinausschüttung als 200 g Pasta, während andererseits bei der ketogenen Diät gerade die Pasta verboten und Schweinebraten empfohlen wird. Bei genauer Sicht der epidemiologischen und ernährungswissenschaftlichen Studienlage ist Vorsicht geboten. Die These, eine »ketogene Diät« könne den Tumor »aushungern« und das Überleben verlängern, ist wissenschaftlich nicht belegt. Bisher gibt es zur Anwendung dieser Diätform nur einen Tierversuch sowie Erfahrungsberichte und keine eindeutigen Ergebnisse klinischer Studien. Dies bestätigt auch eine aktuelle kanadische Studie mit 20.384 Patienten: Der glykämische Index und die glykämische Last der zugeführten Nahrung hatten keinerlei Einfluss auf das Auftreten von Tumoren des Magens, der Leber, der Lunge, der Brust, der Ovarien, der Hoden, der Nieren, der Blase und des Gehirns sowie auf das Auftreten von Non-Hodgkin-Lymphomen, Leukämien und multiplen Myelomen. Lediglich die Entwicklung von Darm- und Prostatakrebs könnte dadurch gefördert werden, so die Autoren der Studie. Dass die ketogene Ernährung im Widerspruch zu ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen steht, zeigt folgendes Beispiel: Die Menschen der Okinawa-Inseln in Japan haben nachweislich die höchste Lebenserwartung und trotz deutlich höherer Lebenserwartung 80 bis 90 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brust- und Prostatakrebs. Die Ernährung der Menschen aus Okinawa (die sich pflanzen- und kohlenhydratreich, kalorien-, fett- und eiweißarm ernähren) steht dabei im krassen Gegensatz zu den genetisch verwandten kanadischen Inuits, die mit ihrer traditionellen Fett-Eiweiß-Kost die kürzeste Lebenserwartung und die meisten Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Kanadier haben. Die in der ketogenen Diät empfohlene erhöhte Zufuhr an Fetten und Eiweißen ist übrigens nicht unproblematisch: Denn tierisches Eiweiß in Form von Fleisch belastet im Übermaß durch Ammoniakbildung im Darm die Leber und damit den Stoffwechsel. Die China Study, die bisher umfassendste Studie über Ernährung, Lebensweise und Krankheit, bestätigt die Bedenken zum Verzehr tierischer Lebensmittel in einer einzigartigen Deutlichkeit in über 100 Originalstudien. Colin Campbell leitete die China Study, an der zwei westliche Universitäten sowie die Chinesische Akademie für Präventivmedizin beteiligt waren. Die als Buch erschienene China Study belegt eindeutig, dass das Risiko, an Darm-, Brust- und Prostatakrebs oder an einer Herzkrankheit zu erkranken, proportional mit dem Fleisch- und Milchkonsum steigt. Quelle: www.thechinastudy.com.
Auch sollte man bedenken, dass allzu häufig tierische Fette mit gesundheitsschädlichen Omega-6-Fettsäuren verzehrt werden und nicht die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren (wie sie in Fisch, Fischöl, Leinöl und Rapsöl enthalten sind). Neue Ergebnisse der europäischen EPIC-Studie belegen ebenfalls die hohe Risikokorrelation zwischen Brustkrebs und Fettkonsum. So verdoppelte ein hoher Fettkonsum (Gesamtfett) das Brustkrebsrisiko der deutschen EPIC-Teilnehmerinnen (Schulz et al., 2008). Bei Französinnen führten insbesondere Transfettsäuren aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu einem 75 Prozent höheren Brustkrebsrisiko (Chajès et al., 2008). Zusammenfassend legt die wissenschaftliche Datenlage nahe, dass zur Vorbeugung unserer heutigen Zivilisationskrankheiten eine abwechslungsreiche, pflanzliche Ernährungsweise die beste Medizin ist. Daher empfehlen wir lieber ein ausgewogenes, an einer vollwertigen Kost orientiertes Ernährungskonzept, dass natürlich auf den einzelnen Menschen und seine Gesundheitssituation abzustimmen ist. Wichtig ist, stark kohlenhydrathaltige Speisen und Getränke mit hohem glykämischen Index zu meiden. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, aus denen die Kohlenhydrate über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden und setzen Sie am besten leicht gedünstetes Gemüse täglich auf Ihren Speiseplan. Asiaten und Italiener essen neben Reis und Nudeln – die nach den Maßgaben der ketogenen Diät eher nicht verzehrt werden sollten – sehr viel Gemüse. Asiaten trinken zudem viel grünen Tee. Beides trägt neben regelmäßiger körperlicher Betätigung und ausreichendem Schlaf zur Gesunderhaltung bei. Im Gegensatz zu den Verfechtern der ketogenen Diät sind wir der Ansicht, dass es eher um die sorgfältige und bewusste Auswahl und nicht um das Weglassen oder Überbetonen einzelner Nahrungsmittel geht. Außerdem ist gerade bei Krebskranken eine differenzierte Vorgehensweise erforderlich, welche das Tumorstadium, persönliche Verträglichkeiten sowie vor allem die individuelle Stoffwechselsituation berücksichtigt. Unser Rat lautet daher: Lassen Sie sich nicht verunsichern und hinterfragen Sie den Sinn einseitiger Ernährungsvorschläge kritisch. Und: Jede dogmatisch ausgelegte Diät ist die falsche Diät. Nehmen Sie generell mehr Gemüse als Obst zu sich. Wenn Sie den „täglichen Apfel” vom Magen-Darm-Trakt her vertragen, besteht kein Grund, sich diesen verbieten zu lassen.
Milch und Krebserkrankung
Von einer Bekannten habe ich gehört, dass Milchprodukte bei Krebs nicht gut sein sollen. Was empfehlen Sie Patienten diesbezüglich? Schließlich soll Milch doch Osteoporose vorbeugen. (Signal 2/2011)
Milchprodukte decken ein Viertel unseres täglichen Nahrungsbedarfes, damit verbrauchen die Deutschen ein Vielfaches mehr Milch als andere Länder, wie z. B. die Asiaten, bei denen Milchprodukte so gut wie nicht verzehrt werden. Hierzulande wird uns hingegen – auch aufgrund der Überproduktion – weiß gemacht, dass Milch wegen seines hohen Kalziumgehaltes vor Osteoporose schützt und daher ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung ist. Allerdings wird dabei häufig nicht beachtet, dass in Japan oder China, wo traditionell wenig bis gar keine Milch getrunken wird, die Osteoporoseraten viel geringer als in westeuropäischen Ländern sind. Somit ist es schlüssig, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel pflanzlichen Lebensmitteln, mit wenig oder gar keinen Milchprodukten, die Kalziumbilanz ebenso sichern kann. Denn es gibt viele pflanzliche Lebensmittel, in denen der Mineralstoff in nennenswerten Mengen enthalten ist, so z.B. in grünem Gemüse, Grünkohl, Fenchel, Brokkoli, frischen Kräutern, Hülsenfrüchten, Haferflocken sowie in kalziumhaltigem Mineralwasser. Übrigens schützen auch andere Faktoren vor Knochenschwäche, beispielsweise Bewegung und eine durch mehr Sonneneinstrahlung gesteigerte körpereigene Vitamin-D-Produktion.
Eines wird bei der Diskussion, wie man dem Knochenschwund, der sog. Osteoporose vorbeugen kann, häufig vergessen, dass z.B. Fast Food, süße Mixdrinks, Cola, Fleisch, Wurstwaren und süße Backwaren einen besonders hohen Anteil von Phosphat haben und dadurch die Kalziumaufnahme hemmen. Auch andere Substanzen hemmen die Aufnahme von Kalzium: so z. B. Oxalsäure in Rhabarber und Spinat, Kakao und schwarzem Tee; Phytin im Getreide sowie Koffein. Und auch bei der Verdauung von tierischem Eiweiß wird viel Kalzium verbraucht, so dass bei Menschen, die sehr viel Fleisch essen, Kalzium dem Knochen nicht mehr zur Verfügung steht.
Damit der Körper Kalzium aufnehmen kann, wird zudem ein anderer Mineralstoff, das Magnesium benötigt. Magnesium ist jedoch in Milch und Milchprodukte nur in geringen Mengen enthalten. Ohne genügend Magnesium wird Kalzium z. B. an den Gefäßwänden abgelagert, die zu Gefäßverkalkungen werden. Diese Gefahr der sog. arteriosklerotischen Plaquebildung bestätigt sich auch in aktuellen Studien, wonach eine zu hohe Kalziumaufnahme das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfälle erhöht.
Viele Menschen wissen außerdem nicht, dass es mit der Qualität unserer Milch nicht immer zum Besten bestellt ist. So ist die Milch seit den 60er Jahren längst zu einem industriell verarbeiteten Nahrungsmittel geworden, da die Milch wärmebehandelt und homogenisiert wird. Einige Ernährungswissenschaftler warnen sogar davor, dass durch die Homogenisierung die Molekülstruktur von Fett und Eiweiß verändert werden könne, was wiederum den Verdauungstrakt stören kann.
Häufig wird die Frage gestellt, ob Biomilch besser ist. Dies kann bejaht werden, da Biomilch keine Schadstoffe und auch mehr von den gesunden Omega-3-Fettsäuren enthält, da die „Bio-Kühe" viel Grünfutter bekommen.
Gerade bei Krebs ist es wichtig, konventionell hergestellte Milch eher zu meiden, da viele Kühe vorbeugend Antibiotika und Wachstumshormone erhalten, die dann auch in der Milch zu finden sind. So zeigen beispielsweise Untersuchungen, dass das Risiko für Prostatakrebs infolge des Milchverzehrs eher ansteigt, und zwar um etwa 30 Prozent, verglichen mit Männern mit geringem Milchkonsum. Daher raten wir insbesondere bei hormonabhängigen Tumoren zu einem eher eingeschränkten Konsum von Milch und Milchprodukten und dem Ausweichen auf Biomilch, Ziegen- oder Schafsmilch. Insbesondere Ziegen und Schafe weiden auf der Wiese, essen daher vor allem Gras und werden nicht mit Kraftfutter gefüttert.
Milch ist für manche auch deshalb kein empfehlenswertes Nahrungsmittel, da etwa 15 Prozent der Menschen keine Milch vertragen. Dabei fehlt den Betroffenen ein Enzym, das den Milchzucker in seine verdaulichen Bestandteile zerlegt. Ohne das Enzym gelangen die Kohlenhydrate unverdaut in den Dickdarm und werden von Darmbakterien vergoren. Völlegefühl, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall sowie erhöhte Infektanfälligkeit oder Sodbrennen sind die Folge. Diese sog. Laktose-Intoleranz kann sich während oder nach einer Chemotherapie noch verstärken bzw. neu auftreten, weshalb neu aufgetretene Beschwerden wie Völlegefühl, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Sodbrennen auch Folge einer Milchunverträglichkeit sein können und spätestens dann Anlass dazu geben sollten, den Milchkonsum zu reduzieren.
Salvestrol, ein neues Wundermittel?
Im Internet und von Bekannten habe ich von dem Mittel Salvestrol erfahren, dass als Kapseln eingenommen werden und das Krebswachstum unterbinden soll. Was ist von dieser Empfehlung zu halten? (Signal 3/2011)
Salvestrol kommt in verschiedenen Gemüsesorten, Gewürzkräutern und Obst vor und soll die über eine Aktivierung eines bestimmten Enzymsystems aus dem Ruder gelaufene Zellen zur Apoptose (dem natürlichen Zelltod) veranlassen und vor Krebswachstum schützen. Bisher gibt es jedoch nur Reagenzglasversuche, die diese Wirkung beschreiben und keine am Menschen durchgeführten Untersuchungen. Auch wir haben bisher keine Erfahrungen gesammelt, die die Wirkung bei Krebserkrankten bestätigen konnten.
Übrigens ist im Reagenzglas oder im Tierversuch für viele Pflanzenfarbstoffe nachgewiesen worden, dass sie entweder die Tumorentstehung verhindern oder das Tumorwachstum hemmen. Dazu gehören eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, schätzungsweise über zehntausend Substanzen! Infolge Ihres weit verbreiteten Vorkommens in Obst und Gemüse halten wir es grundsätzlich für besser, eine Krebsvorbeugung in Form von einer ausgewogenen vielseitigen Vitalkost mit viel Obst und Gemüse gegenüber isolierten Einzelextrakten vorzuziehen. Die Palette der sekundären Pflanzenstoffe kommt in einer Vielzahl von Gemüsesorten bis hin zu Gewürzen und Kräutern vor. Wenn Sie Salvestrole vermehrt aus der Nahrung aufnehmen möchten, bevorzugen Sie eher den bitteren Geschmack von Gemüse- und Obstsorten, da diese Sorten mehr Salvestrole enthalten. Natürliche Quellen von Salvestrolen sind zum Beispiel: Äpfel, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Erdbeeren, Weintrauben, Orangen, Mandarinen, Avocados, Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl, Rosenkohl, Oliven, Artischocken, Basilikum, Löwenzahn, Mariendistel, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei, und Thymian.
Schadet Kaffee?
Ab und zu trinke ich gern eine Tasse Kaffee und habe als Betroffene deswegen ein schlechtes Gewissen, da Kaffee nach Meinung der Mitglieder meiner Selbsthilfegruppe von Krebskranken gemieden werden sollte. Er soll zu einer übersäuerung im Organismus führen und ist bekanntermassen ungesund oder sogar krebserregend. Was ist Ihre Meinung ?
Kaffee ist ein weitverbreitetes Getränk, und stand auch schon im Verdacht Krebs auslösen zu können oder zumindest zu begünstigen. Nach neuesten Erkenntnissen gibt es jedoch keinen zwingenden Grund, auf den Genuss von Bohnenkaffee zu verzichten. Viele Untersuchungen in Nord- und Südeuropa, Asien und den USA wurden durchgeführt, um nachzuweisen, dass Brust-, Eierstock-, Blasenkrebs oder andere Wucherungen durch Kaffee verursacht werden, doch konnte in keiner der Untersuchungen ein solcher Zusammenhang nachgewiesen werden. Vielmehr stellten französische Wissenschaftler im Auftrag des Ernährungsministeriums in langjährigen Querschnittsuntersuchungen fest, dass bei einem regelmäßigen Genuss von vier Tassen Kaffee am Tag, die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken sogar um ein Viertel geringer war. Bei einer schnelleren Darmpassage können wahrscheinlich krebsfördende Stoffe nicht so lange auf die Darmscheimhaut einwirken. Wie bei vielen anderen Stoffen aus der Nahrung, die in gewissem Maß schützend gegen Krebs wirken können, ist aber auch bei Kaffee eine Grenze einzuhalten. Wird diese überschritten, drohen Blutdruckerhöhung und Schlimmeres. Außerdem kann Kaffee Vitamin C zerstören.
Was sind Transfettsäuren?
Seit einer Darmkrebs-Operation vor sechs Monaten bin ich bemüht, meine Ernährung in Richtung Vollwertkost auszurichten. In diesem Zusammenhang habe ich von dem angeblich sehr negativen Effekt so genannter "Transfettsäuren" in der Nahrung gehört. Was ist darunter zu verstehen? (Signal 4-2002)
Bei der industriellen Be- und Verarbeitung flüssiger Fette zu festen, streichfähigen Fetten (z. B. Margarine) entstehen durch den technischen Prozess der Härtung so genannte "Transfettsäuren". Die ungesättigten Fettsäuren (CIS-Form) werden dabei in gesättigte Fettsäuren (trans-Form) umgewandelt. Neben Margarine enthalten z.B. Pommes frites und Kartoffelchips nennenswerte Mengen dieser Fettsäuren. Gehärtete Fette belasten generell die Verdauungsvorgänge im Darm und in der Leber und wirken langfristig schwächend auf das Darm assoziierte (= beigeordnete) Immunsystem ein. In einer gesundheitsfördernden Ernährung, zumal bei Darmkrebs, sollten diese Fette auf ein Minimum reduziert werden.
Welche Fette sind gesund?
Meist wird vor dem Verzehr von zu viel Fett gewarnt, weil es der Gesundheit abträglich sein soll. Andererseits ist mir zu Ohren gekommen, dass es sehr auf die Art der Fette ankommt, die wir zu uns nehmen. Können Sie mir als betroffenem Tumorpatienten etwas zu den essentiellen Fettsäuren, insbesondere den Omega - 3 - Fettsäuren sagen und ihre Empfehlungen diesbezüglich deutlich machen, damit ich mich da richtig verhalte ? (Signal 4-2005)
Es ist heute wissenschaftlich erwiesen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren essentielle Nahrungsbestandteile sind, die im Organismus eine Fülle von wichtigen Aufgaben bei dem Stoffwechselgeschehen haben. Während man früher nur zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten unterschieden hat, stellte sich in letzter Zeit auch ein Wechselspiel innerhalb der ungesättigten Fettsäuren heraus Essentielle Fettsäuren wie die Linol- oder Omega-6-Säure und vor allem Linolensäure oder Omega-3-Säure sind wichtige Stoffe für die Bildung von Hormonen, die dann ihrerseits Zellfunktionen steuern und das Zellwachstum regeln. Besonders die Linolensäure sorgt für Elastizität der Zellwände, wenn sie dort als Bausteine eingesetzt werden. Sind diese Fettsäuren nicht ausreichend vorhanden, so greift der Organismus auf gesättigte Fette zurück, die die Zellwände aber nicht geschmeidig halten können und somit auch die Reaktionsbereitschaft der Zelle abnimmt. Linol- und Linolen vermindern die Entzündungsneigung. Omega-3-Säuren (Linolen) vermindern außerdem die Klebrigkeit der Blutplättchen und erweitern die Gefäße, sodass der Körper besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Außerdem wird ihnen als Immunstimulanz eine vor Krebs schützende Funktion zugeschrieben. In Tierversuchen zeigte sich ein Rückgang des Tumorwachstums nach zusätzlicher Gabe von Omega-3-Säure wie auch eine Verlängerung der überlebenszeit. Omega-3-Säuren sind vor allem in Fischen wie Makrele, Hering, Lachs und Kabeljau enthalten, aber auch in Olivenöl und Lebertran oder Wild. Ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche decken den normalen Bedarf. Die vor Krebs schützende Wirkung von Omega-3-Säuren wird nämlich durch das Vorhandensein von zu viel Linol- oder Omega-6-Säure gemindert. Ein ideales Verhältnis wäre viermal so viel Omega-3 als Omega-6 bei der Nahrungsaufnahme. Tatsächlich ist in unserer Ernährung meist ein deutliches übergewicht an Omega-6-säuren vorhanden. Omega-3-Säuren sind mit höherem Anteil nur in einigen Pflanzenölen, wie Leinöl, Weizenkeimöl oder Schwarzkümmelöl, aber vor allem auch in Tiefsee und Kaltwasserfischen enthalten. Diese Nahrungsmittel sollten bevorzugt, der Verbrauch von rotem Fleisch, Eiern und Milchprodukten mit den darin überwiegenden Omega-6-Säuren dagegen eher verringert werden.
Zimt weglassen?
Ich habe im Internet gelesen, dass seit den 1970er Jahren Cumarin (ist in Zimt enthalten) unter Verdacht steht, Krebs zu verursachen und auch die Leber schädigen kann. Sollte ich also besser auf Zimt verzichten? (Signal 1/2013)
Cumarin ist ein natürlich vorkommender sekundärer Pflanzenstoff, der in verschiedenen Gräsern,
im Waldmeister, in Datteln sowie in bestimmten Zimtarten (Cassia-Zimt) enthalten ist. Die Vermutungen, dass das in Zimt enthaltene Cumarin genschädigend wirken könne, gehen auf
Tierversuche zurück. Möglicherweise können besonders Menschen mit Leber-Vorerkrankungen
wie Hepatitis empfindlich auf Cumarin reagieren. Bisher waren solche Leberschädigungen immer
reversibel. Wir bezweifeln, dass Menschen, die sich im normalen Rahmen gesund ernähren, bedenkliche Mengen an Cumarin zu sich nehmen können.
Gebärmutterhalskrebs und Impfung – Todesfälle?
Meiner Tochter, 14 Jahre alt, wurde eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs empfohlen. Nun habe ich viel Widersprüchliches gehört und hätte gerne gewusst, wie Sie zu dieser Impfung stehen. (Signal 2/2008)
Die GfBK ist dieser Impfung gegenüber kritisch eingestellt. Eine 100%ige Sicherheit bietet die Impfung nicht. Denn bei etwa 30-50% der Frauen sind andere, seltenere Typen von HPV für die Infektion verantwortlich. Außerdem irreführend ist, dass diese Impfung häufig als „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs” bezeichnet wird. Man impft aber nicht gegen Krebs, sondern gegen Viren, die an der Entstehung beteiligt sind. Geimpft wird auch nur gegen 4 Viren, deren Infektion zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Gegen 14 weitere gefährliche HPV-Virustypen schützt diese Impfung überhaupt nicht. Die Impfung wirkt auch nicht vorbeugend, das heißt eine bereits bestehende Infektion kann damit nicht behandelt werden. In Frage kommt diese Impfung somit grundsätzlich nur für junge Menschen, im Idealfall vor dem ersten Geschlechtsverkehr, da die Viren beim Sex übertragen werden. Außerdem sollte man bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs bedenken, dass weitere Risikofaktoren wie fettreiche Ernährung, langjährige Einnahme der Pille und Rauchen das Risiko erhöhen, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
Experten kritisieren außerdem, dass der Impfstoff voreilig auf den Markt kam und viel zu teuer ist. Mit bis zu 500 Euro ist die HPV-Impfung hierzulande die mit Abstand teuerste Impfung für Kinder und Jugendliche. In den USA z.B. ist der Impfstoff mit 280 Euro wesentlich günstiger zu haben!
Unser Fazit: Millionen Mädchen lassen sich gegen Gebärmutterhalskrebs auslösende HP-Viren impfen, obwohl die Wirkung der HPV-Impfung begrenzt ist. Außerdem weiß man nicht genau, wie lange der Impfschutz anhält. So sind die Studien maximal vier Jahre gelaufen. Und ob der Schutz danach noch weiter anhält oder ob nachgeimpft werden muss, ist nicht bekannt.
Außerdem schüren zwei aktuelle Todesfälle Zweifel bei einem der beiden Impfstoffe, dem seit Herbst 2006 zugelassenen Gardasil. Ein 17-jähriges Mädchen aus Deutschland starb einen Tag nach der HPV-Impfung, ein 19-jähriges Mädchen aus Österreich drei Wochen, nachdem ihr der Impfstoff verabreicht wurde. Das pharma-unabhängige "arznei-telegramm" sagt dazu: "Man kann nicht sagen, dass die Todesfälle ursächlich bedingt sind, aber man kann auch nicht ausschließen, dass sie nicht durch die Impfung bedingt sind". Deswegen möchten wir Ihnen raten, die Entscheidung individuell abzuwägen. Denn inzwischen betonen auch ärztliche Fachkreise, dass die Impfung die Früherkennung nicht ersetzt und umgekehrt brauchen Frauen, die regelmäßig zur Früherkennung gehen auch keine Impfung.
Impfung gegen Krebs
Ich bin Mutter einer 17-jährigen Tochter und vor einem Jahr wurde bei mir ein Krebs des Gebärmutterhalses diagnostiziert und die Gebämutter entfernt. Halten Sie bei meiner Tochter die neue Impfung mit Gardisil für sinnvoll? (Signal 1/2007)
Zunächst einmal: Geimpft wird gegen eine Infektion, nicht gegen Krebs. Geimpft wird nur gegen 4 Viren, deren Infektion zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Gegen andere ebenfalls auftretende Virusformen wird nicht geimpft, so dass die Impfung nicht 100prozentig schützen kann. Jedoch kann sie einen 100prozentigen Schutz gegen Neuinfektionen vor den sog. humanen Papillomavirustypen 16 und 18 bieten, die in ca. 70% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs vorkommen. Allerdings sind weiterhin regelmäßige Abstrichuntersuchungen im Sinne einer Früherkennung wichtig, da sich die Impfung eben nicht gegen alle krebsauslösenden Viren richtet. Unser Fazit: Die Wirkung der Impfung kann nicht 100prozentig vor Krebs schützen, kann aber bei Jugendlichen durchaus empfohlen werden. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut diese Impfung generell empfehlen wird. Davon ist abhängig, ob die Krankenkassen diese als Kassenleistung anbieten. Grundsätzlich sollte bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs beachtet werden, dass die Entstehung neben Viren durch eine fettreiche Ernährung und langjährige Verwendung der Pille begünstigt wird. Außerdem haben Raucherinnen ein 3-10mal höheres Risiko als Nichtraucherinnen, eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln, und es wird angenommen, dass eine erhöhte Schwermetallbelastung, z.B. aus Amalgamfüllungen ein begünstigender Faktor sein kann.
Konisation
Seit Jahren habe ich Probleme mit Zellveränderungen im Gebärmuttermund-Bereich, die bisherigen Behandlungsversuche brachten keinen dauerhaften Erfolg. Da der Befund weiterhin kontrollbedürftig ist, wurde mir bei der letzten Kontrolle eine "operative Sanierung" in Form einer "Konisation" empfohlen. Da ich noch relativ jung bin (35 Jahre) und Kinderwunsch habe, schrecke ich vor diesem Eingriff zurück. Gibt es für mich biologische Therapiemöglichkeiten? (Signal 4/2001)
Scheidenfloraregeneration
Meine Frauenärztin stellt bei mir wiederholte Male einen PAP-IV-Befund beim Krebsabstrich des Gebärmutterhalses fest. Nun empfiehlt sie eine Konisation. Gibt es nicht auch Alternativen? (Signal 2/2011)
Da ein PAP IV-Abstrich nur einen Krebsverdacht bedeutet, können Sie auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen lassen und über ein Regenerationsprogramm zur Stabilisierung der Scheidenflora versuchen, die Muttermundveränderungen positiv zu beeinflussen (Infos hierüber erhalten Sie bei der GfBK). Ergänzend kann die Einnahme von Vitaminen (Vitamine C, E und Carotin), Spurenelementen (Zink, Selen) sinnvoll sein. Auch eine Umstellung der Ernährung in Richtung basenreich fördert die Heilungskräfte.
Gute Erfahrungen hat Prof. Schulte-Übbing aus München mit der lokalen Anwendung von Vitamin-D als Zäpfchen gemacht. Zu dieser Anwendung hat er auch eine Studie veröffentlicht. Die Zäpfchen stellt die Klösterl-Apotheke in München (www.kloesterl-apotheke.de) oder auch jede andere Apotheke her. Dafür muss jedoch ein Rezept ausgestellt werden.
Alternativ kann die Vitamin D- Behandlung auch mittels Vaginal-Tampon erfolgen. Dabei wird empfohlen, dreimal pro Woche abends vor dem Einschlafen 10 Tropfen Vitamin-D (z.B. Bio-D-Mulsion-Trpf. oder Vigantol Tropfen; 1 Tropfen Vigantol enthält ca. 500 I.E. Vitamin D) auf einen in Olivenöl getränkten Tampon zu tropfen, einzuführen und über Nacht einwirken zu lassen. Da Bio-D-Mulsin pro Tropfen nur 400 I.E. Vitamin D enthält, können hier 12 Tropfen auf den Tampon getropft werden.
Wichtige Anmerkung: Da die Firma Merck wegen Verunreinigungen aufgrund eines neuen Dosierungssystems Vigantol-Öl freiwillig vom Markt genommen hat, steht es leider, solange Fa. Merck kein alternatives Produkt anbietet, aktuell nicht zur Verfügung. Eine Alternative bietet wie oben angegeben die Firma Organosan mit dem Präparat Bio-D-Mulsion an.
Mistel bei Hirntumoren
Ich bin an einem Glioblastom, einem bösartigen Hirntumor erkrankt und würde gerne Mistel spritzen. Ich bin mir allerdings unsicher, ob dies wirklich sinnvoll ist, da ich mehrfach gehört habe, dass eine Mistelgabe bei Hirntumoren Hirnödeme auslösen kann. Wie beurteilen Sie die Gabe von Mistel bei Hirntumoren? (Signal 2/2008)
Bei Hirntumoren lassen sich in der Praxis die Bedenken, dass eine Misteltherapie bei Hirntumoren Hirnödeme bzw. Hirndrucksteigerungen hervorrufen könne, bisher nicht bestätigen. So ist bisher noch nie eindeutig festgestellt worden, dass die Misteltherapie zu einer Hirndruckerhöhung geführt hat, sondern dass vielmehr Hirntumore diesen erhöhten Hirndruck bewirken. Außerdem gibt es keine Veröffentlichungen, in denen Hirndrucksteigerungen nach Anwendung einer Misteltherapie bei Hirntumoren beschrieben worden sind. Eine Studie zur Misteltherapie bei Glioblastomen fand diesbezüglich ebenfalls kein erhöhtes Risiko; das Befinden der Patienten verbesserte sich unter Misteltherapie vielmehr.
Auch die für die Zulassung der Mistelpräparate zuständige Kommission C beim ehemaligen Bundesgesundheitsamt hatte aufgrund der vorliegenden ärztlichen Erfahrungen Hirntumoren nicht als Kontraindikation in die Fachinformationen der Hersteller mit aufgenommen. So kann man zusammenfassend feststellen, dass man aus den leider nur spärlich vorliegenden Veröffentlichungen nicht den Schluss ziehen kann, dass eine Misteltherapie bei Hirntumoren nicht angewandt werden sollte.
Selbstverständlich gibt es Patienten mit schnell wachsenden Hirntumoren, bei denen auch die Beschwerden durch den Hirndruck krankheitsbedingt zunehmen und die dann behandelt werden müssen. Die Hirndruckzeichen sind dann aber nicht unbedingt eine Kontraindikation für die Misteltherapie, sondern nur eine Indikation für eine adäquate Behandlung mit Kortison und/oder Weihrauch. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die Misteltherapie von einem in dieser Therapieform erfahrenen Therapeuten durchführen lassen.
Weihrauch bei Hirnmetastasen
Mein Mann ist seit etwa zwei Jahren an einem kleinzelligen Bronchialcarcinom erkrankt. Nach Operation und Chemo- bzw. Strahlentherapie sind inzwischen leider Hirnmetastasen aufgetreten. Ist auch in diesem Fall eine Weihrauch-Therapie unterstützend sinnvoll ? (Signal 4-2002)
Unserer Erfahrung nach kann eine Weihrauch-Therapie sowohl bei primären Hirntumoren als auch bei Hirnmetastasen, egal aus welchem Organtumor abgesiedelt, eingesetzt werden. Bestandteile des Weihrauchs, genauer die Boswelliasäuren, bewirken wissenschaftlich belegt eine Verminderung der Ödembildung (= Wasseransammlung im Gewebe). Dadurch gelingt es häufig, Beschwerden wie z. B. Lähmungen, Sprachstörungen oder Kopfschmerzen wie auch die im Regelfall verordnete Anti-ödem-Therapie mit einem Cortisonpräparat zu verringern. Weitere Details der Weihrauchtherapie einschließlich von Bezugsadressen enthält das Informationsblatt der GfBK über "Hirntumore".
Weihrauch statt Cortison?
Mein Sohn (20 Jahre) ist an einem bösartigen Gehirntumor, einem Astrozytom, erkrankt. Nach Operation und Bestrahlung steht er weiterhin unter einer Cortisontherapie, um die Ödembildung im Gehirn (Wasseransammlung im Gewebe) zu begrenzen. Inzwischen sind die Nebenwirkungen des Cortison, insbesondere eine starke Gewichtszunahme und eine Wasseransammlung im Gesichtsgewebe, zu beobachten. Kann eine Weihrauchtherapie eigentlich das Cortison ersetzen?
Die grundlegenden Empfehlungen der GfBK für ein biologisches Therapiekonzept bei Gehirntumoren umfassen auch die Weihrauchtherapie. Wissenschaftlich durch Studien belegt, können die im Weihrauch enthaltenen Boswellia-Säuren entzündungshemmend wirken und eine Ödembildung vermindern. Um eine solche Wirkung zu erzielen, sind allerdings gewisse Konzentrationen des Wirkstoffes im Blut notwendig, so dass eine tägliche Einnahme von vier bis sechs Gramm der Wirkstoffe des Weihrauchextraktes erforderlich sind. Darunter kann nach einem Vorlauf von ein bis zwei Wochen versucht werden, die Cortisondosis schrittweise langsam abzubauen. Wir empfehlen, diesen Versuch nur unter ärztlicher Kontrolle vorzunehmen. Ob das Cortison völlig durch Weihrauch ersetzt werden kann, lässt sich im Individualfall nicht im Voraus bewerten.
Hyperthermie mit Nanopartikeln
In verschiedenen Medien gab es sehr hoffnungsvolle Berichte zu einer neuen Art der überwärmungstherapie, der Nanotechnologie. Bei welchen Tumorarten wird eine solche Behandlung durchgeführt und was ist Ihre Meinung zu dieser Methode ? (Signal 01-2005)
Diese neue Form der Behandlung kommt aus der sog. Nanotechnologie. Bei dem neuen Verfahren werden Krebskranken mit einer langen, dünnen Nadel eisenoxidhaltige Magnetteilchen (magnetische Nanopartikel) in das erkrankte Gewebe gespritzt. Mit Hilfe eines magnetischen Wechselfeldes werden danach die Eisenteilchen und damit der Tumor millimetergenau erhitzt. Diese reichern sich nur in Tumorzellen, nicht jedoch in normalen Körperzellen an. Der Tumor kann dadurch mithilfe eines äußeren Magnetfeldes punktgenau "angesteuert" und erwärmt werden. Allerdings werden Patienten mit dieser Methode nur in Studien behandelt (Charité und Bundeswehrkrankenhaus Berlin). Gute Erfahrungen hat man bisher bei der Behandlung von bösartigen Gehirntumoren - oder Metastasen und auch bei lokal begrenzten Tumoren gemacht. In Tierversuchen ist das Verfahren erfolgreich gewesen und kann nach Aussagen der Charité möglicherweise auch bei fortgeschrittenen Prostata-Karzinomen, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- oder Brustkrebs helfen. Langfristige Erfahrungen können aufgrund der erst kurzen Vergangenheit der Methode noch nicht bewertet werden. Bei weiteren Erfolgen ist mit eine großflächigen klinischen Anwendung allerdings erst in einigen Jahren zu rechnen. Eine übersicht der aktuellen Studien und weitere Informationen finden sich im Internet unter www.magforce.de.
Allergie gegen Thymus?
Zur Aktivierung meines Immunsystems nach Operation eines Ovarial-Carcinoms (Eierstockkrebserkrankung) und daran anschließender Chemotherapie schlägt mein behandelnder Arzt für Naturheilverfahren u. a. eine Thymustherapie vor. Ich habe Bedenken wegen möglicher allergischer Reaktionen. Wie schätzen Sie das Risiko ein? (Signal 2-2003)
In der komplementären Therapie bei onkologischen Erkrankungen werden häufig auch Thymuspeptide zur Aktivierung des Abwehrsystems eingesetzt. Durch die bisherigen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften konnte belegt werden, dass Thymuspeptide bei Tumorerkrankten eine Verbesserung der Lebensqualität, eine Verringerung der Infektanfälligkeit und der Rezidivrate sowie eine überlebenszeitverlängerung bewirken. Thymus-Gesamtextrakte werden seit mehr als 30 Jahren in standardisierter pharmazeutischer Qualität hergestellt und in der komplementären Onkologie von erfahrenen Therapeuten mit Erfolg eingesetzt. Daher kann auch in Ihrem Erkrankungsfall in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine Thymustherapie prinzipiell empfohlen werden. Die möglicherweise sehr unterschiedlichen Reaktionen und die unterschiedliche Immunsituation von Patienten machen eine sehr individuelle Therapie mit Thymuspeptiden notwendig. Die Gefahr von örtlichen allergischen Reaktionen mit Rötungen, Schwellungen und/oder Juckreiz wie auch ähnlichen Symptomen im ganzen Organismus mit möglicher Atemnot und/oder übelkeit ist bei sachgerechter Anwendung der Thymustherapie als allgemein gering anzusehen. Durch eine Vortestung des Thymuspräparates in sehr geringer Dosierung an der Unterarm-Innenseite lässt sich zudem Ihre individuelle Allergiebereitschaft bewerten. Detaillierte Erklärungen zur Thymustherapie enthält eine Informationsschrift der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr über "Thymusextrakte und Peptide" .
Grippeschutz
Ich habe Krebs und würde gerne etwas für die akute Abwehrstärkung in den Wintermonaten tun, um keine grippalen Infekte zu bekommen. Ich halte nicht viel von einer Grippeschutzimpfung. Was können Sie mir diesbezüglich raten? (Signal 1/2012)
Eine Grippeschutzimpfung wollen auch wir nicht allgemein, sondern nur in besonders begründeten Krankheitssituationen empfehlen. Von Seiten der Pflanzenheilkunde gibt es verschiedene Möglichkeiten, einem grippalen oder schon bereits beginnenden Infekt vorzubeugen. So wärmt ein Ingweraufguss von innen und ist vor allem abends eine gute Alternative zu herkömmlichen Teesorten. Wird der Geschmack des Ingwers als zu unangenehm empfunden, kann man dem Ingweraufguss (3 cm Ingwer aufschneiden und 10 Min. lang köcheln) auch ein bisschen Kräutertee hinzufügen.
Wer gerne Holunderblütentee trinkt, kann damit die Schleimhäute vor Bakterien und Viren schützen. Bei ersten Infektanzeichen ist übrigens die innerliche Einnahme eines Extraktes aus Kapuzinerkresse und Meerettichwurzel (in Apotheken erhältlich) empfehlenswert, das es wie ein natürliches Antibiotikum wirkt. Selbst hergestellter Saft aus Zwiebeln oder Rettich hilft bei beginnendem Husten; dann auch unbedingt mit Thymian und/oder Kamille inhalieren. Wichtige Nahrungsergänzungsmittel bei Infekten sind übrigens Vitamin C (am besten natürlich aus der Acerolakirsche oder als Sanddornextrakt) bzw. Zink. Auch auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sollte man achten, da Vitamin-D-Mangel die Infektanfälligkeit zusätzlich erhöhen kann. Vorbeugend wirken auch Extrakte aus dem roten Sonnenhut, der Taigawurzel oder homöopathische Grippemittel, die einen Influenza Virus in potenzierter Form enthalten.
Grippeschutzimpfung
Vor etwa drei Jahren wurde mir (72 Jahre) wegen eines Carcinoms die Prostata entfernt. Seither erhalte ich eine Anti-Hormon-Therapie, die ich dank einer konsequenten biologischen Begleittherapie relativ gut vertrage. Mein Hausarzt rät mir aktuell zu einer Grippeschutzimpfung. Was sagen Sie dazu? (Signal 1/2004)
Die Empfehlungen für eine Grippeschutzimpfung werden in jedem Herbst aufs Neue aus unserer Sicht zu pauschal und zu wenig individuell gegeben. Wenn bei Ihnen keine wesentlichen Herz-Lungenbelastungen bestehen, die eine als Folge eines grippalen Infektes möglicherweise auftretende Lungenentzündung zum Hochrisiko werden lassen, halten wir in Ihrem Fall eine Grippeschutzimpfung für nicht sehr sinnvoll oder zweckmäßig. Da ständig neue Erreger auftauchen ist der Erfolg einer solchen Impfung ohnehin zweifelhaft.
Grippeschutzimpfung dringend notwendig?
Ich bin 65 Jahre und ehemaliger Krebspatient, allerdings habe ich keine Metastasen. Mein Hausarzt hat mir dringend empfohlen, eine Grippeschutzimpfung durchzuführen. Was halten Sie davon? (Signal 1/2011)
Die Empfehlungen für eine Grippeschutzimpfung werden aus unserer Sicht zu pauschal und zu wenig individuell gegeben. Wenn bei Ihnen keine wesentlichen Herz-Lungen-Belastungen bestehen, die eine als Folge eines grippalen Infektes auftretende Lungenentzündung riskant werden lassen könnten, oder Sie durch z.B. eine Chemotherapie nicht zu stark beeinträchtigt sind, halten wir eine Grippeschutzimpfung für nicht sehr sinnvoll. Außerdem gibt es homöopathische Grippemittel, die Influenza Virus vom Typ H1N1 in potenzierter Form enthalten und die sich ebenfalls zur Grippeprophylaxe eignen. Auch die tägliche Gabe von mindestens 1000 I.E. (bei Erwachsenen eher 2000 I.E.) Vitamin D ist in der Lage, das Abwehrsystem positiv zu beeinflussen und das Risiko für eine echte Influenza-Grippe zu senken.( siehe auch nächste Frage ) So konnte bei Schulkindern durch die tägliche Einnahme von 1200 IE Vitamin D das Risiko für eine echte Influenza-Grippe um die Hälfte und bei zu Infekten neigenden Kindern um fast Zweidrittel gesenkt werden.
Immunstatus – wann sinnvoll ?
Ich habe vor kurzem eine Chemotherapie abgeschlossen. Mein Hausarzt schlägt mir nun vor, einen sog. Immunstatus machen zu lassen, um genauere Rückschlüsse ziehen zu können, wie meine Immunabwehr funktioniert. Was halten Sie von dieser Untersuchung? (Signal 4/2008)
Krebserkrankungen gehen häufig mit Veränderungen der Aktivität des Immunsystems einher, insbesondere nach Chemo- oder Strahlentherapie. Heute bestehen zwar sehr komplexe Untersuchungsmöglichkeiten, die Labormedizin kann den Zustand des Immunsystems dennoch nur ansatzweise prüfen.
So werden anhand des so genannten Immunstatus bestimmte Abwehrzellen, die Lymphozyten und deren Untergruppen bestimmt. Allerdings können mit dieser Untersuchung vor allem die Absolutzahl bestimmter Abwehrzellen und nur eingeschränkt deren Funktion bestimmt werden. Auch wenn alle Zellen des Abwehrsystems absolut gesehen in richtiger Anzahl vorliegen, können trotzdem Immundefizite bestehen. So sind für die Immunabwehr Flexibilität und Funktionsfähigkeit der einzelnen Zellen wichtig, auf die durch einen Immunstatus nur grob orientierend zurückgeschlossen werden kann.
Wie bei vielen anderen diagnostischen Methoden setzt die richtige Bewertung der Befunde jedoch eine entsprechende Erfahrung bei Ihrem behandelnden Arzt voraus. Fragen Sie Ihren Hausarzt ruhig, ob er diese Erfahrung hat. Denn nur so kann die Bestimmung des Immunstatus auch eine bessere auf Sie abgestimmte Therapie nach sich ziehen.
Infrarot-Wärmekabine
Seit meiner Brustkrebsoperation führe ich eine Misteltherapie durch. Seither fühle ich mich deutlich wohler. Eine Bekannte empfahl mir zur gezielten Immunsystemaktivierung zusätzlich eine Art häuslicher Schwitztherapie mittels einer Infrarotwärmekabine. Was halten Sie davon?
Wenn bei Ihnen keine Lymphabfluss-Störungen bzw. keine fortgeschrittene Herz-Kreislauf- Erkrankungen vorliegen, können Sie regelmäßig eine häusliche Schwitztherapie in der o. a. Form durchführen. Zur Ihrer Sicherheit sollten Sie aber die Anwendung mit Ihrem in Naturheilverfahren erfahrenen Arzt absprechen. Empfehlenswert sind dabei eine Verweildauer von jeweils 30 bis 50 Minuten in der Wärmekabine, um die Körpertemperatur auf ca. 38 Grad zu bringen, sowie eine Nachruhephase von ca. 30 Minuten. Das Schwitzen wird zusätzlich gefördert durch die vorherige Einnahme eines Homöopathikums wie "Ferrum phosphoricum" D 3, 2 Tabl. sowie durch eine Mischung von Lindenblüten- und Holundertee. Von der regelmäßigen (zwei- bis dreimal die Woche) Schwitztherapie können Sie sich neben der Aktivierung Ihres Immunsystems eine verstärkte Entgiftung über die Haut, eine Stärkung des Kreislaufs, eine Lockerung von Muskelverspannungen sowie insgesamt eine deutliche Steigerung Ihres Allgemeinbefindens erwarten.
Kann man das Immunsystem überstimmulieren?
Kann man das Immunsystem eigentlich durch biologische Therapieverfahren überstimulieren? Lässt sich eine "überstimulation" durch Laboruntersuchungen feststellen? (Signal 2/2002)
Nach dem Verständnis der Biologischen Medizin geht mit der Tumorerkrankung auch ein geschwächtes Immunsystem einher. Im Umkehrschluss bedarf daher das geschwächte Immunsystem einer erfolgreichen Aktivierung und Stabilisierung, um eine gute Prognose hinsichtlich einer Rezidiv- bzw. Metastasenprophylaxe zu erreichen. Dabei sollte jedoch keinesfalls nach dem Grundsatz "Viel hilf viel" therapiert werden. Ein biologisches Grundgesetz mit dem Hinweis, dass starke Reize hemmen und schwache Reize stärken, verpflichtet indirekt zu einer Vermeidung der Kombination stark aktivierender Immuntherapeutika wie z. B. der Mistel-, Thymus-, Organpräparate-, Sauerstoff-, Ozon-, Eigenblut- und Echinacintherapie. Neben der therapeutischen Erfahrung des Arztes können sich durch entsprechende Blutbildkontrollen der "Lymphozyten-Untergruppen" aus einem deutlich erhöhten Quotienten für das Verhältnis der Helfer-/Suppressorzellen ("CD4/CD8-Quotient") Hinweise für eine "Überstimulation" ergeben. Allerdings sind diese Laborbefunde von Ärzten zu interpretieren, die sich mit diesen Untersuchungen wirklich auskennen.
Kolloidales Silber?
Eine Bekannte hat mir die Anwendung von kolloidalem Silber als Immunstärkung nach meiner Darmkrebserkrankung empfohlen. Meine Recherche im Internet hat mich vollkommen verwirrt. Ist Ihnen dieses viel gepriesene Allheilmittel bekannt? Was halten Sie davon? (Signal 4/2011)
Das auch als Silberwasser bekannte kolloidale Silber besteht aus kleinsten Partikeln und Ionen, die in Wasser verteilt sind. Eine klare wissenschaftliche Definition der Wirkung scheint schwierig. Silber wurde früher schon zur Infektionsbekämpfung bzw. als natürliches Antibiotikum eingesetzt und im Altertum als keimtötendes Element in Form von Behältern für Flüssigkeiten und als Geschirr angewandt. Auch heutzutage wird Silber aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung äußerlich z.B. in Cremes, Lotionen, Wundauflagen verwendet.
Alle bisherigen antimikrobiellen Anwendungen von Silber, sei es in der Industrie oder der Medizin, beruhen wohl auf der Wirkung von Silber-Ionen, nicht Silberpartikeln wie mancherorts behauptet wird. Von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) wird kolloidales Silber als Naturheilmittel bewertet. In Deutschland ist kolloidales Silber laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein Arzneimittel nach den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes und kann daher nicht als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Äußerlich kann insbesondere bei Neurodermitis oder eitrigen Wunden eine Behandlung mit kolloidalem Silber sinnvoll sein. Zur innerlichen Einnahme soll kolloidales Silber vorwiegend gegen Viren, Bakterien oder Pilze wirken. Angewandt kann es daher werden bei Gelenksentzündungen, Herpes, Nagelpilzbefall, Borreliose nach Zeckenstich uvm. Im Gegensatz zu den meisten Antibiotika sind wohl keine schädigenden Einflüsse auf die Darmflora bekannt. Kurmäßig eingesetzt ist durchaus eine Abwehrstärkung durch eine Entlastung des Immunsystems denkbar.
Bezugsquellen von Fertiglösungen von kolloidalem Silber gibt es zwar vielfältig im Internet. – das Internet ist inzwischen aber auch zur Quelle der größten Irritationen geworden, da jeder behaupten und verkaufen kann, was er will. Gut möglich ist heute auch eine Eigenproduktion im häuslichen Umfeld durch eine sogenannten Ionic Pulser® und Aqua bidest. Da das Silberwasser leicht herzustellen ist, glauben viele, damit ein Geschäft machen zu können und nehmen jede Gelegenheit wahr, das selbst gebraute Wunderwasser mit den kühnsten Behauptungen an den Mann oder die Frau zu bringen. Doch die andere Seite ist nicht besser: Kritiker und sogar regelrechte Gegner gibt es inzwischen viele. Vom einfachen Infragestellen der Wirkung bis hin zum Ausmalen von Horrorszenarien durch Schwermetallvergiftung reicht die Palette der oft fragwürdigen Argumente.
Fazit: Obwohl Nebenwirkungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, stellt kolloidales Silber bei entsprechender Indikation und einer verantwortungsvollen Verwendung eine mögliche Alternative zu herkömmlichen Antibiotika dar. Unter: www. kolloidales-silber.org bekommen Sie relativ ausgewogen und gute Informationen zum Thema. Empfehlenswerte Literatur: Pies/Reinelt : Kolloidales Silber – Das große Gesundheitsbuch. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an unseren ärztlichen Beratungsdienst
Wie wirkt eine Fiebertherapie?
Hyperthermie als komplementäres Heilverfahren in der Krebsbehandlung ist immer mehr im Gespräch. In diesem Zusammenhang würde mich als betroffene Krebspatientin interessieren, welchen Stellenwert eine besondere Form der Wärmebehandlung, die Fiebertherapie heute hat ? (aus SIGNAL 4/2005)
Die Fiebertherapie gilt als einzige aktive Form der Hyperthermie, weil der Körper mittels bakterieller oder anderer Substanzen dazu veranlasst wird, selbst Wärme in Form von Fieber zu erzeugen. Durch diese Bakteriengifte wird angestrebt, eine Erhöhung der Körper-temperatur auf 38,5 °C bis 40,5 °C zu erreichen. Während eines Fieberschubs von meist 3 bis 4 Stunden kommt es zu einer Mobilisierung sämtlicher Immunaktivitäten im menschlichen Organismus. Bis zur Einführung von Zytostatika (Chemotherapie ) in den 1950-er Jahren wurde die Fiebertherapie als einzige systemische Krebstherapie angesehen. Sie geriet in Vergessenheit, bis man in einigen Studien feststellte, dass Personen, die häufiger an fieberhaften Infektionen litten, seltener an Krebs erkrankten. Allerdings kann man aus dieser Beobachtung nicht ableiten, dass ein mehr an Erkältungen das Krebsrisiko senkt, denn möglicherweise hängen beide Phänomene von einem dritten Faktor ab und haben eine gemeinsame Ursache. In verschiedenen Studien ist dokumentiert, dass sich ein Tumor nach künstlich herbeigeführter Infektion mit verschiedenen Bakterienstämmen zurückbildete. Dabei scheint der Erfolg bei jüngeren Patienten größer zu sein als bei älteren. Der Therapieerfolg hängt neben der individuellen Reaktionsbereitschaft des Körpers von der Tumorart ab. Die besten Erfolge gab es bisher bei Weichteilsarkomen, malignen Melanomen, Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs, bei Darm- und Nierenkrebs. Als Nebenwirkungen der Fiebertherapie können Schüttelfrost, Schmerzen und Krämpfe auftreten. Fiebertherapie ist gefährlich bei bestehenden Herz-, Nieren- oder Leberleiden, bei Epilepsie und Hirntumoren, bei Schilddrüsenüberfunktion, Thrombosen und Unterernährung. Die Hersteller der Fiebervakzine in Deutschland haben leider keine Nachzulassung ihrer Präparate beantragt und die entsprechenden notwendigen arzneimittelrechtlichen und klinischen Prüfungen angestrebt. Daher wird die Fiebertherapie in Deutschland aufgrund von Restbeständen dieser Mittel nur an einigen biologischen Fachkliniken und in Tageskliniken durchgeführt. Onkologisch tätige Ärzte können heute Vakzine auch selbst in einem Speziallabor für ihre Patienten herstellen.
L-Carnitin und Fatigue bei Kindern
Mein Sohn (12 Jahre) leidet nach seiner Chemotherapie sehr unter ausgeprägter Schwäche. Nun habe ich gehört, dass Carnitin hilfreich sein soll. Können Sie etwas darüber sagen? Und was können wir biologisch unterstützend noch für ihn tun? (Signal 4/2010)
Krebserkrankungen und die schulmedizinischen Therapien gehen häufig mit Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue-Syndrom) einher. Eine neuere Untersuchung weist darauf hin, dass krebsbedingte Fatigue bei Kindern und Jugendlichen Folge eines gestörten Carnitin-Stoffwechsels ist und dass unterschiedliche Chemotherapeutika verschieden großen Einfluss haben. So scheint die Gabe von Cisplatin und Ifosfamid den Carnitin-Spiegel im Blut besonders deutlich zu reduzieren. Schäden für das Nervensystem und für das Herz in diesem Zusammenhang können durch die Anwendung von L-Carnitin gemindert werden.
Carnitin, genauer L-Carnitin, ist eine natürlich vorkommende, vitaminähnliche Substanz. Sie spielt eine essentielle Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen. L-Carnitin wird vor allem in der Muskulatur gespeichert und daher vielfach im Leistungssport eingesetzt.
Schon seit längerem wird es zur Behandlung des Fatigue-Syndroms bei erwachsenen Krebspatienten genutzt. Auch bei Kindern ist es ratsam, an diese einfache Therapieoption zu denken.
Die Dosierung muss gegenüber der Erwachsenen-Dosis entsprechend dem Alter und dem Körpergewicht des Patienten reduziert werden. Weitere biologische Hilfen bei der Behandlung des Fatigue-Syndroms: Ausgleichen einer bestehenden Blutarmut, Stärkung des Immunsystems, Ausgleich von Nährstoffdefiziten durch Gabe von Vitaminen und Spurenelementen sowie Sanierung der durch die Chemotherapie geschädigten Organe Leber und Darm (z.B. Säure-Basen-Regulation, Darmregulation, Entgiftungsverfahren). Siehe auch GfBK-Info "Krebs bei Kindern".
Vitamindosierung bei Kindern?
Mein Neffe ist 18 Monate alt, hat ein Ewing-Sarkom (eine Art Knochen- Krebs ) und bereits die vierte Chemotherapie bekommen. Es haben sich noch keine Metastasen gebildet und ein normaler Kernspin lässt keinen Tumor mehr erkennen. Da es nicht genügend Erfahrung in diesem Kleinkindalter gibt, suche ich nach begleitenden Therapiemaßnahmen insbesondere Nahrungsergänzungsmitteln, weil das Kind immer wieder große Probleme mit der Immunabwehr wie Fieber, Infekte etc. hat. Können Sie mir weiterhelfen? Leider gibt es nur sehr wenig Erfahrungswerte bei der Behandlung von Kleinkindern mit biologischen Therapieverfahren. Daher ist es unbedingt erforderlich, die individuelle Dosierung mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, um überdosierungen z.B. von Nahrungsergänzungsmitteln zu vermeiden. (Signal 4-2005)
Grundsätzlich können bei Kindern als zusätzliche begleitende Maßnahmen eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen sowie die Gabe von Enzymen eingesetzt werden. Die Gabe dieser Präparategruppen ist auch während einer belastenden Therapie, wie z.B. Strahlentherapie oder Chemotherapie möglich. Die genaue Dosierung ist immer dem Körpergewicht anzupassen. Inzwischen sind auf dem deutschen Markt auch Vitaminkombinationspräparate speziell für Kinder erhältlich. Pflanzenextrakte, die meist zur Nahrungsergänzung von Erwachsenen eingesetzt werden, wie z.B. Zell oxygen plus, Cellagon aurum oder La Vita, können ebenfalls sinnvoll begleitend als Nahrungsergänzung für Kinder eingesetzt werden. Weitere wichtige und einfach durchzuführende Maßnahmen während Chemotherapie sind beispielsweise: eine Säure-Basen-Regulation und entsprechende Ernährungsmaßnahmen, die dem Alter des Kindes und den evtl. aufgetretenen Beschwerden, wie möglichen Schleimhautschädigungen angepasst werden sollten. Die Ernährung ist grundsätzlich in dieser Zeitphase für das Kind entlastend und nicht zusätzlich belastend zu gestalten. Empfehlenswert sind z.B. Obst und Gemüse wertschonend gegart bzw. gedünstet, fein vermahlene Vollkornprodukte (Dinkel, Hafer), Säfte möglichst milchsauer vergoren und verdünnt, Bio-Soja-Produkte, Bio-Geflügel, Tiefseefisch, Bio-Öle (Lein-, Olivenöl), Kartoffeln als Pell- oder Salzkartoffel, Kohlensäure arme Mineralwässer.
Lebermetastasen bei Darmkrebs
Nach einer Dickdarm-Carcinom-Erkrankung sind Lebermetastasen aufgetreten. Da eine Laserbehandlung aufgrund der Vielzahl der Metastasen nicht möglich ist, wurde mir eine Chemotherapie empfohlen. Nach Abwägung von Pro und Contra habe ich die Chemotherapie abgelehnt. Auch wenn mir bewußt ist, dass es keine direkte Alternative zur Chemotherapie gibt, möchte ich dennoch durch eine biologische Therapie mein Immunsystem und meine Leber stärken und damit den Krankheitsverlauf vielleicht bremsen. Gibt es eine Leber stärkende Ernährung bzw. was ist in meinem Fall zu beachten?
Der Darm und die Leber können durch eine entlastende, d. h. den Stoffwechsel nicht zusätzlich belastende Kostform in ihrer Funktion gestärkt werden. Sie sollten dabei so wenig Rohkost wie möglich, Vollkorn nur in fein vermahlenem Zustand und Säfte nur stark verdünnt zu sich nehmen. Weiterhin sind Masttierprodukte, raffinierter Zucker, Fertigprodukte und Fast Food absolut zu meiden. Wenn Sie statt mit Pfeffer und Salz eher mit Kräutern würzen, gründlich kauen und beim Einkauf weniger durch Dünge- und Sprühmittel belastete Nahrungsmittel bevorzugen, verschaffen Sie sich weitere Vorteile. Unterstützend auf die Darmflora und den Leberstoffwechsel können milchsauer vergorene Getränken, wie beispielsweise der Brottrunk wirken. Zinn- oder Schachtalmkrauttee in Maßen getrunken und/oder auch äusserlich als Leberwickel angewandt oder Präparate mit Artischockenblätterextrakt sind ebenfalls sinnvolle Zusatzmassnahmen.
Resektion der Leber
Vor vier Wochen habe ich den linken Leberlappen entfernt bekommen, wobei der histologische (Gewebs-) Befund bösartig war. Da die Ärzte in der Uniklinik kein Risiko eingehen wollen, sollen mir demnächst weitere Teile der Leber entfernt werden. Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie es sich mit einem Leberanteil von 40-50% leben lässt ? Denn dies konnten mir die Ärzte nicht sagen? Was denken Sie darüber? (Signal 3-2003)
Lebergewebe ist grundsätzlich in der Lage, sich schnell zu regenerieren und auch bei sehr starker Schädigung, als Entgiftungsorgan funktionsfähig zu bleiben. Dies sieht man in der Medizin insbesondere bei Patienten mit Leberzirrhose (fortgeschrittene Lebererkrankung nach einer Leberentzündung), bei denen oftmals eine Schädigung von mehr als 70% des Lebergewebes vorliegt, ohne dass sich Funktionseinschränkungen zeigen. Nach Entfernung z.B. des linken Leberlappens regeneriert der verbliebene rechte Leberlappen, und schon nach etwa 2 Jahren kann er meistens die Gesamtgröße der ehemals gesunden Leber erreichen. Unterstützend können Sie sicher die Einnahme pflanzlicher Leberschutzstoffe erwägen. Zu nennen sind vor allem Löwenzahn, Mariendistel, Artischocke, Bärlapp und Berberitze. Abends eingenommen, wirken sie besonders gut, da nach der chinesischen Organuhr der traditionellen chinesischen Medizin die Leber nachts zwischen 1.00 - 3.00 Uhr ihre höchste Aktivität entfaltet.
Hautveränderungen nach der Anwendung von Tarveca?
Ich habe Lungenkrebs. Die Chemotherapie musste bei mir auf Grund meiner schlechten Nierenfunktion abgebrochen werden. Jetzt erhalte ich die neue Tablette Tarveca. Ich habe keine Nebenwirkungen, außer dass mein Gesicht voll mit Akne ist. Jetzt hat sich der Ausschlag auch in den vorderen Gehörgängen gebildet. Meine Frage: Kann mit biologischen Mitteln diese lästige Nebenwirkung gelindert werden? (Signal 2/2007)
Akne-ähnliche Hautveränderungen können von verschiedensten Medikamenten induziert werden. Dazu gehören Kortisonpräparate, Anti-Krampfmittel und zahlreiche weitere Substanzen. Erst in den letzten Jahren werden neue Wirkprinzipien in der Krebsmedizin, wie z.B. Tarveca (Erlotinib), die bestimmte Rezeptoren an der Krebszelle hemmen, eingesetzt.
Diese Substanzen gelten bisher als gut verträglich. Allerdings treten bei einer Vielzahl von Patienten unter der Einnahme akne-ähnliche Hautveränderungen auf, die die Lebensqualität sehr einschränken können. Da ist es für die betroffenen Patienten auch nur wenig tröstlich, dass die Hautveränderungen besonders dann auftreten, wenn die Tumorzellen besonders gut auf die Therapie ansprechen.
Von schulmedizinischer Seite werden antientzündlich wirkende Präparate wie lokale Kortikoide oder Antibiotika eingesetzt, die aber auch wiederum Nebenwirkungen haben. Von biologischer Seite ist der Einsatz von Selen als Natriumselenit wegen seiner ausgeprägten entzündungshemmenden Wirkung sinnvoll. Daten für diese Anwendung gibt es jedoch noch nicht. Da die geschädigte Haut bei Untersuchung unter dem Mikroskop Ähnlichkeit mit der Psoriasis (Schuppenflechte) aufweist, wäre auch ein Behandlungsversuch mit Selen und Thymuspeptiden denkbar, da bei Psoriasis-Patienten Abheilungen der Hautveränderungen durch eine Kombinationstherapie mit Selen, Thymuspeptiden, Zink und Vitamin-B-Komplex beobachtet wurde. Ob dies jedoch auch auf Patienten übertragbar ist, bei denen Hautveränderungen durch Tarveca aufgetreten sind, bleibt zunächst spekulativ. Da von Selen bekannt ist, dass es das die Nebenwirkungen von belastenden Therapien reduziert, möchten wir Ihnen als Therapieversuch eine Selengabe empfehlen.
Vitamin B12 nach Lungenkrebs
Ich bin 65 Jahre alt, hatte vor mehr als 10 Jahren Lungenkrebs und bin heute tumorfrei. Ich nehme seit längerem zur allgemeinen Kräftigung ein Präparat, das Vitamin B12 enthält. Soll ich es weiternehmen? (Signal 3/2012)
Vitamin B12 ist vor allem bei der Entwicklung aller Körperzellen von Bedeutung. Im Verbund mit Folsäure wird es für die Intaktheit und Reparatur der Zellmembranen benötigt. Bei Vitamin B12-Mangel kann es zu Blutarmut und Störungen im Nervensystem kommen. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass die Krebsempfänglichkeit bei einem Vitamin-B12-Mangel erhöht ist.
Vitamin B12 ist ebenfalls an Zellteilungsprozessen beteiligt und unterstützt dadurch sich schnell teilende Zellen, wie z. B. Blutzellen. Da die Krebszellen ebenfalls rasch wachsen und damit durch Vitamin B12 in ihrer Vermehrung gefördert werden könnten, wurde die Anwendung von Vitamin B12 bei Krebs in der Vergangenheit oft kontrovers diskutiert. Eine bedarfsgerechte Zufuhr von Vitamin B12 ist bei Krebspatienten oder ehemalig Erkrankten aber wichtig, damit der Körper nicht zusätzlich durch einen Nährstoffmangel geschwächt wird. Insbesondere bei vegetarischer Ernährung kann es zu einem Mangel kommen, da Vitamin B12 v.a. in tierischen Produkten (Rindfleisch, Filet, Kalbsleber, Hühnerei, Lachs) enthalten ist.
Bezüglich der Anwendung bei Krebs gibt es Untersuchungen, in denen die gemeinsame Gabe von Vitamin C und B12 die Teilungsaktivität von Krebszellen verringerte. Hohe Dosen von Vitamin B12 (ab 100µg pro Tag) sollten allerdings bei Krebserkrankungen überlegt eingesetzt werden, gegebenenfalls bei verminderter Blutbildung nach Chemotherapie. In den meisten in Deutschland erhältlichen Nahrungsergänzungspräparaten ist Vitamin B12 zusammengenommen aber nicht in hoher Dosis enthalten. Achten Sie trotzdem beim Kauf eines solchen Präparates auf die genauen Dosisangaben. Wir persönlich würden Ihnen eher ein Kombinationspräparat empfehlen, das Vitamin A, C, E, Selen und Zink enthält.
Cimetidin zur Verhütung von Metastasen?
Von Bekannten habe ich gehört, dass in Amerika ein bestimmtes Magenmittel zur Verhütung von Metastasen bei Krebserkrankungen im Magen-Darmtrakt eingesetzt wird. Können Sie mir hierzu näheres sagen? (Signal 4/2011)
Wahrscheinlich ist das als Magenmittel eingesetzte Cimetidin (bekannt als Tagamet®) gemeint, das in einigen Studien erstaunliche Ergebnisse auch bei Krebspatienten gezeigt hat. Besonders gut wurde dies schon bei Patienten mit Tumoren des Magen-Darm-Traktes untersucht.
Cimetidin reduziert die Bildung von Magensäure, indem es die Histamin-(H2)-Rezeptoren an den säurebildenden Zellen der Magenschleimhaut blockiert und dadurch nicht mehr genügend Magensäure gebildet wird. Daher wird Cimetidin häufig zur Behandlung von Magenbeschwerden verschrieben. Es hat aber auch noch andere Wirkungsweisen: Bereits 1988 wurde eine interessante Beobachtung gemacht, dass Patienten mit einem Magenkarzinom, die zusätzlich mit Cimetidin behandelt wurden, ein besseres und längeres Ansprechen auf die Chemotherapie hatten als Patienten, die kein Cimetidin erhielten. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass dies vor allem auf die immunologischen und antientzündlichen Wirkungen von Cimetidin zurückzuführen ist.
Auch andere klinische Studien bestätigten die Anti-Tumor-Wirkung bei Darmkrebs-betroffenen: So erhielten in einer 1994 durchgeführten Studie Patienten mit Kolonkrebs 7 Tage vor und 2 Tage nach der Operation Cimetidin mit 2 x 400 mg als Tablette. Diese Maßnahme allein reduzierte die 3-Jahressterblichkeit von 41% auf 7%.
Auch eine andere qualitativ seht hochwertige Studie zeigte, dass Magenkrebspatienten, die Cimetidin erhalten hatten, im Vergleich zur Gruppe, die kein Cimetidin erhielten, deutlich länger lebten. Selbst bei den Glioblastomen, einer Gruppe von sehr aggressiv wachsenden Hirntumoren, zeigte Cimetidin im Tierversuch bessere Überlebensraten. Möglicher Hintergrund der Wirkungsweise von Cimetidin könnte die Beeinflussung des Histaminrezeptors sein, da viele Tumorarten, besonders nach chirurgischen Eingriffen, Histamin freisetzen, was wiederum eine Schwächung des Immunsystems bewirkt.
Leider ist Cimetidin bei vielen Ärzten nicht für dessen krebshemmende Wirkung bekannt. Und da man das Präparat nicht mehr patentieren kann, fehlen weitere aussagekräftige Studien. Unserer Ansicht nach stellt Cimetidin möglicherweise bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs vor und nach Operation ein geeignetes Medikament dar, um das Abwehrsystem zu unterstützen. Bei anderen Tumorarten ist ein ähnlicher Effekt denkbar, aber noch nicht in Studien untersucht worden.
Ob Cimetidin allerdings besser als andere natürlich vorkommende ähnlich wirksame Stoffe ist, muss offen bleiben. So könnte die Gabe von pflanzlichen Entzündungshemmern, wie z.B. Omega-3-Fettsäuren, Gelbwurz (Kurkuma) oder Weihrauch (Bowelliasäuren) durchaus eine Alternative zum Cimetidin darstellen.
Magenkrebs – was tun bei Gewichtsverlust ?
Seit meiner Magenkrebsoperation vor einigen Monaten habe ich leider noch mehr an Gewicht verloren, da ich an immer wiederkehrenden Durchfällen unabhängig von den Mahlzeiten leide. Was raten Sie mir, damit ich wieder zunehme und was kann die Ursache für die Durchfälle sein? (Signal 3/2008)
Leider sinkt bei Magenkrebspatienten nach der Operation durch die veränderten Verdauungswege und die evt. sehr belastenden Therapien das Körpergewicht häufig noch weiter. Daher ist es nach der Operation umso wichtiger, dass sowohl Patienten wie auch betreuende Angehörige rechtzeitig dieses Problem anzugehen versuchen. Spezielle diätetische Empfehlungen sind gerade bei Magenkrebsoperierten unbedingt einzuhalten. Diese sollten aber individuell angepasst werden; mit viel Geduld, um herauszufinden, was schmeckt und bekömmlich ist.
Die wichtigste Maßnahme ist das langsame Essen vieler kleiner, über den Tag verteilter Mahlzeiten. Gerade wenn der Magen fehlt, muss die Nahrung gründlich gekaut und durch den Speichel vorverdaut werden. Deswegen sollte man sich für die Mahlzeiten ausreichend Zeit nehmen und langsam essen. Außerdem sollten sehr süße Speisen und Getränke gemieden werden. Besser sind ballaststoffreiche, stärkehaltige Kohlenhydrate (z.B. in Voll-kornerzeugnissen und Kartoffeln). Obwohl auch Magenkrebspatienten viel trinken müssen, ist es besser, die Nahrung beim Essen nicht noch zusätzlich zu verdünnen, sondern nur vor oder einige Zeit nach den Mahlzeiten zu trinken.
Gelingt das Zunehmen trotzdem nicht oder ist die Nahrungspassage durch den Tumor verhindert, können hochkalorische Nahrungskonzentrate (Astronautenkost) oder eine Sondenernährung weiterhelfen.
Nahrungsmittel, die eher schlecht vertragen werden, sind: Unreifes, unzerkleinertes rohes Obst, Nüsse, grobe Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, gebratene Speisen, frisches Brot, Blätterteig, fette oder süße Back-wahren, Süßigkeiten, fettes Fleisch, fette Fischsorten, Bohnenkaffe, kohlensäurehaltige Getränke, Limonaden, saure Fruchtsäfte, panierte oder stark gewürzte Speisen, hocherhitztes Fett.
Ein weiteres Problem ist, dass aufgrund der eingeschränkten Durchmischung der Nahrung mit Verdauungsenzymen der Hauptkalorienträger Fett, einschließlich der fettlöslichen Vitamine (A, D, E und K) nicht vollständig verwertet werden kann. Bei fast allen Patienten ist dies der Fall; sie leiden unter Blähungen, neigen zu durchfallartigen Fettstühlen, und scheiden die eigentlich wertvollen und dringend gebrauchten Kalorien zu schnell wieder aus.
Eine Gewichtszunahme erreichen Magenkrebspatienten daher normalerweise nicht dadurch, dass einfach fetter gegessen wird; viel wichtiger ist die ausgewogene Zusammenstellung kalorienreicher, aber nicht belastender Ernährung. Damit auf Fett nicht ganz verzichtet werden muss, helfen die schon erwähnten Verdauungsenzyme, die der Arzt verschreibt.
Abhilfe können auch so genannte mittelkettige Fette (MCT-Fette) schaffen, die auch nach einer Magenoperation vom Darm aufgenommen werden können. MCT-Fette gibt es u.a. als Öl, Streichfett, Brotaufstrich.
Die Ursachen für Durchfälle bei Magenoperierten sind vielfältig. Denken sollte man neben einer Unverträglichkeit von bestimmten Nahrungsmitteln und einer gestörten Fettverwertung auch an eine bakterielle Fehlbesiedelung des Darmes, da bei Magenoperierten die „Säure-Barriere“ des Magens für die Passage von Bakterien fehlt. Da bei vielen Magenoperierten auch eine Milchzucker-unverträglichkeit und damit eine Unverträglichkeit von Milchprodukten besteht, kann dies auch die Ursache für Durchfälle und starke krampfartige Bauchschmerzen sein, da das nun allein von der Bauchspeicheldrüse abgegebene Enzym Lactase den Milchzucker nicht ausreichend aufspalten kann. Ggf. kann man die bereits im Handel erhältlichen lactosefreien Milchprodukte (sogenannte „Minus-L-Milch“) ausprobieren oder das in Milchprodukten enthaltene Kalzium gesondert zuführen. Eine Darmregulation nach Bestimmung der vorhandenen Darmbakterien ist anzuraten (siehe auch GfBK-Info Darmregulation GfBK-Info Magenkrebs).
Kann ich Antikörper unbedenklich mit anderen Therapien kombinieren?
Ich habe Krebs im fortgeschrittenen Stadium und erhalte seit einigen Monaten zusätzlich zur Chemotherapie einen Antikörper. Nun äußerte mein Arzt Bedenken bezüglich der bei mir durchgeführten Misteltherapie und den anderen naturheilkundlichen Therapien (Vitamine, Enzyme), die ich ergänzend einsetze. Ist es tatsächlich unbedenklich, diese miteinander zu kombinieren? (Signal 3-2009)
Zu den sogenannten Antikörpern zählen ganz verschiedene Substanzen, die sich entweder gegen spezifische Zielstrukturen auf den Tumorzellen richten, die gezielt in den Stoffwechsel der entarteten Zellen eingreifen oder anti-angiogenetisch wirksam sind, d.h. die eine Gefäßneubildung im Tumorgewebe hemmen. Diese neuen Arzneistoffe werden in der Schulmedizin zunehmend eingesetzt.
Die von Schulmedizinern geäußerten Bedenken, dass durch Mistel, Enzyme oder Vitamine z.B. eine Wirkabschwächung hervorgerufen würde, entsprechen theoretischen Überlegungen. Eine Wirkungsabschwächung konnte in der Praxis bisher nicht nachgewiesen werden. Da viele in der biologischen Krebsbehandlung eingesetzten Substanzen ebenfalls über die Hemmung von Gefäßneubildungen wirksam sind oder den natürlichen Zelltod (sog. Apoptose) von Tumorzellen fördern, ist es im Umkehrschluss auch durchaus denkbar, dass diese die Wirksamkeit der Therapie mit Antikörpern unterstützen.
Außerdem müsste die von Ihnen zitierte Befürchtung Ihres Arztes, durch die Gabe von biologischen Präparaten bei gleichzeitiger Antikörpertherapie den Erfolg dieser neuen Arzneimittel zu gefährden, theoretisch für jede Kombination – also auch für die parallele Verabreichung einer Chemotherapie – gelten.
Vorsicht ist lediglich bei entzündlichen Nebenwirkungen dieser neuen Substanzen wie Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und Überempfindlichkeitsreaktionen geboten, insbesondere dann, wenn gleichzeitig direkt das Immunsystem beeinflussende Substanzen, wie Mistel oder Thymuspräparate gegeben werden. In diesen Fällen empfehlen Experten so lange abzuwarten, bis diese Nebenwirkungen abgeklungen sind.
Mistel bei Hirntumoren
Ich bin an einem Glioblastom, einem bösartigen Hirntumor erkrankt und würde gerne Mistel spritzen. Ich bin mir allerdings unsicher, ob dies wirklich sinnvoll ist, da ich mehrfach gehört habe, dass eine Mistelgabe bei Hirntumoren Hirnödeme auslösen kann. Wie beurteilen Sie die Gabe von Mistel bei Hirntumoren? (Signal 2/2008)
Bei Hirntumoren lassen sich in der Praxis die Bedenken, dass eine Misteltherapie bei Hirntumoren Hirnödeme bzw. Hirndrucksteigerungen hervorrufen könne, bisher nicht bestätigen. So ist bisher noch nie eindeutig festgestellt worden, dass die Misteltherapie zu einer Hirndruckerhöhung geführt hat, sondern dass vielmehr Hirntumore diesen erhöhten Hirndruck bewirken. Außerdem gibt es keine Veröffentlichungen, in denen Hirndrucksteigerungen nach Anwendung einer Misteltherapie bei Hirntumoren beschrieben worden sind. Eine Studie zur Misteltherapie bei Glioblastomen fand diesbezüglich ebenfalls kein erhöhtes Risiko; das Befinden der Patienten verbesserte sich unter Misteltherapie vielmehr.
Auch die für die Zulassung der Mistelpräparate zuständige Kommission C beim ehemaligen Bundesgesundheitsamt hatte aufgrund der vorliegenden ärztlichen Erfahrungen Hirntumoren nicht als Kontraindikation in die Fachinformationen der Hersteller mit aufgenommen. So kann man zusammenfassend feststellen, dass man aus den leider nur spärlich vorliegenden Veröffentlichungen nicht den Schluss ziehen kann, dass eine Misteltherapie bei Hirntumoren nicht angewandt werden sollte.
Selbstverständlich gibt es Patienten mit schnell wachsenden Hirntumoren, bei denen auch die Beschwerden durch den Hirndruck krankheitsbedingt zunehmen und die dann behandelt werden müssen. Die Hirndruckzeichen sind dann aber nicht unbedingt eine Kontraindikation für die Misteltherapie, sondern nur eine Indikation für eine adäquate Behandlung mit Kortison und/oder Weihrauch. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die Misteltherapie von einem in dieser Therapieform erfahrenen Therapeuten durchführen lassen.
Mistel bei Leukämie
Ich habe eine Form der akuten Leukämie (Blutkrebs) und möchte gerne wissen, ob eine Misteltherapie bei dieser Erkrankung empfohlen wird? (Signal 3/2012)
Prinzipiell liegt der Hauptschwerpunkt bei der Behandlung von Leukämien, besonders dann wenn sie akut verlaufen, auf einer konventionellen schulmedizinischen Behandlung. Von biologischer Seite kommen bei Leukämien und Lymphomen die Nahrungsergänzung mit Vitalstoffen (Vitamine und Spurenelemente), die Gabe von Enzymen sowie gezielte Maßnahmen im Sinne einer Entgiftung und Ordnungstherapie in Betracht. Stark wirksame Immunsystem-Aktivatoren wie z. B. Mistel, Thymus, Sauerstoff, Ozon, Echinacin und Eigenblut bleiben außen vor, da man bei einer sogenannten Systemerkrankung wie den Leukämien und Lymphomen damit »Öl ins Feuer schütten« kann. Auch wenn bisher Studienergebnisse nicht dagegen sprechen und Erfahrungswerte darauf hinweisen, dass die Mistel bei Lymphomen und insbesondere bei chronisch verlaufenden Leukämien sinnvoll sein kann, sind wir mit einer generellen Empfehlung zurückhaltend. Bei Leukämien und Lymphomen sind Blut- bzw. Abwehrzellen in besonderer Weise betroffen. Mistel-Therapeuten mit ausreichend Erfahrung bei diesen Blutkrebserkrankungen sind eher selten zu finden. Schöpfen Sie daher zunächst alle Möglichkeiten einer Ordnungs- und Nährstofftherapie aus (s. o.), bei denen negative Einflüsse auf die GrunderkranGrunderkrankung ausgeschlossen sind. Für alle anderen Tumoren (solide Tumoren wie Darmkrebs, Magenkrebs, Leberkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs etc.) ist eine Mistelbehandlung selbstverständlich sinnvoller Bestandteil einer biologischen Tumortherapie.
Mistel fördert das Tumorwachstum?
Ich habe Brustkrebs und möchte gerne während der Chemotherapie eine Misteltherapie durchführen. Nun hat mir mein behandelnder Arzt gesagt, dass ich dies besser nicht tun sollte, da dies das Tumorwachstum fördern könnte? Wie ist Ihre Meinung dazu? (Signal 1-2008)
Eine Misteltherapie kann und sollte wenn möglich während einer Chemotherapie eingesetzt werden, um die Verträglichkeit der Chemotherapie zu verbessern und das Abwehrsystem zu stärken. Um einen ausreichend guten Immunstatus zu erreichen, sollte mit einer Mistelbehandlung idealerweise wenn möglich schon 3 - 4 Wochen vor einer belastenden Therapie begonnen werden. Dabei ist es wichtig, niedrig dosiert zu beginnen und langsam die Dosis zu steigern. Die Aussagen zur Misteltherapie und möglichen tumorfördernden Eigenschaften beziehen sich mit einer Ausnahme allein auf tierexperimentelle Untersuchungen und auf Untersuchungen, die in vitro, d.h. im Reagenzglas gemacht worden sind. Diese Ergebnisse lassen sich durch ähnlich durchgeführte Untersuchungen widerlegen, d.h. es gibt mindestens ein Dutzend Studien, die kein Wachstum von Tumorzellen im Tierversuch und/oder Reagenzglas durch eine Mistel bzw. Lektinbeigabe nachgewiesen haben. Am wichtigsten erscheinen uns in diesem Zusammenhang jedoch nicht tierexperimentelle Untersuchungen, sondern das Vorliegen einer Vielzahl von klinischen, d.h. am Menschen durchgeführten Studien, die einen tumorwachstumsfördernden Effekt nie nachgewiesen haben. Insofern ist eine Abwehrstärkung mithilfe der Misteltherapie bei Brustkrebs und auch während Chemotherapie sinnvoll. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie an 352 Brustkrebspatientinnen, in der untersucht wurde, inwieweit die gleichzeitige Misteltherapie während einer Chemotherapie Einfluss auf die Lebensqualität hat. Das Ergebnis: Bei allen eingesetzten Messparametern zur Einschätzung der Lebensqualität zeigten sich unter der Misteltherapie während und nach Abschluss der Chemotherapie deutlich bessere Werte. Insbesondere die unter Chemotherapie sehr belastenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit und übelkeit gingen unter gleichzeitiger Misteltherapie deutlich zurück. Zusätzliche begleitende Maßnahmen sind z.B. Ernährungsmaßnahmen, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, die Gabe von Enzymen sowie gezielte Maßnahmen im Sinne einer Ausleitung und Entgiftung. Informationen hierüber erhalten Sie jederzeit gern bei der GfBK.
Mistel und geringe Lymphozytenzahlen
Ich habe Krebs und mache seit 2 Jahren eine Therapie mit einem Mistelextrakt. In letzter Zeit beobachte ich, dass die anfangs gute Lokalreaktion in Form einer Rötung immer mehr abnimmt. Was schlagen Sie vor, wie ich vorgehen sollte? (Signal 3-2009)
Normalerweise werden Mistelextrakte unter die Haut gespritzt, und zwar zunächst in einer geringen Dosis. Die Dosis wird dann langsam gesteigert, bis an der Einstichstelle eine Rötung erkennbar ist. Diese Lokalreaktion ist keine Nebenwirkung, sondern erwünscht – denn sie zeigt, dass das Immunsystem auf die Mistel reagiert. Tritt nach einiger Zeit keine Reaktion mehr auf, so kann es ratsam sein, auf ein anderes Präparat mit einem anderen Wirkstoffgehalt oder von einem anderen Wirtsbaum zu wechseln. Auch eine längere Pause kann hier hilfreich sein, um ein erneutes Ansprechen mit einer Hautrötung auszulösen. Außerdem zeigen ein Ansteigen der Körpertemperatur oder der Immunzellen im Blut das Ansprechen auf eine Misteltherapie an. Ist im weiteren Verlauf kein Ansteigen der Immunzellen im Blut erkennbar oder liegen niedrige Lymphozytenwerte im sog. Differentialblutbild vor, so sollten sie mit Ihrem Arzt die Umstellung auf eine Thymustherapie erwägen, da diese besser in der Lage ist, die Lymphozytenzahl wieder anzuheben.
Mistel während einer Chemo
Vor zwei Monaten wurde ich an einem Darmkrebs operiert, anschließend wurde mir zu einer Chemotherapie geraten. Mein Hausarzt hat mir zusätzlich unbedingt eine Misteltherapie empfohlen. Nun habe ich aber gehört, dass eine Misteltherapie nicht während einer Chemotherapie durchgeführt werden sollte? Stimmt das? (Signal 1-2005)
Eine Misteltherapie kann und sollte wenn möglich während einer Chemotherapie eingesetzt werden, um die Verträglichkeit der Chemotherapie zu verbessern und das Abwehrsystem zu stärken. Dabei ist es wichtig, niedrig dosiert zu beginnen und langsam die Dosis zu steigern. Bei richtiger Handhabung sind Nebenwirkungen relativ selten. Außerdem sollte die Einleitung einer Misteltherapie möglichst frühzeitig, am besten noch vor Beginn der Chemotherapie begonnen werden. Die Aussagen zur Misteltherapie und möglichen krebsfördernden Eigenschaften beziehen sich mit einer Ausnahme allein auf tierexperimentelle Untersuchungen und auf Untersuchungen, die im Reagenzglas gemacht worden sind. Am wichtigsten sind in diesem Zusammenhang jedoch nicht tierexperimentelle Untersuchungen oder Laborversuche, sondern das Vorliegen von 93 veröffentlichten klinischen, d.h. am Menschen durchgeführten Studien, die einen tumorwachstumsfördernden Effekt nie nachgewiesen haben und außerdem zeigen konnten, dass eine Misteltherapie während Chemotherapie die Nebenwirkungen reduzieren und die Lebensqualität verbessern hilft.
Mistelinjektion trotz Macumar?
Seit meiner Dickdarmtumor-Erkrankung vor zwei Jahren führe ich auch eine Misteltherapie durch. Im Gefolge eines Schlaganfalls vor acht Wochen muss ich jetzt bis auf Weiteres ein Blut verdünnendes Medikament (Marcumar) einnehmen. Aus Sorge, bei den Mistelinjektionen jeweils einen Bluterguss zu provozieren, habe ich die Misteltherapie abgesetzt. Sind meine Bedenken berechtigt? (Signal 1-2003)
Aus unserer Sicht und Erfahrung können Sie die Mistelinjektionen trotz der Marcumar-Therapie unbedenklich weiterführen. Da Sie auf einen sogenannten Quick-Wert von 25 - 30 % (= Maß der Blutverdünnung) eingestellt sind, haben Sie bei sachgerechter Injektionstechnik unter die Haut (Fachausdruck: subcutan) beispielsweise im Bauchbereich keine Bluterguss-Probleme um die Einstichstelle zu befürchten. Es ist ratsam nach der Injektion den Hautbereich mit einer Calendula-Echinaceasalbe einreiben. Eine Alternative zum normalerweise empfohlenen Injektionsareal um den Bauchnabel herum wäre der Bereich der äußeren Oberschenkelregion, der relativ gefäßarm ist. Allerdings kann dort die Injektion deutlich schmerzhafter sein. Injektionen tief in den Muskel, die allerdings bei der Misteltherapie nicht üblich sind, dürfen natürlich nicht durchgeführt werden.
Misteltherapie bei Lungenkrebs – Wirtsbaum und Therapiepausen?
Ich habe Lungenkrebs und wurde operiert. Jetzt wird eine konventionelle Therapie mit Antikörpern (Tarceva) durchgeführt. Von der biologischen Seite möchte ich meine Heilkräfte unter anderem auch mit einer Misteltherapie unterstützen. Ich bin aber verwirrt, da andere Patienten in der anthroposophischen Klinik mit gleichem Krankheitsbild ein Präparat von einem anderen Wirtsbaum bekamen und diese durchgehend ohne Pausen verabreicht werden, während man mir zu Pausen zwischen den einzelnen Serien riet. Können Sie mit weiterhelfen? (Signal 4/2007)
Die Misteltherapie nach den Vorgaben einer anthroposophisch orientierten Medizin gestaltet sich wesentlich individueller als die Therapie mit Mistelpräparaten, die auf einen bestimmten Wirkstoff standardisiert sind. So kann es durchaus sein, dass Sie von Ihrem behandelnden Arzt ein Mistelpräparat von einem anderen Wirtsbaum bekommen als eine Patientin mit dem gleichen Krankheitsbild, da Frauen und Männern oft Mistelpräparate von unterschiedlichen Wirtsbäumen verordnet werden. Die nach anthroposophischen Gesichtspunkten entwickelten Mistelpräparate sind jeweils in verschieden Stärken und von unterschiedlichen Wirtsbäumen erhältlich. Die Serien beginnen mit der niedrigsten Stärke und gehen im Verlauf auf höhere Konzentrationen über. Die Behandlung erfolgt in rhythmischen Zyklen. Bei den auf den Inhaltsstoff Mistellektin standardisierten Präparaten, die im Allgemeinen von Laubbaummisteln stammen und die keine unterschiedliche Konzentration aufweisen wird beispielsweise nach dem Schema 8 bis 12 Wochen Therapie und dann 4 bis 6 Wochen Pause verfahren. In Ihrem Fall bekamen Sie wahrscheinlich ein Mistelextrakt von der Eiche. Da diese Mistelextrakte dann in unterschiedlichen Serien, die in sich nochmals steigende Konzentrationen enthalten, verabreicht werden, hängt der Fortlauf der Therapie von Ihrer Reaktion ab : reagieren Sie beispielsweise recht stark, d.h. Sie haben eine mehr als zwei Euro große Rötung an der Einstichstelle, die auch nach einem halben Tag nicht schwindet oder einen recht lang anhaltenden Juckreiz, so wird man eher langsamer die Serie steigern und größere Therapiepausen machen. Das Vorgehen kann und soll dem Patienten individuell angepasst werden - je nach seinem Allgemeinzustand und seiner Reaktion. Es würde den Rahmen dieser Frage sprengen alle Aspekte der Verordnung von Mistelextrakten zu besprechen, wir hoffen aber, dass wir Ihre Zweifel ein wenig beheben konnten. Die GfBK hat auch ein ausführliches Infoblatt zur Misteltherapie herausgebracht. Schließlich sei noch auf das ausgezeichnete und für den Laien gut verständliche Buch von Annette Bopp, Die Mistel – Heilpflanze in der Krebstherapie, erschienen 2006 bei Rüffer&Rub hingewiesen.
Misteltherapie und Herceptin
Ich habe Brustkrebs und soll demnächst eine Therapie mit Herceptin® beginnen. Nun hat mein Arzt gehört, dass man Mistel und Herceptin® nicht zusammen einer Patientin geben sollte. Ist diese Aussage Ihrer Meinung nach begründet? Wie soll ich mich verhalten?(Signal 3/2010)
Der Antikörper Trastuzumab (Markennname Herceptin®) ist für die Behandlung von Brustkrebs zugelassen. Er blockiert die Wirkung eines wachstumsfördernden Botenstoffes (humaner epidermaler Wachstumsfaktor). Der Rezeptor dieses Botenstoffes mit dem Namen HER2 kommt auf Zellen eines Teils bösartiger Brusttumoren zahlreicher vor als auf normalen Zellen. Der Antikörper bindet an den HER2-Rezeptor und „sperrt" ihn so für Wachstumssignale, wodurch sich das Wachstum von entsprechenden Tumoren möglicher-weise verlangsamen lässt.
Am ehesten verspricht eine Behandlung bei stark positivem HER2-Status Erfolg (20 – 30 % der Brusttumoren). Das bei einer Biopsie oder Operation entnommene Tumorgewebe wird im Labor daraufhin untersucht, ob und wie viele HER2-Rezeptoren auf Krebszellen zu finden sind. Danach wird die Entscheidung getroffen, ob eine Behandlung mit Trastuzumab in Frage kommt.
Der HER2-Rezeptor ist in viel geringerem Umfang im Vergleich zu Tumorzellen auch auf normalen Zellen nachweisbar, daher ist die Herceptin-Behandlung nicht nebenwirkungsfrei, auch wenn sie weniger belastend ist wie eine Chemotherapie. Insbesondere bei der ersten Infusion haben viele Patienten grippeartige Symptome mit Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit; auch Gelenkschmerzen und Hautausschläge können auftreten. Selten kommt es zu einer allergischen Reaktion auf die Infusion. Viele der Nebenwirkungen sind selten stark ausgeprägt und lassen sich meist gut mit entzündungshemmenden, fiebersenkenden oder antiallergischen Medikamenten behandeln. Sie treten ab der zweiten Infusion in der Regel nicht mehr auf oder lassen deutlich nach. Zurzeit werden auch Herzschäden durch Herceptin® diskutiert, da HER2-Rezeptoren sich auf Herzmuskelzellen finden lassen. Einzelne Patientinnen hatten starke gesundheitliche Probleme am Herzen als Folge der Therapie.
Zurzeit gibt es weder eine ausreichende Anzahl von Einzelfallberichten noch klinische Studien zur Kombination von Mistelpräparaten mit onkologischen Antikörpern. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist eine mögliche Gefährdung der Patienten oder eine Reduktion der onkologischen Wirkung dieser Antikörper weitgehend ausgeschlossen. Vielmehr ist es denkbar, dass eine Misteltherapie durch ihren apoptotischen (Apoptose = Förderung des natürlichen Zelltodes von Tumorzellen) und ihren antiangiogenetischen Effekt (Antiangiogenese: Hemmung der Blutgefäßneubildung von Tumoren) die Wirksamkeit einer Chemotherapie als auch der Antikörpertherapie unterstützt. Auch nach ersten praktischen Erfahrungen spricht nichts gegen die kombinierte Anwendung. Leider beruhen diese Bedenken nicht auf begründeten Studien, so dass wir nicht der Meinung sind, dass bei einer laufenden Herceptintherapie eine Misteltherapie nicht durchgeführt werden sollte. Vorsicht ist lediglich bei entzündlichen Nebenwirkungen der Antikörpertherapie wie Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und Hautausschläge geboten. Dann sollte mit der Mistelgabe so lange abgewartet werden, bis diese Beschwerden abgeklungen sind.
Nierenkrebs und Misteltherapie
Ich habe seit 2001 Nierenkrebs, das 2002 lokal rezidiviert ist und trotz Chemotherapie bzw. Interferon weiter wächst. Ich möchte gerne wissen, ob bei mir eine Mistel-Therapie sinnvoll ist, da ich diesbezüglich unterschiedliche Meinungen gehört habe. Außerdem wurde mir ein Immunaktivitätstest, bei dem z.B. die Aktivität der NK-Zellen geprüft wird und mit dem gleichzeitig ein Medikamententest gemacht wird, empfohlen. Ist dies sinnvoll? (signal 1/2007)
Zur Anwendung von Mistel bei Nierenzellkrebs bestehen unsererseits keine Bedenken. So gibt es bisher zwei veröffentlichte Studien zur Misteltherapie bei Nierenzellkrebs (Kjaer, M. 1989, Lümmen G. 2001). In diesen Studien konnten keine ungünstigen Effekte zur Anwendung einer Misteltherapie bei Nierenzellkrebs gezeigt werden. Im Gegenteil: Die Mistel schnitt in einer der Studien gleich gut wie die schulmedizinische Standardtherapie ab, in der anderen sogar besser. Leider berichten Patienten immer wieder, dass sie vernichtende ärztliche Meinungen zur Mistel hören, wie z. B.: „Da können Sie sich auch eine Frikadelle auf den Bauch legen, das hilft genauso viel.” Abwertende Äußerungen dieser Art waren vor einigen Jahren an der Tagesordnung, heute kommen sie glücklicherweise nur noch vereinzelt vor. Veröffentlichungen wie unlängst in der FAZ und anderen Medien, die sehr pauschal und unqualifiziert über die Misteltherapie urteilen, verunsichern viele Patienten.
Es ist bekannt, dass insbesondere Nierenkrebs (aber auch Hautkrebs) besonders gut auf Immuntherapien reagiert. Dies macht man sich ja auch in der schulmedizinischen Behandlung mit Interferon/z.B. Roferon zunutze; auf biologischer Basis kann dies z. B. eine Tumorimpfung oder eine Mistel- bzw. Thymustherapie sein.
Die prinzipielle Durchführung von sog. NK-Zell-Funktionstests beurteilen wir hingegen zurückhaltend, da die Labormedizin den Zustand und die Aktivität des Immunsystems bisher nur ansatzweise prüfen kann und noch unklar ist, inwieweit solche Testungen wirklich die notwendigen Therapien adäquat vorhersagen können.
Reaktionen auf die Mistel – sind ihre Wirkungen fühlbar und/oder messbar?
Ich spritze seit mehreren Jahren einen Mistelextrakt. Nun hat mir ein Arzt eine relativ teure Blutuntersuchung empfohlen, um festzustellen, ob die Mistel wirksam ist. Was halten Sie von solchen ergänzenden Untersuchungen? (signal 2-2009)
Zunächst einmal ist der wichtigste Anhaltspunkt, um einfach festzustellen, ob die Mistel wirksam ist, eine immer wieder auftretende leichte Lokalreaktion an der Einstichstelle bis maximal 5 cm im Sinne einer Rötung oder Schwellung. Medizinisch gesehen handelt es sich hierbei um eine bestimmte entzündliche Reaktion, indem bestimmte Abwehrzellen in die Haut einwandern und dort eine Antwort des Abwehrsystems hervorrufen.
Oft ist in der Einleitungsphase der Misteltherapie diese Hautreaktion ein brauchbarer Hinweis zur Dosisfindung. Während der Langzeittherapie kann jedoch die Hautreaktion immer mehr abklingen. Hier kann dann ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt (die Temperaturreaktion) zu Rate gezogen werden, um einfach festzustellen, ob die Misteltherapie noch wirksam ist.
Typischerweise findet man dosisabhängig eine Steigerung des Tagesmittelwertes der Körpertemperatur sowie der Tagesamplitude, die 0,7 – 1,5 °C betragen sollte. Auch an den injektionsfreien Tagen kann man gegenüber den Vorbefunden einen Anstieg der Tagesamplitude beobachten. Diejenige Dosis, die eine deutliche Temperaturerhöhung bewirkt, sollte beibehalten werden. Kommt es längerfristig zu einer zunehmenden Abnahme der Amplitude, sollte der behandelnde Therapeut grundsätzlich an eine Steigerung der Dosis oder auch an einen Sortenwechsel denken.
Allerdings ist die Temperaturmessung nur bei exakter Messtechnik aussagefähig; und sie ist nicht verwertbar bei Tumorfieber oder Chemotherapie Die Temperatur sollte während der Einleitungsphase täglich, während der längerfristigen Therapie nur noch sporadisch zur Kontrolle (z. B. alle 3 Monate eine Woche lang) gemessen werden.
Außerdem steht dem Therapeuten mit dem Differentialblutbild ein weiteres wichtiges und relativ preiswertes diagnostisches Mittel zur Verfügung, um die Wirksamkeit einer Misteltherapie einzuschätzen. Dies sollte bei jedem Patienten in regelmäßigen Abständen bestimmt werden. So kommt es im Blutbild unter einer Misteltherapie zu einem Anstieg der Lymphozyten bzw. Neutrophilen und oft auch der Eosinophilen.
Die relativ teure Bestimmung der sog. Lymphozyten-Subpopulationen ist in ihrem Wert umstritten. So werden anhand eines so genannten Immunprofils bestimmte Abwehrzellen, die Lymphozyten und deren Untergruppen bestimmt. Experten kritisieren vor allem, dass anhand der Untergruppenbestimmung der Lymphozyten nur deren Absolutzahl und nicht deren Funktion bestimmt werden kann. Vor allem bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, bei denen es in erster Linie um die Besserung der Lebensqualität geht, ist diese Untersuchung nicht sinnvoll. Bei den meisten Patienten ist daher die Bestimmung der absoluten Lymphozytenzahl vollkommen ausreichend. Wird die Misteltherapie jedoch mit anderen immunwirksamen Substanzen wie z.B. Thymus kombiniert, sind Lymphozyten-Subtypisierungen empfehlenswert, um eine Überstimulation des Abwehrsystems nicht zu übersehen.
Fazit: Zur Beurteilung des Ansprechens auf eine Misteltherapie sind die Kontrolle der Lokalreaktion und des Differentialblutbildes unerlässlich, während teure und aufwändige Immunanalysen in vielen Fällen entbehrlich sind. Sehr zu empfehlen ist auch die kostenlose, aber zeitaufwändige Temperaturkontrolle. Am allerwichtigsten ist jedoch, dass sich das Allgemeinbefinden bessert. Viele Betroffene berichten z.B. von einer deutlichen Stimmungsaufhellung, wenn sie Mistel spritzen.
Rezidiv trotz Mistel
Trotz meiner intensiven therapeutischen Bemühungen mit Mistel- und Enzymtherapie sowie der Einnahme von Vitaminen etc. trat im Bereich der linken Brust ein Rezidivtumor auf. Ich bin über diese Entwicklung frustriert. Wie ist das zu erklären? (Signal 1-2005)
Biologische Therapie kann nur so gut wirken, wie der Organismus regulationsfähig ist. Das Regulationsvermögen hängt von vielen individuellen Faktoren wie z.B. der genetischen Vorbelastung, Vorerkrankungen und der Lebensführung ab. Zusätzlich wird es von sogenannten Herd- und Störfeldern wie z.B. durch Zahnmetalle, wurzeltote Zähne, Narben, Elektrosmog, Umweltgifte, Schlafplatzbelastungen und insbesondere durch psychische Belastungen negativ beeinflußt. Demnach müssen parallel zu jeder biologischen Therapie Korrekturen von möglichen Regulationsstörungen durchgeführt werden, um langfristig die Voraussetzung für Behandlungserfolge zu erreichen.
Colostrum
Ich habe Krebs und Freunde haben mir zur Unterstützung meiner Abwehrkräfte Colostrum empfohlen. Was ist das überhaupt genau und können sie es grundsätzlich empfehlen? (Signal 1/2010)
Colostrum, auch Vormilch genannt, wird von allen Säugetieren in den ersten Stunden nach der Geburt produziert und ist bei Kühen besonders reich an Abwehrstoffen. Ähnliches gilt für die Stutenmilch, die schon vor 3000 bis 4000 Jahren in China, später bei den Römern, Griechen und Ägyptern als Heil- bzw. Wundermittel galt. In Russland wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts Stutenmilch in Sanatorien sogar gegen die durch Tuberkulose bedingte körperliche Auszehrung verordnet.
Seit etwa 1960 wird der medizinische Wert der Biest- bzw. Stutenmilch oder Colostrum auch in der deutschen Naturheilkunde zunehmend anerkannt und bei einer Vielzahl an Erkrankungen, die mit einer Schwächung des Abwehrsystems einhergehen, einsetzbar. Insbesondere bei Patienten mit allergischen Erkrankungen kann die Einnahme von Colostrum sinnvoll sein. Bei Krebspatienten ist meist eine kurmäßige Verabreichung sinnvoll. Colostrum wird in verschiedenen Formen, z.B. als Getränk oder Kapsel, angeboten. Achten Sie beim Kauf dieser Produkte insbesondere darauf, dass die Vormilch innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt entnommen wurde, schonend verarbeitet, nicht mit Gamma-Strahlen behandelt wurde und keine Konservierungsstoffe enthält.
Dosierung von Vitaminen
Als Krebspatient mit lebhaftem Interesse an der orthomolekularen Therapie (Mineralstoffe, Vitamine u.ä.) stellt sich mir immer wieder die Frage hinsichtlich der Dosierung von Vitaminen: Ist möglichst hoch dosiert wirklich so enorm wichtig? (Signal 3-2009)
Weltweit gibt es keine gültigen Richtlinien, was die Dosierung von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln betrifft. Inzwischen gibt es jedoch vermehrt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Einnahme von Vitaminen die ausreichend hohe Dosierung sein könnte, da einige Vitamine nur in höheren Dosierungsbereichen auch eine eindeutige zellabtötende Wirkung hervorrufen.
Im Einzelfall muss es jedoch nicht immer sinnvoll sein, besonders hoch zu dosieren, da alle Vitamine verstoffwechselt werden müssen und besonders die fettlöslichen Vitamine, wie z.B. Vitamin A und E die Leber belasten und dort gespeichert werden können. Besonders in der Nachsorge kann es manchmal ratsamer sein, mittlere Dosierungen im Intervallprinzip einzunehmen (3x/Woche), um die Ansprechbarkeit des Organismus zu erhalten und einer Überforderung der Stoffwechselorgane vorzubeugen. Außerdem ist es von enormer Wichtigkeit Vitamine in natürlicher Form einzunehmen, da diese für den Organismus optimaler verfügbar sind. Übrigens kann Vitamin C über den Mund aufgenommen nur mit ca. 500 mg verstoffwechselt werden; das bedeutet alles darüber hinaus wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Hier sollte man insbesondere darauf achten, die Tagesdosis in mehrere Portionen aufzuteilen. ( s.a. GfBK-Info : Vitamine )
Nicht jeder Krebspatient ist übrigens an Vitaminen unterversorgt. Hier sollte immer die konkrete Erkrankungssituation und der körperliche Zustand mitbedacht werden. Außerdem stellt die Gabe von Vitaminen bei Patienten ohne Krankheitsrückfall immer eine Nahrungsergänzung dar; das heißt im Vordergrund steht eine gesunde vitastoffreiche Ernährung, die durch die Gabe von Vitaminen ergänzt werden kann.
Eisenpräparate bei Krebs
Ich leide an einem metastasierendem Bronchialcarcinom (Lungenkrebserkrankung). Mir wurde von meinem Hausarzt ein Eisenpräparat empfohlen. Nun hab ich gehört, dass Eisen die Bildung von Tumoren begünstigen soll. Was soll ich tun? (Signal 4-2004)
Eisen ist ein Spurenelement, was von außen, d.h. über die Nahrung zugeführt werden muss, weil es unser Organismus nicht selber bilden kann. Eisen wird u.a. zur Bildung des Sauerstoff übertragenden roten Blutfarbstoffes Hämoglobin gebraucht. Eisenmangel kann sich in einer Anämie (Blutarmut) und den damit verbunden Beschwerden, wie Blässe, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Reizbarkeit, Haut- und Nagelveränderungen äußern. Die frühere Annahme, Eisen könne die Krebsentstehung begünstigen, beruht auf der Beobachtung im Laborversuch, dass Eisen durch Oxidation zur übermäßigen Bildung von sog. freien Radikalen führt, die wiederum Zell- und Gewebeschäden hervorrufen können. So kann man z.B. auch im menschlichen Organismus nachweisen, dass durch zusätzliche Gabe von Eisen die Bildung von freien Radikalen im Darm zunimmt. Ob dadurch jedoch das Krebsrisiko ansteigt, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Jedenfalls ist es nicht ratsam, bei nicht nachgewiesenem laborchemischem Eisenmangel zusätzlich Eisenpräparate einzunehmen. Beachten sollte man auch, dass der Mensch Eisen sowieso nur in 10-15% aus der Nahrung über den Darm aufnehmen kann und die Aufnahmeleistung u.a. auch vom verabreichten Eisenpräparat abhängt. Am besten ist die Aufnahme von pflanzlich gebundenem Eisen (in Fleisch und Gemüse) und als Präparat in Form von zweiwertigem Eisen. Außerdem empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin C einzunehmen, wodurch die Eisenaufnahme deutlich verbessert wird. Oft reicht es auch einfach aus, mehr eisenhaltige Nahrungsmittel (auch gegebenenfalls Fleisch) in Kombination mit Vitamin C zu sich zu nehmen. Menschen, die regelmäßig Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide zu sich nehmen, sollten darauf achten genügend eisenhaltige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, da Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide Phytinsäure enthalten, das wiederum Eisen im Darm bindet und an der Aufnahme in den Stoffwechsel zu hindern vermag. Zu viel Kaffee oder Schwarzer Tee sollte ebenfalls gemieden werden, da dadurch die Eisenaufnahme ebenfalls beeinträchtigt wird. Ein weiteres Problem stellt insbesondere auch die bei Krebspatienten noch ungeklärte Problematik dar, ob das Eisen überhaupt adäquat verstoffwechselt werden kann. Bei vielen Krebspatienten liegt eine sog. Eisenverwertungsstörung vor, was zur Folge hat, dass das zusätzlich eingenommene Eisen nicht gespeichert und für den Organismus verbraucht werden kann, sondern der Patient meist nur die unangenehmen Nebenwirkungen der Eisenpräparate im Magendarmtrakt wie Übelkeitsgefühle und Verstopfung zu spüren bekommt.
Enzyme vor OP?
Bei meiner Mutter wurde vor kurzem Krebs in der Gebärmutter diagnostiziert. Die Entfernung des Tumors erfolgt in der nächsten Woche. Meine Frage: Ist es sinnvoll, im Vorfeld der OP zum Beispiel ein Enzympräparat zur Unterstützung zu geben? (Signal 4/2009)
Ein wichtiger Bestandteil der biologischen Krebsmedizin ist die Behandlung mit Enzymen. Sie können in jeder Phase der Erkrankung zur ergänzenden Behandlung hilfreich sein und werden in der Krebstherapie vor allem in Form von proteolytischen, also eiweißspaltenden Enzyme eingesetzt, u.a. um die Erkennung von Tumorzellen und die Immunantwort zu verbessern. Es sind vornehmlich Bromelain aus der Ananas, Papain aus der Papaya, sowie Trypsin und Chymotrypsin aus Bauchspeicheldrüsen von Tieren.
Enzyme sind eher nach einer Operation einige Tage in erhöhter Dosierung einzunehmen. Da Enzyme die Blutgerinnung beeinflussen, werden diese daher am besten erst nach Abschluss der Operation und wenn keine Nachblutungsgefahr mehr besteht, d.h. mindestens 3-4 Tage nach der Operation, gegeben.
Andere zusätzliche Maßnahmen vor und nach einer Operation sind übrigens die Gabe von hochdosiertem Selen und von Homöopathika.
Erhöhen Vitamine die Sterblichkeit?
Aus einer Fernsehsendung habe ich entnommen, dass Beta-Karotin und Vitamin E eine erhöhte Sterblichkeit verursachen sollen. Kann ich die Nahrungsergänzungsmittel nun bedenkenlos weiter einnehmen? Meine Ernährung habe ich seit meiner Prostata-Operation wegen Prostatakrebs ebenfalls umgestellt. Ich esse mehr Obst und Gemüse in denen allerdings auch die oben genannten Vitamine auftreten. Muss ich mich hier auch umstellen? (Signal 2/2008)
Vitamin E und ß-Karotin (wasserlösliches Vitamin A) werden sehr häufig von Krebspatienten in Form von Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen, mit dem Ziel, den Heilungsprozess fördern und die Nebenwirkungen aggressiver Behandlungen zu mindern.
Insbesondere die Anwendung von Vitamin E und Beta-Karotin wurde in jüngster Zeit in der Öffentlichkeit eher negativ (erhöhtes Sterberisiko, erhöhtes Lungenkrebsrisiko) dargestellt. Bevor man daraus allerdings falsche Schlussfolgerungen zieht, sollte man sich die Studienergebnisse, auf denen diese Pressemeldungen beruhen, genauer anschauen.
So hat Prof. Miller von der John Hopkins Universität 2004 eine sogenannte Metaanalyse zur gesundheitlichen Wirkung von Vitamin E veröffentlicht. Dabei hat er 19 Studien untersucht, in denen Patienten mit unterschiedlich starken chronischen Erkrankungen und in unterschiedlichen Altersgruppen in verschiedenen Dosierungen 16-20.000 I.E. synthetisches Alpha-Tocopherol (nicht natürliches Vitamin E) pro Tag erhalten haben. Aus dieser heterogenen Personengruppe hat er dann abgeleitet, dass tägliche Vitamin-E-Dosierungen von mehr als 150 I.E. pro Tag (in den Studien wurde allerdings nie das natürliche Vitamin E sondern immer nur das synthetische Alpha-Tocopherol eingesetzt) das allgemeine Sterberisiko bei den Patienten erhöhe. Interessanterweise wurde das allgemeine Sterberisiko in der untersuchten Studie mit der höchsten Vitamin-E-Gabe von 2.000 I.E. tatsächlich aber verringert. Diese Metaanalyse von Prof. Miller ist von internationalen Fachleuten heftig kritisiert worden. Zu aller Überraschung schreibt Prof. Miller am Ende seiner Veröffentlichung selbst: "Die untersuchten Studien mit hoher Vitamin-E-Zufuhr wurden an kleinen Patientengruppen mit verschiedensten chronischen Erkrankungen durchgeführt, daher ist die Übertragbarkeit unserer Ergebnisse auf gesunde Menschen unsicher."
Bezüglich der Gabe von Beta-Karotin sollte in zwei großen Studien (ATBC-Studie und CARET-Studie) ein möglicherweise schützender Effekt von Beta-Karotin unter anderem vor Lungenkrebs bei Rauchern untersucht werden. Es zeigte sich bei der Auswertung der Studie bei den Teilnehmern, die weiterhin mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchten und gleichzeitig Betakarotin einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Bei den Teilnehmern jedoch, die weniger als 20 Zigaretten rauchten, zeigte sich ein leicht erniedrigtes und bei den Teilnehmern, die aufhörten zu rauchen, sogar ein deutlich erniedrigtes Risiko. Beta-Karotin erhöht also nur bei den starken Raucher (mehr als 20 Zigaretten) das Lungenkrebsrisiko, senkt es aber bei allen anderen! Experten nehmen an, dass dabei nicht das Beta-Karotin, sondern deren Oxidationsprodukte zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko bei noch aktiven Rauchern führen könnten. So gibt es wiederum andere Studien, die zeigen konnten, dass eine kombinierte Gabe von Beta-Karotin mit anderen „Antioxidantien" wie Vitamin E und Vitamin C durchaus positive Effekte haben kann. Weiterer Kritikpunkt: An beiden Studien nahmen nur Personen teil, die bereits bei Studienbeginn sehr lange stark geraucht hatten, Personen also, bei denen möglicherweise bei Studienbeginn schon Lungenkrebs induziert war. Wenn Beta-Karotin in den frühen Phasen der Krebsentstehung, nicht aber in der späten Wachstumsphase wirkt, kann bei dieser Personengruppe kein schützender Effekt erwartet werden.
Unser Fazit lautet daher: Es gibt sowohl Studien, die positive als auch negative Effekte von Vitaminen zeigen. Diese oben genannten Beispiele verdeutlichen aber, dass man sich das Design der Studien, deren Ergebnisse und auch die verwendeten Präparate genauer anschauen muss, um daraus Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Grundsätzlich sind pflanzliche Vitamine synthetischen Vitaminen vorzuziehen. Unterstützt werden sollte dies zusätzlich durch eine vitalstoffreiche Ernährung bevorzugt mit Vollkorngetreide und -produkte (nicht zu grob!); Rohkost (in kleinen Mengen); Biogemüse; naturbelassene pflanzliche Öle und Fette (insbesondere Olivenöl und Leinöl).
Interessant gerade auch für an Prostatakrebs Erkrankte ist die Tatsache, dass Männer, die häufig Ketchup, Tomatenmark oder Tomatensaft verzehren, weniger häufig an Prostatakrebs erkranken. Diese Beobachtung wird auf das in Tomaten enthaltene stark antioxidativ wirksame Lycopin zurückgeführt. Lycopin wird durch vorheriges Erhitzen der Tomaten wohl besser für den Körper verfügbar gemacht, daher ist die bessere vorbeugende Wirkung von z.B. Tomatensaft im Gegensatz zu „rohen Tomaten" zu erklären. In Laborversuchen konnte Gelbwurz (=Kurkumin) bei Prostatakrebs die Umwandlung von hormonabhängigen zu hormonunabhängigen Zellen verzögern und den spontanen Zelltod beider Zellarten herbeiführen. Das Rezept für einen Gelbwurz-Tomaten-Drink erhalten Sie bei der GfBK. Umgekehrt konnte in anderen epidemiologischen Studien gezeigt werden, dass ein Mangel an Selen und Vitamin D vermehrt zu Prostatakrebs führt. Bei bereits an Prostatakrebs Erkrankten haben aktuelle Studien zudem einen positiven Effekt von Granatapfelextrakt und Leinsamen zeigen können.
Haifischknorpel – eine sinnvolle Nahrungsergänzung?
Von Freunden habe ich einen Extrakt aus Haifischknorpel gegen meine Krebserkrankung empfohlen bekommen? Was halten Sie von diesen Präparaten? (signal 1/2012)
Haie erkranken erstaunlich selten an Krebs, weshalb von mehreren Herstellern Haifischknorpelextrakte angeboten werden. Ob Haifischknorpelextrakte bei Krebserkrankungen tatsächlich wirksam sind, wurde nun in mehreren klinischen Studien geprüft, wobei die Ergebnisse bisher eher unbefriedigend waren und keine positiven Ergebnisse zeigten. Außerdem ist der Handel mit Haifischknorpeln auch aus ökologischen Gründen nicht unproblematisch, da dadurch der natürliche Bestand der beiden Haifischarten, aus denen der Knorpel gewonnen wird, bedroht ist.
Andere Forscher kommen auch zu anderen Erklärungen, die plausibel und sympathischer erscheinen, warum Haifische nur selten an Krebs erkranken: nämlich dass der Hai quasi keinen Stress hat, weil er keine natürlichen Feinde hat. Das ist eine Erkenntnis, die auch aus dem Forschungsgebiet der Psychoneuroimmunologie bekannt ist, nämlich, dass wir mit unserer Psyche das Immunsystem beeinflussen können und dass negativer Stress krank machen kann. Auch in einer aktuellen Studie konnte die Bedeutung eines positiven Lebensgefühls untermauert werden. So leben Menschen, die im Alter über 50 Jahren ihre Lebensfreude verloren hatten, deutlich kürzer als Menschen, die ihre Lebensfreude bewahren konnten. Diese Überlegungen zeigen, dass wir trotz aller Forschungsbemühungen um neue teure Medikamente unsere Psyche und seelische Stabilität zur Gesunderhaltung nicht vergessen dürfen.
Herzschutz mit Coenzym Q10
Ich bin Brustkrebspatientin und mir wurde von meiner Therapeutinvor allem während der anstehenden Chemotherapie Coenzym Q10 empfohlen. Was wissen Sie darüber? (Signal 3/2011)
Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche Substanz, die an allen energieliefernden Prozessen im Organismus beteiligt ist. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Coenzym Q10 ist als Coenzym an dieser Umwandlung beteiligt, über die 95% der gesamten Körperenergie erzeugt wird. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf - wie Herz, Lunge und Leber - weisen deshalb auch die höchste Q10-Konzentration auf.
Coenzym Q10 wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. Allerdings nimmt die körpereigene Q10-Synthese ab dem mittleren Alter immer weiter ab, sodass die Q10-Zufuhr gerade dann empfehlenswert ist. Auch bei einem erhöhten Anfall an Freien Radikalen oder unter herzschädigender Chemotherapie ist eine ergänzende Q10-Zufuhr bei Krebspatienten anzustreben.
Hier werden insbesondere bei Brustkrebspatientinnen unter Herceptin-Therapie und während einer Therapie mit Anthrazyklinen (Wirkstoffe der Chemotherapie) hoch dosiert Coenzym Q10 mit 300mg täglich in Kombination mit L-Carnitin mit 2-3 g (Einnahme 3 bis 4 Stunden vor der Chemotherapie) während der Dauer der gesamten Chemotherapie empfohlen.
Laetrile oder Vitamin B 17 – empfehlenswert in der komplementären Krebsbehandlung?
Ich habe Krebs im fortgeschrittenen Stadium und ein guter Bekannter hat mir dringend die Einnahme von Laetrile empfohlen. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Mittel, und gibt es Studien, die dessen Wirksamkeit belegen? (Signal 4/208)
Laetrile, auch Vitamin B17 oder Amygdalin genannt, kommt vor allem in Aprikosenkernen, Bittermandeln und in geringerer Menge auch in Apfelkernen vor. Es enthält eine inaktive Blausäureform, die gesunden Zellen nicht schaden, dafür aber eine giftige Wirkung auf Krebszellen haben soll. Die Substanz wird in erster Linie durch Philip Day in seinem Buch „Krebs-Stahl, Strahl, Chemo und Co - vom langen Ende eines Schauermärchens" propagiert.
Zur Anwendung bei Krebserkrankungen ist zu sagen, dass die Studienlage als unzureichend einzuschätzen ist. Die einzigen veröffentlichten klinischen Dokumentationen des Nationalen Krebsinstitutes der USA (NCI) konnten keinen Benefit zeigen (Moertel et al. 1981 bzw. Ellison et al. 1978). In dem Beitrag von Moertel wurde auch von vermehrt auftretenden toxischen Reaktionen berichtet. Insofern ist ungeachtet vereinzelter Laborversuche in den 70-er Jahren, in denen die Wirkung an Tumorzelllinien (Haut, Sarkom, verschiedene Formen der Leukämie) untersucht worden ist, nie eine Wirkung am Patienten anhand einer gut dokumentierten Studie festgestellt worden. Auch in einer Cochrane-Analyse von 2006 wurden leider keine randomisierten oder nicht-randomisierten Studien zu Laetrile gefunden (Milazzo et al. 2006).
Viele Internetseiten verweisen zwar auf Studien, die nicht veröffentlicht wurden. Hier konnte natürlich auch keine objektive Prüfung der dort angeführten Studienergebnisse durch ein unabhängiges Gremium erfolgen. Bei näherer Prüfung weisen diese Studien außerdem methodische Mängel auf, wie z. B. zu geringe Patientenzahlen, Einschluss von unterschiedlichsten Tumorarten, fehlende Vergleichsgruppen, retrospektive Auswertung, Parameter „subjektives Ansprechen". Die positiven Aussagen über die Wirksamkeit bei Krebserkrankungen beruhen daher lediglich auf einzelnen Erfahrungsberichten, die aber durchaus glaubhaft sind.
Die empfohlenen Tagesdosen werden in der Presse sehr unterschiedlich angegeben. Gewarnt wird vor allem davor, dass Mandelonitril zum Teil in das starke Gift Blausäure umgewandelt wird und bei Einmaldosen von mehr als 1 g Todesfälle aufgetreten sind. Allerdings soll gesunden Zellen das Enzym, was Vitamin B17 in Blausäure umwandelt, weitgehend fehlen, während Tumorzellen dieses Enzym (ß-Glucosidase) in 3000-fach höherer Konzentration enthalten. So zeigt die Erfahrung von Betroffenen und tierexperimentellen Untersuchungen, dass selbst bei hohen Dosierungen von 2-3 g täglich oder 40-50 Aprikosenkernen keine toxischen Nebenwirkungen auftreten. Anfänglich können jedoch Übelkeit oder Schwindel hervorgerufen werden, die nach Reduzierung der Dosis vollständig abklingen.
Zusammenfassend kann diese Therapieform wegen der nicht einschätzbaren Nebenwirkungen und Wirkungen nur ein Teilaspekt einer komplementären Krebsbehandlung sein. So setzen erfahrene Therapeuten die Therapie mit Vitamin B17 immer in Kombination mit anderen hochdosierten Vitaminen und Enzymen ein. Vor allzu überzogenen Heilversprechungen in der Öffentlichkeit muss gewarnt werden. Bei Krebserkrankungen kommen je nach Tumorart die begleitende Anwendung von bewährten biologischen Therapieverfahren in Betracht, so z.B. Ernährungsmaßnahmen, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, die Gabe von Enzymen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel und/oder Thymus sowie gezielte Maßnahmen im Sinne einer Entgiftung und Ordnungstherapie.
Macht ein Vitaminprofil Sinn?
In einem Informationsblatt Ihrer Gesellschaft las ich von der Empfehlung zur Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen in der Nachbehandlung von Krebserkrankungen bzw. als Begleittherapie zur Minderung der Nebenwirkungen aggressiver Therapien. Ich habe nun von meinem Arzt gehört, dass man durch ein so genanntes Vitalstoffprofil im Labor exakt die Vitaminversorgung des Organismus feststellen und die Therapie darauf abstimmen kann. Stimmt das?
Es gibt heute auf diesem Sektor verschiedene Laboruntersuchungen, die auf unterschiedlichen Testmethoden beruhen und sehr häufig nicht miteinander vergleichbar sind. Bei diesen Testmethoden sollte immer hinterfragt werden, inwieweit durch die Bestimmung einzelner Parameter im Blut Rückschlüsse auf die genauen Vitalstoffkonzentration im Gesamtorganismus bzw. im Körperspeicher gemacht werden können. Problematisch ist auch, dass bisher nicht eindeutig bewiesen werden konnte, ob die Bestimmung einzelner Parameter und die Interpretation des momentanen Verteilungsprofils auch wirklich eine bessere individualisierte Therapie nach sich ziehen.Zwar ist eine gezielte Vitamin- und Mineralstoffeinnahme gerade im Zusammenhang mit Krebserkrankungen wünschenswert, ein optimales objektives Testverfahren gibt es bisher kaum. Daher geben unserer Meinung nach so genannte Vitalstoffprofile zwar schon Hinweise - sind aber für den praktischen ärztlichen Alltag nur begrenzt verwendbar und aussagefähig.
Megamin und Krebs
Ich bin an einem Krebs des blutbildenden Systems erkrankt und habe zusätzlich zur konventionellen Therapie von meinem Heilpraktiker unbedingt Megamina empfohlen bekommen. Was genau verbirgt sich dahinter und wie stehen Sie zu dieser Empfehlung? (Signal 3-2006)
Megamin besteht zu 100% aus einem natürlichen Mineral, dem Zeolith, das vulkanischen Ursprungs ist. Dieses und ein verwandtes Präparat , das Klino-Vitala enthalten tribomechanisch aktiviertes Zeolith, d. h. feinst zermahlene Silicat-Mineralien, sowie bestimmte Anteile an Magnesium und Kalzium. Die Präparate sollen laut Herstellerangaben durch ihre molekulare, verkleinerte Struktur in der Lage sein, über die Zellmembran in die Zelle einzudringen und dort aufgrund ihrer speziellen Oberflächenstruktur schädliche Stoffwechselprodukte zu binden; sie sollen als Radikalfänger wirken und die Zelle auf diese Weise entschlacken können. Inwieweit das Präparat im Vergleich zu den bisher angewandten und bewährten Radikalfängern wie Vitamin A, C, E und Selen eine Neuerung darstellt, muss offen bleiben, da zuverlässige wissenschaftliche Untersuchungen nicht vorliegen. Diese Form der Nahrungsergänzung kann daher nur ein Teilaspekt einer komplementären Krebsbehandlung sein.
Schädigt Vitamin C das Erbgut?
Für mich völlig unverständlich wird in letzter Zeit von immer mehr Ärzten in der Onkologie vor der Einnahme von Vitaminpräparaten gewarnt. In diesem Zusammenhang habe ich auch gehört, dass Vitamin C das Erbgut schädigen soll. Stimmt das? (Signal 4-2005)
Diese Aussage einer angeblich krebserregenden Wirkung von Vitamin C ist auf eine im Jahr 2001 veröffentlichte Studie zurückzuführen, wobei der Fehler gemacht wurde, diese Ergebnisse allzu vorschnell auf den menschlichen Organismus zu übertragen. In dieser Laboruntersuchung wurden Vitamin C und bestimmte Fettsubstanzen zusammen in ein Reagenzglas gegeben. Nach zwei Stunden beobachtete man, dass sich Stoffe gebildet haben, die das menschliche Erbgut schädigen können. Daraus wurde allzu schnell der Schluss gezogen, das Vitamin C Krebs erzeugen kann. Nun muss man sich aber vorstellen, dass es im menschlichen Organismus sehr unwahrscheinlich ist, dass diese beiden Substanzen an der gleichen Stelle und zudem in so hohen Konzentrationen wie bei diesem Reagenzglasversuch vorkommen und dann auch noch zwei Stunden miteinander reagieren können. Dass die übertragbarkeit dieses Laborversuches auf den Menschen unrealistisch ist und stattdessen eindeutig der Nutzen von Vitamin C überwiegt, haben renommierte Wissenschaftler bestätigt.
Schädliche Einnahme von Omega-3- Fettsäuren?
Ihre ärztliche Beratung hat mir als Brustkrebspatientin während einer Chemotherapie unter anderem empfohlen, Omega-3—fettsäuren unterstüzend anzuwenden.
Gerade las ich im nun Internet, dass die Einnahme von Fettsäuren schädlich sei, wenn zeitgleich eine Chemotherapie erfolgt. Könnten Sie dazu bitte Stellung nehmen? (Signal 4/2011)
Leider Kommt es im Zusammnehang mit der Anwendung der Chemotherapie immer wieder zu unserer Meinung nach unqualifizierten und die Patienten verunsichernden Aussagen von Ärzten in der Onkologie. Dabei werden harmlose Nahrungsergänzungsmittel, die in vielerlei Hinsicht die Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich mindern, aufgrund von Untersuchungen im Labor oder tierexperimentellen Studien pauschal als gefährlich eingestuft.
Nun zu Ihrer konkreten Frage: Forscher der Universität Utrecht haben in einem Versuch mesenchymale Stammzellen sowie krebskranke Mäusen mit Hauttumoren mit einem Chemotherapeutikum, dem Cisplatin behandelt. Dabei zeigte sich, dass die Tumorzellen Fettsäuren freisetzen, die sie unempfindlich gegen die Einwirkung des Chemotherapeutikums machten. Die chemische Analyse der Fettsäuren ergab, dass es sich um Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren handelte, wie sie auch in Fischölkapseln oder in Algenextrakten enthalten sind. Allerdings geben selbst die Forscher zu, dass noch völlig unklar ist, ob sich die Ergebnisse auch auf die Therapie von Krebserkrankungen beim Menschen übertragen lassen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass nur ein einziges Zytostatikum getestet wurde, das bei den häufigsten Krebsformen überhaupt nicht angewendet wird.
Außerdem muss man in Frage stellen, ob das künstlich hergestellte Gemisch wirklich den Fettsäuren in zum Verzehr erhältlichen wertvollen Ölen entspricht. Vieles spricht bisher dafür, dass Omega-3-Fettsäuren in natürlichen Ölen die Entzündungsreaktionen abmildern, die dazu führen, dass Stammzellen zu aggressiven Tumorzellen werden. Insbesondere diese Entzündungsbereitschaft ist laut renommierter Forscher dafür verantwortlich, dass sich um die Tumorzelle herum ein ungünstiges chemotherapieresistentes Millieu entwickelt. Außerdem bestärkt ein weiteres Experiment mit Olivenöl die bisherige Praxis, wertvolle kaltgepresste Öle, wie Olivenöl, Leinöl, Fischöl auch weiterhin zu empfehlen. So konnte in einem Experiment gezeigt werden, dass Olivenöl eine ähnliche Wirksamkeit wie das in der Brustkrebstherapie häufig verwendete Herceptin hat und deren Wirksamkeit sogar verdoppeln kann. Insofern bestehen hier deutliche Widersprüche, die zeigen, dass ein Reagenzglas –oder Tierversuch alleine nur wenig Aussagekraft hat.
SELECT - Studie in der Kritik
Ich hatte vor einigen Jahren Krebserkrankung, an der ich damals operiert wurde, und nehme seit einiger Zeit vorbeugend die Vitamine E und C wie auch das Spurenelement Selen ein.
Ich bin sehr verunsichert, da ich aktuell immer wieder in der Presse lese, dass eine große Studie abgebrochen wurde, weil Vitamin E und Selen darin nicht vor Krebs schützen konnten. Sollte ich diese Substanzen überhaupt noch weiter einnehmen? (Signal 2-2009)
Ende Oktober 2008 wurde die groß angelegte SELECT-Studie (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial) unter großem Medienecho abgebrochen, eine Studie, mit der untersucht werden sollte, ob durch Gabe von Vitamin E und Selen die Häufigkeit von Prostatakrebs verringert werden kann.
Der Grund für den vorzeitigen Abbruch: Eine im September 2008 vorgenommene Zwischenauswertung ergab, dass weder Selen noch Vitamin E, noch beide Substanzen kombiniert eindeutig das Risiko auf ein Prostatakarzinom senken. Außerdem zeigten sich zwei Trends: Im Studienarm mit der alleinigen Vitamin E-Gabe kam es zu einem leichten Anstieg der Erkrankungen am Prostatakrebs und im Studienarm mit der alleinigen Selen-Gabe stieg die Zahl der Diabeteserkrankungen.
Die daraufhin häufig zu lesende Schlussfolgerung, dass der Abbruch der SELECT-Studie quasi die Bedenklichkeit von Antioxidantien belege, kann so jedoch nicht nachvollzogen werden, da die gemessenen Effekte gering und nach statistischen Kriterien nicht bedeutsam waren. So gibt selbst das National Cancer Institute zu, dass dies durchaus Zufallsergebnisse gewesen sein könnten.
Darüber hinaus ist es sehr fraglich, inwieweit eine Zufuhr Sinn macht, ohne dass man diese dem wirklichen Versorgungszustand des Betroffenen anpasst. Gerade beim Selen besteht die Gefahr einer Überdosierung, weshalb viele Therapeuten eine vorherige Bestimmung des Selenspiegels im Vollblut empfehlen. Diese Problematik zeigt sich auch in der Veröffentlichung der Zwischenergebnisse: Während bei uns in Deutschland Serum-Selenwerte von etwa 60 - 80 Mikrogramm pro Liter gemessen werden, lagen die Selenwerte bei den Studienteilnehmern in den USA um 135 Mikrogramm, also bei etwa 170 Mikrogramm bei Messung im Vollblut - weit über dem deutschen Referenzbereich von 100 - 140 Mikrogramm! Durch die Gabe von grundsätzlich 200 Mikrogramm Selenomethionin wurden diese Werte sogar bis auf 250 Mikrogramm angehoben, so dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Studienteilnehmer einen Selenmangel hatten.
Außerdem geben Experten zu Bedenken, dass die falsche Molekülform von Vitamin E sowie von Selen gegeben und es versäumt wurde, eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C sicherzustellen, um das Vitamin E im Organismus zu regenerieren.
Insofern sollte der Abbruch der SELECT-Studie nicht dazu führen, die Gabe von Antioxidantien bei Krebspatienten oder Gesunden verallgemeinernd in Frage zu stellen. Vielmehr ist es erforderlich, dass jeder eine auf ihn abgestimmte individuelle Antioxidantiengabe erhält und dass natürlich auch eine gesunde Ernährung dazu beiträgt, Defizite auszugleichen.
Auch aufgrund einer anderen aktuellen amerikanischen Untersuchung wurde Krebspatienten geraten, während der Chemo- oder Strahlentherapie keine zusätzlichen Antioxidantien einzunehmen, weil das die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen könnte. Absolut unverständlich bleibt jedoch, warum bei dieser Veröffentlichung die Autoren vor einer Antioxidantieneinnahme warnen, obwohl es bei den analysierten sechzehn Studien keine Hinweise gab, dass Antioxidantien den Behandlungserfolg einer konventionellen Therapie reduzieren!
So ist es auch kein Wunder, dass andere Wissenschaftler aufgrund der Studienlage zu anderen Ergebnissen gelangen und die zeitgleiche Gabe von Antioxidantien zur Chemotherapie positiv bewerten.
Insofern kann die GfBK der Empfehlung nicht folgen, unter laufender Therapie keine Antioxidanzien einzunehmen. Im Gegenteil: Die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen reduziert die Nebenwirkungen belastender Therapien, wie z. B. der Schleimhäute. Und es gibt sogar Studien, die zeigen, dass z. B. durch die Gabe von Selen gesunde Zellen vor Strahlung geschützt und Tumorzellen sogar strahlensensibler werden. Selen sollte in Form des anorganischen Natriumselenit und Vitamin-E nur auf pflanzlicher Basis gegeben werden.
Selen und Strahlentherapie – verträgt sich das?
Ich habe Brustkrebs und werde an der Brust bestrahlt. Mein behandelnder Strahlenarzt hat mir davon abgeraten, währenddessen hochdosiert Selen einzunehmen, weil er befürchte, eventuell vorhandene Tumorzellen werden durch Selen vor der Strahlung geschützt. Wie ist Ihre Meinung dazu? (Signal 3/2008)
Die Gabe von dem Spurenelement Selen während Strahlentherapie ist insofern sinnvoll, als das vierwertige Selen (Se4+) als Radikalfänger im Wesentlichen die gesunden Zellen vor Schädigung schützt: Die während einer Strahlentherapie entstehenden freien Radikale greifen sowohl die Tumorzellen als auch die umliegenden gesunden Zellen an. Während die Tumorzellen aufgrund der Strahlen-Fokussierung auf das befallene Gewebe vollständig zugrunde gehen, werden die Normalzellen je nach Abstand zum Bestrahlungsfeld mehr oder weniger geschädigt. Bei jeder Zellschädigung entstehen jedoch freie Radikale, die sich über das Plasma im Körper verteilen und so sekundär weitere gesunde Zellen angreifen. Das systemisch verabreichte vierwertige Selen (Se4+) fängt die Radikale im Extrazellulärraum ab und schützt so vor sekundärer Zerstörung gesunder Zellen.
Wir geben zu bedenken, dass es keinerlei Literaturhinweise gibt, die den befürchteten Effekt einer Schutzwirkung von Selen auf Tumorzellen nahe legen. Dagegen existieren zahlreiche Hinweise dafür, dass Tumorzellen anders auf Selen reagieren als gesunde Zellen und dass Tumorzellen durch Selen eher empfindlicher für die Standardtherapie werden, aber auf jeden Fall nicht geschützt werden. So wies die Arbeitsgruppe um Prof. Dörr (Dresden) nach, dass mit Selenit behandelte Normalgewebszellen bei Bestrahlung eine höhere Überlebensrate aufwiesen als Nichtbehandelte. In Tumorzellen war diese radioprotektive Aktivität hingegen nicht nachweisbar. Ein anderer Versuchsansatz von Prof. Bamberg (Tübingen) zeigte sogar, dass selenitbehandelte Tumorzellen empfindlicher auf Strahlung reagieren. Dr. Sagowski (Hamburg) schließlich konnte nachweisen, dass Selen ebenso wie Amifostin die Wirksamkeit einer Bestrahlung nicht einschränkt. Und eine aktuelle Untersuchung von Dr. Mücke (Wiesbaden) konnte bei Patientinnen mit Unterleibstumoren zeigen, dass unter Natriumselenitgabe weniger häufig durch die Bestrahlung bedingte Durchfälle auftraten.
Aufgrund dieser zahlreichen Forschungsergebnisse kann die GfBK daher der Empfehlung nicht folgen, Selen während einer Strahlentherapie nicht einzusetzen.
Vitamin C im Nature-Artikel in der Kritik
Ich selbst habe Krebs und bin durch die Berichterstattung über Vitamin C in der Welt Online verunsichert. Dort stand, dass Vitamin C angeblich das Tumorwachstum fördern könne. Sie empfehlen in Ihren Veröffentlichungen ausdrücklich die Anwendung des Vitamin C. Was ist von dem Bericht zu halten? (Signal 1/2010)
Schon am 19. August 2009 erschien unter der Rubrik „Letters" in der Zeitschrift Nature der ein Beitrag von Schafer und Kollegen. Die Veröffentlichung führte noch am selben Tag zu einer sehr negativen Berichterstattung in Welt-online mit dem Titel „Die dunkle Seite des Vitamin C". Diese Berichterstattung ist zugleich ein Beispiel dafür, dass in der Laienpresse bereits im Titel falsche Hinweise gegeben werden, da in der Studie von Schafer Vitamin C (eines der wichtigsten Antioxidantien des Körpers) überhaupt nicht vorkommt!
Schafer und Kollegen untersuchten im Reagenzglas unter anderem die Wirkung von Antioxidantien (N-Acetylcystein NAC und Trolox) auf die ersten Schritte der Tumorentwicklung von Brustkrebszellen. Und zwar wurde in dieser Versuchsanordnung u.a. der Einfluss auf Faktoren, die den natürlichen Zelltod beeinflussen, untersucht. Dabei wurde lediglich beobachtet, dass in Epithelzellen, die keinen Kontakt zu ihrem Ursprungsgewebe mehr haben, die Gabe von Antioxidantien wie N-Acetylcystein und Trolox die ATP-Bildung durch Oxidation von Fettsäuren erhöhen. (ATP ist die Abkürzung für Adenosintriphosphat, einem Molekül, welches in der Zelle für die grundlegenden energieverbrauchenden Prozesse aller Lebewesen eine entscheidende Rolle spielt.) Welche Relevanz diese Forschungsergebnisse für den Menschen haben, kann mit dieser Reagenzglasuntersuchung überhaupt nicht beurteilt werden. Denkbar wäre auch, dass die ATP-Bildung zu einem beschleunigten Zelltod führt, da Oxidationsprodukte die Zellen schädigen können. Die hier verwendeten Antioxidantien sind jedoch überhaupt nicht vergleichbar mit den Antioxidantien (z.B. Vitamin C, Vitamin E und Selen), die der Mensch mit der Nahrung direkt oder durch sogenannte Nahrungs-ergänzungsmittel (z.B. Vitamintabletten) aufnimmt. Insofern wurden hier völlig falsche Schlussfolgerungen gezogen, die allzu leichtfertig in der Laienpresse verbreitet wurden. Wir empfehlen weiterhin Krebspatienten in konkreten Belastungssituationen die individuell angepasste Gabe von Vitaminen und Spurenelementen. Im Zweifelsfall berät Sie sehr gern der ärztliche Beratungsdienst unserer Gesellschaft.
Vitamin D
Ich habe Krebs und wurde darauf aufmerksam gemacht, meinen Vitamin-D-Spiegel bestimmen zu lassen. Ist das sinnvoll? (Signal 3/2012)
In Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung nur zwischen Mai und September aus, um in der Haut genügend Vitamin D zu bilden. Das Risiko einer schlechten Versorgung mit Vitamin D ist deshalb hierzulande nicht nur bei älteren Menschen (bei denen die Fähigkeit nachlässt, in der Haut Vitamin D zu bilden) gegeben. Viele Ärzte stellen bei einer genauen Blutanalyse sehr häufig Mangelzustände und suboptimale Werte bei Krebspatienten und auch bei Gesunden fest. So kommt die Nationale Verzehrstudie zu dem Ergebnis, dass insgesamt 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D bei Weitem nicht erreichen. Besonders kritisch ist dies in den Wintermonaten: Gemäß einer Studie der Universitätsklinik Heidelberg haben etwa 75 Prozent von 209 untersuchten Frauen zwischen 14 und 86 Jahren in den Wintermonaten einen Vitamin-D-Mangel, das heißt, eine Serumkonzentration von unter 20 ng / ml. Nahezu jede dritte Frau hatte einen schweren Vitamin-D-Mangel mit Werten unter 10 ng / ml. Bisher sahen Mediziner in erster Linie die Bedeutung von Vitamin D für den Knochenstoffwechsel. Inzwischen weiß man, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D auch vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen kann. Die Wirkung auf Krebserkrankungen wird vor allem auf seine antientzündliche und immunstabilisierende Wirkung zurückgeführt. Außerdem sind Tumorzellen auch direkt durch Vitamin D beeinflussbar: Es greift an der Zelldifferenzierung an und begünstigt den natürlichen Zelltod. Zahlreiche Studien bei Krebspatienten belegen, dass eine gute Vitamin-D-Versorgung auch vor Rückfällen und Metastasen schützen kann. Dies ist bisher vor allem für Patienten mit den häufigen Krebsarten Brust- und Darmkrebs nachgewiesen. Eine optimale Aufnahme über die Nahrung ist nicht möglich. Daher sollten Krebspatienten zumindest im Winter zusätzlich Vitamin-D-Präparate mit 2 000 I. E. täglich einnehmen. Ideal ist eine Überprüfung des Vitamin-D-Spiegels im Blut, um die individuelle Dosierung festlegen zu können. Beachten Sie, dass die Normalwerte des Labors nicht unbedingt die Optimalwerte sind. So gelten unter Experten Werte über 40 ng Vitamin D pro ml Blut als erstrebenswert, wenngleich von vielen Labors immer noch Werte zwischen 20 und 40 ng / ml als Normalbereich angesehen werden. Möglicherweise entsteht so der Eindruck, es sei alles in Ordnung, in Wahrheit liegt aber ein Mangel vor. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass Menschen, die leicht über dem Normwert liegen, ihr Dickdarmkrebsrisiko um zwölf Prozent, bei optimalen Werten über 40–50 ng / ml um weitere 23 Prozent senken konnten. Vergleicht man Menschen mit der besten Versorgung an Vitamin D mit denen mit einer sehr schlechten Ausstattung, so ist ihr Risiko für Dickdarmkrebs fast doppelt so hoch. Zusammenfassend kann man sagen: Erst messen dann substituieren. Als sicher – auch ohne Überprüfung des Laborwerts – gelten Dosierungen bis 2 000 I. E. (Kinder bis 1000 I. E.). Gehen Sie gezielt und in vernünftigem Maß in die Sonne: Wir empfehlen ein tägliches Sonnenbaden zwischen 11 und 15 Uhr ohne Sonnenschutz. Schon ein Lichtschutzfaktor 15 blockiert die Vitamin-D-Produktion um 99,5 Prozent. Stimmen Sie die Dauer des Sonnenbadens unbedingt auf den Hauttyp ab (etwa 10 –20 Minuten) und besonnen Sie möglichst viel unbedeckte Haut.
Vitamine erhöhen Sterberisiko
In einer großen Tageszeitung und im Fernsehen war zu lesen bzw. zu hören, dass Vitamine das Leben älterer Frauen gefährden? Da die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr oftmals die ergänzende Anwendung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen empfiehlt, bin ich verunsichert: Was können Sie über diese Berichterstattung sagen? (Signal 1/2012)
Viele Medienberichte über Risiken von Vitaminen bzw. Nahrungsergänzungspräparate sind eher verunsichernd und geben in den meisten Fällen leider nur ungenau den Inhalt von Studien wieder. Forschungsergebnisse werden in den Medien zu vereinfacht und undifferenziert dargestellt. Grundlage für die letzten Medienberichte war die kürzlich veröffentlichte Studie „Iowa Women's Health Study". Es wurden in dieser Studie 41.836 Frauen über einen Zeitraum von 22 Jahren beobachtet. Zu Beginn waren die Studienteilnehmerinnen durchschnittlich 62 Jahre alt. Während des Studienzeitraumes wurden Sie dreimal befragt, welche Vitamine Sie einnehmen. Abschließend wurde ausgewertet, wie das Sterberisiko mit der Einnahme von Vitaminen zusammenhing. Dabei wurde festgestellt, dass das Sterberisiko angeblich mit der Vitamineinnahme zusammenhing. Wenn man die diversen Pressemeldungen genauer anschaut, steht dort auch, dass selbst die Forscher zugeben, dass „die Ergebnisse nur ein sehr grober Hinweis dafür seien, dass zu viele künstliche Vitamine möglicherweise schaden". Denn in der Studie wurde nicht der Gesundheitszustand der Teilnehmerinnen oder sonstige Lebens- und Ernährungsgewohnheiten mit berücksichtigt. So kann im Nachhinein nicht festgestellt werden, ob die Frauen die Vitamine einnahmen, weil sie vorher bereits krank geworden waren.
Lediglich die Einnahme von Kalzium wirkte sich positiv aus und reduzierte in dieser Studie das Sterberisiko. Jedoch sieht man hier, dass dieses Ergebnis nicht mit neueren Erkenntnissen übereinstimmt, die eindeutig gezeigt haben, dass die unkritische Einnahme von Kalziumpräparaten beispielsweise mit einem deutlich erhöhten Herzinfarktrisiko assoziiert ist.
So ist es bei der Einnahme von Vitaminen wichtig, folgende Punkte zu beachten: Die Einnahme sollte individuell erfolgen. Das bedeutet auch, dass sich gewisse Mangelzustände nur mit Laboranalysen abklären lassen, um eine optimale Dosierung festlegen zu können. Dies betrifft vor allem das Spurenelement Selen und Vitamin D. So weiß man inzwischen, dass zu wenig aber auch zu viel Selen im Blut ungünstige Auswirkungen haben kann. Außerdem zeigen Studien immer wieder, dass die kombinierte Gabe auf pflanzlicher Basis der isolierten Gabe von künstlichen Vitaminen überlegen ist. Ein typisches Beispiel ist das Vitamin E, das sich in künstlicher Form ungünstig auf den Organismus auswirkt. Achten Sie daher darauf, dass Sie Vitamin-E als alpha-Tocopherol einnehmen und nicht als künstliches dl-alpha-Tocopherol. Besonders hohe Gehalte an Vitamin E weisen übrigens pflanzliche Öle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, rotes Palmöl und Olivenöl auf. Besonders interessant scheint auch der hohe Gehalt an „ungesättigten" Tocopherolen, den sog. Tocotrienolen in Palmöl zu sein, die die Zellen besser schützen sollen als andere Vitamin-E-Formen.
Besonders bei Krebspatienten ist die Einnahme von hoch dosierten Gaben von Vitamin B12 und Folsäure problematisch, da Vitamin B12 und Folsäure an Zellteilungsprozessen beteiligt sind und dadurch sich schnell teilende Zellen, wie z. B. Blutzellen oder Krebszellen unterstützen können. Dies zeigte sich auch in der oben zitierten Studie, in der Folsäure, aber auch Eisen dosisabhängig das Sterberisiko am meisten steigerten. Auch andere Studien haben gezeigt, dass eine zu hoch dosierte Gabe von Folsäure das Krebsrisiko erhöhen kann, insbesondere wenn kein Mangel vorliegt.
Beachten sollte man außerdem, dass die Gabe von Vitaminen durch eine vitalstoffreiche Ernährung unterstützt werden sollte, bevorzugt mit Vollkorngetreide und –produkten (nicht zu grob!), Rohkost (in kleinen Mengen), Biogemüse, naturbelassene pflanzliche Öle und Fette (insbesondere Olivenöl und Leinöl). Da Untersuchungen zufolge noch nicht einmal 90 Prozent der Bevölkerung die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse zu sich nimmt, halten wir eine Nahrungsergänzung auf pflanzlicher Basis unter besonderer Berücksichtigung des Ernährungszustandes des betroffenen Patienten für eine wichtige begleitende Maßnahme.
Vitamine und Krebs
In meiner Familie gibt es mehrere an Krebs Erkrankte,und ich nehme deswegen seit einiger
Zeit Vitamine ein. Halten Sie das für sinnvoll? (Signal 1/2013)
Es gibt dazu inzwischen zahlreiche Studien, die jedoch in ihren Ergebnissen widersprüchlich
sind. Sie können auch gar keine einheitlichen Ergebnisse zeigen, da verschiedene Dosierungen
in unterschiedlich langen Zeiträumen verwendet wurden. Außerdem wird der Lebensstil nicht
immer ausreichend berücksichtigt; d. h., ob sich die Studienteilnehmer z. B. gesund ernähren oder
regelmäßig Sport treiben.
Inzwischen ist bekannt, dass Menschen vor allem dann von einer zusätzlichen Vitamingabe profitieren, wenn ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen vorliegt. So gibt z. B. eine aktuelle Untersuchung erneut Hinweise, dass Selen entgegen früherer Behauptungen durchaus vor Prostatakrebs schützen kann und dass dieser Effekt vom gemessenen Selenspiegel abhängt (Hurst R / Am J Clin Nutr 2012). Daher raten wir gesunden und kranken Menschen, bestimmte Blutspiegel (z. B. Selen, Vitamin B12 und Vitamin D) vor einer Gabe untersuchen zu lassen.
Eine aktuelle Auswertung der Physicians' Health Study II an 14 700 US-Ärzten kommt zu dem Schluss, dass Männer mit einer zusätzlichen Vitamingabe ihr Krebsrisiko um mindestens acht Prozent senken können (Gaziano JM / JAMA 2012). Besonders Männer über 70 scheinen von einer Vitamineinnahme zu profitieren. Der Schutzeffekt war besonders deutlich, wenn sie bereits zu Studienbeginn an Krebs erkrankt waren. Bei diesen Patienten konnte das Risiko, erneut an Krebs zu erkranken, sogar um 27 Prozent gesenkt werden.
Zum Vergleich: Eine Studie mit 2 705 Prostatakrebspatienten belegt, dass die prostatakrebsspezifische Sterblichkeit um ganze 61 Prozent gesenkt werden kann, wenn mindestens drei Stunden pro Woche intensive körperliche Aktivität betrieben wurde (Kenfield SA / J Clin Oncol 2011). An diesen Effekt reicht die Wirkung von Vitamintabletten bei Weitem nicht heran. Oft sind kombinierte Vitamin-Präparate sinnvoll.
Bevorzugen Sie pflanzliche Vitamine und unterstützen Sie Ihr Ziel durch eine vitalstoffreiche
Ernährung: Vollkorngetreide und –produkte (nicht zu grob!); Rohkost (in kleinen Mengen);
Biogemüse; naturbelassene pflanzliche Öle und Fette (insbesondere Olivenöl und Leinöl). Verzehren
Sie möglichst wenig: Eiweiß und Fett in Form von Fleisch und Wurst, Zucker, Weißmehlprodukte,
hocherhitzte Speisen (über 180° C), Fertigprodukte, Fast Food, Kuhmilch.
Vitamine von Dr. Rath
Im Rahmen meiner biologischen Therapie nehme ich regelmäßig Nahrungsergänzungsstoffe wie Selen, Vitamin A, C, E und Zink ein. Nun wurden in meiner Selbsthilfegruppe die Präparate von Dr. Rath als wahre Wundermittel angepriesen. Sie sollen vergleichbaren Präparate in der Wirkung weit überlegen sein. Ist das so richtig? (Signal 2/2003)
Grundsätzlich befürwortet die GfBK durchaus die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln. Im Zusammenhang mit den Präparaten von Dr. Rath weisen wir allerdings darauf hin, dass uns keine wissenschaftlich-überzeugenden oder empirischen Belege für eine besondere Wirkung der Dr. Rath-Produkte bei Tumorerkrankungen im Vergleich zu anderen Vitamin- oder Mineralstoffkombinationspräparaten vorliegen. Dies gilt insbesondere für die von Dr. Rath speziell empfohlenen Aminosäurenmischungen von Lysin und Prolin. Beide essentiellen (= lebensnotwendigen) Aminosäuren können normalerweise ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Lysinreiche Nahrungsmittel sind z. B. rote Fleischsorten, Thunfisch, Geflügel und Sojaprodukte. Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die Vitaminpräparate von Dr. Rath kein Wundermittel gegen Krebs darstellen und unsere Gesellschaft es nicht gut findet , wenn nicht haltbare Heilsversprechen als Produktwerbung eingesetzt werden. Auch wenn die Kombination der Vitamine und Mineralstoffe einzelner Produkte von Dr.Rath zur unterstützenden oder ergänzenden Therapie von Tumorerkrankungen sinnvoll sein kann, sollte, bevor diese Produkte eingenommen werden, auch das Preis-Leistungsverhältnis kritisch im Vergleich zu anderen möglichen Nahrungsergänzungsmitteln betrachtet werden.
Zink als Nahrungsergänzung
Ist es richtig, dass sich das Spurenelement Zink bei einer Brustkrebs-Erkrankung (Mamma-Carcinom) im Organismus anreichert, um die Tumorzellen zu stabilisieren? Sollte man dennoch zusätzlich in einer Nahrungsergänzungstherapie Zink einnehmen? (Signal 2-2003)
Wenn diese Aussage zuträfe, wäre es natürlich unsinnig, sich bei Mamma-Carcinomen das Spurenelement Zink innerhalb einer Nahrungsergänzungstherapie zuzuführen. In unzähligen wissenschaftlichen Studien wird jedoch auf die Bedeutung einer regelmässigen und ausreichenden Zinkzufuhr insbesondere bei Tumorerkrankungen hingewiesen. Zink ist Bestandteil von mehr als 100 Enzymen und im Organismus an Dutzenden von Körperfunktionen beteiligt. Es ist sozusagen eine Multitalent und hat seinen Stellenwert in einer auf den einzelnen abgestimmten Nahrungsergänzungstherapie. Die beste Aufnahme im Stoffwechsel wird bei Einnahme früh am Abend erzielt. Es sollte nicht zusammen mit Eisen, Kupfer oder Eisen eingenommen werden, da dieses Mineralstoffe sich gegenseitig bei der Aufnahme im Darm behindern. Auch eine hochdosierte Einnahme von dem Spurenelement Selen kann mit Zink problematisch sein. Zur unterstützenden Behandlung bei Krebserkrankungen kann eine Dosis von 15 bis 25 mg Zink pro Tag empfohlen werden.
Bestrahlung Kopf-Hals-Bereich
Ich habe Mundboden-Krebs und werde im Kopf-Hals-Bereich bestrahlt. Die starken Nebenwirkungen, wie Mundschleimhautentzündung, plagen mich sehr. Was kann ich dagegen tun? (Signal 4/2012)
Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitiden) treten als Nebenwirkungen einer Chemotherapie auf. Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sind davon besonders schwer betroffen, da meistens auch noch eine Bestrahlung im Mund-Rachen- Bereich erfolgt. Die Naturheilkunde bietet verschiedene Therapieansätze, um diesen Entzündungen vorzubeugen bzw. sie zu lindern. Besonders bewährt haben sich Salbeispülungen, die lokale Applikation von Traumeel-Ampullen und das Ölkauen (siehe S. 14). Außerdem empfehlen wir Ihnen, vor allem während der Bestrahlung hoch dosiert Selen (300 μg) einzunehmen, am besten als Selenase Trinkampullen. Behalten Sie das Selen vor dem Herunterschlucken einige Sekunden im Mund. Wenn Zinktabletten zerkaut werden können und der Geschmack nicht allzu sehr stört, liegen auch gute Erfahrungen mit Zinkorotat vor – die Tablette zerkauen und mit dem Speichel im Mund wirken lassen. Zusätzlich ist es hilfreich, während der Chemotherapie einen Eiswürfel in den Mund zu nehmen und zu lutschen. Durch die Kälte werden die Schleimhäute schlechter durchblutet und nehmen weniger Gifte auf. Gestalten Sie Ihre Ernährung während der Zeit der Therapie möglichst entlastend. Meiden Sie eher heiße, salzige oder stark gewürzte Speisen; dies gilt auch für saures Obst oder Rohkost. Eine Alternative bieten hier fein gemixte »grüne Smoothies«, die durch deren starke Zerkleinerung während Chemo- und Strahlentherapie besser vertragen werden.
Folgende Nahrungsmittel sind während dieser belastenden Phase empfehlenswert: Obst und Gemüse wertschonend gegart bzw. gedünstet, fein vermahlene Vollkornprodukte (Dinkel, Hafer), Säfte möglichst milchsauer vergoren und verdünnt (z.B. Kanne-Brottrunk®), Bio-Soja-Produkte, Bio-Geflügel, Tiefseefisch, Bio-Öle (Lein-, Olivenöl), Kartoffeln als Pell- oder Salzkartoffeln, „bittere” Kräutertees, kohlensäurearme Mineralwässer, zum Süßen in geringer Menge, z. B. Honig, Ahornsirup, Birnen- bzw. Agavendicksaft. Bei sehr starker Beeinträchtigung der Schleimhäute im Mund-Rachen-Bereich kann es ratsam sein, vorübergehend auf Cremesuppen, Kartoffel- oder Karottenpüree, Hafer, Reis- oder Leinsamenschleimsuppen sowie Apfelmus auszuweichen. Diese dürfen mit wertvollen Ölen (z. B. Leinöl, Olivenöl, Walnussöl) angereichert werden.
Führen Entzündungen im Mund- oder Rachenraum zu erheblichen Schluckbeschwerden, sodass eine Nahrungsaufnahme kaum mehr möglich ist, besprechen Sie dies bitte mit dem behandelnden Arzt. Um dem Verlust an Körpergewicht entgegenzuwirken, kann eine Ernährung über die Vene notwendig werden. Diese sollte möglichst frühzeitig eingeleitet werden, da Studien zeigen, dass die Therapie schlechter vertragen wird, wenn man währenddessen zu stark abnimmt.
Folgende Präparate wirken lokal in der Mundschleimhaut: Paramirum-Tropfen (Fa. Erbasens), Granaimmun-Tropfen (Dr. Jacobs) und Echinacin-Tabletten (z.B. Esberitox). Echinacin darf erst nach der Chemotherapie gegeben werden, da komplexe Wechselwirkungen über Entgiftungsenzyme der Leber möglich sind. Denkbar ist vor allem, dass Präparate, die direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, auch helfen können, das Rückfallrisiko zu minimieren. Dies gilt vor allem für Patienten mit Zungen(-grund) karzinomen oder Tumoren des Rachenbereichs. Eine solche Therapie lässt sich gut mit der hoch dosierten Einnahme von Enzymen (siehe GfBK-Info Enzyme) kombinieren.
Blähungen und Durchfälle
In Folge der Chemotherapie nach einer Dickdarm-Carcinomerkrankung treten bei mir gehäuft nach dem Konsum von Kuhmilchprodukten wie Joghurt, Quark, Kefir und Käse Blähungen und Durchfälle auf. Haben Sie hierfür eine Erklärung ? (Signal 3-2003)
Zahlreiche Kombinationen der Chemotherapie bedingen in der Regel Schleimhautschäden vor allem im Dünn- und Dickdarmbereich. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Allergisierung (= überempfindlichkeit) insbesondere auf solche Nahrungsmittel, die allgemein schon häufig als potentielle Allergieverursacher gelten wie Kuhmilchprodukte und Weizen. Sie sollten daher Ihre Ernährung entsprechend ändern und alternativ vermehrt Ziegenmilchprodukte und beispielsweise Dinkel konsumieren. Eine gezielte Regeneration der Darmflora durch ein so genanntes Immuntraining für den Darm ist bei Ihnen sinnvoll und zweckmäßig. Einzelheiten können Sie einem gleichlautenden Informationsblatt unserer Gesellschaft entnehmen.
Erythropoetin – das einzige Mittel zur Behandlung des Fatigue- Syndroms ?
Durch die schulmedizinische Behandlung - insbesondere der Chemotherapie - leide ich zunehmend an Schwäche und Müdigkeit. Mein Arzt hat mir wegen einer Blutarmut zusätzlich die Anwendung von Erythropoetin verordnet. Was halten Sie davon? Und was kann ich von biologischer Seite her zusätzlich tun? (Signal 4/2008)
Leiden Krebspatienten unter Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit das sog. Fatigue-Syndrom vor. Dieses bezeichnet keine eigene Krankheit, sondern eine Vielzahl an Beschwerden. So unterschiedlich die verschiedenen Tumorerkrankungen und Behandlungsformen sind, so individuell werden auch die Beschwerden geäußert. Viele Betroffene fühlen sich schon nach kleinen Anstrengungen, wie Duschen, Treppensteigen oder beim Essen nachhaltig erschöpft. Andere wiederum können sich schlecht konzentrieren und bringen selbst zum Lesen, Telefonieren oder sogar zum Zähneputzen keine Kraft auf.
Das Fatigue-Syndrom kann durch viele Faktoren begünstigt werden. Als Hauptursache gilt die Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Belastende Therapien, wie Chemo– oder Strahlentherapie aber auch die Tumorerkrankung selbst stellen den häufigsten Auslöser dar. Es kommt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie), wodurch der Körper nur noch mangelhaft mit Sauerstoff versorgt werden kann. Aber auch andere Therapiefolgen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Mundschleimhautentzündungen führen durch verringerte Nährstoffaufnahme zum Nachlassen der Kraftreserven. Chronische Infektionen, Funktionsstörungen der entgiftenden Organe (Leber, Niere), Schmerzen und Mangel an körperlichem Training können ebenfalls Müdigkeit und Erschöpfung auslösen. Von großer Bedeutung ist auch die psychische Anspannung angesichts der Diagnosestellung und den damit verbundenen existentiellen Sorgen und Ängsten.
Schulmedizinisch konzentrieren sich die meisten Behandlungen darauf, den durch Blutarmut hervorgerufenen Sauerstoffmangel zu beheben. Neuerdings wird alternativ zu Bluttransfusionen ein körpereigenes Hormon eingesetzt: Erythropoetin, kurz EPO genannt. Es regt im Knochenmark die Bildung von roten Blutkörperchen an, die den Sauerstoff im Körper transportieren. Weltweit bekannt wurde das Hormon, seit Sportler es als Dopingmittel missbrauchten. Ein Maß für die Menge an roten Blutkörperchen ist das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff). Dieses kann im Blut durch den sog. Hämoglobinwert - Abkürzung „Hb-Wert" - bestimmt werden. Grundsätzlich sollte bei der Behandlung mit Erythropoetin der Hämoglobin-Wert jedoch nicht auf über 12 g/dl angehoben werden, insbesondere da neueren Studien zufolge durch zu starkes „Doping" mit Erythropoetin die Überlebenchancen von Krebspatienten verringert werden können. Nachgewiesen ist dies bei Patienten mit Brustkrebs, Kopf-Hals-Tumoren und großzelligem Lungenkrebs. Ursache für diese Beobachtung könnte sein, dass der isoliert gegebene Wachstumsfaktor Erythropoetin auch das Wachstum von Tumorzellen anzuregen vermag. Wir raten deshalb, Erythropoetin nicht allein zur Hb-Wert-Korrektur, sondern nur bei zusätzlich vorliegenden auf die Anämie zurückzuführenden Beschwerden einzusetzen.
Was man als Patient selbst tun kann, um mehr Sauerstoff ins Gewebe zu bringen, sind Spaziergänge an frischer Luft, Atemgymnastik sowie sportliche oder gymnastische Übungen. Auch die von ganzheitlich arbeitenden Therapeuten angewandte Sauerstoff-Therapie, z.B. als Inhalation, bringt in der ambulanten Behandlung schnelle Erfolge. Bei der Blutbildung wird Eisen gebraucht, daher können Eisenpräparate, Folsäure oder Vitamin B12 zusätzlich helfen. Auch Rote-Beete-Saft oder roter Traubensaft fördern die Blutbildung. Außerdem sollten Nährstoffdefizite ausgeglichen, Entgiftungsorgane gestärkt und die Darmschleimhaut regeneriert werden. (siehe GfBK-Infos: Darmregulation, Ausleitung und Entgiftung wie auch Vitamine) Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an den ärztlichen Beratungsdienst unserer Gesellschaft.
Hand-Fuß-Syndrom
Seitdem ich als Krebspatientin mit einem bestimmten neuen Medikament behandelt werde, schält sich bei mir die Haut an Händen und Füßen. Was kann ich tun, damit diese belastende Nebenwirkung etwas besser wird? (Signal 3/2010)
Unter dem Hand-Fuß-Syndrom versteht man entzündliche Hautveränderungen an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen. Es tritt meist infolge einer bestimmten Chemotherapie, insbesondere unter Capecitabin (Xeloda), aber auch unter 5-Fluorouracil und liposomalen Doxorubicin auf. Häufig finden sich zusätzlich ein Abschuppen der Haut, Taubheit, Kribbeln und eine Überempfindlichkeit für Wärme. Unbehandelt kann das Hand-Fuß-Syndrom schwere Funktionseinschränkungen auslösen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können.
Tritt ein Hand-Fuß-Syndrom auf, wird der behandelnde Arzt meistens eine Dosisreduktion der Chemotherapie empfehlen, in schweren Fällen auch ein Absetzen der Therapie. Begleitend erfolgt eine lokale Behandlung mit Feuchtigkeitslotionen, Cremes und Harnstoffhaltigen Salben. Außerdem können kühle Bäder hilfreich sein.
In der biologischen Medizin haben einige Ärzte gute Erfahrungen mit der Einnahme von ß-Carotin, Vitamin B6, Vitamin D und E sowie der Einnahme und der lokalen Anwendung von Hanföl, gemacht.
Auch hier gibt es wie bei der Behandlung der Polyneuropathien kein Patentrezept. Fragen Sie daher Ihren behandelnden Arzt konkret nach möglichen begleitenden Therapieverfahren.
Kieferschäden durch Bisphosphonate
Ich habe Knochenmetastasen und bekomme zur Knochenstärkung sogenannte Bisphosphonate (synthetische Phosphorverbindungen für die Knochen) als Infusionen. Meine Information bis jetzt war, dass diese Bisphosphonate nebenwirkungsarm sind. Nun habe ich aber gehört, dass Bisphosphonate Kieferentzündungen auslösen können. Bin ich nun gefährdet, eine Schädigung des Kieferknochens zu bekommen? Sollte ich die Präparate mir lieber nicht mehr geben lassen? (Signal 2-2006)
Bisphosphonate, die häufig in der Behandlung, heute aber auch zur Vorbeugung von Knochenmetastasen eingesetzt werden, können Knochenentzündungen und -defekte im Kieferbereich hervorrufen. Nach der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft warnt nun auch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) vor Knochenschädigungen des Kiefers in Verbindung mit Bisphosphonaten, vor allem von Pamidronat (Aredia) und Zoledronat (Zometa), die als Infusionen verabreicht werden. Die schwer therapierbaren Defekte treten häufig nach zahnmedizinischen Eingriffen auf und zeigen sich beispielsweise als lokale Entzündung mit freiliegendem Kieferknochen oder Knochenhautentzündung. Erstmals fiel Ärzten einer New Yorker Klinik für Mund- und Kieferchirurgie eine Häufung von Patienten mit hartnäckigen, teilweise schwerwiegenden Knochenentzündungen und -defekten unter einer Therapie mit Bisphosphonaten auf, die einem Krankheitsbild nach einer Bestrahlung des Kiefers glichen. Während diese so genannten Osteoradionekrosen (Knochenschäden infolge der Bestrahlung) mit ein bis zwei Erkrankungsfällen pro Jahr normalerweise eher selten auftreten, wurde bei 63 Patienten unter Bisphosphonattherapie innerhalb von zweieinhalb Jahren eine Knochennekrose des Kiefers beobachtet, ohne dass bei diesen Patienten eine Bestrahlung des Kiefers durchgeführt worden war. Der genaue Wirkungsmechanismus ist noch ungeklärt. Eine neue Fallstudie deutscher Autoren aus Rostock bestätigt jetzt diese Ergebnisse, dass es bei Patienten unter Bisphosphonatgabe zu entzündlichen, teilweise auch mit Antibiotika nicht beherrschbaren Schwellungen im Kieferbereich kommen kann. Wahrscheinlich begünstigende Faktoren für diese Komplikation seien laut Aussagen von Experten zahnmedizinische Eingriffe wie Extraktionen und intravenöse Therapien über lange Zeit sowie eventuell auch die Kombination von Chemotherapie plus hoch dosierter intravenöser Bisphosphonat-Therapie. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt jetzt eine zahnärztliche Untersuchung vor Therapiebeginn. Und: Unter der Behandlung mit Bisphosphonaten sollten zahnmedizinische Eingriffe möglichst vermieden werden. In der Frage, ob die Bisphosphonat-Therapie nach Vorliegen von Knochennekrosen fortgeführt werden soll, muss stets individuell Risiko und Nutzen für den Patienten abgewägt werden, da Bisphosphonate Monate bis Jahre, eventuell lebenslang im Knochen verweilen können und in seltenen Fällen die Ausbildung weiterer Nekrosen trotz Absetzens beobachtet wurde. Liegen Knochenmetastasen vor, so halten wir angesichts des eher seltenen Auftretens dieser Nebenwirkung die Fortführung der Bisphosphonatgabe unter engmaschiger zahnärztlicher Kontrolle für gerechtfertigt und weiterhin empfehlenswert.
Krebstherapie mit Antikörpern – Behandlung von Hautausschlägen
Ich habe Lungenkrebs und bekomme seit einigen Monaten eine Antikörperbehandlung. Nun treten seit einigen Wochen vermehrt akneartige Hautausschläge im Gesicht auf, die mich sehr belasten. Was kann ich dagegen tun? (Signal 4/2009)
Viele neue Therapieformen wie z.B. Antikörper, die bei Tumoren der Lunge oder des Darms zunehmend eingesetzt werden, haben völlig andere Nebenwirkungen als chemotherapeutisch wirksame Substanzen. Insbesondere die akneartigen Hautreaktionen, die sich auch entzünden können, machen den Betroffenen oft sehr zu schaffen. Ein kleiner Trost ist häufig dann nur, dass bei Auftreten dieser Hautveränderungen meist auch die Therapie anspricht. Insofern für viele Patienten ein wichtiger Grund, um die Behandlung trotzdem weiterzumachen. Allerdings gibt es nicht sehr viele naturheilkundliche Möglichkeiten, um die Nebenwirkungen lokal abzumildern. Natürlich kann man durch eine Stärkung des Organismus (z.B. mit Mistel, Enzymen, Vitaminen) versuchen, eine Linderung zu erreichen. Meistens helfen aber nur lokale Maßnahmen, wie z.B. eine Austrocknung durch Gels, die bei Entzündungen auch Antibiotika enthalten sollten. Zunächst sollte auf eine rückfettende Hautpflege verzichtet werden, sondern die Haut eher mit Lotionen gepflegt werden. Zur Beruhigung der Haut kann es auch sehr gut sein, ein mit reinem Aloe vera Saft getränktes Vlies auf die betroffenen Stellen einwirken zu lassen. Besonders im Sommer ist es wichtig, Lichtschutzpräparate mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden bzw. die zu starke und zu lange Sonneneinstrahlung eher zu vermeiden. Bei der täglichen Hautreinigung ist es wichtig, Reinigungsgele oder milde Cremeseifen, die unparfümiert sind und den pH-Wert der Haut erhalten, zu verwenden. Außerdem ist es sinnvoll, Handtücher nach einmaliger Verwendung bei 60 Grad zu waschen, um Entzündungen vorzubeugen.
Mundtrockenheit bei Zungenkrebs
Ich habe ein Zungengrundkrebs und leide nach Bestrahlung unter häufigem Pilzbefall des Mundraumes und Mundtrockenheit. Was kann ich naturheilkundlich tun, um die Beschwerden zu lindern? (Signal 2-2005)
Durch Chemotherapie und ganz besonders infolge lokaler Strahlentherapie werden die Verdauungsleistung im Organismus herabgesetzt und die Schleimhäute geschädigt. Maßnahmen, um einen bestehenden rezidivierenden Soorbefall und Mundtrockenheit zu lindern, beinhalten vor allem lokale Maßnahmen, aber auch eine entsprechend angepasste Ernährung. So regen zuckerfreie Bonbons oder Kaugummis sowie Pfefferminz -und Zitronentee die Speichelbildung an. Man sollte außerdem häufig einen Schluck Wasser trinken und bevorzugt wasserhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Es sollte auch daran gedacht werden, die Lippen mit einer Fettcreme geschmeidig zu halten. Außerdem erhalten Sie in Apotheken Speichelersatzpräparate bei sehr starker Mundtrockenheit (wie z.B. Glandosane-Spray oder Aldiamed-Gel). Weil Speichelersatzpräparate mit einem schwach sauren pH-Wert den Zahnschmelz demineralisieren können, werden diese aber meist nur zur kurzfristigen Anwendung empfohlen. Als lokale Maßnahmen bietet sich bei Entzündungen der Mundschleimhaut das Spülen und Gurgeln mit Pflanzenextrakten (z.B. aus Salbei, Kamille) an; aber auch andere Lösungen sind zum Mundspülen geeignet (z.B. Silicea Balsam). Auch die zusätzliche Anwendung von Traumeel®-Tropfen kann sinnvoll sein. Das Ölkauen kann bei Schleimhautproblemen im Mundbereich ebenfalls hilfreich wirken. Informationen zum Ölkauen finden Sie hier. Je nach Stärke der Beschwerden, kann es notwendig sein, einige Empfehlungen zeitgleich durchzuführen; gegebenenfalls reichen aber auch einzelne Maßnahmen. Um Pilzbefall vorzubeugen, sollte die Zahnbürste wöchentlich gewechselt werden. In jedem Fall sollte bei vorliegendem rezidivierendem Pilzbefall im Mundbereich eine konsequente lokale Behandlung mit einem Antimykotikum erfolgen. Dabei sollte auch an die Behandlung eines möglichen Pilzbefalls im Darm gedacht werden, ggf. auch eine Darmsanierung. Bei Verdacht auf einen Pilzbefall des Darms haben sich natürliche Präparate bewährt, wie z.B. Teebaumöl (3 x täglich 1 Tropf. in einem Glas Wasser vor den Mahlzeiten). Auch regelmäßige lokale Mundspülungen mit Teebaumöl können bei Mundsoorbefall helfen.
Nebenwirkungen der Chemo
Meine weißen und roten Blutkörperchen sind unter Chemotherapie, die ich infolge meiner Hodenkrebserkrankung bekam, stark abgesunken. Was kann ich dagegen tun? (Signal 3-2004)
Unter Chemotherapie stellt sich sehr häufig eine Verminderung von weißen und roten Blutkörperchen ein. Schulmedizinisch soll die Bildung von roten Blutkörperchen durch Erythropoetin angeregt werden. ähnliche Wachstumsfaktoren werden auch (z.B. GCSF) bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen angewandt. In der ganzheitlichen Medizin ist es möglich durch die Gabe von Mistel-, Enzym- und/oder Thymus/Organotherapeutika, Schäden am Blutbild zu reduzieren. Bei der Blutbildung wird Eisen gebraucht, daher können Eisenpräparate, Folsäure oder Vitamin B12 zusätzlich helfen. Auch Rote-Beete-Saft oder roter Traubensaft fördern die Blutbildung. Da unter Chemotherapie ein Mangel an roten Blutkörperchen auch bedeutet, dass weniger Sauerstoff in die Gewebe gelangt, bringt auch die Sauerstoff-Therapie, z.B. als Inhalation, Erfolge. Was man als Patient selbst tun kann, um mehr Sauerstoff ins Gewebe zu bringen, sind Spaziergänge an frischer Luft, Atemgymnastik sowie sportliche oder gymnastische übungen. Außerdem sollten Nährstoffdefizite ausgeglichen, Entgiftungsorgane gestärkt und die Darmschleimhaut regeneriert werden.
Polyneuropathie
Ich leide an Nervenschmerzen durch eine Chemotherapie und möchte gerne wissen, was ich naturheilkundlich tun kann, um die Beschwerden zu lindern. (Signal 3/2012)
Unter dem Begriff Polyneuropathien versteht man Nervenschädigungen, wobei sich das Wort zusammensetzt aus poly (viele) und Neuropathie (Nervenerkrankung). Polyneuropathien können viele verschiedene Ursachen haben. In der Regel sind die Nerven mit besonders langen Leitungsbahnen betroffen, also die Nerven von Händen und Füßen. Am häufigsten betroffen sind Diabetiker und Alkoholkranke. Aber auch bestimmte Chemotherapeutika (z.B. Cisplatin, Carboplatin, Oxaliplatin, Taxol, Taxotere) können eine Polyneuropathie auslösen. Allerdings treten nicht bei allen Patienten, die eine solche Chemotherapie erhalten haben, Beschwerden im Sinne einer Polyneuropathie auf, so dass sich die Behandlung immer auch nach dem Schweregrad der Symptome richtet. So bemerken einige Patienten nur ein leichtes Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, das nach einigen Wochen wieder verschwindet. Bei anderen wiederum können die Beschwerden bis hin zu stechenden Schmerzen so ausgeprägt sein, das sie die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich beeinträchtigen.
Ein Wundermittel, das die polyneuropathischen Beschwerden effektiv zum Verschwinden bringt, gibt es leider weder in der Schulmedizin noch in der biologischen Medizin. In der Schulmedizin werden vor allem Schmerzmittel, aber auch Antidepressiva und Antikrampfmittel eingesetzt, die wiederum auch ihre Nebenwirkungen haben.
In der biologischen Medizin haben einige Ärzte gute Erfahrungen mit der Einnahme von L-Carnitin und Alpha-Liponsäure gemacht. Die vitaminähnliche Substanz L-Carnitin, die auch zum Muskelaufbau eingesetzt wird, scheint in der Vorbeugung und Therapie von Polyneuropathien besonders geeignet zu sein (siehe auch Frage 4). Hierbei werden Dosierungen von etwa täglich 2-4 g L-Carnitin vorbeugend eingesetzt (z.B. Carnicare). Selen, B-Vitaminkomplex und Magnesium werden zwar auch häufig verabreicht, erreichen aber in den meisten Fällen nicht die erwünschte Wirkung. Nicht vergessen sollte man, dass eine große Bedeutung krankengymnastische Maßnahmen haben, wie z.B. Massagen und wechselnde Temperaturreizungen mit warmen und kalten Wasser. Auch die lokale Anwendung eines Peelings kann schmerzlindernd sein: Einmal täglich Hände und/oder Füße mit 2 Teilen Olivenöl und 1 Teil Zucker, 10 Minuten einreiben, danach gut abspülen.
Neuere Forschungsergebnisse zeigen auch, dass der Einsatz von Akupunktur hilfreich sein kann. Das berichteten Forscher vom HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (Schröder S / Acupunct Med 2011). In dieser Pilotstudie wurden sechs von elf Patienten mit 20 Nadeln behandelt, und zwar in zehn 20-minütigen Sitzungen über einen Zeitraum von drei Monaten. Die anderen fünf Patienten wurden nicht mit Akupunktur behandelt (Kontrollgruppe). Ergebnis: In der Akupunkturgruppe erhöhte sich die gemessene Nervenleitgeschwindigkeit bei fünf der sechs Patienten. Diese berichteten auch von gelinderten Schmerzen. In der Kontrollgruppe reduzierten sich die Schmerzen nur bei zwei Patienten; die Leitgeschwindigkeit erhöhte sich nur bei einem.
Polyneuropathie - was tun?
Ich bin Krebspatient und leide seit meiner Chemotherapie unter starken Beschwerden (Kribbeln, Stechen, Brennen) in Händen und Füßen. Besonders schlimm ist es in meinen Händen, da auch mein Kälteempfinden gestört ist, so dass ich kaum etwas aus dem Kühlschrank herausnehmen oder eine kalte Flasche aufmachen kann. Mein Arzt wollte mir ein Antidepressivum verordnen, das ich jedoch nicht einnehmen will. Was gibt es sonst noch für therapeutische Möglichkeiten? (Signal 1/2008)
Unter dem Begriff Polyneuropathien versteht man Nervenschädigungen, wobei sich das Wort zusammensetzt aus poly (viele) und Neuropathie (Nervenerkrankung). Polyneuropathien können viele verschiedene Ursachen haben. In der Regel sind die Nerven mit besonders langen Leitungsbahnen betroffen, also die Nerven von Händen und Füßen. Am häufigsten betroffen sind Diabetiker und Alkoholkranke. Aber auch bestimmte Chemotherapeutika (z. B. Cisplatin, Carboplatin, Oxaliplatin, Taxol, Taxotere) können eine Polyneuropathie auslösen. Allerdings treten nicht bei allen Patienten, die eine solche Chemotherapie erhalten haben, Beschwerden im Sinne einer Polyneuropathie auf, so dass sich die Behandlung immer auch nach dem Schweregrad der Symptome richtet. So bemerken einige Patienten nur ein leichtes Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, das nach einigen Wochen wieder verschwindet. Bei anderen wiederum können die Beschwerden bis hin zu stechenden Schmerzen so ausgeprägt sein, das sie die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich beeinträchtigen.
Ein Wundermittel, das die polyneuropathischen Beschwerden effektiv zum Verschwinden bringt, gibt es leider weder in der Schulmedizin noch in der biologischen Medizin. In der Schulmedizin werden vor allem Schmerzmittel, aber auch Antidepressiva und Antikrampfmittel eingesetzt, die wiederum auch ihre Nebenwirkungen haben. In der biologischen Medizin haben einige Ärzte gute Erfahrungen mit der Anwendung von Magnesium, B-Vitaminkomplex, L-Carnitin und alpha-Liponsäure gemacht. Diese können je nach Ausprägung der Beschwerden auch miteinander kombiniert werden. Alpha-Liponsäure muss allerdings intravenös verabreicht werden. Eine große Bedeutung haben auch krankengymnastische Maßnahmen, z. B. Massagen und Wechselbäder. Auch die lokale Anwendung eines Peelings kann schmerzlindernd sein.
Und schließlich ist es für die betroffenen Patienten beruhigend zu wissen, dass selbst bei Nichtansprechen auf die beschriebenen Maßnahmen die Beschwerden meistens nach einigen Monaten wieder verschwinden.
Schleimhautschäden nach Chemo?
Infolge der Chemotherapie sind meine Schleimhäute sehr angegrifffen, vor allem die Mundschleimhaut. Was können Sie aus Ihrer Sicht empfehlen ? (Signal 1-2003)
Zunächst ist es wichtig Ihre Ernährung achtsam zusammenzustellen, damit Ihre Beschwerden nicht noch zusätzlich verstärkt werden. Bei akuten Beschwerden sollten Sie Rohkost, zu saures Obst wie beispielsweise Zitrusfrüchte meiden und nicht zu heisse, salzige oder stark gewürzte Speisen zu sich nehmen. Nur leichtbekömmliche Nahrung essen und am besten pürieren. Regelmässige Mundspülungen mit einer Kamille oder Panthenollösung wirken gut gegen die Entzündungen. Folgende Teemischung hat sich zum Mundspülen besonders bewährt : Je 10 g Rosmarin, Thymian, Majoran, Bohnenkraut, Salbei. Die Kräuter gut vermischen. Bereiten Sie gleich eine größere Menge Tee zu, die für mehrmaliges Spülen reicht. 5 Teelöffel der Kräutermischung , 1 Zimtstange und 3 Gewürznelken mit 1 Liter Wasser übergießen. Den Tee zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Tee abgießen und abkühlen lassen. Spülen Sie nur mit lauwarmen oder gekühltem Tee. Medikamentös können Sie mit dem Kauen von Zinkorotattabletten, durch das hömöopathische Komplexmittel Traumeel (Tabletten zum Lutschen oder Ampullen zum Spülen) oder einem bakteriellen Extrakt - Colibiogen den Nebenwirkungen der Chemotherapie entgegenwirken. Weitere Hinweise finden Sie in unserer Broschüre Nebenwirkungen aggressiver Therapien - ein Ratgeber bei Chemo- und Strahlentherapien.
Sonnenbad als Krebspatient?
Meine Ärzte haben mir empfohlen als Krebspatient mit einem Prostatatumor grundsätzlich die Sonne zu meiden ? Wie stehen Sie dazu ? (Signal 3-2004)
Grundsätzlich ist die Sonnenenergie eine für alle Lebewesen notwendige und aufbauende Energie, so dass wir nur den richtigen Umgang mit ihr pflegen müssen. Vor allem durch den Menschen verursachte Umweltschäden können bei einem Übermaß an direkter Sonneneinstrahlung zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen. Als Krebspatient ist es ratsam, die gleichen Empfehlungen fürs Sonnenbad zu beachten wie gesunde Erwachsene. Das bedeutet, dass Schatten und sonnengerechte Kleidung inklusive Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Filter vor starker Sonneneinstrahlung am besten schützen. Meiden Sie besonders die Sonne in der Mittagszeit. Wichtig ist, mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad alle unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel (ab Lichtschutzfaktor 15) einzucremen. Allerdings schützen Sonnenschutzmittel zwar vor Sonnenbrand, jedoch nicht vor Hautkrebs. Deswegen gilt auch hier: weniger ist mehr. Halten Sie sich in den sonnenreichen Monaten vorwiegend im Schatten auf und gönnen Sie sich nur ab und zu ein Sonnenbad. Die individuelle Sonnenempfindlichkeit hängt allerdings auch von evt. eingenommen Medikamenten ab. So kann insbesondere unter Chemotherapie eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit auftreten. Auch Johanniskrautpräparate, die zur Beruhigung eingenommen werden, können eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit auslösen. Bei Unklarheiten bezüglich der Medikamenteneinnahme ist es ratsam, den behandelnden Arzt zu befragen, ob solche lichtsensibilisierenden Substanzen eingenommen werden.
Übelkeit bei Chemotherapie
Ich bekomme Chemotherapie und leide trotz verschiedener Antibrechmittel an ausgeprägter übelkeit und Erbrechen. Was kann ich naturheilkundlich tun? (aus Signal 4/2005)
Insbesondere während und nach einer Chemotherapie treten gehäuft Beschwerden wie Übelkeit und/oder Brechreiz auf. Schulmedizinisch werden je nach Beschwerdegrad schwache bis starke Medikamente verordnet. Wichtig ist hier insbesondere, dass der Patient dem behandelnden Arzt rechtzeitig Rückmeldung gibt, dass die Antibrechmittel nicht ausreichend gewirkt haben, damit beim nächsten Mal ggf. eine andere Verabreichungsform, z.B. mittels Zäpfchen oder ein stärkeres bzw. länger wirksameres Präparat gewählt werden kann. Ein für jeden wirksames Rezept gegen Übelkeit gibt es auch aus naturheilkundlicher Sicht leider nicht. In leichteren Fällen genügen oft pflanzliche Beruhigungsmittel aus Baldrian oder Hopfen. Außerdem kann eine Akupressur-Therapie mittels eines Akupressur-Bandes, dem "Sea Band" helfen, das in Sanitätshäusern und Apotheken erhältlich ist. Direkt vor und nach einer Chemo-Infusion kommt auch die Gabe von homöopathischen Substanzen in Frage. Hierzu werden 3-4 Globuli von "Nux vomica D6" eingenommen ( am besten im Mund zergehen lassen). Bei Bedarf kann die Einnahme natürlich mehrmals am Tag wiederholt werden. In schweren Fällen, einhergehend mit starkem Erbrechen kann auch die Gabe von Milzpeptiden als Infusion erwogen werden. Nicht zuletzt sollte auch für eine angenehme und beruhigende Atmosphäre vor bzw. während der Chemotherapie gesorgt werden, am einfachsten mithilfe einer mitgebrachten Entspannungs-CD, um die Angst vor der bevorstehenden Infusion zu nehmen und/oder mit Aromaessenzen, die je nach persönlichen Vorlieben auszuwählen sind; Vorschläge wären : Basilikum, Orange, Blutorange, Bergamotte, Kiefer, Lavendel, Rosenholz oder Melisse.
Vitamin D und Aromatasehemmer
Ich nehme Aromatasehemmer und leide unter den Nebenwirkungen, besonders unter den Knochenschmerzen. Was kann ich dagegen tun? (Signal 1/2013)
Bei vielen Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs werden Aromatasehemmer verordnet. Sie blockieren das Enzym Aromatase und verhindern so die Umwandlung von Östrogenvorstufen zu Östrogen in Geweben wie Muskeln, Fett- und Brustdrüsengewebe. Aromatasehemmer wirken vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren, wenn die Hormonproduktion in den Eierstöcken deutlich nachlässt. Bei vielen Frauen, die sich dieser vorbeugenden Therapie unterziehen, treten Knochen- und Gelenkschmerzen (sog. Arthralgien) sowie Fatigue-Symptome auf, was zu einem Therapieabbruch führen kann. Die Gelenkschmerzen sind leider nur sehr schwer zu behandeln. Bisher empfahlen Therapeuten versuchsweise vor allem Weidenrinde, Teufelskralle oder Akupunktur. Neue Studienergebnisse zeigen, dass eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe helfen kann, diese Nebenwirkungen zu mindern (Khan QJ et al. / J Clin Oncol 2012; 30; suppl; abstr 9000). 147 Patientinnen erhielten täglich eine Therapie mit Letrozol plus 600 I. E. (= Internationale Einheiten), Vitamin D3 und 1200 mg Kalzium sowie zusätzlich nach dem Losprinzip ausgewählt entweder weitere 30 000 I. E. Vitamin D3 pro Woche oder ein Placebo. Von den Patientinnen, die zusätzlich hochdosiert Vitamin D3 erhalten hatten, litten nach 24 Wochen bedeutend weniger unter Knochen- und Gelenkschmerzen sowie an Fatigue-Symptomen. Durch Vitamin D wird der ungünstige Einfluss der Aromatasehemmer auf Knochen- und Gelenkschmerzen minimiert. Zudem verbessert es die Knochendichte (Osteoporose ist eine weitere Nebenwirkung dieser Therapieform). Daher empfehlen wir, bei jeder Brustkrebspatientin standardmäßig eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels durchführen zu lassen. Bei einer Substitution sollte der 25-OH-D-Spiegel einen Zielwert von mehr als 40 ng / ml erreichen. Wenn Sie einen Aromatasehemmer einnehmen, lassen Sie außerdem halbjährlich Ihre Knochendichte mit dem DXA-Verfahren (= Dual-X-Ray-Absorptiometrie) messen sowie Ihren Kalzium- Spiegel und die Alkalische Phosphatase (AP) im Blut bestimmen.
Was ist Fatigue?
Im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen und aggressiven Therapieformen wie Chemo- bzw. Strahlentherapie hört und liest man zunehmend öfter vom chronischen Fatigue-Syndrom. Was ist darunter zu verstehen? (Signal 3-2003)
Das chronische Fatigue- oder deutsch Müdigkeits-Syndrom (= verschiedene Beschwerden mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Mattheit) ist eine häufige Folge einer Chemo- bzw. Strahlentherapie. Der menschliche Organismus wird durch die kontrollierte Zufuhr starker Zellgifte (bei der Chemotherapie) bzw. durch energiereiche Strahlung nicht selten maximal gefordert und häufig überfordert. Als Reaktion des Körpers kann der gesamte Stoffwechsel. negativ beeinflusst werden und in Folge eine Blutarmut auftreten. Indem weniger Sauerstoff zu allen Zellen gelangt, kann es letztlich zu dem chronischen Müdigkeits-Syndrom kommen. Weitere Erläuterungen und insbesondere viele bewährte Ratschläge zur wirksamen Verminderung des Fatigue-Syndroms enthält das gleichnamige Informationsblatt der GfBK, welches Sie jederzeit gern anfordern können.
Misteltherapie bei Nierenkrebs
Ich habe seit 2001 Nierenkrebs, das 2002 lokal rezidiviert ist und trotz Chemotherapie bzw. Interferon weiter wächst. Ich möchte gerne wissen, ob bei mir eine Mistel-Therapie sinnvoll ist, da ich diesbezüglich unterschiedliche Meinungen gehört habe. Außerdem wurde mir ein Immunaktivitätstest, bei dem z.B. die Aktivität der NK-Zellen geprüft wird und mit dem gleichzeitig ein Medikamententest gemacht wird, empfohlen. Ist dies sinnvoll? (Signal 1-2007)
Zur Anwendung von Mistel bei Nierenzellkrebs bestehen unsererseits keine Bedenken. So gibt es bisher zwei veröffentlichte Studien zur Misteltherapie bei Nierenzellkrebs (Kjaer, M. 1989, Lümmen G. 2001). In diesen Studien konnten keine ungünstigen Effekte zur Anwendung einer Misteltherapie bei Nierenzellkrebs gezeigt werden. Im Gegenteil: Die Mistel schnitt in einer der Studien gleich gut wie die schulmedizinische Standardtherapie ab, in der anderen sogar besser. Es ist bekannt, dass insbesondere Nierenkrebs (aber auch Hautkrebs) besonders gut auf Immuntherapien reagiert. Dies macht man sich ja auch in der schulmedizinischen Behandlung mit Interferon/z.B. Roferon zunutze; auf biologischer Basis kann dies z.B. eine Tumorimpfung oder eine Mistel- bzw. Thymustherapie sein. Der Durchführung von sog. NK-Zell-Funktionstests stehen wir kritisch gegenüber, da die Labormedizin den Zustand und die Aktivität des Immunsystems bisher nur ansatzweise prüfen kann und noch unklar ist, inwieweit solche Testungen wirklich die notwendigen Therapien adäquat vorhersagen können.
Verbesserung der Wundheilung
Mit Angst und Bangen erwarte ich die operative Entfernung eines bösartigen Hauttumors (malignes Melanom) und benachbarter Lymphknoten in etwa acht bis zehn Tagen. Kann ich vor und nach der Operation etwas einnehmen, um die Wundheilung zu verbessern? (Signal 2/2003)
Aus unserer Sicht und Erfahrung ist es sinnvoll ab sofort ein Enzympräparat mit mehreren Wirkstoffen, wie beispielsweise Wobenzym N® oder Regazym plus® sowie ein homöopathisches Komplexpräparat wie beispielsweise Traumeel® bis etwa eine Woche nach der Operation einzunehmen. Dadurch können Sie eine verbesserte Wundheilung und einen schnelleren Abbau von Gewebeeinblutungen und der mit der Operation einhergehenden ödembildung erreichen. Gegen Ängste und Besorgnis helfen die Bach-Blüten-Notfalltropfen (Rescue Remedy®).
AHCC – ein neues besonderes Krebsmittel ?
Bei AHCC handelt es sich um ein in einem besonderen Gärverfahren hergestellten Extrakt aus Heilpilzen. Die Buchstaben stehen für die Substanz Aktive Hexose Correlated Compound, einem sogenannten Monosaccharid (Einfachzucker). Präparate aus sog. Heilpilzen (insbesondere Shiitake und Maitake) werden seit längerem in Japan erfolgreich zur unterstützenden Krebstherapie vor allem während belastenden aggressiven Behandlungsmaßnahmen eingesetzt.
Pilze sind Naturprodukte und keine standardisierten Pharmazeutika. Die Zufuhr von Wasser oder Nährstoffen wirken sich auf Wachstum und Zusammensetzung der Pilze aus, gleiches gilt für Temperaturschwankungen oder genetische Veränderungen. Leider gibt es bisher zu deren Anwendung am Patienten nur Einzelfallberichte und Beobachtungsstudien, in denen sich jedoch die im Tierversuch beobachteten Effekte einer Anti-Tumorwirkung und Immunstärkung bestätigen ließen. Unerwünschte Nebenwirkungen blieben bis jetzt aus und die Patienten zeigten nach Einnahme ein besseres Allgemeinbefinden. Die Pilze enthalten eine ganze Reihe bioaktiver Substanzen und versorgen den Organismus mit Stoffen, die er zur Aufrechterhaltung des Immunsystems braucht. Neben Eiweiß enthalten sie auch Ballaststoffe. Diese beschleunigen die Passage des Nahrungsbreis durch den Darm, womit die Einwirkungszeit möglicher krebsfördernder Stoffe verkürzt wird. Außerdem binden sie krebserregende Substanzen, so dass diese nicht aufgenommen werden.
In Japan ist Lentinan (Shi-itake) sogar für die Anwendung bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs zugelassen. Insofern eine Maßnahme, die begleitend zur Krebstherapie eingesetzt werden kann. Allerdings sollte man bei der Wahl der Produkte darauf achten, dass keine Schadstoffe in den Pilzen enthalten sind. Fragen Sie also nach der Anbauweise und noch besser einer Rückstandkontrolle. Ob AHCC auf Schadstoffe getestet wird, ist uns nicht bekannt. Außerdem erscheint uns zweifelhaft, ob der relativ hohe Preis für eine 2-monatige Therapie von vielen hundert Euro für dieses Produkt wirklich gerechtfertigt ist.
Interessante Internetseiten in Deutschland über die Anwendung von Heilpilzen sind www.mykotroph.de (stellen Pilze in kontrolliert-biologischem-Anbau her), www.vitalpilze.de und www.gamu.de.
Hier finden Sie das GfBK-Info Heilpilze.
Aloe Vera
In der Presse habe ich gelesen, dass Aloe vera Saft bei Krebserkankungen wirksam sein soll. Was können Sie mir über die Anwendung von Aloe vera sagen? (Signal 2/2010)
Die Aloe vera Pflanze besitzt möglicherweise Eigenschaften, die bei der Heilung von Krebs eingesetzt werden können. Makropolysacharide (langkettige Zucker), die sich in der Aloepflanze befinden, stimulieren nachweislich das Immunsystem. Diese Stimulation kann sowohl bei der Krebsbehandlung als auch bei der Vorbeugung von Krebs von Nutzen sein. So berichten Patienten immer wieder von positiven Erfahrungen der Einnahme von Aloe vera während Chemo- und Strahlentherapien. Innerlich angewendet wirken die Wirkstoffe des Blattgels vor allem über eine Schleimhautregeneration des Darmes und eine Stärkung des Immunsystems. Bei offenen Wunden, frisch genähten Narben und bei Bestrahlung kann eine Salbe mit Aloe vera auch äußerlich aufgetragen werden.
Kritiker bemerken allerdings, dass abhängig vom Herstellungsverfahren Aloepräparate vermehrt Anthrachinone (sog. Aloine) enthalten können, die im Verdacht stehen, bereits im Milligrammbereich krebserregend zu sein und eine stark abführende Wirkung zu haben. Daher ist eine korrekte Weiterverarbeitung des Blattes, ohne dass Anthrachinone im Endprodukt enthalten sind, sehr wichtig. Außerdem sind häufig Aloe-Produkte im Handel, die die Aufschrift 100 % Aloe vera tragen, obwohl sie nur eine ganz geringfügige Menge reinen Pulvers enthalten, das mit Wasser verdünnt wurde. Wenn die Aloe also ihre heilkräftigen Eigenschaften behalten soll, muss sie nach bestimmten Regeln angebaut, geerntet, verarbeitet und konserviert werden. Der Käufer sollte deshalb bei der Wahl auf die Herkunft des Produktes achten. Für Aloe-Produkte gibt es ein Qualitätssiegel des „International Aloe Science Council IASC", auf das man achten kann.
Apigenin
Ich habe im Internet etwas über Apigenin zur Krebsbehandlung gelesen und möchte gerne Näheres dazu erfahren. Würden Sie diesen Pflanzenstoff bei Krebserkrankungen empfehlen? (Signal 1/2011)
Apigenin ist ein hellgelber Pflanzenfarbstoff aus der Gruppe der Flavone. Es kommt unter anderem in verschiedenen Kräutern vor wie Basilikum, Estragon, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Dill, Koriander, Minze, Salbei, schwarzem Pfeffer, ferner in Gemüse wie Artischocke, Sellerie, Möhren, Zwiebeln, in Obstsorten wie Äpfeln und in Heilpflanzen wie Kamille, Weißdorn, Mariendistel, Süßholz, Augentrost sowie im Teestrauch. Apigenin hat, wie andere Pflanzenfarbstoffe auch, antientzündliche Eigenschaften und soll das Absterben von Tumorzellen auslösen (sog. Apoptose). Dies konnte in Laborversuchen gezeigt werden. Darüber hinaus verminderte Apigenin in Laboruntersuchungen die Gefäßbildung in Tumoren. Andererseits gibt es jedoch auch andere Experimente, in denen Apigenin die tumorwachstumshemmende Wirkung von Tamoxifen, einem in der Therapie von Brustkrebs häufig eingesetztem Antihormon aufhebte.
Nur eine klinische Studie wurde bisher zu Apigenin veröffentlicht. In dieser wurde gezeigt, dass Apigenin (in Kombination mit Grünem Tee Extrakt) das erneute Auftreten von Darmtumoren und bösartigen Polypen bei operierten Darmkrebspatienten verhindern helfen kann (Quelle: Hönsch / World J Gastroentrol 2008). Der Leiter dieser Studie, Prof. Hönsch, hat dazu eine Kombination aus zwei Tee-Pflanzenfarbstoffen entwickelt (Apigenin und Epigallocatechin-Gallat aus Kamille und Grünem Tee), welches in Tablettenform als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar ist und vor allem bei Darmkrebspatienten eingesetzt wird. Da Apigenin in vielen Pflanzenstoffen enthalten ist, ist durchaus denkbar, mit einer vielfältigen Ernährung, die reich an og. Kräutern ist, den Bedarf an Apigenin zu decken.
Übrigens ist im Reagenzglas oder im Tierversuch für viele Pflanzenfarbstoffe nachgewiesen worden, dass sie entweder die Tumorentstehung verhindern oder das Tumorwachstum hemmen. Dazu gehören eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, schätzungsweise über zehntausend Substanzen! Infolge Ihres weit verbreiteten Vorkommens in Obst und Gemüse halten wir es grundsätzlich für besser, eine Krebsvorbeugung in Form von einer ausgewogenen vielseitigen Vitalkost mit viel Obst und Gemüse gegenüber isolierten Einzelextrakten vorzuziehen. Die Palette der sekundären Pflanzenstoffe kommt in einer Vielzahl von Gemüsen (besonders in Broccoli, Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, Sojabohnen, Weintrauben, Rote Beete und Tomaten) bis hin zu Gewürzen (Gelbwurz und Ingwer) und Kräutern (s.o) vor. Essen Sie daher alles was bunt ist und nutzen Sie die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe von Kräutern.
Aprikosenkerne bei Krebs
Als Betroffene mit einer Darmkrebs-Erkrankung und inzwischen eingetretener Leber- und Lungenmetastasierung erhielt ich die Empfehlung zur Einnahme eines so genannten Vitamins B17 in Form von Aprikosenkernen. Was ist davon zu halten? (Signal 2-2003)
Schon in den 70 - er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sorgte Laetril als ein Wirkstoff, der besonders in den Kernen von Aprikosen und Äpfeln enthalten ist in den USA als Antikrebsmittel für Schlagzeilen. Aprikosenkerne enthalten einen hohen Anteil an dem Vitamin B17, das auch als Mandelonitril oder Amygdalin bezeichnet wird. Darin wiederum liegt Blausäure in einer inaktiven Form vor, die gesunden Zellen nicht schaden, jedoch auf Tumorzellen eine toxische (=giftige) Wirkung haben soll. Nach den unserer Gesellschaft vorliegenden Informationen werden von den Befürwortern dieses Mittels zur Krebsvorsorge 10 Aprikosenkerne täglich (auf Lebenszeit!!) und bei einer bestehenden Tumorerkrankung sogar 30 - 50 Kerne als Nahrungsergänzung empfohlen. Die Kerne sollen nicht unzerkaut gegessen werden, sondern zu Brei zermahlen, geraspelt oder zerstoßen werden. Was die vermeintlichen positiven Effekte betrifft, so gibt es dafür nach unseren Erkenntnissen bisher keine wissenschaftlichen Belege. Da das Mandelonitril zum Teil in die aktive Form der Blausäure umgewandelt werden kann, sind toxische Belastungen nicht auszuschließen.
Artemisin
Ich habe gerade Informationen über ein Medikament gegen Malaria gelesen, das auch bei Krebserkrankungen wirksam sein soll. Der Artikel klang so überzeugend, dass ich dieses gerne einnehmen würde. Können Sie mir näheres darüber mitteilen? (Signal 2/2008)
Artemisin ist ein zugelassenes Malariamittel und enthält Wirkstoffe aus dem chinesischen Beifuss. In jüngster Zeit erforschten die Professoren Henry Lai und Singh von der Universität Washington DC den Wirkmechanismus bei bestimmten eisenanreichernden Tumoren. Wahrscheinlich entfaltet Artemisin seine zellschädigende Wirkung im Krebsgewebe über die Entstehung von aggressiven Sauerstoffteilchen (H2O2). Allerdings befindet sich die Prüfung von Artemisin als potentielles Krebsmedikament noch in einem sehr frühen Stadium. So liegen derzeit abgesehen von Tier- und Laborexperimenten keine Ergebnisse von Studien an Krebspatienten vor, so dass die Schilderungen von Erfolgen bei Krebskranken nur auf Einzelfallbeobachtungen basieren. In Deutschland beschäftigt sich Prof. Efferth vom Deutschen Krebsforschungszentrum mit der antitumoralen Wirksamkeit von Artemisin.
Artemisin soll neben der Wirkung am Tumor u.a. Schmerzen lindern und das Allgemeinbefinden verbessern. Die Hauptnebenwirkungen, die Artemisin-Medikamente haben, sind jene, die in der freien Natur die Pflanzenfresser davon abhalten sollen, vom Einjährigen Beifuss zu fressen: Dies sind Kopfschmerzen, Schwäche und Benommenheit.
Da die positiven Aussagen über die Wirksamkeit bei Krebserkrankungen lediglich auf Einzelfallbeobachtungen beruhen, möchten wir Ihnen zu bedenken geben, dass diese Therapieform nur ein Teilaspekt einer komplementären Krebsbehandlung sein kann.
Eine Eigenmedikation möchten wir Ihnen nicht empfehlen. Am besten Sie besprechen die Einnahme mit Ihrem behandelnden Arzt, da bei der Behandlung auch ein Eisenpräparat verordnet werden muss, weil Artemisin erst mit Eisen aktiv reagiert.
Brokkoliextrakt
Ich habe Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Von Bekannten habe ich über die positiven Wirkungen von Brokkoli gehört. Gibt es dazu Forschungsergebnisse? (Signal 4/2010)
Vielen sekundären Pflanzenstoffen werden antikanzerogene Wirkungen zugesprochen. Während Unternehmen der Biotechnologie an der Entwicklung spezieller Krebsmedikamente arbeiten, kann der Mensch in seiner alltäglichen Ernährung die Entwicklung von Tumoren beeinflussen oder unterdrücken. Hierbei spielen die so genannten sekundären Pflanzenstoffe eine Schlüsselrolle. Geforscht wird derzeit insbesondere an Glukosinolaten bzw. am Sulphoraphan der Kreuzblütlergewächse – wie Kohl, Senf und Meerrettich. In Zell- und Tierversuchen wirken sie krebsvorbeugend. Am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird der Einfluss von Sulphoraphan auf die Entstehung des Prostatakarzinoms untersucht: Das Risiko, ein Prostatakarzinom zu bekommen, sank, je mehr Sulphoraphan aufgenommen wurde um bis zu 30 %. Andere Untersuchungsdaten des Deutschen Krebsforschungszentrums weisen darauf hin, dass Sulphoraphan widerstandsfähige Tumorstammzellen von Bauchspeicheldrüsenkrebs mehr schwächen kann als herkömmliche Krebsmedikamente. Auch konnte die Wirkung von Krebsmedikamenten durch den Einsatz von Sulphoraphan verstärkt werden.
Alle Kohlarten enthalten Sulforaphan und dessen Vorläuferstoff Glukosinolat, in Brokkoli ist der Stoff am höchsten konzentriert. Brokkoli-Sprossen, die gelegentlich frisch in Naturkostläden angeboten werden, weisen einen zwanzig bis zu hundertfach höheren Gehalt auf als reifer Brokkoli, d.h. ein Teelöffel Brokkoli-Sprossen kann dieselbe Wirkstoffmenge enthalten wie ein ausgewachsener Brokkoli-Kopf. Zur unterstützenden therapeutischen Anwendung ist daher die regelmäßige Einnahme von Brokkoli-Sprossen bei Krebserkrankungen durchaus zu empfehlen.
Extrakt aus der Ackerwinde
Eine Mitpatientin, die ebenfalls an Brustkrebs erkrankt ist, nimmt einen Extrakt aus Ackerwinde ein. Was halten Sie davon? (Signal 2/2007)
Ackerwinde soll die Entwicklung neuer Blutgefäße hemmen und dadurch das Krebswachstum hemmen. Allerdings wurde die Wirksamkeit bei Krebs bisher nur in Laborstudien und nicht beim Menschen geprüft, so dass wir empfehlen, bewährte Maßnahmen der biologischen Krebsmedizin, die beim Menschen geprüft sind, vorzuziehen. Dies sind z.B. Ernährungsmaßnahmen, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel und/oder Thymus sowie die Gabe von Enzymen.
Übrigens ist im Reagenzglas oder im Tierversuch für wirklich viele Antioxidantien in Obst und Gemüse bzw. Pflanzen nachgewiesen worden, dass sie entweder die Tumorentstehung verhindern oder das Tumorwachstum hemmen. Verantwortlich dafür sind vor allem die sekundären Pflanzenstoffe, eine Gruppe von chemisch ganz unterschiedlichen Substanzen, die ausschließlich in Pflanzen zu finden sind. Sie erfüllen für die Pflanzen eine breite Palette von Funktionen von der Wachstumsregulation bis zur Abwehr von Krankheiten. Viele sekundären Pflanzenstoffe geben Obst und Gemüse ihre leuchtenden Farben. Man schätzt die Anzahl der Einzelsubstanzen auf etwa 60.000 bis 100.000. Mit einer ausgewogenen Ernährung nehmen wir täglich zirka 1,5 Gramm an sekundären Pflanzenstoffe zu uns. Infolge Ihres weit verbreiteten Vorkommens in Obst und Gemüse halten wir es deshalb für besser, eine Krebsvorbeugung in Form von einer ausgewogenen vielseitigen Vitalkost mit viel Obst und Gemüse gegenüber isolierten Einzelextrakten vorzuziehen. Die Palette der sekundären Pflanzenstoffe kommt in einer Vielzahl von Gemüsen (besonders in Broccoli, Knoblauch, Zwiebeln, Kohl, Sojabohnen und Tomaten) bis hin zu Gewürzen, Kaffee, Tee, Wein und Heilkräutern vor.
Grapefruitkernextrakt – ein Allheilmittel?
Ich habe Pilze im Darm, und eine Bekannte hat mir Grapefruitkernextrakt empfohlen. Was wissen Sie darüber? Signal 2-2013
Grapefruitkernextrakt wird aus den zermahlenen Kernen der Grapefruit mithilfe eines Extraktionsmittels gewonnen. Im Internet finden sich die unterschiedlichsten Angaben zu seiner Anwendung. Am häufigsten wird Grapefruitkernextrakt bei Erkrankungen durch Viren, Bakterien oder Pilze empfohlen. Kritische Stimmen machen auf eine Untersuchung aufmerksam, die ergab, dass die antimikrobielle Wirkung nur bei den Präparaten nachzuweisen war, die die Konservierungsstoffe Benzethoniumchlorid und Triclosan enthielten (Thomas von Woedtke, Barbara Schlüter, Peter Pflegel, Ulrike Lindequist: Die wundersame Natur des Grapefruitkernextraktes. Pharmazeutische Zeitung 1999). Konservierungsstofffreie Präparate zeigten hingegen keine Wirksamkeit. Besonders problematisch ist daran, dass beide Konservierungsstoffe in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoffe nicht zugelassen sind. Außerdem konnte damals nicht eindeutig geklärt werden, wie die Konservierungsstoffe in die Extrakte gelangten. Das ehemalige Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) riet deswegen zur Vorsicht bei Produkten mit Grapefruitkernextrakten, da der Zusatz von Benzethoniumchlorid nicht unbedenklich sei. Demgegenüber stehen die unzähligen positiven Erfahrungsberichte, die den Grapefruitkernextrakt als universelles Heilmittel anpreisen. In der Literatur lassen sich jedoch fast nur experimentelle Belege über die antimikrobielle Wirksamkeit finden. Zusammengefasst ist dies ein Beispiel dafür, dass man natürlich auch bei Nahrungsergänzungsmitteln auf die Qualität achten sollte. Meiden Sie Produkte, die zusätzliche Hilfsstoffe enthalten, insbesondere wenn Sie beim Lesen des Beipackzettels den Eindruck haben, dass Sie ein Chemiestudium brauchen. Wer von chronischem Pilzbefall des Darms geplagt ist, sollte vor allem auf eine zuckerarme Ernährung achten. Außerdem haben sich natürliche Mittel bewährt, wie z. B. Teebaumöl (3 × täglich 1 Tropfen in einem Glas Wasser vor den Mahlzeiten), die Einnahme von Präparaten, die Kamille und Myrrhe enthalten sowie die kurmäßige Verwendung von Kanne Brottrunk oder Rechtsregulat. Übrigens: Da nicht nur das Grapefruitfleisch, sondern auch der Extrakt der Kerne die Inhaltsstoffe Naringin und Isonaringin enthält, sollte man während einer Chemotherapie eher keine Grapefruitkernextrakte und auch möglichst keine Grapefruit (als Frucht oder als Saft) zu sich nehmen.
Denn diese in der Grapefruit befindlichen Substanzen wirken als Unterdrücker von bestimmten Enzymen (CYP1A2 und CYP3A4) in der Dünndarmschleimhaut, was wiederum zur Folge hat, dass die Chemotherapie in höherer Konzentration im Organismus ankommt. Viele Patienten berichten dann von einer schlechteren Verträglichkeit der Therapie. Dieser Effekt hält sogar noch mehrere Tage nach der Einnahme an und ist umso stärker je mehr Grapefruit verzehrt wird. Bitte kommen Sie auf keinen Fall auf die Idee, Ihre Chemotherapie mit Grapefruit „unterstützen" zu wollen. Das Ausmaß der Wechselwirkung ist nicht kalkulierbar.
Heilpilze
Ich habe Brustkrebs und möchte etwas zur Immunstärkung machen. Gerne würde ich dazu Heilpilze einnehmen, da ich darüber viel Positives gehört habe. Was können Sie mir empfehlen? (Signal 1/2012)
Präparate aus so genannten medizinischen Pilzen oder Heilpilzen werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit mehreren tausend Jahren verwendet und seit Längerem in Japan in der Krebstherapie eingesetzt. Heilpilze wirken antioxidativ, entgiftend und enthalten essenzielle Aminosäuren sowie eine Vielzahl bioaktiver Substanzen. Sie haben einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin D und Spurenelementen. Von großem Interesse ist ihr Gehalt an bestimmten Ballaststoffen, den Polysacchariden bzw. Beta-Glukanen (langkettige Zuckerverbindungen). Diese besitzen eine abwehrstärkende Wirkung, indem sie verschiedene Zellen des Abwehrsystems stimulieren, so zum Beispiel natürliche Killerzellen oder Fresszellen. Laboruntersuchungen und vereinzelte Studien bestätigten die im Tierversuch beobachteten Effekte einer Anti-Tumorwirkung und Immunstärkung. Beispielsweise konnte die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs durch eine Chemotherapie mit Letinan (Shiitake) nahezu verdoppelt werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Vermutung, dass durch Heilpilze die Empfindlichkeit von Tumorzellen gegenüber Chemotherapeutika erhöht werden kann. In Japan ist Letinan (Shiitake) sogar für die Anwendung bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs offiziell zugelassen. Für Brustkrebs werden vor allem folgende Pilzsorten empfohlen: Royal Sun Agaricus, Maitake und Coriolus. Besonders reich an den schon erwähnten ß-D-Glukan-Verbindungen sind der Coriolus und Maitake – diese haben im Laborversuch die höchste immunstärkende Wirkung im Vergleich zu anderen Natursubstanzen. Der Agaricuspilz ist wegen seiner die Blutbildung fördernden Wirkung besonders während und nach einer Chemotherapie wichtig. Der Maitakepilz ist nicht nur generell ein vielseitiger Heilpilz, sonder stärkt die Knochensubstanz und ist daher besonders bei Knochenmetastasen oder unter anti-hormoneller Therapie anzuraten. Ergänzend zum Maitake ist bei Knochenbefall auch besonders der Agaricus zu empfehlen, der die Blutbildung im Knochenmark unterstützt. Der Coriolus stärkt wie alle anderen Heilpilze die Immunabwehr und wird insbesondere bei hormonabhängigen Tumoren empfohlen. Nicht vergessen sollte man auch die positive Wirkung von Hericium auf das darmassoziierte Immunsystem; dessen Stärkung kann bei chronischen Darmbeschwerden oder nach belastenden Therapien sinnvoll sein. Am besten, man kombiniert zwei Pilzsorten miteinander und nimmt diese – meistens erhältlich in Kapselform – zu den Mahlzeiten ein. Besser scheint übrigens die Einnahme von Pilzextrakten zu sein und diese evt. mit getrocknetem Pilzpulver zu kombinieren, um die positiven Eigenschaften beider Rohstoffqualitäten nutzen zu können. Ein Tipp: Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C bspw. in Form eines natürlichen Vitamin-C-Spenders, wie die Acerolakirsche, kann die Aufnahme der pilzspezifischen Inhaltstoffe verbessern und das Immunsystem noch zusätzlich unterstützen. Achten Sie bei der Wahl der Produkte auch darauf, dass keine Schadstoffe in den Pilzen enthalten sind, da Pilze auch Umweltgifte speichern können. Fragen Sie also nach der Anbauweise und noch besser nach einer Rückstandskontrolle.
Hilft Flor-Essence oder Essiac
Vor zwei Jahren wurde ich an einem Hauttumor im Gesunden operiert und brauchte keine Nachbehandlung von klinischer Seite. Jetzt trinke ich auf Empfehlung seit einigen Monaten Flor-Essence-Tee. Nun habe ich gehört, dass die Wirksamkeit bei Krebserkrankungen umstritten sein soll. Was empfehlen Sie mir? (Signal 2-2005)
Flor-Essence oder Essiac-Tee ist ein Kräuterauszug indianischen Ursprungs, der um 1920 von der kanadischen Krankenschwester Renée Caisse zu Behandlung von Krebserkrankungen wieder entdeckt wurde. Damals wurden die Inhaltsstoffe in Spritzenform verabreicht; erst später erfolgte die Weiterentwicklung als Tee, der um einige Kräuter ergänzt und modifiziert wurde. Inhaltsstoffe sind Kräuter und Pflanzenteile aus Klettenwurzel, Sauerampfer, Ulmenrinde, Brunnenkresse, Benediktenkraut, Braunalge, Rotkleeblüten, Rhabarberwurzel. In der Presse wird mit zahlreichen Heilungsberichten geworben. Allerdings sind naturgemäß Erfahrungsberichte und Einzelfallberichte schwer nachprüfbar. Laborversuche mit Tieren und im Reagenzglas zeigten zwar eine Anti-Tumor-Aktivität; allerdings sind Studien am Patienten nicht durchgeführt worden. Unser Fazit: Flor-Essence-Tee kann in der Krebsbehandlung zwar bedenkenlos als ergänzende Maßnahme angewandt werden und ist preislich nicht überteuert; allzu optimistische Darstellungen des Produktes sind jedoch mit Skepsis zu betrachten.
Johanniskraut-Interaktionen während Chemotherapie ?
Ich habe einen Darmtumor in fortgeschrittenem Stadium. Mein Arzt rät mir, während der Chemotherapie keine Johanniskrautpräparate einzunehmen, weil diese die Wirkung der Therapie beeinträchtigen könnte. Was wissen Sie darüber? (Signal 2/2010)
Johanniskraut ist ein pflanzliches Präparat, das in Deutschland bei leichten Depressionen eingenommen werden kann und auch oft von Krebspatienten nachgefragt wird.
Für die seit dem Altertum bekannte Heilpflanze Johanniskraut gibt es heute Studien, in denen nachgewiesen wird, dass Patienten mit leichten Depressionen ebenso gut mit Johanniskrautpräparaten behandelt werden können wie mit chemischen Antidepressiva. Johanniskraut hat jedoch weniger Nebenwirkungen und ist besser verträglich als die chemisch hergestellten Mittel. Auch Konzentrations- und Reaktionsvermögen werden mit Johanniskraut überhaupt nicht beeinträchtigt.
In der Tat gibt es auch Untersuchungen, die nahelegen, dass durch die Beteiligung von Johanniskraut an einer Vielzahl von Enzym – und Transportsystemen eine Beeinflussung des Abbaus anderer Medikamente möglich ist. Dies soll vor allem zu einem langsameren Abbau und dadurch zu einer erhöhten Giftigkeit von anderen Medikamenten führen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wurden beschrieben. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass aufgrund von Laborversuchen nicht die 1:1-Übertragbarkeit auf den Menschen gegeben ist. Von daher kann es sein, dass die beobachteten Wechselwirkungen im komplexen menschlichen Organismus ganz anders ausfallen. Unserer Ansicht nach sehen wir zwar keine schlüssigen Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der Wirkungen einer Chemotherapie - im Zweifelsfall kann eine Linderung von leichten Depressionen zunächst auch durch homöopathische Komplexmittel erreicht werden und die Einnahme eines Johanniskrautpräparates nach Abschluss der Behandlung erfolgen. Eine adäquate psychoonkologische Betreuung sollte die Einnahme eines Präparates sinnvoll ergänzen.
Mariendistel zur Unterstützung
Meine Behandlung in der Klinik nach Operation eines Darmtumores ist jetzt abgeschlossen. Von einem naturheilkundlich tätigen Arzt wurde mir neben anderen Maßnahmen vor kurzem ein pflanzliches Präparat, dessen Hauptbestandteil die Mariendistel ist, zur Unterstützung der Leber empfohlen. Was meinen Sie dazu? (Signal 3-2006)
Die Mariendistel gehört zu den großen europäischen Heilpflanzen, die bereits seit der Antike bekannt sind. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich zunehmend gezeigt, dass die Mariendistel in Ergänzung zu verschiedenen Chemotherapeutika oder Zytostatika bei Tumor- oder Tuberkulosetherapie den häufig damit verbundenen Leberschädigungen entgegenwirken und Begleiterscheinungen der Chemotherapie wie beispielsweise übelkeit reduzieren kann. Das leberwirksame Prinzip der Mariendistel besteht aus dem Wirkstoffkomplex Silymarin. Dieser Wirkstoffkomplex in der Mariendistel ist leberstärkend, -entgiftend und -schützend, sowie gallenfluss- und zirkulationsfördernd. Er vermag sogar die Bildung neuer Leberzellen zu unterstützen, was wenige Heilpflanzen vermögen. Daher kann die Mariendistel auch bei Leberschäden, die durch Alkohol oder Lösungsmittel verursacht wurden, helfen. Damit zählt die Mariendistel zu den Heilpflanzen für die Leber, die dem Schutz dieses Organs, der Leberregeneration und Normalisierung der Gallenfunktion dienen. Die Mariendistel kann im Idealfall folgende Wirkungen haben: zeitweilig erhöhte Leberenzymwerte verbessern oder normalisieren sich und Patienten fühlen sich subjektiv wohler, da Symptome wie Appetitstörungen, Blähungsneigung und Obstipation sich bessern. Leiden Patienten unter Leberzirrhose, kann mit Mariendistelextrakten die überlebenschance verbessert werden. Einige der gebräuchlichsten Präparate seien genannt : Cefasilymarin 140 Filmtbl., Legalon 140 Kps, hepa-loges Kps., Silibene 140 Filmtbl. oder Hepar-Pasc®, die Dosierung beträgt im Allgemeinen 3x1, sollte aber mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Das ärztliche Beratungsgespräch ist natürlich auch wichtig, um individuell den Sinn und die Notwendigkeit der Anwendung der Mariendistel zu klären. Der Leberbezug der Pflanze steht in enger Beziehung zu ihrer Wirkung der Abgrenzung auf der seelischen Ebene. Auch die Leber muss ständig entscheiden, was sie für den Organismus als brauchbar oder nicht brauchbar empfindet. Das Brauchbare wird in den Blutkreislauf entlassen, das Unbrauchbare nierengängig gemacht bzw. über Galle und Darm ausgeschieden. Ähnlich steigert die Mariendistel auf der seelischen Ebene die Fähigkeit zur Unterscheidung, was zur eigenen Eigenart passt und was nicht. Das zur Wahrung der Individualität Unpassende kann dann leichter von der Seele ferngehalten werden, was im Sinne einer ganzheitlichen Stabilisierung die beste Prophylaxe für somatische und psychische Erkrankungen darstellt.
Rapsöl und Omega-3-Fettsäuren
In der vergangenen Ausgabe Ihrer Zeitschrift weisen Sie darauf hin, dass „wer Omega-3-fettsäurereiche Lebensmittel zu hell, zu warm oder zu lange lagert oder sie sogar brät, schmort oder grillt, krebserregende Stoffe erzeugt". Bitte teilen Sie mir mit, ob diese Punkte alle bzw. zum Teil auch für die Verwendung von Rapsöl gelten? (Signal 4/2009)
Rapsöl enthält relativ viele Omega-3-Fettsäuren und eignet sich im Vergleich zu Olivenöl daher eher weniger zum scharfen Anbraten. Da Olivenöl zwar keine Omega 3, aber Omega 6 und Omega 9-Fettsäuren enthält – dies sind auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren – kann man Olivenöl gut verwenden, wenn nur langsam erhitzt wird. Zum scharfen Anbraten würden wir eher Kokosfett, Butterfett oder spezielle Bratöle empfehlen.
Wechselwirkungen von Natursubstanzen mit Medikamenten
Ich bin Krebspatientin und habe in einem Zeitungsartikel gelesen, dass vor der Einnahme von grünem Tee und Johanniskraut bei Krebspatienten gewarnt wird. Was können Sie mir dazu sagen? (Signal 4/2010)
Ob und in welchem Umfang sich Naturstoffe und schulmedizinische Substanzen in ihrer Wirkung beeinflussen können, ist ein Thema, zu dem schon viele Halbwahrheiten geschrieben wurden. Die Betroffenen werden oft mehr verunsichert als aufgeklärt.
Ein Beispiel ist der Grüne Tee: Mehrere Untersuchungen haben darauf hingewiesen, dass grüner Tee die Chemotherapie unterstützen und die Nebenwirkungen mildern kann. Nur bei einem bestimmten Medikament (Bortezomib) ließ im Reagenzglas und bei Mäusen der krebszerstörende Effekt des Mittels nach, wenn EGCG (Hauptwirkstoff von grünem Tee) dazugegeben wurde. Bortezomib ist ausschließlich für die Behandlung einer eher selten auftretenden Unterart von Lymphkrebs zugelassen. Bei anderen ähnlich wirkenden Substanzen zeigte sich diese Wechselwirkung nicht. Dies liegt wohl daran, dass nur Bortezomib einen bestimmten Borsäure-Rest enthält, an den EGCG sich binden kann, was Bortezomib unwirksam werden lässt. Auch Vitamin C in Dosierungen von mehr als 1g soll an den Borsäure-Rest binden und Bortezomib unwirksam werden lassen.
Dieses Beispiel zeigt, dass Studienergebnisse stets im Zusammenhang gesehen werden müssen. Nach Veröffentlichung dieses Experimentes erschienen in der Presse immer wieder verallgemeinernde Meldungen wie „Grüner Tee kann Chemotherapie behindern" (so auch im Deutschen Ärzteblatt, wobei Bortezomib per definitionem keine Chemotherapie ist) oder „Grüner Tee stört Krebschemotherapie" (Ärztezeitung). Diese Meldungen verunsichern die Betroffenen, denen die genauen Hintergründe solcher Untersuchungen oft genauso unbekannt sind wie ihren behandelnden Ärzten.
Dabei ist mit diesem Experiment lediglich bewiesen worden, dass ein Bestandteil des Grünen Tees bei einem in der Krebstherapie eher selten eingesetzten Medikament (keine Chemotherapie!) die Wirksamkeit im Mausmodell und im Reagenzglasversuch gesenkt hat. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Ergebnisse sich auch im menschlichen Körper so zeigen müssen. Dieses Problem wird leider allzu selten angesprochen. Viele Zusammenhänge bleiben ungeklärt, wie z.B. ob die Dosis im Tierversuch auch tatsächlich der beim Menschen verabreichten entspricht. Auch ist fraglich, ob die beiden Substanzen im menschlichen Körper überhaupt zusammentreffen, wenn die Tabletteneinnahme und das Trinken des Tees zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Johanniskraut. In Deutschland ist das Pflanzenpräparat für milde Depressionen zugelassen. Es wird oft von Krebspatienten nachgefragt.
Johanniskraut ist an einer Vielzahl von Enzym– und Transportsystemen in der Leber beteiligt. Dadurch kann es den Abbau anderer Medikamente beeinflussen. Dies soll vor allem zu einem langsameren Abbau und dadurch zu einer erhöhten Giftigkeit oder auch zu einem beschleunigten Abbau und dadurch zu einer geschwächten Wirksamkeit von anderen Medikamenten führen. Auch Grapefruitsaft beeinflusst auf diese Weise die Abbautätigkeit der Leber.
Unklar ist, ob sich diese Wechselwirkungen im komplexen menschlichen Organismus ebenfalls so beobachten lassen wie im Labor. Im Zweifelsfall empfehlen wir, leichte Depressionen durch homöopathische Komplexmittel oder Bachblüten zu behandeln. Manchmal kann auch alleinige psychoonkologische Betreuung die Einnahme eines Präparates ersetzen.
Zusammenfassend kann man also festhalten, dass es nicht sicher ist, inwieweit Experimente im Reagenzglas oder Tier auf den menschlichen Organismus übertragbar sind. Bevor dies nicht eindeutig geklärt ist, empfehlen wir, Grünen Tee oder Johanniskraut am Tag zeitlich versetzt zu anderen Medikamenten einzunehmen. Auf Grünen Tee deswegen ganz zu verzichten, halten wir für schlichtweg übertrieben.
Wie hilft Aloe vera?
Seit geraumer Zeit beobachte ich in den Medien sowie im Angebot der Reformhäuser und Naturkostläden einen wahren "Aloe vera"-Boom. Angeblich helfen Präparate, aus dieser Pflanze hergestellt, in gleichsam wundersamer Weise gegen alle möglichen körperlichen Beschwerden. Als Betroffene mit einem Ovarial-Ca ( Krebsgeschwulst der Eierstöcke ) bitte ich um Ihre kritische Bewertung.
In der Naturheilkunde und biologischen Medizin ist Aloe vera seit alters her als Heilpflanze mit vielfältig günstigen Wirkungen bekannt. Es ist aber kein Allheilmittel wie es in unkritischen Pressemeldungen oder Werbeschriften häufig dargestellt wird! äußerlich angewandt wirkt das aus dem Mark der Blätter gewonnene Gel bei Hautausschlägen, Brand- und Schnittwunden sowie Insektenstichen entzündungshemmend. Als Saft bzw. in homöopathischer Potenzierung als Tabletten oder Dilution (= alkoholischer Lösung) eingenommen, kann Aloe regenerativ auf die Darmschleimhaut einwirken und, was für Tumorkranke besonders wichtig ist, das Immunsystem aktivieren. Allerdings sollte beim Kauf von Aloe-Produkten auf ein Qualitätssiegel des "International Aloe Science Council, IASC" geachtet werden, um nach bestimmten Regeln angebaute, geerntete, verarbeitete und konservierte Produkte zu erhalten. Bei homöopathischen Präparaten können Sie den geforderten Qualitätsstandard voraussetzen. Wegen der abführenden Wirkung einerseits und um Wechselwirkungen mit anderen biologischen Mitteln zu klären ist bei langfristiger Einnahme die Rücksprache mit einem erfahrenen naturheilkundlichen Arzt sinnvoll.
Wie wirken Heilpilze?
Nach einer Darmkrebsoperation ohne notwendige Nachbehandlung von Seiten der konventionellen Medizin habe ich verschiedene biologisch unterstützende Therapien begonnen. Von einer mitbetroffenen Patientin habe ich gehört, dass Heilpilze auch bei Krebserkrankungen eingesetzt werden können. Was halten Sie davon?
Präparate aus so genannten Heilpilzen (insbesondere Shiitake, Reishi, Agaricus blazeii Murill und Maitake) werden seit längerem in Japan in der Krebstherapie eingesetzt und in der traditionellen chinesischen Medizin seit mehreren tausend Jahren verwendet. Diese Speisepilze wirken antioxidativ, entgiftend und enthalten u.a. acht essentielle Aminosäuren. Sie haben einen hohen Gehalt an Eisen, Selen und B-Vitaminen. Von großem Interesse ist ihr relativer Gehalt an Polysacchariden bzw. Beta-Glucanen (langkettige Zuckerverbindungen). Diese besitzen eine immunstimulierende Wirkung und werden vorwiegend präventiv und kurativ im Sinne einer Immunmodulation in der Krebstherapie eingesetzt. Laboruntersuchungen und eine große Anzahl von Studien bestätigen diese Wirkung. In den letzten Jahren wurden verstärkt Anstrengungen unternommen, diese Wirkmechanismen mit naturwissenschaftlichen Methoden verstehen zu lernen. Frau Dr. Fan stellte vergangenes Jahr bei dem GfBK-Kongress in Celle aktuelle Untersuchungen zu antikanzerogenen (krebshemmenden) Effekten von Heilpilzen an der Berliner Charité vor. Besonders die so genannten Polysaccharide wurden wie gesagt eingehend untersucht. Leider gibt es bisher zu deren Anwendung am Patienten nur Einzelfallberichte und wenige Beobachtungsstudien, in denen sich jedoch der im Tierversuch beobachtete Effekt einer Anti-Tumorwirkung und Immunstärkung bestätigen ließ. In Japan ist Lentinan (Shiitake) sogar für die Anwendung bei Patienten mit Magen oder- Darmkrebs offiziell zugelassen. Insofern sind Heilpilze eine Maßnahme, die begleitend zur Krebstherapie eingesetzt werden können. Allerdings sollte man bei der Wahl der Produkte darauf achten, dass keine Schadstoffe in den Pilzen enthalten sind. Fragen Sie also nach der Anbauweise und noch besser einer Rückstandkontrolle. Im GfBK-Info "Heilpilze" finden Sie weitere Informationen.
Wundermittel Haelan 951?
Im Zusammenhang mit einer Ernährungsberatung im Hinblick auf meine Brustkrebserkrankung wurden von Ihrer Gesellschaft sojahaltige Lebensmittel empfohlen. In meiner Selbsthilfegruppe habe ich nun von Haelan 951 als einem neuen, sehr wirksamen Krebsmedikament auf Sojabasis gehört und möchte es gerne anwenden. Was halten Sie davon? (Signal 2-2005)
Bei dem Produkt handelt es sich um einen fermentierten Sojaextrakt. Durch die Fermentierung wird laut Herstellerangaben die Wirksamkeit der Isoflavone verstärkt. Die im Soja enthaltenen wirksamen Pflanzenbestandsteile und Mikronährstoffe werden dabei in kleinere Bestandteile von molekularer Größe aufgespalten, womit eine bessere biologische Verfügbarkeit erzielt werden soll. Da die enthaltenen Mikronährstoffe vom Körper besonders gut aufgenommen werden, wurde Haelan 951 zunächst als Nahrungsergänzung in der Krankenhausernährung eingesetzt, um die Proteinversorgung von Krebspatienten zu verbessern. Nach Herstellerangaben verstärkt das Produkt in Kombination mit einer Chemotherapie zusätzlich den Effekt des natürlichen Absterbens von Krebszellen, weil es deren zelleigenen Schutzmechanismus vollständig ausschaltet und durch Freisetzung eines bestimmten Inhaltsstoffes (MTD-13) im Körper in den Krebszellen den "programmierten Zelltod" auslöst. Ein erneutes Zellwachstum soll durch die Soja-Phytinsäureverbindungen im Haelan verhindert werden. Ob letztere Wirkung allerdings auch auf den menschlichen Organismus übertragen werden kann, ist derzeit noch ungeklärt, da bisher noch keine veröffentlichten Studien an Krebspatienten vorliegen. Es gibt lediglich Tier- oder Laborversuche, aus denen leider sehr weitreichende Schlüsse für die Anwendung des Präparates gezogen werden. Ebenso ist für uns der sehr teure Preis dieses Nahrungsergänzungsmittels nicht nachvollziehbar. Bevor Sie dieses Präparat anwenden, sollte anderen etablierten Verfahren der biologischen Krebsmedizin der Vorzug gegeben werden. Wir möchten Ihnen auch zu bedenken geben, dass diese Therapieform allenfalls nur ein Teilaspekt einer biologischen Krebsbehandlung sein kann.
Antibiotika und PSA
Seit Längerem habe ich einen leicht ansteigendenPSA-Wert. Nun habe ich gehört, dass die Anwendungvon Antibiotika den PSA-Wert senkenkann. Ist das richtig? (Signal 1/2013)
Das PSA (prostataspezifisches Antigen) ist ein Protein (Eiweiß), das in der Prostata gebildet
wird, auch bei Gesunden vorkommt und sich in der Samenflüssigkeit und im Blut nachweisen
lässt. Die eigentliche Aufgabe des PSA ist es, das Sperma zu verflüssigen. Grundsätzlich ist das
prostataspezifische Antigen jedoch trotz seines Namens nicht prostataspezifisch. Das heißt, nicht
nur krankes Prostatagewebe scheidet PSA aus, das im Blut gemessen wird. Fast jede Zelle besitzt
das genetische Programm zur PSA-Produktion. So kann PSA von Bronchial-, Herz-, Darm-, Pankreas-, Eierstock-, Leber- und Nierenzellen gebildet werden und bei 30 Prozent aller Betroffenen auch in Brustkrebszellen. Selbst die amerikanischen Urologen sprechen inzwischen von einem einmaligen »Marketing-Trick«, mit dem sehr viel Geld verdient wird. Schätzungen zufolge sind dies 600–800 Mio. Euro pro Jahr allein in Deutschland. Besonders Prostataentzündungen verursachen eine enorme PSA-Wert-Erhöhung, genauso wie mechanische Irritationen der Prostata (Abtasten, trans-rektaler Ultraschall, aber auch Fahrradfahren und Geschlechtsverkehr). Hier ergibt sich für viele Männer oft eine Grauzone, wenn der PSA-Wert zwischen 4 und 10 ng / ml liegt und nicht klar ist, ob diese Erhöhung von Krebszellen in der Prostata herrührt.
Liegt eine bakteriell bedingte Prostataentzündung vor, so ist es logisch, dass durch Abheilung mithilfe von Antibiotika auch der PSA-Wert sinkt. Wir empfehlen insbesondere bei PSA-Werten zwischen 4 und 10 ng / ml, die Prostatagröße mit Ultraschall messen zu lassen (eine im Alter größer werdende Prostata bedingt mehr Prostatagewebe und dadurch einen höheren PSA-Wert im Blut), und das freie PSA zu bestimmen. Der Quotient zwischen freiem und Gesamt-PSA gibt Hinweise, ob es sich um eine gutartige Prostatavergrößerung oder um Prostatakrebs handelt.
Im Blut kommt das PSA in Verbindung mit Transport- Eiweiß als sogenanntes gebundenes PSA und auch »alleine« (freies PSA) vor. Mit dem PSA-Wert meint man das »Gesamt-PSA« als Summe aus beiden Formen. Bei Prostatakrebs ist meistens das Verhältnis des freien zum Gesamt-PSA kleiner als bei einer gutartigen Prostatavergrößerung oder gesunden Männern. Auch der PSA-Verlauf (Messung des PSA-Wertes in kürzeren Zeitabständen) kann eine Verdachtsdiagnose erhärten. Ein Gramm Prostatakrebsgewebe erhöht den PSA-Wert zehnmal mehr als gesundes Prostatagewebe. Der Prostatakrebs kann stetig wachsen und so den PSA-Wert schneller ansteigen lassen als es bei einer gutartigen Prostatavergrößerung der Fall wäre. Lassen Sie daher im Zweifelsfall diese Zusatzuntersuchungen durchführen.
Boron
Ich bin an Prostatakrebs erkrankt, wurde operiert und bestrahlt und fühle mich heute gesund. Zu welchen unterstützenden Maßnahmen im Rahmen einer biologischen Zusatztherapie raten Sie? Immer häufiger taucht bei uns in der Selbsthilfegruppe die Frage auf, welchen Nutzen Boron im Rahmen einer Rezidivprophylaxe bei Prostatakrebs haben könnte. Ein Apotheker warnte mich sogar vor unkalkulierbaren Schäden bei der Einnahme von Boron. Was meinen Sie und welche Dosierung würden Sie gegebenenfalls empfehlen? (Signal 2-2006)
Grundsätzlich empfehlen wir zur Rezidivprophylaxe bei Prostatakrebs abwehrstärkende Maßnahmen, z.B. mit einer Mistel- oder Thymustherapie und die Gabe von bestimmten Vitaminen und Spurenelementen (insbesondere Selen, Vitamin E und Vitamin D3) sowie einen speziellen Gelbwurz-Tomaten-Drink, da insbesondere dem Kurkumin wichtige antitumoröse Eigenschaften gerade bei Prostatakrebs nachgesagt werden. (Das Rezept erhalten Sie jederzeit gern bei der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.) Nahrungsergänzung mit Boron - die bioorganische Verbindung eines Bor-Salzes - ist bei an Prostatakrebs erkrankten Männern unserer Ansicht nach vorsichtig zu empfehlen. So zeigen Studien, dass Prostatakrebspatienten niedrigere Boronspiegel als gesunde Männer aufweisen und dass durch zusätzliche Gabe von Boron ein Fortschreiten von Prostatakrebs über die Hemmung der PSA-Aktivität verhindert werden kann. Ob jedoch Boron zusätzlich als Präparat eingenommen werden sollte oder ob es nicht einfach nur ausreicht, bestimmte Nahrungsmittel zu bevorzugen, kann gegenwärtig noch nicht eindeutig beantwortet werden. Sicher ist nur, dass die tägliche Aufnahme etwa 2 - 3 mg betragen sollte und in dieser Menge auf jeden Fall keine negativen Auswirkungen hat. Sinnvoll ist auch eine Kombination mit einer vermehrt vegetarischen Ernährung. Natürliche Boronquellen sind Trauben, getrocknete Früchte, Avocados, Rotwein und Traubensaft. Diese enthalten neben Boron auch viele andere wertvolle bioaktive Pflanzenstoffe, die bei Prostatakrebs hilfreich sein können. Andere bei Prostatakrebs günstige Pflanzenstoffe sind z.B. in gedünsteten Tomaten, Olivenöl und Soja enthalten. In asiatischen Ländern, in denen vorwiegend diese Lebensmittel konsumiert werden, treten nur ein Fünftel so viel Prostatakrebserkrankungen auf wie bei uns.
Curcumin (Gelbwurz) und Prostatakrebs
Ich bekam unlängst in der Prostata-Selbsthilfegruppe die Empfehlung, zusätzlich zu einem biologischen Therapiekonzept Curcumin Kapseln zur Behandlung meines Prostatakrebses im Frühstadium (Krebs der männlichen Vorsteherdrüse) einzunehmen. Was halten Sie davon? (Signal 3-2003)
Kurkuma (Gelbwurz) ist ein traditionelles indisches Gewürz und gehört zur Ingwerfamilie. Das Gelbwurzpulver ist die Basis der bei uns bekannten Currygewürzmischung. In der indischen Medizin (Ayurveda) wird Gelbwurz als Heilmittel gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt,sei es innerlich als Magentonikum, als blutreinigendes Mittel, bei Leber- und Harnwegserkrankungen bzw. äußerlich bei Hauterkrankungen. Die Bedeutung von Kurkuma in der Medizin hat mit der Entdeckung der antioxidativen (=Radikalenfänger) und entzündungshemmenden Eigenschaften der im Kurkuma natürlich vorkommenden sogenannten Phenole enorm zugenommen. Bisher zwar nur im Laborversuch nachgewiesen kann Kurkuma speziell bei Prostatakrebs die Umwandlung von hormonabhängigen Prostata-Zellen (= die Zellen, die auch auf eine Hormonblockade-Therapie ansprechen) zu hormonunabhängigen Krebszellen verzögern sowie den spontanen Zelltod (= Apoptosis) beider Zelltypen auslösen helfen. Anstatt der Einnahme der recht teuren handelsüblichen Kurkuma Kapseln empfehlen wir eine mögliche natürliche Zubereitung eines Gelbwurz-Drinks nach folgendem Rezept: 500 ml Tomatensaft 5 g Gelbwurzpulver (erhältlich in gut sortierten Bio-Läden oder Reformhäusern, ca. € 1,20 pro 100 g) 1 g schwarzen Pfeffer 3 EL bestes Olivenöl Alles zusammen gut mit einem Mixstab sämig verrühren. Der Cocktail kann täglich auf einmal oder über den Tag verteilt über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen getrunken werden. Da Gelbwurz in Indien zur Nahrungszubereitung in einer Dosis von täglich bis zu mehreren 100 mg verwendet wird, brauchen Sie mit Sicherheit keine überdosierung zu befürchten.
Knochenversiegelung bei Prostatakrebs
Durch einen Bekannten habe ich erfahren, dass auf dem Jubiläumskongress der GfBK Anfang Mai in Heidelberg in einem Workshop für Prostata-Ca-Erkrankte eine so genannte "Knochenversiegelung" als Vorbeugung gegen Knochenmetastasen empfohlen wurde. Was ist darunter zu verstehen? (Signal 3/2003)
Zur Knochenversiegelung werden sogenannnte Bisphosphonate eingesetzt. Sie sind Substanzen, die ins Knochengewebe aufgenommen werden und dort die Zellen hemmen, die für den geregelten Knochenabbau zuständig sind. Sie sind synthetische Phosphorverbindungen, die auch in den Knochen eingebaut werden und dort über Jahre verbleiben. Bisher wurden Bisphosphonate vor allem bei bereits bestehender Knochenmetastasierung eingesetzt. In der Tat ist die genannte Empfehlung für Prostata-Ca-Erkrankte vor allem sinnvoll, so lange noch keine Knochenmetastasen aufgetreten sind. Dabei wird ein Bisphosphonat-Präparat wie z. B. Zoledronsäure (Zometa®) 3 - 4 Mal im Abstand von jeweils vier Wochen als Infusion verabreicht. über eine Stabilisierung des Knochenstoffwechsels kann eine Knochenversiegelung im Sinne einer Metastasenprophylaxe (=-vorbeugung) erwartet werden. Das Präparat "Zometa®" zeichnet sich gegenüber dem bisher gebräuchlichen Präparat "Aredia" durch eine bessere Verträglichkeit und wesentlich kürzere Infusionszeit aus.
Paprika / Casaicin
Ich bin 62 Jahre und habe Prostatakrebs. Ich habe nun gelesen, dass Paprika gegen Prostatakrebs wirken soll. Was wissen Sie darüber? (Signal 1/2007)
Der Wirkstoff Capsaicin scheint wie viele sekundäre Pflanzenstoffe den natürlichen Zelltod von Tumorzellen zu fördern. So stellten Forscher der Universität von Kalifornien fest, dass der Schotenextrakt das Wachstum von Prostatakrebszellen bei Mäusen reduzierte. Insgesamt verabreichten die Wissenschaftler den Mäusen über die Nahrung Capsaicin-Mengen, die drei wöchentlichen Dosen von 400 mg für einen 100 Kilo Mann entsprechen. Soviel Capsaicin steckt, je nach Schärfegrad, in drei bis acht mexikanischen Habanera-Schoten, der schärfsten bekannten Chilisorte. Unser Kritikpunkt: In der Praxis dürfte es schwierig sein, diese Menge zu sich zu nehmen. Klinische Studien bei Tumorpatienten zu dieser Substanz sind bisher noch nicht durchgeführt worden. Außerdem ist letztendlich im Reagenzglas oder im Tierversuch für viele Antioxidantien in Obst und Gemüse nachgewiesen worden, dass sie entweder die Tumorentstehung verhindern oder das Tumorwachstum hemmen. Dazu gehören eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, schätzungsweise über zehntausend Substanzen! Infolge Ihres weit verbreiteten Vorkommens in Obst und Gemüse halten wir es deshalb für besser, eine Krebsvorbeugung in Form von einer ausgewogenen vielseitigen Vitalkost mit viel Obst und Gemüse gegenüber isolierten Einzelextrakten vorzuziehen. Die Palette der sekundären Pflanzenstoffe kommt in einer Vielzahl von Gemüsen (besonders in Broccoli, Knoblauch, Zwiebeln, Kohl, Sojabohnen und Tomaten) bis hin zu Gewürzen, Kaffee, Tee, Wein und Heilkräutern vor. Interessant ist für Prostatakrebsbetroffene insbesondere die Tatsache, dass Männer, die häufig Ketchup, Tomatenmark oder Tomatensaft verzehren, weniger häufig an Prostatakrebs erkranken. Diese Beobachtung wird auf das in Tomaten enthaltene stark antioxidativ wirksame Lycopin zurückgeführt. Lycopin wird durch vorheriges Erhitzen der Tomaten wohl besser für den Körper verfügbar gemacht, daher ist die bessere vorbeugende Wirkung von z.B. Tomatensaft im Gegensatz zu "rohen Tomaten" zu erklären. Diese Wirkung kann man sich mithilfe des sogenannten Gelbwurz-Tomaten-Drink zunutze machen. Grundsätzlich empfehlen wir zur Rezidivprophylaxe bei Prostatakrebs abwehrstärkende Maßnahmen, z.B. mit einer Mistel- oder Thymustherapie und die Gabe von best. Vitaminen und Spurenelementen (insbesondere Selen, Vitamin E und Vitamin D3) sowie den oben genannten Gelbwurz-Tomaten-Drink. Informationen hierüber können Sie bei der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr anfordern. {backbuton}
Prävention bei Prostatakrebs
Ich bin 70 Jahre alt und wurde kürzlich an Prostatakrebs operiert. Was kann ich selbst tun, um einer erneuten Erkrankung vorzubeugen? (Signal 4/2012)
Das Prostatakarzinom ist meistens ein typisches, langsam wachsendes Alterskarzinom. Daher ist es besonders wichtig, die Zeit bis zur Metastasierung zu verlängern, damit der Patient möglichst lange eine hohe Lebensqualität genießt und nicht an seinem Prostatakrebs, sondern eines Tages mit seinem Prostatakrebs verstirbt. Hier bieten Veränderungen der Lebens- und Ernährungsweise einen vielversprechenden Ansatz. Zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte ist es ratsam, bei Prostatakrebs schon von Anfang an ergänzende Behandlungen mit Mistel- oder Thymusinjektionen durchzuführen, zusammen mit Selen und den antioxidativen Vitaminen A (bzw. Karotin), C und E sowie Vitamin D3. Durch sinnvolle Ernährungsmaßnahmen (Grüntee, Tomatenmark, Soja, Selen, Vitamin E, Fisch, wenig Fleisch, viel Pflanzenkost, Gemüse, Obst, Granatapfel) und eine positive Lebensweise (regelmäßige Bewegung und Entspannung, Visualisierungsübungen, Meditation) kann das Fortschreiten der Krankheit verzögert werden, wie eine aktuelle Studie zeigt (Frattaroli et al., 2008).
Prostatakrebs ist in den westlichen Industrieländern zehnmal häufiger als in Ostasien. Das wird auf die dortige Ernährung zurückgeführt, die reichlich Pflanzenstoffe enthält, insbesondere Phytohormone aus Soja und Grüntee sowie Ballaststoffe und Fisch, aber wenig Fleisch. Weitere günstige Bestandteile in der Ernährung sind Kurkuma (Gelbwurz), Olivenöl, Rotwein und das in Tomatenmark enthaltene Lycopin. Bestandteile aus Ingwer können ebenfalls Prostatakarzinomzellen schädigen. So fand eine Gruppe von US-Wissenschaftlern Hinweise, dass schon relativ geringe Konzentrationen der im Ingwer enthaltenen Phenole das Wachstum von Krebszellen hemmen. Rezepte für die Zubereitung von ayurvedischem Ingwerwasser sowie für einen Gelbwurz-Tomaten-Cocktail finden Sie hier. In letzter Zeit zeigen verschiedene (auch klinische) Studien, dass Granatapfelsaft gerade bei Prostatakrebs eine schmackhafte und sinnvolle therapeutische Unterstützung ist. Durch die tägliche Aufnahme von Granatapfel-Extrakt über sechs Monate verlängerte sich die mittlere PSA-Verdopplungszeit, ein wichtiger Prognoseparameter, von 11,9 auf 18,5 Monate. Die Bioaktivität und Bioverfügbarkeit des Extrakts ist am höchsten in seiner fermentierten Form. Einige Vitalstoffe sollen in erhöhter Dosierung aufgenommen werden: 200 μg (Mikrogramm) Selen (Natriumselenit) – Dauereinnahme nur bei Mangel (sonst Erhöhung des Diabetesrisikos), mindestens 1 000 I. E. Vitamin D3 (am besten Vitamin-D-Spiegel bestimmen lassen), 50 I. E. natürliches Vitamin E. Generell sollten höher dosierte Supplemente unter Beobachtung der PSA-Dynamik genommen werden, da insbesondere beim fortgeschrittenen Prostatakrebs Substanzen ihre Wirkung verlieren oder verändern können.
Prostata-DNA-Zytometrie?
Durch eigene Recherchen habe ich herausgefunden, dass für Patienten mit Prostatatumoren neben der Bestimmung des PSA-Wertes die Durchführung einer sog. DNA-Zytometrie wichtig sein kann. Ich habe hierdurch in letzter Sekunde einen Operationstermin nicht wahrgenommen, da die entsprechenden Untersuchungen ergaben, dass eine Operation nicht sinnvoll gewesen wäre. Welche konkreten Informationen liegen Ihnen hierüber vor und können Sie eine solche Untersuchung befürworten? (Signal 3/2011)
Bei Prostatakrebs ist in der Tat der PSA-Wert alleine nicht aussagefähig für eine Bewertung, ob ein Tumorherd in der Prostata lokalisiert ist oder nicht. Wir empfehlen grundsätzlich, folgende Laborparameter zusätzlich zu überprüfen: PSA-Quotient (freies/gebundenes PSA), PSA-Anstiegsgeschwindigkeit sowie die PSA-Verdoppelungszeit.
Weitere Diagnostikbestimmungen im Vorfeld sind: Echtzeit-Elastographie, MRT mit Endorektalspule und ab einem PSA von 1,0 eine Cholin-PET/CT. Aus dem Urin können DIAPAT-Test und der PCA-3-Test weitere Aufschlüsse über die Abgrenzung zu einem bösartigen Geschehen im Bereich der Prostata geben. Am besten ist es, für eine unblutige Diagnostik ohne Biopsie mehrere verschiedene diagnostische Methoden zu Rate zu ziehen und dann aus dem Gesamtbild eine Bewertung zu treffen.
Die DNA-Zytometrie ist unserer Ansicht nach sicher kein alleiniges Entscheidungskriterium, ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht. Viel wichtiger ist die Tumorzelle selbst, das sogenannte Gleasongrading und die weitere Ausbreitungsdiagnostik (Knochen, Lymphknoten, PSA, PCA 3, Alter d. Patienten, Begleiterkrankungen, Familienanamnese). Alternativ wäre statt einer Operation, sofern sinnvoll, die Protonenbestrahlung, die z.Zt. effektivste Therapie mit geringsten Nebenwirkungen zu diskutieren. (In München: Rinecker Protonenzentrum: Kosten ca. 36.000€, Operation und herkömmliche Bestrahlung kombiniert kosten etwa das gleiche).
Wo die DNA-Zytometrie hilfreich sein kann, ist vor allem in der Auswahl der medikamentösen Tumortherapie, da man bei haploiden DNA-Sätzen vorsichtig mit der antihormonellen Therapie sein muss, die bei Diploidie wiederum sinnvoll sein kann.
Prostatakrebs - Soja, Grüntee, Lycopine und Granatapfel: Unterstützung oder Heilmittel ?
In den asiatischen Ländern ist Prostatakrebs sehr selten. In meiner Prostataselbsthilfe-gruppe wird in diesem Zusammenhang immer wieder über das für und wider gesunder Nahrungsmittel bei unserer Erkrankung gesprochen. Ich selbst wurde vor einem Jahr mit einer Brachytherapie (spezielle Form der Strahlenbehandlung) behandelt, bekam keine weitere Nachbehandlung und bin tumorfrei. Mein PSA Wert ist im Normbereich. Macht eine sekundäre Prävention über die Ernährung Sinn? (Signal 2/2010)
Für das extrem geringe Auftreten von Prostatakrebs in Asien werden u.a. die Sojaisoflavone (Ballaststoffe, B-Vitamine, pflanzliches Protein, antioxidativ und phytoöstrogen wirksame Soja-Isoflavone) und Grüntee (Katechine, insbesondere EGCG) verantwortlich gemacht. Tatsächlich wirken beide Nahrungsmittel auf äußerst vielseitige Weise der Krebsentstehung entgegen. In klinischen Studien ist sogar eine milde PSA-Stabilisierung beobachtet worden. Für die Kombination von Soja und Grüntee sind sich ergänzende Synergieeffekte beschrieben worden. Das Ansprechen von Prostatakrebs-Patienten hängt scheinbar von dem Stadium der Erkrankung und dem individuellen Rezeptormuster ab. Isoflavone und potente Phytoöstrogene reduzieren deutlich das Risiko des lokalisierten Prostatakarzinoms, können aber selten einen negativen Einfluss auf das fortgeschrittene Prostatakarzinom haben.
Auch zum Grüntee gibt es eine Vielzahl teils widersprüchlicher Studien. Der Effekt scheint dosisabhängig zu sein: Für eine wirksame Prävention sollte man ca. 1 Liter pro Tag davon trinken.
Zur Prävention des Prostatakarzinoms rechtfertigen die Ergebnisse vieler Studien generell das Zuführen von lykopinreichen Tomatenprodukten, Soja, Grüntee, Kurkumin (Gelbwurz) und Granatapfelsaft-Polyphenolen wie auch die Nahrungsergänzung mit Vitamin E in Form von Tocopherolen und Selen bei nachgewiesenem Mangel. In der Regel dürfte dadurch auch eine gewisse Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung erreicht werden. Alle diese Naturstoffe können aber weder eine sichere Heilung erreichen noch eine notwendige kurative Behandlung ersetzen. Während Lykopin und Tocopherole besonders beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom zu einer Risikoreduktion führen können, scheint die Wirkung von Soja-Isoflavonen besonders das lokalisierte Prostatakarzinom zu betreffen.
Eine günstige Wirkung von Granatapfel-Polyphenolen, Grüntee und Selen dürfte in jedem Stadium zu erwarten sein. Neueste präklinische Forschungsergebnisse zeigen zudem auf, dass beim hormonrefraktären Prostatakarzinom die antientzündlich wirkenden Granatapfel-Polyphenole günstig wirken, indem sie u. a. den Androgenrezeptor und Androgensynthese-Enzyme herabregulieren, die Metastasierung und Tumorgefäßneubildung hemmen können. Auch sind sie möglicherweise eine wirkungsvolle Ergänzung zu den üblichen Standardtherapien (Chemo- und Strahlentherapie, Hormonblockade). Bioaktivität und -verfügbarkeit von Granatapfel-Polyphenolen sind am höchsten in ihrer lebendfermentierten Form. Im Zweifel halten Sie bitte Rücksprache mit dem ärztlichen Beratungsdienst der GfBK.
Prostatakrebs – vorbeugende Brustdrüsenbestrahlung bei antiandrogener Therapie?
2004 wurde bei mir die Diagnose Prostatakrebs gestellt. Nach einer Totaloperation und Bestrahlung des Prostatalagers stiegen meine PSA Werte trotzdem wieder an. Im Moment bin ich im Begriff eine Androgenentzugstherapie mit Trenatone und Biclutamid zu beginnen. Meine Fragen: Was halten Sie von einer prophylaktischen Brustdrüsenbestrahlung? Welche antiandrogene Therapie ist am nebenwirkungsärmsten? Gibt es auch andere naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten, die mir bei meinem Prostatakrebs helfen könnten? (Signal 2-2009)
Zusätzliche begleitende naturheilkundliche Maßnahmen bei Prostatakrebs sind beispielsweise Ernährungsmaßnahmen, eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen (insbesondere die Vitamine A, C, D3, E und Selen), abwehrstärkende Maßnahmen mit Mistel und/oder Thymus sowie die Gabe von Enzymen.
Bemerkenswert ist der Schutzeffekt von bioaktiven Pflanzenstoffen, besonders der Phytohormone, wie sie vor allem in Sojabohnen vorkommen. Sehr günstig wirken auch Kurkuma (Gelbwurz), Olivenöl, Rotwein und das in Tomaten enthaltene Lycopin. In letzter Zeit zeigten auch verschiedene Studien, dass sich Granatapfelsaft und vor allem fermentierter Granatapfelextrakt bei Prostatakrebs als schmackhafte und sinnvolle therapeutische Unterstützung erwiesen hat.
Nun zu Ihren speziellen Fragen: Die Bestrahlung der Mamillen (Brustdrüsen) ist heute etwas veraltet, da durchaus Nebenwirkungen auftreten können. Außerdem wurden schon schwere Hautveränderungen gesehen. Daher sollte über diese Risiken aufgeklärt werden; denn tatsächlich kann es unter der antiandrogenen Therapie zu einer sog. Gynäkomastie (= Vergrößerung und Schmerzhaftigkeit der Brustdrüsen) kommen. Eine kombinierte antiandrogene Therapie mit Biclutamid und Trenantone kann übrigens bei zu frühem Einsatz zu einer medikamentös induzierten Unwirksamkeit dieser Maßnahmen führen. Als "mildestes" Antiandrogen ohne wesentliche Nebenwirkungen wirkt Finasterid.
Eine weitere empfehlenswerte Maßnahme kann das "Versiegeln" der Knochen mit Bisphosphonaten sein, um das Knochenmetastasenrisiko zu senken: Besprechen Sie diese Aspekte und das weitere Vorgehen bitte mit Ihrem behandelnden Urologen oder wenden sich gern an den ärztlichen Beratungsdienst der GfBK. Gern können Sie auch jederzeit das Informationsblatt Prostatakrebs von der GfBK anfordern oder hier downloaden.
Totaloperation der Prostata
Bei mir (62 Jahre) wurde ein Prostata-Carcinom (Krebs der männlichen Vorsteherdrüse) durch eine Stanzbiopsie gesichert. Nun rät mir der Urologe zu einer baldigen Totalentfernung der Prostata (Prostatektomie). Bisher kann ich mich nicht zu dieser Entscheidung durchringen. Neben der Impotenz fürchte ich eine dauerhafte Inkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang). Der Urologe geht auf meine Bedenken zu wenig ein. Gibt es aus Ihrer Sicht eine Möglichkeit, die Prostata zu erhalten? (Signal 1-2003)
Wir teilen Ihre Bedenken. Nach den Ergebnissen einer jüngst veröffentlichen Langzeitstudie aus Skandinavien leiden 80 - 100% der Totaloperierten bleibend an Impotenz und etwa 30-50 % an Inkontinenz. Wir empfehlen Ihnen statt der Total-OP die Prostata erhaltende Therapieform der HIFU (= hoch intensiv fokussierter Ultraschall) als Alternative in Erwägung zu ziehen und zusätzlich die baldmögliche Durchführung eines biologischen Therapiekonzeptes. Evtl. kann zunächst auch die Einleitung einer antihormonellen Therapie sinnvoll sein. Die offizielle Lehrmeinung sieht bei lokal begrenzten Tumoren der Prostata zwar weiterhin den operativen Eingriff als notwendige Sofortmassnahme an, Sie als Patient können aber auch eine andere Entscheidung fordern. Das Uniklinikum München - Harlaching und Regensburg sind zwei Institutionen, die über Erfahrung dieser Methode bei Prostatakrebs verfügen. Es wäre daher unbedingt für Sie ratsam eine 2. Meinung einzuholen. Detaillierte Informationen über die "HIFU" können Sie im Internet über www.prostatakrebse.de oder www.prostata-therapie.de, was die biologische Therapieverfahren betrifft, über die Hauptgeschäftsstelle der GfBK erhalten.
Veränderungen des PSA-Wert
Als begeisterter Freizeitsportler fahre ich regelmäßig mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad Strecken von 40 bis 80 km. Körperlich fühle ich mich (67 Jahre alt) in sehr guter Verfassung, gesundheitliche Probleme kenne ich nicht. Lediglich in der Familie sind viele Krebserkrankungen bekannt, so dass ich sehr wachsam bin. Die letzte Vorsorgeuntersuchung beim Urologen ergab einen unauffälligen Tastbefund, jedoch einen PSA-Wert von 4,8. Der Urologe drängt zu einer sofortigen Biopsie. Was soll ich tun? (Signal 2/2002)
Ihre Ausgangssituation bedarf zunächst einer weiteren Abklärung der Prostata mittels einer Ultraschalluntersuchung vom Enddarm aus, der so genannten TRUS (= transrektaler Ultraschall). Weiterhin sollten die Blutwerte des freien und des gebundenen PSA bestimmt werden. Aus dem Quotienten ergeben sich mögliche Hinweise auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata (= BHP, benigne Prostatahyperplasie). Wenn Sie beim intensiven Fahrradfahren keinen Spezielsattel mit Entlastung der Dammregion benutzen, kann auch dadurch eine PSA-Wert-Erhöhung mitverursacht werden. Auch andere Faktoren können zu einer PSA - Werterhöhung beitragen. Auch wenn Sie mit Sicherheit den PSA -Wert in gewissen Zeitabständen kontrollieren sollten, raten wir Ihnen von einer Stanzbiopsie zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab.
Familienstellen
Zu Ihrem 11. Internationalen Kongress in Heidelberg haben Sie den bekannten Therapeuten Bert Hellinger zu einem Vortrag und Seminar eingeladen. Im SPIEGEL Anfang Februar las ich, dass Herr Hellinger sehr umstritten ist und sogar Patienten in seinen Seminaren demütigt. Können Sie mir kurz Ihre Beweggründe erläutern, warum Sie Herrn Hellinger dennoch zu Ihrer Veranstaltung einladen ? (Signal 2/2002)
Der GfBK ist vollkommen bewußt, dass das Familienstellen nach Hellinger sowohl in Fachkreisen als auch in der Laienpresse sehr kontrovers diskutiert wird. Das von Hellinger geprägte Verfahren passt einerseits nicht in das Weltbild der heutigen Schulpsychologie, andererseits bringen zuviele selbsternannte und nicht adäquat ausgebildete Therapeuten dieses sehr tief wirkende Verfahren in Verruf. Der aggressiv-manipulativ gehaltene Spiegel-Artikel jedoch ist ein mustergültiges Beispiel politischer Meinungsmanipulation und zeichnet sich durch eine schlechte Recherche aus, die man jedoch erst bemerkt, wenn man mit dem Thema etwas vertrauter ist. Wenn auch die GfBK nicht mit allen äusserungen von Bert Hellinger konform geht, so kann von einer Demütigung von Patienten natürlich nicht die Rede sein ! Die Gfbk integriert bewußt auch kontrovers diskutierte Themen bei ihren Veranstaltungen. Denn so unterschiedlich wie die Patienten sind, sind auch die Mittel und Methoden, die den Patienten helfen. So ist es durchaus möglich, dass für einige Teilnehmer das Familienstellen nach Hellinger keine adäquate Methode darstellt. Für andere Patienten ist das Familienstellen aber vielleicht ein ganz wichtiger Punkt auf ihrem Weg zur Genesung und diesen Patienten soll die Methode nicht vorenthalten werden. Bei dem Familienstellen nach Hellinger handelt es sich um eine Methode, bei dem auf einer sehr tiefen Ebene Emotionen angesprochen und angeregt werden. Der Therapeut sollte sehr sensibel und in der Methode erfahren sein, damit Patienten nicht in eine mögliche Krise stürzen. Darum sollte man sich gut kundig machen, bei wem man einen Kurs oder Seminar durchführt. Außerdem sollte gerade bei tiefergehenden Problemen auch eine therapeutische Nachbetreuung gewährleistet sein.
Selbstheilungskräfte
Seit ich an Darmkrebs erkrankt bin, bemühe ich mich, ein mir von der GfBK empfohlenes biologisches Therapiekonzept konsequent durchzuführen. Dabei versuche ich, schwerpunktmäßig meine Selbstheilungskräfte über Psyche, Geist und Körper zu aktivieren und zu stärken. Gibt es eigentlich eine Hierarchie unter diesen drei Dimensionen des menschlichen Seins? (Signal 1-2003)
Es gibt eine eindeutige Hierarchie unter den drei Dimensionen des menschlichen Seins. An der Spitze steht die Psyche, gefolgt von Geist und erst dann kommt die Körperebene. Psyche, Geist und Körper sind wie aus der Psychoneuroimmunologie bekannt in einer ständig engen Wechselbeziehung. Was harmonisierend auf der Ebene der Psyche einwirkt (z. B. Verfahren wie die Visualisierung nach Simonton, klassische Homöopathie, Bach-Blüten-Therapie, Reiki, Qi Gong) wird über das Vegetativum bzw. das zentrale Nervensystem auf die Körperebene durch die entsprechenden biochemischen Botenstoffe übertragen und begünstigt dort alle regulativen Prozesse einschließlich einer Aktivierung des Immunsystems. In umgekehrter Richtung trägt Wohlbefinden auf der Körperebene wesentlich zu einer besseren Stimmungslage bei.
Mistel bei Schilddrüsenkrebs
Wegen eines papillären Schilddrüsenkrebses wurde ich vor einem halben Jahr operiert. In meiner Selbsthilfegruppe kam die Misteltherapie zur Sprache und deren Anwendung wurde von vielen Mitpatientinnen als sehr positiv geschildert. Ist die Misteltherapie auch für mich empfehlenswert ? Gibt es Studien zur Anwendung von Mistel bei Schilddrüsenkrebs? (Signal 4-2004)
Wegen der relativen Seltenheit des Schilddrüsen-Karzinoms gibt es bezüglich der Misteltherapie keine Studien. Die Notwendigkeit und das Ansprechen einer Misteltherapie sind allerdings auch hier von der immunologischen Ausgangssituation abhängig. Bei operierten Patientinnen mit papillärem Schilddrüsenkarzinom ist aufgrund der guten Prognose jedoch fraglich, ob eine Rezidivprophylaxe mit Mistel tatsächlich notwendig ist. Bei über 45-jährigen Patienten halten wir eine Misteltherapie aber in den meisten Fällen für empfehlenswert.
Selen und Schilddrüsenkrebs
Ich habe Schilddrüsenkrebs gehabt, mit Total-OP und Radiojodtherapie. Im Mai muss ich eine weitere Radiojodtherapie machen. Man riet mir nun, Selen als Nahrungsergänzungsmittel zu mir zu nehmen. Eine ärztin für Naturheilkunde riet mir jedoch davon ab, da Selen Bestandteil des Schilddrüsenhormons sei. Was ist richtig? (Signal 2-2006)
Die Gabe des Spurenelementes Selen während der Strahlentherapie ist insofern sinnvoll, als das Selen als Radikalenfänger im Wesentlichen die gesunden Zellen vor Schädigung schützen kann. Außerdem existieren zahlreiche Hinweise dafür, dass Tumorzellen anders reagieren als gesunde Zellen und dass Tumorzellen insbesondere durch Selen eher empfindlicher für die Standardtherapie werden, auf jeden Fall aber nicht geschützt werden. So wiesen Rodemann et al. nach, dass mit Selenit behandelte Normalgewebszellen bei Bestrahlung eine höhere überlebensrate aufwiesen als Nichtbehandelte. Die Rolle von Selen ist übrigens für eine normale Schilddrüsenfunktion sehr wichtig. So konnte in Studien gezeigt werden, dass Schilddrüsenfunktionsstörungen häufig mit einem Mangel an Selen einhergehen und ein Selenmangel so genannte Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse begünstigen können. Eine negative Beeinflussung von Schilddrüsenkrebs ist jedoch nicht bekannt. Daher ist die zusätzliche Gabe von Selen insbesondere unter dem Aspekt der Erhöhung der Strahlenempfindlichkeit empfehlenswert.
Bestrahlung Kopf-Hals-Bereich
Ich habe Mundboden-Krebs und werde im Kopf-Hals-Bereich bestrahlt. Die starken Nebenwirkungen, wie Mundschleimhautentzündung, plagen mich sehr. Was kann ich dagegen tun? (Signal 4/2012)
Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitiden) treten als Nebenwirkungen einer Chemotherapie auf. Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sind davon besonders schwer betroffen, da meistens auch noch eine Bestrahlung im Mund-Rachen- Bereich erfolgt. Die Naturheilkunde bietet verschiedene Therapieansätze, um diesen Entzündungen vorzubeugen bzw. sie zu lindern. Besonders bewährt haben sich Salbeispülungen, die lokale Applikation von Traumeel-Ampullen und das Ölkauen (siehe S. 14). Außerdem empfehlen wir Ihnen, vor allem während der Bestrahlung hoch dosiert Selen (300 μg) einzunehmen, am besten als Selenase Trinkampullen. Behalten Sie das Selen vor dem Herunterschlucken einige Sekunden im Mund. Wenn Zinktabletten zerkaut werden können und der Geschmack nicht allzu sehr stört, liegen auch gute Erfahrungen mit Zinkorotat vor – die Tablette zerkauen und mit dem Speichel im Mund wirken lassen. Zusätzlich ist es hilfreich, während der Chemotherapie einen Eiswürfel in den Mund zu nehmen und zu lutschen. Durch die Kälte werden die Schleimhäute schlechter durchblutet und nehmen weniger Gifte auf. Gestalten Sie Ihre Ernährung während der Zeit der Therapie möglichst entlastend. Meiden Sie eher heiße, salzige oder stark gewürzte Speisen; dies gilt auch für saures Obst oder Rohkost. Eine Alternative bieten hier fein gemixte »grüne Smoothies«, die durch deren starke Zerkleinerung während Chemo- und Strahlentherapie besser vertragen werden.
Folgende Nahrungsmittel sind während dieser belastenden Phase empfehlenswert: Obst und Gemüse wertschonend gegart bzw. gedünstet, fein vermahlene Vollkornprodukte (Dinkel, Hafer), Säfte möglichst milchsauer vergoren und verdünnt (z.B. Kanne-Brottrunk®), Bio-Soja-Produkte, Bio-Geflügel, Tiefseefisch, Bio-Öle (Lein-, Olivenöl), Kartoffeln als Pell- oder Salzkartoffeln, „bittere” Kräutertees, kohlensäurearme Mineralwässer, zum Süßen in geringer Menge, z. B. Honig, Ahornsirup, Birnen- bzw. Agavendicksaft. Bei sehr starker Beeinträchtigung der Schleimhäute im Mund-Rachen-Bereich kann es ratsam sein, vorübergehend auf Cremesuppen, Kartoffel- oder Karottenpüree, Hafer, Reis- oder Leinsamenschleimsuppen sowie Apfelmus auszuweichen. Diese dürfen mit wertvollen Ölen (z. B. Leinöl, Olivenöl, Walnussöl) angereichert werden.
Führen Entzündungen im Mund- oder Rachenraum zu erheblichen Schluckbeschwerden, sodass eine Nahrungsaufnahme kaum mehr möglich ist, besprechen Sie dies bitte mit dem behandelnden Arzt. Um dem Verlust an Körpergewicht entgegenzuwirken, kann eine Ernährung über die Vene notwendig werden. Diese sollte möglichst frühzeitig eingeleitet werden, da Studien zeigen, dass die Therapie schlechter vertragen wird, wenn man währenddessen zu stark abnimmt.
Folgende Präparate wirken lokal in der Mundschleimhaut: Paramirum-Tropfen (Fa. Erbasens), Granaimmun-Tropfen (Dr. Jacobs) und Echinacin-Tabletten (z.B. Esberitox). Echinacin darf erst nach der Chemotherapie gegeben werden, da komplexe Wechselwirkungen über Entgiftungsenzyme der Leber möglich sind. Denkbar ist vor allem, dass Präparate, die direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, auch helfen können, das Rückfallrisiko zu minimieren. Dies gilt vor allem für Patienten mit Zungen(-grund) karzinomen oder Tumoren des Rachenbereichs. Eine solche Therapie lässt sich gut mit der hoch dosierten Einnahme von Enzymen (siehe GfBK-Info Enzyme) kombinieren.
Sauerstofftherapien
Von einer Bekannten mit ähnlichem Krankheitsbild und ähnlichen Therapieschemata habe ich die Empfehlung erhalten, die im Anschluss an meine Brustkrebs-Operation angesetzte Strahlentherapie mit einer Sauerstoff-Inhalationstherapie im häuslichen Umfeld zu begleiten. Was halten Sie davon? (Signal 1/2001)
Wir empfehlen Ihnen, die Strahlentherapie durch ein biologisches Therapiekonzept, zu der auch eine Sauerstoff-Inhalationstherapie zählen kann, im häuslichen Umfeld zu begleiten. Sie können dadurch erfahrungsgemäß die Nebenwirkungen der Bestrahlung wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Hautreizungen im Bestrahlungsfeld deutlich verringern. Die Wirkung der Strahlentherapie wird dadurch mit Sicherheit nicht verringert. Einzelheiten zur Durchführung dieses unkomplizierten Verfahrens können Sie nach Rücksprache mit dem ärztlichen Beratungsdienst unserer Gesellschaft bzw. einem speziellen Informationsblatt der GfBK erfahren.
Selen bei Bestrahlungen
Ich werde wegen eines Enddarmkrebses lokal bestrahlt. Meiner Meinung nach enthält Ihre Broschüre „Nebenwirkungen aggressiver Therapien lindern” einen Fehler. Selen darf nach der Meinung meines Strahlentherapeuten auf keinen Fall bei oder nach einer Strahlenbehandlung aufgenommen werden. Ein Spezialvortrag über Strahlentherapie auf dem Berliner Krebskongress hat mich auch darauf aufmerksam gemacht, dass Selen eine Strahlentherapie behindern kann. Es würde nicht nur die gesunden Zellen schützen, sondern auch die Tumorzellen. Wieso empfehlen Sie dennoch die Gabe von Selen ?
Die Gabe von Selen während der Strahlentherapie ist insofern sinnvoll, als das vierwertige Selen (Se4+) als Radikalfänger im Wesentlichen die gesunden Zellen vor Schädigung schützt: Die während einer Strahlentherapie entstehenden freien Radikale greifen sowohl die Tumorzellen als auch die umliegenden gesunden Zellen an. Während die Tumorzellen aufgrund der Strahlen-Fokussierung auf das befallene Gewebe vollständig zugrunde gehen, werden die Normalzellen je nach Abstand zum Bestrahlungsfeld mehr oder weniger geschädigt. Bei jeder Zellschädigung entstehen jedoch freie Radikale, die sich über das Plasma im Körper verteilen und so sekundär weitere gesunde Zellen angreifen. Das systemisch verabreichte vierwertige Selen (Se4+) fängt die Radikale im Extrazellulärraum ab und schützt so vor sekundärer Zerstörung gesunder Zellen. Wir geben zu bedenken, dass es keinerlei Literaturhinweise gibt, die den befürchteten Effekt einer Schutzwirkung von Selen auf Tumorzellen nahe legen. Dagegen existieren zahlreiche Hinweise dafür, dass Tumorzellen anders auf Selen reagieren als gesunde Zellen und dass Tumorzellen durch Selen eher empfindlicher für die Standardtherapie werden, aber auf jeden Fall nicht geschützt werden. So wiesen Rodemann et al. nach, dass mit Selenitbehandelte Normalgewebszellen bei Bestrahlung eine höhere Überlebensrate aufwiesen als Nichtbehandelte. In Tumorzellen war diese radioprotektive (strahlenschützende) Aktivität hingegen nicht nachweisbar. Ein anderer Versuchsansatz zeigte sogar, dass selenitbehandelte Tumorzellen empfindlicher auf Strahlung reagieren (Hehr et al. 1999). Dieses Phänomen konnte durch weitere Untersuchungen bestätigt werden. Insofern können wir der Empfehlung nicht folgen, Selen während Strahlentherapie nicht einzusetzen.
Selen und Strahlentherapie
Ich habe Brustkrebs und werde an der Brust bestrahlt. Mein behandelnder Strahlenarzt hat mir davon abgeraten, währenddessen hochdosiert Selen einzunehmen, weil er befürchte, eventuell vorhandene Tumorzellen werden durch Selen vor der Strahlung geschützt. Wie ist Ihre Meinung dazu? (Signal 2/2008)
Die Gabe von dem Spurenelement Selen während Strahlentherapie ist insofern sinnvoll, als das vierwertige Selen (Se4+) als Radikalfänger im Wesentlichen die gesunden Zellen vor Schädigung schützt: Die während einer Strahlentherapie entstehenden freien Radikale greifen sowohl die Tumorzellen als auch die umliegenden gesunden Zellen an. Während die Tumorzellen aufgrund der Strahlen-Fokussierung auf das befallene Gewebe vollständig zugrunde gehen, werden die Normalzellen je nach Abstand zum Bestrahlungsfeld mehr oder weniger geschädigt. Bei jeder Zellschädigung entstehen jedoch freie Radikale, die sich über das Plasma im Körper verteilen und so sekundär weitere gesunde Zellen angreifen. Das systemisch verabreichte vierwertige Selen (Se4+) fängt die Radikale im Extrazellulärraum ab und schützt so vor sekundärer Zerstörung gesunder Zellen.
Wir geben zu bedenken, dass es keinerlei Literaturhinweise gibt, die den befürchteten Effekt einer Schutzwirkung von Selen auf Tumorzellen nahe legen. Dagegen existieren zahlreiche Hinweise dafür, dass Tumorzellen anders auf Selen reagieren als gesunde Zellen und dass Tumorzellen durch Selen eher empfindlicher für die Standardtherapie werden, aber auf jeden Fall nicht geschützt werden. So wies die Arbeitsgruppe um Prof. Dörr (Dresden) nach, dass mit Selenit behandelte Normalgewebszellen bei Bestrahlung eine höhere Überlebensrate aufwiesen als Nichtbehandelte. In Tumorzellen war diese radioprotektive Aktivität hingegen nicht nachweisbar. Ein anderer Versuchsansatz von Prof. Bamberg (Tübingen) zeigte sogar, dass selenitbehandelte Tumorzellen empfindlicher auf Strahlung reagieren. Dr. Sagowski (Hamburg) schließlich konnte nachweisen, dass Selen ebenso wie Amifostin die Wirksamkeit einer Bestrahlung nicht einschränkt. Und eine aktuelle Untersuchung von Dr. Mücke (Wiesbaden) konnte bei Patientinnen mit Unterleibstumoren zeigen, dass unter Natriumselenitgabe weniger häufig durch die Bestrahlung bedingte Durchfälle auftraten.
Aufgrund dieser zahlreichen Forschungsergebnisse kann die GfBK daher der Empfehlung nicht folgen, Selen während Strahlentherapie nicht einzusetzen.
Selen während Strahlentherapie?
Ich bin an einem Unterleibstumor operiert und bekomme eine Strahlentherapie im Beckenbereich. Ich wollte eigentlich Selen nehmen, um die Nebenwirkungen ab zu lindern; aber mir ist geraten worden, dies auf keinen Fall während einer Strahlentherapie zu tun, da Selen die Tumorzellen vor der Bestrahlung schützen würde. Was können Sie mir raten? (Signal 2/2011)
Die Gabe von Selen als anorganisches Selen während Strahlentherapie ist insofern sinnvoll, als das vierwertige Selen oder Natriumselenit (Se4+) als Radikalfänger im Wesentlichen die gesunden Zellen vor Schädigung schützt, da die während einer Strahlentherapie entstehenden freien Radikale sowohl die Tumorzellen als auch die umliegenden gesunden Zellen angreifen. Während die Tumorzellen aufgrund der Strahlen-Fokussierung auf das befallene Gewebe vollständig zugrunde gehen, werden die Normalzellen je nach Abstand zum Bestrahlungsfeld mehr oder weniger geschädigt. Bei jeder Zellschädigung entstehen jedoch freie Radikale, die sich über das Plasma im Körper verteilen und so sekundär weitere gesunde Zellen angreifen. Das systemisch verabreichte vierwertige Selen oder Natriumselenit(Se4+) fängt die Radikale im Extrazellulärraum ab und schützt so vor sekundärer Zerstörung gesunder Zellen.
Wir geben zu bedenken, dass es keinerlei Literaturhinweise gibt, die den befürchteten Effekt einer sogenannten Schutzwirkung von Selen auf Tumorzellen nahe legen. Dagegen existieren zahlreiche Hinweise dafür, dass Tumorzellen anders auf Selen reagieren als gesunde Zellen und dass Tumorzellen durch Selen sogar eher empfindlicher für die Standardtherapie werden, aber auf jeden Fall nicht geschützt werden. So haben die Arbeitsgruppe um Prof. Rodemann Dörr (Dresden) et al. nachgewiesen, dass mit Selenit behandelte Normalgewebszellen bei Bestrahlung eine höhere Überlebensrate aufwiesen als Nichtbehandelte. In Tumorzellen war diese radioprotektive Aktivität hingegen nicht nachweisbar. Ein anderer Versuchsansatz von Prof. Bamberg (Tübingen) zeigte sogar, dass Natriumselenitbehandelte Tumorzellen empfindlicher auf Strahlung reagieren (Hehr et al. 1999). Dr. Sagowski (Hamburg) schließlich konnte nachweisen, dass Selen ebenso wie Amifostin die Wirksamkeit einer Bestrahlung nicht einschränkt. Und eine aktuelle Untersuchung von Dr. Mücke (Lemgo) konnte bei Patientinnen mit Unterleibstumoren zeigen, dass unter Natriumselenitgabe weniger häufig durch die Bestrahlung bedingte Durchfälle auftraten (Muecke et al. / International Journal of Radiation Oncology Biology Physics 2010). Im Rahmen diese Studie konnte sogar gezeigt werden, dass die hoch dosierte Selengabe mit 500µg an den Bestrahlungstagen und 300 µg an den bestrahlungsfreien Tagen die Wirksamkeit der Strahlentherapie nicht negativ beeinflusst. So lag die 5-Jahres-Überlebensrate der mit Selen behandelten Frauen sogar leicht über der Überlebensrate der Kontrollgruppe (94,1 versus 86,1 Prozent). Insofern sollte eine zusätzliche Selengabe heute zur Standard-Begleittherapie während Strahlentherapie gehören.
Vitamine während Bestrahlung
In einem Artikel einer Zeitschrift für Krebskranke habe ich gelesen, dass ein renommierter Ernährungsexperte, Herr Prof. Dr. Biesalski zwar grundsätzlich bei Tumorleiden die Anwendung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen befürwortet, von der Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen unter Chemo- und Strahlentherapie aber abrät. Gefährde ich den Erfolg meiner Strahlentherapie, wenn ich zusätzlich bei der Behandlung Vitamine einnehme? (Signal 4-2004)
Prof. Biesalski empfiehlt in seiner Aussage völlig zu Recht die Einnahme von Antioxidantien (d.h. Vitaminen und Spurenelementen) bei operativen Eingriffen und mit deutlichen Einschränkungen auch bei belastenden Therapien (wie z. B. Strahlentherapie oder Chemotherapie). Auf die Frage nach dem nötigen zeitlichen Abstand antwortet Biesalski allerdings etwas verwirrend: "Patienten dürfen die Ernährung bis unmittelbar vor der Behandlung mit antioxidativen Vitaminen ergänzen. Nach Abschluss einer Bestrahlung darf man sofort wieder beginnen, nach einer Chemotherapie muss man drei Tage warten." Durch Untersuchungen ist bekannt, dass der Bedarf an Antioxidantien während belastender Therapien ansteigt. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass durch Schädigungen der Darmschleimhaut essentielle Nährstoffe nur ungenügend aufgenommen werden können. In Studien an Patienten konnte eine Beeinträchtigung der Wirksamkeit von schulmedizinischen Therapien durch Gabe von Antioxidantien jedoch nicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen reduziert die Nebenwirkungen belastender Therapien, wie z. B. der Schleimhäute. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass z. B. durch die Gabe von Selen gesunde Zellen vor Strahlung geschützt, Tumorzellen hingegen strahlensensibler werden. Insofern können wir der Empfehlung nicht folgen, unter laufender Therapie keine Antioxidanzien einzunehmen. Vorsicht gegeben ist lediglich bei der Einnahme von hochdosierten Gaben von Vitamin B12 (ab 100µg pro Tag) während laufender Chemotherapie, da Vitamin B12 an Zellteilungsprozessen beteiligt ist und dadurch sich schnell teilende Zellen, wie z.B. Blutzellen oder Krebszellen unterstützen kann. In den hier in Deutschland erhältlichen Nahrungsergänzungspräparaten ist Vitamin B12 aber meist nur in niedrigen Dosierungen enthalten. Weitere Ausnahmen: Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen sollten erst wieder etwa 48 Stunden nach Chemotherapie gegeben werden. Selen jedoch kann unproblematisch unmittelbar vor der Chemotherapie auch hochdosiert als Infusion verabreicht werden, um die Verträglichkeit einer Chemotherapie zu verbessern und Belastungen zu minimieren. Orale Vitaminkombinationen können jedoch unbedenklich während einer Chemo- oder Strahlentherapie eingenommen werden. Unterstützt werden sollte dies durch eine vitalstoffreiche Ernährung bevorzugt mit Vollkorngetreide und -produkte (nicht zu grob!); Rohkost (in kleinen Mengen); Biogemüse; naturbelassene pflanzliche öle und Fette (insbesondere Olivenöl und Leinöl).
Anthroposophische Medizin
Durch meine Kinder habe ich sehr positive Erfahrungen mit der Anthroposophischen Medizin gemacht. Nun bin ich selbst an einem Ovarialcarcinom erkrankt, wurde inzwischen operiert und soll in Bälde eine Chemotherapie durchführen. Welche Meinung haben Sie über die anthroposophische Medizin insbesondere im Hinblick auf Tumorerkrankungen? (Signal 2/2002)
Die GfBK sieht die anthroposophische Medizin als wichtige Wegbereiterin für ein ganzheitliches Denken in der Medizin. Im Bereich der Tumorerkrankungen verdanken wir ihr die Misteltherapie als inzwischen am häufigsten angewandten biologischen Therapie-verfahren, insbesondere zur Aktivierung des Immunsystems und Verbesserung der Lebensqualität. Die künstlerischen Therapien Plastizieren, Malen, Musizieren wie auch die Eutonie sind wichtige Methoden zur Harmonisierung der Seele und somit zur Stärkung der Selbstheilungskräfte. Nur die Ernährungsratschläge der anthroposophischen Medizin werden von uns eher skeptisch gesehen, da gerade Tomaten und Kartoffeln aufgrund ihres Reichtums an sekundären Pflanzenstoffen sehr gesundheitsfördernd sind. Bei stationärer Behandlung in einer anthroposophischen Kliniken erfährt die (der) Erkrankte eine verstärkte persönliche Zuwendung und Betreuung, ausgerichtet an dem Menschenbild des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Adressen von anthroposophischen Kliniken finden Sie unter "Kliniksuche".
Bachblüten
Nach einer Brustkrebs-Operation unterziehe ich mich aktuell einer Strahlentherapie. Da ich durch die Erkrankung und die Therapie seelisch und körperlich belastet bin, wurde mir von einer Heilpraktikerin unterstützend die Bach-Blütentherapie empfohlen. Was versteht man darunter und inwiefern kann mir diese Therapie helfen? (Signal 3-2003)
Die Bach-Blütentherapie basiert auf den Erkenntnissen des englisches Arztes Edward Bach.Demnach können homöopathische Aufbereitungen wässriger Auszüge von 38 verschiedenen Blüten wild wachsender Pflanzen und Bäume bei der Auflösung seelischer Disharmonien und blockierter Energiepotentiale unterstützend auf den Gesamtorganismus wirken. Er ging davon aus, dass fast alle Patienten in einer jeweils typisch-individuellen Gemütshaltung auf Krankheiten reagierten. Hilfe zur Selbsthilfe ist der Kerngedanke der Bachblütentherapie. Im Gegensatz zu homöopathischen Hochpotenzen, die nur von erfahrenen Homöopathen verordnet werden sollten, sind Bachblüten völlig ungefährlich und heftige Reaktionen werden nicht berichtet. Als bewährte Kombination in Ihrem Fall käme eine Mischung der Blüten Nr. 2 (Aspen) und Nr. 20 (Mimulus) gegen Ängste, die Nr.1 (Agrimony) zur inneren Harmonisierung, die Nr. 10 (Crab Apple) als Reinigungsblüte, die Nr. 23 (Olive) und 37 (Wild Rose) gegen körperliche und seelische Erschöpfung und die Nr. 35 (White Chestnut) gegen ständiges Gedankenkreisen in Frage. Lassen Sie sich eine solche Mischung von Ihrer Heilpraktikerin zusammenstellen und nehmen Sie täglich 4 x 4 Tropfen direkt aus der Flasche ein. Sie können relativ rasch eine mitunter deutliche Verbesserung Ihres Allgemeinbefindens feststellen. Die Tropfen können unproblematisch zusätzlich zu anderen Medikamenten eingenommen werden, Nebenwirkungen der Bach-Blütentherapie sind nicht bekannt.
Bisphosphonate kritisch gesehen
In der Presse habe ich gelesen, dass die Gabe von Bisphosphonaten wegen möglicher Risiken nicht unproblematisch sei. Was können Sie dazu sagen? (Signal 4/2011)
Bisphosphonate sind Medikamente, die zur Behandlung von Osteoporose und darüber hinaus zur Behandlung von Knochenmetastasen eingesetzt werden. Es handelt sich um Phosphorverbindungen, die, einmal im Knochen angelangt, viele Jahre dort verbleiben und den Knochenabbau verhindern. Außerdem hemmen sie das Anhaften von Tumorzellen im Knochen, so dass Knochenmetastasen verhindert werden. Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob die Behandlung mit Bisphosphonaten auch vorbeugend, insbesondere bei Brustkrebspatienten wirksam ist.
Doch diese Substanzen sind in der Tat nicht ohne Risiken: So wurde die Gabe von oralen Bisphosphonaten schon früher mit dem Auftreten von Ösophaguskarzinomen in Verbindung gebracht. Aktuell bestätigt dies jetzt eine englische Studie an 2954 Patienten, die von Jane Green im Britischen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Dabei zeigte sich ein um 30% höheres Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu bekommen, wenn einmal ein Bisphosphonat eingenommen wurde.
Bisphosphonate sind die neuen Medikamente zur Behandlung von Osteoporose. Das Krebsrisiko stieg umso höher an, je länger Bisphosphonate eingenommen wurden. Wurden Bisphosphonate 5 Jahre und länger eingenommen, stieg das Risiko für Speiseröhrenkrebs sogar um 124%. Dies führte inzwischen seitens der Ärzteschaft allerdings nur dazu, dass empfohlen wird, diese Medikamente bei einigen Risikogruppen, wie Patienten mit einer Entzündung der Speiseröhre oder des Magens eher zurückhaltend zu verabreichen.
Bisphosphonate bergen zudem auch noch ganz andere Risiken bzw. Nebenwirkungen: So können Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen und Fieber auftreten. In seltenen Fällen (3-10%) können Bisphosphonate sogar Knochenentzündungen und -defekte im Kieferbereich hervorrufen. Das Risiko dafür ist erhöht, wenn das Immunsystem sehr geschwächt ist, gleichzeitig Behandlungen mit Chemotherapie oder Cortison nötig sind oder wenn bereits Entzündungen im Mundraum bestehen. Insbesondere chronische Zahnfleischentzündungen mit Taschenbildung und vielen Bakterien sind gefährlich. Das Risiko scheint auch abhängig von der Art des Bisphosphonats zu sein, der Dosierung und der Dauer der Therapie. Frauen, deren Osteoporose mit Bisphosphonaten behandelt wird, in der Regel mit Tabletten, haben ein viel geringeres Risiko als Tumorpatienten, die meistens mit Bisphosphonat-Infusionen behandelt werden.
Um Osteoporose, also einem Knochenschwund vorzubeugen, gibt es übrigens einfachere Maßnahmen, wie z.B. die orale Gabe von Vitamin D und Kalzium, eine effektive Säure-Basen-Regulation und ausreichend Bewegung.
Cimetidin zur Verhütung von Metastasen?
Von Bekannten habe ich gehört, dass in Amerika ein bestimmtes Magenmittel zur Verhütung von Metastasen bei Krebserkrankungen im Magen-Darmtrakt eingesetzt wird. Können Sie mir hierzu näheres sagen? (Signal 4/2011)
Wahrscheinlich ist das als Magenmittel eingesetzte Cimetidin (bekannt als Tagamet®) gemeint, das in einigen Studien erstaunliche Ergebnisse auch bei Krebspatienten gezeigt hat. Besonders gut wurde dies schon bei Patienten mit Tumoren des Magen-Darm-Traktes untersucht.
Cimetidin reduziert die Bildung von Magensäure, indem es die Histamin-(H2)-Rezeptoren an den säurebildenden Zellen der Magenschleimhaut blockiert und dadurch nicht mehr genügend Magensäure gebildet wird. Daher wird Cimetidin häufig zur Behandlung von Magenbeschwerden verschrieben. Es hat aber auch noch andere Wirkungsweisen: Bereits 1988 wurde eine interessante Beobachtung gemacht, dass Patienten mit einem Magenkarzinom, die zusätzlich mit Cimetidin behandelt wurden, ein besseres und längeres Ansprechen auf die Chemotherapie hatten als Patienten, die kein Cimetidin erhielten. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass dies vor allem auf die immunologischen und antientzündlichen Wirkungen von Cimetidin zurückzuführen ist.
Auch andere klinische Studien bestätigten die Anti-Tumor-Wirkung bei Darmkrebs-betroffenen: So erhielten in einer 1994 durchgeführten Studie Patienten mit Kolonkrebs 7 Tage vor und 2 Tage nach der Operation Cimetidin mit 2 x 400 mg als Tablette. Diese Maßnahme allein reduzierte die 3-Jahressterblichkeit von 41% auf 7%.
Auch eine andere qualitativ seht hochwertige Studie zeigte, dass Magenkrebspatienten, die Cimetidin erhalten hatten, im Vergleich zur Gruppe, die kein Cimetidin erhielten, deutlich länger lebten. Selbst bei den Glioblastomen, einer Gruppe von sehr aggressiv wachsenden Hirntumoren, zeigte Cimetidin im Tierversuch bessere Überlebensraten. Möglicher Hintergrund der Wirkungsweise von Cimetidin könnte die Beeinflussung des Histaminrezeptors sein, da viele Tumorarten, besonders nach chirurgischen Eingriffen, Histamin freisetzen, was wiederum eine Schwächung des Immunsystems bewirkt.
Leider ist Cimetidin bei vielen Ärzten nicht für dessen krebshemmende Wirkung bekannt. Und da man das Präparat nicht mehr patentieren kann, fehlen weitere aussagekräftige Studien. Unserer Ansicht nach stellt Cimetidin möglicherweise bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs vor und nach Operation ein geeignetes Medikament dar, um das Abwehrsystem zu unterstützen. Bei anderen Tumorarten ist ein ähnlicher Effekt denkbar, aber noch nicht in Studien untersucht worden.
Ob Cimetidin allerdings besser als andere natürlich vorkommende ähnlich wirksame Stoffe ist, muss offen bleiben. So könnte die Gabe von pflanzlichen Entzündungshemmern, wie z.B. Omega-3-Fettsäuren, Gelbwurz (Kurkuma) oder Weihrauch (Bowelliasäuren) durchaus eine Alternative zum Cimetidin darstellen.
Hautkrebs - Tumorimpfung
Ich habe Hautkrebs und soll eine Interferontherapie durchführen. Nun wurde mir von anderer Seite eine Tumorimpfung empfohlen. Was halten Sie davon? (Signal 4/2012)
Um der Bildung von Metastasen vorzubeugen, wird oftmals eine vorbeugende (adjuvante) Behandlung mit Zytokinen durchgeführt, meistens mit Interferon alpha. Ein Überlebensvorteil durch die Zytokintherapie konnte trotz unzähliger Studien nicht nachgewiesen werden. Lediglich bei sehr dicken, ulzerierten Primärtumoren und Mikrolymphknotenmetastasen kann ein geringer Überlebensvorteil erreicht werden. Dieser Effekt muss aber durch zum Teil sehr starke Nebenwirkungen erkauft werden. Forscher deuten immer mehr an, dass eine Alternative zur Therapie mit Interferon alpha in Zukunft die Tumorimpfung sein könnte. Auf diese Therapie sprechen Krebspatienten sehr oft deutlich besser an als auf eine Chemotherapie, in Einzelfällen können sogar Metastasen zum Verschwinden gebracht werden. Die Impfung wird mit Zellen aus dem Krebsgewebe des Patienten durchgeführt. Dieses wird ihm zuvor bei der Operation oder durch gesonderte Eingriffe entnommen. Die Tumorimpfung soll vor allem das Auftreten von Metastasen oder Rückfällen verhindern oder verzögern (Rezidiv-Prophylaxe nach der Operation). In klinischen Studien wird die Impfung meistens erst eingesetzt, wenn die Chemo-Immuntherapie fehlgeschlagen ist. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Impfung oder andere Immuntherapien wirksamer sind, wenn vorher keine Chemotherapie erfolgte. Außerhalb von Studien und auf Wunsch des Patienten kann der Impfstoff von speziellen Labors hergestellt werden (siehe GfBK-Info Tumorimpfung). Einziger Wermutstropfen: Von den meisten Kassen werden die hohen Kosten nicht übernommen. Interessierte Patienten können sich an die Universitätshautklinik in Erlangen wenden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 09131 85 45833. In Erlangen werden vor allem Patienten mit Metastasen behandelt. Da Melanome zu den Tumorarten gehören, die gut auf Immuntherapien ansprechen, eignen sich zur allgemeinen Aktivierung des Abwehrsystems auch Mistel- oder Thymuspräparate. Mistel steigert die Produktion von körpereigenen Zytokinen, ähnlich denen, die in der adjuvanten Therapie verwendet werden. Erfahrungsberichte zeigen, dass sich dadurch vor allem in den Stadien I und II die Bildung von Metastasen verhindern oder verzögern lässt. Meistens werden diese Immuntherapien über mehrere Jahre durchgeführt, um anhaltende Effekte zu erreichen. Auch Vitamine und Spurenelemente helfen, das Abwehrsystem zu stärken. Erstaunlich sind im Zusammenhang die Ergebnisse einer Untersuchung an 872 Hautkrebspatienten: Bei höheren Vitamin-D-Werten hatten sie dünnere Tumore, ein geringeres Rückfallrisiko und ein verbessertes Gesamtüberleben (Newton et al. / J Clin Oncol 2009). Neben einer Therapie mit Mistel, Thymus etc. kann daher die Gabe von hoch dosierten Vitaminen, v.a. Vitamin D und Selen, sinnvoll sein.
Ölkauen – eine Entgiftungstherapie?
Ich habe infolge einer chemotherapeutischen Behandlung immer wiederkehrende Entzündungen der Schleimhaut im Mundbereich. Nun habe ich vom sogenannten Ölziehen gehört? Wie kann ich dies anwenden und was kann ich lokal sonst noch für meine Schleimhäute tun? (Signal 1-2009)
Das Ölkauen kann bei Krebserkrankungen angewandt werden und dazu beitragen, den Organismus nach belastenden Therapien zu entgiften. Zusätzlich hilft es bei Schleimhautproblemen im Mundbereich infolge einer Chemo- oder Strahlentherapie und ist insbesondere bei Tumoren im Mund-Rachen-Raum empfehlenswert.
Nach Dr. Karach besteht der Grundsatz dieses Verfahrens darin, einfach Öl in der Mundhöhle zu schlürfen und zu saugen. Während dieses Vorgangs wird der Stoffwechsel angeregt. Positive lokale Effekte zeigen sich auch in der Festigung lockerer Zähne, dem Unterbinden von Zahnfleischbluten und dem sichtbaren Weißwerden der Zähne.
So wird die Öltherapie durchgeführt: Nehmen Sie mindestens einen Teelöffel, höchstens einen Esslöffel eines Pflanzenöls in den Mund. Optimal geeignet ist Sonnenblumenöl. 15 bis 20 Minuten lang wird das Öl langsam gesaugt, gespült und durch die Zähne gesogen. Das macht man am besten morgens vor dem Frühstück. Will man die Wirkung verstärken, wird das Ölkauen dreimal täglich vor dem Essen und mit leerem Magen wiederholt. Schlucken Sie das Öl nicht hinunter! Wenn das anfangs dickflüssige Öl dünnflüssiger wird, soll es ausgespuckt werden. Die Flüssigkeit ist dann so weiß wie Milch. Falls sie noch gelb sein sollte, war das Spülen von zu kurzer Dauer. Nach dem Ausspucken ist es wichtig, dass man die Mundhöhle mehrmals gründlich mit Wasser spült die Zähne putzt und das Waschbecken reinigt, denn in der Flüssigkeit befinden sich große Mengen von Bakterien, verschiedene Krankheitserreger und andere schädliche Substanzen.
Neben dem Ölziehen könne Sie lokal z.B. vor dem Herunterschlucken Selen-Trinkampullen im Mund spülen bzw. wie beim Ölziehen etwas hin -und her kauen. Außerdem ist wie bei jedem Krebspatienten eine Sanierung der Zähne und insbesondere eine Entfernung von Amalgamfüllungen empfehlenswert (siehe auch GfBK-Info: Ganzheitliche Zahnmedizin).
Palliative Begleitung
Mein Vater (75 Jahre alt) wurde wegen eines inoperablen Bronchial-Carcinoms (Lungenkrebs) mit einer Chemotherapie behandelt. Nach zwei Zyklen traten derart massive Nebenwirkungen auf, dass die Chemotherapie abgebrochen wurde. Was können wir im häuslichen Umfeld noch für ihn tun? (Signal 2-2003)
Die ärztliche Versorgung im häuslichen Umfeld sollte eine stets ausreichende Schmerztherapie beinhalten sowie bei Problemen in der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme eine entsprechende Nahrungsergänzung durch Infusionen umfassen. Weiterhin können über eine Sauerstoff-Inhalationstherapie, eine täglich praktizierte Misteltherapie und über den Einsatz von Bach-Blüten-Notfalltropfen (Rescuetropfen) die Lebensqualität und die Psyche des Erkrankten entscheidend stabilisiert werden. Ein einfühlsamer Fußreflexzonentherapeut kann auch sinnvoll zur Entspannung Ihres Vaters beitragen. Schließlich sollten Sie nicht vergessen, dass geeignete Musik, die Ihren Vater anspricht, sowohl Angstgefühle vermindern wie auch spirituelle Dimensionen öffnen kann. Ein mögliches Therapiekonzept "Häusliche Versorgung Tumorerkrankter im Endstadium" können Sie auf Anfrage bei der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr erhalten.
Redifferenzierungstherapie – neue Hoffnung bei fortgeschrittenem Krebsleiden?
Nach einer Darmkrebs-OP vor fünf Jahren mit nachfolgender Chemotherapie wegen befallener Lymphknoten wurden bei mir Anfang 2005 Lebermetastasen diagnostiziert. Trotz umfangreicher therapeutischer Bemühungen mit LITT (Laser induzierter Thermotherapie) und erneuter Chemotherapie hat die Lebermetastasierung leider zugenommen. Nun setze ich meine ganze Hoffnung auf die „Redifferenzierungstherapie nach Dr. Kremer”. Wie ist Ihre Meinung dazu? (Signal 1/2007)
Immer wieder werden neue interessante Behandlungskonzepte in den Medien zur Diskussion gestellt und wecken natürlich das Interesse von betroffenen Krebskranken. Im Zellsymbiose-Konzept von Dr. Kremer wurden 2001 sechs besonders bedeutsame Eigenschaften von Krebszellen aufgeführt, die nach seinen Erkenntnissen einen dauerhaften Therapieerfolg erschweren:
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Zellteilung auch ohne externe Wachstumssignale,
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Wachstum trotz Stopp-Signal der Nachbarzelle,
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Umgehen des normalen Selbstzerstörungsprogramms ,
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Stimulation der Neubildung von Blutgefäßen,
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Gewinn potenzieller Unsterblichkeit sowie
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Invasion und Bildung von metastasierenden Tochterzellen.
Aus diesen Erkenntnissen und daraus abgeleiteten biochemischen Reaktionsketten im Organismus entwickelte Dr. Kremer seine sogenannte Redifferenzierungstherapie. Vereinfacht ausgedrückt soll aufgrund seiner Theorie eine Krebszelle wieder in eine normale Körperzelle zurückdifferenziert werden.
Die therapeutischen Vorgaben beinhalten dabei hauptsächlich Nahrungsergänzungsmittel bzw. antioxidativ wirksame Substanzen („Radikalenfänger”) wie z. B. Quercetin, Curcumin, Glutathion und als Enzymmuster Bromelain, die in der komplementären Onkologie schon zum Teil seit längerem angewandt werden.
Präparate und Originaldosierungsvorgaben nach Dr. Kremer können über folgende Adresse nachgefragt werden: www.mecoline.de. Bitte bedenken Sie aber, dass es sich hier nicht um eine neutrale Informationsstelle, sondern um Herstellerangaben handelt.
Wer mehr über die Redifferenzierungstherapie nachlesen will, kann dies im Fachbuch von Dr. Kremer: „Die stille Revolution der Krebs- und Aids-Medizin”, erschienen im Ehlers-Verlag, ISBN 3-934196-14-6, tun.
Von Seiten der GfBK fällt eine Nutzen-Risiko-Bewertung der eingesetzten Präparate zurückhaltend aus. Trotz einiger positiver klinischer Untersuchungen für einzelne Substanzen liegen das Gesamtkonzept betreffend weder ausreichend wissenschaftlich aussagefähige Ergebnisse oder genügend überzeugende Erfahrungswerte von ärztlichen Anwendern vor. Auch wenn das gedankliche Modell dieser Therapieform für uns durchaus plausibel klingt und Sie keine schädlichen Nebenwirkungen befürchten müssen, ist die Anwendung im Einzelfall genau zu prüfen. In Ihrer speziellen Situation empfehlen wir Ihnen eine Beratung durch den ärztlichen Beratungsdienst der GfBK, aus dem Sie bewährte biologische Therapievorgaben in Ihrem Erkrankungsfall erwarten können.
Vitamin C – sinnvolles Aufbaumittel ?
Mein Heilpraktiker hat mir zum Aufbau Vitamin-C-Kuren als Infusionen empfohlen. Können Sie dies auch empfehlen und was sollte man dabei beachten? (Signal 3/2008)
Krebspatienten leiden besonders häufig an Vitamin-C-Mangel, aber die meisten wissen es nicht. Besonders nach einer klassischen Behandlung mit Operation, Strahlen- oder Chemotherapie ist der Verbrauch an Vitamin C so hoch, dass der Vitamin-C-Spiegel unter die Nachweisgrenze sinken kann. Jeder 30. Krebspatient entwickelt sogar die Vitamin-C-Mangel-Erkrankung Skorbut, an der früher Seefahrer erkrankten, die monatelang ohne frisches Obst und Gemüse auskommen mussten. Diese Mangelerscheinungen lassen sich durch eine Hochdosis-Vitamin-C-Infusion vermeiden. Außerdem verbessert sich die Lebensqualität der Patienten deutlich. Das belegt eine Studie an 788 Brustkrebspatientinnen, in der 409 Frauen nach der Operation zusätzlich zur konventionellen Behandlung 7,5 g Vitamin C erhielten, das in der Regel ein bis zweimal pro Woche über einen Zeitraum von 6 Monaten injiziert wurde. Die anderen 379 Patientinnen bildeten die Kontrollgruppe. Die Ergebnisse sprachen eindeutig für die Vitamin-C-Behandlung: Diese Patientinnen waren in einem besseren Allgemeinzustand und auch ihr psychisches Befinden war deutlich besser.
Bereits vor etwa 30 Jahren haben erste klinische Studien ergeben, dass Krebspatienten von intravenös verabreichtem Vitamin C profitieren können. So berichteten Cameron und Pauling in der 70er Jahren, dass hoch dosiertes Vitamin C die Überlebenszeit von Krebspatienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen verlängert. Den Patienten wurden 10 g Vitamin C pro Tag gespritzt. Wie so oft wurde auch diese Studie wegen ihres Aufbaus heftig kritisiert: Die Patienten, welche das Vitamin C erhielten, waren nicht zufällig bestimmt worden (keine Randomisierung). Außerdem äußerten Kritiker Zweifel an der Vergleichbarkeit mit der Kontrollgruppe.
Daraufhin führte kurze Zeit später die Mayo-Klinik zwei Studien durch, in der ebenfalls 10 g Vitamin C gegeben wurden. Diese Studie entsprach den Kriterien der Kritiker. Die Ergebnisse zeigten hier aber keine Wirkung des Vitamin C gegen Krebs, sie standen im Widerspruch zu der vorangegangenen Studie. Allerdings gab es einen entscheidenden Unterschied: Cameron und Pauling hatten das Vitamin gespritzt und damit den Magen-Darm-Trakt umgangen. Die Studien der Mayo-Klinik waren jedoch mit Vitamin-C-Präparaten zum Schlucken durchgeführt worden.
Diese Ergebnisse untermauerten die Vermutung, wonach hoch dosiertes Vitamin C gespritzt werden sollte, um eine Wirkung gegen Krebs zu entfalten, denn die Kapazität des Darms zur Aufnahme von Vitamin C ist begrenzt. Eine aktuelle Studie von Levine hat außerdem gezeigt, dass hoch dosiertes Vitamin C Krebszellen unschädlich macht, während gesunde Zellen unbehelligt bleiben. Ein möglicher Wirkungsmechanismus könnte sein, dass sich unter Vitamin-C-Einfluss in Krebszellen vermehrt zellschädigendes Wasserstoffperoxyd bildete. Offensichtlich wirkt Vitamin C im Tumorgewebe anders als in gesunden Zellen.
Eine kurmäßige hoch dosierte Verabreichung von Vitamin C als Infusion hat sich insbesondere zur Stärkung des Allgemeinbefindens und zur Tumorabwehr bewährt. In der Nachsorge und bei Metastasen wird hoch dosiertes Vitamin C insbesondere bei stark geschwächten Patienten über zunächst 8-10 Infusionen angewandt.
Patienten mit Nierensteinen sollten zunächst vorsichtig mit der Einnahme großer Mengen von Vitamin C sein. Sprechen Sie in diesem Fall immer mit Ihrem behandelnden Arzt.
Hersteller empfehlen außerdem, Vitamin C zeitversetzt zur Chemotherapie zu verabreichen, da klinische Daten über mögliche Wechselwirkungen bisher nicht vorliegen. Wird Vitamin C vor der Chemotherapie als Infusion gegeben, sollte der Abstand mind. 24 Stunden betragen. Bei Vitamin C-Infusionen nach der Chemotherapie empfehlen die Hersteller einen Abstand von mindestens 3 bis 4 Halbwertszeiten der angewendeten Chemotherapeutika. Außerdem sollte Vitamin C nicht zusammen mit anorganischem Selen verabreicht werde, da sich deren Wirkungen sonst gegenseitig aufheben. Hier wird ein Abstand von mindestens 2 Stunden empfohlen.
Was sind Angiogenese-Blocker
Als ein bisher erfolgreich behandelter Krebskranker (Gehirntumor mit Operation und Bestrahlung vor etwa 6 Jahren) verfolge ich mit Interesse die Veröffentlichungen über Fortschritte in der Krebsforschung. Neuerdings lese ich öfter über sogenannte "Angiogenese-Blocker". Was ist darunter zu verstehen?
Schon ein winziger Tumor von einem Millimeter Größe muss an das Blutsystem angeschlossen werden, um mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt zu werden. Dazu schüttet er Stoffe aus, die dafür sorgen, dass vom bestehenden Gefäßsystem Adern in den Tumor einwachsen. Dieser Prozess heißt Angiogenese. Wenn man diesen Prozess stoppen kann, wird der Tumor nicht mehr durchblutet. Er wird am Wachstum gehindert, und wird günstigstenfalls von jeglicher Blutversorgung abgeschnitten, sodass er verschwindet. Darum richtet sich die Forschung vermehrt auf Stoffe, die dazu eingesetzt werden können, den Tumor daran zu hindern, eigene Blutgefäße auszubilden. über die neu entstandenen Wege wird der Tumor aber nicht nur versorgt, sondern es können außerdem Tumorzellen in die Blutbahn gelangen und Metastasen bilden. Da die Entstehung von Metastasen in erster Linie von der Angiogenese abhängt, wäre eine Blockierung der Angiogenese ein großer Erfolg. Jetzt steht Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs eine Antikörpertherapie zur Verfügung: Ein Medikament mit diesem neuen Wirkprinzip, Bevacizumab, verhindert die Bildung neuer Blutgefäße, über die sich der Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt - der Tumor wird regelrecht ausgehungert. Diese neue Waffe gegen den Krebs kann Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs ein deutlich längeres Leben ermöglichen. In Tierexperimenten ist die Wirksamkeit von Stoffen, die dazu in der Lage sind, bei Lungenkrebs bereits nachgewiesen. In Freiburg gibt es auch schon eine klinische Studie, bei der vor allem die Verträglichkeit eines neuentwickelten Antiangiogenese-Blockers geprüft wird. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Tabletten gut vertragen werden, dass der Tumor zu wachsen aufhört und in einigen Fällen sogar zurückgeht. Demnächst wird eine europäische Studie mit SU5416 anlaufen, einem Stoff, mit dem in Amerika bereits ermutigende Ergebnisse bei Darmkrebs erzielt wurden.
Wie lange dauert die Therapie?
Vor einem Jahr hatte ich eine Totaloperation der Prostata. Seither führe ich konsequent nach Empfehlungen der GfBK ein "Biologisches Therapiekonzept" mit verschiedenen Schwerpunkten durch. Wie lange ist ein solches Programm eigentlich angesagt? (Signal 2-2003)
Diese Fragestellung lässt sich keinesfalls pauschal beantworten. Die beiden ersten Jahre nach Diagnosestellung einer Tumorerkrankung gelten allgemein als Zeitraum, in dem am häufigsten ein Rezidiv (Krankheitsrückfall) oder eine Metastasierung (Tochtergeschwülste) auftreten können. Daher sollten Sie Ihr biologisches Programm zumindest in diesem Zeitraum konsequent durchführen. Danach sind je nach individueller Bewertung, insbesondere was den bisherigen Verlauf der Erkrankung, die therapeutischen Massnahmen der konventionellen Medizin und Ihren aktuellen Allgemeinzustand betrifft, Veränderungen des Therapiekonzeptes sinnvoll. Hierbei wird sicher eine Reduzierung der biologischen Massnahmen im Sinne einer verstärkten Intervalltherapie und längeren Behandlungspausen zu diskutieren sein. Bei gewünschten Therapieänderungen empfehlen wir Ihnen diese in Absprache mit Ihrem/r Therapeuten/-in oder dem ärztlichen Beratungsdienst der GfBK vorzunehmen.
Wo finde ich einen Arzt?
Nach einer Ovarial-Ca-Erkrankung mit Operation und Chemotherapie möchte ich gerne langfristig konsequent ein biologisch-komplementäres Therapieprogramm durchführen. Die ausführlichen Detailinformationen Ihrer Gesellschaft haben mich darin bestärkt und sehr überzeugt. Nun bin ich auf der Suche nach einer geeigneten ambulanten Versorgung, d. h. einer kompetenten Praxis, die mich bei der Umsetzung Ihrer Empfehlungen unterstützt. Ist es sinnvoll, eine onkologische Schwerpunktpraxis bzw. eine Onkologin oder einen Onkologen damit zu betrauen? (Signal 2-2003)
Unsere biologischen Therapieempfehlungen umzusetzen bedeutet zunächst einmal, dass Sie recht viel selbständig durchführen können. Dennoch ist die Anbindung an eine dafür aufgeschlossene und kompetente ärztlich Praxis sinnvoll und zweckmäßig. Neben Rezepten und ärztlichen Bescheinigungen benötigen Sie bei verschiedenen Immuntherapien in gewissen Abständen auch Laboruntersuchungen über Ihr Immunsystems. Die Realität ist leider, dass in den onkologischen Schwerpunktpraxen und bei Ärztinnen/Ärzten mit der Zusatzbezeichnung Onkologie immer noch zu häufig ein ausschließlich schulmedizinisches Vorgehen befürwortet wird und unsere Vorschläge sehr prinzipiell abgelehnt werden. Im Hinblick auf die Umsetzung unserer Empfehlungen ist es daher oft besser eine Ärztin oder einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren aufzusuchen. Am wichtigsten allerdings ist es - unabhängig davon welche Ausrichtung eine Praxis hat -, dass Sie zu Ihrem betreuenden Arzt ein gutes Vertrauensverhältnis haben und sich als Mensch mit Leib und Seele angenommen fühlen. Nur wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin all Ihren Fragen mit Offenheit begegnet und Sie sich nicht nur als ein Fall betrachtet fühlen ist eine gute Vertrauensbasis möglich. Hier finden Sie die Therapeutensuche auf unserer Internetseite.
Wundermittel bei Krebs
Eine Bekannte von mir ist an Darmkrebs mit Lebermetastasen erkrankt. Von Anfang an versuchte ich, sie für ein ganzheitliches Therapiekonzept zu interessieren. Leider bisher ohne Erfolg. Stattdessen sucht sie täglich im Internet, in Fernsehsendungen und in der Presse nach Wundertherapien, die ihre Prognose entscheidend verbessern sollen. Wie bewerten Sie diese Einstellung? (Signal 3/2001)
Wir registrieren seit geraumer Zeit leider eine Entwicklung, die Ihren Schilderungen entspricht. Statt ein sinnvolles und ausgewogenes biologisches Therapiekonzept in Ergänzung der schulmedizinischen Therapie durchzuführen, verwenden viele Erkrankte zu viel Zeit, Energie und Geld, um verschiedene sogenannte Wundertherapien aufzuspüren und durchzuführen. Viel hilft nicht immer viel! Bei jeder Tumorerkrankung und in jedem Stadium besteht die Möglichkeit einer Orientierungshilfe über sinnvolle und bewährte Therapiemöglichkeiten durch die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr (GfBK). Versuchen Sie, Ihre Bekannte zu motivieren, den ärztlichen Beratungsdienst der GfBK zu konsultieren. Die Beratungszeiten sind montags bis donnerstags von 9.30 bis 16.00 Uhr, freitags 9.30 bis 15.00 Uhr und mittwochs 9.30 bis 19.00 Uhr.
Wundermittel Ukrain?
In einer Fernsehsendung wurde unlängst ein Präparat mit dem Namen Ukrain angepriesen. Angeblich könne man damit Tumorerkrankungen heilen. Was halten Sie davon?
Das Präparat Ukrain wird aus Essenzen des Schöllkrauts (lateinisch Chelidonium) hergestellt. Schöllkraut ist eine in unserem Kulturkreis sehr bekannte Heilpflanze und hat sich speziell bei Erkrankungen der Leber bewährt. Bei Tumorerkrankungen eingesetzt, zerstöre Ukrain nach Angaben des Herstellers Krebszellen, indem es die Zellteilung hemmt. Zellen von gesundem Gewebe blieben dabei unbeeinflußt. Weiterhin soll Ukrain das Immunsystem stärken und die Neubildung von tumorversorgenden Blutgefäßen hemmen. Es sei absolut ungiftig und ohne Nebenwirkungen. In der Regel würde Ukrain intravenös injiziert. Die Dosierung richte sich nach dem Grad der Erkrankung und sei deshalb individuell unterschiedlich. Bisher liegen keine Studienergebnisse vor, die den Effekt von Ukrain an einer entsprechend großen Zahl von Tumorerkrankten beweisen. Daher sollten nicht zuviel Hoffnung und Erwartung in dieses Präparat gesetzt werden. Keinesfalls ist es ratsam, wegen Ukrain bewährte biologische Therapien wie z.B. die Misteltherapie zu vernachlässigen bzw. abzusetzen.
Blasenkrebs durch Haarfarbe?
Eine Bekannte von mir, die an Blasenkrebs erkrankt ist, färbt sich regelmäßig die Haare. Nun habe ich gelesen, dass durch Haarefärben ein erhöhtes Blasenkrebs-Risiko wissenschaftlich nachgewiesen sei. Ist das so richtig? (Signal 4-2002)
Mit Sicherheit waren diese Färbemittel nicht alleine Ursache der Erkrankung Ihrer Bekannten. Aber: wer sich regelmäßig und ohne Unterbrechung die Haare färbt, hat nach statistischen Aussagen tatsächlich ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Gleiches gilt für Berufsgruppen, die regelmäßig mit Färbechemikalien in Berührung kommen wie z. B. Friseure. Verantwortlich dafür sind gewisse chemische Verbindungen aus den Färbemitteln, die so genannten "Arylamine", die beispielsweise auf die Blasenschleimhaut kanzerogen (= Krebs erzeugend) einwirken können. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, empfiehlt die GfBK, auf regelmäßiges Haarefärben mit chemisch-synthetischen Substanzen möglichst zu verzichten.
Erhöhtes Krebsrisiko
Kann man generell sagen, dass bestimmte Berufsgruppen ein erhöhtes Krebsrisiko aufweisen?
Nicht nur die GfBK vertritt die Meinung, dass Berufsgruppen mit über Jahre dauerndem engem und intensivem Kontakt zu sogenannten kanzerogenen (= Krebs erzeugenden) Stoffen ein erhöhtes Krebserkrankungsrisiko aufweisen. Vor allem im Zusammenhang mit ausgeprägten psychischen, genetischen und/oder weiteren Umweltbelastungen kann dieses Risiko deutlich erhöht sein. Als Beispiele sind Berufein Laboratorien, in der chemischen Industrie, in der Fotoentwicklung, in Tankstellen und chemischen Reinigungsbetrieben, im Friseurhandwerk, in Lackierbetrieben und im konventionellen Land- und Weinbau zu nennen. Tumorerkrankten aus den aufgeführten Risikogruppen ist anzuraten, sich einer umweltmedizinischen Diagnostik unterziehen. Weiterführende Informationen bekommen Sie über die interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED).
Untersuchung auf Wasseradern
Nach meiner Brustkrebserkrankung habe ich auf die Empfehlungen des ärztlichen Beratungsdienstes der GfBK in Heidelberg hin mit einem biologischen Therapiekonzept begonnen. Dazu gehört auch die Abklärung möglicher Belastungsfaktoren in Form sogenannter Herd- oder Störfelder, wie z. B. des Schlafplatz. Wie kann ich schon im Vorfeld die Fachkompetenz eines Rutengängers bzw. seine Seriosität bewerten?
Schon beim telefonischen Erstkontakt, d. h. vor einer Terminvereinbarung, sollten Sie die Fachkompetenz und Seriosität eines Rutengängers mit folgenden Fragen und Antworten abklären: Ist der Rutengänger dogmatisch und überbewertet er seine Kompetenz, dann sollten Sie seine Aussagen kritisch sehen. Der Rutengänger sollte Ihnen zusichern, dass eine Skizze des Schlafplatzes mit Ihrer Schlafposition in Bezug auf festgestellte Wasseradern, Erdstrahlen und auf beide die Erde überziehenden Gitternetze wie das Curry- und das Hartmann-Gitter angefertigt wird. Die Skizze dient dazu, Kreuzungslinien unter Ihrer Schlafposition und damit mögliche Organbelastungen aufzuzeigen. Wie hoch sind die Kosten der Untersuchung des Schlafplatzes? Maximal 150-200 Euro halten wir für zulässig. Werden Abschirmmethoden wie z. B. Kupfermatten, Korkplatten oder Edelsteine empfohlen? Ein Nein auf diese Frage ist unbedingt notwendig, da Hilfsmittel zur Abschirmung völlig nutzlos und überdies teuer sind! Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie dem Informationsblatt „Erdstrahlen” unserer Gesellschaft entnehmen.
Aspirin und Krebs
Ich nehme seit Jahren wegen eines Herzklappenfehlers Aspirin und habe nun gehört, dass dies auch Krebserkrankungen vorbeugen soll. Wie ist Ihre Einschätzung? Signal 2-2013
Inwieweit Acetylsalicylsäure (ASS®, Aspirin®) vor Krebs schützt und Metastasen verhindern kann, untersuchten drei Studien aus den Jahren 2007, 2010 und 2011. Sie wurden ursprünglich zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt. zusammengefasst zeigen sie, dass unter Einnahme von Acetylsalicylsäure die Krebssterblichkeit allgemein um 15 Prozent abnahm. Die Metastasierungsrate lag bei Patienten mit Acetylsalicylsäure nach 6,5 Jahren sogar um 36 Prozent niedriger als ohne das Medikament. Am ehesten scheint die Gabe von Acetylsalicylsäure einen Nutzen auf Darmkrebserkrankungen zu haben, und zwar dann, wenn das Mittel länger als drei Jahre und am besten bis zu zehn Jahre eingenommen wird. Allerdings wird von Experten zunehmend vor ernsthaften Komplikationen von ASS und Aspirin gewarnt, die sich auch in diesen Studien zeigten und den Vorteil in den ersten Jahren zunichtemachten. Acetylsalicylsäure greift die Schleimhäute im Verdauungstrakt an, daher kann sie Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt verursachen. Außerdem können in seltenen Fällen besonders bei Dauereinnahme Nierenschäden ausgelöst werden. Friedrich Hagenmüller (Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie der Asklepios-Klinik in Hamburg) sagte erst kürzlich in einem Beitrag des NDR zur Zahl der jährlichen Todesfälle in Deutschland, an denen Acetylsalicylsäure beteiligt ist: »Man muss annehmen, dass sich die Anzahl der Fälle zwischen 1000 und 5000 bewegt.« Ob Acetylsalicylsäure zur Prävention von Tumoren eingesetzt werden soll, kann daher am ehesten mit einem Nein beantwortet werden. Unbestritten ist jedoch, dass bei Patienten, die Acetylsalicylsäure wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnehmen müssen, die Vorteile überwiegen. Interessant ist, welche Wirkungsweise von Acetylsalicylsäure für den Krebsschutz verantwortlich gemacht wird. Acetylsalicylsäure soll Mikroblutungen in der Darmschleimhaut verursachen, die den Eisenspeicher leeren (Mascitelli L, Goldstein MR/Int J Cancer 2012), wodurch den Tumorzellen u.a ein wichtiger Nährstoff entzogen wird. So wurde in den obigen Studien zur Acetylsalicylsäure-Einnahme nicht nur ein erniedrigtes Krebsrisiko, sondern auch ein niedrigerer Ferritinspiegel festgestellt (Fleming DJ/Am J Clin Nutr 2001). Eine andere Studie belegt, dass das Tumorrisiko sinkt, wenn die Studienteilnehmer zur Ader gelassen werden, was ebenfalls verringerte Eisenwerte zur Folge hat (Zacharski LR/J Natl Cancer Inst 2008). Dieser Mechanismus stellt übrigens ein anderes gängiges Vorgehen infrage, nämlich Krebserkrankten mit niedrigen Ferritinspiegeln Eisen zu verordnen.
Krebsprophylaxe
In meiner Familie sind Mutter und Schwester an Brustkrebs erkrankt. Ich (32 Jahre alt) lebe seither mit der Angst, auch daran zu erkranken. Was kann ich vorbeugend tun? (Signal 3-2003)
Sie sollten vorbeugend regelmäßig eine Brust-Selbstuntersuchung 3 - 7 Tage nach Beginn der Regelblutung durchführen. Es gibt inzwischen darüber ein Lernprogramm, das sogenannte "MammaCare-System". Falls Sie eine Veränderung des Brustgewebes ertasten, wäre baldmöglichst eine ärztliche Kontrolle und Abklärung sinnvoll. Weiterhin können Sie über verschiedene biologische Diagnostik- bzw. Therapieverfahren Ihr Immunsystem testen bzw. aktivieren sowie etwaig bestehende Herd- und Störfelder (können das Immunsystem schwächen) abklären und korrigieren. Eine vollständige Zusammenfassung dieser Vorschläge im Sinne eines Vorsorge-Therapie-Konzeptes können Sie über die zentrale Beratungsstelle der GfBK in Heidelberg erhalten.
Nachtschichten verursachen Krebs
Ich würde gerne wissen, inwieweit Schlafmangel Auswirkungen auf eine Krebserkrankung haben kann? Signal 2-2013
Mehrere Studien gehen der Frage nach, ob Schichtarbeit Krebs auslösen kann. Der Zusammenhang gilt als weitestgehend nachgewiesen. In Dänemark ist Brustkrebs bei Frauen, die regelmäßig in Schichten arbeiten, daher als Berufskrankheit anerkannt. Durch Nachtarbeit wird weniger Melatonin gebildet. Dieses Schlafhormon unterdrückt das Tumorwachstum und hemmt die Produktion von Östrogenen. So erklärt sich auch die Beobachtung aus Studien, dass Nachtschwestern deutlich weniger Melatonin und mehr brustkrebsfördernde Östrogene im Blut haben. Ältere Untersuchungen bestätigen diesen Mechanismus: In einer Studie zeigte sich, dass Wechselschichten über ein bis vierzehn Jahre mit einem erhöhten Krebsrisiko von acht Prozent und einem erhöhten Brustkrebsrisiko um 23 Prozent einhergingen (Schernhammer ES et al./J Natl Cancer Inst 2001; 93). Eine andere Untersuchung zeigte sogar, dass bei Patientinnen häufiger aggressive Brusttumore auftraten, wenn sie sich im Mittel für höchstens sechs Stunden schlafen gelegt hatten (Thompson CL/Breast Cancer Res 2012). Auch eine aktuelle Auswertung von kanadischen Forschern kommt zu dem Schluss, dass Nachtschichten für ein erhöhtes Tumorrisiko verantwortlich sind (Parent M-E et al./Am J Epidemiol 2012; 176: 751–759). Bei der Auswertung fiel auf, dass Männer mit Krebs deutlich häufiger als solche ohne Krebserkrankung in der Vergangenheit nachts gearbeitet hatten. Die Wissenschaftler bereinigten die Studie um andere bekannte Risikofaktoren und errechneten, dass Schichtarbeiter ein etwa dreifach erhöhtes Risiko für Prostatakrebs, ein 2,3-fach erhöhtes Risiko für Non- Hodgkin-Lymphome und Pankreaskarzinome, ein doppelt so hohes Risiko für Kolon- und Rektalkarzinome sowie ein 1,8-fach erhöhtes Risiko für Lungen- und Blasenkrebs hatten. Dagegen schien das Risiko für Magen-, Leber- und Ösophagustumoren sowie Melanome nicht oder nur geringfügig erhöht zu sein. Aus diesen Forschungsergebnissen lässt sich die Bedeutung eines ausgeglichenen Tag-Nacht-Rhythmus in Zusammenhang mit dem Krebsrisiko ableiten.
Vorbeugung Darmkrebs - Vitamin D
Ich bin 68 Jahre und habe Polypen im Darm diagnostiziert bekommen, die auch entfernt wurden. Was kann ich von biologischer Seite dafür tun, dass diese nicht wieder auftreten oder dass sich daraus Darmkrebs entwickelt? (Signal 3/2010)
In der Vorbeugung von Polypen bzw. von Darmkrebserkrankungen sind hilfreich: ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen sowie auf eine gesunde Darmflora zu achten. Bei Magen-Darmbeschwerden ist insbesondere die Einnahme von Heilerde empfehlenswert. Gut ist es auch, milchsaure Lebensmittel, die das Darmmilieu günstig beeinflussen, zu sich zu nehmen. Dazu zählen Sauerkraut, milchsauer eingelegtes Gemüse, Joghurt, Sauermilch, Kefir, fermentiertes Getreide und Kanne-Brottrunk. Bei wiederkehrenden Beschwerden wie Verstopfung, Durchfälle, Blähungen oder Bauchschmerzen empfehlen wir, eine Diagnostik der Darmflora durch eine sog. mikrobiologische Untersuchung durchführen zu lassen. Je nach Befund kann dann gezielt die Darmflora mit Präparaten wieder aufgebaut werden (Mikrobiologische Therapie, Symbioselenkung).
Außerdem ist es wichtig, auf eine ausreichende Versorgung von Selen, Magnesium, Vitamin D und Kalzium zu achten. In einer Studie konnte z.B. gezeigt werden, dass 1200 bis 2000 mg Kalzium täglich neue Darmpolypen verhindern hilft. Eine aktuelle europäische Studie an mehr als 520.000 Personen aus zehn westeuropäischen Ländern ergab kürzlich, dass Menschen, die hohe Vitamin-D-Spiegel im Blut haben, seltener an Darmkrebs erkranken. Noch ist allerdings unklar, ob sich dieser krebsvorbeugende Effekt auch durch eine gesteigerte Zufuhr von Vitamin D erzielen lässt, da die Forscher in dieser Studie nicht unbedingt einen Zusammenhang zwischen der Verminderung des Darmkrebs-Risikos und Vitamin-D-reicher Ernährung finden konnten. Das natürliche Sonnenlicht scheint daher offensichtlich viel bedeutender für die Vitamin-D-Versorgung als die Ernährung oder Nahrungsergänzung.
Ist eine Zahnsanierung sinnvoll?
In einem bekannten deutschen Wochenmagazin habe ich unlängst einen sehr negativ gehaltenen Bericht über die alternative Zahnmedizin und über einige ihrer Opfer gelesen. Als Krebskranke bin ich nun sehr verunsichert, ob ich eine geplante Zahnsanierung mit Entfernen meiner zahlreichen Amalgamfüllungen überhaupt durchführen soll? (Signal 2/2002)
Kein Bereich der Medizin, auch nicht der sogenannten "alternativen" oder "biologischen" Zahnmedizin war und ist gegen negative Entwicklungen bzw. extreme Auswüchse gefeit. Innerhalb einer ganzheitlich orientierten Medizin gilt der Zahn-Kiefer-Apparat unstrittig als potentielles Herd- bzw. Störfeld, von dem negative Effekte auf einzelne Organe oder Organsysteme bzw. den Gesamtorganismus ausgehen können. Eine streng sachkundig betriebene und nicht an finanziellem Gewinnstreben ausgerichtete biologische Zahnmedizin bewertet z. B. Amalgamfüllungen, das gleichzeitige Vorhandensein verschiedener Metall-Legierungen, wurzeltote Zähne, aber auch Implantate als mögliche Belastungsfaktoren insbesondere für das körpereigene Immunsystem. Somit sollte nach Meinung der GfBK bei Tumorerkrankungen auch eine Abklärung auf mögliche Zahn-Kiefer-Störfelder vorgenommen werden. Zahnärztliche Sanierungsvorschläge, die offenkundig in Gebissverstümmelungen münden bzw. mit überhöhten finanziellen Forderungen einhergehen, bedürfen der kritischen Kontrolle einer kompeteten Zweitmeinung. Dabei kann die Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin (GZM) www.gzm.org, oder der Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte (BNZ) www.bnz.de mit Adressen helfen. Hier finden Sie das GfBK-Info „Ganzheitliche Zahnmedizin".
Ärztliche Beratung
Unsere ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben individuelle Orientierungs- und Entscheidungshilfen. Sie helfen Ihnen, unterschiedliche Ansätze bei der Krebsbehandlung zu bewerten. Für die Beratung ist es hilfreich, wenn Ihnen unser Informationsmaterial bekannt ist und Ihr aktueller Arztbericht vorliegt. Sinnvoll ist es ebenfalls, wenn Sie sich im Vorfeld Ihre wichtigsten Fragen notieren.
Bitte haben Sie Verständnis, dass sich unsere Beratungen an Krebspatienten und deren engste Angehörigen (Ehe-/Lebenspartner/Kinder) wendet. Medizinische Fragen zu Patienten, die nicht in diesem engen verwandtschaftlichen Verhältnis stehen, können wir nicht beantworten.
Diese Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
Telefonische ärztliche Beratung:
Bitte vereinbaren Sie einen Rückruftermin unter der Telefonnummer 06221-13802-0. Unter dieser Telefonnummer erreichen Sie uns montags bis donnerstags von 9.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr.
Unsere Mitarbeiterinnen erfassen Ihre medizinische Frage und leiten diese an den ärztlichen Beratungsdienst weiter. Unsere Ärzte rufen Sie im vereinbarten Zeitrahmen zurück. Der Rückruf ist am gleichen oder am nächsten Werktag möglich.
Ärztlicher Beratungsdienst Heidelberg
Persönliche ärztliche Beratung:
Nach telefonischer Terminabsprache ist in der zentralen Beratungsstelle sowie in einigen regionalen Beratungsstellen eine persönliche Beratung vor Ort möglich.
Schriftliche Anfragen (E-Mail/Post/Fax) an unseren Ärztlichen Beratungsdienst:
Gerne beantworten wir auch schriftliche Beratungsanfragen per E-Mail. Sofern Ihnen Befunde vorliegen, haben Sie auch die Möglichkeit uns diese als Anlage beizufügen. Bitte verwenden für E-Mailanfragen unser hierfür vorgesehenes Beratungsformular.
Ihre schriftlichen Anfragen werden, je nach Beratungsaufkommen, etwa innerhalb einer Woche beantwortet.
Alternativ können Sie sich auch auf dem Postweg oder per Fax an uns wenden:Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Ärztliche Beratung
Postfach 10 25 49
69015 Heidelberg
Fax: 06221-1380220
Bei dringenden Fragestellungen empfehlen wir Ihnen unter der Telefonnummer 06221-13802 eine telefonische Beratung zu vereinbaren. Unsere Beratungszeiten hierfür sind montags bis donnerstags von 9.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr.
Beratungsangebot
Beratungsangebot
Diagnose Krebs - kaum eine Erkrankung löst mehr Unsicherheiten und Ängste aus. In dieser schwierigen Situation steht die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) seit 1982 allen Betroffenen und ihren Angehörigen zur Seite.
Erfahrene Mitarbeiterinnen und der ärztliche Beratungsdienst informieren und begleiten Patienten auf ihrem Heilungsweg - menschlich, ganzheitlich und unabhängig.
Meist erfolgt zunächst der Versand entsprechender Informationsmaterialien, um dem Anrufer die Möglichkeit zu geben, seine Kenntnisse zu vertiefen.
Bei individuellen, medizinischen Fragen, die nur ein Arzt beantworten kann, bieten wir Ihnen einen Gesprächstermin mit unserem ärztlichen Beratungsdienst an.
Informationsschriften
Unsere Broschüren und Informationsblätter bieten Patienten, Angehörigen und Interessierten ausführliche Hinweise und Anregungen. Die Themenvielfalt ist groß und wird laufend erweitert. Dennoch kann es sein, dass Sie das gewünschte Thema nicht finden. In solchen Fällen wenden Sie sich bitte an unsere zentrale Beratungsstelle in Heidelberg.
Unser Informationsmaterial versenden wir kostenfrei. Ihrer Bestellung legen wir einen Überweisungsträger bei und bitten um eine freiwillige Spende.
Hier können Sie die Broschüren und GfBK-Infoblätter bestellen oder als pdf-Dateien downloaden. Der Versand per Post erfolgt innerhalb der nächsten drei Werktage.
Telefonberatung
Info-Telefon: 06221-138020
Wenn Sie unser Info-Telefon anrufen, sind Sie mit einer Mitarbeiterin der Zentralen Beratungsstelle in Heidelberg verbunden. Hier erhalten Sie umfassend Auskunft zu organisatorischen Fragen, Hilfe bei der Auswahl von Informationsmaterial, werden an andere Institutionen und Beratungsstellen, sowie an unseren ärztlichen Beratungsdienst vermittelt.
Beratungsstellen
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. hat ihren Hauptsitz in Heidelberg.
Darüber hinaus gibt es Beratungsstellen in sieben Bundesländern.
Unser Angebot finden Sie unter den Links "Zentrale Beratungsstelle" und "Regionale Beratungsstellen".
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich über Ihre Anfrage, bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Berlin
Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Berlin
Kurfürstenstr. 131 (Seiteneingang; Nähe Nollendorfplatz)
10785 Berlin
Tel.: 030-342 50 41, Fax: 030-86 42 19 19
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungszeiten:
Mo.: 14.00 – 17.00 Uhr
Di.: 10.00 – 13.00 Uhr
Mi.: 13.00 – 16.00 Uhr
Do.: 10.00 – 13.00 Uhr
Ärztliche Beratung:
Mi.: 10.00 – 16.00 Uhr (Renate Christensen, persönlich und telefonisch nach Terminabsprache)
Feste Veranstaltungen:
Gesundheitstraining (nach Simonton u. a.): montags: 17.45 – 19.45 Uhr
(Beitrag: 25,- €; für Mitglieder: 20,- €); Leitung: Irmhild Harbach-Dietz
Mitarbeiterinnen:
Cordula Mühr,
GfBK-Beraterin, Ärztin
Dipl.- Psych. Irmhild Harbach-Dietz,
GfBK-Beraterin
Renate Christensen,
Beratende Ärztin
Renate Zieten,
GfBK-Beraterin
Kerstin Flöttman,
GfBK-Beraterin
Das Team der Berliner Beratungsstelle
Bremen
Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Bremen
Theresenstr. 8-12
28203 Bremen
Tel.: 0421-346 83 70, Fax: 0421-346 83 71
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Beratungszeiten:
Di. und Do. 9.00 – 12.00 Uhr (M. Heinsohn)
Mi. 15.00 - 18.00 Uhr (P. Baass-Lipp)
Ärztliche Beratung:
Dr. Knut Briken, 1 x pro Monat jeweils Mi.: 17.00 – 19.00 Uhr
MitarbeiterInnen:
Marianne Heinsohn, Leiterin der Beratungsstelle
Petra Baass-Lipp, GfBK-Beraterin
Dr. med. Knut Briken (Ärztliche Beratung)
Dresden
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Dresden
Schlesischer Platz 2, 01097 Dresden
Tel.: 0351-802 60 93, Fax: 0351-802 60 95
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Beratungszeiten:
Di. 13.30 – 16.30 Uhr (E. Döring-Paesch, A. Hase)
Mi. 10.00 – 14.00 Uhr (I. Neubert)
Do. 13.30 – 16.30 Uhr (E. Döring-Paesch, A. Hase)
Ärztliche Beratung:
Dipl. med. Evelin Döring-Paesch, nach Terminabsprache
Mitarbeiterinnen:
Annemarie Hase, GfBK-Beraterin
Ingrid Neubert, GfBK-Beraterin
Dipl. med. Evelin Döring-Paesch (Ärztliche Beratung)
Hamburg
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Hamburg
Waitzstr. 31 (VHS-West, Gebäude 2)
22607 Hamburg
Tel.: 040-640 46 27, Fax: 040-897 09 280
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Beratungszeiten:
Mo.: 10.00-13.00 Uhr (J. Trautmann)
Di.: 10.00-13.00 Uhr (J. Trautmann)
Mi.: 10.00-13.00 Uhr (A. Keller)
Do.: 10.00-13.00 Uhr (J. Trautmann)
Mitarbeiterinnen:
Angela Keller, GfBK-Beraterin
Jutta Trautmann, GfBK-Beraterin
München
Biologische Krebsabwehr e. V., Beratungsstelle München
Schmied-Kochel-Str. 21, 81371 München (U3/U6 Implerstraße)
Tel.: 089-26 86 90, Fax: 089-23001699
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Beratungszeiten:
Di. u. Do. von 9.00 – 13.00 Uhr (S. Betzold, E. Dietmair)
Ärztliche Beratung:
Dr. med. Martin Johannes Baur, 2 mal pro Monat am Dienstagvormittag nach Vereinbarung
Mitarbeiterinnen:
Susanne Betzold, GfBK-Beraterin
Elisabeth Dietmair, GfBK-Beraterin
Dr. med. Martin Johannes Baur, Ärztliche Beratung
Das Team der Münchner Beratungsstelle
Regionale Beratungsstellen
Die Aufgabe der regionalen Beratungsstellen der GfBK ist es, die besonderen lokalen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Weiteres Ziel der Arbeit ist es, den Kontakt zu den regionalen Institutionen, Beratungsstellen, Ärzten und Kliniken vor Ort zu knüpfen und damit dem Patienten hilfreiche Tipps geben zu können.
Unsere regionalen Beratungsstellen sind nicht täglich besetzt. Bitte informieren Sie sich mit einem Klick auf den jeweiligen Link.
Stuttgart
Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Stuttgart
Blosenbergstr. 38, 71229 Leonberg
Tel.:07152-9264341, Fax: 07152-9264344
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungszeiten:
Di. und Do. 9.00-13.00 Uhr
Persönliche ärztliche Beratung:
Dr. med. Nicole Weis, nach Terminvereinbarung
Wiesbaden
Biologische Krebsabwehr e.V., Beratungsstelle Wiesbaden
Bahnhofstr. 26
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611-37 61 98, Fax: 0611-3086392
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Beratungszeiten:
Di.: 14.30 – 17.30 Uhr
Do.: 9.30 – 12.30 Uhr
Ärztliche Beratung:
Dr. med. Heinz Mastall, nach Terminvereinbarung
MitarbeiterInnen:
Gerda Breustedt, GfBK-Beraterin
Ursula Mallmann, GfBK-Beraterin
Dr. med. Heinz Mastall, (Ärztliche Beratung)
Zentrale Beratungstelle
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Voßstr. 3, 69115 Heidelberg
Tel.: 06221-138020, Fax: 06221-1380220
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag 9.00-16.00 Uhr, Freitag 9.00-15.00 Uhr.
In der zentralen Beratungsstelle Heidelberg erfolgt die gesamte Verwaltung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Mit allen Fragen zu Ihrer Mitgliedschaft, Ihrer Spende, einer Kurs- und/oder Workshopteilnahme können Sie sich an die zentrale Beratungsstelle in Heidelberg wenden.
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Hier bieten wir nach Voranmeldung persönliche ärztliche Beratung an.
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Selbsthilfegruppen laden wir gerne zu Vortragsveranstaltungen in unseren Räumen ein.
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Während der Öffnungszeiten erhalten Sie Informationsmaterial und unsere Benefizprodukte, Sie können vor Ort auch Termine zur ärztlichen Beratung vereinbaren.
Samariterhaus
Im Oktober 2007 (im Jahr des 25-jährigen Jubiläum der Gründungsmitgliederversammlung am 29.10.1982) zog die zentrale Beratungsstelle Heidelberg in dieses ehrwürdige, historische Gebäude: Das Samariterhaus der ehemaligen Universitätsklinik Heidelberg, in dem auch die Räume des ersten Deutschen Krebsinstitutes angesiedelt waren.
2001 - Feldenkrais
Die Feldenkrais-Stunden wurden von den Teilnehmern sehr gut angenommen, zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, sehr zufrieden gewesen zu sein. Wie wirkt nun die Feldenkrais-Methode? Beim ersten Hinsehen ist sie mit einer Massage- oder einer Physiotherapie-Stunde vergleichbar: es liegt jemand auf einem Behandlungstisch und ein anderer arbeitet, berührt, behandelt, bewegt diesen Menschen. Als erstes mag auffallen, dass die Stunden sehr ruhig verlaufen, es wird wenig gesprochen und die Bewegungen, die der Feldenkrais-Lehrer ausführt, sind sanft, leicht und klein, sie fordern die ganze Aufmerksamkeit.
2002 - Akustische Stimulation
Prof. Bolay vom Deutschen Insitut für Musiktherapieforschung untersuchte in einer Studie den Einfluß akustischer Stimulation auf das Wachstum von Tumorzellkulturen. Die Studie wurde als Laborstudie angelegt; Lungenkrebszellen werden in Gruppen aufgeteilt und während ihres Wachstums mit verschiedenen Stimulationsprogrammen behandelt.
2003 - Dendritische Zellen
Dendritische Zellen sind Immunzellen, die zwar viel später als die Lymphozyten entdeckt und charakterisiert wurden, jetzt aber im Zentrum des immunologischen Interesses stehen. Seit wenigen Jahren werden sie auch in der Immuntherapie von Tumoren eingesetzt. Als Außenposten des Immunsystems sind sie die Wächter, die fast überall im Körper lauern, um "Fremdes" aufzugreifen und dann in die Lymphknoten oder die Milz zu transportieren. Zum "Fremden" gehören in erster Linie Krankheitserreger, aber auch Tumorzellen, die anhand von verändeten Oberflächenmerkmalen als "fremd" eingestuft werden.
2004 - Glioblastom
"Bestimmung und Optimierung der Frequenzfelder bei bestimmten Hirntumoren"
Viele Tumorzellen haben gesunden Zellen gegenüber veränderte dielektrische und schwingungsmechanische Eigenschaften. Durch die verstärkte Produktion onkogener Proteine können Änderungen der zytoplasmatischen Leitfähigkeit als auch der dielektrischen Eigenschaften maligner Zellstrukturen eintreten und zu veränderten Polarisierungseigenschaften maligner Zellen führen.
2005 - Aromatase
Produkt-spezifischer Assay der Aromataseaktivität
Das Enzym Aromatase hat für die Biosynthese von Östron und Östradiol eine herausragende Bedeutung. Andererseits ist die direkte Bestimmung der beiden Produkte schwierig, so dass die Enzymaktivität bisher mit verschiedenen Assays vorgenommen wurde:
2006 - Geistiges Heilen
Geistiges Heilen bei unheilbaren Krebspatienten als komplementär medizinische Behandlung
Mit dieser Pilotstudie ist es uns gelungen, das bisher kaum beforschte Gebiet des spirituellen Heilens aus der Sichtweise der PatientInnen ein wenig zu erhellen. Mit sogenannter qualitativer Methodik wurde versucht, eine detaillierte und lebensnahe Beschreibung der Wahrnehmung der PatientInnen zu erhalten. Dabei wurden PatientInnen von geschulten InterviewerInnen zu ihren Erfahrungen während der Krebserkrankung befragt, z.B. wurden die Bedürfnisse und Erfahrungen hinsichtlich Therapeuten oder anderen an der Behandlung beteiligten Personen erfragt. Nach der Behandlung mit DFR (Deep Field Relaxation) wurden die PatientInnen nach ihren Erfahrungen mit DFR gefragt, indem z. B. die Wahrnehmungen während der Behandlung, die Veränderungen nach der Behandlung, aber auch die Erfahrungen mit dem Therapeuten selbst erfragt wurden.
2006 - Heilpilze
Die Suche nach neuen Antitumormitteln aus Pflanzen und Pilzen der TCM, die bereits der Vorbeugung besondere Wichtigkeit beimißt, ist von großer Bedeutung für die Krebsbekämpfung. Eine Therapie mit Wirkstoffen aus der TCM kann wegen der geringeren Nebenwirkungen als Ergänzungsmethode bei der Behandlung von Tumoren angesehen werden, insbesondere bei früher Diagnose, aber auch nach Operation, Chemotherapie und Radiotherapie.
2006 - Vakzination
"Die Entwicklung einer therapeutischen HPV-wirksamen heterologen Prime-Boost-DNA-Vakzine"
Gebärmutterhalskrebs wird durch eine permanente Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (HPV) hervorgerufen – allen voran durch den HPV-Typ 16. Die Behandlung von Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs mittels chirurgischem Eingriff, Radiotherapie und Chemotherapie ist mit einem drastischen Einschnitt der Lebensqualität verbunden. Eine vielversprechende Möglichkeit, die therapeutische Behandlung effizienter zu gestalten, könnte die Entwicklung einer effektiven therapeutischen DNA-Vakzine darstellen.
2007 - Feldstimulation
Synergistische Steigerung des photodynamischen Effektes bei Krebszellen durch elektromagnetische Feldstimulation (Fortsetzungantrag)
Basierend auf elektromagnetischer Apoptose Induktion und Nekrose von Krebszellen in vitro soll nun über den heutige Stand von Tumorregressionen bei Tieren und Patienten mittels Gleichstromelektrolyse (Nordenström), Elektropulsation (Elektroporation), und pulsierende elektromagnetische Felder (PEMF) berichtet werden. Hierdurch werden diverse Letalitätseffekte im Krebsgewebe wirksam:
2008 - Tumorhemmendes Prostaglandin
Dr. med. Franz Josef Kreutzer
Internist
Am Urberg 21
49186 Bad Iburg
Bei der intravenösen Sauerstofftherapie, auch Oxyvenierungstherapie nach Dr. med. Regelsberger genannt, wird dem Organismus kurmäßig medizinischer Sauerstoff langsam und exakt dosiert über eine intravenöse Infusion zugeführt. Die dem Blut zur Verfügung stehenden Sauerstoffbläschen bewirken u. a. die Bildung gefäßerweiternder und antientzündlicher, Gewebswasser ausschwemmender und die Verklebungsfähigkeit der Blutplättchen herabsetzender Substanzen wie der Enzyme „Paraoxonase-1" und „15-Lipogenase" sowie des Hormons „Prostacyclin". Darüber hinaus wird die Bildung von weißen Blutkörperchen, den „eosinophilen Leukozyten" stimuliert, es kommt im Differentialblutbild zu einer nachweisbaren „Eosionophilie".
2009 - Atemtherapie, Autogenes Training
Überprüfung der Wirkung der Interventionen Atemtherapie, Autogenes Training und Gesundheitstraining auf Lebensqualität, Stimmung (Depressivität, Angst) und Copingstrategien in der Nachsorge bei Patientinnen mit Mammakarzinom (Stadium I-III)
2010 - Überprüfung der Wirkung der Interventionen Atemtherapie, Autogenes Training und Gesundheitstraining auf Lebensqualität, Stimmung und Copingstrategien in der Nachsorge bei Patientinnen mit Mammakarzinom
Überprüfung der Wirkung der Interventionen Atemtherapie, Autogenes Training und Gesundheitstraining auf Lebensqualität, Stimmung (Depressivität, Angst) und Copingstrategien in der Nachsorge bei Patientinnen mit Mammakarzinom (Stadium I-III)
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Arndt Schnurr RA, Schatzmeister der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Arnd Schnurr, Rechtsanwalt aus Heidelberg, war seit 2006 Beisitzer des Vorstandes der GfBK. 2011 wurde er zum Schatzmeister berufen.
Dr. med. Ebo Rau, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Dr. Ebo Rau erkrankte 1998 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von einer Sekunde auf die andere wechselte er die Fronten und wurde vom Arzt zum Patienten.
Nach Aufgabe seiner Allgemeinarztpraxis bei Amberg, die er von 1977 bis 1998 führte, engagierte er sich nachhaltig in verschiedenen Selbsthilfegruppen und Interessengruppen für die Ziele der GfBK.
Seit 2006 ist Dr. Ebo Rau im Vorstand der GfBK.
Bekannt ist Dr. Ebo Rau durch seine zahlreichen und vielfältigen Vorträge. Zugunsten der GfBK rief er mehrere Benefizaktionen ins Leben seit einigen Jahren gibt er im Eigenverlag verschiedene immerwährende Kalendarien heraus, deren Erlös in vollem Umfang der GfBK zu Gute kommt.
Sein Wunsch für die Zukunft: Eine echte, noch intensivere Zusammenarbeit zwischen der so genannten Schulmedizin und der gesamtheitlich denkenden GfBK mit gegenseitigem Respekt, Anerkennung und ergänzenden Heilmethoden zum Wohle der Patienten.
{backbutton}Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Bereits während seines Medizinstudiums an der Universität Heidelberg beschäftigte sich Dr. med. György Irmey mit alternativen Heilmethoden.
Er initiierte 1982 einen studentischen Arbeitskreis für Ganzheitsmedizin, dem sich 1992 zusammen mit Prof. Dr. Ingrid Gerhard die Gründung des Förderkreises „Ganzheit in der Medizin“ (Ganimed e.V.) an der Universität Heidelberg anschloss.
Seine zweijährige klinische Tätigkeit in einer biologischen Fachklinik für onkologische Erkrankungen war schließlich wegweisend für den späteren Schwerpunkt seiner Arbeit in der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr (GfBK e.V). Mit dem Gründungspräsidenten der GfBK, Herrn Prof. Dr. Albert Landsberger, war er wegen seiner ganzheitsmedizinischen Anliegen schon während seines Medizinstudiums sehr gut bekannt und auch mit dem Gründungsvizepräsidenten Dr. Dieter Hager verband ihn eine langjährige Freundschaft.
1987 initiierte er den kostenlosen ärztlichen Beratungsdienst der Gesellschaft, der heute von über zehn Kolleginnen und Kollegen in der Zentralen Beratungsstelle und den regionalen Beratungsstellen der GfBK wahrgenommen wird.
Nach aktiver Mitwirkung beim 2. wissenschaftlichen Kongress der GfBK 1987 in Heidelberg organisierte er 1989 alleinverantwortlich den 3. wissenschaftlichen Kongress der GfBK.
Elf weitere große Arzt-Patienten-Kongresse mit jeweils bis zu 2000 Teilnehmern in Heidelberg, Celle und Heringsdorf folgten bis zum Jahr 2009. Diese Veranstaltungen haben ganz wesentlich zum nationalen und internationalen Renommee der GfBK beigetragen.
1989 wurde Dr. Irmey zum Vizepräsident der GfBK gewählt und 1993 als geschäftsführender Ärztlicher Direktor vom Vorstand berufen.
In den neunziger Jahren baute er mit Unterstützung des Vorstandes und vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern in den Beratungsstellen die GfBK zur wichtigsten komplementäronkologischen Beratungsorganisation auf. Zusammen mit Dietrich Beyersdorff legte er das Fundament für das umfangreiche und vielseitige Informationsmaterial der Gesellschaft.
Von 1990 bis 2008 war er Chefredakteur der ärztlichen Fachzeitschrift „Erfahrungsheilkunde“, dem Verbandsorgan der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde.
Seit 1990 ist er auch in der Ausbildung ärztlicher Kolleginnen und Kollegen bei den Weiterbildungslehrgängen für Naturheilverfahren der Ärztegesellschaft und anderen Institutionen tätig.
Besonders wichtig ist ihm, zusammen mit den Patienten alle Bemühungen für eine patientenzentriertere Medizin zu fördern, in der der Selbstverantwortung des Patienten genauso wie der individuellen Empathie des Arztes mehr Bedeutung beigemessen wird. Sein Anliegen ist, die GfBK weiterhin als größte und anerkannte Beratungsorganisation für Fragen zu biologischen, komplementären Heilweisen bei Krebs unabhängig, menschlich und patientenzentriert zu positionieren.
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Dr. med. Heinz Mastall, Vizepräsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Herr Dr. Mastall ist Mitbegründer der GfBK und seit deren Gründung im Jahr 1982 als Vorstandsmitglied und seit 1993 als Vizepräsident tätig.
Die Beratungsstelle der GfBK in Wiesbaden wurde 1984 mit ihm und der damaligen Selbsthilfegruppenleiterin Frau Melitta Ernst ins Leben gerufen. Seit 1984 führt Herr Dr. Mastall ehrenamtlich die ärztliche Beratung in der Beratungsstelle in Wiesbaden mit seiner fachlichen Kompetenz durch.
In den neunziger Jahren wurden äußerst erfolgreiche Benefizveranstaltungen unter der Leitung der Beratungsstelle (mit bis zu 1000 Teilnehmern) im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt.
Neben einer lebhaften Vortragstätigkeit organisiert Herr Dr. Mastall zusammen mit der Beratungsstelle der GfBK Wiesbaden alle 2 Jahre ein Patienten-Arzt-Forum.
Seit 1973 ist er als Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Venenheilkunde, Umweltmedizin und spezielle Schmerztherapie/Akupunktur in Elbtal niedergelassen. Seit 1983 ist er als Ärztlicher Direktor des Juvital Medical Centers in Wiesbaden mit den Schwerpunkten Komplementäronkologie, Hyperthermie und Revitalisierung tätig.
Ziele für sein Engagement in der GfBK sind die Integration von konventioneller, innovativer und biologischer Krebstherapie.
{backbutton}Dr. med. Nicole Weis, Schriftführerin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Dr. Nicole Weis initiierte u. a. aufgrund eines Erkrankungsfalls in der Familie im März 2002 die Gründung der Beratungsstelle in Stuttgart.
Sie unterstützt die ärztliche Beratung in der Zentralen Beratungsstelle in Heidelberg und erarbeitet mit dem Ärztlichen Direktor zahlreiche Therapieinformationen der GfBK.
Nach dem Studium der Medizin in Hamburg, Tübingen, Kanada und der Schweiz arbeitete sie fünf Jahre lang klinisch, vorwiegend in internistisch-onkologischen Abteilungen, u. a. an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg und der Habichtswald-Klinik in Kassel. Seit 2004 ist sie die leitende Redakteurin der Ärztezeitschrift „Deutsche Zeitschrift für Onkologie″.
Ein besonderes Anliegen ist es ihr, den Betroffenen individuelle Hilfestellungen im Sinne einer unabhängigen zweiten Meinung zu geben.
Im Herbst 2008 wurde sie nach dem Ausscheiden von Herrn G. Wennemers in den Vorstand der GfBK berufen und in der folgenden Mitgliederversammlung ordentlich gewählt. Im Vorstand erfüllt sie die Aufgabe der Schriftführerin.
In der GfBK möchte sie sich dafür engagieren, dass günstige Erkrankungsverläufe von Krebsbetroffenen dokumentiert werden und anderen Betroffenen damit Mut machen. Außerdem liegt ihr, da sie selber zwei kleine Kinder hat, die Betreuung von erkrankten Müttern mit kleinen Kindern sehr am Herzen.
{backbutton}Freundeskreis
Mit einer jährlichen Spende ab € 30,- nehmen wir Sie in unseren Freundeskreis auf. Sie erhalten vierteljährlich unser Mitteilungsblatt "Impulse".
"Impulse" informiert über die aktuellen Aspekte biologischer Behandlungen, gibt praxisnahe Tipps zu ganzheitlichen Therapien und Lebensführung, enthält den Veranstaltungskalender unserer Gesellschaft und berichtet über Interna der GfBK.
Fragen beantwortet Ihnen Andrea Reinert,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
, Tel. 06221-13802-13
Härtefonds
In der gesetzlichen Krankenversicherung sind die meisten naturheilkundlichen Arzneimittel aus dem Leistungsbereich der Gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen. Patienten, die biologische Basis-Therapien durchführen möchten, diese jedoch nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, können aus dem Härtefonds der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. unterstützt werden.
Da die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert und die Mittel aus dem Härtefonds nicht unerschöpflich sind, können Anträge nur bei entsprechender Bedürftigkeit berücksichtigt werden. Die Leistungen aus dem Härtefonds werden ausschließlich zur Verwendung im privaten Bereich im Inland gewährt. Damit die Zuwendungen nur denen zugute kommen, die sie am dringendsten benötigen, müssen alle Anspruchsvoraussetzungen gegen Kostenträger (Krankenkasse, Sozialhilfe, u. ä.) erfüllt sein. Zur Bewilligung darf das monatliche Familieneinkommen (monatliches Nettoeinkommen abzüglich der monatlichen Ausgaben) bei Alleinstehenden € 350,-, bei zwei Personen € 600,-, bei drei Personen € 800,- nicht überschreiten.
Unterstützt werden biologische Basistherapien (z.B. mit Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln u. Ä.). Die Zuwendungen werden ein Jahr lang ausgezahlt und liegen je nach Bedürftigkeit zwischen € 30,- und € 70,- monatlich. Ohne gewisse Nachweise und Auskünfte des Antragstellers kann der Härtefonds keine Leistungen erbringen.
Die erforderlichen Nachweise und Auskünfte sind:
-
Zeitnahe ärztliche Bescheinigung über die Krebserkrankung.
-
Die notwendige Selbstauskunft umfasst Angaben zur Person und zum Familienstand des Antragsstellers:
-
Name, Anschrift, Telefonnummer, Geburtsdatum, Anzahl der zum Haushalt gehörigen Personen, Familienstand
-
Angaben zum monatlichen Nettoeinkommen
-
Angaben zu den festen monatlichen Ausgaben.
Der Auskunftsbogen ist beigefügt, die Angaben müssen von einer öffentlichen Institution bestätigt werden.
-
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Gespräch mit einem Arzt/Ärztin der GfBK. In diesem Gespräch stellt unser Arzt/Ärztin fest, inwieweit die durchgeführte/geplante biologisch-ganzheitliche Therapie sinnvoll ist und ob es eine kostengünstige Alternative gibt.
Bitte schicken Sie uns die ausgefüllten Unterlagen zu. Die Abwicklung der Hilfestellung erfolgt möglichst schnell und weitgehend unproblematisch. Alle gegebenen Auskünfte und Unterlagen werden streng vertraulich behandelt und keiner weiteren Stelle zugänglich gemacht.
Wenn Sie Fragen zum Härtefonds haben, wenden Sie sich bitte an Inge Wilhelm (Zentrale Beratungsstelle Heidelberg) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel. 06221-1380222
Mitgliedschaft
Mit Ihrem jährlichen Mitgliedsbeitrag ab € 65,- sichern Sie langfristig die finanzielle Unabhängigkeit der GfBK.
Neben der Zeitschrift "Signal" erhalten Sie Ermäßigungen bei Veranstaltungen unserer Gesellschaft sowie eine Rechtsberatung bei Schwierigkeiten mit der Kostenerstattung biologischer Therapien.
Die Mitgliedschaft können Sie mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende kündigen.
Den jährlichen Mitgliedsbeitrag können Sie uns überweisen oder von Ihrem Konto abbuchen lassen.
Fragen beantwortet Ihnen Angelika Fellenberg:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Organisation der GfBK
Zielsetzung
- Unabhängige Information und Beratung von Patienten, Angehörigen und Therapeuten über Möglichkeiten komplementärer, biologischer Krebstherapien
- Förderung einer individuellen, menschlichen Krebstherapie unter besonderer Berücksichtigung naturheilkundlicher Methoden
- Begleitung von Krebspatienten beim Finden ihres persönlichen, ganzheitlichen Heilungsweges und Stärkung der Patientenkompetenz
- Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen bei Kostenerstattungsfragen biologischer Heilverfahren bei Krebs
- Finanzielle Unterstützung von Forschungsprojekten zu komplementären Krebstherapien
Geschichte
Im Oktober 1982 wurde die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg gegründet. Die Initiative dazu ging von dem Medizinjournalisten Dietrich Beyersdorff (1922 - 2002) aus, der die GfBK gemeinsam mit engagierten Ärzten und Wissenschaftlern ins Leben rief. Es folgten stürmische Jahre im Spannungsfeld zwischen Erfahrungsheilkunde und wissenschaftlicher Medizin und viele Fachleute sagten der neuen Gesellschaft nur eine kurze Lebenserwartung voraus. Von anfänglich 200 Mitgliedern ist die Zahl der Mitglieder und Förderer mittlerweile auf circa 20.000 angewachsen. Die GfBK hat sich zur wichtigsten bundesdeutschen Beratungsorganisation für Patienten, Angehörige und Therapeuten zu Fragen biologischer Heilweisen bei Krebserkrankungen entwickelt. Vieles, was von der Gesellschaft am Anfang formuliert wurde und von anderen als exotisch angesehen war, ist heute Bestandteil der Schulmedizin geworden, so z. B. Krebsprävention, begleitende komplementäre Maßnahmen zur Verringerung der Nebenwirkungen aggressiver Therapien wie Chemo- und Strahlentherapie, psychoonkologische Verfahren bei Krebserkrankungen oder die Untersuchung der Zusammenhänge von Ernährung und Krebs.
Aus einer kleinen engagierten Gemeinschaft von 26 Wissenschaftlern und Ärzten zur Förderung wissenschaftlicher Studien auf dem Gebiet der komplementären Onkologie ist diese resepektable Gesellschaft entstanden, die heute neben der Zentralen Beratungsstelle in Heidelberg weitere sieben regionale Beratungsstellen in der BRD unterhält.
Vorstand
Der Vorstand der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. besteht aus sieben Mitgliedern und wird alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Der Vorstand setzt sich aus Personen zusammen, die in der ärztlichen Praxis, in Wissenschaft und Forschung mit Fragen der naturheilkundlichen Krebsbehandlung befasst sind. Der Vorstand zeichnet gesamtverantwortlich für alle Angelegenheiten des eingetragenen Vereins. Er plant und verwirklicht die Vereinsziele, erstellt den Haushaltsplan, die jährliche Bilanz und den Jahresbericht. Alle Mitglieder des Vorstandes stellen ohne Entgelt ihr Wissen und ihre Freizeit in den Dienst der gemeinsamen Sache.
Der Vorstand für die Amtsperiode 2010 bis 2013 setzt sich wie folgt zusammen:
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Präsident: Prof. Dr. med. Karl Friedrich Klippel, Bremen
-
Vizepräsident: Dr. med. Heinz Mastall, Elbtal
-
Schatzmeister: RA Arndt Schnurr, Heidelberg
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Schriftführerin: Dr. med. Nicole Weis, Stuttgart
-
weiteres Vorstandsmitglied: Dr. med. Ebo Rau, Amberg
-
weiteres Vorstandsmitglied: Renate Christensen, Potsdam
-
Beisitzerin: Sabine Hötzel, Heppenheim
Der Ärztlicher Direktor der GfBK ist in seiner Funktion als Geschäftsführer der GfBK, ebenfalls Mitglied des Vorstandes:
Wissenschaftlicher Beirat
Anfänglich war die GfBK ausschließlich als Institution gedacht, die gezielt Forschungen zum Thema biologische Therapien unterstützt. Unter der Leitung von Prof. Renner nahm der Wissenschaftliche Beirat 1983 seine Tätigkeit auf, dessen Mitglieder sich aus Wissenschaftlern und praktizierenden Medizinern zusammensetzen.
Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates:
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Dr. med. D. I. Wolfrum, Chefarzt der onkologischen Abteilung der Habichtswaldklinik Kassel
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Prof. Dr. H. R. Maurer, Berlin
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Prof. Dr. Popp, Internationales Institut für Biophysik, Neuss
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Dr. med. Gunver Kienle, Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie, Freiburg
Satzung
Die Satzung der Biologischen Krebsabwehr ist als pdf-Dokument hinterlegt.
Satzung der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V.
Jahresberichte
Mit dem Jahresbericht gibt die GfBK Auskunft darüber, für welche Zwecke Spenden und Beiträge im vergangenen Geschäftsjahr verwendet wurden. Ebenso werden hier die Aktivitäten der Gesellschaft dargestellt.
Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.

Über 20 Jahre hat sich Prof. Dr. Ingrid Gerhard erfolgreich für die Integration komplementärer Heilverfahren gerade auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg eingesetzt und leitete knapp 10 Jahre erfolgreich die erste Ambulanz für Naturheilverfahren an einer Universitäts-Frauenklinik in Deutschland. Für ihr vielseitiges und engagiertes Wirken für die Natur- und Erfahrungsheilkunde bekam sie 1995 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog persönlich im Schloss Bellevue den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Von 1989 bis 2001 wurde auf ihre Initiative hin in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Ganzheit in der Medizin, GANIMED e.V., eine Ringvorlesung über ganzheitliche Methoden in der Frauenheilkunde angeboten. 1993 konnte dank der finanziellen Unterstützung der Karl und Veronika Carstens Stiftung die Ambulanz für Naturheilverfahren unter Leitung Ingrid Gerhards als Institution an der Universitäts-Frauenklinik ins Leben gerufen werden. Das von der Stiftung geförderte Forschungsprogramm umfasste auch die Erforschung komplementärer Maßnahmen in der Onkologie. Die Gründung der NATUM (Arbeitsgemeinschaft für Naturheilkunde und Umweltmedizin e.V. in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) vor über 15 Jahren war, was die Kooperation mit Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften anbelangt, eine Sensation, denn der Gründerin und damaligen ersten Vorsitzenden Ingrid Gerhard ist es erstmals gelungen, dass eine Gesellschaft für Naturheilkunde als Arbeitsgemeinschaft einer konventionellen Fachgesellschaft anerkannt wurde.
Ingrid Gerhard wirkt heute als anerkannte Autorin wissenschaftlicher Publikationen, Buchautorin, Kuratoriumsmitglied der Eden-Stiftung, 2. Vorsitzende des Förderkreises Ganzheit in der Medizin, GANIMED e.V., und Referentin zahlreicher Vortragstagungen wie beispielsweise der Medizinischen Woche Baden-Baden und den internationalen Kongressen der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.. Seit 2009 betreut sie im Internet das sehr erfolgreiche Netzwerk Frauengesundheit www.netzwerk-frauengesundheit.com
Dem wissenschaftlichen Beitrat der GFBK gehört sie seit 2004 an, die Leitung des Beirates hat sie im Jahr 2010 übernommen.
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Prof. Dr. med. Karl-Friedrich Klippel, Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Prof. Klippel ist seit 1991 Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr und seit dieser Zeit in seiner herausragenden Kompetenz ehrenamtlich in der ärztlichen Beratung u. a. für die Beratungsstelle in Bremen tätig. Außerdem unterstützt er die Ziele der GfBK nachhaltig auf zahlreichen Veranstaltungen.
Nach seiner Facharztausbildung für Urologie in Mainz, Bonn, New York und der Schweiz war er seit 1979 als leitender Oberarzt an der Urologischen Universitätsklinik Mainz und von 1982 bis 2006 als Chefarzt an der Urologischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses in Celle tätig.
Forschungsschwerpunkt: Urologischer Organersatz bei Tumorleiden (Habilitationsthema). Forschungsaufenthalte in Stockholm, St. Gallen und London. Zahlreiche Publikationen, Buchbeiträge, Herausgeber der urologischen Zeitschrift UROSCOP bis 2006.
Prof. Klippel zählt in der Bundesrepublik zu den Wegbereitern der Tumorimpfung und anderer Methoden der Immuntherapie mit biologischen Mitteln. 1996 wurde ihm für seine herausragende ehrenamtliche Tätigkeit für die GfBK das Bundesverdienstkreuz verliehen.
{backbutton}Rechtsberatung
Ordentliche Mitglieder der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. haben Anspruch auf eine einmalige Rechtsberatung. Dieser Service kann helfen, Probleme bei der Erstattung biologischer Therapien durch die gesetzlichen Krankenkassen zu lösen. Der Anspruch auf Rechtsberatung tritt idealerweise in Kraft, wenn der Widerspruch des Patienten bei der Krankenkasse abgelehnt wurde. Formulierungshilfen für einen Widerspruch finden Sie in unserem GfBK-Info „Sachleistungs- und Kostenerstattungsanspruch in der Gesetzlichen Krankenversicherung″. Nicht in jedem Fall muss eine Auseinandersetzung vor Gericht sein. Oft sind diplomatische Verhandlungen „das Mittel der Wahl″. Hierbei kann Sie das juristische Know-how eines kompetenten Anwaltsbüros unterstützen, welches von uns bei Bedarf beauftragt wird. Diese Beratung beinhaltet keine Vertretung vor Gericht.
Fragen beantwortet Ihnen Frau Fellenberg, Tel. 06221-1380212,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
GfBK-Infos zur Kostenerstattung:
-
Sachleistungs- und Kostenerstattungsanspruch in der Gesetzlichen Krankenversicherung
-
Stellungnahme zur Therapie mit Thymuspräparaten und –peptiden
Von der Kostenerstattung ausgenommene Mittel und Methoden finden Sie auf unserem o. a. GfBK-Info Sachleistungs- und Kostenerstattungsanspruch oder unter www.g-ba.de
Beratungsadressen zu Patientenrechten, Medizinrecht:
Sozialverband VdK Deutschland e.V
Wurzerstraße 4 a, 53175 Bonn, Tel: 0228 82093-0, http://www.vdk.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Der Sozialverband VdK vertritt seine Mitglieder in allen Bereichen des Sozialrechts gegenüber den Leistungsträgern (zum Beispiel den Krankenkassen und den Rentenversicherungsträgern), gegenüber Behörden und vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten.
UPD Unabhängige Patientenberatung Deutschland gGmbH
Littenstraße 10, 10179 Berlin, Tel: 0800 0117722 (kostenfrei), www.upd-online.de
Die UPD versteht sich als Wegweiser durch das Gesundheitssystem und bietet Ratsuchenden eine neutrale und von Kostenträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung, Information und Unterstützung. Ansprechpartner sind die 22 regionalen Beratungsstellen.
Medizinrechts-Beratungsnetz der Stiftung Gesundheit
Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Behringstraße 28a, 22765 Hamburg, Telefon: 0800 073 24 83 (kostenfrei), http://www.medizinrechts-beratungsnetz.de
Service: Ein kostenloses juristisches Orientierungsgespräch mit einem Vertrauensanwalt des Medizinrechtsanwälte e.V. für ratsuchende Patienten und Ärzte.
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzb
vzbv, Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin, www.verbraucherzentrale.de
Einige Verbraucherzentralen bieten eine kostenpflichtige rechtliche Patientenberatung an. Für Information und Beratung wenden Sie sich bitte an die Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland.
Renate Christensen, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Renate Christensen ist seit über 12 Jahren als beratende Ärztin in der Berliner Beratungsstelle tätig, von 2000 bis 2005 als deren Leiterin.
Nach dem Studium der Medizin an der FU Berlin erwarb sie die Qualifikation zu den Zusatzbezeichnungen Naturheilverfahren, Akupunktur sowie Chirotherapie und wandte diese acht Jahre in eigener Praxis an. Sie wurde am Berliner Institut für Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor Frankl ausgebildet. Außerdem absolvierte sie eine Ausbildung zur Trauertherapeutin am Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe (TZL) in Dresden. Die Begleitung der Angehörigen von Krebspatienten ist ihr aus persönlichem Erleben besonders wichtig. Aus diesem Grunde leitete sie über fünf Jahre Gesprächsgruppen für diesen Personenkreis.
Nach dem Tod von Dr. E. D. Hager wurde Renate Christensen in den Vorstand der GfBK berufen. Im Vorstand setzt sie sich besonders für die Belange der regionalen Beratungsstellen ein.
{backbutton}Sabine Hötzel, Beisitzerin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Sabine Hötzel wurde 2010 zur Beisitzerin des Vorstandes bestimmt. Sie wird innerhalb des Vorstandes die Interessen von Patienten vertreten. Viele kennen Frau Hötzel vom GfBK-Kongress 2011. Sie unterstützt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Gesellschaft seit mehreren Jahren aktiv.
Als Dipl. Kommunikationswirtin war sie viele Jahre in Werbeagenturen tätig, anschließend im Personalwesen.
Nach eigenen Krebserkrankungen setzte sie sich intensiv mit Körper/Geist und Seele auseinander. Sie arbeitet als Entspannungspädagogin, Mediatorin, Trainerin Bochumer Gesundheitstraining und Kursleiterin für Entspannung.
Spende
Die Arbeit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) ist nur möglich, weil Patienten, Angehörige und Therapeuten uns unterstützen. Unsere gesamte Arbeit wird ausschließlich aus Spenden und den Mitgliedsbeiträgen finanziert. Wir erhalten keine staatliche Förderung und lehnen die Unterstützung durch die pharmazeutische Industrie ab.
Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. Bitte nutzen Sie das Spendenformular auf dieser Seite. Unser Spendenkonto:
Deutsche Bank Heidelberg
BLZ: 672 700 24 - Konto-Nr.: 0 22 99 5500
(für Überweisungen aus dem Ausland: BIC: DEUTDEDB672, IBAN: DE16 6727 0024 0022 9955 00)
Spenden aus besonderem Anlass
Wenn Sie einen Geburtstag, eine Hochzeit oder ein anderes Jubiläum zum Anlass nehmen möchten um zu einer Spendenaktion zugunsten unserer Gesellschaft aufzurufen, tragen Sie dazu bei, Krebskranken neue Hoffnung und Motivation zu vermitteln. Mit Hilfe Ihrer Spende können wir durch Beratung, Kongresse, Vortragsveranstaltungen und Workshops vielen Menschen die Idee einer ganzheitlich orientierten Krebstherapie näher bringen.
Im Verlauf der Aktion werden wir Ihnen Listen mit den Namen der Spender übersenden. Erfahrungsgemäß dauert es ca. vier Wochen, bis eine Aktion abgeschlossen ist. Jedem Spender, der uns seine Adresse mitteilt, wird unverbindlich ein Dankschreiben samt Spendenbescheinigung zugesandt.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Andrea Reinert, Tel. 06221-13802-13 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kondolenzspenden
Unsere Organisation setzt sich dafür ein, dass an Krebs erkrankte Menschen mit dieser Krankheit möglichst lange und gut leben können. Nicht immer gelingt dies. Wenn ein Mensch seinen persönlichen Kampf gegen die Krebserkrankung nicht hat gewinnen können und Sie als Angehörige sich entscheiden, um Kondolenzspenden zu bitten, tragen Sie mit Hilfe dieser Spenden dazu bei, anderen Betroffenen und deren Angehörigen das Wissen um ganzheitliche Therapien näher zu bringen.
Wenn Sie gerade einen lieben Menschen verloren haben, möchten wir Ihnen unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Wir danken allen, die in ihrer Trauer andere Menschen nicht vergessen und mit einer Kondolenzspende ein Zeichen der Hoffnung setzten möchten.
Mehr Information gibt Ihnen Andrea Reinert, Tel. 06221-13802-13 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ihr Testament zugunsten der GfBK e. V.
Als Erbin eingesetzt zu werden ist für uns Verpflichtung, die uns anvertrauten Ersparnisse satzungsgemäß einzusetzen. Wir empfinden jede Spende nicht nur als materielle Unterstützung, auch wenn wir diese sehr wohl in ihrem Wert erkennen, sondern vor allem als ein Stück Ermutigung und Hoffnung, alle Bemühungen zur Bewältigung der Krebserkrankung zu unterstützen.
Fragen beantwortet Ihnen Gerti Meier, Tel. 06221-13802-13 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Spendensiegel DZI
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr hat das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) erstmals im Jahr 2006 beantragt und erhalten. Das Siegel wird jedes Jahr nach eingehender Prüfung neu zuerkannt.
Es dient Spendern als Orientierungs- und Entscheidungshilfe. Verschiedene Organisationen können miteinander verglichen werden, das macht den Spendenmarkt übersichtlicher und erleichtert dem Spender die Entscheidung. Die Kriterien, nach denen das Siegel vergeben wird, sind in Kooperation mit betroffenen Spitzenverbänden und Fachgremien auf wissenschaftlicher Basis entwickelt worden. Um das Siegel zu erhalten, muss die GfBK umfangreiche Unterlagen einreichen. Der Verein weist z. B. nach, dass er „wahre, eindeutige und sachliche Werbung in Wort und Bild macht”. Ausgiebig geprüft wird auch die Verwendung der finanziellen Mittel. Hier kann die GfBK nachweisen, dass sie mit Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen nachprüfbar sparsam umgeht, die Mittel gemäß der Satzung verwendet und der Jahresabschluss von einem vereidigten Buchprüfer geprüft wird. Als Lohn für diese Mühe wird die GfbK im „Spenden-Bulletin” veröffentlicht, in dem alle Organisationen aufgelistet werden, die dieses Siegel erhalten haben. „Wir sind stolz darauf, wenn uns dieses Siegel jährlich neu zuerkannt wird” freut sich Dr. György Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. „Allen bisherigen Spendern und Förderern zeigen wir damit, dass wir verantwortungsvoll mit ihrem Geld umgegangen sind. Und natürlich hoffen wir auch darauf, dass noch mehr Menschen unser Anliegen mit einer Spende unterstützen.”
Über die Gesellschaft zur biologischen Krebsabwehr
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Krebspatienten, Angehörigen und Therapeuten. Die Zentrale Beratungsstelle befindet sich in Heidelberg. Zusätzlich gibt es sieben regionale Beratungsstellen in Deutschland.
Seit über 30 Jahren informiert und berät die GfBK kostenlos und unabhängig über Möglichkeiten biologischer Therapien bei Krebs. Dabei ist die Gesellschaft keiner medizinischen Richtung oder Überzeugung verpflichtet, sondern nur den Menschen, die sich an sie wenden. Das macht sie zu einem wichtigen Partner für Patienten und deren Angehörigen und zu einem wichtigen Impulsgeber für Ärzte und Therapeuten. Die GfBK versteht sich als Wegbereiter für eine moderne Krebsmedizin, in der sich naturheilkundliche und schulmedizinische Verfahren sinnvoll ergänzen.
Verein
Die Gesellschaft für
Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Wir freuen uns, dass Sie sich für die Arbeit der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. interessieren.
Wir informieren Sie hier über unsere Vereinsstruktur, unsere Zielsetzungen und unsere geschichtliche Entwicklung sowie über Ihre Möglichkeiten zur Unterstützung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. mit Spenden und durch ihre Mitgliedschaft.
Home
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Krebspatienten, Angehörigen und Therapeuten. Unser Ziel ist es, eine individuelle, menschliche Krebstherapie unter besonderer Berücksichtigung naturheilkundlicher Methoden zu fördern. Unsere Internetseite informiert Sie über komplementären Krebstherapien. Diese werden meistens begleitend zu schulmedizinischen Therapien und in der langfristigen Nachsorge angewandt. Wir geben Ihnen auch Anregungen, was Sie selbst für Ihre Gesundung tun können. Denn viele Untersuchungen belegen mittlerweile, dass informierte aktive Patienten und Patientinnen wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen. Wir möchten Sie auf diesem Weg unterstützen!
Die vier Säulen der biologischen Behandlung

Die GfBK unterstützt Sie durch:
- umfangreiches Informationsmaterial zu Krebsarten und Aspekten der Komplementäronkologie
- individuelle ärztliche Beratung zu naturheilkundlichen Krebstherapien
- Informationsveranstaltungen, Vorträge, Kurse, Seminare, Kongresse
Krebs hat viele verschiedene Ursachen. Eine örtliche Therapie alleine ist nach ganzheitlicher Auffassung nicht ausreichend. Nur die Behandlung des ganzen Menschen als körperliche, seelische und geistige Einheit unterstützt langfristig den Gesundungsprozess. Die GfBK fördert deswegen eine Medizin für den ganzen Menschen, in der sich biologische Heilverfahren und schulmedizinische Behandlungswege sinnvoll ergänzen.
Ziele einer ganzheitlichen Behandlung:
-
Stärkung und Wiederherstellung der körpereigenen Abwehrkräfte
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Verringerung von Nebenwirkungen und Folgeschäden aggressiver Therapien
-
Vorbeugung von Rückfällen und Erhöhung der Heilungschancen
-
Erhalt oder Verbesserung der Lebensqualität
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Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich jeweils durch zwei Mitglieder des Vorstandes oder ein Vorstandsmitglied und den Ärztlichen Direktor vertreten.
Ärztlicher Direktor:
Dr. med. György Irmey, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., Voßstr. 3, 69115 Heidelberg
Präsident:
Prof. Dr. med. Karl Friedrich Klippel, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., Voßstr. 3, 69115 Heidelberg
Vizepräsident:
Dr. med. Heinz Mastall, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., Voßstr. 3, 69115 Heidelberg
Schatzmeister:
Josef Mettler, Auf dem Hochfeld 11, 40699 Erkrath
Schriftführerin:
Dr. med. Nicole Weis, Im Haldenhau 13, 70565 Stuttgart
weiteres Vorstandsmitglied:
Dr. med. Ebo Rau, Reichenbergerstr. 24, 92224 Amberg
weiteres Vorstandsmitglied:
Renate Christensen, Schmidtshof 8, 14469 Potsdam
Das Impressum gilt für www.biokrebs.de
Registriert unter VR 1259 beim Vereinsregister Heidelberg
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE143295379
Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr ist durch Bestätigung des Finanzamtes Heidelberg vom 20. November 2000 unter der Steuernummer II/2-32081 als ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken dienend und insbesondere wegen Förderung der biologischen Krebstherapie wissenschaftlichen Zwecken dienend anerkannt und somit zu den in § 5 Abs. Nr. 1 KStG 1977 bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen zugehörig anerkannt worden.
Diese Internetseiten sind für medizinische Laien konzipiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Verantwortlich für journalistisch-redaktionelle Inhalte:
Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
Unsere Broschüren und Informationsblätter werden an Patienten und Ratsuchende grundsätzlich kostenfrei abgegeben. Der Nachdruck aller Dokumente dieser Internetseite, - auch auszugsweise ist verboten.
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Adresslisten
Therapeutenliste
Unsere Liste "Therapeuten" enthält Adressen von Ärzten, Heilpraktikern und anderen Therapeuten, die nach eigenen Angaben ganzheitliche Therapien durchführen. Die Einträge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und machen keine Aussagen über die Qualität der angebotenen Therapien. Die Bewertung eines Therapeuten hängt nicht nur von medizinisch messbaren Größen ab, sondern auch von Ihren subjektiven Wünschen, Bedürfnissen und Wertvorstellungen. Wir können keine Qualitätskontrollen durchführen und verstehen unsere Liste nur als Adresshinweise mit Informationen über die uns von den jeweiligen Therapeuten mitgeteilten Praxisangebote. Weitere Informationen zu den genannten Praxen finden Sie über deren Website (siehe Link, soweit vorhanden bzw. uns bekannt) oder informieren Sie sich dort telefonisch vorab. Eine Aufklärung über die Kosten alternativer Behandlungsmethoden ist unabhängig von der möglichen Erstattung durch die Krankenkassen Pflicht des Therapeuten.
Letzte Bearbeitung der Liste: 20.11.2012
Sind Sie als Therapeut tätig und möchten hier genannt werden? Melden Sie sich mit Hilfe unseres Fragebogens an.
Klinikliste
In unserer Klinikliste finden Sie Kliniken, die ganzheitlich orientiert arbeiten. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kann eine Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. eine Rehabilitation in der Zeit vor der Rückkehr in den Alltag durchgeführt werden. Abhängig von der Krebserkrankung werden begleitende Therapien individuell für Sie zusammengestellt, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Eine weitere Möglichkeit, um wieder gesund zu werden, bietet eine Akutbehandlung.
Therapeutenliste
Unsere Therapeutenliste wird zur Zeit aktualisiert. Die überarbeitete Liste wird demnächst hier hinterlegt. Zwischenzeitlich können Sie über unsere Zentrale Beratungsstelle in Heidelberg einen Auszug der derzeitigen Liste anfordern. Wir senden Ihnen diesen dann auf dem Postweg, per Fax oder E-Mail zu:
GfBK-Zentrale Beratungsstelle Heidelberg
Tel.: 06221 138020,
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Die Benefizkalendarien und -CDs der GfBK
Wertvolle Heilimpulse für jeden Tag - Treue Begleiter in allen Lebenssituationen
Verschenken Sie Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen
Mit unseren Benefizprodukten begleiten wir Menschen mit Affirmationen und heilsamen Gedanken durch jeden Tag des Jahres.
Die Resonanz auf die immerwährenden Kalendendarien ist sehr groß. Dr. Ebo Rau präsentierte im Herbst 2009 das wunderschöne Kalendarium "Chakrade", dem seit dem Nachdruck im Mai 2011 eine CD mit von Dr. Rau gesprochenen Meditationen beiliegt. Auch der Erlös des ebenfalls 2009 erschienenen Kalendariums "Sonne im Herzen" von Stefan Klatt kommt der GfBK zu Gute. In den Jahren zuvor erschienen "Alles zu seiner Zeit", "Impulse von Mensch zu Mensch", "Bewusste Gesundung"-mit Heilübungen auf CD und "Carpe Vitam".
Als Mitte Oktober 2010 das Hörbuch "Mit dem Herzen heilen" erschien, hatten wir bereits mehr als dreihundert Vorbestellungen erhalten.
Anfang Oktober 2011 erschienen die Kalendarien "Karl-Lottchen und Charlotte - Der Weg der Seele" ein Märchen-Kalendarium von Dr. Ebo Rau und "Zwischen Himmel und Erde" mit Lebensrezepten, Yoga- und Atemübungen von Stefan Klatt.
Die neuesten Benefizprodukte sind ab Ende November 2012 lieferbar: Die Audio-CD "Dankbarkeit von Herzen - Meditative Heilimpulse" von Dr. Irmey und Dr. Rau, sowie das immerwährende Kalendarium "Goldener Atem" von Stefan Klatt.
Mit jedem unserer Benefizprodukte gönnen Sie sich selbst oder den von Ihnen Beschenkten besinnliche Momente, Trost und Freude. Darüber hinaus erhält die GfBK mit dem Erlös zusätzliche Spenden, die dringend benötigt werden. Folgende Benefizprodukte sind zur Zeit erhältlich:
Audio-CD: Dankbarkeit von Herzen - Meditative Heilimpulse
Hörbuch: Mit dem Herzen heilen
Immerwährende Kalendarien mit CD: Chakrade, Bewusste Gesundung
Immerwährende Kaledarien: Karl-Lottchen und Charlotte, Carpe Vitam, Sonne im Herzen, Zwischen Himmel und Erde, Goldener Atem, Carpe Vitam
Dankbarkeit von Herzen - meditative Heilimpulse
von Dr. György Irmey und Dr. Ebo Rau
Für so Vieles dürfen wir in unserem Leben dankbar sein. Tagtäglich bekommen wir eine unendliche Viefalt an Ereignissen, materiellen Dingen, Emotionen und vielem mehr vom Leben geschenkt, die so selbstverständlich sind, dass wir das gar nicht mehr achten wollen. Mit jedem liebevollen Gedanken der Dankbarkeit setzen Sie Impulse für Heilungsprozesse. Sie hören viele die Seele berührende Dankbarkeitsgedanken mit den Meditationen dieser CD.
Spende € 7,- Erstauflage 2012
Downloads aus der CD:
Einleitung, Geistige Heilmittel (Teil 1), Geistige Heilmittel (Teil 2)
Mit dem Herzen heilen
von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey
Hörbuch mit Doppel-CD (2x70 Minuten) und 20-seitigem Booklet. Dr. Rau und Dr. Irmey lesen die besten Geschichten, Gedichte und zwei Heilübungen aus den immerwährenden Kalendarien.
"Mit dem Herzen heilen" soll Ihnen als treuer Weg- und Heilimpulsbegleiter dabei helfen, sich auch in schwierigen Lebenssituationen auf heilende Gedanken einzulassen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, sich aktiv auf den eigenen Gesundungsweg zu begeben und Ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Spende € 9,- Erstauflage 2010
Karl-Lottchen und Charlotte
Der Weg der Seele
Ein transdimensionales Märchen-Kalendarium von Dr. Ebo Rau
Dr. Ebo Rau hat im Sommer 2011 an weiteres wunderbares immerwährendes Kalendarium geschaffen. Es ist ein transdimensionales Märchenkalendarium. Er schrieb ein sehr inniges und berührendes Seelenmärchen, da für ihn die intensive Beschäftigung mit der SEELE während seiner gesamten Krankheitsphase der wichtigste Aspekt im Umgang mit der Krebserkrankung war.
Es handelt vom Lichtstrahl Karl–Lottchen – die Seele von Charlotte – und zwar von der Geburt bis zum Tod mit vielen Herausforderungen und einigen Hindernissen. Erleben Sie mit viel Freude, Wißbegier und Lernbereitschaft den Weg dieser Seele. Lassen Sie sich entführen in die Welt von Karl-Lottchen und Charlotte und staunen Sie über einfache Weisheiten wie auch tiefgründige Erkenntnisse. Lassen Sie sich inspirieren von den Anregungen der Texte und zahlreichen Affirmationen, die Ihnen jeden Tag neue Impulse geben können. Untermalt werden die Geschichten von wundervollen Bildern und Fotos.
Spende € 7,- Erstauflage Oktober 2011
Chakrade
Heilbotschaften – Geistige Heilmittel von Dr. Ebo Rau und Helga Schäferling
mit Heilmeditationen auf CD, gesprochen von Dr. Ebo Rau
Lassen Sie sich von den vielen positiven Heilbotschaften in Text und Bild aus der Tier- und Pflanzenwelt in diesem Kalendarium berühren. Jedes Lebewesen kann ein geistiges Heilmittel für uns Menschen sein. Dr. Ebo Rau macht eine Reise durch die sieben Energiezentren unseres Körpers, inspiriert uns mit vielen liebenswerten Details von Pflanzen und Tieren, nennt heilsame Affirmationen gegen Störfaktoren und vermittelt ein wahres Feuerwerk heilsamer Anregungen.
Die beiliegende CD beinhaltet Heilmeditationen mit „Chakra-Musik”, die von Günther Baumgärtner sehr einfühlsam komponiert und eingespielt wurde.
Spende € 9,- , Mai 2011
Download Meditation „Lichtregen” aus der CD
Carpe Vitam - Liebe das Leben - Lebe dein Leben
von Dr. Ebo Rau, Vorwort: Dr. György Irmey
Kalendarium mit täglichen Anregungen zur Aktivierung der Lebens- und Selbstheilungskraft; mit lebensfrohen, lebensbejahenden, besinnlichen und auch lustigen Texten und Bildern. Mit diesem immerwährenden Kalender möchten wir bewusst Impulse zur Lebensbejahung mit Zuversicht, Lebensmut und Liebe setzen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie sich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befinden sollten.
Spende € 7,- Erstauflage 2008
Bewusste Gesundung
mit Heilübungen auf CD von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey
Jeden Tag führt ein Mensch durchschnittlich 50.000 Gedankengänge aus. Oftmals sind wir uns dabei nicht bewusst, was und wie wir denken: Denken wir mit Liebe oder Hass, mit Mut oder Angst, mit Vertrauen oder Zweifel? Das neue Kalendarium möchte Ihnen Anregungen geben, sich mit Ihren persönlichen Glaubenssätzen/ Affirmationen auseinander zusetzen. Für jeden Tag haben wir Ihnen eine heilsame Affirmationen ausgesucht, mit dem Sie dem Tag einen positiven Impuls geben. Kurze und einfach auszuübende Atem-, Körper und Meditationsübungen regen an, sich täglich ein paar Minuten bewusst seiner Gesundung zu widmen. Auf der dazugehörigen CD ist ein Teil der Übungen aufgenommen. Mit dem Kalendarium möchten wir allen Lesern - Gesunden und Kranken - Krebs-Betroffenen und Interessierten - eine Hilfe geben sich regelmäßig ein paar Minuten ihrer Heilung zu widmen.
Download Meditation "Heilimpulse Achtsamkeit" aus der CD
Spende € 9,- Erstauflage 2008
Sonne im Herzen
Lebensrezepte mit Atem- und Yogaübungen
von Stefan Klatt, Grußwort von Dr. Ebo Rau
Das immerwährende Kalendarium des Atemtherapeuten Stefan Klatt mit zahlreichen praktischen Übungen, Meditationen und anschaulichen Illustrationen motiviert zum Mitmachen.
Der Autor lädt uns zu energetisierenden und entspannenden Yoga- und Atemübungen ein. Eine praktische Anleitung, Ihren persönlichen gesundheitlichen Zielen näher zu kommen.
Lassen Sie die Sonne in Ihrem Herzen scheinen durch viele gute Gedanken, berührende Gedichte und Geschichten.
Spende € 7,- Erstauflage 2009
Goldener Atem
Yogastellungen, Atemübungen und Lebensrezepte
von Stefan Klatt
Stefan Klatt widmet seinen vierten Kalender all denen, die ihr körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden verbessern wollen und auf diesem Weg Yogastellungen, Atemübungen und gedankliche Inspirationen mit einbeziehen möchten. Selbstverständlich ist auch dieser Kalender mit vielen einprägsamen Fotos und Illustrationen versehen.
Spende € 7,- Erstauflage 2012
Zwischen Himmel und Erde
Lebensrezepte mit Atem- und Yogaübungen
von Stefan Klatt
Stefan Klatt ist Atem – und Yogalehrer. Mit seinem dritten Kalendarium nach "Sonne im Herzen" und "Stille in Dir" führt er die Leserschaft wiederum heran an zahlreiche einfach und alltäglich praktizierbare vielseitige Atem- und Yogaübungen und gibt Lebensrezepte für jeden Tag. Die Übungen bieten die Möglichkeit, die medizinische Technologie durch ein umfassendes und ganzheitliches System der Gesundheitsfürsorge zu ergänzen, das sich ebenso an Geist und Seele wendet wie auch den Körper anspricht. Sie tragen dazu bei, im Menschen die Fähigkeit zu unterstützen, den inneren Frieden im Alltag besser zu finden. Selbstverständlich ist der Kalender versehen mit vielen ansprechenden und einprägsamen Fotos und Illustrationen.
Spende € 7,- Erstauflage Oktober 2011
Impulse von Mensch zu Mensch
von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey
In diesem Kalendarium aus dem Jahr 2004 geben wir Ihnen täglich Anregungen zur Krankheits-, Konflikt- und Lebensbewältigung mit Fotos von Günter Moser und Jürgen Kozok und Unterstützung vieler Helfer. Im Zusammenhang mit der Krebserkrankung werden viele negative Signale ausgesandt. Mit diesem Kalendarium möchten wir Ihnen bewusst positive Anregungen vermitteln. Hier kommen vor allem Betroffene zu Wort und teilen ihre Erfahrungen mit ihrer Krebserkrankung mit. Denn im Alltag - alltäglich - bekommt jeder Mensch regelmäßig wie der Puls „Impulse”, die für ihn positiv oder negativ, helfend oder störend, heilend oder krankmachend sind. Und in besonders schwierigen Lebenssituationen brauchen wir ganz dringend gute „Impulse von Mensch zu Mensch, von Betroffenen zu Betroffenen, von Seele zu Seele” - Impulse der Hoffnung, der Liebe, des Mutes, des Glaubens, des Vertrauens, der Zuversicht und der Kraft, - Impulse zur Gesundung, vielleicht aber auch Impulse zum Leben mit unserer Krankheit und zum Umgang mit dem Tod. Es wäre wunderbar, wenn dieses Kalendarium Krebs-Betroffenen und Interessierten eine Hilfe auf ihrem Lebensweg sein dürfte.
Spende € 7,- Erstauflage 2004
Broschüren
Aktuell können Sie folgende Broschüren bei uns bestellen:
"Wege zur Gesundheit" gibt Ihnen einen Überblick über die Ansatzpunkte biologischer Krebstherapien.
Mit "Wege zum seelischen Gleichgewicht" möchten wir Sie mit vielen Anregungen unterstützen, sich selbst oder mit Hilfe professioneller Unterstützung psychisch zu stabilisieren.
"Ernährung und Krebs" erläutert die Schutz- und Heilwirkung der vollwertigen Ernährung und hilft Ihnen Schritt für Schritt Ihre Ernährung umzustellen.
"Nebenwirkungen aggressiver Therapien" - ein Ratgeber mit vielen Tipps und Hinweisen zur Vorbeugung und Behandlung möglicher Nebenwirkungen belastender Therapien.
"Brustkrebs ganzheitlich und individuell behandeln" - ein Leitfaden, mit dem wir Betroffene darüber informieren möchten, welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sie nutzen können und wo es sich lohnt, bei den behandelnden Ärzten genauer nachzufragen. Eine ausführliche Literaturliste finden Sie hier.
Diese Broschüren werden im DIN A5-Format gedruckt und umfassen ca. 30 -40 Seiten, die Brustkrebs-Broschüre hat einen Umfang von 92 Seiten.
Gerne schicken wir Ihnen die gewünschten Exemplare mit der Post zu. Bitte nutzen Sie unser Bestellformular. Wir bitten um Verständnis, das der Versand per Post einige Tage dauern kann. Aufgrund der Großzügigkeit unserer Spenderinnen und Spender sind der Download und der Versand kostenfrei. Wenn Sie unsere Infos mit der Post erhalten, legen wir einen Überweisungsträger bei und bitten um eine Spende. Wenn Sie nach dem Download eine Spende an uns überweisen möchten, können Sie unser Spendenformular verwenden.
Unser Angebot an Infomaterialien für Sie
Infomaterial
Die Kernaufgabe der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr ist die Information von Patienten, Angehörigen, Ärzten und Interessierten über die vielfältigen Möglichkeiten biologischer Therapien bei Krebs.
- Wir begleiten Patienten auf der Suche nach ihrem persönlichen, ganzheitlichen Heilungsweg.
- Unsere Informationsschriften werden von erfahrenen naturheilkundlich tätigen Ärzten erstellt und informieren firmenneutral und unabhängig.
- Die zahlreichen Broschüren und Informationsblätter stellen wir Ihnen kostenfrei zur Verfügung.
- Unser Mitteilungsblatt IMPULSE und die Mitgliederzeitschrift SIGNAL vermitteln regelmäßig fachkundige Informationen und bieten Anregungen für mehr Lebensfreude. IMPULSE und SIGNAL erscheinen vierteljährlich.
Audiobeiträge
Diese Audiobeiträge aus unseren Benefizprodukten stellen wir Ihnen kostenfrei zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Hören:
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Einleitung zur Meditations-CD "Dankbarkeit von Herzen" (Dr. G. Irmey)
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Aus der Meditations-CD "Dankbarkeit von Herzen": Geistige Heilmittel Teil 1, Geistige Heilmittel Teil 2 (Dr. Ebo Rau)
Die CD "Dankbarkeit von Herzen - Meditative Heilimpulse" von Dr. György Irmey und Dr. Ebo Rau können Sie hier bestellen.
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Mit dem Herzen heilen - Gedicht (gelesen von Dr. G. Irmey) Dieses Gedicht finden Sie im Hörbuch "Mit dem Herzen heilen" von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey. Sie können das Hörbuch hier bestellen, der Erlös geht zu Gunsten der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V.
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Das Märchen der Geschwister Mut und Liebe - aus dem Tagebuch von Ebo Rau (gelesen von Dr. G. Irmey) Dieses Märchen finden Sie im Tagebuch "Krebs! Was nun Ebo?". Sie können das Tagebuch hier bestellen, der Erlös geht zu Gunsten der Ebo-Rau-Stiftung.
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Farbheilmediation (gelesen von Dr. E. Rau) Die Meditation ist eine von sieben Heilmeditationen, auf der CD zum immerwährenden Kalendarium "Bewusste Gesundung" von Dr. Ebo Rau und Dr. György Irmey. Mit unseren Benefizprodukten möchten wir allen Lesern - Gesunden und Kranken - Krebs-Betroffenen und Interessierten - eine Hilfe geben sich regelmäßig ein paar Minuten ihrer Heilung zu widmen.
Darüber hinaus unterstützt jeder, der unsere Benefizprodukte gegen eine kleine Spende erwirbt, die Ziele unserer Gesellschaft.
GfBK-Informationsblätter
Wir halten 43 GfBK-Infos zu vielen Themen für Sie bereit.
Unsere Informationsblätter bieten Patienten, Angehörigen, Interessierten und Therapeuten wichtige Hinweise und Anregungen. Die Themenvielfalt ist groß und wird laufend erweitert. Dennoch kann es sein, dass Sie das gewünschte Thema nicht finden. In solchen Fällen wenden Sie sich bitte an unsere zentrale Beratungsstelle in Heidelberg: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese Informationsblätter werden im DIN A4-Format gedruckt und umfassen ein bis vier Seiten.
Gerne schicken wir Ihnen die gewünschten Exemplare mit der Post zu. Bitte nutzen Sie unser Bestellformular. Wir bitten um Verständnis, das der Versand per Post einige Tage dauern kann. Aufgrund der Großzügigkeit unserer Spenderinnen und Spender sind der Download und der Versand kostenfrei. Wenn Sie unsere Infos mit der Post erhalten, legen wir einen Überweisungsträger bei und bitten um eine Spende. Wenn Sie nach dem Download eine Spende an uns überweisen möchten, können Sie unser Spendenformular verwenden.
Videos und Filme
Juni 2013
Wer nicht am 16. Internationalen Kongress der GfBK am 4. und 5. Mai 2013 in Heidelberg teilnehmen konnte, hat hier die Möglichkeit, Auszüge aus den Video-Mitschnitten ausgewählter Vorträge zu sehen. Weitere Vorträge können hier auf DVD bestellt werden.
- Interaktives Forum des Seminares "Die Krebserkrankung individuell bewältigen - Ungewöhnliche Heilungsverläufe". Leitung: Dr. med. G. Irmey, Ärztlicher Direktor der GfBK. Hier berichten Patienten von ihren persönlichen Wegen, die sie nach der Diagnose auf ihrem Heilungsweg beschritten haben.
- Interaktives Forum des Vortragsprogrammes "Den Krebs biologisch abwehren und integrativ behandeln". Leitung: Claus Witteczek, Ärztlicher Beratungsdienst der GfBK. Podiumsdiskussion und Gesprächskreis mit beratenden Ärzten der GfBK und Chefärzten biologischer Fachkliniken.
- Vortrag Dr. med. Susanne Bihlmaier "Immunaktiv schlemmen - fix, einfach und köstlich". Der überaus lebendige Vortrag mit vielen praktischen Tipps weckt die Lust auf gesundes Kochen mit vielfältigen, leicht umsetzbaren, gesunden Zubereitungsempfehlungen.
März 2012
Anfang des Jahres gab Dr. med. György Irmey, der Ärztliche Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, anlässlich eines großen Ärztekongresses ein kurzes Interview, das Sie hier sehen können:
Mai 2011
Vom 13. bis 15. Mai 2011 fand der 15. Internationale Kongress für Biologische Krebsabwehr mit mehr als 1300 Besuchern in Heidelberg statt.
Die folgenden bewegten Bilder geben einen kurzen Einblick in das vielfältige Kongressgeschehen.
Beim Kongress wurde auch ein kurzes Interview mit Dr. Irmey, dem Ärztlichen Direktor und Kongressleiter, sowie dem international renommierten Medizinjournalisten Dr. Ralph Moss (in englischer Sprache) aufgenommen:
- Dr. György Irmey Interview - Film bei YouTube
- Ralph Moss PhD Interview Teil 1 - Film bei YouTube
- Ralph Moss PhD Interview Teil 2 - Film bei YouTube
Hier finden Sie eine Rückschau und weitere Informationen zum Kongress 2011.
Im Vorfeld unseres Kongresses war Dr. Irmey zur Aufnahme einer Talkshow bei Jürgen Fliege eingeladen. Die Sendung können Sie hier anschauen.
Dr. Kleef Hyperthermie Immuntherapie Integrative Onkologie
A-1130 Wien, Auhofstraße 1
Telefon: 0043/1/585 73 11
Telefax: 0043/1/585 73 11-20
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www.dr-kleef.at
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Zytokine
-
Chemotherapie, Fiebertherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Photodynamische Therapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Neuraltherapie, Physiotherapie
-
Psychotherapie, Visualisierung
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Klinik im LEBEN
07973 Greiz
Gartenweg 5-6
Telefon: 03661/689870
Telefax: 03661/689872
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www.klinik-imLEBEN.de
-
Bettenzahl: 12
-
Akut, Ambulanz, Privatkassen,
-
beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie
-
Fiebertherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie
-
Akupunktur, Bachblüten, Bioresonanztherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, ElektroAkupunktur nach Voll, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Hypnose, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung, Yoga, Qigong, Feldenkrais
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Klinik Graal-Müritz
Fachklinik für Onkologie und Ganzheitsmedizin
18181 Graal-Müritz
Lindenweg 16
Telefon: 038206/750
Telefax: 038206/75175
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-
Bettenzahl: 50
-
Ambulanz, Reha, AHB, beihilfefähig, BfA,
-
Privatklinik
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie
-
Akupunktur, Bachblüten, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Homöopathie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Medicalcenter Mommsenstraße
10629 Berlin
Mommsenstr. 57
Telefon 030/31 51 73 87-0
Telefax 030/31 51 73 87-42
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-
3 Tagesbetten
-
Rehabilitation ambulant, Akutbehandlung, Ambulanz, Beihilfe, private Krankenversicherung
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie,
Sauerstoff Mehrschritt nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine -
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie,
hypertherme Bauchchemotherapie, Fiebertherapie -
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie,
Darmregulation, Eigenblut, Neuraltherapie -
Ernährungsberatung
Asklepios Westklinikum
Integrative Medizin – Station 4
22559 Hamburg
Suurheid 20
Telefon: 040/8191 2300
Telefax: 040/8191 2303
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www.asklepios.com/klinik/default.aspx?cid=683&pc=0402&did3=4173
-
Bettenzahl: 26 (3 EZ DU/WC, 4 DZ/WC, 7 DZ,1 EZ)
-
Akut, alle Krankenkassen
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden,
-
Fiebertherapie, Wärmetherapie
-
Eigenblut, Homöopathie, Physiotherapie, Lymphdrainage,
-
Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie,
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
gisunt-Klinik für integrative Medizin
Internationales Hyperthermiezentrum
26384 Wilhelmshaven
Mühlenweg 144
Tel: 04421-774140
Fax: 04421-7741410
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www.gisunt-klinik.de
Bettenzahl: 7
-
Ambulanz, Privatklinik, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine, Immuntherapien
-
Chemotherapie, Ganzkörperhyperthermie, (sKMT), Regionale Hyperthermie (RHT), Prostatahyperthermie (TUMT), Fiebertherapie, Thermotherapie, Wärmetherapie, Laserinduzierte Thermotherapie, CellVas, Heatheal®
-
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Physiotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
-
Atemtherapie, Psychotherapie
-
Vollwerternährung, Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
Ayurveda-Klinik Kassel
Ganzheitliche Klinik Werner Wicker KG
34131 Kassel
Wigandstr. 1
Telefon: 0561/31 08-99
Telefax: 0561/31 08-883
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www.habichtswaldklinik-ayurveda.de
- ambulante Behandlungen
-
Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Thymustherapie
-
Wärmetherapie
-
Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Homöopathie, Physiotherapie, Ayurveda Ölbehandlung,-Ernährung, -Entschlackung
-
Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Habichtswald-Klinik
Klinik für Ganzheitsmedizin
34131 Kassel
Wigandstr. 1
Telefon: 0561/31 08-0
Telefax: 0561/31 08-128
i Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
- Betten: 106
- Reha, beihilfefähig, AHB (Einzelfallentscheidungen)
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie
-
Akupunktur, Bachblüten, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Ayurveda
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Muskelentspannung, Psychotherapie
-
Vollwerternährung, Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
Hyperthermie-Zentrum Dr. Peter Wolf
30161 Hannover
Oskar-Winter-Str. 9
Telefon: 0511/66 30-28/-29
Telefax: 0511/39 36 98
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http://www.hyperthermie-zentrum-hannover.de
- Betten: 4
- Ambulanz
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie
-
Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Fiebertherapie, Prostatahyperthermie,
-
Akupunktur, Bachblüten, Bioresonanztherapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Eigenblut, Homöopathie
-
Psychotherapie, Visualisierung
-
Vollwerternährung
Reha-Klinik Schloß Hamborn
33178 Borchen bei Paderborn
Schloß Hamborn 85
Telefon: 05251/38 86-0
Telefax: 05251/38 86-702
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
-
Betten: 69 EZ DU/WC, 3 DZ DU/WC
-
Reha, AHB (Einzelfallentscheidungen), BfA,
-
beihilfefähig
-
Misteltherapie
-
Homöopathie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Künstlerische Therapien
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Schlosspark-Klinik
Fachklinik für naturgemäße Ganzheitsmedizin
36129 Gerstadt-Rhön
Fritz-Stamer-Str. 11
Telefon: 06654/16-0
Telefax: 06654/16-63
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-
Betten: 30 (6 DZ m. DU/WC,18 EZ m. DU/WC)
-
Ambulanz, Akut, Reha
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Akupunktur, Bachblüten, Bioresonanztherapie, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Moratherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapie
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Psychotherapie
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Sonnenberg-Klinik
37242 Bad Sooden-Allendorf
Hardtstr. 13
Telefon: 05652/5 41
Telefax: 05652/5 49 90 + 5 42 00
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http://www.sonnenberg-klinik.de/
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Betten: 255
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Klinikambulanz, Reha, AHB, alle Krankenkassen, beihilfefähig, DRV-Bund
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapien, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
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Chemotherapie
-
Akupunktur, Darmregulation, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung
Evangelische Kliniken Gelsenkirchen
Evangelische Kliniken Gelsenkirchen
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (CA Dr. med. Alexander Ast)
Klinik für Senologie (CA Dr. med. Abdallah Abdallah)
45879 Gelsenkirchen
Munckelstr. 27
Telefon: 0209/160-1201
Telefax: 0209/160-2677
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www.meinediakonie.de/evk/kliniken/gynaekologie/index.html
www.meinediakonie.de/evk/kliniken/senologie/index.html
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Bettenzahl: 448, Zwei-Bett-Zimmer mit Dusche/WC: alle gesetzlichen Kassen, Ein-Bett-Zimmer: gegen Gebühr/Wahlleistung
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Akut, Ambulanz, Gesetzliche Krankenversicherung, Beihilfe, Private Krankenversicherung, Gesetzliche Rentenversicherung
Frauenklinik, Klinik für Gynäkologie, und Geburtshilfe, Klinik für Senologie, Schwerpunkt Onkologie, Schlaflabor, Traditonell chinesische Medizin (TCM), Strahlenklinik
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Misteltherapie
-
Chemotherapie, Bestrahlungen
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Akupunktur, Elektroakupunktur, Chinesische Phytotherapie, Moxabehandlungen, Gua Sha, Tuinabehandlungen, Qi Gong, Aromatherapie, Homöopathie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
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Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
HELIOS Klinik Krefeld / TimO
Therapiezentrum für integrative medizinische Onkologie an der HELIOS-Klinik Hüls
47839 Krefeld
Fette Henn 50
Telefon: 02151/739-311
Telefax: 02151/739-313
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Betten: 182
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alle Kassen, Palliativmedizin
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie
-
Akupunktur, Darmsanierung, Fußreflexzonenmassage, Physiotherapie, Lymphdrainage, Phytotherapie
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vegetarische Ernährung
Praxis und Tagesklinik Dr. F. Wurms, Casa Sana
Onkologie und chron. Erkrankungen - Physiotherapie - Sportstudio
40210 Düsseldorf
Graf-Adolf-Str. 59
Telefon: 0211/354005
Telefax: 0211/1640912
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Betten: 6
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Ambulanz
-
Beihilfe, Private Krankenversicherung
-
Rehasport / Onkologie und Orthopädie
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff Mehrschritt nach Ardenne, Thymustherapie
-
Chemotherapie, Fiebertherapie, Galvanotherapie, Regionale Hyperthermie, Ganzkörperhyperthermie
-
Bachblüten, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Autogenes Training, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Praxisklinik Dr. Kalden
44141 Dortmund
Westfalendamm 275
Telefon 0231/618 67 41
Telefax 0231/618 67 42
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3 Tagesbetten
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Rehabilitation ambulant, Akutbehandlung, Ambulanz, Beihilfe, private Krankenversicherung
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie,
hypertherme Bauchchemotherapie, Fiebertherapie -
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Neuraltherapie
-
Ernährungsberatung
Praxisklinik für integrative Onkologie Dr. Plaza
42551 Velbert
Berliner Str. 11-13
Telefon: 02051/25 44 14
Telefax: 02051/25 44 32
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Fiebertherapie, Galvanotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Thermotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Bachblüten, Bioresonanztherapie, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Eigenblut, Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Hypnose, Muskelentspannung, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
58313 Herdecke
Gerhard-Kienle-Weg 4
Telefon: 02330/62-0
Telefax: 02330/62-3995
www.gemeinschaftskrankenhaus.de
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Betten: 470 (8 Drei-Bett-Zimmer m. Dusche/WC, 73 Zwei-Bett-Zimmer m. Du/WC, 31 Ein-Bett-Zimmer m. Du/WC)
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Akut, Ambulanz
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Gesetzliche Krankenkassen, Beihilfe, Private Krankenkassen
-
Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie, Fiebertherapie
-
Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Künstlerische Therapien, Heileurythmie
-
Anthroposophisch orientiert, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Klinik Kloster Paradise
Klinik für Integrative Onkologie
59494 Soest
Im Stiftsfeld 1
Telefon: 02921/3 61 00-50
Telefax: 02921/3 61 00-18
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Betten: 13 / 17 Tagesklinikbetten
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Privat
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Chemotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie
-
Akupunktur, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Neuraltherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Bochumer Gesundheitstraining, Künstlerische Therapien, Psychotherapie
-
Ernährungsberatung
Praxisklinik Dres. A. und I. Schuppert
Ganzheitliche Medizin und Krebstherapie, Ganzheitliche Zahnmedizin
53113 Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 63
Telefon: 0228/96 95 73
Telefax: 0228/69 67 54
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten / Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie, Prostatahyperthermie
-
Akupunktur, Bachblüten, Bioresonanztherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Moratherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Hypnose, Psychotherapie
Frauenklinik – Kreiskrankenhaus Groß-Gerau
64521 Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 3
Telefon: 06152/986-2342
Telefax: 06152/986-2177
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-
Betten: 62 (22 Zwei-Bett-Zimmer mit WC), EZ gg. Gebühr/Wahlleistung
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Akut, Ambulanz, alle Kassen
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Thymustherapie
-
Chemotherapie, Fiebertherapie
-
Akupunktur, Darmsanierung, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Psychotherapie
-
Ernährungsberatung
Juvital Medical Center
65185 Wiesbaden
Bahnhofstr. 39
Telefon: 0611/30 12 15
Telefax: 0611/30 45 42
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-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten / Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie
-
Ernährungsberatung
Klinik für Prostatatherapie
69115 Heidelberg
Bergheimer Straße 56a
Telefon: 06221/65085-0
Telefax: 06221/65085-11
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-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden
-
Chemotherapie, Prostatahyperthermie
-
Akupunktur
Tagesklinik für biologische Medizin und Krebsnachbehandlung
65627 Elbtal
Kirchstr. 8
Telefon: 06436/38 75
Telefax: 06436/82 14
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.elbtal-ww.de
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten / Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie,Darmregulation, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie
-
Ernährungsberatung
Vita-Natura-Klinik
Klinik für Ganzheitsmedizin
66957 Eppenbrunn (Pfalz)
Altschloßstr. 1
Telefon: 06335/92 11 00
Telefax: 06335/92 11 50
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Betten: 25
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Ambulanz, Akut, Reha, AHB, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Fiebertherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Thermotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Bachblüten, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Hypnose, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung, Ernährung nach F.X. Mayr und Buchinger
Asklepios Südpfalzklinik Germersheim
Gynäkologische Abteilung
76726 Germersheim
An Fronte Karl 2
Telefon: 07274/504-261
Telefax: 07274/504-160
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Betten: 34 (1-2 Drei-Bett-Zimmer mit Dusche/WC, 13 Zwei-Bett-Zimmer mit Dusche/WC, 1-6 Ein-Bett-Zimmer mit Dusche/WC - alle Zimmer variabel belegbar), 1 Familienzimmer (Doppelbett), Übernachtungs-
möglichkeiten (mit Mahlzeiten) für Angehörige
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Akut, Ambulanz, alle Krankenkassen, Beihilfe, Private Krankenkassen
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Vitamin C intravenös, Selen intravenös
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Chemotherapie
-
Akupunktur, Bioresonanztherapie, Eigenblut, Homöopathie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Bochumer Gesundheitstraining, künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung, Heileurythmie, Yoga, Wickel, Auflagen, Einreibungen
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
BioMed-Klinik
Klinik für Onkologie, Immunologie und Hyperthermie
76887 Bad Bergzabern
Tischberger Str. 5 + 8
Telefon: 06343/7 05-0
Telefax: 06343/7 05-358
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Ambulanz, Akut
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Galvanotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, hypertherme Bauchchemotherapie, Photodynamische Therapie, Thermotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Darmregulation, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie
-
Psychotherapie
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Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Emil-Schlegel-Klinik
Homöopathisches Kompetenzzentrum
Tagesklinik mit Vollpension
72108 Rottenburg - Bad Niedernau
Badstr. 85
Telefon 07472/936637-0
Telefax 07472/936637-10
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Betten: 7 (Patienten wohnen in Ferienwohnungen im Haus)
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Ambulanz
-
Beihilfe, Private Krankenversicherungen (Übernahme der ärztlichen und therapeutischen Kosten)
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Orthomolekulare Therapie
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Homöopathie, Neuraltherapie, Lymphdrainage, Osteopathie
-
Atemtherapie, Autogenes Training, künstlerische Therapien, Muskelentspannung,Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung
Filderklinik
70794 Filderstadt-Bonlanden
Im Haberschlai 7
Telefon: 0711/77 03-11 71
Telefax: 0711/77 03-180
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Misteltherapie
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Chemotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Wärmetherapie
-
Homöopathie, Lymphdrainage, Physiotherapie
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Künstlerische Therapien, Heileurythmie, Psychotherapie
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Anthroposophisch orientiert, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Hahnemann Tagesklinik Tübingen
72072 Tübingen
Uhlandstr. 14
Tel.: 07071-9796496
Fax: 07071-9796498
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www.hahnemann-klinik-tuebingen.de
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Ambulanz
-
Beihilfe, Private Krankenkassen
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Homöopathie
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Atemtherapie, Künstlerische Therapien, Psychotherapie
-
Ernährungsberatung
Klinik Öschelbronn
Centrum für Integrative Medizin und Krebstherapie, Akutklinik mit onkologischem Schwerpunkt
Am Eichhof 30
75223 Niefern-Öschelbronn
Telefon: 07233/680
Telefax: 07233/68110
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Betten: 70
-
Akut, Ambulanz, alle Kassen, alle Patienten
-
Tagesklinisches Angebot, Übernachtungsmöglichkeit für Gäste
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Misteltherapie, Orthomolekulare Therapie,
-
Chemotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie,Fiebertherapie
-
Homöpathie, Lymphdrainage, Physiotherapie
-
Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Psychoonkologie
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Paracelsus-Krankenhaus
75378 Bad Liebenzell
Burghaldenweg 60
Telefon: 07052/925-0
Telefax: 07052/925-2650
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-
Betten: 62 (davon 28 EZ DU/WC u. 10 DZ Du/WC)
-
Akutklinik f. Innere Medizin, alle Kassen
-
Misteltherapie, Therapie mit Organpräparaten/Peptiden
-
Chemotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Fiebertherapie
-
Homöopathie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp, Lymphdrainage
-
Künstlerische Therapien
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, Vegetarische Ernährung
Klinik Bad Trissl
Onkologisches Kompetenzzentrum Oberaudorf
83080 Oberaudorf
Bad-Trissl-Str. 73
Telefon: 08033/20-0
Telefax: 08033/20-291
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-
Betten: 232 (168 EZ DU/WC, 32 DZ DU/WC)
-
Akut, Reha, Ambulanz, Reha, AHB
-
Gesetzliche Krankenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, Beihilfe, Private Krankenversicherung
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie
-
Darmregulation, Fußreflexzonenmassage, Neuraltherapie, Physio-
therapie, Therapien nach Kneipp, Lymphdrainage -
Atemtherapie, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psycho-
therapie, Visualisierung -
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, Vegetarische Ernährung
Klinik Marinus am Stein
Klinik Marinus am Stein
83098 Brannenburg
Biberstr. 30
Telefon: 08034/9 08-0
Telefax: 08034/9 08-299
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-
Betten: 13
-
Ambulanz, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie
-
Chemotherapie, Galvanotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Wärmetherapie, Laser- und Kryotherapie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Darmregulation, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Lymphdrainage
-
Atemtherapie, Hypnose
-
Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Klinik Silima
Synthese innerer und chinesischer Medizin
83083 Riedering im Chiemgau
Im Gut Spreng
Telefon: 08036/309-0
Telefax: 08036/309-231
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-
Betten: 18, alle mit DU/Bad/WC (Begleitperson möglich)
-
Privatklinik, beihilfefähig, Akut, Reha, Ambulanz
-
Chemotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Darmsanierung, Fußreflexzonenmassage, Physiotherapie, Lymphdrainage, Phytotherapie, TCM, Tuina, Shiatsu, APM
-
Atemtherapie, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung
Kneipp-Sanatorium Möst
87629 Hopfen am See
Uferstr. 1
Telefon: 08362/5 04-0
Telefax: 08362/5 04-184
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-
Betten: 130
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Ambulanz, Reha, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Thymustherapie
-
Wärmetherapie
-
Akupunktur, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonentherapie, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Muskelentspannung, Psychotherapie
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Krankenhaus für Naturheilweisen
Fachklinik für Innere Medizin, Naturheilverfahren und Homöopathie
81545 München
Seybothstr. 65
Telefon: 089/625050
Telefax: 089/62505430
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-
Betten: 110 (Ein-, Zwei- und Drei-Bett Zimmer)
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Akut, alle Krankenkassen, Ambulanz (nur privat)
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Thymustherapie
-
Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Thermotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Bachblüten, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Medias Klinikum GmbH & Co. KG
84489 Burghausen, Krankenhausstr. 14 A
Telefon: 08677/9160101(-2)
Telefax: 08677/9160120
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-
Betten: 30 (davon 18 EZ DU/WC, 6 DZ/Du/WC)
-
Privatklinik, beihilfefähig
-
Regionale Chemotherapie mit Entgiftung durch Chemofiltration, Ganzkörperhyperthermie
Praxisklinik Frank Daudert
83043 Bad Aibling
Frühlingstr. 30
Telefon: 08061/49 78-0
Telefax: 08061/49 78-29
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten / Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Galvanotherapie, Ganzkörperhyperthermie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Eigenblut, Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Lymphdrainage
-
Muskelentspannung, Psychotherapie
-
Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Veramed-Klinik am Wendelstein
Internistische Fachklinik für Onkologie
83098 Brannenburg
Mühlenstr. 60
Telefon: 08034/30 20
Telefax: 08034/30 27 40
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Betten: 86, Akut 49
-
Ambulanz, Akut, teilstationär, alle Krankenkassen, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine
-
Chemotherapie, Regionale Hyperthermie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Bachblüten, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Waldhausklinik Deuringen
Krankenhaus für Innere Medizin
86391 Stadtbergen
Sandbergstr. 47
Telefon: 0821/43 05-0
Telefax: 0821/43 05-179
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Betten: 42
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Akut (internistisch), beihilfefähig
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie
-
Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Neuraltherapie, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp, Lymphdrainage
-
Autogenes Training
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
HG Naturklinik Michelrieth
97828 Marktheidenfeld
Löwensteinstr. 15
Telefon: 09394/8 01-0
Telefax: 09394/8 01-310
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Betten: 64
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Ambulanz, Akut (nur PK), Reha, beihilfefähig
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie
-
Regionale Hyperthermie, Thermotherapie, Wärmetherapie
-
Akupunktur, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Hufeland-Klinik
97980 Bad Mergentheim
Löffelstelzer Str. 1-3
Telefon: 07931/53 60
Telefax: 07931/536 333
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Betten: 50 (16 Zwei-Bett-Zimmer mit Dusche/WC, 34 Ein-Bett-Zimmer mit Dusche/WC)
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Ambulanz, Reha, AHB, alle Krankenkassen, beihilfefähig, Private Kassen
-
Aufnahme von Begleitpersonen möglich
-
Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt nach Ardenne, Thymustherapie
-
Chemotherapie, Fiebertherapie, Ganzkörper-Hyperthermie, Regionale Hyperthermie, Photodynamische Therapie
-
Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Eigenblut, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Therapien nach Kneipp
-
Atemtherapie, Autogenes Training, Bochumer Gesundheitstraining, Hypnose, künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie, Visualisierung
-
Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Inselsberg Klinik
99891 Tabarz/Thüringen
Fischbacher Str. 36
Telefon: 036259/53-0
Telefax: 036259/53-291
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Betten: 248 (228 EZ DU/WC,10 DZ DU/WC)
-
AHB
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Zytokine
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Chemotherapie
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Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, Physiotherapie, Therapien nach Kneipp, Lymphdrainage
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Atemtherapie, Autogenes Training, Künstlerische Therapien, Muskelentspannung, Psychotherapie
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Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
Sanatorium Dr. Holler
97980 Bad Mergentheim
Edelfinger Str. 26-28
Telefon: 07931/5 46-0
Telefax: 07931/5 46-122
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Betten: ca. 66
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Ambulanz, Reha, AHB, Privatkassen, beihilfefähig
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt nach Ardenne, Thymustherapie
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Akupunktur, Bachblüten, Darmregulation, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Lymphdrainage, Neuraltherapie, Physiotherapie
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Atemtherapie, Autogenes Training
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Ernährungsberatung
Lukas Klinik
Spezialklinik für Tumorerkrankungen
CH-4144 Arlesheim
Brachmattstr. 19
0041/61/7 06 71 71
0041/61/7 06 71 73
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Misteltherapie
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Chemotherapie, Fiebertherapie, Ganzkörperhyperthermie, Wärmetherapie
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Colon-Hydro-Therapie, Lymphdrainage, Physiotherapie
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Künstlerische Therapien, Psychotherapie
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Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, Vollwerternährung, vegetarische Ernährung
Paracelsus Klinik Lustmühle
Zentrum für Ganzheitsmedizin und Zahnheilkunde
CH-9062 Lustmühle
Battenhusstr. 12
0041/71/3 35 71 71
0041/71/3 35 71 00
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Enzymtherapie, Misteltherapie, Therapien mit Organpräparaten/Peptiden, Orthomolekulare Therapie, Sauerstoff/Ozon-Therapie, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, Thymustherapie, Zytokine
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Ganzkörperhyperthermie, Regionale Hyperthermie, Prostatahyperthermie, Photodynamische Therapie, Thermotherapie, Wärmetherapie
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Akupunktur, Bioresonanztherapie, Chelattherapie, Colon-Hydro-Therapie, Darmregulation, Elektro-Akupunktur nach Voll, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Neuraltherapie, Physiotherapie
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Atemtherapie, Psychotherapie
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Anthroposophisch orientiert, Ernährungsberatung, vegetarische Ernährung
Patienten beim Kongress
Ute Roy: Russisch Roulette – oder nur ein etwas anderer Umgang mit der Diagnose Brustkrebs
Bei einer Vorsorgeuntersuchung wurde 2004 ein kleiner Knoten in meiner linken Brust festgestellt. Wegen Fehleinschätzungen diverser Mediziner über Vorhandensein sowie Art meines Knotens hoffte ich noch bis zur Auswertung der Laboranalyse, dass es ein gutartiger Tumor ist.
Sehr bewusst wählte ich eine OP-Methode, die im Februar 2004 noch nicht Standard war. Dabei wurden nicht unnötig viele Lymphknoten entfernt, was nach heutiger Erkenntnis auch wenig Sinn macht. Beim Therapieverlauf entschied ich mich gegen die gängige Vorgehensweise bei hormonabhängigen Mammakarzinomen, also sechswöchige Bestrahlung, monatliches Spritzen eines Depot-Hormon-Blockers und mehrjährige Behandlung mit einem Anti-Östrogen. Lediglich der einjährigen Behandlung mit Zoladex (ein GnRH-Analogon) stimmte ich zu. Mein Therapieweg wurde stark kritisiert. „Sie spielen Russisch Roulette", so kommentierte eine Frauenärztin meine Entscheidungen und riet mir eindringlich zum alsbaldigen zeitversetzten Beginn der Strahlentherapie.
Ich ließ mich davon nicht beirren und kümmerte mich um eine Verbesserung meiner Gesamtsituation und meines Seelenheils. Die wichtigste Veränderung wurde die berufliche. Nach 14 Jahren beendete ich meine zum Teil stark belastende Selbstständigkeit. Außerdem wählte ich die Lebensmittel bewusster aus und betätigte mich sportlich noch intensiver. Das hat enorm zur Erhaltung der Gesundheit und zu gesteigertem Wohlbefinden beigetragen. Was mir noch geholfen hat? Ich gehe achtsamer mit meinen Bedürfnissen um, habe meine Lebenseinstellung total geändert – und die GfBK hat mich dabei unterstützt.
Ich kann auf die neun Jahre seit meiner Operation mit großem Wohlgefallen zurückblicken. Gerade habe ich ein kleines Buch über meine Genesungsgeschichte veröffentlicht. Ich will Frauen mit der Diagnose Brustkrebs Mut machen, ihre eigenen Wege zu beschreiten. Es ist wichtig, bei der Wahl der Therapien eigenverantwortlich mitzubestimmen und aktiv am Therapieverlauf mitzuwirken, um sich aus dem Schock und der Ohnmacht zu befreien.
Ute Roy auf dem Kongress:
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
Weitere Informationen zu Ute Roy finden Sie hier.
Traudel Beickler: Leiomyosarkom – eine Begegnung der besonderen Art
Nach einer Ausschabung im Mai 2007 bat mich mein Gynäkologe zu einem Nachgespräch über die histologische Untersuchung. Er hatte hinter dem entfernten Myom in der Gebärmutterwand ein gut getarntes, etwa murmelgroßes Sarkom entdeckte. Ein Zufallsbefund! Das müssen wir operieren! Zu Hause surfte unsere Tochter im Internet darüber, und wir fielen aus allen Wolken: Schnellwachsend und äußerst bösartig!
Ein paar Tage später befand ich mich wieder im Krankenhaus. Diesmal auf unsicherem Terrain: In der Nacht stand ein schwarz gekleideter Mann mit Hut lange neben meinem Bett. Nach 6-stündiger Total-Operation mit Entfernung des großen Netzes beförderte das Gynäkologen-Chirurgen-Team ein Leiomyosarkom 1.Grades zutage, was durch die Ausschabung angekratzt worden war. Sind dadurch jetzt vermehrt Zellen in die Blutbahn gelangt, die sich vermehren und Metastasen bilden können? Das anfängliche Glück, das Sarkom entdeckt zu haben, verwandelte sich in Sorge und Angst, die mir keiner nehmen konnte. Der Arzt betonte die Seltenheit dieser Krebsart. Ich war etwas Besonderes.
Bei einer MRT-Kontrolle wurde Mitte Dezember 2008 ein Schatten auf der Leber entdeckt. Gleichzeitig im CT-Thorax viele kleine Streuherde in der Lunge. Die Angst kam mit Wucht zurück. Das mögliche Sarkom lag an einer gut durchbluteten Stelle in der Nähe eines großen Gefäßes. Sowohl die Verletzungs- als auch die Streuungsgefahr waren zu groß. Außerdem sollte auf jeden Fall operiert werden, warum dann nicht gleich.
Diesmal flog ich aus der Umlaufbahn: Ich war vom Tod bedroht!
Mein Professor war ein positiv denkender Mensch: Wir machen jetzt den 1. Schritt, das ist die Leber-OP. Dann sehen wir weiter. Im Februar 2009 wurde ich operiert. Wie erwartet, eine Metastase auf der Leber. Nach 10 Tagen war ich wieder zu Hause, für meine psychische Regeneration brauchte ich Jahre.
Ich suchte nach Behandlungsalternativen, nahm Kontakt zur biologischen Krebsabwehr in Heidelberg auf, versuchte zu Entgiften und mein Immunsystem zu stabilisieren. In der zweiten Reha übte ich mich im Gespräch mit anderen Betroffenen, in Qi-Gong und Meditation und stellte meine Ernährung völlig um: Kaum Kohlehydrate, kein Zucker, gute Öle und Fette, nach dem Prinzip von Dr. Coy. Jeden Morgen aß ich mit Lust ein Budwig-Müsli, war viel an der frischen Luft und trieb wieder Sport. Zu Hause suchte ich mir parallel begleitend psycho-logische Unterstützung. Meine Familie war die größte Stütze.
Ich war bereit für den nächsten Schritt. Ein Vergleichsbild des Lungenfacharztes vom Thorax vor fünf Jahren ergab, das sich hier schon Kalkablagerungen zeigten. Das war die Ursache für die winzigen Knötchen in der Lunge. Keine Metastasen!
Seitdem ist in den vergangenen 4 Jahren keine Metastase mehr aufgetaucht.
Mein Leben hat sich mit fast 60 Jahren sehr verändert. Der Krebs hat mir beim Aus- und Umsteigen entscheidend geholfen. Heute ordne ich ihn in mein Leben ein ohne ihn zu brauchen und fühle mich gesünder und liebesfähiger als früher. Das Bewusstsein über die Endlichkeit hat mir Türen ins Jenseits geöffnet. Selbst die Angst ist eine gute Freundin geworden. An ihrer Seite stehen die Dankbarkeit und die Zuversicht. Wenn wir Drei uns treffen, ist es die reinste Freude! Ich habe noch viel zu lernen. Auf dem Weg „menschlicher zu werden" begegnet mir immer öfter eine wesentliche Triade: In der Mitte die Traurigkeit, rechts untergehakt die Liebe und links die Wut. Im Rücken das Vertrauen, das ich jederzeit fallen kann. Ich kann nur sagen: Das Leben hat's in sich!
Traudel Beickler auf dem Kongress:
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
Weitere Informationen zu Traudel Beickler finden Sie hier.
Armin Schütz: „Wenn ihr Krebszellen so weiterwachst, werdet auch ihr sterben!"
Beruflich stand ich im Januar 1991 unter starkem Stress. Ich bin Elektrotechniker von Beruf und die Arbeit war nicht immer befriedigend. Auch im Privatleben war nicht alles so, wie ich es mir wünschte. Ich war in einer Lebenskrise. Schon bevor ich zum Hausarzt ging, war mir klar, dass dieser Knoten, den ich bereits seit mehreren Tagen beobachtet hatte, Hautkrebs ist. Deshalb war die Diagnose auch kein Schock für mich.
Der Hausarzt sagte, dass man bei Hautkrebs gute Heilungschancen hat. Der Tumor wird rausgeschnitten und anschließend wird man bestrahlt. Dann bekommt man das schon in den Griff. Die Operation verlief auch nach Plan.
Ein Dreivierteljahr später kam der erste Rückfall. Ein Tumor in der Lymphe und mehrere kleine auf der Haut. Ich wurde im Februar 1992 zum zweiten Mal erfolgreich operiert. Trotzdem war mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Alles, was die Schulmedizin anbieten konnte, war die Operation – aber ich wollte mir nicht Stück für Stück von meinem Körper wegschneiden lassen. Also habe ich nach Alternativen gesucht.
Wie das ein technisch orientierter Mensch so macht, habe ich mir zwei Bücher gekauft: eines, das Krebs schulmedizinisch und wissenschaftlich erklärt, und eines über alternative Heilmethoden. Im Vergleich der beiden Bücher klangen die Methoden der Alternativmedizin für mich viel logischer. Es wurde mir klar, dass der Krebs ein Teil meines Körpers ist. Das sind meine eigenen Zellen, die ein Eigenleben begonnen haben und mich kaputt machen wollen. Also muss ich mein Immunsystem wieder dazu bringen, die Krebszellen zu erkennen. Die Schulmedizin bot mir da keine Möglichkeiten. Ich wollte nicht meinen Körper ruinieren, um den Krebs zu bekämpfen.
Leider konnte mir keiner der mich bis dahin behandelnden Ärzte Wege aufzeigen, die ein gesichertes Überleben bieten konnten. Die Schulmediziner gaben mir zuletzt den Rat: Gehen Sie nach Hause und regeln Sie Ihre Dinge. Durch eine Fernsehsendung wurde ich auf eine ganzheitliche Klinik aufmerksam. Auf eigenen Wunsch habe ich dort eine ganzheitliche Therapie begonnen. Mit Körperentgiftung, Vitamingaben, Vollwertkost und vor allen Dingen der aktiven Fiebertherapie wurde das Immunsystem einerseits entlastet und andererseits gestärkt und wieder aufgebaut. Die begleitende Musik- und Maltherapie sowie Gespräche mit der Psychotherapeutin waren sehr wichtig für mich. Ich war an der Gestaltung der Therapie selbst und aktiv beteiligt. Um meinen Lebenswillen zu zeigen, war ich die ganze Zeit voll berufstätig, abgesehen von den acht Wochen in der Klinik.
Die Metastasen sind während dieser Zeit weiter gewachsen. Trotzdem wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Träume haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Äußerlich sah ich krank aus, innerlich war ich ohne Zweifel. Diese Zeit war für meine Mitmenschen besonders schwierig. Jedes Mal, wenn die Berichte der halbjährlichen Computer-Tomograph-Untersuchungen bei meiner Hausärztin ankamen, meinte diese, man müsse etwas anderes tun. Ich habe aber weiterhin auf die ganzheitliche Therapie vertraut und weitere Operationen abgelehnt.
Die Metastase am Oberschenkel war so groß wie eine Männerhand und auch einige Lymphknoten waren befallen und dadurch vergrößert.
Damals hatte ich folgende Gedanken: Wenn ihr Krebszellen so weiterwachst, werdet ihr meinen Körper umbringen. Da ihr aber von diesem Körper lebt, werdet auch ihr dann sterben. Ein Weiterleben ist also nur möglich, wenn ihr euer aggressives Eigenleben einstellt und in den Verband der guten Zellen zurückkehrt.
Ich wollte den Krebs nie mit Gewalt bekämpfen, denn er war ja ein Teil von mir. Ein Vierteljahr später, im Frühjahr 1993, setzte spontan die Remission ein. Eines Morgens habe ich bemerkt, dass die Metastasen weicher und kleiner werden. Nach zwei bis drei Monaten hatten sich alle Metastasen zurückgebildet.
Meine Hausärztin war überrascht. Sie hat mich mehrmals untersucht und bezeichnet mich heute noch als Wunder. Aber ich bin kein Wunder. Ich habe meinen Weg gefunden.
Oft denke ich, der Krebs war notwendig, damit ich meinen eigenen Lebensweg wiederfinden konnte. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit hat mir sehr viele neue, positive Perspektiven für mein Leben gegeben.
Armin Schütz auf dem Kongress:
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
Weitere Informationen zu Armin Schütz finden Sie hier.
Ellen Volkhardt: Heilsame und lebensbejahende Aussagen
Meine Heilungsweg begann eigentlich ein Jahr vor der Krebsdiagnose mit dem Satz:„ Atme in Deine Füße!" In einer tiefen Lebenskrise hatte ich mich zu einem Seminar angemeldet. Der Seminarleiter Otto Richter forderte uns auf, in die Füße zu atmen. Diesem Seminar folgte ein intensives, über sieben Monate fortlaufendes Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung. Der Seminarzyklus endete im April, im Mai bekam ich die Diagnose Brustkrebs. Die Entscheidungen bezüglich meiner Behandlung wären ohne diesen Prozess anders ausgefallen. Ich hatte genug gelernt, um zu erfassen, dass es um meinen Körper und meine Zellen ging. Ich wollte nicht gegen den Krebs und somit gegen mich kämpfen.
Eine weiterer Satz aus dieser Persönlichkeitserfahrung prägt bis heute alle meine Entscheidungen: "Fühl Dich nicht als Opfer". Ich hatte es in der Hand, für welche Behandlung ich mich entscheiden konnte. Ich ließ mich operieren, nachdem ich einen Chirurgen gefunden hatte, der bereit war, den Tumor zu entfernen und die Lymphknoten unangetastet zu lassen. Ich stellte meine Ernährung um und verzichtete auf Strahlen- und Chemobehandlung.
Eine seelische Krise ein dreiviertel Jahr nach der Diagnose führte dazu, dass ich mich künstlerisch mit der Krankheit Krebs auseinandersetzte. Ich verwandelte die für mich bedrohlichsten Wörter Krebs Tumor und Cancer Schritt für Schritt in Liebe, Heilen und Change. Damit hatte ich eine heilsame und lebensbejahende Aussage gefunden. Ich widmete jedem Wort eine Buchseite, die einzelnen Buchstaben gestaltete ich mit Texten, Bildern, Gedanken und Gebeten, die mich berührten. Auf diese Weise entstanden die ersten drei Bücher mit dem Namen Visio-TactileTransForms.
In der Folge befasste ich mich mit Emotionen wie Trauer, Angst, Lebensverneinung und Schuldgefühlen. Ich habe erfahren, wie lähmend sich diese Emotionen auf die Genesung auswirken, wenn man sich ihnen unterordnet. Als man bei mir eineinhalb Jahre nach der Erstdiagnose ein Lokalrezidiv diagnostizierte, führte mich mein Weg nach der Operation in die Arcadia Praxisklinik, eine Klinik für ganzheitliche Krebsbehandlungen. Dort erfuhr ich, wie heilsam es ist, wenn Krankheit nicht als Ausnahmezustand erfasst wird, sondern als eine Form des Menschseins. Die Visio- TactileTransForms habe ich drucken lassen und verlege sie nun. Mein Leben ist durch und mit dieser Arbeit erfüllt und reich – ganz in Pablo Picassos Sinn: Manche machen aus der Sonne einen gelben Punkt und manche machen aus einem gelben Punkt eine Sonne. Ich bemühe mich um letzteres.
Ellen Volkhardt auf dem Kongress
→ Kurs 7: Samstag, 4. Mai, 14:00–18:00 Uhr: Mein persönliches Schatzbuch: Aus Krebs
wird Liebe – den Ängsten begegnen – den Hoffnungen Raum geben
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
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Sabine Hötzel: Das leise Singen der Seele
1995 erkrankte ich im Alter von 33 Jahren an Gebärmutterkrebs. Es wurde umfangreich operiert und anschließend bestrahlt. Ich freute mich, alles gut überstanden zu haben, lernte, wie wunderbar es sein kann, wenn man Zeit für sich hat und gab endlich die Zigaretten auf. Aber bald nahm mich der Alltagstrott wieder in Beschlag.
Ich sollte ein zweites Mal gerüttelt werden. Eine Röntgenuntersuchung zeigte zwei Metasta-sen im linken Lungenflügel, rechts eine kleinere. Mir riss es die Beine weg. Ich stellte mir Fragen wie: Was bedeutet Krebs? Warum bekomme ich Krebs? Ich nahm Kontakt zur Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr auf. Mir war klar: Die Schulmedizin ist für mich wichtig. Aber es gibt noch andere Dinge, die mich unterstützen. Die OP war kein Spaziergang, die anschließenden Schmerzen furchtbar. Aber ohne Chemotherapie konnte ich nach drei Wochen das Krankenhaus verlassen.
Wieder fit, kniete ich mich in meine Arbeit. Ich kam in eine Tretmühle, die ich mir eigentlich nicht erlauben konnte. Abends sank ich völlig ausgelaugt auf die Couch. Zehn Jahre nach meiner Lungenkrebserkrankung wurde ein Borderline-Tumor im Unterleib entdeckt. Wieder hatte ich Glück: Die Ärzte und das Krankenhaus waren toll. Aber ich stand erneut da wie ein begossener Pudel. Hatte ich nicht alles getan, um nicht genau wieder dorthin zu kommen? Ich brauchte erst einmal ZEIT. Ich musste sortieren, verdauen, damit fertig werden. Die Zeit schenkte mir elementare Erkenntnisse: Nein, wir haben nicht alles in der Hand!! Ich befasste mich mit der Frage nach einer höherer Kraft / Energie, nach Gott. Und: Was wäre eigentlich, wenn ich in einem Jahr nicht mehr da wäre? Würde ich so weiterleben wollen wie bisher?
Oft ging ich im Wald spazieren, um Kraft zu schöpfen und mich an winzigen Dingen zu erfreuen. Ich stellte fest, es gibt nur einen Zustand von „glücklich", nämlich „glücklich". Dieses leise Singen der Seele kann überall stattfinden. Ich spürte mir nach, horchte in mich hinein, ich nahm mich wahr und fand eine wunderbare Ruhe. Ein Geschenk, für das ich dem Krebs danke. Ich sehe ihn nicht als Feind. Wäre er nicht gewesen und eine riesige Portion Gottes Segen, wäre ich nicht an dem Punkt wie heute. Den will ich um nichts auf der Welt mehr ein-tauschen. Ich bin mir wirklich nahe und weiß, was ich fühle und denke.
Sabine Hötzel auf dem Kongress
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
→ Kurs 18: Sonntag, 5. Mai, 14:00–18:00 Uhr: Visualisieren – Aktivieren der Selbsthei
lungskräfte durch bildhafte Vorstellung, Lebensfreude und Entspannung
Weitere Informationen zu Sabine Hötzel finden Sie hier.
Patienten beim Kongress/Programmpunkt:
Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
Der Weg vom Betroffenen zum Beteiligten
Patienten zeigen Wege der Krankheitsbewältigung
So., 05.05.2013, 09.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II - Patienten fragen - Patienten antworten
Patienten beim Kongress_2011
Martina Erlemann: Mein Leben ist schön
2005 erkrankte Martina Erlemann an Brustkrebs. „Im Nu wurde ich zur Hochrisikopatientin mit hohem Rückfallrisiko." Sie brauchte Zeit, „und mich für das Leben zu entscheiden. Heute tut sie alles, von dem sie glaubt, „dass es meiner Gesundheit nützt: Regelmäßiges Laufen, Yoga, gesunde basische Ernährung. Vor allem hat eines mein Leben verändert: Das Schreiben." 2008 erschien ihr Buch „Auf der Suche nach den Glücksböhnchen – Leben mit Krebs".
Weiterlesen: Signal 1/2009: Martina Erlemann, Mein Leben ist schön!
Weitere Informationen zur Referentin finden Sie hier.
Patricia Glantz: Krank sein – Mensch bleiben – Gesund werden
„Die Diagnose setzt einen in eine Art Panikstarre", sagt Patricia Glantz. Die heute 43-jährige Sportwissenschaftlerin erkrankte vor 6 Jahren an Krebs, hochaggressives Burkitt-Lymphom. Eine Notoperation, 7 Monate Klinik und Hochdosis-Chemotherapie folgten. „Es ist viel verlangt: Man soll sich informieren, seiner Intuition vertrauen, sich selbst finden – wo man sich doch gerade verloren hat. Aber es lohnt sich! Denn wir finden erst dann ins Leben zurück, wenn wir die Verantwortung für uns übernehmen."
Weiterlesen: Patricia Glantz/Krank sein - Mensch bleiben - Gesund werden
Dagmar Goldau: Reisen in mein Herz
„Die Diagnose Brustkrebs ließ mich ohnmächtig werden", sagt Dagmar Goldau. Sie nimmt Kontakt zu einer Freundin auf, die eine spirituelle Kommunikationsart erlernt hat, eine Verständigung von Herz zu Herz. „Auf der Reise in mein Herz traf ich zum ersten Mal bewusst mit meiner Seele in Kontakt", sagt Dagmar Goldau. „Das Wundervollste ist. Man begegnet in diesem Raum im Herzen der bedingungslosen Liebe."
Weiterlesen: Dagmar Goldau/Reisen in mein Herz
Bert Heuper: Ich erfreue mich bester Gesundheit
„Der entscheidende Satz in meinem Leben war: "Die Chancen stehen 80:20 – allerdings gegen Sie!" So wurde Bert Heuper seine Krebsdiagnose eröffnet. Nach einer Operation wollte ihm niemand etwas zu seiner weiteren Überlebensprognose sagen. „Ich habe mich auf eigenen Wunsch aus dem Krankenhaus entlassen und meinen eigenen Heilungsweg gesucht - und gefunden. Seitdem sind über 17 Jahre vergangen und ich erfreue mich bester Gesundheit."
Weiterlesen: Bert Heuper/Ich erfreue mich bester Gesundheit
Sabine Hötzel: Das leise Singen der Seele
Sabine Hötzel hat drei Krebserkrankungen überstanden, 1995 war die erste. Heute sagt sie: „Ich habe eine wunderbare Ruhe gefunden. Ein Geschenk, für das ich dem Krebs danke. Wäre er nicht gewesen und eine riesige Portion Gottes Segen, wäre ich nicht an dem Punkt wie heute. Ich bin mir wirklich nahe und weiß, was ich fühle und denke."
Weiterlesen: Signal 2/2010: Sabine Hötzel, Auf dem Weg der Heilung
Weitere Informationen zur Referentin finden Sie hier.
Ellen Volkhardt: Heilsame und lebensbejahende Aussagen
„Fühl Dich nicht als Opfer." Diesen Satz hat Ellen Volkhardt auf ihrem Heilungsweg gelernt. „Ich wollte auf gar keinen Fall gegen den Krebs und somit gegen mich kämpfen", beschloss sie nach der Diagnose Brustkrebs, „denn es geht um meinen Körper und um meine Zellen." Ellen Volkhardt setzt sich künstlerisch mit der Krankheit auseinander. „Dabei verwandelte ich die bedrohlichsten Wörter Krebs, Tumor, und Cancer Schritt für Schritt in die lebensbejahenden Aussagen Liebe, Heilen und Change."
Weiterlesen: Ellen Volkhardt/Heilsame und lebensbejahende Aussagen
Ute Roy: Russisch Roulette – oder nur ein etwas anderer Umgang mit
der Diagnose Brustkrebs
Bei einer Vorsorgeuntersuchung wurde 2004 ein kleiner Knoten in meiner linken Brust festgestellt. Wegen Fehleinschätzungen diverser Mediziner über Vorhandensein sowie Art meines Knotens hoffte ich noch bis zur Auswertung der Laboranalyse, dass es ein gutartiger Tumor ist.
Sehr bewusst wählte ich eine OP-Methode, die im Februar 2004 noch nicht Standard war. Dabei wurden nicht unnötig viele Lymphknoten entfernt, was nach heutiger Erkenntnis wenig Sinn macht. Beim Therapieverlauf entschied ich mich gegen die gängige Vorgehensweise bei hormonabhängigen Mammakarzinomen, also sechswöchige Bestrahlung, monatliches Spitzen eines Depot-Hormon-Blockers und mehrjährige Behandlung mit einem Anti-Östrogen. Lediglich der einjährigen Behandlung mit Zoladex (ein GnRH-Analogon) stimmte ich zu. Mein Therapieweg wurde stark kritisiert, 'Sie spielen Russisch Roulette', kommentierte eine Ärztin meine Entscheidung.
Ich ließ mich davon nicht irritieren und kümmerte mich um eine Verbesserung meiner Ge-samtsituation und meines Seelenheils. Die wichtigste Veränderung wurde die berufliche, ich beendete nach 14 Jahren meine zum Teil stark belastende Selbstständigkeit. Außerdem wählte ich die Lebensmittel bewusster aus und betätigte mich sportlich noch intensiver. Das hat enorm zur Erhaltung der Gesundheit und gesteigertem Wohlbefinden beigetragen. Was mir noch geholfen hat? Ich gehe achtsamer mit meinen Bedürfnisse um, habe meine Lebenseinstellung total geändert – und die GfBK hat mich unterstützt.
Ich kann auf die neun Jahre seit meiner Operation mit großem Wohlgefallen zurückblicken. Gerade habe ich ein Buch über meine Genesungsgeschichte veröffentlicht. Ich will Frauen mit der Diagnose Brustkrebs Mut machen, ihre eigenen Wege zu beschreiten. Es ist wichtig, bei der Wahl der Therapien eigenverantwortlich mitzubestimmen und aktiv am Therapieverlauf mitwirken, um sich aus dem Schock und der Ohnmacht zu befreien.
Ute Roy auf dem Kongress:
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
Weitere Informationen zu Ute Roy finden Sie hier.
Traudel Beickler: Leiomyosarkom – eine Begegnung der besonderen Art
Nach einer Ausschabung im Mai 2007 bat mich mein Gynäkologe zu einem Nachgespräch über die histologische Untersuchung. Er hatte hinter dem entfernten Myom in der Gebärmutterwand ein gut getarntes, etwa murmelgroßes Sarkom entdeckte. Ein Zufallsbefund! Das müssen wir operieren! Zu Hause surfte unsere Tochter im Internet darüber, und wir fielen aus allen Wolken: Schnellwachsend und äußerst bösartig!
Ein paar Tage später befand ich mich wieder im Krankenhaus. Diesmal auf unsicherem Terrain: In der Nacht stand ein schwarz gekleideter Mann mit Hut lange neben meinem Bett. Nach 6-stündiger Total-Operation mit Entfernung des großen Netzes beförderte das Gynäkologen-Chirurgen-Team ein Leiomyosarkom 1. Grades zutage, was durch die Ausschabung angekratzt worden war. Sind dadurch jetzt vermehrt Zellen in die Blutbahn gelangt, die sich vermehren und Metastasen bilden können? Das anfängliche Glück, das Sarkom entdeckt zu haben, verwandelte sich in Sorge und Angst, die mir keiner nehmen konnte. Der Arzt betonte die Seltenheit dieser Krebsart. Ich war etwas Besonderes.
Bei einer MRT-Kontrolle wurde Mitte Dezember 2008 ein Schatten auf der Leber entdeckt. Gleichzeitig im CT-Thorax viele kleine Streuherde in der Lunge. Die Angst kam mit Wucht zurück. Das mögliche Sarkom lag an einer gut durchbluteten Stelle in der Nähe eines großen Gefäßes. Sowohl die Verletzungs- als auch die Streuungsgefahr waren zu groß. Außerdem sollte auf jeden Fall operiert werden, warum dann nicht gleich.
Diesmal flog ich aus der Umlaufbahn: Ich war vom Tod bedroht!
Mein Professor war ein positiv denkender Mensch: Wir machen jetzt den 1. Schritt, das ist die Leber-OP. Dann sehen wir weiter. Im Februar 2009 wurde ich operiert. Wie erwartet, eine Metastase auf der Leber. Nach 10 Tagen war ich wieder zu Hause, für meine psychische Regeneration brauchte ich Jahre.
Ich suchte nach Behandlungsalternativen, nahm Kontakt zur Biologischen Krebsabwehr in Heidelberg auf, versuchte zu Entgiften und mein Immunsystem zu stabilisieren. In der zweiten Reha übte ich mich im Gespräch mit anderen Betroffenen, in Qi-Gong und Meditation und stellte meine Ernährung völlig um: Kaum Kohlehydrate, kein Zucker, gute Öle und Fette, nach dem Prinzip von Dr. Coy. Jeden Morgen aß ich mit Lust ein Budwig-Müsli, war viel an der frischen Luft und trieb wieder Sport. Zu Hause suchte ich mir parallel begleitend psycho-logische Unterstützung. Meine Familie war die größte Stütze.
Ich war bereit für den nächsten Schritt. Ein Vergleichsbild des Lungenfacharztes vom Thorax vor fünf Jahren ergab, das sich hier schon Kalkablagerungen zeigten. Das war die Ursache für die winzigen Knötchen in der Lunge. Keine Metastasen!
Seitdem ist in den vergangenen 4 Jahren keine Metastase mehr aufgetaucht.
Mein Leben hat sich mit fast 60 Jahren sehr verändert. Der Krebs hat mir beim Aus- und Umsteigen entscheidend geholfen. Heute ordne ich ihn in mein Leben ein ohne ihn zu brau-chen und fühle mich gesünder und liebesfähiger als früher. Das Bewusstsein über die Endlichkeit hat mir Türen ins Jenseits geöffnet. Selbst die Angst ist eine gute Freundin geworden. An ihrer Seite stehen die Dankbarkeit und die Zuversicht. Wenn wir Drei uns treffen, ist es die reinste Freude! Ich habe noch viel zu lernen. Auf dem Weg „menschlicher zu werden" begegnet mir immer öfter eine wesentliche Triade: In der Mitte die Traurigkeit, rechts unter-gehakt die Liebe und links die Wut. Im Rücken das Vertrauen, das ich jederzeit fallen kann. Ich kann nur sagen: Das Leben hat's in sich!
Traudel Beickler auf dem Kongress:
→ Sonntag, 5. Mai, 9.00-13.00 Uhr: Interaktives Forum II: Patienten fragen - Patienten
antworten: Ungewöhnliche Heilungsverläufe bei Krebskranken
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Armin Schütz: „Wenn ihr Krebszellen so weiterwachst, werdet auch ihr sterben!"
Beruflich stand ich im Januar 1991 unter starkem Stress. Ich bin Elektrotechniker von Beruf und die Arbeit war nicht immer befriedigend. Auch im Privatleben war nicht alles so, wie ich es mir wünschte. Ich war in einer Lebenskrise. Schon bevor ich zum Hausarzt ging, war mir klar, dass dieser Knoten, den ich bereits seit mehreren Tagen beobachtet hatte, Hautkrebs ist. Deshalb war die Diagnose auch kein Schock für mich.
Der Hausarzt sagte, dass man bei Hautkrebs gute Heilungschancen hat. Der Tumor wird rausgeschnitten und anschließend wird man bestrahlt. Dann bekommt man das schon in den Griff. Die Operation verlief auch nach Plan.
Ein Dreivierteljahr später kam der erste Rückfall. Ein Tumor in der Lymphe und mehrere kleine auf der Haut. Ich wurde im Februar 1992 zum zweiten Mal erfolgreich operiert. Trotzdem war mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Alles, was die Schulmedizin anbieten konnte, war die Operation – aber ich wollte mir nicht Stück für Stück von meinem Körper wegschneiden lassen. Also habe ich nach Alternativen gesucht.
Wie das ein technisch orientierter Mensch so macht, habe ich mir zwei Bücher gekauft: eines, das Krebs schulmedizinisch und wissenschaftlich erklärt, und eines über alternative Heilmethoden. Im Vergleich der beiden Bücher klangen die Methoden der Alternativmedizin für mich viel logischer. Es wurde mir klar, dass der Krebs ein Teil meines Körpers ist. Das sind meine eigenen Zellen, die ein Eigenleben begonnen haben und mich kaputt machen wollen. Also muss ich mein Immunsystem wieder dazu bringen, die Krebszellen zu erkennen. Die Schulmedizin bot mir da keine Möglichkeiten. Ich wollte nicht meinen Körper ruinieren, um den Krebs zu bekämpfen.
Leider konnte mir keiner der mich bis dahin behandelnden Ärzte Wege aufzeigen, die ein gesichertes Überleben bieten konnten. Die Schulmediziner gaben mir zuletzt den Rat: Gehen Sie nach Hause und regeln Sie Ihre Dinge. Durch eine Fernsehsendung wurde ich auf eine ganzheitliche Klinik aufmerksam. Auf eigenen Wunsch habe ich dort eine ganzheitliche Therapie begonnen. Mit Körperentgiftung, Vitamingaben, Vollwertkost und vor allen Dingen der aktiven Fiebertherapie wurde das Immunsystem einerseits entlastet und andererseits gestärkt und wieder aufgebaut. Die begleitende Musik- und Maltherapie sowie Gespräche mit der Psychotherapeutin waren sehr wichtig für mich. Ich war an der Gestaltung der Therapie selbst und aktiv beteiligt. Um meinen Lebenswillen zu zeigen, war ich die ganze Zeit voll berufstätig, abgesehen von den acht Wochen in der Klinik.
Die Metastasen sind während dieser Zeit weiter gewachsen. Trotzdem wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Träume haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Äußerlich sah ich krank aus, innerlich war ich ohne Zweifel. Diese Zeit war für meine Mitmenschen besonders schwierig. Jedes Mal, wenn die Berichte der halbjährlichen Computer-Tomograph-Untersuchungen bei meiner Hausärztin ankamen, meinte diese, man müsse e


